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Full text of "Abhandlungen der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Königlich Böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften vom Jahre ... = Rozpravy Trídy mathematicko-prírodovedecké Královské ceské spolecnost nauk zu roku .."

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ABHANDLUNGEN 



der 



mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe 






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der 



königl. böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften 



vom Jahre ISST'— 1S88. 












VII. Folge, 2. Band. 



MIT 19 TAFELN. 



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PR AG. 

Verlag der königl. böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften. 

1888. 



Druck von Dr. Ed. Grégr. 



ROZPRAVY 



třídy mathematicko - přírodovědecké 



královské české společnosti nauk 



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V PRAZE. 

Nákladem královské české společnosti nauk. — Tiskem dra. Ed. Grégra. 

1888. 



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INHALT. - OBSAH. 



1. Ph. Počta, Die Antliozoěn der böhmischen Kreideformation. (Mit 2 Taf. u. 29 Textabbild.) 

2. Ott. Novák, Studien au Echinodermeu der böhm. Kreideformation. I. Die irregul. Echiniden der 

Cenomanstufe. (Mit 3 Taf.) 

3. K. Küpper, Die Flächen F* und F'. 

4. Stcmisl. Kostlivý, Über die Temperatur von Prag. 

_ Í Výsledky dešfoměrného pozorování provedeného v Čechách v roce 1887. — 

( Resultate der ombrometrischen Beobachtungen in Böhmen während des J. 1887. 

6. W. Matzka, Natürlichste Berechnung musikalischer Tonleitern. 

7. F. Augustin, Über den jährlichen Gang der meteorologischen Elemente zu Prag. (Mit 4 Tafeln.) 

8. J. Velenovshý, Die Farne der böhm. Kreideformation. (Mit 6 Taf.). 

9. M. Lerch, Über Functionen mit beschränktem Existenzbereiche. 

10. K. Küpper, Zur Geometrie der Flächen dritter u. vierter Ordnung. 

11. Ä. Štole, Monografie českých Tubificidii. Mo't' ' ' ' a systematická studie. (Se 4 tab.). 

12. M. Hermite, Sur la transformation de V integrale elliptique de seconde espéce. Extrait ď une 

lettre adr. á M. M. Lerch. 



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DIE 



ANTHOZOEN 



DER 



BÖHMISCHEN KREIDEFORMATION. 



VON 



PHILIPP POCTA, 

ASSISTENTEN DER GEOLOGIE AM MUSEUM DES KÖNIGREICHES BÖHMEN. 



(Mit 2 lith. Tafeln und 29 Abbildungen im Texte.) 
(Abliandlungen der k. böhm. Gesellschaft der Wissenschaften. — VH. Folge, 2. Band.) 

{Mathematisch-naturwissenschaftliche Classe Nr. H.) 



PRAG. 

Verlag der königl. böhm. Gesellschaft der Wissenschaften. — Druck von Dr. Ed. Grégr. 

1887. 



VORWORT. 

Obzwar die Anthozoen der böhmischen Kreideformation bereits im Jahre 1846 
von Beuss in seiner, für die damalige Zeit höchst beachtenswerthen und bis heut 
zu Tage den Grundstein der Palaeontologie der böhm. Kreide bildenden Arbeit („Die 
Versteinerungen der böhm. Kreideformation") beschrieben und abgebildet wurden, so 
habe ich dennoch nicht gescäumt über Anregung von Seite meines hochverehrten 
Lehrers Herrn Prof. Dr. Ant. Fric dem im Museum des Königreiches Böhmen sich 
befindenden Anthozoenmateriale nähere Aufmerksamkeit zu schenken. 

Es geschah dies nicht nur deswegen, weil die Beschreibungen der Anthozoen, 
welche Beuss in seinem obenangeführten Werke veröifentlichte nach dem jetzigen 
Standpunkte der Wissenschaft unzulänglich und ungenau sind, sondern auch aus der 
Ursache, weil die Arbeiten der Landesdurchforschungskommission ein reiches Mate- 
rial von Anthozoen aus vielen neuen Fundorten der böhmischen Kreide zu Tage för- 
derten, in welchem manche neue, bisher nicht bekannte Art sich vorfand. 

Auch* wollte ich mit einer neuerlichen Revision unserer Kreideanthozoen 
einem, bei allen, zum Behufe geologischer Studien vorgenommenen Petrefakten- 
bestimmungen lebhaft gefühlten Mangel einer Monographie dieses Theiles der Fauna 
nach Kräften abhelfen. 

Was die äussere Form dieser Arbeit anbelangt, so habe ich, um die leichtere 
Handhabung dieser Abhandlung bei der Bestimmung unserer Anthozoen zu ermög- 
lichen und manchem einheimischen Palaeontologen und Sammler eine ganze Bibliothek 
oft schwer zugänglicher Werke zu ersetzen, bei allen Gattungen die — meist längs 
bekannten — Diagnosen nochmals angeführt. 

Die geologischen Verhältnisse unserer Anthozoen sind nur wenig mannigfaltig, 
was sich durch die verhältnismässig geringe Anzahl von Arten erklärt. Weiter ist 
wie bei Versteinerungen anderer Ordnungen auch hier der eigenthümliche Umstand 



bemerkenswerth, dass die grösste Anzahl der Arten in der untersten cenomanen Ab- 
theilung (liorycaner Schichten) unserer Kreideformation angetroffen wird. 

Am Schlüsse dieser Abhandlung werden diese Verhältnisse eingehender be- 
sprochen werden. 

Die Eintheilung unserer Kreideformation in einzelne Schichten, wie sie von 
der geologischen Section der Landesdurchforschungskommission geliefert wurde, habe 
ich als allgemein bekannt vorausgesetzt. 

Endlich sei hier noch bemerkt, dass alle Originalstücke, so wie alle von mir 
hier besprochenen Exemplare in den Sammlungen des Museums des Königreiches 
Böhmen aufbewahrt sind. 

Von den Reussischen Originalen lag mir keines vor. 



1. Verzeichnis der benutzten Literatur. 



Um die Anfülinmgen und Citáte im Texte möglichst abzukürzen und das Aufsuchen 
einzelner zu erleichtern, habe ich im nachstehenden Verzeichnise alle, von mir bei dieser 
Abhandlung benutzten Schriften nach dem Datum ihrer Veröffentlichung zusammengestellt: 

1. 1822. Mantell Gid. The fossils of the South Downs or Illustrations of the Geology of Sussex. 

2. 1827. Morren. Polyparium fossilium in nostra patria repertorum descriptio. In: Annales 

Academiae Groninganae. 
8. 1837. Koch et Dunker. Beiträge zur Kenntnis des Norddeutschen Oolithgebirges und dessen 
Versteinerungen. 

4. 1838. Bronn H. Lethaea geognostica. 

5. 1840—41, Römer F. A. Die Versteinerungen des norddeutschen Kreidegebirges. 

6. 1839 — 42. Geinitz H. B. Charakteristik der Schichten und Petrefakten des sächsisch böhm. 

Kreidegebirges. 

7. 1826 — 44. Goldfuss G. A. Petrefacta Germaniae. 

8. 1840—44. Reitss B. E. Geognostische Skizzen. 

9. 1845—46. Eeuss B. E. Die Versteinerungen der böhm. Ki-eideformation. 

10. 1841 — 47. Michelin. Iconographie zoophytologique. 

11. 1847. Fitton W. A stratigraphical Acount of the Section from Atherfield to Rocken End. 

In Quarterly Journal of geol. Soc. Vol. III. 

12. 1848. Bronn H. Index palaeontologicus. 

13. — Giebel. Über Polyparien aus dem Plänermergel des subhercynischen Beckens um 

Quedlinburg. In: Zeitung für Zoologie, Zootomie und Palaeozoologie von D'Alton 
& Burmeister. 

14. 1849. D'Orhigny. Notes sur les Polypös fossiles. 

15. — Lonsdcde W. Notes on fossil Zoophytes found in the Deposits bescribed by Dr. 

Fitton in Memoir entitled (11). In Quarterly Journal of geol. Soc. Vol. V. 

16. 1849 — 50. Geinitz B. E. Das Quadersandsteingebirge oder Kreidegebirge in Deutschland. 

17. 1850. Lonsdale W. Notes on the Corals. In: Dixon. The Geology and fossils of the ter- 

tiary and cretaceous formations of Sussex. 

18. D'Orhigny AI. Prodrome de Palaeontologie stratigraphique. 

19. 1851. Milne Edwards & J. Haime. Monographie des Polypiers fossiles des terrains pa- 

laeozoiques. In: Archive du Musée d'histoire naturelle. Vol. V. 



20. 1850—54. Müne Edwards & J. Haime. Monograpli of the british fossils Corals. Palae- 

ontographical Society. 

21. 1854. Reuss A. E. Beiträge zur Cliarakteristik der Kreideschichten in den Ostalpen be- 

sonders im Gosauthale und am Wolfgangsee. In: Denkschriften der k. k. Akadem. 
der Wissen. Wien. Band VII. 

22. — Reuss A. E. Über drei Polyparienspecies aus dem oberen Kreidemergel von Lem- 

berg. In: Palaeontographica. Band III. pag. 119. 

23. — Reuss A. E. Kurze Übersicht der geognostischen Verhältnisse Böhmens. 
1848 — 57. Müne Edivards & J. Haime. Recherches sur les Polypiers. 

24. 1848. I. Memoire: Observations sur la structure et le développement en generál. In: An- 

nales des Sciences naturelles. Tome IX. pg. 37 — 89. 

25. — II. Memoire: Monographie de Turbinolides. Daselbst. Tome IX. pg. 211—344. 

26. 1849. III. Memoire: Monographie de Eupsamides. Daselbst. Tome X. pg. 65—114. 

27. — IV. Memoire: Monographie de Astreides. Daselbst. Tome X. pg. 209 — 321. 

28. 1852. V. Memoire: Monographie de Osculinides. Daselbst. Tome XIII. pg. 62 — HO. 

29. 1854. VI. Memoire: Monographie de Fongidae. Daselbst. Tome XV. pg. 73—144. 

30. 1856. VII. Memoire: Monographie de Poritides. Daselbst. Tome XVII. pg. 21—70. 

31. 1858 — 61. Fromentel E. de. Introduction ä l'etude des polypiers fossiles. 

32. 1857 — 61. H. Müne Edwards (et J. Haime). Histoire naturelle de Coralliaires. 
32a, 1861. Fromentel E. de. Palaeontologie frangaises. Zoophytes. Terrain crétacée. 

33. 1863. Duncan P. M. On the fossil corals of the West Indián Islands. In : Quarter. Journal 

of geol. Society. Band XIX. pg. 406—458. 

34. — Duncan P. M. Note on the fossil corals accompanying the Testacea from Jamaica. 

In: Quarterl. Journal of geol. Soc. XIX. pg. 513—514. 

35. 1864. Gahh W. M. Triassic and cretaceous fossils. In: Geolog. Survey of California. Pa- 

laeontology Volume I. 

36. 1864. üredner H. Pteroceras-Schichten der Umgebung von Hannover. In: Zeitschrift der 

deutsch, geolog. Gesellsch. B. XVI. pag. 243. 

37. 1865. Reuss A. E. Über einige Anthozoen der Kössener Schichten und der Alpinen Trias. 

In: Sitzgsber. der k. Akad. der Wiss. Wien. Band L. pag. 153. 

38. — Reuss A. E. Zwei neue Anthozoen aus den Hallstädter Schichten. In: Sitzgsber. 

der k. Akad. der Wiss. Wien. Band LI. pag. 381. 

39. 1866. Bölsche. Die Korallen des norddeutschen Jura und Kreidegebirges. In: Zeitschrift 

der deutsch, geolog. Gesell. Band XVIII. pag. 439. 

40. — Lindström. Nagra iakttagelser öfver Zoantharia rugosa. In: Stockholm Akad. Öfver- 

sigt. Band XXII. pag. 271. 
4L -^ Gümbel. Beiträge zur Kenntnis der Procaen oder Kreideformation im nordwestlichen 

Böhmen etc. In: Abhandlungen der köngl. bayer. Akademie der Wissenschaften. 

Band IX. 
42. 1868. Retiss A. E. Palaeontologische Studien über die älteren Tertiärschichten der Alpen. 

I. Die fossilen Anthozoen der Schichten von Castelgomberto. In: Denkschrift der 

k. Akad. der Wiss. Wien. Band XXVIII. 



43. 1868. Hochstetter voji. Durchschnitt durch deu Nordrand der böhm. Kreidelormatioa. In: 

Jahrbuch der k. k. geol. Reichsanstalt. Band XVin. 

44. 1869. Fric Ant. Palaeontologische Untersuchungen der einzelnen Schichten in der böhm. 

Kreideformation. I. Perutzer und Korytzaner Schichten. In: Archiv für naturwiss. 
Landesdurchforschung von Böhmen. Band I. 

45. — Eeuss Ä. E. Palaeontologische Studien über die älteren Tertiärschichten der Alpen. 

IL Die fossilen Anthozoen und Bryozoen der Schichtengruppe von Crosara. In: 
Denkschrift der k. Akadem. der Wiss. Wien. Band XXIX. pag. 215. 

46. 1866 — 72. Duncan. A monograph of the British fossils Corals. Palaeontographical Society. 

47. 1871. Bölsche. In: Geinitz H. B. Das Elbethalgebirge in Sachsen. Palaeontographica. 

Band XX. 

48. — Reuss A. E. Nachtrag zu den Anthozoen des Cenomans von Plauen. In: Geinitz. 

Das Elbethalgebirge iu Sachsen. Palaeontographica. Band XX. 

49. — Eeuss A. E. Die fossilen Korallen des österr.-ungarischen Miocaeus. In: Denk- 

schrift der k. Akad. d. Wiss. Band XXXI. pag. 197. 

50. 1873. Lindström. Nagra anteckningar om Anthozoa tabulata. In: Akad. Öfversigt. Stock- 

holm. Band XXX. pag. 21. 

51. — Stoliczka F. The corals or Anthozoa with notes on the Sponges, Foraminifera etc. 

In: Palaeontologia Indica Memoirs of the Geological Survey of India. Cretaceous 
Fauna. Vol. IV. 4. 

52. 1876. C'iofalo S. Note sul cretaceo medio di Caltavuturo. In: Annuario della See. dei 

Naturalisti di Modena. Serie IL Anno X. 

53. — Ciofalo S. I fossili del Cenomaniano di Caltavuturo. In: ßendiconto della reale 

Accad. delle Scieuze fisiche e matem, di Napoli. Fase. I. 
ö3a. 1877. Teller Fr. Über neue Paidisten aus der böhm. Kreideformatiou. In: Sitzgsber. der 
k. Akad. d. Wiss. Wien. Band LXXV.. 

54. 1879. Zittel K. A. Handbuch der Palaeontologie. Band I. pag. 203— 278. 

55. 1882. Seqiienza G. Studi geologici e palaeoatologici sul cretaceo medio deHltalia meridio- 

nale. In: Reale Accad. dei lincei. Roma. Band GCLXXIX. 

56. 1883. Hang E. Über sogenannte Ghaetetes ans mesozoischen Ablagerungen. In: Neues 

Jahrbuch für Mineralogie, Geol. & Palaeontol. 

57. — Fric Ant. Studien im Gebiete der böhm. Kreideformation. III. Iserschichteu. In : 

Archiv für naturwiss. Landesdurchf. von Böhmen. Band. V. 

58. 1884. Hoernes B. Eleihente der Palaeontologie. 

59. — Duncan M. Revision of the Genera and Families of the Madreporaria. In: Linn. 

Soc. Journ. Zoolog. 

60. — Duncan M. On the internal Structur and classificatory Position of Micrabacia coro- 

nula. Quarterly Journal geol. Soc. XL. pg. 561. 

61. — Laube G. C. Geologische Excursiouen im Thermalgebiet des nordwestlichen Böhmens. 

62. 1885. Tomes B. F. On some inperfectly known Madreporaria from the Cretaceous of Eng- 

land. In: Geological Magazine. 



8 

63. 1885. Počta Ph. Über fossile Kalkelemente der Alcyoniden und Holothuriden und ver- 

wandte recente Formen. In: Sitzungsber. der k. Akademie der Wissensch. Wien. 
Band XCII. 

64. 1886. Počta Ph. Notiz über eine neue Korallengattung aus dem Cenoman Böhmens. In: 

Verhandl. der k. k. geolog. Eeichsanstalt pag. 119. 

65. — Trautschold H. Le Neocomien de Sably en Crimée. In: Nouveaux Memoires de la 

Société imper. des naturalistes de Moscou. Tome XV. Livraison 4. 



2. Historische Einleitung. 



Bevor wir zu der eigentlichen Beschreibung der böhm. Anthozoen schreiten, so wollen 
wir vorerst in kurzen Zügen die historische Entwickelung der Kenntnis unserer Anthozoen 
darlegen und am Ende dieses kleinen Absatzes ein kritisches Verzeichnis aller bisher be- 
kannten böhm. Kreideanthozoen folgen lassen. 

Der erste, welcher Anthozoen aus unserer Kreideformation anführte und ziemlich ein- 
gehend beschrieb, war H. B. Geinitz (6. pag. 92), dem etwa 3 Arten dieser Versteinerungen 
bekannt waren. 

Vorest ist es eine Astraea (? geometrica) aus dem Horsteinkonglomerate von Kut- 
schlin, die zweifelsohne als eine Dimorphastraea oder Thamnastraea zu deuten ist. 

Weiters wird noch Turhinolia (jetzt Parasmilia) centralis aus dem Plänerkalk von 
Hundorf angeführt. Unter dem Namen Calamopora catenipora Goldf. wird aus dem Pläner 
von Kutschlin eine sehr problematische Anthozoe beschrieben. Da sie mit einer von Eeuss an- 
geführten Art (Harmodites cretaceus) identisch zu sein scheint, werde ich später noch bei 
Anführung dieser Eeussischen Art sie näher besprechen. 

In dem zweiten Bande seiner ersten Publikation über die Kreide Böhmens (8.) gab 
Beuss zuerst ein, für die damalige Zeit vollständiges Verzeichnis der in der böhmischen Ki'eide 
vorkommenden Versteinerungen, in welchem wir auch mehrere neu angeführte und beschriebene 
Anthozoenarten finden. 

Zu bemerken ist hier jedoch, dass in diesem Werke den Diagnosen einzelner Ver- 
steinerungen keine Abbildungen beigegeben sind, so dass die Deutung der in damaliger 
unzulänglicher Weise beschriebenen Arten erschwert und in einzelnen Fällen gänzlich un- 
möglich wird. 

Eeuss führt vorerst eine Varietät zu der bereits von Geinitz aus dem Pläner von Hun- 
dorf angeführten Turhinolia centralis vai". parvula an und zwar aus dem Pyi'openkonglomerate 
von Třiblitz und Meronitz, dann aus dem Plänermergel von Luschitz und Kystrá. 

Weiters werden neu angeführt und beschrieben : 

Fungia excavata aus dem Plänerkalk von Luschitz, welche Art jedoch Reuss später 
zurückgezogen zu haben scheint, da sie nirgends mehr angeführt wird. 

Astraea macrocona aus der sandigen Eudistenfacies von Kutschlin. 

Astraea parallela aus den kalkigen Kongiomeratschichten von Kutschlin. 



9 

Astraea multifida ans dem Hornstein des Panznerhügels bei Bilin. 

Astraea distans aus den liornsteinartigen Konglomeratscliicliten bei Liebscliitz. 

Fimgia coronula wird als bezeichnend für die Zwischensciiichten zwischen unterem 
und oberem Quader angegeben. 

Harmodites cretnce^is wird als gleichbedeutend mit Calamopora catenifera Goldf. bei 
Geinitz (6) angesehen. 

In den „Zusätzen" zu dieser Abhandlung (8. II. Abth. pag. 299) \ňrá noch Antho- 
phylliim tmncatum aus dem untersten Plänerkalk der Schillinge und von Weisskirchlitz er- 
wähnt, welche Art später in Anth. cylindraceum umgeändert wurde, da der Name Anth. trun- 
catum bereits von Ooldfuss (7.) zur Bezeichnung einer ganz verschiedenen Ai't in Anspruch 
genommen worden ist. 

In einer weiteren Publikation (9.) vermehrte Eeuss die Zahl der Kreideanthozoen 
ziemlich beträchtlich. 

Harmodites cretacetis nannte dieser Forscher knollige, aus dünnen, cylindrischen und 
mit einander mit horizontalen Wandfortsätzen vereinigten Röhren bestehende Massen. Die 
Gattung Harmodites wurde von Milne Edwards und J. Haime (32. III. Tome, pag. 290) mit 
Syringopora Goldf. (7. pag. 75) vereinigt, welche Gattung bisher nur aus dem Silur, Devon 
und Carbon bekannt ist. 

Harm, cretaceus ist leider aus den undeutlichen Abbildungen Beuss (9. Taf. XXIV. 
Fig. 1.) nicht näher zu bestimmen, es scheint, dass diese Art durchbohrte Wände und ein- 
zelne Röhren mit stolonenartigen Fortsätzen besitzt, in Folge dessen sie in eine, vielleicht neue 
Gattung zu den Tubiporiden zu stellen wäre. 

Da mir leider weder das Original von Eeuss, noch ein anderes Exemplar, welches für 
diese Art gehalten werden könnte, vorlag, muss ich diese Frage auch weiter hin offen lassen. 

Calamopora catenifera Geinitz (6. Taf. XXIII. Fig. 8.) scheint ähnlichen Charakters 
zu sein und vielleicht der Gattimg Pseudochaetetes Hang (56.) anzugehören. 

Weiters führt Reuss nachstehende für Böhmen neue Anthozoenarten an: 

Astraea maeandrinoides aus dem Exogyrensandstein von Korycan, 

Porites Michelini aus dem Rudistenkalk von ebendort. 

Oculina gihhosa aus dem unteren Plänerkalk der Schillinge und von Weisskirchlitz, 
dann aus dem oberen Plänerkalk von Kutschlin und Liebschitz. 

Aus dem unteren Plänerkalk von Bilin gibt er Anthophyllum rüde, conicum und cylin- 
draceum an. Der zuletzt angeführte Name ist — wie bereits oben erwähnt wurde — an Stelle 
des schon von Goldfuss benützten A^ith. tnincatum getreten. 

Anth. explanatum aus dem Rudistenkalk von Korycan. 

TurhinoUa centralis. Bei dieser Art wurde die Diagnosis genauer praecisiit ; angegeben 
wird sie von Hundorf, Kutschlin, Koschtitz, aus dem Plänermergel von Luschitz und Priesen 
und aus dem Rudistenkalk von Kutschlin. Die vorerst als Varietät dieser Art (var. parvula) 
gedeutete Form wurde als zur Art 

TiirbinoUa conulus Mich, gehörig anerkannt. Selbe stammt aus dem Pyropensand von 
Triblitz und Meronitz, dann aus dem Plänermergel von Luschitz, Priesen, Postelberg und 
Kystra. 



10 

Endlich werden noch TurhinoUa compressa Lam. von Zlosejn und Fungia coronula 
Goldf. aus dem Plänermergel von Priesen, Postelberg und WoUenitz, aus dem unteren Quader 
von Zlosejn und Mühlhausen und aus dem Pyropensand von Třiblitz angeführt. 

In seinem Verzeichnise der bisher bekannten Kreideversteinerungen zählt Geinitz{].Q.) 
sämmtliche von Reuss angegebene Arten auf, ohne in die Deutung einzelner Formen näher 
einzugehen. 

Er behält auch grösstentheils die Eeussischen Namen bei, einige wenige Fälle aus- 
genommen, wo er eine Änderung der Gattungsnamen vornahm. So führt er Cyathina expla- 
nata, conica, rudis, cylindracea und Astraea Michelini an. 

Anderweitige Änderungen wurden nicht vorgenommen. 

D'Orhigny (18.) machte den Versuch einige von Reuss angeführte Arten auf Grund 
der neueren Auffassung zu deuten, machte sich jedoch dabei zu Schulden, dass er die ko- 
rallenführenden Schichten einzelnen Abtheüungen der französischen Kreide ganz unrichtig 
gleichstellte.*) 

Er betrachtete nämlich, irregeführt durch den von Eeuss gebrauchten Ausdruck „un- 
terer Plänerkalk" alle in diesem Namen inbegriffenen Schichten für die obere Abtheilung 
(Turon und Senon) unserer Kreideformation, wogegen der „untere Plänerkalk" in weit grösserem 
Theile zum Cenoman gezählt werden muss. 

So' benannte er die cenomane Astraea viaeandroides als Oulophyllia Reussiana und 
stellte sie in das Turon. Die anderen werden durchwegs aus Senon angegeben, so Cyathina 
cylindracaea und compressa, Cyclosmilia rudis und Phyllocoenia macrocona. 

Durch die Arbeiten der geologischen Section der Kommission für naturwissenschaft- 
liche Landesdurchforschung von Böhmen wurde auch die Anzahl der aus Böhmen bekannten 
Kreidekorallen wesentlich vermehrt und überhaupt Versteinerungen aus allen Schichten dieser 
Formation in einem so reichlichen Maasse gesammelt, dass ein bedeutenderer Zufluss von 
neuen Arten kaum zu erwarten sein dürfte. 

Den palaeontologischen Theil der gemachten Ausbeute bearbeitete Fric (44.) und der- 
selbe veröffentlichte auch ein ziemlich vollständiges Verzeichnis der Kreideanthozoen. Vorerst 
werden in dieser Abhandlung die bereits von Reuss beschriebenen Arten — jedoch meist von 
neuen Fundorten — angeführt und zuletzt von einigen neuen Formen Erwähnung gethan. So 
finden wir 

Micrahacia spec. von Herrendorf (44. pag. 237.), 

Fimgia spec. von Korycan (44. pag. 234.), 

Astraea spec, drei Arten von Radovesnitz, Friedrichsberg und Kamajk (44. pag. 199, 
195, 206), 

Favosites von Radovesnitz (44. pag. 199) und 

Cyathophyllum auch von Radovesnitz (1. c. pag. 199). 

Bölsche (47.) machte sich zur Aufgabe, die von Geinitz und Reuss beschriebenen An- 
thozoen nach dem jetzigen Standpunkt der Wissenschaft zu deuten, was ihm um so eher ge- 



*) Siehe auch meinen : Vorläufigen Bericht über die Rudisten der böhm. Kreideformation. Sitzgsber. der 
k. böhm. Gesellachaft der Wissenschaften vorgelegt am 26. Feber 1886. 



11 

lang, da er zur Vergleichimg neben den aus der sächsischen Kreide stammenden Exemplare 
noch Korallen aus dem Ceuoman von Westphalen und Belgien zu Gebote hatte. Nach seinen 
Beobachtungen kommen von den bi'ihniischen Korallen im Cenoman von Westphalen Antho- 
phyllum contcicm, im Cenoman von Plauen Dimorjjkastraea parallela vor. 

Bei einigen Arten gaben die allerdings sehr unzulänglichen Abbildungen von Reuns 
zu einer nicht richtigen Vermuthung Anlass. So wird z. B. Pontes Michdini nach der Reus- 
sischen Abbildung als „vielleicht zur Thamnastraea gehörend" bezeichnet, obzwar diese Art, 
wie ich mich überzeugen konnte, ein wahrer Pontes ist. 

Teller führt (53a.) aus einer von Horustein erfüllten Kluft im Porphyre am Sandberge 
bei Teplitz unter anderem auch zwei Korallen und zwar: Astrocoenia sp. und Isastraea sp. 
an. Ich hatte Gelegenheit in den Sammlungen der k. k. Wiener Universität die der erwähnten 
Abhandlung (53a.) zu Grunde liegenden Originalien zu sehen und habe mich überzeugt, dass 
dieselben mit jenen, welche die Sammlungen des Museums des Königreiches Böhmen aus 
diesem Fundorte besitzen, identisch sind. 

Počta Ph. beschrieb (63.) fossile Scleriten von Alcyoninen von Koschtitz, die er Nephthya 
cretacea nannte und gab (64.) weiters eine kurze Notiz über eine neue Korallengattung aus 
dem Hornstein von Settenz. 

Um die Übersicht der bisher bekannten Anthozoenarten zu erleichtern, stelle ich hier 
ein Verzeichnis aller dieser Formen mit Angabe der Citáte und Fundorte. 



Arten 



Citáte 



Ph 



CS 
H 






Fundort 
in Böhmen 



Nephthya 
cretacea 

Stichobothrion 
foveolatum 



? Fseudochaetetes 
cretaceus 



Počta (63) 

Isis foveolata 
Eeuss (9.) 

Fric (44.) 

Stichobothrion fove- 
olatum Reuss (48.) 

Harmodites creta- 
ceus Reuss (8.) 

— Reuss (9.) 

— Calamopora ca- 
tenifera Geinitz (6.) 



8 


1 


7 


70 


15 


1,2 


195 






206 






221 






142 






177 






60 


24 


1 


93 


23 


8 



Koschtitz 



Schillinge 



Velím, Kamajk, 
Zbyslav 



Kutschlin 



2* 



12 



Arten 



Citáte 



i 

Ol 


i 


M 
ĎH 


61 


43 


3 


240 






58 






62 






89 






60 


10 


4 


206 






229 






240 






58 






133 






176 






92 


23 


5 


60 


14 


39 


232 






229 






230 






58 






176 






60 


14 


38 


58 






177 






60 






221 






58 






92 


22 


38 



Fundort 
in Böhmen 



Pontes 

Michelini 



Micrabacia 
coronula 



Dimorphastraea 
parallela 



multifida 



? Astraea 
distans 



? Stylina 
ptitealis 



Reuss (9.) 
Fric (44.) 
Bölsche (47.) 

B,euss (9.) 



Milne Edwards & J. 
Haime (29.) 
- (20.) 
Fric (44.) 



Bölsche (47.) 
Fric (57.) 

Astraea parallela 

Reuss (8.) 
Astraea (geometrica) 

Geinitz (6.) 
Reuss (9.) 
Geinitz (16.) 
Fric (44.) 

Bölsche (47.) 
Astraea multifida 
Reuss (8.) 
Reuss (9.) 
Bölsche (47.) 

Reuss (8.) 

- (9.) 
Fric (44.) 
Bölsche (47.) 

Geinitz (6.) 



Korycan 
Přemyšlan 



Priesen, Postelberg, 
Wollenitz, Zlosejn, 
Mühlhausen, Triblitz 



Zbyslav, Debrno, 
Přemyšlan 



Choroušek 



Kutschlin 



Debrno, Kralup, 
Lobeč 



Bilin 



Schillinge 



13 







Arten 


Citáte 


es 

a 

1 


i 


U 

1 


Fundort 
in Böhmen 








Fric (44.) 


206 
230 
234 
240 




1 


Zbyslav, Kralup, Lo- 
beč, Korycan, Pre- 
myslan 






? Heliastraea 














10 


Barrandei 


Astraea macrocona 
Reuss (8.) 


176 






Kutschlin 








Eeuss (9.) 


60 


24 


2 










Phyllocoenia macro- 
















cona D'Orbigny (18. 
















Tome IL) 


277 














? Heliastraea Barran- 
















dei Milne Edwards 
















& Haime (32. T. IL) 


478 














Astraea macrocona 
















Fric (44.) 


203 






Kuttenberg 








Heliastr. Barrandei 
















Bölsclie (47.) 


58 












Latimaeandra 














11 


maeandroides 


Astraea maeandroid. 
















Reuss (9.) 


61 


43 


2 


Korycan 








Oulophyllia Reussi- 
















ana D'Orbigny (18. 
















Tome IL) 


208 














Latimaeandra mae- 
















android. Milne Ed- 


1 
1 
i 














wards & Haime (19.) 


86 














Milne Edwards & 


' 














Haime (32. Tome IL) 


547 














Bölsche (47.) 


; 58 






; 






Trochosmilia 










■ 




12 


compressa 


Turbinolia compr. 
















Reuss (9.) 


62 


43 


5 


Zlosejn 








Turb. compressa Mi- 
















chelin (10.) 


16 


4 


2 










D'Orbigny (18. Tome 
















II.) 


202 









14 



Arten 



Citáte 






tiD 



Fundort 
in Böhmen 



13 



Farasmilia 

? rudis 



14 



centralis 



Trochosmilia compr. 

Milne Edwards & 

Haime (27.) 
Milne Edwards & J. 

Haime (32. Tome II.) 
Fric (44.) 

Anthophyllum rüde 

Reuss (9.) 
Cyclosm. rudis D'Or- 

bigny (18. T. II.) 
Parasm. rudis Milne 

Edwards & J. Haime 

(19.) 
Milne Edwards & J. 

Haime (32. T. II.) 
Cyathina rudis Fric 

(44.) 
Parasm. rudis Böl- 

sche (47.) 
Turbinolia centralis 

Geinitz (6.) 
Reuss (9.) 
Monocarya centralis 

Lonsdale (17.) 
Cyclosmilia centralis 

D'Orbigny(18.Tome 

IL) 
Parasmilia centralis 

Milne Edwards & J. 

Haime (19.) 
Milne Edwards & J. 

Haime (20.) 
Milne Edwards & J. 

Haime (27.) 
Milne Edwards & J. 

Haime (32. Tome II.) 



238 

155 
235 



62 
276 

48 
175 
221 

58 

92 
62 

244 

276 

48 

47 

244 

172 



14 



18 



22 



Zlosejn 



Schillinge 



1-4,7 



Kutschlin, Hundorf, 
Koschtitz, Luschitz, 
Priesen 



15 



Arten 



15 



Synhellia 
gibbosa 



16 



Caryophyllia 
cylindracea 



Citáte 



Oculina gib. Keuss 
(9.) 

Synhellia gib. Milne 
Edwards & J. Haime 
(32. Tome II.) 

Fric (44.) 



Bölsche (47.) 

Anthophyllum cylindr, 

Eeuss (8.) 
Reuss (9.) 
Cyathina cylindracea 

Geinitz (16.) 
Monocarya centralis 

Lonsdale (17.) 
Cyathina cylindracea 

D'0rbigny(18.T.II.), 
Cyathina laevigata & 

cylindracea Milne 

Edwards & J. Haime 

(19.) 
Milne Edwards & J. 

Haime (20.) 
Cyathina laevigata 

Milne Edwards & 

J. Haime (25.) 
Caryoph. cylindracea 

Milne Edwards & J. 

Haime (32. Tome II.) 
Fric (44.) 

Bölsche (47.) 



a 

a 

■a 

es 



61 



114 
192 
195 
199 
221 
58 



299 
61 

232 

224 
275 



18 



44 



290 



18 
206 
221 

57 



3 

bß 



14 



14 



18 



35-37 



Fundort 
in Böhmen 



23-.30 



5,8, 
12 



Schillinge, Weiss- 
kirchlitz, Kutschlin, 
Libschitz 



Velim, Radovesnitz, 
Kamajk 



Schillinge, Weiss- 
kirchlitz 



Kamajk, Zbyslav 



16 



— 








cä 






Fundort 






Arten 


Citáte 


a 
"šb 


i 


1 


in Böhmen 






Trochocyathus 














17 


conulus 


Turbinolia parvula 
Reuss (8.) 
Turbinolia conulus 


175 






Třiblitz, Meronitz, 
Luschitz, Priesen, 
Postelberg, Kystra 








Reuss (9.) 


62 


14 


16-21 










Michelin (10.) 


1,2 


1 


1,2 










Milne Edwards & J. 
















Haime (19.) 


21 














Milne Edwards & J. 
















Haime (20.) 


63 


11 


5 










Trochocyathus con. 
















Milne Edwards & J. 
















Haime (25.) 


306 














Milne Edwards & J, 
















Haime (32. Tome 
















II.) 


30 












? Anthophyllum 














18 


conicum 


Reuss (9.) 
Geinitz (16.) 
Cyathina conica Fric 
(44.) 
Bölsche (47.) 


62 
232 

221 

58 


14 


31 


Schillinge 




19 


explanatum 


Reuss (9.) 
Montlivaultia expl. 
Fromentel (31.) 
Bölsche (47.) 


62 

114 

58 


43 


6 


Korycan 



3. Beschreibung der Arten. 

1. Ordnung Alcyonaria. 

Polypen mit acht Mesenterialfächern und acht breiten, gezackten oder gefranzten 
Tentakeln, welche in einem einzigen Kranze um den Mund herumstehen. Harttheile vor- 
handen und mannigfaltig entwickelt. 



17 



Familie Alcyonidae. 

Polypenstöcke rinden- oder baumförmig, nur aus Dermalsclerenchym bestehend. Die 
Festigkeit der Stcämme wird durch Imorrige, vielgestaltige Kalkkörperchen bewerkstelligt, die 
isolirt im Bindegewebe liegen oder sich in grösserer Anzahl zu einer elastischen Axe(Sclero- 
basis) zusammendrängen, ohne jedoch mit einander zu verschmelzen. 

Gattung Nephthya Savigny. 

Eindenförmig, kurz verzweigte Massen bildend und mit sehr zahlreichen Scleriten im 
Bindegewebe versehen. Der Scheitel einzelner Zweige ist geschlossen, trägt einen warzen- 
förmigen Höcker — den Wohnraum des Thieres — und ist sehr stark mit Scleriten besetzt. 

« 
Nephthya cretacea Počta. 

Abbild, im Texte Fig. 1. 

(63.) pag. 8. Taf. I. Fig. 7. 

Fossile Alcyoniden wurden schon von vielen Seiten angezeigt, immer jedoch erwies 
sich die Bestimmung solcher Funde als nicht richtig oder zu sehr gewagt, da man gewöhnlich 
Abdrücke weicher Massen sehen wollte, v/ogegen jedoch den einzigen für die Fossilisation er- 
haltungsfähigen Theil der Rindenkorallen die kleinen filigranartigen Scleriten bilden. 

Und solche Kalkelemente habe ich auch in unserer Kreide 
gefunden und beschrieben. 

Sie sind verlängert doppelconisch, gegen die Enden sich 
allmählich zuspitzend, gerade, wenig gebogen oder unregelmässig 
geschweift. Ihre Länge beträgt 09, 1-12, 1-3, 1-35 bis 1-6 Mm., 
ihre Breite in der Mitte 0*2 — 0-28 Mm, Auf der Oberfläche ragen 
ziemlich starke und unregelmässig zerstreute Höcker empor, stellen- 
weise scheint es, als ob diese Dornen in gewundenen Linien stehen 
würden. 

Einzelne Höcker sind selten einfach, meist am ihren Ende 
in mehrere kleine Warzen getheilt, was jedoch erst bei Benützung 
einer stärkeren Vergrösserung wahrgenommen werden kann. 

Ein centraler Axencanal ist nicht zu beobachten. Der Erhaltungszustand dieser Fonnen 
ist ein ziemlich guter; die einzige wahrnehmbare Wirkung des Fossilisationsprocesses auf die 
kleinen Scleriten wäre vielleicht, dass die Obei-fläche derselben matt und schwach erodirt ist 
und dass auch die dünneren Verzweigungen der Höcker gelitten zu haben scheinen. 

Fundort. Diese Scleriten kommen ziemlich vereinzelt auf den sogenannten „Kosch- 
titzer Platten" (Teplitzer Schichten) vor und werden durch das Schlämmen dieser an Ver- 
steinerungen äusserst reichen Schichten gewonnen. 




Fig. 1. Scleriten von Nephthya 
cretacea Poe. 25m. vergr. 



Familie Isidinae. 

Die sclerobasische Axe ist gegliedert und besteht abwechselnd aus hornigen und kal- 
kigen Stücken. 

3 



18 



Gattung Isis. 




Polypenstock mit sclerobasischer Axe, die aus kalkigen Gliedern bestellt, welche mit 
einander mit elastischen Massen aus hornartiger Substanz verbunden sind. Die Kalkglieder 
sind walzenförmig auf beiden Enden mit Gelenkflächen versehen und ihre Länge variiit meist 
nach Arten. Die Äste springen von den Kalkgliedern ab. 

Isis tenuistriata Reuss. 

Abb. im Texte Fig. 2. 
1872. (48.) pag. 141. Fig. 1. und 2. im Texte. 

Von dieser Gattung sind selbstverständlich nur die kalkigen Glieder erhaltungsfahig 
und man findet auch nur diese und zwar immer isolirt und zerstreut. 

Es sind das walzenförmige, gerade oder wenig gekrümmte Stücke von 10—20 Mm, 
Länge und 2 — 5 Mm. Breite, die gewöhnlich an beiden Enden mit Gelenk- 
flächen versehen sind. An diesen Enden pflegt der Walzen unbedeutend 
verdickt zu sein. Beide Gelenkflächen sind gewöhnlich konisch erhaben; zu- 
weilen ist eine von ihnen vertieft. Nur ausnahmsweise ist der Gelenkflächen- 
kegel regelmässig geformt, sondern meist verschiedenartig niedergedrückt, 
fagettirt oder auch in der Mitte plötzlich sich in ein stachelartiges Gebilde 
T T -D^^ ^"T' erhebend und immer mit koncentrischen, unregelmässigen, stark angedeuteten 

strata Reuss. In i & o i o 

2mal Vergr. Von Linien versehen. 

Kamajk. Zuweilen sehen wir an einem Ende zwei Gelenkflächen, die gewöhn- 

lich vertieft sind und eine dichotomische Theilung des Stockes anzeigen. 

In den meisten Fällen sind aber diese Gelenkflächen abgebrochen oder bis zur 
Unkenntlichkeit abgerieben, was jedoch in dem Erhaltungszustande dieser Fossilien seinen 
Grund hat. 

Die grösste Anzahl der mir vorliegenden Exemplare dieser Art stammt nämlich aus 
dem cenomanen sandigen Kalkstein von Kamajk und Zbyslav, der in Lücken des Gneisses zum 
Vorschein kommt und die älteste Strandbilduug in unserer Kreide vorstellt. Es ist dem zu 
Folge sehr erklärlich, dass die von diesem Fundort stammenden Versteinerungen durch ab- 
geriebene Oberflächen das Gepräge des einstigen Wellenschlages an sich tragen. — 

Die Obei-fläche der einzelnen walzenförmigen Glieder ist mit deutlichen Längsrippen 
besetzt, die nicht regelmässig parallel, sondern gewunden und geschlängelt verlaufen. Diese 
Rippen sind entweder ganz und dachförmig erhaben oder unregelmässig zerrissen, wo sie dann 
aus winzigen Körnchen gebildet zu sein scheinen. Insertionen der einzelnen Polypen nicht, 
vorhanden. 

Hie und da steht seitlich auf der Oberfläche eine kleine erhöhte Gelenkfläche, au 
welche ein horniges Glied sich anpasste und so die Verzweigung bewerkstelligte. 

In dem mir vorliegenden sehr zahlreichen Isidinenmateriale fanden sich auch unregel- 
mässige Platten, die sich der Mitte zu erhöhen und da mit einer Gelenkfläche versehen sind. 

Ihre Oberfläche ist mit radialen und oft unregelmässig gewundenen Rippen versehen ; 
ihre Unterseite immer uneben und höckerig. 



19 

Ich betrachte diese Platten für Anlieftungsflächen der Polypenstöcke, mit denen sie 
am Felsen oder verschiedenen anderen fremden Gegenständen angesessen waren. Die Zuge- 
hörigkeit der Platte zu dieser hier beschriebenen Art ist allerdings nur muthmasslich und nur 
auf übereinstimmenden Durchmesser beider Gelenksflächen begründet. 

Ich werde diese Platten noch weiter unten näher besprechen. 

Verwandtschaft. Die mir vorliegenden Stücke stimmen mit der von Reuss be- 
schriebenen Art gänzlich überein und nur die Dimensionen variiren etwas, nicht aber in einem 
solchen Grade, dass dies in Betracht gezogen werden müsste. 

Fundort. Nicht sehr häufig findet man diese Art in dem groben cenomanen Kalk- 
stein von Kamajk und Zbyslav. 



Isis miranda nov. spec. 

Abb. im Texte Fig. 3. 

Unregelmässige, walzenförmige Kalkglieder von bedeutenden Dimensionen. Der Durch- 
messer dieser Walzen meist 13 — 30 Mm. Die Oberfläche ist meist gänzlich glatt, was viel- 
leicht die Folge von Abreibung oder Abspülung von Wasser sein 
dürfte. Bei einigen besser erhaltenen Exemplaren sieht man feine, 
gewundene Längsrippchen. 

Insertionsstellen der Polypen mit Sicherheit nicht nach- 
weisbar, einige kleinen Vertiefungen auf der Oberfäche scheinen 
diu'ch äusserliche Wirkung verursacht zu sein. Merkwürdiger Weise 
kommen diese Formen fast durchwegs in Bruchstücken; gut er- 
haltene mit Gelenkflächen versehene Kalkglieder lagen mir wenig- 
stens nicht vor. Der horizontale Dünnschlifi' zeigt die feinen con- 
centiischen Streifen der abgelagerten Kalkmasse. 

Basalplatten von bis 60 Mm. im Durchmesser sind ziem- 
lich häufig (Fig. 3. im Texte). 

Bemerkenswerth ist weiters noch der Umstand, dass zu- 
weilen die einzelnen Glieder in ihrer Mitte einen hohlen Gang 
zeigen, der durch weichen Kalk ausgefüllt erscheint. 

Verwandtschaft. Die Stellung dieser meist ungünstig erhaltenen Versteinerungen 
ist als eine provisorische zu bezeichnen. Die Merkmale, diu'ch welche sich dieselben von den 
Gliedern der Gattung Isis unterscheiden, sind ziemlich gewichtiger Natur. So besitzt Isis, ins- 
besondere auf der Oberfläche der älteren, dickeren Glieder starke, sehr erhabene Rippen und 
nebstdem ist die Theilung in Glieder bei dieser unseren Kreideart nicht mit Sicherheit ei-- 
wlesen. Auf Grund eines umfangreicheren Materiales gut erhaltener Exemplare dürfte viel- 
leicht später für Isis miranda eine neue Gattung mit ungegliederter Kalkaxe enlchtet werden. 
Das bis jetzt mir bekannte Material berechtigt aber zur Aufstellung einer solchen neuen 
Form nicht, 

Fundort. Ziemlich häufig in den cenomanen Ablagerungen von Kamajk und 
Zbyslav. 

3* 




Fig. 3. Is-is miranda Poč. An- 
heftungsfläche in nat. Grösse ; 
a Gelenksfläche. Von Zbyslav. 



20 

Gattung Stichobothrion Reuss. 

Polypenstock mit sclerobasischer Axe, die abwechselnd aus hornigen und kalkigen 
Gliedei'n besteht. Einzelne Polypiden lassen auf der Oberfläche der kalkigen Glieder runde 
oder ovale Vertiefungen — ihre Insertionen — zurück. 

Die Verästelung geschieht auf den kalkigen Gliedern. Diese von Eeuss errichtete 
neue Gattung wurde von Zittel (54. pag. 210.) als Synonym der älteren Moltkia Steenstrup 
hingestellt. Nach der von mir verbesserten hier angeführten Diagnosis der Gattung Stichobo- 
thi-ion erscheint jedoch diese von allen bisher bekannten Gattungen verschieden. 

Die drei im fossilen Zustande bereits bekannten Gattungen zeichnen sich mit typi- 
schen Unterscheidungsmerkmalen aus, welche die Bestimmung wesentlich erleichtern, aber mit 
den an der Gattung Stichobothrion bemerkten Eigenschaften in keinem Einklänge stehen, 
dass man die Identificirung einer dieser Gattung mit dem Keussischen neuem Genus vor- 
nehmen könnte. 

Isis Lamx. Die Seitenäste gehen stets von den glatten, kalkigen Gliedern ab. 

Mopsea Lamx. Die Seitenäste gehen stets von den hornigen Gliedern ab. Die kalkigen 
Stücke glatt. 

Moltkia Steen. Die Seitenäste gehen von den hornigen Gliedern ab. Die kalkigen 
Stücke tragen auf ihrer Oberfläche Insertionen einzelner Kelche. 

Stichobothrion foveoiatum Eeuss. 

Abb. im Texte Fig. 4. 
1845—6. (9.) pag. 70. Taf. 15. Fig. 1, 2. 
1872. (48.) pag. 142. Fig. 3 und 4 im Text.*) 

Die Kalkglieder sind meist dünn, 8 — 15 Mm. lang und etwa 1*5 — 2'5 Mm. breit, ge- 
rade oder wenig gekrümmt und auf beiden Enden mit Gelenkflächen versehen oft in Folge 
vieler Vertiefungen auf der Oberfläche, kantig. Diese Gelenkflächen sind 
meist schwach konkav, mit einigen koncentrischen Furchen versehen und 
tragen in ihrer Mitte eine warzenförmige Erhöhung, die nach Reuss durch- 
bohrt ist. 

Auf der Oberfläche stehen entweder in alternirenden Längsreihen 

geordnete, oder ohne Ordnung zerstreute Vertiefungen gewöhnlich 1 Mm. 

Fig. 4. SticJwbothňon im Durchmesser. Meistens sind sie jedoch nicht rund, sondern elliptisch 

foveoiatum Reuss. ^^^ ^^^^^ ^^^^ jj^^.^ läuggj.g ^g j^ ^^gj. Längsaxe des Güedes. Die Ver- 

In 2m. vergr. Von . ° ° 

Kamajk. tiefungen sind sehr seicht, zuweilen mit einem höheren Rande umgeben 

und mit Kalk erfüllt, so dass ihr Innere nicht genau zu beobachten ist.- 
Die Zwischenräume zmschen den Vertiefungen sind mit deutlichen, gewundenen Rippen 

versehen. 

Längere und dünnere Glieder, die hie und da vorkommen, können entweder für Äste 

gedeutet werden oder man könnte vielleicht einen ähnlichen Vorgang beim Wachsthum, wie 

*) Bei jenen Arten, deren Bibliographie bereits in der „Historischen Einleitung" gegeben ist, werden 
im Texte nur die wichtigsten Quellen angeführt. 




21 

er bei Moltkia vorkommt, annelimen, wo in den Ästen hornige Glieder mit Kalk überzogen 
werden, woraus dann Stücke von bedeutenderen Lcängen resultiren. 

Nebstdem lagen mir noch unregelmässig verästelte und stellenweise verdickte Formen 
vor, die, nachdem sie auch mit zahlreichen Vertiefungen und ganz ähnlicher Beschaffenheit 
der Oberfläche versehen sind, als hieher gehörig gedeutet werden müssen. 

Von den basalen Anheftungsflächen sind einige, die wegen der übereinstimmenden 
Grösse der Gelenkflächen, so wie auch der Struktur der Oberfläche zu dieser Art gerechnet 
werden können. 

Verwandtschaft. Von der vorgehenden All ist diese Species sehr leicht zu unter- 
scheiden. Die in grosser Anzahl und in Reihen geordneten Insertionen der Polypen geben den 
Gliedern ein ganz eigenthümliches und von anderen verwandten Arten gut unterscheidbares 
Aussehen. 

Fundort. Isolirte Kalkglieder dieser Art wurden gefunden in den sandig-kalkigen 
cenomanen Ablagerungen von Kamajk, Zbyslav, Velím, Siegesfeld und Kolin. 




Fig. 5. Stichobothrion solidům, PoČ. 
2m. vergr. Von Kamajk. 



Stichobothrion solidům nov. spec. 

Taf. I. Fig. 1 a— f. Abbild, im Teste Fig. 5 und 6. 

Kalkglieder von walzenförmiger Gestalt 9 — 12 Mm. lang und 4 — 5 Mm. breit in der 
Mitte mit sehr gut erhaltenen Gelenkflächen, die theils einen, entweder regelmässig sich er- 
hebenden oder aber verschobenen fa^ettirten, oder nieder- 
gedrückten Kegel bilden, theils konisch vertieft sind. Oft 
findet man an einem Ende zwei in diesem Falle meist 
vertiefte Gelenkflächen, wodurch die dichotomische Ver- 
zweigung des Stockes bewerkstelligt wurde. 

Über die Art der Verästelung können wir uns an 
einigen völlig entwickelten Gliedern mit Gelenkflächen 
an beiden Enden belehren, welche seitlich oft kräftige 
mit ziemlich bedeutendem Durchmesser inserirende Äste 
tragen. — 

Die Oberfläche dieser Kalkglieder ist mit feinen, schwach 
gebogenen, gewundenen Längsrippen geziert. In den meisten Fällen 
sind jedoch diese Rippen nicht gut ersichtlich nur schwach ange- 
deutet oder auch bis auf undeutliche Spuren verwischt, was seinen 
Grund in dem Erhaltungszustande dieser Versteinerungen hat. 

Die Vertiefungen auf der Oberfläche, welche die Stellen, wo 
Polypoiden angesessen waren, bezeichnen, sind oval sehr seicht und 
stehen meist unregelmässig zerstreut. 

Bemerkung. Neben den hier beschriebenen Kalkgliedern 
lag mir noch ein weit grösseres Bruchstück vor von etwa 23 Mm. 
Länge und 6 — 8 Mm. Breite, das auf der Oberfläche ähnliche In- 




sertionen trägt. 



Die Gelenkflächen sind an diesem Exemplar nicht erhalten 



Fig. 6. Schematisirte Dar- 
stellung eines Stichoboth. 
a) kalkige Glieder, h) hor- 
nige Internodien, c) aus- 
gebreitete Basalfläche, 
d) Coenosark. 



22 

und auch die Zwischenräume zwischen einzelnen Vertiefungen auf der Oberfläche sind gänzlich 
abgerollt und dem gemäss glatt. 

Verwandtschaft. Die von mir hieher gestellten Kalkglieder zeichnen sich durch 
ihren günstigen Erhaltungszustand aus, bei welchem die beiden Gelenkflächen meist wol ange- 
deutet sind. Das hauptsächlichste Unterscheidungsmerkmal ist hier die Verzweigung der Kalk- 
glieder und dann die mehr oder weniger entwickelten Insertionsgruben der Polypen. Hie und 
da kommen auch Glieder vor, die sehr wenige und zuweilen keine solchen Gruben auf ihrer 
Oberfläche tragen und somit zur Gatt. Isis gestellt werden könnten, obzwar sie durch andere 
Merkmale mit den typischen Formen* dieser neuen Art übereinstimmen. Und bei solchen 
Exemplaren wird die Bestimmung etwas unsicher; denn wenn wir die von Reuss unter Isis 
tenuistriata angeführten dünnen und länglichen Glieder als Äste der dickeren und von mir 
hiehergestellten oft ohne Insertionsgniben versehenen Walzen betrachten wollten, müsste 
überhaupt J. tenuistriata zu Stichobothrion gestellt werden. Daraus scheint zu folgen, dass 
das Vorhandensein von Insertionsgruben nicht für ein Unterscheidungsmerkmal genommen 
werden soll. 

Fundort. Die mir vorliegenden Exemplare stammen aus den untersten marinen Ab- 
lagerungen unserer Kreide, aus den cenomanen Schichten von Kamajk und Zbyslav bei Caslau. 

Familie Helioporidae. 

Korallenstock zusammengesetzt, mit reichlichen röhrigen Coenenchym. Kelche rund 
mit schwachen Pseudosepten. Querböden meist reichlich entwickelt. 

Gattung Heliopora Blain. 

Korallenstock massiv, knollig, ästig oder lappig. Coenenchym stark entwickelt, auf 
der Oberfläche runde oder länglich verzogene, unregelmässig vertheilte Öffnungen tragend, die 
von einander durch warzige Erhöhungen getheilt sind. Am Längsschnitte erscheint das Coe- 
nenchym als aus polygonalen Köhren von verschiedener Grösse bestehend. Dort, wo die 
Wände mehrerer Röhren zusammenstossen, bilden sich eben auf der Oberfläche die warzigen 
Erhöhungen. 

Die Kelche sind klein, rund, eingesenkt und mit sehr schwach vorspringenden 12 
oder mehreren Pseudosepten versehen. 

Heliopora Partschi Reuss sp. 

Taf. I. Fig. 2 a, b. 

1854. Polytremacis P. Reuss (21.) pag. 131 Taf. XXIV. Fig. 1—3. 
1857—61. Milne Edwards & J. Haime (32. Tome 3.) pag. 231. 

Das mir vorliegende, kleine und nur einige wenige Kelche enthaltende Bruchstück 
ist knollig, etwa 24 Mm. lang und trägt ziemlich regelmässig gestellte, runde, etwa 1*5 — 1-7 
Mm. im Durchmesser habende, tiefe Kelche. An dem schwach angeschwollenen Rande sieht 
man kleine, die Stelle der Pseudosepten vertretende Rippchen, die, meist in der Anzahl von 
24, in das Innere des Kelches gerichtet sind. 



23 

Die Oberfläche der Zwischenräume zwischen den Kelchen ist mit zahh-eichen, unre"-el- 
mässig gestellten, runden oder ovalen Öffnungen bedeckt, die von einander durch warzige 
Erhöhungen getheilt werden. Durch diese Öffnungen münden parallele, das Coenenchym durch- 
setzende Eöhren, die durch sparsame, dünne Querböden unterbrochen erscheinen. 

Der Erhaltungszustand dieses einzigen mir vorliegenden Bruchstückes ist ziem- 
lich günstig. Die kleine erhaltene Partie besteht aus festem, weissem Kalk und lässt darum 
auch feinere Struktur auf der Oberfläche sehen. 

Verwandtschaft. Reuss hat die aus den Kreideschichten der Gossau stammende 
Art zur Gattung Polytremacis gestellt, welche sich jedoch durch die langen, zuweilen in der 
Mitte des Kelches sich verbindenden Pseudosepten leicht von Heliopora unterscheidet. 

Die mir vorliegende und abgebildete Form besitzt einige Abweichungen in Betreff der 
Vertheilung der Öffnungen auf der Oberfläche des Coenenchym. Die Öffnungen stehen nämlich 
nicht zu 5 — 7 sternförmig geordnet, sondern sind meist unregelmässig zerstreut, wodurch sie 
sich der recenten Art Heliop. coerulea (sieh Abbildung Reuss (21.) Taf. XXIV. Fig. 11.) be- 
deutend nähert, die grösseren, hie und da bei dieser im Indischen Meere lebenden Art vor- 
kommenden Röhrchen ausgenommen, die bei dem mir vorliegenden Exemplare nicht bemerkt 
werden können. 

Fundort. Diese Art stammt aus dem festen cenom. Rudistenkalkstein von Radovesnitz. 

Bemerkung. In der letzten Zeit kam in die Sammlungen des böhm. Museums ein 
anderes Exemplar aus einer Kluft im Porph)'re von Sandberg bei Teplitz, welches eine voll- 
kommen übereinstimmende Beschaffenheit mit dem hier beschriebenen Stücke besitzt. 



Hexacoralla. 

Familie Poritidae. 

Korallenstöcke zusammengesetzt, mit reichlichem Coenenchym verbunden oder mit ihren 
Wänden aneinander gereiht. Kelche klein, Sternleisten wenig zahlreich, zuweilen durch Dornen- 
reihen ersetzt. Die Wände sind durchbohrt. 

Gattung Cordilites nov. gen. 

Korallenstock massiv, knollenförmig oder kugelförmig aus langen, radial gestellten, 
prismatischen Zellen zusammengesetzt, die unmittelbar an einander ohne Entwickelung von 
Coenenchym sich reihen. 

Die Septen sind rudimentär gewöhnlich 4 — 6, von der Zahl der Winkel der Zellen 
abhängig. Die Böden sind entwickelt, nicht vollkommen geschlossen, sondern in der Mitte der 
Zellen nach oben ausgewölbt und offen. 

Die Wände der Zellen durchbohrt. 

Die Stellung dieser neuen, wegen der niederen Organisation sehr interessanten Gattung 
im Systeme ist ziemlich schwierig durchführbar. 

Der äusseren Form nach ist sie der Gattung Chaetetes Fisch, am nächsten, von welcher 
sie sich allerdings schon durch bedeutend geringere Dimensionen, hauptsächlich aber durch 



24 




das Vorhandensein Yon Septen und der in der Mitte oifenen, nach oben gewölbten Querböden 
sogleich unterscheidet. 

Nach allen ihren Beschaffenheiten dürfte diese Gattung zu den Poritiden in die erste 
Familie der Favositinen zu stellen sein. 

Cordilites cretosus Reuss sp. 

Taf. I. Fig. 3 a—d. Abbild, im Texte Fig. 7 und 8. 

1845—6. Chaetites er. Eeuss (9.) pag. 63. Taf. XLIII, Fig. 4. 

Korallenstock knollen- oder kugelförmig, 10 — 45 Mm. im Durchmesser habend, in 
koncentrische Schalen differenzirt und aus langen 4 — 6eckigen, radial gestellten Zellen zu- 
sammengesetzt. Diese Zellen sind ziemlich gleich, so dass man nur ausnahmweise hie und da 
zwischen ihnen einige kleinere, jüngere Zellen beobachten kann und er- 
scheinen an den Bruchflächen mit unbewaffnetem Auge bet)'achtet wie ein 
faseriges Gewebe. 

Die Septen sind ziemlich schwach angedeutet 4 — 6, von der Zahl 
der Zellenecken abhängend, da in der Regel aus jedem Winkel ein Septum 
hervortritt. Sie sind gerade, von ungleicher Länge, in einigen Zellen bis 
in die Mitte derselben verlaufend, in anderen nur durch kurze Linien an- 
gedeutet, so weit es möglich ist zu beobachten, glatt und mit keinen Hök- 
kern oder Stacheln besetzt. 

Parallel mit der äusseren Wand verläuft in den Kelchen eine 
zweite Kontour, welche für ein primäres Endothekalgebilde angesehen werden 
muss, da sie wie nach einwärts so nach auswärts gut abgeschieden 
ist und somit nicht die Kante der Wand sein kann. 

Bei einigen Zellen ist diese primäre Endothek nicht kantig 
sondern oval oder rund. 

Die Wand ist durchbohrt, wie man sich an Längsschnitten 
überzeugen kann, wo stellenweise die äussere Kontour der Zellen 
unterbrochen erscheint. An demselben Schnitte sieht man auch 
nach oben gerichtete und unvollkommene Böden, die in ziemlich 
gleichen Abständen entspringen und oben nicht zusammenfliessen, 
sondern in der Mitte der Zelle eine Öffnung lassen. 

Die Endothek verbindet bogenförmig einen Boden mit den 
anderen. 

In gewissen Abständen bemerkt man strukturlose und auch 
etwas dunkler gefärbte Schichten, die durch das Wachsthum des Stockes bedingt sind und 
die Differenzining in koncentrische Schalen verursachen. 

Der Erhaltungszustand der Formen dieser neuen Gattung ist ein sehr günstiger. 
Der ganze Stock ist in einen festen, meist ungewöhnlich milchweissen Kalkspath verwandelt 
und zeigt an den Bruchflächen radial faserige Struktur. Zuweilen findet man in einzelnen 
Stocken Spuren von der Thätigkeit bohrender Muscheln, die im fossilen Zustande durch anders 
gefärbten, krystallinischen Kalkspath angedeutet wird. 



Fig. 7. Oordilites cre- 
tosus Keuss sp. In 
natür. Grösse. Von 
Korycan. 




Fig. 8. Oordilites cretosus 
Keuss sp. Eine verwitterte 
Brucbfläclie. Von Korycan. 



25 

Recht bizarre Formen erscheinen bei dieser Art, wenn die Bnichfliichen eine längere 
Zeit liindurch der Einwirkung der Atmosphaerilien blos gelegt wiu-den. Da die strukturlosen 
und schalenbildenden Zwischenschichten viel weicher zu sein scheinen, leisten sie weniger 
Widerstand als die Zellenschichten, so dass dann sehr deutliche, koncentrische und durch 
rippenförmige Erhöhungen hervorgebrachte Streifung entsteht. 

Je nachdem ob diese Bruchflächen das Centrum des Stockes berühren oder ob sie 
nur seitlich verlaufen, resultiren verschiedene Gebilde, längliche, parallel gefurchte Körper 
oder Hemisphaeren mit koncentrischen, oft gewundenen Linien auf die Art der farbigen 
Chalcedone. 

Verwandtschaft. Diese Gattung steht einzeln da, ohne eine nähere Verwandt- 
schaft zu besitzen. Retiss stellte sie zu den Bryozoen. 

Fundort. Man findet diese Art in dem festen cenomanen Kalkstein von Korycan. 

Gattung Glenarea nov. gen. 

Polypenstock aus röhrigen, unregelmässig polygonalen, parallelen Zellen zusammen- 
gesetzt, die untereinander mit ihren Wänden verschmolzen sind. Nur ausnahmsweise sieht 
man eine Dupplikatur der Wand, die dadurch entstanden ist, dass die Wände zwei benach- 
barter Kelche nicht zusammengeflossen sind, sondern selbstständig blieben. Die Oberfläche 
der Wand so wie der Septen ist mit feinen Längsrippchen bedeckt, die äusserst winzige 
Kömer tragen. 

Die Septen sind rudimentär in der Eegel fünf in einem Kelche, kaum in dem Dritt- 
theil des Kelches hineinragend und oben abgerundet. 

Weder Querböden noch Säulchen vorhanden. 



Glenarea cretacea nov. spec. 

Abb. im Texte Fig. 9. und 10. 

Korallenstock unregelmässige, dicke Platten bildend, wobei die Öffnungen der Kelche 
auf der Oberfläche in einer Ebene gelegen sind. Einzelne Zellen sind röhrig, parallel zu ein- 
ander gestellt, meist 4 — öekig oder auch unregelmässig 
polygonal oder verzogen, mit den Wänden mit einander ver- 
schmolzen. Nur selten bleiben zwei Nachbarwände selbst- 
ständig ohne miteinander zu verschmelzen. Die Höhe 
einzelner Zellen ist etwa 25 — 32 Mm., ihr Durchmesser 
4—8 Mm. und die Dicke der Wände 1-5— 2-2 Mm. 

Die innere Oberfläche der Zellen, so wie die 
der Septen ist mit äusserst feinen Längsrippen voll- 
ständig bedeckt, die winzige Körner tragen. 

Die Septen sind rudimentär, grösstentheils in 
der Anzahl 5 und in der Form schwacher Leisten ent- 

. , ,. , , , - . __ . . „ ,1 1 • i'ig- 9- Glenarea cretacea Poe. Eine Partie 

Wickelt, welche auf der inneren Wand der Zelle hin- ^^^^ Korallenstockes in natür. Grösse. Von 

unterlaufen. Settenz. 




4 




26 

Oben am Rande der Kelche sind sie abgerundet und ragen 
nicht einmal in den Dritttheil des Halbmessers in die Kelche ein. Die 
Septen messen etwa 1 Mm. in der Breite, die sich am Grunde der 
Zellen etwas zu vei'grössern scheint. 

Am Durchschnitte zeigt sich ein Bild, welches hier (F. 10.) in 
etwas schematischer Darstellung wiedergegeben ist. 

Kein Säulchen und keine Querböden vorhanden. 

Fi 10 Darchsclmitt Verwandtschaft. Diese neue Gattung bildet in Hinsicht auf 

von Gienarea cretacea ihre Organisation eine Form, deren definitive Einreihung in der bisher 

Poö. schematisirt. angewendeten Systematik nicht leicht durchführbar ist. Die rudimentäre 

Entwickelung der Septen verweist auf Helioporiden, deren starkes Coe- 

nenchym wieder ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal bietet. 

Der Mangel von Querböden und von Poren in den Wänden stellt diese Form höher 
als es Tabulaten sind. 

Fundort. Das einzige sehr gut erhaltene Exemplar stammt aus dem cenomanen 
Hornstein, der im Porphyr bei Settenz Klüften erfüllt und wurde von H. Fassel unserem Mu- 
seum geschenkt. 

Gattung Pontes Lam. 

Polypenstöcke von knolliger oder stammförmiger Gestalt mit unregelmässigem, sieb- 
förmigem und schwammigem Coenenchym versehen und auf der Basis von einer dünnen oft 
rudimentären Epithek übergedeckt. 

Einzelne Kelche sind schwach vertieft, einfach, an den Rändern mehr oder weniger 
deutlich polygonal, oft vom Coenenchym nicht gut unterscheidbar. 

Septen gewöhnlich in zwei, zuweilen auch in di'ei Cyclen,' wenig entwickelt, in der 
Eegel mit den Stäbchen verfliessend und wenig von ihnen verschieden. Diese Stäbchen sind 
in der Anzahl von 3 bis 6 oder auch mehr vorhanden, warzig und in einen Kreis gestellt, 
welcher das ebenfalls warzige meist wenig entwickelte Säulchen umgibt. 

Pontes Michelini Reuss sp. 

Taf. 1. Fig. 4 a, h. 

1845—46. Reuss (9.) pag. 61. Taf XLHI. Fig. 3. 

Diese Koralle bildet grosse, knollenförmige, oder auch ziemlich regelmässig kugel- 
förmige Kolonien von 3 — 15 Cm. im Durchmesser, die aus koncentrischen, durch das Wachs- 
thum des Stockes hervorgebrachten Lagen bestehen. In der Nähe der unregelmässigen, ge- 
wöhnlich keilenförmig zugeschärften Anheftungsfläche ist die Basalepithek in Bruchstücken 
erhalten. 

Schon mit der Loupe kann man auf der Oberfläche dieser Knollen kleine und sehr 
schwach vertiefte Kelche beobachten. 

Die einzelnen Kelche sind polygonal, oft jedoch in das poröse Coenenchym übergehend 
und tragen meist 12 oder 14, 16, 18—24 Septen. Dieselben sind verhältnissmässig dick, ge- 
rade oder nur schwach gebogen mit unregelmässigen Höckern an beiden Seiten versehen und 



27 

zuweilen durch Synaptikeln mit einander vollständig verbunden. Gegen das Innere des Kelches 
sind die Septeu abgerundet, oft verbogen und von den Stäbchen nicht gut zu unterscheiden. 

Die Stäbchen, soweit dies eben zu unterscheiden ist, sind rundlich, polygonal oder 
ganz unregelmässig kantig, gewöhnlich in der Zahl 5 — 6, zuweilen auch 4 und füllen das In- 
nere des Kelches meist in unregelmässiger Stellung aus. 

Das Säulchen ist von den Stäbchen nicht zu unterscheiden, wenn man nicht gesinnt 
ist das in der Mitte stehende Gebilde für das Säulchen zu betrachten. Oft scheint diese An- 
nahme wohl erlaubt, in vielen Fällen sind jedoch alle, das Innere des Kelches erfüllende Ge- 
bilde einander gleich. Zuweilen ist das mittlere (Säulchen) etwas kleiner als die übrigen. 

Das Coeneuchym ist sehr porös und besteht aus unregelmässigen Lamellen, die sich 
hie und da verbinden und zellenartige Gruppen bilden. 

Am Längsschnitt sehen wir die Wände der Kelche, so wie die der Coenenchym-Zellen 
mit einander durch Synaptikeln verbunden. Diese Verbindung greift aber nicht in allen Kelchen 
gleichmässig Platz, sondern es sind bei vielen Kelchen die Wände meist mit Höckern ver- 
sehen und nur spärlich durch Synaptikeln gänzlich verbunden. 

In demselben Längsschnitte beobachtet man weiters auch horizontale, dünne Lagen, 
welche jeder Struktur entbehren, durch das Wachsthum des Polypenstockes resultiren und die 
Folge davon sind, dass der Korallenstock in koncentrische Lagen sich auflöst. 

Der Erhaltungszustand. Die grösste Anzahl unserer hieher gehörigen Exem- 
plare ist ziemlich gut erhalten; die Stöcke erscheinen in Kalk umgewandelt, der durch ver- 
schiedene Färbung die Umrisse der Kelchtheile meist gut ersichtlich macht. Ein grosses In- 
teresse bieten jedoch einige aus dem groben Korycaner Sandstein herrührende Stücke, bei 
den nur die Kelchtheile erhalten sind, ohne dass die Zwischenräume zwischen einzelnen Par- 
tikeln ein Gestein ausfüllen würde.*) An den Bruchflächen, die noch vom Wasser abgespült 
erscheinen, sind die koncentrischen Lagen ersichtlich und einzelne Kelche mit der Loupe be- 
obachtbar. Nach Innen sind jedoch auch diese Knollen mit Gestein ausgefüllt. 

Verwandtschaft. Nach der oben beschriebenen Beschafl'enheit ist es unzweifelhaft, 
dass diese Korallenknollen zu der Gattung Porites zu zählen sind. Es hat sich demnach die 
Vennuthung Bölsche's (47. pag. 58.), dass die von Reuss allerdings unzulänglich beschriebene 
Alt P. Michelini vielleicht zur Thamnastraea gehören durfte, nicht bestätigt. 

Fundort. In den cenomanen gi-obkalkigen Ablagerungen von Korycan und Pře- 
myšlan werden diese Knollen in verschieden Dimensionen nicht selten gefunden. 

Porites textilis nov. spec. 
Taf. I. Fig. 6 a, h. 

Polypenstock um-egelmässige, bis 12 Cm. im Umfange messende Knollen bildend, zu- 
weilen gegen die Basalgegend sich verengend und hier auch Spuren von der äusseren Epithek 
tragend. 



*) Es ist das ein ganz ähnlicher Erhaltungszustand, -wie ich ihn bei einer Caicispongie aus demselben 
Fundorte angetroifen habe. Sieh meine „Beiträge zur Kenntnis der Spongien der böhm. Kreide- 
formation." Abth. in. Abhandlungen der köngl. böhm. Gesellschaft der Wissenschaften. Vn. Folge. 
1. Band pag. 24. 

4* 



28 

Einzelne Kelche unregelmässig, polygonal, hie und da in das Coenenchym oline deut- 
liche Abgränzung übergehend. 

Septen meist in der Anzahl von 18 oder 20, zuweilen aber auch weniger, kurz, ziem- 
lich dick, gerade oder nur wenig gebogen und stellenweise mit stumpfen Höckern an beiden 
Seiten versehen. Nur selten sind sie mit Synaptikeln mit einander gänzlich verbunden. 

Im Centrum des Kelches befinden sich 3 — 6 unregelmässig kantige, oder auch abge- 
rundete Körper, welche uns die Stäbchen und das Säulchen vorstellen. 

Hier hat jedoch meist die ündeutlichkeit bereits einen solchen Grad erreicht, dass es 
nicht möglich ist das Säulchen von den Stäbchen zu unterscheiden. 

Der Längsschnitt zeigt uns parallele, ziemlich dicke Wände, die an beiden Seiten 
rundliche und ziemlich regelmässig vertheilte Erhöhungen und Höcker tragen, so dass es 
scheint, als ob dieselben mit Einschnürungen versehen wären. 

Das Coenenchym besteht aus zahlreichen, gewundenen oder geraden Gebilden, die 
sich hie und da vereinigen und so ein Netz bilden. 

Der Erhaltungszustand unserer Formen ist ein ziemlich günstiger. Beide mir 
vorliegenden Exemplare sind in einen festen Kalkspath verwandelt und es zeigt nur das eine 
von ihnen an einer Seite Spuren nach Einwirkung der Luft und des Wassers, indem es 
etwas abgeglättet ist und die koncentrische Schichtung erkennen lässt. 

Verwandtschaft. Von der vorgehenden Alt P. Michelini unterscheidet sich diese 
neue Species durch weniger zerrissene und seltener verzweigte Septen, durch regelmässigeres 
Coenenchym und durch geringere Anzahl der Stäbchen im Centrum des Kelches. Nebstdem 
sind die Kelche bei dieser neuen Art näher zueinandergerückt als bei der vorerwähnten Art. 
Die Wände am Längsschnitte erscheinen hier nicht mit Synaptikeln verbunden, sondern sind 
nur mit runden Höckern und warzenförmigen Erhöhungen an beiden Seiten versehen. 

Fundort. Zwei Exemplare aus den cenomanen Schichten, von denen das eine von 
Bilin, das zweite von Korycan stammt. 

Pontes spissus nov. spec. 
Taf. I. Fig. 5 a, b. 

Polypenstock unregelmässig, walzenförmig, etwa 9 Ctm. lang und 4 Ctm. breit, ziemlich 
kompakt, so dass nur auf der den Einwirkungen der Luft und des Wassers ausgesetzten Ober- 
fläche die Schichtung zu beobachten ist. 

Einzelne Kelche unregelmässig, polygonal oder auch rundlich, sehr wenig vertieft, 
nicht sehr gedrängt und von dem löcherigen Coenenchym gut unterschieden. Septen in der 
Anzahl von 18 — 20, dick und dicht, mit Stacheln und Körnern besetzt, zuweilen durch Syna- 
ptikeln mit einander verbunden oder auch zwei in einander fliessend. 

Im Centrum des Kelches bemerkt man meist 5 oder 6, zuweilen auch nur 4 unregel- 
mässig kantige oder rundliche Körper, von denen das mittlere für das Säulchen angesehen 
werden kann, in welchem Falle dann die äusseren umstehenden für Stäbchen zu deuten wären. 

Das Coenenchym ist sehr- kompakt und nur von grosser Anzahl rundlicher oder ovaler 
Löcher durchbohrt. Diese Löcher sind jedoch nicht ohne Eegel zerstreut, sondern sie stehen 
in bogenförmig von einem Kelche zum anderen sich hinziehenden Keihen. 



29 

Die Wände der Zellen zeigen am Längsschnitt rundliche Erhöhungen und warzen- 
förmige Höcker, wodurch sie das Ansehen erhalten, als wären sie in ziemlich gleichen Ab- 
ständen eingeschnürt. Durch Synaptikel sind die Wände nur selten verbunden. 

Der Erhaltungszustand des einzigen, mir vorliegenden Exemplares ist ein ziem- 
lich guter. Der Stock ist gänzlich in einen festen Kalkstein umgewandelt und nur der Um- 
stand, dass einzelne Theile des Korallenstockes durch unausgeprägte Färbung oft undeutlich 
werden, erschwert die Untersuchung dieser Art insbesondere bei Benützung feinerer Dünn- 
schliffe, wo dann zuweilen die ganze Zeichnung verschwindet. 

Verwandtschaft. Durch das kompakte Coenenchym unterscheidet sich diese Ai't 
sehr leicht von allen bisher bekannten. Um die Bestimmung der drei in der böhm. Kreide 
vorkommenden Poritesarten zu erleichtern, will ich hier in Kui'zem die Hauptmerkmale aller 
noch einmal anführen. 

1. P. Michelini. Septen 14 — 24, verhältnissmässig dünn, schwammig zerrissen und 
sehr häufig durch Synaptikeln mit einander verbunden. Coenenchym sehr porös, löcherig . 
seine Lamellen verbinden sich in zellenartige Kammern. 

2. P. textilis. Septen 18 — 20, dick, nur stellenweise mit Höckern versehen. Syna- 
ptikeln sehr selten vorhanden. Coenenchym porös, seine Lamellen klein, oft in gewundene 
Gebilde vereinigt, jedoch keine Kammern bildend. 

3. P. spissus. Septen 18 — 20, dick und dicht, mit Stacheln und Höckern versehen 
und hie und da mit Synaptikeln verbunden. Coenenchym sehr kompakt und nur von kleinen 
Löchern durchbohrt, die in bogenförmigen Linien gestellt erscheinen. 

Fundort. Das einzige mir vorliegende Exemplar des P. spissus stammt aus den 
grobsandigen Ablagerungen von Korycan. 

Familie Eupsammidae. 

Einfache oder ästige Korallenstöcke mit sehr porösen, engmaschigen Sclerenchym und 
■wohlentwickelten, zahlreichen Septen. Pfälchen und Coenenchym meist fehlend. 

Gattung Stephanophyllia Mich. 

Polypenstock einfach, frei, ohne jede Spur von Anheftung, scheibenförmig und mit 
einer horizontalen, radial gerippten und gitterförmig durchlöcherten Wand, ohne Epithek 
versehen. 

Der Kelch ist kreisrund ; Septa zahlreich, meist fünf vollständige Cyclen und zuweilen 
einige Septen der sechsten Ordnung zählend, gedrängt, erhaben, breit und seitlich mit ko- 
nischen Körnchen oder auch mit spitzigen Höckern bedeckt. Dieselben vereinigen sich mit 
ihi-en oberen oder inneren Enden, bogenförmig in verschiedener Höhe mit den benachbarten 
älteren Septen. Nur die Primärsepten bleiben frei. 

Die Kippen der unteren horizontalen Wand alterniren mit den Septen. 



30 

Stephanophyllia celsa nov. sp. 

Taf. I. Fig. 7 a, h. 

Polypenstock einfach, frei, kreisrund, scheibenförmig, etwa 4"4 Mm. im Durchmesser, 
auf der unteren Seite flach, auf der oberen bis auf 2-5 Mm. erhöht mit horizontaler Wand und 
ohne Epithek. Die Septen sind in fünf Cyclen, und vom sechsten sind noch 8 vorhanden (also 
zusammen 56), sind gerade, mit kleinen Stacheln besetzt und nur schwach erhaben. Nur die 
primären Septen bleiben gänzlich frei und nur diejenigen, die zwischen diesen Primärsepten 
liegen, verbinden sich mit einander in der Weise, dass alle, die sich in einem Systéme befinden 
in eine oft verdickte Sternleiste fliessen. Diese läuft dann bis in den Mittelpunkt des Kelches, 
welcher jedoch bei dem mir vorliegenden Exemplare nicht in jenem guten Erhaltungszustande 
sich befindet, um das Säulchen sehen zu lassen. 

Auf der unteren Seite ist die Wand von einfachen, geraden und einzelnen Septen auf 
der oberen Seite entsprechenden Rippen gebildet. 

Verwandtschaft. Unsere Form unterscheidet sich von allen bekannten Arten dieser 
filigranartig gebauten Gattung durch geringe Dimensionen und ziemlich flache Oberseite. Beide 
diese Merkmale lassen sich auf die Weise deuten, dass uns dieses Exemplar ein Jugendsta- 
dium vorstellt. 

Aus den bisher beschriebenen Arten sind es vorzüglich zwei, deren obere Seite in 
geringerem Maasse erhaben ist. 

Erstens ist es Steph. imperialis Reuss (49. pag, 256) von Baden, die sich mit be- 
sonderer Flachheit, geringer Anzahl von Septen und durch alternirenden Rippen auszeichnet. 

Ähnlich ist auch Steph. Bowerhanki Milne E. & Haime (20. pag. 54. Taf. 9. Fig. 4.) 
aus dem Lower Chalk von Do wer. Obzwar einerseits das mir vorliegende Exemplar manche 
auf Jugendstadien hinweisende Merkmale besitzt, so ist es andererseits unmöglich, die Zu- 
gehörigkeit dieser Form zu einer bestimmten Art zu beweisen. Ich stelle darum vorläufig 
eine neue Art auf, bis vielleicht ein reichhaltigeres Material eine kontinuirliche Reihe von 
Alterstufen aufzustellen erlauben wird. 

Fundort. Das einzige Exemplar wui'de in den, die oberste (Biyozoen-) Abtheilung 
der Iserschichten repraesentirenden Lagen bei Vtelno gesammelt. 

Familie Fung-idae. 

Korallenstock einfach oder zusammengesetzt, niedrig und breit. Kelche unmittelbar 
durch ihre Wand verbunden, Coenenchym fehlt. Wand wenig entwickelt, durchbohrt oder sta- 
chelig. Septa zahlreich, dicht oder porös mit zackigem Oberrand und auf den Seitenflächen 
mit Synaptikeln und Körnern besetzt. 

a) Cyclolitinae. 

Wand horizontal, dicht, häufig mit Epithek bekleidet. Septa zahlreich, dünn und 
durchbohrt. 



31 

Gattung Cyclolites Lam. 

Einfach scheibenförmig, kreisrund oder elliptisch, frei, ohne Spuren einer Anheftungs- 
ääche. Die Wand ist horizontal und mit einer starken, koncentrisch runzeligen Epithek um- 
geben. Das Säulchen ist nicht entwickelt oder nur rudimentär. Die Septa sind sehr dünn, 
äusserst zahlreich, fein und am freien oberen Rande regelmässig gezähnelt. Die kleinsten 
von ihnen vereinigen sich in der Regel mit ihrem inneren Rand zu denen der älteren Cyclen. 

Cyclolites discoidea Blainw. 

Abb. im Texte Fig. 11. 

1846. Cyclol. hemispherica und corbierica Michelin (10.) pag. 282. Taf. 64. Fig. 2. 
und pag, 284. Taf. 64. Fig. 5. 

1850. Funginella hemispherica und discoidea D'Orbigny (18. II. Tome) pg. 202, 302. 

1854. Cyclol. discoidea Reuss (21.) — Cyclol. disc. Milne Edwards & J. Haime (32. 
Tome III.) pag. 40. 

1858—61. Fromentel (31.) pag. 125. 

Mir lag ein einziges Stück vor, das leider nur die untere Fläche erhalten hat. Es ist 
fast ki'eisrund, 19 — 20 Mm. im Durchmesser habend, stellenweise etwas un- 
regelmässig gebogen. Die untere Fläche ist gegen die Mitte gleichmässig er- 
höht und trägt nahe am Rande ziemlich schwache, koncentrische Runzeln, 
auf welche die Epithek reducirt ist. 

Die ziemlich deutlichen, niedrigen Radialrippen sind sehr zahlreich, 
dicht zusammengedrängt, am freien Rande gekörnelt und mit Synaptikeln mit 
einander verbunden. ^js- ^.^; ^'^^^'' 

discoidea Blam. 

Verwandtschaft. Dieses, ziemlich ungünstig erhaltene Exemplar Natur. Grösse 
konnte bestimmt werden nur auf Grund der, von Reuss an Jugendexemplaren von Korycan. 
dieser in der Kreide ziemlich häufigen Form beobachteten Beschaffenheit 
(21. pag. 125): „Nie fehlen entfernte, breite, jedoch niedrige Radialrippen, die hier unter 
allen Cycloliten am meisten entwickelt sind und sich nicht selten über die ganze untere 
Fläche ausbreiten." 

Fundort. Das mir vorliegende, einzige Exemplar stammt aus dem groben ceno- 
manen Kalkstein von Korycan. Diese Art ist ziemlich gemein in der Gosau, besonders im 
Nefgraben und in der Schattau und wird nebstdem aus Frankreich von Bains de Rennes, Car- 
cassonne, Umgebung von Castres, Beausset und Perigneux angeführt. 

h) Thamnastraeinae, 

Korallenstock einfach oder zusammengesetzt mit dünner, häufig durchbrochener Wand, 
die zuweilen auch unentwickelt ist. Septa durchlöchert und durch Synaptikeln oder schi'äg 
gestellte Querlamellen verbunden, 

Gattung Micrabacia M. Edw. & Haime. 

Einfach, linsenförmig oder scheibenförmig, ohne jede Spur von einer Anheftungsfläche, 
Die Wand ist sehr dünn, mehr oder weniger grob granulirt und in den Zwischenräumen 




32 




Fig. 12. Micraba- 

da coronula Gldf. 

In natür. Grösse 

von Zlo sej n. 



zwischen den Septen durchbohrt. Die Septen sind zahlreich, gerade, gezähnelt und mit in- 
neren Rändern frei. Das Säulchen ist rudimentär oder fehlt gänzlich. 

Micrabacia coronula Goldf. sp. 

Abb. im Texte Fig. 12. und 13. 

1826—44. Fungia coronula Goldf. (7.) pag. 50. Taf. 14. Fig. 10—18. 
1845—46. Reuss (9.) pag. 62. 

Einfach, scheibenförmig, die obere Fläche konvex, bei unseren Exemplaren im Steine 
verwachsen; die untere horizontal. 

Die Höhe des Polypoids beträgt an den Rändern, die allein mir zu- 
gänglich waren, 2 Mm. Im Durchmesser misst diese Koralle etwa bis 14 Mm. 
Die Wand ist nackt und gewöhnlich von Interkostallöchem durch- 
bohrt. Bisher wurden nur Steinkeme gefunden, aus denen sich die nach- 
folgende Beschaifenheit dieser Art ergibt. 

Die Septen auf der unteren Fläche zueinander gepresst, gleichmässig 
dick; ihre Granulation ist ziemlich schwach, die grösseren, warzenförmigen 
Höcker, ziemlich regelmässig in .3 koncentrische Reihen gestellt. 

Die ersten zwei Cyclen reichen bis zur Mitte des Kelches, sie spalten 
sich jedoch nahe am Centrum in 2 Theile, welche noch zweimal di- 
chotomisch sich verzweigen, so dass die Gesammtzahl der Septen 96 
beträgt. — 

Der Abdruck eines Säulchens ist bei unseren Exemplaren 
nicht erhalten. 

Der Erhaltungszustand der wenigen, mir vorliegenden 
Exemplare ist kein günstiger, was allerdings durch die Beschaffen- 
heit des sie einschliessenden Gesteines erklärt wird. Diese Art kommt 
nämlich bei uns meist in den groben Sandsteinen der Korycaner 
Schichten nur in Steinkernen vor. Auch die aus den Pyropen füh- 
renden Mergeln von Triblitz stammenden Formen sind in keinem guten Erhaltungszustand, 
da sie meist in Limonit oder Kies verwandelt und abgerollt erscheinen. 

Verwandtschaft. Diese in der Kreideformation von Europa verbreitete Form ist 
von solch typischer Beschaffenheit, dass sie nicht leicht mit einer anderen Art verwechselt 
werden kann. 

In letzterer Zeit hat Duncan (60.) sehr beachtenswerthe Bemerkungen über die in- 
nere Struktur und Classifikation dieser Art veröffentlicht, in deren Besprechung ich leider bei 
der Unzulänglichkeit des mir vorliegenden Materiales nicht eingehen kann. 

Fundort. Reuss (9.), dem jedoch nur kleine (etwa 5 — 9 Mm. im Durchmesser ha- 
bende) Formen vorlagen, führt diese Art aus mehi-eren Fundorten der böhm. Kreide an. Bis 
jetzt ist sie bekannt: in den cenomanen Schichten von Zlosejn, Mühlhausen, Zbyslav, Debrno, 
Přemyšlan; aus den Iserschichten von Chorousek, aus den Teplitzer Schichten von Postel- 
berg und Wollenitz, aus den Priesener Schichten von Priesen und Triblitz. 




Fig. 13. Micrabacia coro 

nula. Ein Systém 4mal 

vei'gr. 



33 

Sie ist dem zu Folge in unserer Kreideformation ziemlich verbreitet, tritt jedoch in 
keiner Stufe in grösserer Anzahl auf. 

Ausserdem wird sie noch im Auslande aus dem Cenoman von Le Maus und Essen 
und aus dem oberen Grünsand von Wiltshire und Warminster angegeben. 

Gattung Thamnastraea Le Sauv. 

Korallenstock zusammengesetzt, massiv, knollig, ästig, astroidisch. Kelche seicht durch 
ineinander liiessende Costalsepten verbunden. Seitenflächen der Septen mit Querkämmen ver- 
sehen, zwischen denen die Porenreihen liegen und welche sich mit den entsprechenden Nach- 
barsepten zu schi'ägen Querlamellen verbinden. Säulchen warzig, oft unentwickelt. 

Thamnastraea decipiens Mich. sp. 

1845. Astraea dec. Mich. (10.) pag. 200. Taf. L. Fig. 13. 
1854. Th. confusa Reuss (21.) pag. 117. Taf. XIX. Fig. 7, 8. 
1857—61. Milne Edwards & Haime (32. Tome IL) pag. 575. 

Korallenstock mit einem dicken Strunk aufgesessen und mit einer nur schwach convexen 
Obei-fläche, auf der die ziemlich erhabenen Kelche liegen. Die äussere Wand trägt fein ge- 
körnelte, an einander dicht gedi'ängte Rippen. Dieselben messen 4 — 5 Mm. im Durchmesser 
und sind von einander durch einen erhabenen, von Costalsepten gebildeten Kamm geschieden. 

Die Septen sind meist in der Anzahl 20 — 28, das ist also in 3 Cyclen entwickelt. 
Den von Milne Edwards und Haime angegebenen Umstand, dass oft in einem System ein 
Cyclus fehlt, habe ich mit Sicherheit nicht bemerken können, allerdings aber an einigen 
Kelchen, geringere Anzahl von Septen 18 — 20 gezählt. 

Die Septen sind etwas stark, bilden um den Kelch einen, etwa IV3 Mm. hohen Kamm, 
sind mit Körnern bedeckt, wenig ungleich und oft dichotomisch getheilt in der Weise, dass 
die Septen des dritten Cyclus mit denen des zweiten auf der inneren Seite in einander fliessen. 
Das Säulchen ist klein, warzenähnlich. 

Der Erhaltungszustand. Es lag mir ein Bruchstück des knollenförmigen Ko- 
rallenstockes sammt dem Strunk vor. Die obere Fläche zeigte die Kelche durch kleine, feste 
Homsteinpartikeln verunreinigt und es fanden sich nur etwa 5 — 6 Kelche, welche gut erhalten 
waren und ihre Struktur rein behalten haben. 

Verwandtschaft. Das mir vorliegende Exemplar stimmt, mit der von Milne Edw. 
& Haime gegebenen Diagnose überein. Die von Eeuss abgebildete Th. confiisa, welche als 
Synonym der hier beschriebenen Ait betrachtet wird, scheint nicht hieher zu gehören oder 
aber wenigstens kein typisches, ausgewachsenes Exemplai' zu sein. 

Fundort. Stammt aus dem Hornstein in der Porphyrkluft am Sandberg bei Teplitz. 

Gattung Dimorphastraea D'Orbigny. 

Korallenstock zusammengesetzt, massiv und astroidisch. Der centrale Kelch, welcher 
für die Mutterzelle angenommen werden kann, grösser als die anderen, die sich in koncen- 
trischen Reihen von einander ziemlich entfernt stellen. Die Wände sind nicht geschieden. 

6 



34 



Die Costalsepten dünn und ineinander fliessend. Das Säulchen ist warzenfömiig und 
wenig entwickelt. 

Dimorphastraea parallela Eeuss sp. 

AbbUd. im Texte Fig. 14. 
1846. Astraea parallela Reuss (9.) pag. 60. Taf. XIV. Fig. 39. 

Korallenstock zusammengesetzt, gi-osse oben flache oder nur schwach gewölbte Massen 
von 60, 115—150 Mm. im Umfange bildend und unten meist mit einem unregelmässigen, 
etwa 20 Mm. hohen Strünke befestigt. 

Die Kelche auf der oberen Fläche messen etwa 5—8 Mm. im Umfange und sind in 

ziemlich deutlichen, koncentrischen Reihen ge- 
ordnet; zwischen ihnen erscheinen hie und da 
kleinere Individuen, deren Durchmesser 4 M. nicht 
überschreitet. Die Mutterzelle konnte mit Sicher- 
heit bei dem ungünstigen Erhaltungszustande un- 
serer Exemplare nicht wahrgenommen werden, ob- 
zwar ihr Vorhandensein durch die koncentrische 
Anordnung der Kelche angedeutet wird. 

Die Kelche sind sehr wenig vertieft, fast 
oberflächlich, das Säulchen fast gänzlich unent- 
wickelt. An gut erhaltenen Individuen sieht man, 
dass die Septen der Mitte zu ineinander fliessen 
und ein netziges Gewebe bilden. 

Die Costalsepten sind dünn, an ihrer ganzen 
' Länge fast gleich breit, in der Anzahl 30 — 50, bei 

ganz jungen Individuen 26, auf der Oberfläche fein gekörnelt und an den Seiten mit zahl- 
reichen Dornen und Synaptikeln versehen. Sie sind ziemlich gedrängt so, dass auf 2 Mm. 
etwa 5 kommen. 

Bemerkung. Bölsche bildet ein sehr wohlerhaltenes Exemplar' dieser Ait mit dem 
Mutterkelche von Plauen ab, welches für den Typus dieser Art angesehen werden kann. Die 
mir vorliegenden Formen sprechen im Ganzen mit der daselbst (47) gegebenen Beschreibung 
überein, nur ist zu bemerken, dass bei ihnen die Mutterkelche nicht gut erkennbar sind. Da 
jedoch die anderweitigen Merkmale dieser unserer Formen mit der Diagnosis der Art über- 
einstimmen, so dürfte wohl kein Grund vorhanden sein, um beide von einander zu ü-ennen. 

Fundort. Zahlreiche Bruchstücke dieser Art werden in den cenomanen Schichten 
von Kamajk und Zbyslav gefunden. Nebstdem führt sie Bölsche von Plauen an. 

cj Lophoserinae. 

Stöcke einfacb oder zusammengesetzt. Septa dicht durch Synaptikeln verbunden. Wand 
nicht stachelig. 







Fig. 14. Dimorpliastraea parallela Reuss sp. 
Eine Partie in natür. Grösse. 



35 



Gattung Placoseris From. 



Der Korallenstock mit breiter Basis angeheftet, walzenförmig. Die Rippen auf der 
äusseren Wand treten deutlich vor und sind gekörnelt. Die durch Synaptikeln verbundenen 
Septen sind zahlreich und einander ungleich. Das Säulchen ist blattförmig und wird gebildet 
von Stäbchen, welche mit einander verschmolzen und seitlich sehr dornig sind. 




l'- 




Fig. 15. Fünf Stadien von Placoseris Qeinitzi Böl. von Korycan. 



Placoseris Geinitzi Bölsche. 

Abb. im Texte Fig. 15. u, 16. 

1849. Turbinolia compressa Geinitz (16.) pg. 232. 
1871. Bölsche (47.) pag. 47. 

Korallenstock einfach, nicht zusammengesetzt, gestielt, von den Seiten zusanmien- 
gedrückt und nach oben fächerförmig ausgebreitet, wobei in der Mitte der längeren Axe Ein- 
buchtungen entstehen. 

Der Strunk ist ziemUch 
schlank (z. B. 8 Mm. hoch und 
5 Mm. dick), insbesondere bei 
jungen Stadien und unten mit 
einer etwas ausgebreiteten An- 
heftungsfläche versehen. 

Das sehi- zahlreiche Ma- 
terial, das mir vorlag, gestattete 
die Enichtung einer Eeihe von Altersstadien. 

I. Stadium, etwa 10 Mm. hoch; die Öffeung des Kelches in der 
längeren Axe 7 Mm., in der kürzeren 5 Mm. Die Anheftungsfläche sehr 
entwickelt, breiter als der Kelch selbst (8 Mm.). Der horizontale Durch- 
schnitt ist oval, keine Depression wahrnehmbar. 

n. Stadium (ohne Anheftungsfläche), 12 Mm. hoch, der Kelch in 
der längeren Axe 10 Mm., in der kürzeren 6 Mm., oval. 

in. Stadium, 16 Mm. hoch; Kelch 12 Mm. in der längeren und 7 
Mm. in der küi-zeren Axe messend. Anheftungsfläche klein. Hier kann man 
bereits eine Depression beobachten, die dadurch hervortritt, dass das Oval 
des Durchschnittes zu beiden Seiten der längeren Axe verflacht ist. 

rV. Stadium, 18 Mm. hoch, die gi'össere Axe des Kelches 16 Mm., 
die küi'zere 11 Mm. Hier findet bereits eine, wenn auch unbedeutende Einbuchtung der mitt- 
leren Partie statt. 

V. Stadium, 22 Mm. hoch; längere Axe 21 Mm., kürzere in der Einschnürung 13 Mm. 

Nebstdem sind noch nachstehende Stadien zu verzeichnen: 

Höhe längere kürzere Axe 

VI. 30 34 12 

Vn. 39 38 15 

Je älter und grösser das Individuum, desto tiefer ist die Einschnürung. 

5* 




Fig. 16. Placoseris 
Geinüsi Bölsche. 
Einige Septen mit 
der blattförmigen 
ColumeUa. 4mal 
vergrössert. 



36 

Bei einem ungünstig erhaltenen grossen Exemplare ist die Einschnürung in der Mitte 
des Kelches so bedeutend, dass beinahe eine Theilung des Kelches entsteht. Die Dimensionen 
sind hier: Höhe 45 Mm. die kürzere Axe in der Einschnürung 8 Mm. Die längeren Axen 
der beiden Kelche 18 und 20 Mm., die kürzeren Axen derselben 12 und 15 Mm. 

Die Septen der ersten 3 Cyclen sind insbesonders gegen die freien, oberen und auch 
gegen den inneren Rand verdickt und erreichen beinahe das Säulchen. Unten, wo sie mit 
Septen der weiteren Cyclen zusammenkommen, sind sie bereits dünner. 

Ihre Anzahl schwankt je nach der Grösse des Exemplares von 96 bis 170 und 180. 
Bei jungen Stadien wurden nur 48 Septa gezählt. 

Seitlich sind die Septen mit zahlreichen Körnern und auch ziemlich hohen, oben, in 
Reihen geordneten Dornen besetzt und verbinden sich hie und da durch Synaptikeln. 

Der freie obere Septalrand ist nur schwach gezähnelt, wie man es an Bruchstücken 
gut erhaltener Exemplare ersehen kann; zuweilen kommen jedoch Formen vor mit ganz 
glattem Septalrand, was sich aber bei näherer Untersuchung als Folge von Abreibung ergibt. 

Das Säulchen ist blattförmig, oft verbogen; Stacheln konnten in keinem der unter- 
suchten Exemplare wahrgenommen werden. 

Die Rippen auf der Aussenwand sind einander fast gleich und an gut erhaltenen 
Exemplaren mit Körnern bedeckt. 

Der Erhaltungszustand ist in den meisten Fällen ein sehr ungünstiger. Die Ko- 
rallenstöcke sind in den festen groben Kalkstein eingewachsen und fast durchwegs in krystal- 
lischen Kalkspath ungewandelt, so dass auch in den Dünnschliffen nur stellenweise und ziem- 
lich schwach die innere Struktur angedeutet ist. Auch das Auspraepariren der einzelnen 
Individuen - aus dem sie umgebenden Gestein stösst auf Schwierigkeiten, welche durch die 
Spaltbarkeit der Kalkspathkrystallen verursacht werden. 

Fundort. Bei uns kommt diese Art ziemlich häufig in den cenomanen Ablagerungen 
von Radovesnitz und Korycan vor. Bölsche beschreibt einige (27) Exemplare aus demselben 
Horizont von Plauen und Koschütz in Sachsen. 

Gattung Cyathoseris M. Edwards & Haime. 

Korallenstock zusammengesetzt, angeheftet, mehr oder weniger kreiseiförmig. Die ein- 
zelnen Kelche sind oberflächlich, wenig vertieft und mit deutlichen Septen versehen. Die Septa 
sind lang, ziemlich dick, in die der Nachbarkelche zerfliessend und stark seitlich mit Körnern 
und Stacheln bedeckt. Die gemeinsame Wand ist nackt und äusserlich längsgestreift. Oft 
bildet sie einwärts gehende Falten, die kleine Hügel auf der Oberfläche bilden. 

Cyathoseris facilis nov. spec. 

Taf. n. Fig. 2 a, h. 

Korallenstock niedrig, stammförmig, mit etwas sich ausbreitender Basis festgesetzt und 
aus mehreren (7) Individuen, die aneinander gedrängt erscheinen, bestehend. Die gemeinsame 
Wand ist nackt und mit glatten, oft gewundenen, engen Längsrippen bedeckt. 

Die obere Fläche ist von festem Kalkstein verdeckt, so dass die Öffnungen der Kelche 
nicht sichtbar sind. Am Dünnschliffe sehen wir viele (46 — 52), dicke Septa mit grossen Höckern 



37 

und Warzen an beiden Seitenflächen besetzt. Im Centrum des Kelches vereinigen sich die 
Septen zur netzförmigen Axe mit unregelmässigen Öffnungen, zerfliessen dem Rande einzelner 
Kelche zu und werden da an unserem Exemplare durch Krystallisation des Kalkspathes 
gänzlich vernichtet; nur die Übergänge zwischen Nachbarkelchen sind wieder gut ausgeprägt. 

Erhaltungszustand. Der Umstand, dass der Korallenstock mit seiner oberen 
Fläche am groben Gestein festhaftet, hat die Bestimmung wesentlich erschwert. Es wurde 
darum ein Schliff nöthig, der allerdings die Beschaffenheit der Kelchöffnungen und des Ober- 
randes der Septen nicht wiedergibt. 

Verwandtschaft. Reuss (21. pag. 126 und 127. Taf. XX. Fig. 7— 9.) beschrieb aus 
der Kreide von Gosau zwei Arten C. Haidingeri und C. raristella, die sich jedoch schon durch 
geringere Dimensionen der Kelche von unserer neuen Art unterscheiden. Nebstdem geschieht 
bei diesen Gosauarten der Uibergang der Costalsepten aus einem Kelch in den anderen un- 
mittelbar ohne Andeutung der Grenzen einzelner Kelche, wogegen bei unserer Art die Diffe- 
renzirung in selbstständige Individuen mehr angezeigt erscheint, da schon auf der äusseren, 
gemeinsamen Wand die einzelnen Kelche durch angedeutete Sprossung gekenntzeichnet sind. 

Fundort. Das mir vorliegende einzige Exemplar stammt aus den cenom. Schichten 
von Korycan. 

Familie Astreidae. 

Stöcke einfach oder zusammengesetzt. Wand und Septa dicht. Interseptalkammern 
durch zahlreiche Querblätter blasig. Coenenchym nicht vorhanden. Zellen durch Wände oder 
durch Rippen verbunden. 

a) Astraeinae, 

Oberrand der Septen gezackt oder mit Einschnitten und Stacheln bedeckt. Seiten- 
flächen derselben mit fächerförmigen Rippen oder Körnerreihen besetzt, welche senkrecht zum 
Oberrand stehen. 

Gattung Leptophyllia Reuss. 

Korallenstock einfach, mehr oder weniger kegel- oder kreiseiförmig, an der Basis 
festsitzend. Septa sehr zahlreich, dünn, gedrängt, in der Mitte des Kelches unmittelbar zu- 
sammenstossend aus oberem, freien Rand mit einer Reihe sehr deutlicher, regelmässiger Kör- 
nern bedeckt. Kein Säulchen vorhanden. Die Wand ohne Epithek mit deutlichen Rippen, 
welche gleichfalls mit Körnern bedeckt sind. 

Leptophyllia patellata Mich. sp. 

AbbUd. im Texte Fig. 17. 
1841—47. Anthophyllum pat. Mich. (10.) pag. 195. Taf. 50. Fig. 2. 
1850. Polyphyllia pat. D'Orb. (18. Tome E.) pag. 181. 

1857—61. Montlivaultia pat. Milne Edwards & Haime. (32. Tome II.) pag. 317. 
1858—61. Montlivaultia pat. From. (31.) pag. 113. 




38 

1864. Leptophyllia pat. From. (32a.) pag. 309. Taf. 71. Fig 1—7. 
1871. Bölsche (47.) pag. 46. 

Korallenstock einfach, cylindrisch oder etwas konisch, nach oben zunehmend und 
unten mit ziemlich breiter Basis aufsitzend. Die Dimensionen der einzelnen Individuen sind 

.^ ziemlich verschieden. Ein grosses Exemplar ist 30 Mm. hoch und 

^^'l -,^ etwa 36 Mm. oben breit ; die kleineren messen etwa 3 — 10 Mm. 
"^V^^ á ^y in der Höhe und 8 — 15 Mm. in der Breite. Der Kelch ist kreis- 
rund, jedoch oft mit verbogenem Rand, flach oder uur wenig ver- 
'a' ^ tieft. Septa sind dünn, sehr dicht gedrängt (auf 2 Mm. kommen 

Kg. 17. LeptopTiyiUa patdiata g — g-j ^^(j^ ^-^ freien Rand nur mit schwachen, bei einigen ab- 
„ ■ gerollten Exemplaren gar nicht bemerkbaren Körnern bedeckt. Die 

Septa berühren sich unmittelbar in der Mitte des Kelches. Kein 
Säulchen vorhanden. Die Wand trägt feine Rippen, deren Körnerung wiederum nicht sehr 
deutlich ist. Dieselben sind dünn, einander gleich stark und dicht gedi'ängt. 

Verwandtschaft. Die von Fromentel (32a.) abgebildeten Fonnen stimmen mit un- 
seren, nicht gut erhaltenen wohl überein. Bemerkenswerth ist hier nur die unbedeutende Ent- 
wickelung der Körner an den freien Rändern der Septen und an den Rippen, die jedoch aller- 
dings auch in dem ungünstigen Erhaltungszustand ihren Grund haben kann. Es ist möglich, 
dass Ant. explanatum Eeuss (9.) pag. 62. Taf. XLIII. Fig. 6. hieher zu stellen ist. 

Fundort. Diese Art ist ziemlich häufig in dem cenomanen festen Kalkstein von Ko- 
rycan, kommt jedoch meist in ungünstigem Erhaltungszustand vor. 

In Belgien findet sich die Art nicht selten im Cenoman von Mons. 

Leptophyllia sp. 

Korallenstock kreiseiförmig, unten in eine kleine Fläche, mit welcher er aufgesessen 
war, endigend, etwa 18 Mm. lang, 15 Mm. oben breit und 7 Mm. hoch. Septen dünn, sehr 
zahlreich, dicht zu einander gedrängt und ziemlich stark gezähnelt. 

Die Öffnung des Kelches nicht in gerader Ebene, sondern geworfen, die Mitte wenig 
vertieft, der Rand unregelmässig. Kein Säulchen vorhanden. Die äussere Wand ist ohne 
Epithek, da die granulirten Rippen zum Vorscheine kommen. 

Verwandtschaft. Diese Art scheint von der vorgehenden Form durch das rasch 
sich zuspitzende untere Ende und durch den unregelmässig gezackten Rand verschieden zu sein. 

Der Erhaltungszustand ist sehr ungünstig. Bei dem Auspraepariren aus dem 
festen Kalkstein bleiben im Gestein viele Theile stecken oder werden zerträmmert, so dass 
die nähere Bestimmung, da bekanntlich die Gattungen in der Familie der Lythophylliacen nach 
sehr minutiösen Merkmalen unterschieden werden, unmöglich ist. 

Fundort. Diese Form stammt aus dem rauhen cenomanen Kalkstein von Korycan.*) 

b) Astraeaceae. 

Stöcke massiv, astraeoidisch ; Zellen dicht gedrängt. 



*) Von demselben Fundorte lag mir eine sehr ungünstig erhaltene Koralle vor, die am nächsten der 
Gattung Viploria M. Edw. & Haime stehen dürfte. Eine nähere Bestimmung ist undurchführbar. 



39 

Gattung Heliastraea E. H. 

Stock massiv, Basis mit dünner Epithek bekleidet. Kelche in verschiedener Entfernung, 
etwas erhaben, mit freien Rändern. Säulchen schwammig. Rippen stark entwickelt, durch 
reichliche Epithek verbunden. Septa übeiTagend, wohl entwickelt in der Nähe des Centrums 
am stärksten gezackt. 

? Heliastraea Barrandei M. Edw. & H. 

1845 — 46. Astraea macrocona Reuss (9.) pag. 60. Taf. 24. Fig. 2. 
1857—61. Heliastraea Barrandei M. Edw. & Haime (32. Tome II.) pag. 478. 

Milne Edivard & Haime und mit ihnen Bölsche rechnen die von Reuss auf Grund 
eines Abdruckes aufgestellte Art Astraea macrocona zur Gattung Heliastraea. 

Da mir kein Exemplar dieser Form vorlag und die Beschreibung und Abbildung im 
Reussischen Werke keine genügende Auskunft geben, kann ich in dieser Sache leider nicht ent- 
scheiden und beschränke mich darauf den Namen dieser Art hier einfach angeführt zu haben. 

Fundort nach Reuss sind die cenomanen Hippuritenschichten bei Kutschlin. 

Gattung Isastraea Milne Edw. & Haime. 

Stock konvexe Massen bildend, höckerig oder stammförmig. Die gemeinsame Wand 
in eine dünne Epithek eingehüllt, nach deren Entfernung feine, in radiale Bündel gestellte 
Rippen zum Vorschein kommen. 

Die Kelche sind prismatisch, mehr oder weniger vertieft und durch ihre der ganzen 
Länge nach einfache Wände innigst mit einander verbunden. 

Das Säulchen ist schwammig, oft rudimentär oder gänzlich fehlend. Die Sternleisten 
sind dünn, an einander gedrängt, sehr fein granulirt und an dem freien Rand mit kleinen 
gedrängten Zähnchen von gleicher Grösse bedeckt. 

Die Vermehrung geschieht durch calycinale Verjüngung und submarginale Knospung. 

Isastraea splendida nov. spec. 

Taf. n. Fig. 3 a, b. 

Der Stock bildet konvexe Massen, auf deren Oberfläche die sehr regelmässig polygo- 
nalen 5- oder 6eckigen Kelche sich befinden. Diese Kelche sind ungleich, von 4 — 6 Mm. Durch- 
messer, sehr wenig vertieft und von einander mit einer auf der Oberfläche sehr gut kennt- 
lichen, einfachen und etwas hervorragenden Wand geschieden. Diese Wand ist nur wenig 
erhöht, dünn und an beiden Seitenflächen mit Körnern versehen. 

Die Sternleisten, in der Anzahl von 40 bis 48, sind dünn, ziemlich gerade, aneinander 
gedrängt, die der primären Cyclen bis in das Centrum verlängert, sehr dicht mit Körnern 
und Stacheln an den Seitenflächen besetzt und am freien Rande fein granulirt. 

Das Säulchen ist entwickelt, erhöht sich in der Mitte des Kelches in der Form einer 
Warze und scheint am Durchschnitte mit den Septen zusammenzuhängen. 

Verwandtschaft. Von den von Milne Edwards und Haime beschriebenen Arten 
dieser Gattung steht unserer Species Is. ohlonga aus dem englischen oberen Oolith von Tis- 



40 

bury am nächsten, wie in Betreff der regelmässigen äusseren Form der Kelche, so auch der 
Beschaffenheit der Septen. Den gewichtigsten Unterschied von allen anderen Isastreaarten 
besitzt jedoch unsere neue Species in der mächtigen Entwickelung des Säulchens, welche 
bei allen anderen Formen entweder gänzlich fehlt oder aber nur rudimentär entwickelt ist. 

Der Erhaltungszustand des einzigen mir vorliegenden Exemplares ist ein sehr 
günstiger. Der feste und grobe Kalkstein, in welchem diese Ai-t eingebetet ist, füllt die in- 
neren Partien des Korallenstockes aus, ohne jedoch die Struktur im Geringsten anzugreifen, 
die insbesondere auf der Oberfläche des mir vorliegenden Exemplares in vollster Klarheit zum 
Vorschein kommt. Nur hie und da sind die mittleren Partien der Kelche mit Gestein ver- 
klebt und somit verdeckt. 

Fundort. Cenomaner Kalkstein von Korycan. 

Isastraea sp. 

1877. Teller (53a.) pag. 3. 

Korallenstock grosse, etwa 13 Gm. in Durchmesser habende Platten bildend, an deren 
Oberfläche die polygonalen Kelche aneinander gereiht sind. Dieselben sind etwa 5 Mm. breit, 
bedeutend vertieft und von einander mit einer aufsteigenden scharfen Wand getheilt. Die 
Septen sind zahlreich, dünn, ziemlich gedrängt und gekörnelt. 

Ein Säulchen scheint nicht entwickelt zu sein. 

Der Erhaltungszustand ist ein sehr ungünstiger. Der harte Hornstein hat diese 
Form gänzlich durchdrungen, hat jedoch dabei auch die innere Struktur vernichtet. Die Ober- 
fläche ist nicht rein ; an den einzelnen Kelchtheilen haften kleine Eusspartikeln fest an und auch 
an Dünnschliffen, deren Herstellung bei der grossen Härte des Gesteines, mit bedeutenden 
Schwierigkeiten verbunden ist, ist es nicht möglich sich über die innere Beschaffenheit zu 
belehren. 

Fundort ist der feste Hornstein, welcher am Sandberge bei Teplitz Klüften in Por- 
phyr ausfüllt. 

Gattung Latimaeandra D'Orb. 

Korallenstock konvex oder höckerig. Knospung submarginal, aussei'dem calycinale 
Verjüngung. Kelche deutlich umgeschrieben und in kurzen Reihen geordnet, Epithek fehlt. 
Säulchen rudimentär oder fehlend. 

Latimaeandra maeandrinoides Keuss sp. 

1845—46. Astraea maean. Reuss (9.) pag. 61. Taf. XLEI. Fig. 2. 

1857 — 61. Latimaeandra maeand. M. Edwards & Haime (32. Tome II.) pag. 547. 

Korallenstock massiv, konvex. Die Kelche sind nur wenig vertieft, kurz, etwa 5 — 7 Mm. 
breit. Die Septa sind sehr dünn, in der Anzahl von 40 — 50 nicht einander gleich und immer 
wenig gebogen. Säulchen rudimentär. Mir lag nur ein schlecht erhaltenes Exemplar vor, 
welches keine nähere Beschreibung zuliess. 

Fundort. Reuss gibt diese Art aus dem cenomanen Kalkstein von Korycan an. Das 
mir vorliegende Stück stammt aus den Hornsteinkonglomeraten vom Sandherg bei Teplitz. 



41 

Unterfamilie Eusmilinae. 

Oberrand der Sternleisten ganz. Seitenflächen derselben häufig mit Körnerreihen be- 
setzt, welche dem Oberrand parallel laufen. 

Trochosmiliacae. 

Zellen einfach mit rundem oder elliptischem Kelche. 

Gattimg Trochosmilia Edw. & Haime. 

Korallenstock frei oder kurz gestielt. Septa sehr zahlreich, seitlich schwach gekörnelt. 
Wand nackt. Eippen einfach granulirt. Querblätter reichlich. Kein Säulchen. 

Trochosmilia compressa Lamk. sp. 

Abb. im Texte Fig. 18. 

1841. Turbinolia compr. Michelin (10.) pag. 16. Taf. IV. Fig. 2. 
1845—6. Turb. compr. Reuss (9.) pag. 62. Taf. XLEI. Fig. 5. 

Korallenstock frei, keilförmig, zusammengedrückt, etwa 15 bis 28 Mm. hoch und oben 
12—20 Mm. breit. 

Es lagen mir nur einige Steinkerne vor. An einem der best erhaltenen bemerkt man 

die Spuren von etwa 50 dünnen Septen, von denen die der ersten drei 

Cyclen beinahe einander gleich sind und ziemlich weit in den Kelch 

hineinragen. Das Verhältnis der Axen bei diesem Exemplare ist 12 : 9, 

wodurch es von dem allgemeinen und auch von Milne Edwards und 

Haime bemerkten Verhältnis 18 : 10 varirt. Die Wand ist ohne Epithek 

und trägt gleiche Rippen, die unverzweigt von dem unteren sich zu- Fig. i8. Trochosmilia com- 

spitzendenEnde bis zum abgerundeten Kelchrande verlaufen. Die Kelch- i"'^«« Lamk. Links von 

der Seite, rechts die 
grübe ist ziemlich tief. Kein Säulchen vorhanden. Kelchöffnimg. VonZlosejn 

Erhaltungszustand. Wie bereits bemerkt wurde, kommen 
nur Steinkerne oft in grossen Kolonien in dem groben Sandstein von Zlosejn vor, die dm-ch 
dunkelgelbe Färbung von dem sie umgebenden Gestein abstehen. 

Fundort. Diese Art wurde bisher nur in dem cenomanen Sandstein von Zlosejn 
gefunden. 

Trochosmilia sp. Nro. I. 

Korallenstock kegelförmig, zuweilen niedergedrückt, ki-eiselförmig, etwa 3 — 10 Mm. 
hoch und 4 — 11 Mm. breit. Die Septen meist in 4 Cyclen, dünn und seitlich mit feineu 
Körnchen bedeckt; die der primären Cyclen überragend. Die nackte Wand trägt ziemlich 
gleiche und fein gekörnelte Rippen. Das Säulchen fehlt. 

Der Erhaltungszustand ist ein äusserst ungünstiger. Es sind meist nur Rippen 
in dem weichen Mergel durch weisse Linien angedeutet, so dass man auf eine nähere Be- 
stimmung verzichten muss. 

Verwandtschaft. Der Umstand, dass es mir bei einem dieser dürftigen Exem- 
plare gelungen ist das Innere des Kelches theilweise auszupraepariren, wobei ich etwa 4 Cyclen 

6 




42 

von Septen vorfand und nebstdem mich von dem gänzlichen Fehlen von Säulchen überzeugte, 
bewog mich diese Exemplare zur Gattung Trochosmilia zu stellen. 

Fundort. Der dunkle, weiche Mergel der Priesener Schichten von Böhmisch-Kamnitz 
und Waldek. 

Trochosmilia sp. Nro IL 

Koralle kegelförmig, etwa 15 Mm. hoch, zusammengedrückt, 15 — 16 Mm. in der län- 
geren und etwa 8 — 10 Mm. in der kürzeren Axe messend und nach unten ohne Bildung eines 
Strunkes sich allmählig zuspitzend. 

Der Kelch ist elliptisch; die Kippen einfach, glatt, ohne jede Struktur; die Septen 
— nach den Rippen gezählt — etwa 48 also in 5 Cyclen. Säulchen nicht vorhanden. 

Der Erhaltungszustand ist sehr ungünstig. Die Korallen erscheinen in Limonit 
verwandelt und im weichen Mergel eingebettet. In Folge dessen ist das Innere unzugänglich. 

Verwandtschaft. Der äusseren Form nach stehen diese unsere Formen der Troch, 
tuberosa Milne Edwards & Haime (20. pag. 58. Taf. 10. Fig. 2.) sehr nahe. Es lässt sich 
aber in Folge des äussert ungünstigen, oben angeführten Erhaltungszustandes kein sicherer 
Schluss ziehen. 

Fundort. Diese Art stammt aus dem weichen Mergel der Priesener Schichten von 
Priesen. — 

Anmerkung. Aus demselben Fundort stammt ein anderes, kleines, etwa 5 Mm. 
hohes Exemplar, das sich im ähnlichen, zur Bestimmung unzulänglichen Erhaltungszustande 
befindet. 

Gattung Coelosmilia M. Edw. & Haime. 

Wie die Gattung Trochosmilia, jedoch spärliche Querblätter. 

? Coelosmilia laxa M. Edw. & Haime. 

1850—54. M. Edwards & Haime (20.) pag. 52. Taf. 8. Fig. 4. 

1866—72. Duncan (46. Part IL) pag. 8. Taf. 3. Fig. 11—17. Taf. 4. Fig. 9—12. 

Korallenstock kreiseiförmig und mit einer etwas in die Fläche sich verbreitenden Basis 
festgesetzt. Die Septa sind gerade oder etwas gekrümmt, dünn, meist in 4 Cyclen oder auch 
mehr (38), zuweilen unregelmässig entwickelt. Die Rippen auf der äusseren Wand sind ein- 
ander fast gleich, fein gekörnelt. Kein Säulchen vorhanden. 

Erhaltungszustand. Beide mir vorliegenden Exemplare sind nur in Bruchstücken 
erhalten. Das eine von Bilin hat den oberen Theil des Kelches abgebrochen, das andere stellt 
einen natürlichen Horizontaldurchschnitt vor. 

Verwandtschaft. Die inneren Merkmale beider Exemplare, so weit sie an den 
Bruchstücken gefunden werden konnten, sprechen für die Einstellung zu dieser Ar-t, wobei 
jedoch die bedeutendere Anzahl der Septen allerdings befremdend bleibt. Da nebstdem die 
oberen Enden der Septen nicht erhalten sind und demnach es nicht möglich ist zu ent- 
scheiden, ob dieselben überragend waren, muss die Bestimmung als nicht ganz sicher er- 
klärt werden. 



43 

Fundort. Das eine Exemplar stammt aus den Korycaner Schichten von Bilin, das 
zweite aus den Teplitzer Schichten von Neudörfel bei Teplitz. 

Gattung Parasmilia M. Edw. & Haime. 

Koralle einfach kreiseiförmig, verlängert, unten befestigt und mit Anwachsabsätzen 
versehen. Kelch rund. Septa überragend, seitlich stark gekörnelt. Säulchen wohl entwickelt, 
schwammig. Wand nackt mit einfachen Kippen bedeckt. Querblätter spärlich. 




Parasmilia centralis Mant. sp. 

Abb. im Texte Fig. 19. und 20. 
1845—46. Turbinolia centr. Reuss (9.) pag. 62. 

1849. Milne Edwards & Haime (27.) pag. 244. 

1850—54. Milne Edwards & Haime (20.) pag. 47. Taf. VHI. Fig. 1. 

1850. Monocaiya centr. Lonsdale (17.) pag. 244. Taf. XVHI. Fig. 1—4, 7. 
1850. Cyclosmilia centr. D'Orbigny (18.) Tome II. pag. 276. 
1857—61. Milne Edwards & Haime (32.) Tome IL pag. 172. 

Koralle kreisel- oder walzenförmig, 20 — 26 Mm. hoch, unten gewöhnlich regelmässig 
kegelförmig, oben dann gebogen und mit deutlichen, meist ringförmige Wülste 
bildenden Absätzen versehen. 

Die Septa ziemlich dünn, ungleich und an den Seitenflächen mit 
groben Körnern und auch Stacheln bedeckt. Säulchen gut erhalten, ziemlich 
dick und schwamnng. Die Rippen auf der äusseren Obei-fläche frei, gerade, 
oben mit der Krümmung des Kelches gewunden und mit feinen unregelmäs- 
sigen Höckern besetzt. 

Jene Rippen, die den Septen des ersten und zweiten Cyclus ent- 
sprechen, pflegen grösser und unter einander gleich zu sein. 

Der Erhaltungszustand unserer Formen ist kein günstiger, da 
die gi'össte Zahl der mir vorliegenden Exemplare in Limonit verwandelt 
ist und meistens uns nur Steinkerne vorstellt, bei denen die 
Septen durch Vertiefungen angedeutet erscheinen. Bei diesen 
Formen ist allerdings die feine Struktur gänzlich verloren ge- 
gangen. 

Verwandtschaft. Die englischen Exemplare dieser 
Art sind unseren sehr ähnlich, meist jedoch von bedeutenderen 
Dimensionen. An denselben belehren wir uns, dass einzelne Ko- 
rallen mit kleiner, etwas sich verbreitender Anheftungsfläche 
aufgesessen waren. Aus den Teplitzer Schichten von Zidowitz bei Raudnitz stammt ein 
Exemplar, welches der Beschaffenheit der schwammigen Säulchen nach vielleicht hieher zu 
zählen ist. Die äussere Form ist aber viel niedergedrückter und besitzt starke Wuchsabsätze 
(Fig. 20. im Texte). 

Fundort. Aus England wird diese Art angegeben aus dem Upper Chalk von North- 

6* 



Fig. 19. Paras- 
milia centralis 
Mant. sp. Aus 
den Priesener 
Schichten von 
Leneschitz. 




Fig. 20. Parasmilia centralis Mant. 

sp. Aus den Teplitzer Schichten 

von Zidowitz bei Raudnitz. 



44 



fleet, Norwich, Brigthon, Lewes Steyning und Heytesbuiy. Nebstdem aus dem Pariser Basin 
von Beauvais. Bei uns kommt sie in den Priesener Schichten von Leneschitz vor. 

Parasmilia pusilla nov. spec. 

Abb. im Texte Fig. 21. und 22. 

Koralle kreiseiförmig, etwa 5 Mm. hoch, gerade oder meist etwas gebogen. Kelch 
rund, Septa gerade, schwach überragend in 4 Cyclen (34—36), vorhanden, dünn und mit ziem- 
lich spärlichen Körnern und Stacheln auf den Seitenflächen versehen. 

Das Centrum des Kelches nimmt ein schwammiges, löcheriges Ge- 
webe ein, das dem ähnlich gebildeten Säulchen dieser Gattung entspricht. 

Die Wand scheint glatt gewesen zu sein ; über die Beschaffenheit der 
Kippen lässt der Erhaltungszustand keinen Schluss zu. 

Der Erhaltungszustand ist sehr ungünstig. Es liegen nur Stein- 
kerne vor, die an den festen Kalkstein mit den Kelchöffnungen festsitzen. Die 
Septen sind durch Vertiefungen angedeutet. 

Verwandtschaft. Die Beschaffenheit des Säulchens lässt diese 
Form sofort als eine Parasmilia erkennen, wogegen man wieder in Hin- 
sicht auf die ungewöhnlich kleinen Dimensionen und das Alter der Stufe, 
in welcher sie vorkommt, eine neue Art aufzustellen gerechtfertigt ist. 
Fundort. Diese Art stammt aus dem groben, sandigen, ceno- 
manen Kalkstein von Korycan. 




Fig. 21. Paras- 
milia pusilla Poe, 

Natur. Grösse ; 

von Korycan. 




Fig. 22. Parasmilia pu- 
silla Poč. Ein verticaler 
Schnitt 4m. vergr. 



Stylinaceae. 

Kelche rund oder polygonal zu ästigen, bündeiförmigen oder 
astraeidischen Massen verbunden. 



Gattung Stylina Lam, 

Der Korallenstock massiv, konvex, höckerig, flach oder verzweigt, baumartig. Die 
Zellen sind untereinander seitlich mittelst ihrer Rippen verbunden und mit einer sehr ent- 
wickelten Exothek versehen. Die Kelche sind immer ziemlich regelmässig rund, frei, mehr 
oder weniger über die Oberfläche erhaben, gewöhnlich von einander entfernt. Die jungen In- 
dividuen entstehen in den Zwischenräumen, welche einzelne Kelche von einander theilen. Die 
Septen sind häufig überragend, gut entwickelt nach dem 6-, 8-, oder lOzähligen Typus ent- 
wickelt und in der Regel wenig zahlreich. Die Wände sind dick und gemeinsam. Das Säulchen 
ist griffeiförmig und vorragend. 



Stylina vadosa nov. spec. 

Taf. n. Fig. U. Abbild, im Texte Fig. 23. 

Der Korallenstock ist flach, inkrustirend und trägt auf der Oberfläche 2 — ^3-5 Mm. 
im Durchmesser habende, vollkommen runde und etwa 1 — 2 Mm. von einander entfernte 
Kelche, die nicht erhaben, sondern horizontal in der Oberfläche des Stockes liegen. 




45 

Die Wand ist sehr dick, ohne Struktur und es ragen in dieselbe durch hellere Fär- 
bung angedeutete Fortsetzungen der Septen ziemlich weit hinein. 

Die Septen sind meist in 3 Cyclen, also 24 an der Zahl, ausnahms- 
weise kommen bei kleineren Exemplaren 20 oder 22 Septen vor, ja es ist 
sogar in grossen Kelchen noch der vierte Cyclus mit 4 bis 6 Septen ver- 
treten. Sie sind glatt und in das Innere des Kelches zugespitzt. 

Das Säulchen ist griffelförmig, seitlich zusammengedrückt, so dass es 
bandartig erscheint und, da es in der Mediane des Kelches steht, denselben 
in zwei gleiche Hälften theilt. 

Erhaltungszustand. Der Korallenstock ist in weisslichen Kalk pj 33 styiina 
umgewandelt, wogegen die Hohlräume in den Kelchen mit dunkel gelbem Ge- vadosa Poß. In 
stein erfüllt sind. Durch diese intensive Färbung werden im Dünnschliffe die natür. Grösse. 
Kontouren einzelner Theile sehr scharf ausgeprägt. °^ ' °^^ 

Verwandtschaft. Diese unsere Art ähnelt sehr der von Milne Edwards undHaime 
aus dem „great oolite" Englands beschriebenen St. Ploti (20. pag. 106. Taf. 23. Fig. 1.), bei 
welcher Form die Zwischenräume gleichfalls mit glattei- Epidermis bedeckt sind. Man kann 
jedoch bei dieser englischen Art, soweit dies die von Milne Edwards gegebene Abbildung zu- 
lässt, leicht Merkmale beobachten, durch welche sich dieselbe von unserer St. vadosa unter- 
scheidet. Sie besitzt nämlich Kelche von bedeutend grösserem Umriss, die Septen sind durch- 
wegs dünner und das Säulchen dicker. 

Fundort. Das einzige mir vorliegende Exemplar wurde in dem festen cenomanen 
Kalkstein von Mlikojed gefunden. 

? Stylina putealis Gein. sp. 
1839—42. Astraea putealis Gein. (6.) Taf. XXH. Fig. 18. 

Bisher nur Negativabdrücke bekannt. In den Höhlungen befinden sich 2 — 4 Mm. hohe 
Walzen, die ziemlich nahe aneinander gestellt sind und meist 24 (zuweilen 22 — 28) durch 
Septen erzeugte Einschnürungen besitzen. Einzelne Walzen haben einen Durchmesser von 
etwa 1 Mm. und besitzen in ihrer Mitte eine runde röhrenförmige Öffnung, die bei den von 
Geinitz abgebildeten Exemplaren sehr gut, bei unseren oft undeutlich zu sehen ist. Diese 
Öffnung stellt uns die Stelle der stielförmigen Columella vor. 

Fundort. Einige in sehr schlechtem Erhaltungszustande sich befindende Formen 
stammen aus dem festen Kalkstein von Korycan, dann von Zbyslav, Kralup, Lobeč und Pře- 
myšlan. Geinitz führ diese Art aus den Konglomeratschichten des Tunnels von Oberau an. 

Gattung Oryptocoenia D'Orbigny. 

D'OrMgny hat für Stylinen ohne Säulchen eine neue Gattung gegründet, deren Cha- 
rakteristik nach Emendirung der D'Orbignyschen Diagnosie etwa folgends lauten würde: 

Korallenstock massive oder flache Körper bildend; Kelche rund mehr oder weniger 
vertieft und mit einander mittelst dicker und oft mit Kippen verzierter Wand verbunden. 

Septa meist in drei Cyclen wohlentwickelt. Kein Säulchen vorhanden. 



46 

Zu dieser Gattung stellte UOrbigny 11 Arten, von denen wir die neu en-ichteten 
hier anfuhren wollen. 

Aus dem Neocomien: 

C. Neocomiensis Espéces ä cellules bien separées, entoumées exterieurement des sil- 
lons confluents. Saint Dizier. 

C, Icauensis Espéce a calices plus grand (3 mill.) et ä murailles presque communes. 
Chenay, Fontenoy, Lignerolles. 

C. antiqua Espéce, dont les calices sont d'un quart plus petites (2 mill.) Fontenoy, 
Chenay, Venay. 

C. excavata Espéce, dont les calices sont un peu plus large que chez C. Icauensis, 
mais separés par des cótes confluentes prononcées. Chenay. 

Aus dem Cenoman: 

C. carantoniana ä calices de la taille de l'Astraea Desportesiana mais ä Intervalle 
silloné. Nancras, Ile d'Aix, Ile Madame. 

C. Fleuriana á calices d'un tiers plus gxands que chez l'espece precedente. Ile d'Aix, 
Le Maus. 

C. nistica á trěs larges calices circonscrits et costulés en dehors. Nancras. 

Aus Turonien führt er die Arten Michelin's Astraea terminaria (18. pag. 21. Taf. 5. 
Fig 2.), putealis (18. Taf. 5. Fig. 3.) und sparsa (18. Taf. 71. Fig. 1.) an. 

Im Senonien ist diese Gattung durch Astraea rotula Goldfuss (7. I. Theil pag. 70. 
Taf. XXIV. Fig. 1.) vertreten. 

Milne Edwards & Haime betrachteten (32. Tome IL pag. 235) die von D'Orbigny auf 
Grund des Nichtvorhandens eines Säulchens errichteten Gattungen Adelocoenia, Cryptocoenia 
und Octocoenia als unhaltbar, indem sie bemerken, dass diese Gattungen mit einem Säulchen 
versehen sein dürften, welches jedoch, vielleicht in Folge eines ungünstigen Erhaltungszustandes 
nicht beobachtet werden kann. Bei vielen fossilen Korallen sei es eben schwer über die Be- 
schaffenheit des Centrum sich zu überzeugen. 

Zittel (54. pag. 262.) stimmt jedoch dieser Ansicht nicht bei, sondern erkennt die 
Haltbarkeit einiger D'Orbignyschen Gattungen an und ich habe mich auf Grund der inneren 
Struktur unserer Formen seiner Anschauung angeschlossen. 

Cryptocoenia obscura nov. sp. 

Taf. II. Fig. 4. Abbild, im Texte Fig. 24. 

Korallenstock dicke Überzüge bildend, auf deren oberen Fläche, runde, etwa 2 bis 
2*3 Mm. im Durchmesser habende, trichterförmige Kelche eingesenkt sind. Die Zwischen- ■ 
räume zwischen den Kelchen erscheinen mit einer glatten Epidermis bedeckt und messen ge- 
wöhnlich 0*5 — 3 Mm. an Breite. Stellenweise bemerkt man kleine Kelche, die für durch 
Knospung entstandene Jugendstadien gedeutet werden können. An den Dünnschliffen bemerkt 
man, dass die Kelche ohne ein Coenenchym zu bilden unmittelbar mit ihren dicken Wänden 
zu einander sich stellen und durch ausstrahlende Rippen verbinden. 

Die Septen sind meist in drei Cyclen vorhanden, die zuweilen komplet sind und in 
diesem Falle regelmässige Kelche bilden, zuweilen ist aber ihre Gesammtzahl auf 18 .bis 20 




47 

reducirt. Sie sind dünn, gerade, die der ersten zwei Cyclen fast einander gleich und glatt. Im 
Ganzen übt diese Art den Eindruck einer Stylina aus mit dem Unter- 
schiede jedoch, dass hier ein Säulchen gänzlich fehlt. 

Der Erhaltungszustand ist kein zufriedenstellender. Die 
Oberfläche der Koralle scheint abgerieben und einzelne Kelche von Kalk- 
stein erfüllt zu sein, so dass uns nur der Dünnschliff über die Organisa- 
tion belehrt. 

Verwandtschaft. Obzwar überhaupt nach den äusserst 
kurzen und unzulänglichen Diagnosen von D'Orbigny eine Bestimmung 
unmöglich ist, so scheint es dennoch, dass unsere Art durch eingesenkte Fig. 24. a-yptocoenia ob- 
Kelche und die mit Epidermis bedeckten Zwischenräume von allen be- »c"'-» Poö. In natür. 
reits bekannten Arten sich unterscheidet. Grösse. 

■r.ii.r\ i.Triii- t^, . ^0° Radovesnitz. 

Fundort. Der cenomane grobe Kalkstein von Radovesnitz. 

Gattung Astrocoenia M. Edwards & Haime. 

Korallenstock zusammengesetzt aus polygonalen Kelchen, die durch ihre Wände un- 
mittelbar mit einander verbunden sind. Die Vermehrung kommt durch Knospung auf der 
Oberfläche oder an den Seiten zu Stande, so dass astroidische kompakte Massen entstehen. 
Die Kelche sind polygonal und mit einfachem Rande versehen. Das Säulchen ist griifelförmig 
und nur schwach hervorragend. Die Wände smd dick und einfach. Die Septen dick und 
wenig zahlreich, gewöhnlich in drei Cyclen. 

Astrocoenia decaphylla Mich. sp. 

Taf. n. Fig. 6. 

1826—44. Astraea reticulata Goldfuss (7.) I. Theil pag. 111. Taf. 38. Fig. 1 a, d. 

1841—47. Astraea decaphylla Michelin (10.) pag. 302. Taf 72. Fig. 1. 

1849. Milne Edwards & Haime (26.) pag. 298. 

1854. Astraea magnifica & decaphylla Reuss (21.) pag. 94. Taf VIII. Fig. 4 — 6. 

1857—61. Milne Edwards & Haime (32.) Tome II. pag. 258. 

1858—61. Fromentel (31.) pag. 232. 

1866—72. Duncan (46.) pag. 29. Taf. XI. Fig. 1—6. 

Der Korallenstock bildet dicke Überzüge oder etwas erhabene bis halbkugelige Massen 
mit schwach konvexer Oberfäche. Die Kelche sind polygonal, unregelmässig, fünf- oder sechs- 
eckig, haben etwa 2 — 3 Mm. im Durchmesser und sind dicht aneinander gedrängt. Dieselben 
sind seicht trichterförmig und werden von einander durch eine nach oben sich zuschärfende 
Wand geschieden, die auf ihrer Oberfläche gröbere, von der Stellung der Septen in den Nach- 
barkelchen abhängige Körner bedeckt ist. 

Die Septen sind in 3 Cyclen vorhanden, meistens jedoch auf 20 reducirt, dick und so 
weit dies auf der Oberfläche zu bemerken ist nur schwach mit Körnern bedeckt. Die des 
ersten und zweiten Cyclus ragen bis unmittelbar zum Säulchen in die Mitte des Kelches. 

Das Säulchen ist griffeiförmig, kompakt und oben mit kleinem, wenig vorragendem 
Knöpfchen versehen. 



48 

Erhaltungszustand. Die mir vorliegenden Formen sind inHornstein verwandelt, 
ohne dass dabei ihre äussere Form wesentliche Veränderungen erlitten hätte, so dass man 
die Beschaifenheit der Oberfläche ziemlich genau ersehen kann. Dagegen wurde aber die in- 
nere Struktur des Korallenstockes gänzlich vernichtet, so dass die mit Mühe verfertigten 
Dünnschliffe keinen Aufschluss über die innere Beschaffenheit geben. 

Verwandtschaft. Die von Reuss aus der Gosau beschriebenen und trefflich ab- 
gebildeten Formen unterscheiden sich von unseren durch zahlreiche Körner, welche die Wände 
besetzen. Unsere Exemplare stehen am nächsten der von Duncan abgebildeten Form, die in 
ähnlicher Weise auf den Wänden nur spärliche Körner aufweist. Der Umstand ist bei dieser 
Art von Interesse, dass dieselbe sich im Miocen von Jamaika in einer Form wiederholt, die 
von jener aus der Gosau stammenden nicht zu unterscheiden ist. 

Fundort. Aus England wird diese Art aus dem oberen Grünsand von Haidon in 
Frankreich aus der Tufkreide von Corbieres und dann aus der Gosau angegeben. Die zwei 
mir vorliegenden Exemplare stammen aus dem die Lücken des Porphyr am Sandberge bei 
Teplitz ausfüllenden Hornstein, der für das Aequivalent der untersten Korycaner Schichten 
angesehen wird. 

Astrocoenia cribellum nov. spec. 

Taf. IL Fig. 5. Abbildung im Texte Fig. 25. 

Polypenstock flach, inkrustirend, mit dicht aneinander gestellten polygonalen Zellen, 
die durch ziemlich dicke Wände von einander getheilt werden. Einzelne Kelche variren nur 

wenig in der Grösse, messen 0"8 — 1*3 Mm. im Durchmesser und sind 
sehr seicht eingesenkt. 

Die Septen sind verhältnismässig dick, gerade oder nur wenig 

verbogen und an beiden Seitenflächen mit zahlreichen Körnern und 

kleinen Stacheln versehen. Sie sind gewöhnlich vollzählig in drei 

Cyclen vorhanden, von denen die des ersten Cyclus bis zum Säulchen 

reicht, wogegen die des zweiten unmittelbar vor demselben endigen. 

Das Säulchen ist ziemlich dünn, griffelartig und ragt nur schwach empor. 

S f'' ^j''™""*'"" "'^'*'^" Der E r h a 1 1 u n g s z u s t a n d des einzigen mir vorliegenden 

Von Mlikojed. Exemplares ist ein ziemlich zufriedenstellender. Denn obzwar die 

Oberfläche stellenweise abgerieben erscheint, so bietet der Dünnschliff 

einen genauen Aufschluss über die innere Struktur. 

Verwandtschaft. Diese Art ist insbesondere in Betreff der geringeren Dimen- 
sionen ihrer Kelche der von Bölsche (47. pag. 54. Taf. 11. Fig. 7 a, &j, beschriebenen Form 
A. Tourtiensis ähnlich, unterscheidet sich jedoch durch die besondere Entwickelung von 
Stacheln und Körnern an den Septen. 

Fundort dieser Art ist der feste cenomane Kalkstein von Mlikojed. 

Familie Oculinidae. 

Korallenstock zusammengesetzt, ästig oder unregelmässig. Wand dicht. Coenenchym 
kompakt, unmittelbar mit der Wand verschmolzen. Visceralraum unten mit kompakter Endo- 
thek ausgefüllt oder verengt. Septa wenig zahlreich, wohlentwickelt, dicht, ohne Synaptikeln. 




49 



Gattung Flacohelia nov. gen. 



Korallenstock massiv, dicke Platten bildend, mit ovalen mehr oder weniger in die 
Länge gezogenen Kelchen, die auf der Oberfläche unregelmässig zerstreut und in das kom- 
pakte Coenenchym tief eingelassen sind. 

Die Septen nicht zahlreich, in 3 — 4 Cyclen, oft gebogen, auf den Seiten nur schwach 
mit Körnern bedeckt und stellenweise unregelmässig verdickt. 

In der Mitte der ovalen Kelche stehen in der längeren Axe derselben einige (5 — 8) 
stabförmige und am Durchschnitte ovale Gebilde, von denen das mittlere für ein Säulchen 
und die anstehenden für Stäbchen angesehen werden können. 



Flacohelia rimosa nov. sp. 

Tai'. II. Fig. 7. Abb. im Texte Fig. 26. 

Korallenstock massiv, dicke knollige Platten von etwa 9 Cm. Breite bildend. Die 
Obei-Üäche ist nur wenig konkav und trägt unregelmässig zerstreute, selten runde, sondern 
gi-össtentheils ovale, etwa 6 Mm. Breite und 
10 Mm. lange Kelche. 

Dieselben sind vertieft, mit einem etwas 
aufsteigenden, oft scharfen Rand versehen, und 
durch das Coenenchym mit einander unmittel- 
bar verbunden. 

Die Septen sind vertieft, wenig zahl- 
reich, meistens in der Anzahl 28 — 30, ziemlich 
unregelmässig und stellenweise verdickt. 

In der Mittellinie des Kelches stehen 
einige, am Durchschnitte ovale Gebilde, von 
denen das mittlere für das Säulchen, die neben 
anstehenden für Stäbchen anzusehen sind. 

Verwandtschaft. Diese bereits durch 
die äussere Form von allen bisher bekannten Oculiniden sehr verschiedene Art bietet auch 
in ihi'er inneren Organisation viele neue Merkmale. Das Säulchen und die Pfälchen stehen 
hier in einer Reihe, welche die Mediane des Kelches in der Richtung der grösseren Axe der- 
selben einnimmt. Die Unterscheidung des Stäbchens von den Pfählcheu ist hier nicht gut 
durchführbar, da am horizontalen Durchschnitte des Kelches alle Gebilde einander gleichen 
und höchstens nur in der Grösse variren. Es dürften da das mittlere Gebilde für das Stäbchen 
und die an beiden seinen Seiten gelegenen für Pfählchen angesehen werden, da eine Ver- 
zweigung des Stäbchens bei den oft ziemlich bedeutenden Zwischenräumen zwischen einzelnen 
Gebilden nicht anzunehmen ist. 

Fundort. Ein einziges Exemplar wurde in dem rauhen cenomanen Kalkstein von 
Kuttenberg gefunden. 




Fig. 26. Flacohelia rimosa Poe. Eine Partie des 
Korallenstockes in natür. Grösse. Von Kuttenberg. 



50 



Gattung Synhellia M. Edwards & Haime. 

Der Korallenstock ist ästig, durch spirále oder auch unregelmässige Knospung ent- 
standen. Einzelne Kelche sind oberflächlich und von strahlenartig gestellten kräftigen Rippen- 
linien umgeben. Das Säulchen wird von einer griifelförmigen Warze gebildet. Die Septen sind 
stark, gekerbt und an den inneren Rändern mit pfählchenförmigen Lappen versehen. 

Synhellia gibbosa Goldf. sp. 

Taf. n. Fig. 12. Abb. im Texte Fig. 27. 

1845—46. Oculina gib. Reuss (9.) pag. 61. Taf. XIV. Fig. 35—37. 
1857—61. Mihie Edwards & Haime (32.) Tome II. pag. 114. 
1869. Fric (44.) pag. 192, 195, 199 und 221. 
1871. Bölsche (47.) pag. 58. 

Korallenstock mit dicken, zuweilen höckerigen Ästen. Die Kelche sind fast kreis- 
rund, zuweilen etwas oval oder auch rund polygonal (meist 4- oder 5eckig), oberflächlich und 

ungleich. Ihr Diameter beträgt 3 — 5 Mm. Gegen unten ist 
der Stock mit einer oft in die Fläche erweiterten Basis ver- 
sehen, die entweder nackt oder schon von unten an mit 
Kelchen bedeckt ist. 

Die Septen sind verschieden entwickelt ; in den kleinen 
Kelchen bemerkt man drei Cyclen, von welchen die ersten 
zwei dickere und überragende Septen besitzen. In den grös- 
seren Kelchen sind gewöhnlich 4 Cyclen von Septen voll- 
kommen ausgebildet und ausserdem die Anfange eines fünften 
Cyclus, so dass die Anzahl der Septen meist 54 erreicht. Die 
Septen des letzten Cyclus erscheinen nur als dünne Blätter, die gar nicht gekerbt sind oder 
nur an dem nach Innen gerichteten Ende einen oder zwei Höcker tragen. Das Säulchen ist 
deutlich entwickelt, in der Form einer oben zugerundeten Warze, oft etwas oval und ragt 
nur schwach über die durch die Septenränder gebildeten Pfählchen hervor. 

Der Erhaltungszustand dieser in unseren tiefsten Kreideablagerungen, so häufig 
voi-kommenden Art ist meist ein sehr zufiiedenstellender. Die ganze Koralle ist in einen 
festen Kalkstein ungewandelt ohne die feinere Struktur eingebüsst zu haben, so dass zuweilen 
vorzüglich erhaltene, oft stark verzweigte Stöcke vorkommen. 

Fundort. In den cenomanen Ablagerungen von Westphalen bei Bochum. Fraglich 
ist das Auftreten dieser Art in den Mergeln des Nef- und Wegscheidgraben in der Gosau. 
In Böhmen findet man diese Art durchwegs in den marinen Cenomanablagerungen (Korycaner 
Schichten) und zwar von: Friedrichsberg bei Velím, Radovesnitz, Kamajk, Zbyslav, Schillinge 
bei Bilin, Korycan und Weisskirchlitz bei Teplitz. 

Synhellia reptans nov. spec. 

Taf. ir. Fig. 8. Abbildung im Texte Fig. 28. 

Korallenstock stammförmig, in oft dünne Äste verzweigt, die an ihrer Oberfläche die 
runden, etwa 3 Mm. im Durchmesser habenden Kelche tragen. Die Kelche sind meist unregel- 




Fig. 27. Synhellia gibbosa Goldf. sp 
Nat. Grösse. Von Zbyslav. 




Fig. 28. Synhellia repiaiis Poč. In nat. (irösse. 
Von Koiycan. 



51 

massig zerstreut, zuweilen stehen sie in mehr oder weniger deutlicher Spirale oder theihveise 
in ziemlich gleichen Abständen oder endlich alternirend an beiden Seiten der dünneren Äste. 

Die Kelche sind mit einem schwach er- 
habenen, meist nnregelmäsig abgebrochenen Eand 
versehen, vertieft und sitzen auf kleinen Erhö- 
hungen oder Anschwellungen. Da das Innere der 
Kelche gewöhnlich mit Gestein erfüllt ist, so ge- 
lingt es nur selten an den Rändern derselben 
einige Spuren von Septen zu beobachten. 

Am Durchschnitte erscheint die Organi- 
sation des Kelches nachstehend. 

Die Septen sind ziemlich gerade und an 
den Seitenflächen glatt, man nimmt hier keine 
Höcker wahr, meist in vier vollständigen Cyclen, 
zu denen hie und da noch der ganze fünfte Cyclus 
zukommt, zuweilen aber nur diu'ch 4 — 6 Septen 
vertreten wird. 

Das Centrum des Kelches ist ziemlich unregelmässig gebildet, die Septen bilden mit 
den dem Innern des Kelches zugewendeten Rändern, pfählchenartige Lappen, die sich mit ein- 
ander in kantige, längliche Körper verbinden. 

In der Mitte dieser Gebilde pflegt ein kleines Wärzchen zu stehen, das für das 
Säulchen angenommen werden kaun. 

Das Coenenchym ist sehr kompakt, körnig, glatt und auf der Oberfläche des Stockes 
um die einzelnen Kelche herum kräftig gerippt. Diese Furchen oder Rippen sind jedoch bei 
dem grössten Theil der mir vorliegenden Stücke nicht deutlich, meist abgerieben und nur an 
einigen Exemplaren sind sie gut erhalten. 

Der Erhaltungszustand dieser unseren Formen ist kein günstiger. Die stamm- 
förmigen Stöcke sind auf ihrer Oberfläche glatt, abgerieben und die Öfl'nungen der Kelche 
mit festem, grobem Kalk erfüllt. Von diesem Gestein ist keines der mir vorliegenden Exemplare 
frei, bei allen hüllt derselbe die einzelnen Äste um oder dringt den ganzen Stock in jener 
Weise durch, dass nur nach Anwendung von Meissel ein Theil desselben zu Tage tritt. 

Verwandtschaft. Die äussere unregelmässige Form, die Art der Vertheilung der 
Kelche und die einzelnen Kelche selbst sind sehr mit den bei der Gattung Diblasus Lonsdale 
(sieh Duncan 46) beobachteten Beschaffenheiten übereinstimmend. Die innere Organisation 
trennt jedoch beide Formen scharf von einander, da die Gattung Diblasus neben anderen Merk- 
malen auch keine Pfahlchen besitzt. 

Fundort. Mehrere Stücke aus dem groben Kalkstein der Korycaner Schichten von 
Koiycan. 

Familie Turbinolidae. 



Einfache Korallen mit dichter Wand und wohlentwickelten, ganzrandigen Septen. Ohne 
Synaptikeln oder Querblätter. 

7* 



Caryophyllaceae. 
Ein einziger Pfählchenkranz vorhanden. 

Gattung Oaryophyllia Lam. 
Polypenstock einfach, kreiseiförmig mit ausgebreiteter Basis befestigt. Der Kelch ist 
kreisrund und wenig vertieft. Das Säulchen, welches die Mitte des Kelches einnimt, ist aus 
verschiedener Anzahl von schmalen, bandförmigen, gedrehten und büschel- oder reihenförmig 
gestellten Stäbchen zusammengesetzt und ist oben abgerundet. Die Septa sind gerade, nicht 
sehr breit, überragend und an beiden Seitenflächen mit mehr oder weniger grober Granula- 
tion bedeckt. Sie bilden sechs Systeme, die in der Regel ungleich sind. Die Pfahlchen sind 
breit, ganz, mit einem grossen Theil ihrer Länge frei und alle gleich entwickelt. Die Wand 
ist unbedeckt oder nur mit einer rudimentären Epithek versehen und, insbesondere unter dem 
Kelchrande, mit schwachen, dornenlosen Rippen bedeckt. 

Caryophyllia cylindracea Reuss sp. 

Abb. im Texte Fig. 29. 
1845—46. Anthophyllum cyl. Reuss (9.) pag. 61. Taf. XIV. Fig. 23-30. 
1848. Cyathina laevigata M. Edwards & Haime (25.) pag. 290. 
1850. Monocaria centralis (pars) Lonsdale (17.) pag. 224. Taf. XVIIL Fig. 5, 8, 12. 

1850. Cyathina cyl.' D'Orbigny (18.) pag. 275. 

1851. Cyathina laevigata M. Edwards & Haime (19.) pag. 44. Taf. 9. Fig. 1. 
1856—61. Fromentel (31.) pag. 79. 

1857—61. Caryophyllia cyl. M. Edwards & Haime (32.) Tome H. pag. 18. 

Koralle verlängert, walzenförmig oder kreiseiförmig, gerade oder nur wenig gebogen, 
etwa 5 — 12 Mm. hoch, ausnahmsweise 15—20 Mm. (Reuss bildet Exemplare bis 26 Mm. lang 
ab), mit nackter oder nur von rudimentären Epithek bedeckten Wand, 
welche etwa am oberen Drittheile kleine, einander gleiche und wenig her- 
vorragende Rippen trägt. Die unteren zwei Drittheile der Wand sind ohne 
jede Spur von Rippen und gewöhnlich glänzend glatt. Die Koralle sass 
mit einer ausgebreiteten, oft ziemlich bedeutenden Anheftungsfläche auf. 
Der Kelch ist kreisrund und schwach vertieft. Die Septen sind in vier bis 
Flg. 29. Kelch von sechs Cyclen vorhanden, sie kommen jedoch in einigen Systemen (2 — 3), 
Caryophyllia cyiin- nidit alle zur Entwickeluug, so dass eine beträchtliche Anzahl von Septen 
5mal Vererösserung ^^^ vierten, fünften und oft auf des sechsten Cyclus fehlt. Ja es wurden 
Fälle beobachtet, wo ein ganzes System auf ein einziges kleine Septum 
reducirt erscheint. 

Die Septen sind ziemlich dünn — die der ersten Cyclen etwas dicker — am äusseren 
Kelchrand mit knopfförmigen Erhöhungen versehen und an den Seitenflächen mit feinen 
Dornen und Stacheln besetzt, welche Gebilde jedoch bei den versteinerten und von Gestein 
ausgefüllten Arten meist erst an horizontalen Durchschnitten zu beobachten sind. An dem 
gegen das Innere des Kelches gerichteten Rande sind die Septen fein gezähnelt. Die Pfählchen 
sind meist oval, einander fast gleich und auf einer Seite des Kelches oft gänzlich unent- 




53 

wickelt. Das Säulchen ist bindeiförmig und besteht aus einer geringen Anzahl (5—12) von 
schlanken und unregelmässig polygonalen Stäbchen. 

Der Erhaltungszustand unserer Formen lässt es zu, dieselben bis in die kleinsten 
Detaile untersuchen zu können. Der weiche die Korallen ausfüllende Mergel wird durch an- 
haltendes Waschen bei gleichzeitiger Benützung der Bürste entfernt, so dass die Öffnungen der 
Kelche ganz makellos dastehen und in dieser Beziehung nichts zu wünschen übrig lassen. 

Verwandtschaft. Die Beschaffenheit der von M.Edwards und Haime aufgestellten 
Art Cyathina laevigata ist mit jener der eben beschriebenen Art so übereinstimmend, dass es 
geboten erscheint beide Arten zusammenzuziehen. Der einzige Unterschied, der hier angeführt 
werden sollte, ist vielleicht die verhältnissmässig bedeutendere Dicke der Septen an unseren 
Formen, wogegen die französischen und englischen Exemplare sich mit schlanken Septen 
auszeichnen. Cyath. Lonsdalei, welche ein den böhmischen Vertretern der Art C. cylindracea 
ähnliches Äussere besitzt und nebstdem die mangelhafte Entwickelung der Septen in einigen 
Systemen mit denselben gemeinsam hat, bietet das beste Unterscheidungsmerkmal in der ganz 
verschiedenen Beschaffenheit der Pfählchen und des Säulchens. 

Fundort. Angegeben wird diese Art aus der weissen Kreide von Dinton in England 
und Nehou in Frankreich. In Böhmen wurde sie bisher in den cenomanen Schichten von 
Kamajk, Zbyslav, Bilin und Weisskirchlitz aufgefunden. 

Trochocyathaceae. 
Pfählchen in mehreren Kränzen um das Säulchen. 

Gattung Trochocyathus M. Edwards & Haime. 

Polypenstock einfach, kreiseiförmig, am unteren verdünnten Ende mit einem Stiele 
oder mit einer bald mehr, bald weniger deutlichen Anheftungsfläche versehen. Der Kelch ist 
kreisrund, elliptisch oder eiförmig. Die Wand ist nackt oder nur mit einer rudimentären 
Epithek bedeckt. Die Sternleisten sind breit, überragend und seitlich gefurcht. 

Das Säulchen ist sehr gut entwickelt und aus prismatischen oder gedrehten Stäbchen 
zusammengesetzt die sich in einen unregelmässigen Büschel vereinigen oder reihenförmig zu 
einander stellen. Die Pfahlchen sind sehr gut entwickelt, ganz, mit dem grösseren Theile ihrer 
Länge frei und von ungleicher Grösse, die von den Cyclen, zu welchen sie gehören, abhängig 
zu sein erscheint. Sie stehen vor allen Sternleisten die des letzten Gyclus ausgenommen. 

Trochocyathus conulus Phil. sp. 

Taf. I. Fig. 8, 8 a—e. 

1841. Turbin, con. Mich. (10.) pag. 1. Taf. I. Fig. 12. 

1848. Milne Edwards & Haime (25.) pag. 306. 

1850. Aplocyathus con. D'Orbigny (18. H. Tome) pag. 143. 

Koralle einfach, kreiseiförmig am unteren, meist geraden oder wenig geschweiften, 
zuweilen aber auch stark gebogenen Ende mit einer deutlichen Fläche, mit welcher derselbe 
aufsass, versehen. Die Dimensionen der mir vorliegenden Exemplare sind sehr gering. Das 
kleinste misst 2 Mm., das grösste 8 Mm. in der Höhe. Die Wand ist nackt und trägt Rippen 



54 

von fast gleicher Breite, die an gut erhaltenen Formen gekörnelt sind, bei der Mehrzahl der 
Exemplare jedoch abgerieben und demnach glatt erscheinen. 

Der Kelch ist rund oder oval, ausnahmsweise kommen stark zerdrückte Formen vor. 
Die Sternleisten sind ziemlich dünn, zuweilen nicht gerade, sondern an dem gegen das Centrum 
des Kelches gerichteten Ende gebogen und am Rande des Kelches, oft mit einer warzen- 
förmigen Erhöhung gekennzeichnet. Sie sind in di-ei Cyclen vorhanden, wobei die Sternleisten 
der ersten zwei fast gleich entwickelt sind und jene des letzten Cyclus an Länge bedeutend 
Übertreffen. Das Säulchen ist büschelförmig und in den Kelchen als körnige Warze angedeutet. 

Die Stäbchen sind polygonal, oft scharfe Kanten bildend und stehen vor den Septen 
der ersten zwei Cyclen. Stäbchen vor dem dritten Cyclus konnten nicht beobachtet werden. 

Der Erhaltungszustand unserer Exemplare ist kein günstiger. Der grössteTheil 
der hieher gehörigen Korallen ist in Limonit verwandelt und wird in den meist sekundären 
Lagerungsstätten von Wasser abgerollt gefunden. 

Fundort. Im Pyropenkonglomerate der Priesener Schichten von Třiblitz und Meronitz. 

Trochocyathus Harveyanus M. Edw. & Haime. 

Taf. I. Fig. 9 a, 5. 

1848. Milne Edw. & Haime (25.) pag. 314. 

1850—54. Milne Edw. & Haime (20.) pag. 65. Taf. XL Fig. 4. 

1866—72. Duncan (46.) pag. 32. Taf. XH. Fig. 1—4. Taf. XIII. Fig. 1—4, 13. 

Koralle einfach, halbkugelförmig, kurz 6 Mm. im Durchmesser und 4 Mm. hoch, unten 
mit einer deutlichen Anheftungsfläche versehen. 

Die Septen sind gerade, ziemlich dick und an beiden Seitenflächen gekörnelt. Die des 
ersten Cyclus sind, wie dies noch an einigen günstiger erhaltenen Stellen zu sehen ist, über- 
ragend; die des letzten Cyclus bedeutend kleiner. 

In der Mitte des Kelches sind mehrere Pfälchen um das schwammige Säulchen ge- 
stellt. Die näheren Verhältnisse, so wie die Anzahl der Pfählchen sind wegen dem ungünstigen 
Ei'haltungszustand nicht ersichtlich. Die Epithek ist entwickelt, bedeckt die Rippen auf der 
äusseren Wand und trägt kleine, oft verlängerte Erhöhungen und Körner. 

Der Erhaltungszustand des einzigen mir vorliegenden Exemplares ist ein sehr 
unzufriedenstellender. Die ganze Koralle ist in Limonit verwandelt und die Öffnung des 
Kelches durch Limonitpartikeln verunreinigt und in Folge dessen undeutlich. Die Septen er- 
scheinen abgebrochen und abgerieben und sind gut ersichtlich nur an den der Wand nahe 
liegenden Theilen. Dieser Zustand erklärt sich durch die Verhältnisse, unter welchen dieses 
Exemplar aufgefunden wurde. Es stammt nämlich aus den durch Wasser an sekundäre Lager 
beförderten Gerollen der Priesener Schichten. 

Verwandtschaft. Diese in England häufig vorkommende Art wurde zuerst von 
Milne Edwards beschrieben und später von Duncan gründlich untersucht. Von den von Duncan 
errichteten 5 Varietäten dieser Art scheint die fünfte an unsere Art zu passen, obzwar jedoch 
nicht unerwähnt gelassen sein darf, dass die englischen Formen durchwegs sich durch be- 
deutendere Dimensionen auszeichnen. 

Fundort. In England im Gault von Folkestone. In Böhmen in den Priesener 
Schichten bei Leneschitz. 



55 

Einige, vou Reuss angeführte, jedoch nicht nähei* bestimmbare Arten. 

Anthophyllum conicum Reuss. 

1845—46. Reuss (9.) pag. 62. Taf. XIV. Fig. 31. 
1871. Bölsche (47.) pag. 56. 

Korallenstock einfach, etwa 2 Mm. in der Höhe und auch in der Breite messend, ver- 
kehrt kegelförmig, oben schräg abgestützt. Äussere Wand mehr oder weniger deutlich längs 
gefaltet. Septen in der Anzahl von 20; Säulchen schwammig. 

Es scheint, dass diese Art junge Stadien der Gattung Parasmilia einschliesst (sieh 
Bölsche 1. c). 

Verwandtschaft. Anth. conicum Roem. besitzt eine Epithek und wurde darum für 
dasselbe eine neue Gattung Brevismilia ei-richtet.*) 

Fundort nach Reuss cenomaner Kalk der Schillinge bei Bilin. 

Astraea distans Reuss. 
1845—46. Reuss (9.) pag. 60. 

Die von Reuss gegebene Beschreibung, welcher keine Abbildung beigegeben ist, er- 
scheint sehr mangelhaft und gibt keinen Aufschluss über die Natur dieser Art. Nach Allem 
dürfte diese Form zu Gattung Thamnastraea oder Dimorphastraea gestellt werden. 

Fundort. Nach Reuss kommt diese Art ziemlich häufig in hornsteinartigen Konglo- 
meratschichten der Schillinge bei Bilin vor. 

? Dimorphastraea multifida Reuss sp. 
1845—46. Reuss (9.) pag. 60. Taf. XIV. 38. 

Diese auf Grund eines sehr schlecht erhaltenen Materiales aufgestellte Art scheint 
von der häufig auftretenden Dim. parallela durch grössere und unregelmässig von einander 
gestellte Kelche und durch längere, oft vei'zweigte Costalrippen zu diferiren. 

Fundort. Mir lag ein einziges ebenfalls sehr ungünstig erhaltenes Exemplar aus 
einer Hornsteinkluft von Sandberg bei Teplitz vor. 

Parasmilia rudis Reuss sp. 
1845—46. Reuss (9.) pag. 62. Taf. XIV. Fig. 22. 

Die Abbildung, so wie die Beschreibung dieser Art sind nicht hinreichend, um eine 
nähere Bestimmung zu ermöglichen. 

Fundort nach Reuss Schillinge bei Bilin. 



*) Bölsche in Zeitschrift der deutschen geol. Gesellschaft. Band XVIII. pag. 469. 



Schlussbemerkungen. 



Die Vertheilung der Anthozoen auf die einzelnen Scliicliten unserer Ki'eideformation 
ist eine ähnliche, wie sie bei anderen Ordnungen der Kreidefauna auftritt. Ich hatte bereits 
am Ende meiner Abhandlung über Kreidespongien *) Gelegenheit gehabt darauf aufmerksam 
zu machen, dass die Mehrzahl der aus unserer ganzen Kreideformation bekannten Versteine- 
rungen im Cenoman voi'kömmt und dass in diesen Schichten oft Formen gesammelt werden, 
die im Auslande aus höheren Stufen bekannt sind. Und dasselbe bestätigt uns auch die Ver- 
theilung der Anthozoen. 

Die Korycaner Schichten (unser marine Cenoman) beherbergen etwa 84\ aller bei uns 
vorkommenden Anthozoen. Zu den häufigsten Versteinerungen dieser Schichten, welche ins- 
besondere in Lücken des Gneisses, Porphyrs und älterer Gesteine reich an Petrefaliten sind, 
gehören die Kalkglieder der Gattung Isis und Stichobothrion und dann Synhelia gibbosa, 
welche oft in unzähligen Exemplaren in den ausgiebigen Fundorten Velím, Siegesfeld, Kolin, 
Kamajk und Zbyslav gesammelt werden. Bei Korycan treten in ähnlicher Häufigkeit die ver- 
schiedenen Arten von Porites und Cordilites auf. 

Aus den Weissenberger und Malnitzer Schichten sind bishei' keine bestimmbare An- 
thozoen bekannt. Auch die Iserschichten sind an Korallen äusserst arm; bisher wurden nur 
2 Arten aus diesem Horizont konstatirt. 

Die Teplitzer und die Priesener Schichten steuerten zu dem mir vorliegenden Mate- 
riále nur mit 7 Arten bei, von denen auf die ersteren 3 und auf die letzteren 6 Arten ent- 
fallen. Zur Beleuchtung der geologischen Verhältnisse unserer Kreide tragen die Anthozoen 
nur in sehr geringem Maasse bei. 

Auch sie bezeugen, was bereits durch das Auftreten anderer Versteinerungen und in 
erster Reihe der Spongien bewiesen wurde, dass unsere cenomane Ablagerungen und das ins- 
besondere die Fundorte Zbyslav, Kamajk, Velím und andere einen ausgesprochenen Litoral-' 
Charakter besitzen, wogegen die höheren Stufen nach dem Mangel an Korallen zu schliessen 
Tiefseeablagei'ungen vorstellen. 

Es folge hier eine Übersicht der in diesem Aufsatze beschriebenen oder zur Sprache 
gebrachten Anthozoen nebst Angabe ihrer geologischen Vertheilung auf einzelne Schichten. 



*) Beiträge zur Kenntnis der Spongien der böhm. Kreideformation. Abhandl. der köngl. böhm. Gesell, 
d. Wiss. VI. Folge. B. 12 und VII. Folge B. 1. Abtheilung ni. pag. 38. 



57 



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0^ 



Alcyonidae 
Nepkthi/a cretacea Poč. 
Isidinae 

2 ists tenuistriata Reiiss. 

3 miranda Poč. 

4 Stichoboťhrion foveolatum Reuss 

5 solidům Poč. 
Helioporidae 

6 Heliopora Partschi Eenss sp. 

Poritidae 

7 Cordilites cretosus Reuss sp. 

8 Glenarea cretacea Poč. 

9 Pontes Michelini Reuss 

10 textilis Poč. 

11 spissus Poč. 

Eupsamidae 

12 Stephanophyllia celsa Poč. 

Cyclolitinae 

13 Cyclolites discoidea Blainv. 

Thamnastraeinae 

14 Micrahacia coronula Goldf. sp. 

15 Thamnastraea decipňens Mich. sp. 

16 Dimorphastvaea parallela Reuss sp. 

17 ? midtifida Reuss sp. 
Lophoserinae 

18 ! Placoseris Geinitzi Bölsche 

19 Cyathosens facilis Poč. 

Astraeinae 

20 I Leptophyllia patellata Mich. sp. 

21 ] sp. 
Astraeacae 

22 ? Heliastraea Barrandei M. Edw. 



58 



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23 Isastraea splendida Poč. 

24 sp. 

25 ? Latimaeandra maeandrinoides R. sp. 

Trochosmiliacae 

26 Trochosmilia compressa Lamk. sp. 

27 sp. I. 

28 sp. II. 

29 Parasmilia centralis Mant. sp. 

30 pussila Poč. 

31 ? rudis Reuss sp. 

Stylinaceae 

32 Stylina vadosa Poč. 

33 ? pideaUs Gein. sp. 

34 Cryptocoenia obscura Poč. 

35 Astrocoenia decaphylla Mich. sp. 

36 crihellum Poč. 
Oculinidae 

37 Placohelia rimosa Poč. 

38 SynhelUa gihhosa Goldf. sp. 

39 reptans Poč. 
Caryophyllaceae 

40 Caryophyllia cylindracaea Reuss sp. 

Troehocyathaceae 

41 Trochooyathus conulus Phil. sp. 

42 Harveyanus M. Edw. 

43 Anihophyllum conicum Eeuss 

44 Astraea distans ReuSS 

Summa . . . 



37 



INDEX. 



Bemerknng. Die hier aus der böhm. Kreide beschriebenen Arten sind durch liegende Schritt gekennzeichnet. 



Alcyonaiiii 16 

Alcyonidae 17 

Anthophylum conicum Reuss . . . 9, 11, 55 
cylindraceum Eeuss . . 9, 50 
explanatum R<^uss .... 9 

patellatum Mich 37 

rüde Eeuss 9 

truncatum Eeuss . . . . 9 

Aplocyathus conulus D'Orb 53 

Astraea decaphylla Mich 47 

decipiens Mich 33 

distans Eeuss 9, 55 

geometrica Gein 8 

macrocona Eeuss 8 

maeandi'inoides Eeuss . . 9, 10, 40 

magnitica Eeuss 47 

Michelini Reuss 10 

multiUda Eeuss 9 

parallela Eeuss 8, 34 

putealis Gein 45, 46 

reticulata Goldf 47 

rotula Goldi'. 46 

sparsa Mich 46 

terminaria Mich 46 

Astraeaceae 38 

Astraeidae 37 

Astraeinae 37 

Astrocoenia cribellum Poe 48 

decaphylla Mich, sp 47 

Tourtiensis Böl 48 



Calamopora catenifera Gein 8, 9 

Caryophyllacae 52 

Caryophyllia cylindracea Eeuss sp. . . . 52 

Lonsdalei M. E. H 52 

Chaetetes cretosus Eeuss 23, 24 

Coelosmilia laxa M. E. H 42 

Cordilites cretosus Eeuss sp 24 

Cryptocoenia antiqua D'Orb 46 

carantoniana D'Orb 46 

excavata D'Orb 46 

Fleuriana D'Orb 46 

Icauensis D'Orb 46 

neocomiensis D'Orb. ... 46 

obscura Poč 46 

rustica D'Orb 46 

Cyathina compressa 10 

conica Gein 10 

cylindracea Gein 10 

explanata Gein 10 

laevigata M. E. H. . 10, 52, 53 

Lonsdalei M. E. H 53 

rudis Gein 10 

Cyathophyllum sp 10 

Cyaihosens facüis Poe 36 

Haidingeri Eeuss 37 

raristella Eeuss 37 

Cyclolites corbierica Mich 31 

discoidea Blain 31 

hemispherica Mich 31 

Gyclolitinae 30 

8* 



60 



Cyclosmilia centralis D'Orb 43 

ludis D'Orb 10 

Diblasus 51 

Dimorphastraea parallela Reuss sp. . . . 34 
multifida Reuss sp. . . .55 

Diploria sp 38 

Eupsammidae 29 

Eusmilinae 41 

Favosites sp 10 

Fungia coronula Goldf. 9, 10, 32 

excavata Reuss 8 

Fungidae 30 

Funginella discoidea 31 

hemispherica 31 

Glenarea cretacea Poč 25 

Harmodites cretaceus Reuss 8, 9 

? Heliastraea Barrandei M. E. H. ... 39 

Heliopora coeridea L 23 

Partschi Reuss sp 22 

Helioporidae 22 

Isastraea oblonga M. E. H 39 

sp . .40 

splendida Poč 39 

Isidinae 17 

Isis foveolata Reuss 20 

miranda Poč 19 

tenuistriata Reuss 18, 22 

Latimaeandra maeandrinoides Reuss sp. . 40 

Leptophyllia patellata Mich, sp 37 

sp 38 

Lophoserinae 34 

Micrabacia coromda Goldf. sp 32 

Moltkia 20 

Monocarya centralis Lonsd 52 

Montlivaultia patellata M. E. H 37 

Mopsea 20 

Nephthya cretacea Poč 11, 17 

Oculina gibbosa Goldf. 9, 50 

Oculinidae 48 



Oulophyllia Reussiana D'Orb 10 

Parasmilia centralis Reuss sp 43 

pussila Poč 44 

? rudis Reuss sp. .... 55 

Phylocoenia macrocona D'Orb 10 

Placohelia rimosa Poč 49 - 

Placoseris Geinitzi Bölsche 35 

Polyphyllia patellata D'Orb 37 

Polytremacis Partscbi Reuss 22 

Porites Michelini Reuss ... 9, 11, 26, 29 

spissus Poč 28, 29 

textilis Poč ■. . 27, 29 

Poritidae 23 

Pseudochaetetes 9 

Stephanophyllia Bowerbanki M. E. H. . . 30 

celsa Poč 30 

imperialis Reuss .... 30 
Stichohothrion foveolatum Reuss sp. . . . 20 

solidům Poč 21 

Stylina Ploti M. E. H 45 

? putealis Gein. sp 45 

vadosa Poč 44 

Stylinaceae 44 

Synhellia gibbosa Goldf. sp 50 

reptans Poč 50 

Thamnastraea confusa Reuss 33 

decipiens Mich, sp 33 

Thamnastraeinae 31 

Trochocyathacae 53 

Trochocyathus conulus Phil, sp 53 

Harveyanus M. E. H. , . . 54 
Trochosmilia compressa Lam sp. .... 41 

sp 41, 42 

tuberosa M. E. H 42 

Trochosmiliacae 41 

Turbinolia centralis Reuss 8, 43 

— var parvula Reuss .... 8 

compressa Lam 10, 35 

conulus Mich 9,53 

Turbinolidae 51 



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Erklärungen zur Tafel I. 



1. a—f Stichohothrion solidům Poč. Kalkglieder in natür. Grösse, von Zbyslav. 

2. Heteropora Partschi Eeuss sp. von Radovesnitz. 
a Oberfläche in 25iaclier Vergrösserung. 

h Korallenstock in natür. Grösse. 

3. Cordüites cretosus Reuss sp. von Korycan. 

a Tangentialer Dünnschliff in ISOfacher Vergrösserung. 
h Radialer Dünnschliff ISOmal vergr. 
c und d Korallenstöcke in nat. Grösse. 

4. Porites Michelini Reuss sp. von Korycan. 
a Tangentialer Dünnschliff 25mal vergr. 

h Radialer Dünnschliff 25mal vergr. 

5. Porites spissus Poč. von Korycan. 

a Tangentialer Dünnschliff' in 25facher Vergr. 
h Radialer Dünnschliff 25mal vergr. 

6. Porites textilis Poč. von Bilin. 

ö Tangentialer Dünnschliff lOmal vergr. 
h Radialer Dünnschliff lOmal vergr. 

7. Stephanophyllia celsa Phil. sp. von Vtelno. 
a Obere Seite 6inal vergr. 

b Unterseite 6mal vergr. 

8. Trochocyathus conulus Phil sp. von Třiblitz. 
a — c Korallenstöcke in nat. Grösse. 

d und e Kelchöffnung 6mal vergr. 

9. Trochocyathus Harveyanus Milne Edwards & Haime von Leneschitz. 
a Seitenansicht. 

b Kelchöffnung; beides 2mal vergr. 



Ph. Počta: Anthozoen der böhm. Kreide. 



Taf.l. 



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Autorad nat. delin. 



Kk.HofliiUcjtaphie A.Haase.Ptbc. 



Erklärungen zur Tafel IL 



1. Dimorphastraea paraüela Keuss sp. von Kamajk. Radialer Dünnschliff durch einen 
Kelch 6mal vergr. 

2. Cyathoseris facilis Poe. von Koiycan. 

a Die Offnungen der Kelche in nat. Grösse. 
h Dünnschliff in 6mal Vergr. 

3. Isastraea splendida Poe. von Korycan. 
a Die Oberfläche 8mal vergr. 

b Dünnschliff 6mal vergr. 

4. Cryptocoenia obscura Poe. von Radovesnitz. Radialer Dünnschliff' 6mal vergr. 

5. Ästrocoenia cnbellum Poč. von Mlikojed. Radialer Dünnschliff durch einen Kelch 
25mal vergr. 

6. Ästrocoenia decaphylla Mich. sp. vom Sandberg bei Teplitz. Oberfläche 6mal vergr. 

7. Placohelia rimosa Poč. von Kuttenberg. Ein Kelch im Dünnschlifl' 6mal vergr. 

8. Synhelia reptans Poč. von Korycan. Dünnschliff lOmal vergr. 

9. Carophyllia cylindracea Reuss sp. von Kamajk. Fünf verschiedene Altersstadien. 

10. Trochosmilia sp. von Priesen. Ein näher nicht bestimmbarer Kelch in nat. Grösse. 

11. Stylina vadosa Poč. von Mlikojed. Einige Kelche im Dünnschliff' 6mal vergr. 

12. Synhelia gibhosa Goldf. sp. von Kamajk. Dünnschliff aus einem kleinen Kelche 
6mal vergr. 



Ph. Počta: Anthozoen der böhm. Kreide. 



Taf II. 






X ■ 




Autor ad nat.delin. 



K.k.Hotlilhographie A.Haase,Prag. 



STUDIEN 



AN 



ECHINODERMEN 



DER 



BÖHMISCHEN KREIDEFORMATION. 



Nr. I. 

DIE IHREGULÄREIT ECHIITIDEIT DEH CEITOMAITSTUFE 



VON 



OTTOMAR NOVÁK. 



(Mit Tafel I-UI.) 



(Abhandlungen der k. böhm. Gesellschaft der Wissenschaften. — VII. Folge, 2. Band.) 

(Mathematisch-naturwissenschaftliche Classe Nr. 2.) 



PRAG. 

Verlag der königl. böhm. Gesellschaft der Wissenschaften. — Druck von Dr. Ed. Grégr. 

1887. 



Einleitende Bemerkungen. 

Vor etwa sieben Jahren übernahm ich als Assistent am Prager Lantlesmuseum 
die Aufgabe, die Echinodermen der böhmischen Kreideformation zu bestimmen und 
in die bereits bestehende Sammlung der Kreidefossilien dieses Landes einzureihen. 

Das einschlägige, mir zu diesem Zwecke anvertraute Material wurde grössten 
Theiles von Herrn Prof. Fritsch gesammelt, und ist mii- mit Angabe der blossen 
Fundorte sowie auch der localen Schichtenbenennung übergeben worden. Später hatte 
ich dann und wann Gelegenheit einzelne Fundorte selbst zu besuchen, und so das 
bereits Gesammelte einigennassen noch zu vermehren. 

Als ich aber zur Lösung meiner Aufgabe herantrat, kam ich bald zu der 
Überzeugung, dass ein grosser Theil des vorhandenen Materials keine verlässliche 
Bestimmung ziüässt und daher zu wissenschaftlichen Zwecken nicht besonders ver- 
werthet werden könne. 

Obwol einzelne Fundorte, wie namentlich die vielgenannten cenomanen, Con- 
glomerat- und Kalkschichten (Korytzaner-Schichten) der Umgebung von Teplüs, Prag, 
Kolin, Časlau, Euttenberg etc. sehr reich an Echinodermen sind, liegen doch fast 
ausschliesslich nur Schalenbruchstücke verschiedener Gattungen und Arten, deren Zu- 
sammenhang schwerlich zu ermitteln sein wird, untereinander gemengt vor. Nui* in 
verhältnissmässig sehr seltenen Fällen ist es gelungen einzelne Formen nach vollstän- 
digeren Stücken sicherzustellen. 

Die meisten Fundorte cenomaner Echinodermen wie : Pankrats, Tyssa, KoryUan, 
Holubitz, IVemyschlan, Čičowits etc. liefern meist nur Steinkerne, die kaum eine ver- 
lässliche Bestimmung der Gattung zulassen. 

Die unterturonen Weissenberger und , Malnitzer Schichten sind überhaupt sehr 
arm an Echinodermen und bieten meist ganz verdi'tickte Steinkerne von Spatangiden 
und Cassiduliden sowie auch einzelne Stacheln und Täfelchen von Cidariden dar. 

Die oberturonen, den Scaphiten-Plaenern Norddeutschlands gleichzustellenden 
Teplitzer Schichten geben verhältnissmässig das beste Material ab. Die dieses Niveau 
charakterisirenden Formen wie: Eolaster planus, Micraster hreviporus, Cyphosoma 
(Phymosoma) radiatum, etc. sind in den meisten Fundorten durch eine gute Anzahl 
leicht erkenntlicher Exemplare vertreten. 

Ein minder gut erhaltenes Material findet man in den bald sandigen, bald 
kalkigen Iser schichten. Doch lieferten einzelne Fundorte namentlich die Gegend von 
Mscheno und Cliorousdiky ein gutes Vergleichsmaterial, so zwar, dass es mir gelungen 
ist eine Anzahl charakteristischer Formen zu fixiren. Per analogiam konnten dann 
dieselben Arten, in anderen Fundorten, deren Material sich für die Erhaltung der 
eingeschlossenen Thierreste noch ungünstiger gestaltete, wieder erkannt werden. Dies 
gilt namentlich von der kalkig-sandigen Facies der Iserschichten der Gegend von 
Chotzen, woselbst einzelne Formen, wie Hemiaster, Cardiaster und Micraster zu 
Tausenden vorkommen. 



Die senonen BacuUtenťhone (Priesener Schichten) lieferten blos einzelne, seltene, 
ganz flach gedrückte Fragmente von Micraster*) und Hemiaster**), bei denen jeder 
Versuch, sie verlässlich zu bestimmen scheiterte. 

Doch ist es mir gelungen, eine wichtige Form, nämlich Cidaris seeptrifera 
Mant. sicherzustellen. Von dieser Art sind mir einzelne verkieste Stacheln und Coro- 
naltäfelchen aus der Gegend von Parduhitz, LenescMc bei Laun und anderorts bekannt. 

In dem obersten Quader der böhmischen Kreide, den Chlomeker Schichten, 
sind bis jetzt bloss Steinkerne von Spatangiden (wahrscheinlich zu Cardiaster gehörig) 
sowie auch einzelne Bruchstücke von Cidariden (meist nur Stacheln) gesammelt worden, 
die vorderhand gänzlich bei Seite gelegt werden mussten. 

Es ist nun einleuchtend, dass bei einem derart schlecht erhaltenen Material, 
sowie auch bei dem sich in den sämmtlichen Prager Bibliotheken fühlbar machenden 
Literaturmangel, die mir übertragene Aufgabe nur sehr langsam von Statten kam. 
Da ausserdem während dieser Zeit meine freien Stunden auch anderweitig vielfach 
in Anspruch genommen wurden und da ich mich in den vier letztverflossenen Jahren 
den Ai'beiten in der Barrande'schen Sammlung gänzlich widmen musste, konnte an 
die Ausführung meines ursprünglichen Planes, die Echinodermen der böhmischen 
Kreideformation gründlich durchzuarbeiten, gai' nicht gedacht werden. 

Ich benutzte nun die heurigen Ferien dazu, wenigstens einen Theil des von 
mir bereits gesichteten Materials zu revidiren und wählte zu diesem Zwecke vorläufig 
bloss die irregulaeren Echiniden unserer Cenomanstufe. Diese Partie habe ich dess- 
wegen gewählt, weil ich aus diesem Niveau an Material nichts mehr zu erwarten 
habe, anderseits aber, weil ich meine Ai'beit mit den ältesten Repräsentanten der 
böhmischen Kreideechiniden beginnen wollte. 

Es sind also die vorliegenden Blätter bloss als ein, vielleicht sehr mangelhaftes 
Resultat meiner vor einigen Jahren in Angriff' genommenen, und seit dieser Zeit 
gänzlich aufgegebenen Studien im Gebiete der böhmischen Kreideformation zu be- 
trachten. 

Sollte es mir jedoch mit der Zeit gelingen, ein vollständigeres und zahl- 
reicheres Material zu sammeln, werde ich mir erlauben, die nöthigen Zusätze nach- 
zuliefern. 

Was nun die den Text begleitenden Zeichnungen betrifft, hatte ich ursprünglich 
nicht die Absicht, die sämmtlichen in den folgenden Blättern in Betracht gezogenen 
Formen abzubilden ; doch wurde ich dazu von vielen Seiten desswegen aufgefordert, 
damit auch den am Lande wohnenden Freunden und Sammlern böhmischer Ki'eide- 
fossilien Gelegenheit geboten werde, die ihrerseits gesammelten Echiniden nach Mög- 
lichkeit zu erkennen und zu bestimmen. 

Bevor ich zur Schilderung der oben bezeichneten Echiniden des böhmischen 
Cenomans übergehe, soll es nicht unterlassen werden, diejenigen Schriften, welche in 
irgend welcher Richtung sich auf böhmische Kreideechinodermen beziehen, in chrono- 
logischer Reihenfolge zusammenzustellen. 



*) Micraster cor anguinum nach Gümbel. (N, Jahrb. 1867. p. 797.) 
**) Hemiaster Regulusanus nach Geinitz (Eibthalgebirge II. p. 15. Taf. 5. fig. 2. a-b.) 



' Geschichte der Literatur 

der böhmischeii Kreideechinodermeii. 



1826. In Goldfiiss Petref. Gerin. p. 157. wird erwähnt, dass Spatangus cor angui- 
num im Plaenerkalke von Sachsen und Böhmen, sowie auch in dem darunter liegenden Quader- 
saudsteine sich vorfinde. 

In Folge dieser Bemerkung wurden die im oberen Plaener der genannten Länder 
häufig auftretenden Formen : Mkraster cor testicdinarium und M. breviporus allgemein als Micr. 
coranguinum bestimmt, wie dies auch schon in Geinitz Eibthal. IL p. 12 hervorgehoben wurde. 

1839. Professor H. B. Geinitz führt in seiner „Charakteristik der Schichten und Pe- 
trefakten des sächsich-bohmischen Kreidegebirges" pag. 89 — 91 und Index pag. XIX — XX fünf- 
zehn in dem genannten Gebiete vorkommende, auf die Thiergruppe der Echinodermen ent- 
fallende Formen an. 

Von den sämmtlichen citirten Formen werden 9, als den beiden Ländern gemeinsam, 
und eine, nämlich : Pygorhynchus conoideus A. Rom. als bloss in Böhmen vorkommend angeführt. 
Es waren also, nach Professor Geimiz' Beobachtungen aus den Kreidegebilden Böhmens bloss 
die in der nachstehenden Liste aufgezählten Formen bekannt. 

Von diesen werden jedoch bloss die drei erstgenannten auf 1. c. Taf. XXII. abgebilde t, 
die übrigen dagegen nur im Texte beschrieben. 

Wegen leichterer Orientirung wird es zweckmässig erscheinen der alten Liste die 
jetzigen Bezeichnungen beizufügen. 



Alte Benennung 



Fundort 



Jetzige Bedeutung 



Apiocrinites ellipticus Mill. 



Luschitz 



Comatula sp. Neudorf, Postelberg 

Cidaris vesiculosa Goldf. Tysa, Bilin, Hundorf 
Cyphosoma granulös. Goldf. i Hundorf, Kutschlin 



Mesocrinus Fischeri Gein. sp. 

zum Theil*) 

? 

Cidaris cnf. vesiculosa Goldf., etc. 
Cyphosoma radiatum Sorignt. 



*) Die Bezeichnung Mesocrinus Fischeri H. Carp. {Äntedon li^cheri Gein. Elbthal. 11. p. 18. Taf. 6. fig. 9) 
bezieht sich jedenfalls bloss auf die von Reuss (Versteinerungen p. 59) im oberen Plaenerkalk (Krön- 
dorf, Koschtitz, etc.) beobachteten Stücke. — Vergl. auch Herbert Oarpenter Quart. Journ. G. S. 1881. 
p. 128. PI. VI. fig. 1—2. 



Alte Benennung 



Fundort 



Jetzige Deutung 



5 

6 

7 
8 

9 
10 



Pygorhynchus conoid.Röm. 

Catopygus carinatus Goldf. 

Cassidulus lapis cancri Lam 

Micraster cor anguinum Lam, 

Holaster granulosus Goldf. 
Ananchytes ovata Lam. 



Pankratz 

Tysa, Postelberg, Lim- 
bach-Kaltenbach 

Postelberg 

Hundorf 

Limbach-Kaltenbach, 

Kreibitz Hohe-Schnee- 

berg 

Hundorf 



Pygurus lampas de la Beche sp. 
Catopygus cnf. Albensis Gein. 

Nucleolites Bohemicus Nov. 

Micraster breviporus Ag., 
Micraster cor testudinarium Goldf. 

Cardiaster granulosus Goldf. sp. 

Holaster planus Mantell sp. 



1840. A. E. Reuss veröffentlichte den ersten Band seiner „Geognosfischen Skizzen 
am Böhmen.'' In diesem Bande, welcher namentlich der geognosfischen Schilderung der Um- 
gehungen von Teplitz vnd Bilin gewidmet ist, wird auf pag. 57 — 79 eine, der damaligen 
Kenntniss der Lagerungsverhältnisse unserer Kreideschichten entsprechende Skizze entworfen. 
Unter den diese Schichten charakterisirenden Fossilien werden auch einzelne Echiniden an- 
geführt. Die als Cidaris variolaris, Ananchytes sp. und Micraster cor anguinum bestimmten 
Formen, werden besonders hervorgehoben. (Vergl. pag. 63 — 65). Ausserdem werden aus den 
verschiedenartigsten Gebilden einzelne Coronalplatten und Stacheln diverser Cidariden er- 
wähnt (Vergl. Zusätze pag. 294 — 298). 

1844. Im Uten Bande der geognostischen Skizzen aus Böhmen veröffentlicht prof. A. 
E. Reuss eine „ Tabellarische Zusammenstellung der Kreidepetreýacten und ihres Vorkommens in 
den verschiedenen Schichten der böhmischen Kreideformation." 

Die nachstehende Liste gibt eine Übersicht der sämmtlichen, dem Autor damals be- 
kannten Kreideechinodermen (vergl. 1. c. p. 141). 

Liste der in Reuss' „Geognostischen Skizzen II." zusammengestellten 

Kreideechinodermen. 



Nr. 



Gattungen u. Arten 



ob. a 

'S! 

Co 






o s 
o 



s 



•3 



O 






d -^ 

P^ CO 

ü£ra 

ixiaj 



3 "3 






Apiocrinites ellipticus Mill. 

Pentacrinites sp. indet. 

Asterias quinqueloba Goldf. 

Ophiura serrata Rom. 



Kr.Ktz.*) 
K. Sn 



Ktz. 



L.Pr 



L.Kz 



K. 
K. 



Hk, 



D. 



Tz. 

Tz. 

Tz. 



*) B zz: Bořen, D ^ Drahomyschl, Do =: Debrno, Du ■= Dux, (?/ = Grossdorf, S =: Hundorfj 
Sk =: Hrádek, Ho =z Holubitz, K = KutschZin, Kr ^ Kröndorf, Kt =: Kostenblatt, Ktz =z Koschiitz, 



Nr. 


Gattungen u. Arten 


cb.S 
Ot3 


s 


60 
Ui 

a 

CD 

a 

■.tä 

S 


Conglomerat- 
Schichten 


»•3 


1 

a 
■Ž.B 

S 


So 


u.B 


ö.a 

bJ0T3 
<= Ö 

X a 


2-9 

^^ VI 
U 03 


fc4 

0) 

1 


5 


Comatula Geinitzi Kss. 




Kt. 




















6 


Comatula sp. indet. 


. 


Ktz. 




















7 


Cidaris clavigera König 


• 


B. 




Ttz. 

Seh. 

K. 
















8 


Cidaris nobilis Mühst. ? 


. 


Ktz. 




















9 


Cidaris vesicula Goldf. 


• 


H. K. 

Du. Sn. 

Ln. Kr. 

Ktz. 


Pr. 

Ky. 


K. 


Gf.K. 
Do. 
Ho. 




• 


• 


• 


T.R. 


Tz. 
Me. 


10 


Cidaris papillata Mant. 


. 


. 




Seh. 


. 


. 


, 


, 


. 


, 


Tz. 


11 


Cidaris sp. indet. 


. 


. 


. 


K. 
















12 


Cyphosoma granulosum Ag. 


• 


H. K. 

Sn. Trz. 

Ktz. 




















13 


Tetragramma variol. Brongn. 


. 


Sn. 


. 


. 


K. 














14 


Catopygus carinatus Goldf. 


• 


• 


• 


, 


, 


• 


, 


, 


D. 


T. 




15 


Nucleolites sp. indet. 


. 


, 


. 


, 


, 


, 


, 


, 


, 


, 


Tz. 


16 


Cassidulus lapis cancri Lam. 


• 


- 


• 


• 


• 


• 


• 


• 


D. 


• 


Me. 


17 


Micraster cor anguin. Goldf. 


. 


H. K. 

Sn. Kt. 


L.Ky. 


Ttz. 


. 


Tz. 


M. 


• 


. 


Wn 




18 


Holaster subglobosus Leske? 


. 


, 


Kz. 


















19 


Holaster granulosus Ag ? 


Schg. 






















20 


Ananchytes ovata Lamk. 


• 


H. K. 

Sa. Trz. 

Po 


L. 


















21 


Ananchytes corculum Goldf. 


* 


Po 





















1845—46. In Prof. A. E. Reuss „Versteinerungen d. böhm. Kreideformation" werden 
Eehinodermen nur vorübergehend behandelt. 

Im Ganzen werden 21, in der nachstehenden Tabelle übersiehtlich zusammengestellte 
Formen unterschieden. 



Ky z=z Kystra, ZizzKautz, i =: Luschitz, XnzzLaun, ilíř=:Malnitz, il/e rz Meronitz, Po = Pokratiz, 
Pr = Priesen, It — Rosenthal, Seh. := Schillinge, Schg = Schneeberg, Sn = Sauerbrunnberg, T =z Tyssa, 
T,-z — Třembschitz, Ttz = Teplitz, Tz = Třiblitz, Wn Webergchan. 



Übersicht der in Reuss' „Versteinerungen der böhmischen Kreideformation" 

angeführten Echinodermen (1846). 



Nr. 



Gattunseu u. Arten 



cä 



Tafel 



Figur 



Die wichtigsten Fundorte 
nach Reuss 



10 
11 

12 
13 
14 
15 

16 
17 
18 
19 
20 

21 



Micraster cor auguinum, Ag. 

Holaster subglobosus, Ag. 
Holaster granulosus Goldf. 

Ananchytes ovata, Lam. 

Ananchytes corculum, Goldf. 
Catopygus carinatus, Ag. 

Cassidulus lapis cancri, Lam. 

Cidaris vesiculosa, Goldf. 



Cidaris clavigera, König. 

Cidaris papillata, Mant. 

Cidaris armata, Ess. 

Cidaris exigua, Rss. 

Cyphosoma granulosum, Goldf. 

Tetragramma variolare, Ag. 

Goniaster quinquelobus, Ag. 

Goniaster marginatus, Rss. 

Ophiura serrata, A. Rom. 

Comatula Geinitzi, Rss. 

Pentacrinus lanceolatus, A. Rom. 

Bourgueticrinus ellipticus, d'Orb. 

Apiocrinites ? 



56 

56 
56 

56 

56 
56 

56 

57 

57 

57 
57 
58 
58 
58 
58 
58 
58 
59 
59 
59 



XX 



XX 

XX 
XX 

XLII 

XX 

XLIII 

XLIII 

XX 

XX 

XX 



14—16 



17-19 21 

22 

23—25 

1-2 

20 
19-32 
15-18 

26 

27 

28-33 



XLIII 33— 35 



überall im ob. Pläner, ferner 
Schillinge, Bořen, Luschitz, Ky- 
stra, Teplitz, Malnitz. 

Plänermergel von Kautz. 

Hohe Schneeberg, Limbach-Kal- 
tenbach. 

überall im ob. Pläner, Hun- 
dorf, Kutschlin, Bilin, Luschitz, 
Priesen. 

Ob. PI. Pokratitz. 

Ex. S. Drahomyschl ; U. Q. Tysa 
und Pankratz. 

Ex. S. Drahomyschl , Pyrop. 
führendes Congi. von Měronitz. 

Schillinge, Weisskirchlitz, Kosch- 
tic, Hundorf, Priesen, Luschitz, 
Kystra, Holubitz, Tysa, Rosen- 
thal, Triblitz, Měronitz. 

Schillinge, Weisskirchlitz, Bo- 
ren, Kutschlin, 

Koschtie, Krsina. 
Schillinge, Weisskirchlitz. 
Weisskirchlitz. 
Hundorf, Kutschlin. 
Kutschlin, Luschitz. 
Sauerbrunnberg b. Bilin. 
Weisskirchlitz. 
Pyropensand v. Triblitz. 
Kostenblatt. 
Kutschlin. 

Kutschlin, Schillinge, Kröndorf, 
Koschtie, Weisskirchlitz, Lu- 
schitz, Priesen, Triblitz. 

Weisskirchlitz. 



9 

Da nun, wie aus dieser Tabelle hervorgeht, in Prof. Reuss Arbeit von irregulaeren 
Echiniden gar nichts abgebildet wird, von regulaeren jedoch bloss einzelne Stacheln und Coro- 
naltäfelchen von Cidariden, so wird es in den meisten Fällen schwer fallen, die vom Autor 
bestimmten Formen wieder zu erkennen. 

Es wird daher nicht ohne Interesse sein, den von Reuss citirten Formen nachstehends 
einige Bemerkungen beizufügen. 

1. Mkraster cor anguinum Ag. wird 1. c. p. 56 nicht nur aus dem Senon {Luschitz, 
Kystra)^ sondern auch aus dem Twon {„Häufig und überall im oberen Plaenerkalk"), ja sogar 
aus cenomanen Ablagerungen (Schillinge und Bořen) angeführt. Hiezu muss bemerkt werden, 
dass mir aus den unzweifelhaft senonen Ablagerungen Böhmens (Priesener und Cklomeker 
Schichten) bis jetzt kein einziger Echinide bekannt ist, der mit dieser Art übereinstimmen würde. 
— Was nun die aus dem „oberen Plaenerkalk" (Teplitzer Schichten)^ stammenden Stücke be- 
ti'iift, so sind dieselben zum Theil auf Micraster breviporus, zum Theil aber auf Micr. cor te- 
sUidinarium zurückzuführen. — Welcher Gattung und Art die dem Unt. Plaener der Schillinge 
entnommene Form angehören mag, bleibt vorderhand unentschieden, und dies um so mehr, 
als dieser Fundort nunmehr als gänzlich ausgebeutet zu betrachten ist. 

2. Holaster subglobosus Ag. Diese Form wird von Reuss aus dem Plaenermergel von 
Kautz angeführt. Die Bestimmung ist schon insofern unrichtig, als der erwähnte Plaenermergel 
den senonen Priesener Schichten angehört. Hol. subglobosus aber nur aus dem Cenoman be- 
kannt ist. 

3. Holaster granulosus Goldf. ist auf Cardiaster (Spatangus) granulosus Goldf. =: Car- 
diaster ananchytis d'Orb. zurückzuführen. *) 

4. Ananchytes ovata Lam., konnte in Böhmen bis jetzt nicht sichergestellt werden, 
doch ist es möglich, dass einzelne, selten vorkommende und immer flachgedrückte Exemplare 
der Priesener Schichten sich auf diese Art beziehen. Dagegen stimmen die von Hundorf 
angeführten Exemplare mit Holaster planus vollkommen überein. 

5. Von Ananchytes corculum Goldf. erwähnt Reuss blos folgendes: „Sehr selten im 
oberen Plaenerkalk von Pokratitz". In diesem, den Teplitzer Schichten entsprechenden Niveau 
sind bis jetzt keine Ananchyten bekannt. Dagegen kenne ich aus diesem Niveau einen Offaster, 
der mit 0. corculum Goldf. sp. viel Ähnlichkeit zeigt, und mit dem Reuss'schen Echiniden 
identisch sein dürfte. Das vorliegende Exemplar stammt von Hundorf und wurde mir von 
Herrn Prof. Laube mitgetheilt. **) 

6. Catopygus carinatus Ag. Diese Alt wird von Reuss aus dem Cenoman von Tyssa 
und Pankratz, sowie auch aus dem turonen Exogyrensandstein von Drahomyschl (Malnitzer 
Schichten) angeführt. Aus den beiden erstgenanten Fundorten habe ich leider keine Exemplare 
gesehen, und ist mir daher nicht möglich über dieselben meine Meinung endgültig auszu- 
sprechen. Aus den ebenfalls cenomanen Kalkschichten von Korycan, sowie auch aus den Con- 
glomeratschichten von Přemyschlan bei Prag kenne ich dagegen 5 Exemplare, die mit den 
Pankratzer und Tyssaer Stücken identisch sein dürften. Erstere sind sehr breit, vorne gerundet 



*) Schlüter. Yerhandl. d. nat. Ver. Eheini. und Westphalen. XXVI. Jahrgang p. 252. 
**) Dieses Stück befindet sich in der Sammlung des deutschen Polytechnicum in Prag. 

2 



ÍO 

und haben ein mehr centrales Peristom als die typische Essener Form. Es ist daher an eine 
Indentifizirung derselben mit C. carinatus nicht zu denken. — Die aus dem Exogyrensandstein 
von Drahorayschl stammenden Stücke stimmen jedoch mit den von Geinitz als C. Alhensis 
aus dem unteren und mittleren Quader Sachsens beschriebenen Exemplaren vollkommen 
überein. ' 

7. Cassidulus lapis cancri Lam. kommt in Böhmen entschieden nicht vor. Die von 
Eeuss unter diesem Namen aus dem Eixogyrensandstein von Drahomyschl angeführten Stücke 
sind Nucleoliten, die von mir als Nudeolites Bohemicus bezeichnet wurden. (Vergl. Fritsch 
Studien etc. Nr. III. IserscMchten p. 132 fig. 123.) 

8. Cidaris vesiculosa Goldf. Unter diesem Namen werden von Reuss Stacheln nicht 
nur von cenomanen, sondern auch von turonen und senonen Cidariden zusammengefasst. Der 
von Beuss auf 1. c. Taf. XX. Fig. 14 abgebildete Stachel aus dem Unteren (cenomanen) Plaener 
von Bořen steht dieser Art jedenfalls am nächsten und ist allerdings mit dem von Geinitz 
Elhihal. I. Taf. 14. Fig. 14. abgebildeten identisch. Ob nun die sämmtlichen in Geinitz 1. c. 
abgebildeten, aus dem unteren Plaener von Plauen stammenden und mit den böhmischen 
Formen genau übereinstimmenden Stacheln und Coronaltäfelchen, sämmtlich auf C. vesiculosa 
zu beziehen sind, mag vorläufig dahingestellt bleiben, da selbst die Goldfuss'schen Abbildungen 
(selbst wenn man von der in Goldfuss Atlas Taf. XL. Fig. 2 i und k abstrahirt) auf ver- 
schiedene Arten hindeuten. Die in Gesellschaft mit den fraglichen Stacheln im cenomanen 
Plaenerkalke der Schillinge., von Weisskirchlitz, Kamajk, Zhyslav etc. vorkommenden Goronal- 
täfelcTien geben wenig Anhaltspunkte, da sie einerseits nicht im Zusammenhange vorkommen 
und Jedenfalls verschiedenen Arten angehören. Es ist daher das Vorkommen von C. vesiculosa 
Goldf. selbst im Cenoman Böhmens noch nicht ganz sichergestellt. — Der von Reuss l. c- 
Taf. XX. Fig. 16 ebenfalls als zu C. vesictdosa gehörig gedeutete Stachel, ist eine seltene 
Form, und kann hier nicht in Betracht gezogen werden. — Dagegen stimmt der in Fig. 15 
abgebildete, aus dem senonen Plaenermergel von Luschitz stammende, -sehr gut mit C. sceptri- 
fera Mant. überein (Vergl. Cotteau Pal. franc. Terr. crét. VII. p. 251.) 

9. Cidaris clavigera Kön. Die mit dieser Art identifizirten Stacheln aus dem Geno- 
man der Schillinge und von Weisskirchlitz gehören bekanntlich zu C. Sorigneti Des. Dagegen 
scheinen die von Reuss l. c. Taf. XX. Fig. 21 abgebildeten Coronaltäfelchen einer noch nicht 
beschriebenen Art anzugehören, jedenfalls haben sie aber mit C. clavigera nichts zu thun. *) 

10. Cidaris papillata Mant., kommt nach Reuss im C/mi. Plaener und im Plaener- 
mergel vor. Die aus dem letzteren stammenden Stacheln sind von Geinitz (Elhtkalgeb. IL 
p. 7) mit C. Reussi Gein. von Cotteau (Pal. Franc. Vol. VII p. 257) jedoch mit C. subvesi- 
culosa d'Orb. zusammengezogen worden. Der Zusammenhang der aus dem Unt. Plaener (Ceno- 
man) stammenden Stacheln (Reuss l. c. Taf. XX. Fig. 22 a, b, c) ist ganz zweifelhaft. 

11. Cidaris armata Rss. Diese aus dem Cenoman der Schillinge und von Weiss- 
kirchlitz stammende Form wurde von Geinitz**) mit C. subvesiculosa d'Orb. zusammengezogen. 



*) Cotteau bringt diese Täfelchen mit C. serrifera Mantell in Zusammenhang [Pal. Fran<;. Terr. crét. Vol. 
VII. p. 293 PI. 1071. Fig. 5 — 15.) Letztere ist aber eine senone Form, die wie später gezeigt werden 
soll, von der fraglichen böhmischen Art sehr verschieden ist. 
**) Eibthal n p. 6. 



11 

Da ich aber Grund habe die fraglichen Formen als verschieden aufzufassen, glaube ich vor- 
läufig die von Reuss gewählte Bezeichnung aufrecht erhalten zu müssen. 

12. Cidaris exigua Rss. Ist auf ein unvollstcändiges, und daher ganz werthloses Coro- 
naltäfelchen gegründet, welches überdies der Gattung Cidaris gar nicht angehört. Es muss 
daher diese Bezeichnung eingezogen werden. 

13. Cyphosoma granidosum Goldf. in Reuss l. c. p. 58. aus dem Scajohiten-Plaener 
von Hundorf fällt jedenfalls mit Cyphosoma radiatmn Sorig. *) zusammen. 

14. Tetragramma variolare Ag. bezieht sich wahrscheinlich auf Pseudodiadema va- 
riolare Brongnt., wenigstens wird diese Art auch von Schlüter **) aus dem böhmischen Ceno- 
man angeführt. 

Aus diesen Bemerkungen ergibt sich nun folgende Zusammenstellung der von Reuss 
1846 citirten böhmischen Kreide-Echiniden. ***) 



Bestimmungen nach Reuss 



Jetzige Deutims 



10 

11 
12 
13 
14 



Micraster cor anguinum 



Ag. 



Holaster subglobosus Ag. 
Holaster granulosus Goldf. 
Ananchytes ovata Lam. 
Ananchytes corculum Goldf. 
Catopygus carinatus Ag. 
Cassidulus lapis cancri Lam. 

Cidaris vesiculosa Goldf. 
Cidaris clavigera Kön. 

Cidaris papillata Mant. 

Cidaris armata Rss. 
Cidaris exigua Rss. 
Cyphosoma granulosum Goldf. 
Teti-agramma variolare Ag. 



=: Zum Theil Micraster hreviporus Ag., zum 
Theil einige andere noch nicht mit 
Sicherheit bestimmte Formen, f) 

=: Wurde in Böhmen nie vorgefunden. 

=: Cardiaster granulosus Goldf. sp. 

^ Zum Theil Holaster planus Mart. sp. 

=: Off aster sp. 

= Catopygus cnf. Alhensis Gein. 

■=z Nucleolites Bohemicus Nov. 

{Cidaris cnf. vesicul. Goldf. zum Theil auch 
Cidaris sceptrifera Mant. 

Í Cidaris Sorigneti Des. zum Theil auch 

\ Cidaris nov. spec. 

{Cidaris Reussi Gein. vielleicht auch 
Cidaris suhvesicidosa d'Orb. 

r: Cidaris armata Rss. 

=: werthloses, unbestimmbares Coronaltäfelch. 

•=. Phymosoma radiatxcm Sorig. sp. 

:= Pseudodiadema variolare Brongt. 



*) Phymosoma radiatum nach Schlüter (Abhandl. zur geol. Karte von Preussen etc. Band. IV. Heft 1. 1883. 
pag. 31.) 
**) Ibid. p. 41. 
***) Die Eeuss'schen Originale sind leider nicht zu eruiren. Einige von Meuss seibat bestimmte Echiniden 
befinden sich in der Sammlung der böhm. Universität zu Prag und im k. k. Hofmuseum zu Wien, 
t) Einige von diesen Formen stehen jedenfalls der Gruppe des Micraster cor tesludhiarium sehr nahe und 
werden jetzt fast allgemein mit dieser Art. identificirt. 

2* 



12 



1846. In Prof. Geinitz' „Grundriss der Versfeinerungskunde" werden aus der böhmi- 
schen Kreide folgende Echinodermen angeführt: 



Ältere Bestimmungen 



Jetzige Deutung 



Cidaris clavigera 
Cidaris granulosa 
Catopygus carinatus 
Ananchytes ovata 



König (Unter. Plaener) 
Goldf. (Plaener v. Teplitz) 
Goldf. (Tyssa, Drahomyschl) 
Lam. (Plaener v. Teplitz) 



Micraster cor anguinum Lam. (Überall mit dem vorigen) 
Apiocrinus ellipticus Mill. (Plaenerkalk v. Bilin) 



Cidaris Sorigneti Des. 
Cyphosoma radiatum Sorig. 
Catopygus cnf. Albensis Gein. 
Holaster planus Ag. 
Micraster breviporus Ag. etc. 
Mesocrinus Fischeri Gein. sp. 



1849. Professor H. B. Geinitz stellt in seinem „Quadersandsteingehirge oder Kreide- 
gebirge in Deutschland" diefolgende Liste, der damals aus diesem Gebiete bekannten Kreide- 
echinodermen zusammen (p. 218 — 230). 



Nr. 


Gattungen u. Arten 




Quadermergel 


o 


Fundorte in Böhmen 


'S 

3 


a 


.o 
s 


1 


Gida/ris vesiculosa Goldf. 


+ 


+ 


+ 


• 


• 


Tyssa, Rosenthal, Exogyrs. v. 
Lobkowitz , Hippuritenkalk 
Böhmen 


2 


„ clavigera König 




+ 


• 


• 


• 


Weisskirchlitz, Schillinge, Bořen 
b. Bilin. 


3 


„ Reussi Gein. 




+ 


+ 


+ 


• 


Koschtitz, Krssina 


4 


„ armata Reuss 




+ 


+ 


+ 


• 


Schillinge bei Bilin, Weiss- 
kirchlitz 


5 


„ exigua Reuss 




+ 


. 


• 


. 


Weisskirchlitz 


6 


„ granulosa Goldf 




■ 


+ 


. 


. 


Hundorf, Kutschlin u. s. w. 


7 


Pygorhynchus rostratus Rom. 


+ 




• 


. 


. 


Pankratz 


8 


Catopygus carinatus Goldf. 


+ 




. 


• 


. 


Tyssa, Pankratz, Drahomyschl 


9 


Cassidulus lapis cancri Lam. 


• 




. 


+ 


• 


? Exogs. Drahomyschl 


10 


Micraster lacunosus Goldf. 


• 




• 


+ 


• 


Kreibitz 



13 



Nr. 


Gattungen u. Arten 


Ol 
TS 

P CS 

3 


Quadermergel 


u 

OJ 

3 
ď 
U 

O 


Fundorte in Böhmen 


o 




o 


11 


Micraster cor anguinum Lam. 


• 


+ 


+ 


+ 


• 


Tyssa, Schieferthon im Unt. 
Quader v. Weberschan, Gross- 
Malnic 


12 


Holaster suborbicularis Defr. 


+ 


• 


• 


• 


+ 


Kreibitz, zwischen Limbach u. 
Kaltenbach 


13 


Ánanchytes ovatus Lam. 


• 


• 


+ 


+ 


• 


Hundorf, Bilin, Plm. v. Luschitz, 
Priesen 


14 


Asterias quinqueloba Goldf. 


+ 


+ 


+ 


+ 


• 


Exogs., Pls., U. PI., Pik., Plm. 
Böhmen 


15 


„ marginatus Reuss 


• 


+ 


• 


+ 


• 


Weisskirchlitz 


16 


Ophiura serrata Reuss 


• 


• 


+ 


+ 


• 


Pyropensand von Třiblitz 


17 


Pentacrinus lanceolat. Römer 


• 


+ 


. 


• 


• 


Congl. Kutschlin 


18 


Bourguetocrinus ellipticus 
Schloth. 


• 


+ 


+ 


+ 


, 


Pyi'opensand Böhmen 


19 


Alecto (Comatula) Geinitzi 
Reuss 


• 


• 


+ 


- 


• 


Kostenblatt 



1850. Veröffentlicht Professor H. B. GeLaitz eine neue Ausgabe seiner „Charakteri- 
stik der Schichten und Petrefacten des sächs. -böhmischen Rreidegebirges" , der, nebst einem Nach- 
trag auch die Beschreibung der „ Versteinerungen von Kieslingswalde" beigefügt ist. In dieser 
Ausgabe werden, was böhmische Echinodermen betrifft, dieselben Formen citirt, die bereits 
in der im Jahre 1839 erschienenen ersten Ausgabe dieses Werkes hervorgehoben wurden. 

1854. Prof. Reuss führt in seiner „Kurzen Übersicht der geognostischen Verhältnisse 
Böh'nien's einige für die mittlere Abtheilung der böhmischen Kreideformation — den Plaener - 
charakteristische Thierreste an. Daselbst werden auf pag. 74 zwei Echiniden und zwar Ánan- 
chytes ovata Lamk. und Micraster cor anguinum Ag. besonders hervorgehoben. 

Bemerkung. Wie im Verlaufe der vorliegenden Studien nachgewiesen werden soll, ist 
das Vorkommen der beiden citirten Formen in Böhmen ganz zweifelhaft. 

1855. Prof. A. E. Reuss, stellt in seiner Arbeit über „Reptilienreste im Plaener der 
Umgebung von Prag" ein Verzeichniss der sämmtlichen im Plaener des Weissen Berges bei 
Prag vorkommenden Thierreste zusammen. Aus der Gruppe der Echiniden wird bloss eine, 
und zwar als Micraster cor anguinum bestimmte Form angeführt. Vergl. Palaeontologische 
Miscellen, 

(Denkschriften der kais. Akad. d. Wiss. Math. Naturw. Classe. Band X. pag. 84.) 



14 

Bemerkung. Die säramtlichen im Plaener des "Weissen Berges vorkommenden Echiniden 
sind ausschliesslich Steinkerne und ausserdem derart zusammengedrückt, dass selbst die Gattung, 
welcher sie angehören, nicht zuverlässig bestimmt werden kann. — Ausserdem scheinen dieselben, 
wie aus den betreffenden Steinmänteln geschlossen werden darf, vielmehr der Gattung Epiaster als 
der Gattung Micraster zu entsprechen. Übrigens ist der Weissenberger Plaener, wie schon Schlüter*) 
gezeigt hat, mit dem Mytiloides-Plaener Norddeutschland's zu parallel) siren und gehört daher dem, 
Ünter-Turon an, wogegen M. cor anguinum nur aus senonea Ablagerungen bekannt ist. 

1862. Jokély behauptet, dass neben Ammonites feramplus, Nautilus elegans, Inoce- 
ramus mytiloides, Pecten qimiquecostatus, Exogyra columba, Rhynchonella octoplicata auch Mi- 
craster cor anguinum, eine nicht nur für die Quader- sondern auch fiir die Plaener-Ablage- 
rungen des Bunzlauer Kreises sehr bezeichnende Thierform wäre. (Jahrbuch, d. k. k. G. R. 
A. Band XII.) 

Bemerkung. Was Jokély mit dem als Micraster cor angtoinum bezeichneten Echiniden 
gemeint hat, wird kaum zu enträthseln sein. Mir selbst sind aus dem Bunzlauer Kreise zahlreiche 
Echiniden bekannt, darunter auch einige der Gattung Micraster. Dieselben sind aber grösstentheils 
unbestimmbar und von M. cor anguinum jedenfalls verschieden. 

1863. Paul bespricht die geologischen Verhältnisse des Chrudimer und Königgrätzer 
Kreises und citirt einige von ihm gesammelte Versteinerungen des „Quadermergels'^ . Von 
Echiniden werden angeführt: Micraster cor anguinum aus den sandigen Schichten von Knap- 
pendorf Südost, von Wildenschwert und ein Hemiaster {„ivahrscheinlich H. bufo") von Přivrat. 

(Jahrbuch d. k. k. Geol. R. A. Band XIII. p. 456 und Verhandlungen 1863 p. 3.) 

1864. Laube gibt ein Verzeichniss der von ihm in den Baculitenschichten von 
Böhmisch- Kamnitz gesammelten Versteinerungen. Von Echiniden wird blos eine Form, nämlich 
Cidaris exigua Reuss angeführt. 

(Verhandlungen d. k. k. G. R. A. Band XIV. p. 24.) 

Bemerkung. Wie bereits auf pag. 11 erwähnt wurde, ist von C. exigiM Rss. blos ein 
isolirtes Goronaltäfelchen bekannt, das überdies der Gattung Cidaris gar nicht angehört und aus 
diesem Grunde in der vorliegenden Arbeit nicht berücksichtigt werden kann. 

1865. H. Wolf stellt in seiner „Gliederung der Kreideformation in Böhmen^' (Jahr- 
buch der k. k. geol. Reichs-Anst. 15 Band) eine Übersicht der verticalen Vertheilung der- 
jenigen böhmischen Kreideversteinerungen zusammen, welche seinerzeit im Museum der k. k-. 
geologischen Reichsanstalt vorhanden waren. — Von Echinodermen werden auf pag. 191 
(Nr. 125—127) bloss 3 Formen angeführt, welche nach seiner Gliederung folgendermassen 
vertheilt sind: 



*) Verbreitung der Cephalopoden d. Ob. Kreide Norddeutschlands {Verhandl. d. nat. 7er. der preuss. 
Bheinl. und Wesif. XXXIII Jahrg. p. 343.) 



15 





Nr. 


Gattungen u. Arten 


Cenoman 


Turon 


Senon 






1 


tn 

i 


S 


OQ 

ja 
O 




m 

i 

ě 






125 
126 
127 


Catopygus carinatus .... 
Micraster cor anguinum . . . 
Ananchytes o vata 


+ 


• 




+ 
+ 


• 


• 





Wie unverlässlich diese Bestimmungen sind, erhellt schon daraus, dass das Vorkom- 
men von Catopygus carinatus in Böhmen sehr fraglich erscheint, und dass Micraster cor an- 
guinum und Ananchytes ovata in den Kreideablagerungen Böhmens nie mit Sicherheit nach- 
gewiesen werden konnten. 

1862—1867. Cotteau versucht in Pal. Franc. Terr. Cret. T. VIL, einige von Reuss 
(Versteinerungen d. höhn. Kreidef.).^ angeführte Echiniden, mit sechs verschiedenen, von ihm 
in der französischen Kreide beobachteten Formen zu vergleichen. — Nach Cotteau's Auf- 
fassung wäre: 

Cidaris vesiculosa Reuss I. c. p. 57. T. XX. Fig. 14 aus dem Unt. Plaener von Bořen 

= C. vesiculosa Goldfuss 1826 (Cotteau 1. c. pag. 223). 
Cidaris vesiculosa Reuss ibid. T. XX. Fig. 15 aus dem Plaenermergel v. Luschitz 

= C sceptrifera Mantell 1822 (ibid. p. 251.) 
Cidaris papillata Reuss Ibid. T. XX. Fig. 22 aus dem unt. Plaener v. Koschtic 

= C. subvesiculosa d'Orb. 1850 (ibid. p. 257). 
Cidaris clavigera Reuss Ibid. T. XX. Fig. 17—19 aus dem Unt. Plaener der Schillinge 

= C. clavigera König 1822 (ibid. p. 285). 
Cidaris clavigera Reu SS Ibid. T. XX. Fig. 21 Ebendaher 

= C. serrifera Forbes 1850 (ibid. p. 293). 
Cyphosoma granulosum Reuss Ibid. pag. 58., aus dem Ob. Plaener von Hundorf 

= C. granulosum Geinitz 1842 (ibid. pag. 684). 

Nach den auf pag. 10 dieser Arbeit kurz gefassten Auseinandersetzungen, geht 
hervor, dass von den 5 von Cotteau angenommenen Cidariden bloss Cidaris sceptrifera als 
richtig bestimmt aufzufassen ist. — Die Bestimmung C. vesiculosa erscheint mir noch etwas 
zweifelhaft (vergl. p. 10.) C. subvesii-ulosa kommt thatScächlich, und zwar in den Teplitzer 
und Iser-Schichten vor, doch kann diese Art nicht, wie Cotteau meint, auf den von Rss 1. c. 
Taf. XX. Fig. 22 a, b, c abgebildeten Stachel bezogen werden, da dieser vielmehr mit C. 
Beussi Gein. *) übereinstimmt. 

Cidaris clavigera und C. serrifera sind von Cotteau desswegen als in den Kreide- 
gebilden Böhmens vorkommend angenommen worden, weil er die cenomanen Vorkommnisse wie 



*) Elbthal n. pag. 7. Taf. 2 Fig. 6 a, b, c. 



16 

WeissMrchlitz, Kutschlin, Schillinge etc. für senone Ablagerungen hielt. In der That kommen 
aber diese Arten in Böhmen nicht vor. Die Bestimmung Cyphosoma granulosum bezieht sich, 
wie schon Geinitz gezeigt hat, auf Cyphosoma radiatum Sorignet. *) 

1867. U. Schlönbach hebt hervor, dass Cidaris vesiculosa Goldf. in den Cenoman- 
schichten der Gegend von Caslau, namentlich bei Zbyslav und Kamajk mit Terehratulina chry- 
sdlis Schloth, sp. und lerebratula auriculata A. Rom. gleichzeitig vorkäme. ( Über Brachiopoden - 
d. Norddeutschen Cenoman-Bildungen p. 58). 

Daselbst wird auf p. 74 bemerkt, dass Exemplare von Micraster Michelini aus dem 
„Oberen Plaener" von Kutschlin bei Bilin in der Sammlung des k. k. Hof-Mineralien-Cabinets 
zu Wien aufbewahrt werden. 

Bemerkung. Es genügt hier zu erwähnen, dass die Bestimmung Micraster Michelini 
jedenfalls auf einem Irrthum beruht, indem es mir nicht gelungen ist, unter zahlreichen aus dem 
Oberen Planer dieser Gegend stammenden Stücken, irgend ein Exemplar zu entdecken, welches mit 
Micraster Michelini übereinstimmen würde. 

1867. Gůmbel erwähnt in seiner Skizze der Gliederung der oberen Kreideformation 
in Böhmen {N. Jahrb. Jahrg. 1867 pag. 800 und 808) zwei von ihm in diesem Gebiete ge- 
sammelte Echinodermen nämlich: Cidaris äff. subvesiculosa und Asterias sp. Die erste Form 
stammt aus einer Übergangsschichte zwischen Cenoman und Turon, letztere aus den Chlomeker 
Schichten. 

Ausserdem werden in der Übersichtstabelle der Plaenerbildungen in Böhmen (1. c. p. 
797 — 798) noch folgende Echinodermen angeführt — und zwar: 

Aus den Korycaner Schichten: Cidaris Sorigneti u. C. vesiculosa. 
„ dem Teplitzer Plaener: Micraster cor testudinarium. 
„ „ Baculitenmergel : Micraster cor anguinum. 
„ „ Oberen Quaders andstein (Chlomeker-Schichten) : Asterias Schulzi. 

Bemerkung: Über die drei erstgenannten Echiniden habe ich bereits auf pag. 9-10 meine 
Ansichten ausgesprochen. Was aber Gümbel's Micraster cor anguinum betriift, so sind mir aus 
dem Baculitenmergel namentlich von Priesen und Postelberg einzelne Exemplare bekannt, die obwol 
stets ganz flach gedrückt, wenigstens doch als Micraster anerkannt werden müssen. Abgesehen davon, 
dass die meisten Echiniden in diesem Zustande keine verlässliche Bestimmung zulassen, haben die 
erwähnten Stücke aus dem Baculitenmergel schon desswegen mit M. cor anguinum nichts zu thun, 
weil die Mittelfelder ihrer paarigen Ambulacra nicht gefurcht, sondern glatt sind. Dagegen zeigen 
die Fühlerfelder der letztgenannten Art in der Mitte stets eine tiefe, scharf ausgeprägte Furche. 

1868. Prof. F. V. Hochstetter bespricht einen „Durchschnitt durch den Nordrand 
der böhmischen Kreideablagerungen bei Wartenberg unweit Turnau {Jahrbuch der k. k. G. E. A, 
XVUI. Band) und führt auch einige für einzelne Etagen charakteristische Thierreste an. 
Von Echinodermen wird auf pag. 251 eine, im Isersandstein entdeckte, vom Autor als Diadema 



*) Elbthal n. pag 8—9. Taf. 2, Fig. 7—10. 



17 

{„eine neue Species") bestimmte Form erwähnt, welche in einer kalkig-knolligen Schichte der 
tieferen Bänke des Isersandsteins bei der Mühle von Dubečko gefunden wurde. 

Bemerkung. Hochstetter's Bestimmung Diadema bezieht sich wahrscheinlich auf irgend 
eine Art der Gattung Phymosoma. Diese Gattung ist in den meisten Fundorten der Iserschichten 
durch zahlreiche Exemplare vertreten. 

1868. Prof. Oümbel stellt ein Verzeichniss der von ihm in Böhmen gesammelten 
Kreide-Fossilien zusammen, worunter auch folgende fünf Echiniden angeführt werden: 

1. Micraster cor testudinarium Goldf. aus den Hundorfer Schichten von Kröndorf xind 
Kystra. Ziemlich zahlreiche Exemplare. 

2. Ananchytes gihha Lm. Ziemlich selten im Plaener von Hundorf, Ähnliche, jedoch 
zusammengedrückte Formen will der Autor auch im Mergel von Priesen beobachtet haben. 

3. Cyphosoma radiatum Sorign., von welcher Form fünf Exemplare in der Hundorfer 
Schicht von Kystra und Kröndorf gesammelt wurden. Der Autor vermuthet, dass dieselben 
auch zu C. tenuistriatum Ag. gehören dürften. 

4. Catopygus cf. columbarius Lam. sp. Vier schlecht erhaltene Exemplare aus der 
Malnitzer Schicht von Malnitz. Der Autor hebt hervor, dass die aus demselben Fundorte stam- 
menden Exemplare von Reuss (1846) irrthümlich als C. carinatus Ag. angeführt wurden. — 
Ferner wird bemerkt, dass die ebenfalls von Reuss aus dem Untersten Quader von Tyssa und 
Pankratz angeführten Exemplare einer anderen Form angehören dürften. 

5. Cidaris suhvesiculosa d'Orb. 

„Sehr wol übereinstimmende Exemplare aus den Priesener Schichten von Priesen." 
„Beiträge zur Kenntniss d. Procän oder Kreide-Formation im nordwestlichen Böhmen' 
(Abhandl. d. k. bayer. Akad. der W. II. Cl. X. Bd. II. Abth. pag. 553.) 

Bemerkung. Von den 5 citirten Echiniden sind nur für Cyphosoma radiatum und Ci- 
daris suhvesiculosa die Bestimmungen als richtig aufzufassen. — Catopygus cnf. columbarius aus dem 
Exogyrensandstein von Malnitz entspricht, soweit nach den verdrückten, mir bekannten Exemplaren 
geschlossen werden darf, ziemlich genau dem in den Iserschichten sehr häufigen C. Älhensis Gein. 
Ananchytes gihha von Hundorf ist wahscheinlich ein Offaster. Diese letztere Gattung kommt dort that- 
sächlich vor, dagegen ist mir aberke in Ananchytes aus dem, dem Hundorfer Plaener entsprechenden 
Niveau bekannt. Die Stücke aus den Baculiten schichten von Priesen sind sämmtlich verdrückt und 
gestatten gewiss keine verlässliehe Bestimmung. Gümhel's Micraster cor testudinarium ist wahr- 
scheinlich ein hreviporus, wenigstens gehören die von mir in der Umgebung von Kystra gesam- 
melten Stücke, sämmtlich dieser Art an. 

1868. Schlönbach fand bei einer gelegentlichen Excursion, die er in Prof. Fritsch's 
Begleitung in das Iser-Gebiet unternahm, in einer Bank harten, sandigen Mergels oberhalb 
der Eisenbahnstrecke bei Zdmost einige den Gattungen Hemiaster („wahrscheinlich H. Toußa- 
sanus") und Catopygus angehörige Echiniden. Dieselben stammen aus dem Niveau des Iser- 
sandsteins und kommen daselbst zugleich mit Ammonites peramplus vor. 

(Verhandl. d. k. k. G. E. A. p. 253). 

Bemerkung. Da ich in der Sammlung des bühm. Museum die erwähnten Echiniden von 
Zdmosf zu untersuchen Gelegenheit hatte, genügt hier die Mittheilung, dass der envähnte Hemiaster 

3 



18 

mit der von mir als H. plebejus*) bezeicbneten Form identisch ist. Dieselbe kommt nicbt nur bei 
Zdmost sondern in den meisten Fundorten der Iser-Schichten mit Catopygus Albensis Gein. **) ver- 
gesellschaftet vor. 

1868. Schlönbacli berichtet über das Vorkommen von Micraster cor testudinarium 
und Inoceramus Cuvieri in einem schieferigen, schneeweissen, am nordwestlichen Eingange 
des Dorfes Nehužel anstehenden Kalke, den er als eine Facies, der anderorts typisch ent- 
wickelten Baculitenmergel auffasst und dessen Liegendes von plastischen, der Zone des Sca- 
phites Geinitzi entsprechenden Thonen gebildet werden soll. 

{Verhandlungen d. h. k. G. B. A. p. 292). 

Ferner berichtet Schlönbach über Catopygus sp. aus der oberen Abtheilung des Ise - 
Sandsteines der Gegend von Münchengrätz (Ibid. p. 294). 

(Verhandl. der k. k. G. R. Á. p. 354.) 

Bemerkung. Über den vom Autor als Micraster cor testudinarium bestimmten Echi- 
niden, konnte ich nichts Näheres erfahren und habe daher von dem erwähnten Stücke keine eigene 
Anschauung. 

Was nun den obenerwähnten Catopygus aus dem Isersandstein von Münchengrätz betrifft, 
so stimmen die aus diesem Sandstein stammenden, in der Sammlung des böhm. Museum vorhandenen 
Stücke sämmtlich mit Catopygus Albensis Geinitz überein. 

1868. Schlönbacli erwähnt des Vorkommens von Micraster breviporus (oder Miche- 
lini?) in den grauen, mergeligen, mit den Schichten von Strehlen bei Dresden zu paralleli- 
sirenden und cl.i. Scaphiten-Plaenem entsprechenden Kalken der Gegend von Teplitz.***) 

Verhandl. k. k. Geol. R. A p. 354. 

Bemerkung. Die Bestimmung Micraster breviporus ist entschieden richtig, da diese Art 
nicht nur in dem Scaphiten-Plaener von Strehlen sondern auch in jenem von Böhmen und zwar 
überall zu den häufigsten Erscheinungen gehört. Was nun Schlönbach's Bemerkung „oder Michelini?" 
betriift, so sei erwähnt, dass M. Michelini in den Iserschichten sehr verbreitet ist, dagegen aber in 
den Teplitzer Plaenern entschieden nicht vorkommt. 

1868. U. Schlönbach entwirft eine Skizze der Schichtenfolge der böhm. Kreide- 
formation und unterscheidet von unten nach oben folgende Glieder: 

1. Zone der Trigonia sulcataria und Catopygus carinatus. 

2. Zone des Inoceramus labiatus. 

3. Zone des Ammonites Woollgari und Inoceramus Brongniarti. 

4. Zone des Scaphites Geinitzi und Spondylus spinosus. 

5. Zone des Inoceramus Cuvieri und Micraster cor testudinarium. 

6. Zone des Micraster cor anguinum und Belemnites Merceyi. 

Echiniden werden jedoch bloss aus Zone Nr. 3 und 4 angeführt. In erstererf) hat der 



*) Siehe Pritsch Studien HI. Iserschichten p. 131. Fig. 120. 
**) Ibid. p. 131 Fig. 121. 
***) Teplitzer Schichten nach Krejčí und Fritsch. 
t) Malnitzer Schichten nach Krejčí u. Fritsch. 



19 

Autor Nticleoliten, in letzterer *) einen Micraster, der als M. Michelini bestimmt wurde, be- 
obachtet. 

(Jahrbuch d. k. k. G. R. A. XVm. Band p. 146.) 

Bemerkung. Es ist nicht ohne Interesse zu erwähnen, dass das Vorkommen der für 
einige der oben angeführten Zonen charakteristischen Echiniden wie: Catopygus carinatus und 
Micraster cor anguinum in dem Kreide-Gebiete Böhmens sich als durchaus zweifelhaft erwiesen 
hat und dass Micraster Michelini in der Zone des Scaphites Geinitzi und Spondylus spinosus {Te- 
plitzer Schichten) nicht vorkommt. — Was nun die Nucleoliten aus Zone 3 betrifft, so stimmen 
dieselben mit der von mir als N. Bohemicus bezeichneten Art vollkommen überein. 

1869. C. Schlüter erwähnt in seiner Arbeit über „fossile Echinodermen des 
nördlichen Deutschlands^ (Verhandlungen des naturhist. Vereines d. preuss. Rheinlande und 
Westphalens XXVl Jahrgang pag. 252) des Vorkommens von Cardiaster ananchytis d'Orb. in 
den oberen Kreideschichten des nördlichen Böhmens. Die beiden daselbst angeführten Fund- 
orte nämlich der Quader des Hohen Schneeberges bei Tetschen und jener zwischen Limbach 
und Kaltenbach bei Kreibitz wurden bereits früher und zwar ersterer von Prof. A. E. Reuss'. 
letzterer von Prof. Geinitz angeführt. 

Ausserdem wird hervoi-gehoben, dass die neuere, von d'Orbigny vorgeschlagene Be- 
zeichnung (C. ananchytis) fallen gelassen und die ältere, von Goldfuss ursprünglich eingeführt, 
Benennung : Cardiaster (Spatangus) granidosus, wieder eingeführt werden müsse. 

1869 erstattet A. Fritsch einen Bericht über seine in den Jahren 1864—68 vor- 
genommenen palaeontologischen Studien im Gebiete der böhmischen Cenomanstufe. Aus den 
zahlreichen, heteropen Bildungen dieser Stufe werden folgende Echinodermen angeführt: 

1 Cidaris vesicidosa von Kuttenberg, Eadovesnice, Mezholes, Korycan, Ronov 

Smrček, Spitzberg weist, v. Peterswalde, Tyssa, Ra- 
dim, Velim, Kolin, Kamajk, Zbyslav, Schillinge, 
Weisskirchlitz. 

2 „ Sorigneti „ Tyssa, Kamajk, Radim, Velim, Kolin, Zálabí, Zbyslav, 

Schillinge, Weisskirchlitz, Mezholes, Korycan, Kutten- 
berg, Kutschlin. 

Kamajk (vergl. 1. c. p. 191.) 

Velim, Kamajk, Zbyslav, Schillinge, Weisskirchlitz. 

Kamajk, Weisskirchlitz. 
, Kamajk, Zbyslav. 

Kuttenberg. 
, Přemyschlan. 

der „Wand" bei Zuckmantel. 
, der „Wand" bei Zuckmantel. **) 

Kolin, Velim, Kuttenberg, Kamajk, Zbyslav. 
, Kamajk. 

*) Teplitzer Schichten nach Krejčí und Fritsch. 

**) Die untersuchten Sandsteinblöcke der „ Wand" bei Zuckmantel dürften nach Fritsch I. c. p. 218 viel- 
leicht dem Niveau der Chlomeker Schichten angehören. 

3* 



3 


„ clavigera 


4 


„ armata 


5 


„ exigua 


6 


„ Reussi 


7 


Holaster ? sp. 


8 


Cardiaster sp. 


9 


„ sp. 


10 


Catopygus sp. 


11 


Pyrina Des Moidinsi 


12 


Galaerites cf. subsphaeroidalis 



20 

13 Asterias sp. von Tyssa. 

14 Goniaster quinquelobus „ Kolin, Kamajk, Zbyslav, Schillinge, Weisskirchlitz. 

15 Goniaster marginatus „ Weisskirchlitz. 

16 Apiocrinites ? sp. „ Weisskirchlitz. 

17 Bourguetocrinus ellipticus „ Weisskirchlitz, Kutschlin. 

18 Pentacrinus lanceolatus „ Kolin, Kamajk, Zbyslav, Weisskirchlilz, Schillinge, Kut- 

schlin. 

Archiv für Landesdurforschung Band I. Section II. Geologie p. 183 et sqq. 

1870. Prof. Ferd. Römer erwähnt des Vorkommens von Pygurus lampas im unteren 
Quadersandstein von Pankratz in Böhmen, welche Art von ihm im cenomanen Sandstein von 
Sabschütz in Ober-Schlesien entdeckt wurde. 

Ferner wird hervorgehoben, dass das von Adolf Roemer in seinen „Versteinerungen 
des norddeutschen Kreidegebirges" im Texte pag. 31 als Pygorhynchus rostratus beschriebene, 
auf Taf. VI. Fig. 13 jedoch als Pygorhynchus conoideus bezeichnete Exemplar, wahrscheinlich 
nicht aus dem Quader von Blankenburg am Harze herrührt, indem die Fundortangabe des frag- 
lichen Exemplares auf einer Verwechslung beruhen dürfte. Doch wird bemerkt, dass dieses 
Stück nicht nur mit den aus Böhmen, sondern auch mit den von Le Mans (Sarthe) stammenden 
Pygurus lampas Repraesentanten vollkommen übereinstimmt. (Geologie von Ober-Schlesien 
pag. 335). Dagegen bemerkt jedoch Schlüter in einer späteren, in den Sitzungsberichten der 
Niederrh. Gesell, enthaltenen Notiz, dass die vorausgesetzte Verwechslung in der Angabe 
des Fundortes nicht obwalte. Es dürfte daher für das A. Eömer'sche Original aus dem Senon- 
Quader von Blankenburg die Bezeichnung Pygurus conoideus aufrecht erhalten bleiben. 

1871. Prof. Hochstetter erwähnt einer neuen Art von „Diadema", die er während 
seines Aufenthaltes in Bad-Wartenberg auf Gross-Skal (1867) im Thale zwischen Loučky und 
Dubecko und zwar im Niveau des Isersandsteines gesammelt hatte. 

(Die geolog. Verhältnisse von Bad-Wartenberg und seiner nächsten Umgebung^ Prag 
Dr. Eduard Grégr.) 

1871—1875. In Prof. H. B. Geinitz' „Elbthalgebirge in Sachsen" werden aus den 
Kreideablagerungen Böhmens folgende Echinodermen angeführt: 

I. Aus dem unteren Quader: 

1. Cidaris vesioidosa Goldf. — Tyssa, Bilin, Weisskirchlitz. 

2. „ Sorigneti Desor — Bilin. 

3. Catopygus carinatus Goldf. — Tyssa. 

4. Pygurus lampas de la Beche sp. — Pankratz. 

5. Holaster carinatus Lam. sp. — Tyssa. 

6. Hemiaster cenomanensis Gotteau — Tyssa. 

7. Pentacrinus lanceolatus A. Rom. — Kutschlin. 



21 



II. 

8. Cidaris subvesiculosa ďOrb. — 

9. „ Eeussi Gein. — 

10. Ci/phosoma radiatum Sorignet — 

11. Cardiaster ananchytis Leske sp. — 

12. Micraster cor testudinarium Goldf, Sp. — 

13. Hemiaster Eegulusanus d'Oi'b. — 

14. Antedon Fischei-i Gein. — 



Aus dem mittleren und oberen Quader. 

Hundorf (Turon), Priesen (Senon). 

Koschtic, Krsina. 

Hundorf. 

Zwischen Limbacli u. Kaltenbach b. Kreibitz. 

Hundorf. 

Kreibitz. 

Bölimen (ohne nähere Angabe des r'undortes.) 



1877. Dr. F. Teller, fand bei einer gelegentlichen Excursion, die er mit Professor 
E. Suess in die Umgebung von Teplitz unternahm, am Fusse des Teplüzer Schlossberges, in 
einer mit eisenschüssigem Sand und Gruss ausgefüllten Porphyrkluft, ausser einer überraschen- 
den Menge von Rudisten auch zahlreiche, anderen Formengruppen angehörige Thierreste. 
Unter den letzteren wird auch ein Galerites sp. angeführt, der aber keine nähere Bestimmung 
zulässt. 

Uher neue Rudisten aus der höhmischen Kreideformation. (Vergi. Sitzungsberichte der 
kais. Akad. d. Wiss. Mathem.-naturw. Classe Band LXXV. Separatabdruck pag. 3.) 

1877. 0. Novák hebt hervor, dass an der Schalenoberfläche einzelner Echinodermen 
der Korycauer, Iser und Teplitzer Schichten, namentlich aber an Micraster cor testudinarium, 
Catopygus Albensis, sowie auch an Säulen von Pentacrinus lanceolatus zahlreiche Bryozoen- 
Colonieen aufgewachsen vorkommen. (Vergl. „Zur Kenntniss der Bryozoen d. höhn. Kreide/." 
in den Denksclmften der kais. Akad. d. Wiss. Mathem. naturw. Classe Band XXXVII.) 

1878. Prof. Fritsch stellt ein Verzeichniss der bisher bekannten Echinodermen der 
Weissenberger und Malnitzer Schichten zusammen. 

(„Studien im Gebiete der böhmischen Kreideformation. Die Weissenberger und Mal- 
nitzer Schichten." Archiv für naturw. Landesdurchforschung von Böhmen IV. Band. Geologische 
Abtheilung.) Vergl. Separatabdruck pag. 147. sowie auch die nachstehende auf 1. c. pag. 93 
gegebene tabellarische Übersicht der verticalen Vertheilung der in den genannten Schichten 
vorkommenden Gattungen und Arten. 



Gattungen und Arten 



1-2 

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Weissenberger Seh. 



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Malnitzer Schichten 



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1 

2 
3 

4 
5 
6 

7 



Cidaris Eeussi . . . 
Cyphosoma radiatum . 
Capidulus lapis cancri 
Catopygus carinatus . 
Micraster ? sp. . . . 

Hemiaster sp 

Hemiaster sp 

Stellaster Coombi . . 



+ 



+ 



+ 

+ 



+ 



+ 

+ 



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+ 
+ 
+ 



+ 



+ 



22 



Was nun die horizontale Verbreitung dieser Arten betrifft, so wird eine grosse Anzahl 
Fundorte angeführt und die in denselben vorkommenden Echinodermen besonders hervor- 
gehoben. Doch kam der Autor zu der Überzeugung, dass nur für Cidaris Reussi und C'i/pho- 
soma radiatum die Bestimmungen sicher sein dürften, die übrigen Namen aber einen pro- 
visorischen Charakter hätten. 

Isolirte Stacheln der beiden letztgenannten Arten werden auf pag. 147 Fig. 150 und, 
151 abgebildet. 

Bemerkung. Da' die Weissenberger und Malnitzer Schichten das aüerschlechteste Echini- 
denmaterial geliefert haben, wird es kaum gelingen die sämmtlichen, darin enthaltenen Formen zu 
fixiren. Jedenfalls steht aber heute fest, dass Cassidulus lapis cancri in Böhmen überhaupt nicht 
vorkommt. — Die als Catopygus carinatus bezeichnete Form aus dem Malnitzer Horizont, bezieht 
sich jedenfalls auf C. Älhensis Gein. 

1879. Prof. G. Laube citirt in seiner „Skizze der geologischen Verhältnisse des Mine- 
ralwassergebietes Böhmens^' (Kisch: „Die höhmischen Curorte") einige der am häufigsten vor- 
kommenden Thierreste der „TepUtzer Schichten". Darunter werden auch zwei Echiniden die 
als Micraster cor testudinarium und Micraster Michelini bestimmt sind, angeführt (vergl. 1. c. 
pag. 29). 

Bemerkung. Wie schon früher p. 18 bemerkt wurde, kommt M. Michelini in dem 
Niveau der Teplitzer Schichten nicht vor. Diese Bestimmung beruht auf einer, schon von Schlönbach 
begangenen Verwechslung mit 31. breviporus. Diese letztere Form ist aber in den genannten 
Schichten jedenfalls sehr häufig. 

1881. Dr. J. V. Deichmüller entdeckt im unteren (cenomanen) Quader von Dohna 
in Sachsen nebst Catopygus Älhensis Gein. auch den im demselben Niveau in Böhmen vor- 
kommenden Pygurus lampas de la Beche und erwähnt, dass diese Art in Böhmen bis jetzt 
bloss aus der Gegend von Fankratz bekannt ist. (Sitzungsberichte Isis Dresden Jahrgang 1881 
p. 97—101.) 

1882. In 0. Noväk's vorläufigem Berichte über Echinodermen der Iserschichten 
Sitzungberichte d. k. hörn. Gesell, d. Wiss. Jahrgang 1882) wird ein Verzeichniss der sämmtli- 
chen, in der Sammlung des böhmischen Museum vorhandenen, und vom Autor daselbst be- 
stimmten Echiniden zusammengestellt. 

In der nachstehenden Übersicht sind die im Gebiete der Iserschichten vorkommenden 
Formen mit einem *) bezeichnet. 

A, Irreguläres. 

1. Echinoconus 

1. cnf. subrotundus d'Orb. 

2. Holectypus 

2. turonensis *) Des. 



23 



3. Pyrina 

3. des Moulinsi ďAixh. 

4. cnf. iiiflata ďOrb. 

5. cnf. Ovulum Ag. 

4. Caratomus. 

6. Laubei *) Nov. 

5. Nucleolites. 

7. Bohemicus *) Nov. 

G. Catopygus. 

8. Albensis *) Gein. 

9. fastigatus *) Nov. 

10. Pražáki *) Nov. 

7. Pygurus. 

11. lampas De la Béche. 

8. Echinocorys. 

12. vulgaris Breyn. 

9. Holaster. 

13. carinatus Ag 

14. elongatus *) Nov. 

15. cnf. placenta Ag. 

16. planus Mant. 

17. suborbicularis Def. 

10. Cardiaster. 

18. ananchytis *) ďOrb. 

11. Micr aster. 

19. breviporus Ag. 

20. cor bovis Forb. 

21. cor testudinarium Goldf. 

22. de Lorioli Nov. 

23. Micbelini *j Ag. 

12. Epiaster. 

24. Cotteauanus Nov. 

25. cnf. gibbus Sclilůt. 

13. Hemiaster. 

26. cnf. bufo Des. 

27. depressus Nov. 

28. cnf. nucleus *) Des. 

29. plebejus *) Nov. 

30. cnf. Regulusanus ďOrb. 



24 

B. Eegulares. 

14. Cidaris. 

31. Reussi Gein. 

32. Sorigneti Des. 

33. subvesiculosa *) ďOrb. 

34. cnf. Vendocinensis *) Ag. 

35. vesiculosa Goldf. 

15. Cyphosoma. 

36. radiatum*) Sorigt. 

16. Orthopsis. 

37. cnf. granularis Cott. 

17. Qlyphocyphus. 

38. sp. indet. *) 

Bemerkung. Im Verlaufe meiner späteren Studien bat sich herausgestellt, dass einige, 
in der vorstehenden Liste angeführte Formen nur als beiläufig bestimmt aufzufassen sind, was durch 
den äusserst mangelhaften Erhaltungszustand der meisten Stücke entschuldigt werden mag. Doch 
werde ich nicht unterlassen im specielen Theile dieser Arbeit anf jede einzelne Form nochmals 
zurückzukommen. 

Ferner sei hervorgehoben dass das in der Liste sub Nr. 8 als Echinocorys vulgaris an- 
geführte Stück — ein Unicum — welches vor einigen Jahren dem Museum von Herrn Oberlehrer 
Seehars zn Maria-Schein als aus dem Niveau der Teplitzer-Schichten dieser Gegend herrührend 
tibergeben wurde, der böhmischen Kreide nicht angehört. Obwohl der äussere Habitus dieses Stückes 
stark an das, die genannten Schichten charakterisirende Gestein errinnerte, schien mir dieses ver- 
einzelte Vorkommen doch nur unwahrscheinlich. Ich habe mich daher entschlossen das Stück entzwei- 
zuschlagen und fand ein ganz fremdartiges, in den Kreideschichten Böhmens nicht vorkommendes 
Gestein. Die Angabe des Herrn Seehars beruht daher auf einer Verwechslung und es ist nunmehr 
unzweifelhaft, dass Echinocorys vulgaris in Böhmen, speciel aber in den Teplitzer Schichten! 
nicht vorkommt, 

1882. I. de Morgan gibt- in seiner Geologie delaBoMme ein Verzeichniss der ihm 
„interessant" („Les especes les plus interessantes") erscheinenden Fossilien der böhmisclien 
Kreideformation. Die in diesem Verzeichnisse angeführten Namen sind, wie es scheint, nach 
den, in den Schränken des böhm. Museums aufgestellten Stücken zusammengetragen worden. 

Von Echiniden werden aus einzelnen Schichtengruppen folgende Arten angeführt: 

I. Aus den Korycaner Schichten: 

Cidaris vesiculosa Goldf. 

„ Sorigneti Des. 

Cyphosoma radiatum Sorigt. 

Pyrina Des Moulinsi dArch. 

„ Krejčii Nov. 



25 



Pyrina Paumardi Cott. 

Catopygus Albensis Gein. 

Hemiaster depressus Nov. 

Holaster suborbicularis Def. 

Pygurus lampas de la Běche 

II. Aus den Weissenbergei', M alnitze r u. Iser-Schichten: 

Cyphosoma radiatum Sorigt. 

Cidaris Vendocinensis Ag. 

Echinobrissus sp 

Catopygus Albensis Gein. 

„ fastigatus Nov. 

Caratomus Laubei ... Nov. 

Cardiaster ananchytis d'Oi'b. 

Hemiaster plebejus Nov. 

III. Aus den Teplitzer, Priesener und Ghlomeker-Schichten: 

Cidaris subvesiculosa ďOrb. 

„ Reussi Gein. 

„ sceptrifera Mant. 

Cyphosoma radiatum Sorgt. 

Cardiaster ananchytis ďOrb. 

Micraster cor bovis Forb. 

„ cor testudinarium Goldf. 

„ breviporus Ag. 

„ De Lorioli Nov. 

Epiaster gibbus Schliit. 

Hemiaster Regulusanus ďOrb. 

1883. Fritsch veröffentlicht im V. Bande des Archiv^s für Landesdwchforschung 
die Resultate seiner palaeontologischen Studien im Gebiete der Iserschichten. Von Echino- 
dermen werden 17 in der nachstehenden Tabelle aufgezählte Formen angeführt. Die wichtig- 
sten derselben werden in Textfiguren abgebildet. 

Übersicht der verticalen Vertheilung der Echinodermen der Iser-Schichten. 





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Iser-Sclüchten 


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Gattungen u. Arten ^"1 

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tigsten Fundorte in Fritsch' s 
Arbeit 


^^i^^li-li^s 


pag. 


Fig. 1 Fundort 


Cidaris cnf. Vendocinensis Ag. 

„ subvesiculosa d'Orb. 

Cyphosoma radiatum Sorigt. 

I, sp 


• 


• 


• 


• 


• 


+ 
+ 

+ 

+ 


+ 
+ 

+ 


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129 

» 

130 


116 


Sedlovice b. Sichrov 
Choronschky, Chotzen 
Cboroíschlif, Živonín 
Böhm. Trübau 



26 



Gattungen u. Arten 



Meß 









Iser-Schichten 



1) CD 



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MO 

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- Cß 



Seiten, Figuren und die wich- 
tigsten Fundorte in Fritsch's 
Ai-beit 



pag. Fig. 



Fundort 



Glyphocyphus sp 

HoUctypus Turonensis Desor. 
Cardlaster ananchytis d'Orb. 



Holaster elongatus Nov. 
Micraster Michelini Ag. 
Hemiaster plebejus Nov. 



Catopygus Pražáki Nov. 
„ Albensis Gein. 

„ fastigatus Nov. 

Niicleolites Bohemicus Nov. 
Caratomus Laubei Nov. 



Stellaster (Asterias) tuberculi- 
fera Drescher 

Antedon sp. (Glenotremites) 



+ 



+ 
+ 



+ 



+ 



+ 
+ 



+ 

+ 
+ 



+ 

+ 

+ 



+ 
+ 

+ 

+ 

+ 

+ 

+ 



+ 
+ 



130 



131 



132 

)) 
129 



117 



118 



119 
120 



121 

122 

123 
124 

125 



ChorDScliice, Vte,lno, 
Živonín, V. Újezd 

Živonin 

ChoroDSchky, Chotzen, 
Böhm. Trübau 

Vtelno 

Chorouschky, Cejtice, 
Jg.-Bunzlau, Chot- 
zen, ZivoniüjVtelno 
Knižnice 

Vtelno 

ChoronscUy, Zámosti, 
Děsná, B. Trübau 

Choroustbky, Živonín, 
Vtelno 

Živonin, Vtelno, Ka- 
nina, V. Újezd, Se- 
dlec 



Böhm. Trübau 
Chorouschliy 



1883. Prof. C. Schlüter citirt in seiner Arbeit über ,,Regidäre Echiniden d. Nord- 
deutschen Kreide (Abhandl. z. geol. Specialkarte von Preussen und den thüringischen Staaten 
Band IV. Heft I.) zwei mit Böhmen gemeinsame Formen nämlich: Phymosoma {Cyphosoma) 
radiatum Sorig. aus dem Turon-Plaener von Hundorf, und Pseudodiadema variolare Brongn. 
aus dem Cenoman. 

1884. C. Zahálka erstattet einen Bericht über seine geologischen Studien der Ge- 
gend von Brozan und citirt eine Reihe von ihm in dieser Gegend gesammelten Kreidefossi-. 
lien, darunter folgende Echinodermen : 

Cidaris Reussi Gein. 

„ suhvesiculosa ? d'Orb. 

Phymosoma radiatum Sorig. 

Micraster breviporus Ag. 

„ cor testudinarium Goldf. 

Holaster planus Mant. 



27 

Stellaster quinqveloha Goldf. 

„ Coomhi Forbes. 

Antedon Fischeri Gein. 

(Sitzungsb. d. k. böm. Gesell, d. Wiss. Jahrg. 1884 p. 290 etc.) 

1884. Prof. G. Laube gibt in seinem Excursionsbuch in das Thermalgebiet des Nord- 
icestUchen Böhmens (Leipzig Veit u. Comp.) unter anderen auch eine Skizze der lü-eidebil- 
dungen der Umgebung von Teplitz. Daselbst werden aus den cenomanen Conglomeratschichten 
die Echiniden: Cidaris Sorigneti und C vesiculosa, aus dem turonen Plaenerkalke aber Mic- 
raster Michelini als häufig vorkommend angeführt. (Vergl. p. 33 — 34 sowie auch p. 65 67.) 

1885. C. Zahálka gibt eine Übersicht der von ihm auf der Anhöhe von Bohatec 
bei Raudnitz gesammelten Kreide-Fossilien. Dieselben werden vom Autor als für das Alter 
der Teplitzer und Priesener Schichten bezeichnend erklärt. Von Echinodermen werden folgende 
Formen angeführt . 



Gattungen und Arten 



Teplitzer 
Schichten 



Phymosoma radiatum Sorig. 

Micraster sp 

Micraster cor testudinarium . . Goldf. 

Micraster breviporus Ag. 

Cidaris Reussi Gein. 

Holaster planus Mant. 

Stellaster sp 

Antedon Fischeri Gein. 



+ 

+ 
+ 

+ 



Priesener 
Schichten 



+ 

+ 

+ 
+ 

+ 
+ 



(Sitzungsberichte d. k. böhm. Gesell, d. Wiss. Jahrgang 1885. pag. 380—381.) 



ÜBERSICHT 

der irr e gul a ere n Echiniden 
der böhmischen Cenomanstufe. 

Farn. Echinocouidae. 

L Gattung: Pygaster, Agassiz, 1836. 

1. Pygastei- sp. 

II. Gattung: EcMnoconus, Breyn, 1732. 

2. Echinoconus sp. 

Pam. Echinoneidae. 

III. Gattung: Pyrina, des Moulins, 1835. 

3. Pyrina Des Moulinsi d'Arch. 1847 

4. „ Krejčii Nov. 1887 

5. . „ megastoma Nov. 1887 

Fam. Oassidulidae. 

IV. Gattung: Catopygus, Agassiz 1836. 

6. Catopygus Albensis Gein. 1871. 

V. Gattung: Pygurus, Agassiz 1839 

7. Pygurus lampas delaBechesp. 1819. 

Fam. Echinocoridae. 

VI. Gattung: Holaster, Agassiz 1836. 

8. Holasteren f. laevis de Luc (In scliedulis). 

9. „ suborbicularis. . . . . . Defrance 1822. 

Fam. Spatangidae. 
VII. Gattung: Eemiaster, Desor, 1847. 

10. Hemiaster depressus Nov. 1882. 



Besehreibung der Arten. 



ryg-aster sp. 
Taf. II. Fis. 4. 



'ö- 



Die Schale ist unregelmässig fünfseitig, etwas länger als breit, vorne stumpf gerundet, 
hinten quer abgestutzt. Die Oberseite nicht stark gewölbt, nach vorne etwas niedergedrückt, 
in der Umgebung des Scheitels ziemlich flach. Der stark gei'undete Ambitus geht ziemlich 
rasch in die flache Unterseite über. Letztere ist in der Mitte etwas ausgehöhlt. 

Der Scheitel liegt ziemlich in der Mitte der Schale. Er besteht aus 4 Genital- und 
5 Ocellartäfelchen, die sämmtlich deutlich durchbohrt sind. Die rechte, vordere, in der Median- 
linie der Schale liegende Genitalplatte ist siebförmig durchlöchert, sehr gross und derart ver- 
längert, dass ihr quer abgestutztes Hinterende mit dem Oberende des Periprokts zusammen- 
fällt. Die drei vorderen Ocellarplatten sind etwas kleiner als die beiden hinteren. 

Die Amhulacra sind kaum merklich erhaben. Die vorderen drei verlaufen geradlinig 
von oben nach unten. Die beiden hinteren paarigen Ambulacra bilden eine, dem Rande der 
Afterlücke entsprechende Biegung. Ihre Porenstreifen sind sehr schmal und bestehen aus 
kleinen, rundlichen, dicht gedrängten Porenpaaren. Letzere liegen vom Scheitel ausgehend, 
quer, werden aber schief sobald sie den Ambitus erreicht haben. Zu bemerken ist noch, dass 
die beiden meridionalen Tafelreihen der drei vorderen Fühlerfelder untereinander gleich breit 
sind; dagegen sind die beiden inneren Reihen der hinteren Paare bedeutend schmäler, als 
ihre beiden Aussenreihen (vergl. Fig. 4. c). 

Das querovale Feristotn liegt nach rückwärts etwas excentrisch. 

Das sehr grosse Periprokt ist birnförmig und nach oben zugespitzt. 

Die kleinen, conischen Warzen sind nicht gekerbt, von einem schmalen, jedoch schai'f 
ausgeprägtem Hofe umgeben und tragen einen excentrischen, perforirten Gelenkfortsatz. Am 
äusseren Umfange des letzteren bemerkt man einen Kranz, ungleicher, mitunter mammelonirter 
Körnchen, welche zuweilen in sechseitige Maschen geordnet erscheinen. 

Da die Schale des vorliegenden Exemplares nur stellenweise erhalten ist, kann die 
Anzahl der Warzenlängsreihen innerhalb der Fühler- und Zwischenfühlerfelder nicht genau 
bestimmt werden. Doch zählt man an den Täfelchen des hinteren paarigen Interambulacrums, 
und zwar in der Mitte der Oberseite vier, an der Unterseite dagegen an jedem Täfelchen 
6 — 8 Warzen, die in unregelmässige Querreihen geordnet erscheinen. 



30 

Grösse. Die Schale des abgebildeten Stückes ist 50 mm. breit und 25 mm. hoch. Ihre 
Länge kann nicht genau bestimmt werden, ist aber jedenfalls geringer als die Breite. 

Vorkommen. Das einzige bis jetzt bekannte Exemplar stammt aus den cenomanen 
Conglomeratschichten von Přemyschlan^ woselbst es gleichzeitig mit Catopygus Alheims Gein. *) 
und einem unbestimmbaren Epiaster, aus der Verwandschaft das E. crassissimus d'Orb., vor- 
gefunden wurde. 

Bemerkung. Die abgebildete Art zeigt viel Ähnlichkeit mit Pygaster truncatus Ag. **) 
Ein grosser Unterschied liegt jedoch in der Ausbildung des Scheitels. Bei der böhmischen Art ist 
der Madreporenkörper lang-gestreckt, schmal und nach rückwärts bedeutend verschmälert. Bei Pyg. 
truncatus ist er viel kürzer und verhältnissmässig sehr breit. Das Periprokt der böhm. Art ist vorne 
etwas zugespitzt, das von Pygaster truncatus jedoch oval. 

Was aber die Grosse betrifft, so werden die sämmtlichen, bis jetzt bekannten Exemplare 
der letzteren Art von der böhmischen bedeutend übertrofien. 



2. EcliiHOCO H-U. S sp. 
Taf. I. Fig. 2. 

1869. Galerites cnf. snbsphaeroidealis Fritsch Archiv für Landesdurchforschung von Böhmen 

L Band. IL Section pag. 206. 
1882. Echinoconus cnf. suhrotundus, Novák Sitzungsber. k. böhm. Gesell, d. Wiss. Separat- 
abdruck pag. 1. 

Von dieser Gattung sind mir bis jetzt bloss drei Exemplare bekannt, die leider so 
ungünstig erhalten sind, dass die Bestimmung der Species vorderhand undurchführbar ercheint. 

Das abgebildete, junge Exemplar ist fast kugelig, vorne gerundet und erweitert, hinten 
etwas verschmälert. Die grösste Breite liegt vor der Mitte der Schale. Die Oberseite ist hoch- 
gewölbt, fast kegelförmig, die Unterseite dagegen ziemlich flach. Der im ganzen undeutlich 
fünfseitige umfang erreicht die grösste Convexitaet im unteren Drittel der ganzen Höhe, von 
wo an er plötzlich in die Unterseite übergeht. 

Das Scheitelschild., die Ambidacra und das Peristom konnten nicht beobachtet werden 

Das Periprokt ist oval, oben zugespitzt, unten gerundet, wulstig und am Hinterrande 
der Schale derart angebracht, dass es bei Unteransicht ebenso wie bei Hinteransicht gut ge- 
sehen werden kann. 

Die Warzen sind klein, unregelmässig vertheilt, durchbohrt und von einem schwach 
vertieften Gelenkringe umgeben. Sie sind an der Oberseite kleiner, und weiter von einander 
entfernt als an der Unterseite. Die Warzen-Zwischenräume erscheinen fein gekörnt. An der 
Unterseite gruppiren sich einzelne grobe Körnchen kreisförmig um die Warzenringe. 

Von einem anderen, viel grösseren, in dieser Arbeit nicht abgebildeten Exemplare 
ist bloss eine Partie der Oberseite erhalten. Dieses Exemplar ist insofern von Interesse als 



*) Elhthalgebirge I. Pag. 82. Taf. 19. Fig. 3. 
**) Verg. Cotteau: Echiiiides Sarthe. PI. XXS, Fig. 11—16 sowie auch Geiniiz: Elhlhall. Taf. 18. Fig. 3. 



31 

das Scheitelschild sehr gut erhalten ist. Die Madreporenplatte desselben ist sehr stark ent- 
wickelt, schwach gewölbt, und nimmt den grössten Theil des ganzen Schildes ein. 

Ebenso ist auch das dritte, bis jetzt aus Böhmen bekannte, von Teller*) am Fusse 
des Toplitzer Schlossberges entdeckte Exemplar, welches ich seinerzeit in der Sammlung der 
Wiener Universitaet (Prof. Suess) gesehen habe, gänzlich unbestimmbar. 

Vorkommen. Die beiden, vorher erwähnten Stücke, stammen aus den Kalkmergeln der 
Umgebung von Cdslau (Kamajh und Zbyslav), woselbst sie gleichzeitig mit Cidaris ^origneti, 
Pyrina Des MouUnsi und anderen, die Conomanstufe charakterisirenden Echiuiden vorgefunden 
wurden. 

Bemerkung. Die beschriebeuen Exemplare stehen dem tmonen Echinoconus sichrotundus 
Mantell sp. ziemlich nahe. Dies gilt namentlich von dem nicht abgebildeten, grösseren Stücke von 
Kamajk. Der Erhaltungszustand der beiden Fragmente Jässt jedoch keinen direkten Vergleich zu. 

3. FyxlXiau Des Ivd! o -u. lixi S i d'Archiac 1847. 

Taf. III. Fig. 1-4. 

1869. Pi/rina Des Moulinsi Fritscli Archiv für Landesdurchforschmig von Böhmen. I. Band 

II. Section pag. 203 et sqq. 
1871—75. Pyvina des Moulinsi Geinitz Eibthalgebirge I. p. 79. Taf. 19. Fig. 1. 
1875 „ „ „ Wrif/ht Cretaceous Echinodermata p. 23&. PI. 54. Fig. 2. 

1882. „ „ „ Novák. Sitzungsberichte k. böhm. Gesell, d. Wiss. 

(Weitere Literatur siehe in Cotteau Echinides du Departement de la Sarthe 1869 p. 180.) 

Die mittelgrosse Schale ist länglich elliptisch, bedeutend länger als breit, vorne mehr 
oder minder stumpf gerundet, hinten ziehmlich abgestutzt. Doch gibt es auch Exemplare die 
vorne und hinten fast gleichmässig gerundet erscheinen. Die meisten E.xemplare sind aber 
vorne etwas spitzer gerundet als am Hinterende, wodurch die Schale einen etwas fünfseitigen 
Umfang erhält. Die Oberseite ist gleichmässig gewölbt, die Unterseite ist in der Längs- sowie 
auch in der Querrichtung unbedeutend ausgehöhlt. Die grösste Höhe fällt in die hintere 
Schalenhälfte. 

Das mitunter etwas eingedrückte Scheitelschild liegt fasst in der Mitte der Schale. 
Seine Genitaltäfelchen sind granulirt, berühren sich gegenseitig mit ihren inneren Bändern 
und sind mit kleinen Genitalporen versehen. Die Madreporenplatte ist von allen die grösste, 
besitzt aber nur spärliche Poren. Die Augentäfelchen sind klein, ebenfalls granulirt und haben 
sehr feine Poren. 

Die Ambulacra sind gerade, schmal und mitunter schwach erhaben. Die Porenstreifen 
liegen in schwach vertieften, schmalen Furchen, die namentlich an der Oberseite sehr deutlich 
hervortreten. Jedes Porenpaar ist an der Basis eines kleinen, rundlich-vierseitigen Grübchens 
angebracht. Die Poren selbst sind sehr fein, verlängert-zugespitzt und durch ein kleines 
Körnchen von einander getrennt. Die anfangs querliegenden Porenpaare werden an der ünter- 



- *) Sitzungsb. kais. Akad. d. Wiss. Math.-natunv. Cl. Band LXXV 1877. 



32 

Seite allmählig schief, so zwar, dass die Poren desselben Paares in der Umgebung des Peri- 
stomes nicht mehr neben, sondern fast hintereinander zu liegen scheinen. 

Das Peristom ist ziemlich gross, länglich oval, schief gerichtet und in der Mitte der 
ausgehölten Unterseite gelegen. 

Das Periprokt ist ebenfalls gross, verlängert und derart gelegen, dass sein gerundetes 
Unterende fast bis zur Mitte des abgestutzten Hinterendes der Schale hinabreicht, sein zu- 
gespitztes Oberende aber über die nach abwärts gewölbte hintere Fläche hinaufreicht. Dieser 
Umstand ermöglicht dass man bei Oberansicht der Schale das Periprokt in seiner ganzen 
Länge zu übersehen vermag. 

Die ziemlich gleich grossen Warzen sind an den Zwischenfühlerfeldern in unregel- 
mässigen Querreihen, an den Fühlerfeldern jedoch in alternirenden Längsreihen angebracht. 
An der Unterseite erscheinen sie dichter gedrängt als an der Oberseite. Ausserdem bemerkt 
man in der Mitte eines jeden Fühler- und Zwischenfühlerfeldes eine schmale, warzenlose Zone 
(vergl. Tafel IIL Fig. 1. f— g und Geinitz: Eibthal. I. Taf. 19. Fig. 1. e), welche ebenso wie 
die Warzenzwischenräume mit sehr Meinen, dicht gedrängten, nur dem bewaffneten Auge 
sichtbaren Körnchen besäet ist. Dieser Streifen ist besonders am Ambitus deutlich ersichtlich 
und verschmälert sich allmählig nach auf und abwärts. Auch ist hervorzuheben, dass die 
ziemlich vertieften Gelenkringe von einem Kranze gröberer Körnchen umgeben sind. 

Grösse. Das grösste mir aus Böhmen bekannte Exemplar Fig. 4 ist 30 mm. lang, 
20 mm. breit, und 13 mm. hoch. 

Vorkommen. ■ In Böhmen wurde diese Art bis jetzt bei Kamajk, Kolin, Kuttenherg 
(Kutná Hora), Zbyslav und Velká Ves bei Korycan, sowie auch in der Gegend von Tejylitz*) 
(Professor Laube) vorgefunden. In den sämmtlichen Fundorten kommt sie in mit Kalkmergel 
ausgefüllten Klüften älterer Gesteine vor, und ist überall sehr selten. 

Ausserhalb Böhmens kommt sie bei Plauen und Koschütz in Sachen; in der Tourtia 
von Tournay und Montignies-sur-roc in Belgien; in cenomanen Schichten von Le Mans, Pont- 
de-Gennes in Frankreich und im Chloritic Marl von Chard in England vor. 

Bemerkung. Die Lage des Periproktes scheint nicht bei allen hieher gehörigen Indivi- 
duen dieselbe zu sein. Bei den meisten derselben kann die Afterlücke bei oberer Ansicht in ihrer 
ganzen Ausdehnung übersehen werden. Bei anderen dagegen, so namentlich an den von Tournay 
stammenden Stücken, ist von oben bloss das zugespitzte Torderende des Periproktes sichtbar und er- 
scheint dann der Hinterrand der Schale etwas ausgeschnitten. Beiderlei Fälle beobachtete ich an 
zahlreichen Exemplaren in den Sammlungen des Herrn Wright in Cheltenham und Cotteau in 
Auxerre. Solche Exemplare, bei denen das Periprokt von oben gar nicht zu sehen wäre, wie eines 
von d'Archiac**) abgebildet wird, hatte ich bis jetzt in keiner Sammlung beobachtet. 

Was nun die warzenlosen Streifchen in der Mitte der Fühler- und der Zwischenfühlerfeldor 
betrifft, so sind dieselben nicht an allen Exemplaren so deutlich entwickelt, wie dies an den böh- 
misch-sächsischen zu beobachten ist. 



*) Sammlung d. k. k. deutschen Udít. zu Prag. 
**) Mém. Soc. géol. France 1847. 2e Série T. II. PI. XIII. Fig. 4. 



33 



4. F 37" r i rL a 32: r e j č i i, Novák 1887. 
Taf. I. Fiff. 6—8. 



'&• 



1882. Pyrina cnf. ovulum. Novák Sitzungsberichte k. böhm. Gesell, i. Wiss. 

Die Schale ist oval, vorne massig erweitert und spitzer gerundet als am Hinterende, 
welcher durch eine verticale Fläche abgestutzt erscheint. Die grösste Breite fallt mit der, die 
beiden vorderen, paarigen Fühlerfelder verbindenden Linie zusammen. Die Oberseite ist sehr 
stark gewölbt, hoch, hinten etwas steiler als am Vorderende. Die Unterseite ist von vorn 
noch hinten schwach ausgehöhlt, so dass die beiden Enden, namentlich aber das hintere, sich 
etwas erheben. Der Ambitus ist undeutlich fiinfseitig und hat seine grösste Convexitaet im 
unteren Drittel der ganzen Höhe der Schale. 

Der Scheitel ist sehr schwach, nach vorn excenti'isch. 

Die Ambulacra sind gerade; das unpaarige unbedeutend schmäler als die beiden 
paarigen. Die in scharfen Furchen liegenden Poren sind sehr genähert, schief, und die 
desselben Paares durch einen kleinen Höcker von einander getrennt. Sie liegen in kleinen, 
schwach vertieften Grübchen, welche durch eine Querreihe kleiner Körnchen, zwei bis drei 
an der Zahl, von einander getrennt sind. (Vergl. Fig. 8. e.). 

Das schief-ovale Peristom liegt in der Mitte der Unterseite. 

Das Periprokt ist ziemlich gross, länglich-oval, und in der Mitte der verticalen hinte- 
ren Fläche gelegen. Es ist daher weder bei Ansicht der Oberseite noch bei Ansicht der Unter- 
seite sichtbar. Bei beiden Ansichten bemerkt man blos einen schwachen Ausschnitt des 
Hinterrandes. 

Die kleinen Warzen sind an der Unterseite dicht, entfernen sich aber desto mehr 
von einander je näher sie zu dem Scheitel hinaufrücken. Sie sind von einem schmalen, glatten 
Einge umgeben, und tragen deutlich durchbohrte Gelenkfortsätze. In den Zwischenräumen be- 
merkt man zahlreiche, kleine, dicht gedrängte Körnchen, zwischen welche sich stellenweise 
einzelne sehr feine einschieben. Die Körnchen sind in der Umgebung der Warzenringe kreis- 
förmig gruppiert. 

Maasse: Länge des in Fig. 6 abgebildeten Exemplares 18 mm., Breite 15 mm., 
Höhe 13 mm. 

Vorkoinmen. Es liegen blos 7 Exemplare aus dem cenomanen Kalkmergel von Zby- 
slav vor. 

Vergleichung, Von Pyrina megastoma Nov. (Vergl. Taf. II. Fig. 2 — 3) unterscheidet 
sich die soeben beschriebene Art durch ihre bedeutenderen Dimensionen, namentlich aber 
durch die im Verhältniss zur Grösse der Schale, viel kleinere Mund- und Afterlücke. Auch 
ist die letztere vollkommen marginal, so zwar, dass sie weder von oben noch von unten ge- 
sehen werden kann. Dagegen ist sie bei der erstgenannten Art doch noch supramarginal, und 
kann das Oberende derselben bei Ansicht der Oberseite gut gesehen werden. 

Die Art dürfte auch mit gewissen breiten, und dabei etwas verkürzten Varietäten 



34 

von Pyrina Des MouUnsi d'Arch., wie solche von Cotteau,*) Wright**} und Woodtvard***) 
abgebildet worden, verwechselt werden. Doch sind diese Exemplare stets auffallend niedriger, 
in der Mitte der Oberseite etwas flachgedrückt und zeigen ein supramarginales Periprokt. 
Diese kurzen und breiten Varietäten von Pyr. des MouUnsi kommen aber in Böhmen nicht 
vor. Dagegen sind die länglichen, typischen Varietäten dieser Art nicht selten. 

Von den cenomanen, ausserhalb Böhmens vorkommenden verwandten Formen zeigen 
die beiden nordafrikanischen Pp\ Tunisiensis Coquand sp. und Pyr. Cmcifera Per. und Gauth. 
die grösste Analogie. 

P. Tunisiensis f) ist eine grosse, bis 36 mm. Länge erreichende Form mit nach vorn 
excentrischem Peristom und supramargiualem Periprokt. 

P. crucifera-!fj) ist eine niedrige, kurze, vorne und hinten gleich breite, unten kaum 
ausgehöhlte Form, uudi st daher, trotz der übereinstimmenden Lage des Periproktes, von der 
böhmischen leicht zu unterscheiden. 

P. Krejčii zeigt ausserdem noch eine gewisse Ähnlichkeit mit P. Bourgeoisi Cotteau fff) 
Doch ist diese Art vorne sehr stumpf gerundet, hinten fast ebenso breit wie am Vorderende 
und nicht quer abgestutzt wie die böhmische Art. Ausserdem besitzt P. Bourgeoisi ein etwas 
höher gelegenes Periprokt. 



5. ^ 3r r i 33. £i ixi e g- a, s t o m a Novák 1887. 
Ta f. IL Fig. 2—3. 

1882. Pyrina cnf. inflata, Novák, Sitzungsberichte k. böhm. Gesell, d. Wiss. 

Schale ziemlich klein, länglich-oval, kurz, vorne und hinten gleichmässig gerundet, 
in der Mitte am breitesten. Das Hinterende erscheint jedoch in Folge der eben noch supra- 
marginalen Lage der Afterlücke unbedeutend ausgeschnitten. Die Oberseite ist convex, in der 
Mitte ziemlich flach, hinten etwas höher und steiler abfallend als vorne. Die Unterseite ist in 
der Mitte etwas ausgehöhlt. 

Scheitel ziemlich in der Mitte der Schale gelegen, sonst aber an keinem der vorliegen- 
den Exemplare gut erhalten. 

Die Fühlerfelder sind gerade und erscheinen namentlich am Steinkerne etwas erhaben. 
Die Porenstreifen liegen in scharfen, anfangs geraden Furchen, die jedoch in der Umgebung 
des Peristom's wellenförmig gekrümmt erscheinen. Die Poren sind klein, rundlich. Die Poren- 
paare liegen anfangs quer, werden aber desto schiefer je mehr sie sich der Unterseite nähern 
und liegen in der Umgebung der Mundlücke nicht mehr neben, sondern hintereinander. 



*) Ecli. foss. Sarthe PI. LXI. Fig. 12-16. 

**) Brit. foss. Ech. of the cret. formát. PI. LIV. Fig. 2. 
***) Mem. geol. Survey of the U. Kingdom Decade V. PI. 6. Fig. 1—4. 

t) Vergl. Coquand in Mém. de la Soc. ďémulat de la Prov. t. H. p. 251 pl. XXIV. Fig. 13—15. 1862. 

sowie auch Per. et Gauth. Echinides foss. de l'Algerie étage cénom. pag. 158. 
tt) Vergl. Cotteau, Peron et Gauthier: Ech. foss. de l'Algerie étage cenom. pag. 159. PI. XI. Fig. 5—8. 
ttt) Echinides du dép. de la Sarthe pag. 287. PI. XLVII. Fig. 10—13. 



35 

Das Peristom ist central, auffallend gross, verlängert-oval, schief gelegen und zeigt 
einen unregelmässig-zehnseitigen Umriss. Seine Länge beträgt etwas mehr als ein Viertel der 
Totallänge der Schale. 

Das Periproht ist im Verhältniss zur Höhe der Schale ebenfalls sehr gross, oval, oben 
schärfer zugespitzt als am unteren Ende, und derart gelegen, dass bei Oberansicht nur die 
obere Partie desselben gesehen werden kann. Unterhalb des Periproktes bemerkt man eine 
kleine, schwach vertiefte, triangulaere Fläche, welche sich nach unten allmählig verschmälert 
und schliesslich verschwindet, ohne die Unterseite erreicht zu haben. 

Die Warzen sind klein, mit einem schmalen Hofe umgeben, und ti'agen deutlich per- 
forirte glatte Gelenkköpfchen. Sie sind etwas gröber und dichter gedrängt an der Unterseite 
und am Ambitus, kleiner und weiter von einander entfernt an der Oberseite. Auch in der 
Umgebung des Peristoms sind sie klein, jedoch ziemlich dicht. In den Warzenzwischenräumen 
bemerkt man sehr feine, dichte, ungleich grosse Körnchen, die in der Umgebung der Warzen- 
höfe kreisförmig gruppirt erscheinen. 

Maasse des in Fig. 3 abgebildeten Exemplares: Länge 15 mm., Breite 12 mm., 
Höhe 10 mm. 

Vorkommen. Sehr selten in den cenomanen Kalkmei'geln von Kamajk. Bis jetzt 
sind bloss die beiden abgebildeten Exemplare bekannt. 

Yergleichimg. 

Pyrina megastoma zeigt eine auffallende Ähnlichkeit mit P. Paumaräi Cotteau aus 
dem Turonien und P. Ovulum Lam. sp., aus dem Sénonien Frankreich's und England's sowie 
auch mit P. inflata d'Orb. 

1. P. Pmtmardi*) hat ein, im Verhältniss zur Grösse der ganzen Schale, viel kleineres 
Peristom und Periprokt. Auch reicht das Unterende des letzteren nicht so tief nach unten 
wie bei P. megastoma. 

2. P. Ovulum**) hat ein supramarginales Periprokt, welches derart gelegen ist, dass 
seine ganze Appertur bei oberer Ansicht überblickt werden kann, was bei der böhmischen 
Art nicht der Fall ist. 

Auch die Grösse des Ptriproktes, sowie auch die des Peristomes von P. ovulum ist 
eine viel geringere als bei P. megastoma. 

3. Bei Pyrina inflata ci'Orb***) i'eicht das Pei'iprokt mit seinem Oberende, ebenso 
wie bei Pyňna ovulum, über den Hinteri'and hinaus, so dass es von unten aus gar nicht 
sichtbar ist. Dagegen ist das Periprokt von P. megastoma bei Unteransicht stets durch einen 
schwachen Ausschnitt angedeutet. Vergl. Taf. IL Fig. 2b und 3b. 

Aus diesen Gründen glaube ich, dass die soeben beschriebene Form wohl mit Piecht 
als neu aufgestellt werden kann. 



*) "Vergl. Cotteau: Echinides Sarthe p. 231 PI. 37 Fig. 10-15. 

**) Ibidem pag. 285 PI. 47. Fig. 3—9 und PI. 65. Fig. 6—7 und WrigU Cretaceous Echin. pag. 237. PI. 
54 Fig. 3. 
***) Vergl. Geiniť. Elbthalgeb. I. p. 80 Täf. 19, Fig.2u. d'Orhigny'S&\. franc. VI. p. 481. PI. 984 Fig. 1—5. 



36 



6. Oatop37"g""n.s -A-lToensis O-eirt. 1871. 

Taf. I. Fig. 4—5. 

1844. Catopygus carinatus Eeuss. Geogn. Skizzen aus Böhmen II. p. 141, 

1846. „ „ Eeuss, Verstein. d. böhm. Kreidef. II. p. 56. 

1846. „ „ Geinitz, Grundriss der Versteinerungskunde p. 532. 

1849. „ „ Geinitz, Quadersandsteingebirge p. 224. 

1865. „ „ Wolt Jahrb. k. k. Geol. Eeichs- Anstalt p. 191. 

1868. „ columbanus Giimbel, Abhandl. k. bayr. Akad, d. Wiss. II. Cl., X. Band, 

II. Abtheil. p. 554. 

1868. Catopt/gus sp. Schlönbach, Verhandl. k. k. Geol. Reichs-Anstalt p. 292. 

{Cfťi^?'}} cttus I 
T T . ( Fritsch, Archiv für Landesdurchf. von Böhmen, I. Band, 
columbanus I 

II. Section, p. 234. 
1871—75. Catopygus Albensis Geinitz, Elbthalgebirge I. p. 82, Taf. 19. Fig. 3. 
1871-75. „ „ Geinitz, Elbthalgebirge II., p. 9, Taf. 3, Fig. 1. 

1878. Catopygus carinatus Fritsch, Archiv für Landesdurchforschung v. Böhmen. IV. Band, 

IL Section p. 93 und 147. 

1881. Catopygus Albensis Deichmüller, Sitzungsber. d. Isis in Dresden, p. 79. 

1882. „ „ Novák, Sitzungsber. k. böhm. Gesell, d. Wiss. 

1883. „ „ Fritsch, Archiv für Landesdurchforschung von Böhmen. V. Band, 
Nr. IL p. 82 und 131, Figur 122. 

Das Gehäuse ist meist klein, unbedeutend länger als breit, vorne und hinten so 
stumpf gerundet, dass der Umriss an manchen Exemplaren fast kreisförmig erscheint; doch 
ist der Hinterrand stets etwas flacher gerundet als der Vorderrand und ausserdem in der 
Mitte gerade abgestutzt. Die grösste Breite fällt in die Mitte der zweiten Hälfte der ganzen 
Schalenlänge. Die Oberseite ist bald ziemlich hoch, bald massig gewölbt, nach voi-ne jedoch 
flacher abfallend als nach den beiden Seiten. In der Mitte des unpaarigen Zmschenfühler- 
feldes erhebt sich eine, hinter dem Scheitel beginnende, zu beiden Seiten von einer schwach 
markirten Depression begrenzte, nach hinten allmählig an Breite zunehmende und das Peri- 
prokt überragende Protuberanz. Die grösste Höhe fällt hinter den Scheitel. Die Unterseite ist 
an allen vorliegenden Stücken flach. Die grösste Wölbung des Umfanges nahe der Basis. 
Der Scheitel liegt wenig vor der Mitte der Schale. Die Fühlerfelder sind an keinem der vor- 
liegenden Stücke deutlich, doch lässt sich ei'kennen, dass das unpaarige Ambulacrum von 
allen am schmälsten, die vorderen paarigen dagegen am breitesten sind. Das pentagonale Pe- 
ristom liegt nur wenig vor der Mitte des Gehäuses, das Periprokt am Oberende einer 
schwach ausgehöhlten vertikalen Analarea, unmittelbar unter dem wulstförmigen Vorsprung 
der Oberseite. 

Vorkommen. Aus dem böhmischen Cenoman sind mir bis jetzt nur 5 der Gattung 



37 

Catopygus gehörige Exemplare bekannt, die sämmtlicli auf C. Albensis Geiu. bezogen werden 
können. Davon stammen 4 aus den kalkigen Conglomeratschichten von Korycan (Samml. d. 
böhm. Museum). Ein fünftes wurde von mir im selben Niveau bei Přemyschlan gesammelt 
(Sammlung d. höhn. Univ. Prag). Sonst ist die Art noch aus dem turonen Exogyrensandstein 
von Malnitz und Drahomyschl sowie auch aus zahlreichen Fundorten des Isersandsteins 
bekannt. 

In Sachsen ist die Art von Prof. Geinitz im Unterquader von Oberhässlich und später- 
hin durch Deichmüller unweit der Brandmühle bei Dohna entdeckt worden. Auch in Sachsen 
erreicht sie jedoch ihre grösste Verbreitung erst im Oberquader (Pirna, Rathen, Königstein, 
Postelwits etc.). 

Vergleichung. Die mit C. Albensis Gein. nahe verwandten Repraesentanten dieser 
Gattung, von welchen namentlich C. carinatus, C. columbarius, C. obtusus und C. elongatus 
hervorzuheben wären, unterscheiden sich von der erstgenannten Art durch ihre länglich-ovale 
Form, bedeutend geringere Breite und schärfere Rundung des Vorderrandes. Ausserdem ist 
bei allen vier genannten Formen der Scheitel viel weiter nach vorn excentrisch, wogegen er 
bei C. Albensis kaum merklich vor der Mitte der Schale gelegen ist. Auch die Lage des Peri- 
stomes ist bei C. Albensis eine mehr centrale. 

Bemerkung: Wie in der historischen Skizze p. 10 u. 17 bereits bemerkt wurde, ist C. Al- 
bensis häufig mit dem Groldfass'schen C. carinatus verwechselt worden. Aus dem böhmischen Cenoman 
ist mir bis jetzt kein einziges Stück bekannt, welches mit dieser Art tibereinstimmend wäre. Die 
von Eeuss und Gümbel citirten Stücke aus dem Exogyrensandstein von Malnitz und Drahomyschl 
stimmen vollkommen mit C. Albensis überein. 

Leider können die von Peuss schon im J. 18i4 als C. carinatus bestimmten Exemplare 
aus dem Unterquader von Tyssa und Panhratz nicht eruirt werden. Da aber aus dem böhmischen 
Cenoman sonst nur mit C. Albensis übereinstimmende Formen bekannt sind, dürfte das Vorkom- 
men von C. carinatus in der Kreide Böhmens ganz zweifelhaft sein. 

Es wäre noch hervorzuheben, dass das Vorkommen dieser Art auch in der sächsischen 
Kreide nicht sichergestellt wurde, und dass die von Geinitz (Elbthalgeb. I.; p. 81) gemachten Be- 
merkungen sich nicht auf sächsische Exemplare beziehen. 



7. :E=3rg-u.r"U.s lannpas, c3.e la, Beclic sp. 1819. 

Tai. IL Fig. 1. 

1839. Pygorhynchus conoideus Geinitz, Charakteristik d. Schichten und Petref. sächs.-böhmi- 

schen Kreideform. p. 90 und Lidex p. XIX. 
1849. Pygorhynchus rostratus Geinitz, Quadersandsteingeb. Deutschi. p. 222. 
1870. Pygurus lampas F. Roemer, Geologie Oberschlesien p. 335, Taf. 26, Fig. 10. 
1871—75. Pygurus lampas Geinitz, Elbthalgeb. I. p. 83. Taf. 20, Fig. 1. 
1878. Pygurus lampas Cotteau, Peron et Gauthier, Echinides foss. de l'Algerie étage Cénom. 

p. 143. 



38 

1862 — 1881. Pygurus Icmpas Wright, British foss. Echinod. Vol. I. pag. 2.58, PI. 58, Fig. 1. 

1881. Pygurus lampas Deiclimüller, Sitzungsb. d. Isis Dresden, p. 97. 

1882. „ „ Novák, Sitzungsb. d. k. böhm. Gesell, d. Wiss. 

Weitere Literatur siehe Cotteau Echinid. foss. dep. Sarthe. ^;. 191 .) 

Schale gross, viel länger als breit, vorne sehr stumpf und breit gerundet, nach rück- 
wärts und zwar über die Mitte der ganzen Länge an Breite zunehmend, hinten zugespitzt in 
ein schmales, am Hinterende schräg nach abwärts abgestutztes Rostrum auslaufend. Die Ohei-- 
seite ist hoch gewölbt, fast kegelförmig nach vorne und nach den beiden Seiten etwas steiler, 
nach hinten massiger abfallend. Dort wo die Schale in die verschmälerte hintere Partie über- 
geht, ragen zwei vom Scheitel bis zum Ambitus hinabreichende, gerundete Kanten hervor, 
die am Ambitus mit mehr oder minder ausgeprägten Vorsprüngen endigen, und noch an der 
Unterseite deutlich markirt sind. Die beiden, hinter diesen Kanten liegenden Flanken sind 
etwas concav. 

Die Unterseite ist an den Rändern flach, in der Mitte ausgehöhlt, hinter dem Peri- 
stom, und zwar längs der Medianlinie jedoch schwach gewölbt. Der Ambitus ist ziemlich 
scharfkantig und an der Basis. Die grösste Höhe fällt mit dem Scheitel zusammen. 

Der Scheitel ist nach vorn excentrisch. 

Die Amhulacra schwach gewölbt, in der Nähe des Scheitels einander sehr ge- 
nähert, das unpaarige etwas schmäler als die beiden gleich breiten paarigen. Etwa in der 
Mitte der Höhe zwischen dem Scheitel und dem Ambitus verschmälern sich die Fühlerfelder 
ziemlich plötzlich, doch sie erweitern sich wieder an der concaven, inneren Partie der Unter- 
seite und bilden fünf vertiefte, vor dem Peristom plötzlich zu einem schmalen Streifen redu- 
cirte Phyllodien. 

Das Peristom ist verlängert fünfseitig, liegt vor der Mitte und ist von fünf grossen, 
höckerförmigen, an den stark verschmälerten Enden der Zwischenfühlerfelder angebrachten, 
mit den Phyllodien alternirenden Wülsten umgeben. 

Die Schale selbst konnte, da nur grobe Steinkerne vorliegen, nicht beobachtet werden. 

Maasse: Länge des abgebildeten Stückes: 85 mm., grösste Breite 57 mm., Höhe 
40 mm. 

Vorkommen. In Böhmen ist diese Art bis jetzt nur in dem unteren (cenomanen) Qua- 
dersandstein von Pankratz entdeckt worden. Von den drei untersuchten Exemplaren befindet 
sich je eines in der Sammlung des böhm. Museum zu Prag., im k. k. Hofmineralien- Cabinet 
in Wien und im geologischen Museum zu Dresden (Zwinger). 

In England kommt die Art im Upper Greensand der Gegend von Lyme Regis vor. 

Aus Frankreich ist sie von Le Mans, Yvré-1-Evěque, Coulaines (Sarthe) und von Fouras 
(Charente-Inférieure) bekannt. 

In Sachsen wurde sie erst vor kurzer Zeit, und zwar vom Herrn Dr. Deichmiüler im 
unteren Quader der Brandmühle unweit Dohna entdeckt. Daselbst kommt sie ebenso wie bei 
Pankratz in Böhmen mit Catopygiis Albensis vergesellschaftet vor. 



39 

In Ober-Schlesien entdeckte sie Prof. F. Roemer im cenomanen Sandstein von Sahschütz. 
Ausserhalb Europa's wurde Pyg. lampas auch in Süd-Algerien, und zwar bei Bou 
Ka'il beobachtet. *) 

8. laiolaster cnf. la-e^ris d.e Xji:ic. sp. (In Schedulis). 

Taf. I. Fig. 3. 

1869. Holaster? sp. Fritsch, Archiv für Landesdurchforschung v. Böhmen, I. Band, II. Sec- 

tion, pag. 203. 
1871. Holaster carinatus Geinitz, Eibthalgebirge I. pag. 84, Taf. 20, Fig. 5. 
1882. „ „ Novák, Sitzungsb. k. böhm. Gesell, d. Wiss. 

1873. „ laevis de Loriol Échinologie Helvétique II. p. 319, PI. XXVII., Fig. 1—5. 

Hier auch die tveitere Literatur. 

Aus den cenomanen Kreidebildungen Böhmens ist mir bis jetzt nur ein einziges 
Exemplar bekannt, welches auf diese Art zurückgeführt werden dürfte. Leider ist es nicht 
gut erhalten, und ist daher die Bestimmung nur als annähernd zu betrachten. 

Die Schale dieses Stückes ist oval, herzförmig, vorne schwach ausgeschnitten und 
gerundet, hinten bedeutend verschmälert. Ihi'e grösste Breite liegt etwa im ersten Drittel 
der ganzen Länge. Die Oberseite ist fast gleichmässig gewölbt, doch ist sie vorne etwas 
steiler als hinten und an den beiden Flanken. Die Vorderfurche ist sehr schwach markirt, 
und ist bloss auf die steile vordere Fläche beschränkt. Die Unterseite ist schwach gewölbt, 
vor dem Periston etwas ausgehöhlt. Der Ambitus ist massig gerundet. Das erhabene Plastron 
trägt in der Mitte etwa 3 kaum angedeutete Protuberanzen. 

Scheitelapparat und Amhidacra konnten nicht beobachtet werden, ebenso die Lage 
des Periproktes. 

Peristom oval, querliegend, etwas eingedrückt aus Ende des ersten Drittels der ganzen 
Länge gelegen. 

Schede nicht erhalten. 

Vorkommen. Das abgebildete Stück stammt aus den cenomanen Kalkmergeln von 
Kidtenherg. 

Von Prof. Geinitz wird die Art ausserdem aus dem Unterquader von Tyssa an- 
gefühi-t. **) 

Nach P. de Loriol erscheint die Art zum erstenmale im unteren Gault der Schweiz, 
woselbst sie bereits bedeutend verbreitet ist.***) Ihre grösste Verbreitung findet aber erst im 
Cenoman statt. In dieser Stufe ist sie nicht nur in der Schweiz, sondern auch in England 
(Upper Greensand von Chute Farm) und Fra7ikreich sehr häufig. 



*) Echinides foss. de l'Algerie étage Cénomanien pag. 143. 
**) Elbthalgebirge I. p. 84. 
***) Echinologie Hélvetique IL p. 323 et sqq. 



40 

Aus Deutschland ist sie von Essen an der Ruhr, sowie auch aus dem Unter-Plaener 
von Plauen *) bei Dresden bekannt. Von Wright **) wird die Art ausserdem noch aus dem 
Lower-Chalk von Lewes (Sussex) und von Folkestone angeführt. 

Bemerkung: Das vorliegende Exemplar stimmt auffallend mit dem von Geinitz Elbthal- 
gehirge Z, Taf. 20, Fig. 5. abgebildeten, aus dem unteren Plaeuer, und zwar von Plauen, stam- 
menden Stücke, dessen Ambitus ebenfalls etwas gerundet und nicht so auffallend kantig erscheint" 
wie bei den meisten französischen und englischen Repraesentanten dieser Art. ***) 

Von den auf H. suhorhicularis bezogenen böhmischen Exemplaren unterscheidet sich die 
Art namentlich durch ihre sehr schwach ausgebildete vordere Furche, sowie auch den schwach ent- 
wickelten Ausschnitt, welcher nebstdem von keinen wulstförmig hervortretenden Kanten begrenzt wird. 
Ausserdem ist die Art etwas länger und verschmälert sich nach hinten viel rascher als dies bei H. 
suhorhicularis der Fall ist. 



9. KColsister siJlToorToic-ULla-riS, Defrance 1822. 

Taf. I. Fig. 9. 

1869. Cardiaster sp. Fritsch, Archiv für Landesdurchforschung von Böhmen, I. Band, II 

Section p. 240. 
1871. Holaster suhorhicularis Geinitz, Elbthalgebirge I., p. 84, Taf. 20, Fig. 3 — 4. 

1873. „ „ De Loriol, Oursins fossiles de la Suisse IL, PI. XXVII. 

Fig. 9—10. 
1882. Holaster suhorhicularis Novák, Sitzungsberichte k. böhm. Gesell, d. Wiss. 

1881. „ „ Wright, British fossil Ech. of the Cret. form. p. 314. PI. LXXIV 

Fig. 1 a — e. (Hier auch die loeitere Literatur.) 

Schale herzförmig, deprimirt, etwas länger als breit, vorne gerundet und in der Mitte 
tief ausgeschnitten, hinten nur wenig verschmälert und durch eine verticale Fläche quer abge- 
stutzt. Die grösste Breite fällt fast in die Mitte der Schale. Die Oberseite ist in der Längsrichtung 
nur wenig, in der Querrichtung dagegen stark gewölbt. In der Medianlinie bemerkt man eine 
vom Scheitel bis zum Periprokt sich hinziehende, gerundete Kante. Vor dem Scheitel beginnt 
eine anfangs kaum vertiefte, später aber tiefer werdende und sehr rasch an Breite zunehmende 
zu beiden Seiten von einer vorragenden Kante begränzte Furche, welche über die steile 
Vorderseite nach abwärts läuft, um das Peristom zu erreichen. Nach hinten verflächt die' 



*) Geinitz Elbthalgebirge I. p. 84. 
**) Cretaceons Echinodermata p. 312. 

***) Auf den Umstand, dass bei dieser Art die Oberseite nicht immer unter fast rechtem Winkel in die 
flache Unterseite übergeht, hat schon P. de Loňol, dem ein sehr bedeutendes Vergleichsmaterial 
zur Verfügung stand, aufmerksam gemacht. In seiner Echinologie Hélvetique JI. p. 322 schildert er den 
Ambitus dieser Art wie folgt : ^Poiirtozir rarement arrondi, le plus souvent tranchant, et foi-mant avec 
la base un angle presque droit." 



41 

Oberseite viel massiger und wird am Hinterende von einer elliptischen, perpendiculaeren 
Fläche abgeschnitten. Die Unterseite ist sehr flach, vor dem Peristom zu beiden Seiten der 
vorderen Furche wulstig. Am Hinterrande des letzteren beginnt ein nach hinten an Breite 
zunehmender, etwa mit fünf alternirenden Höckei-n versehener, über das unpaarige Inter- 
ambulacrum bis zum abgestutzten Hinterende reichender Wulst. Die grösste Höhe der Schale 
fällt mit dem Scheitel zusammen. 

Der Scheitel liegt ziemlich weit vor der Mitte der Schale. 

Das unpaarige Amhulacrum besteht aus sehr feinen, rundlichen, schief gelegenen 
Poren. Die Paare sind anfangs dicht, entfernen sich jedoch desto mehr von einander, je mehr 
sie der vorderen Ausfurchung genähert sind. Die paarigen Ambulacra sind fast gerade, ihre 
vorderen Porenstreifen jedoch etwas schmäler als die hinteren. Die etwas divergirenden Poren 
sind desto kleiner und weiter von einander entfernt, je mehr sie gegen den Ambitus vorrücken. 

Peristom eingedi'ückt, querelliptisch und zweilippig, vorne gerundet, und am Ende 
des ersten Drittels der Schalenlänge angebracht. 

Periprokt oval, am Oberende einer elliptischen Analfurche gelegen. Letztere wird an 
ihrem Unterende von zwei, nicht stark markirten Protuberanzen begrenzt. 

Die übrigen Schalenelemente konnten, da nur Steinkerne vorhanden sind, nicht 
näher beobachtet werden. 

Maasse des in Fig. 9 abgebildeten Exemplares: Länge 50 mm.. Breite 47 mm., 
Höhe 23 mm. 

Vorkommen. Selten in den Conglomeratschichten von Přemyschlan und Cičowitz bei Prag 

Ausserhalb Böhmens kommt die Art in der Schiceiz (daselbst nach de Loriol, *) bereits 
im Albien) in England,*'^) Frankreich.^ im Grünsande von Essen an der Ruhr, im Unter- 
quader von Rippien und Welschhufa in Sachsen, ***) ferner bei Tournay in Belgien vor. In 
Polen soll die Art nach St. Zareczny, im Gebiete von Krakau und zwar bei Sudol entdeckt 
worden sein. 



10. I^emiaster d.epress"u.s Novák 1882. 
Taf. L Fig. 1. 

1882. Hemiaster depressus Novák, Sitzungsb. k. böhm. Gesell, d. Wiss. 

Die ziemlich kleine, ovale Schale dieser Art ist etwas länger als breit, vorne er- 
weitert, hinten etwas verschmälert und gerade abgestutzt. Ihre grösste Breite fällt vor die 
Mitte, die grösste Höhe zwischen den Scheitel und den Hinterrand der Schale. Die Oherseüe 
ist ziemlich flach, nach vorne geneigt und niedergedrückt, nach hinten in Folge des wulstig 
hervori-agenden unpaarigen Interambulacrum ziemlich erhöht. Der Ausschnitt des unpaarigen 
Ambulacrum ist wohl breit, aber schwach markirt. 



*) Echinologie Helvétique 11. partie p. 330. 
**) Wright, Cretaceous Echinodermata p. 316. 
***) Geinitz, Elbthalgebirge I. p. 84. 



42 

Die Unterseite ist stärker gewölbt als die Oberseite, vor dem Peristom und zu 
beiden Seiten des Plastrums etwas eingedrückt. Der Umfang ist gerundet. 

Der Scheitel liegt hinter der Mitte der Schale. Die denselben zusammensetzenden 
Täfelchen sind jedoch nicht erhalten. 

Das unpaarige Ambulacrum ist viel länger und etwas schmäler als eines des vorderen 
Paares. Die Porenpaare sind weit von einander entfernt und liegen in kleinen, rundlichen 
Grübchen. Die Poren*) desselben Paares sind durch kleine, längliche, gegen den Scheitel 
convergirende Höckerchen von einander getrennt. Die beiden Fühlergänge dieses Ambulacrums 
sind untereinander fast parallel. Das Zwischenporenfeld ist doppelt so breit, als jeder der 
Fühlergänge. Das ganze Fühlerfeld liegt in einer schmalen, nicht sehr tiefen Furche, die sich 
nach vorne derart verliert, dass der Ausschnitt des Vorderrandes kaum wahrnehmbar wird. 

Die paarigen Fühlerfelder liegen ebenfalls in schwach ausgehöhlten Furchen und sind 
ungleich. Die vorderen längeren zählen 14, die hinteren, viel kürzeren bloss 11 Porenpaare. 
Die Porenstreifen des vorderen paarigen Fühlerfeldes sind ebenfalls ungleich, indem der vor- 
dere Porenstreifen bedeutend schmäler ist als der hintere. Ersterer ist S-förmig gekrümmt 
und besteht aus kleinen rundlich-ovalen Porenpaaren. Letzterer ist doppelt so breit als der 
erstere. Seine Poren sind gleich, querliegend und gegen einander zugespitzt. Das Mittelfeld 
ist kaum breiter als der vordere Streifen. Die ebenfalls blattförmigen, hinteren paarigen Am- 
bulacra sind oval und bestehen aus ziemlich gleichmässig entwickelten Porenstreifen. Jeder 
derselben besteht aus quer-ovalen, gegen einander zugespitzten Poren, von denen die der 
äusseren Reihe kaum merklich stärker entwickelt sind als die der beiden inneren. Das Mittel- 
feld ist etwas schmäler als jeder der beiden Streifen. 

Das Peristom liegt im ersten Drittel der ganzen Länge. Es ist queroval, zweilippig, 
die hintere Lippe etwas nach vorne vorspringend. 

Die Lage und Form des Periproktes konnte nicht beobachtet werden. 

Die Warzen sind klein, gekerbt und von einem schmalen, glatten Hofe umgeben. Die 
der Unterseite sind etwas gröber als die der Oberseite, und zeigen deutlich durchbohrte Ge- 
lenkfortsätze. Die Zwischenräume sind mit kleinen, dicht gedrängten Körnchen bedeckt, 
zwischen welche sich einzelne, grössere Höckerchen einschieben. 

Das Peripetalhand konnte wegen des ungünstigen Erhaltungszustandes nur stellen- 
weise beobachtet werden. (Taf. IH. Fig. 1 g). 

Maasse. Das abgebildete Exemplar ist 20 mm. lang, seine grösste Breite beträgt 18 
mm., die Höhe 12 mm. 

Vorkommen. Das einzige, bekannte Exemplar ist dem cenomanen Kalkmergel von 
Zhyslav bei Caslau entnommen. 

Vergleicliung. 

Die beschriebene Art nähert sich in Folge ihrer verkürzten, ovalen hinteren Peta 
loidien dem im Cenoman von Le Mans (Sarthe) vorkommenden Hemiaster similis d'Orb.**) 



♦) Da die die Poren tragenden Grübchen dieses Ambulacrums mit Kalkmasse ausgefüllt sind, konnten sie 

auch nicht beobachtet werden, und sind desswegen in Fig. 1 d) Taf. in. nicht dargestellt worden. 
**) Verg. Pal. frang. Ters. crét. Vol. VI. pag. 229. PL 874. und Cotteau Echinides de la Sarthe PI XXXV 
Fig. 6—8 sowie PI. LXn Fig. 8— 11. 



43 

Dieser ist an ilen beiden Enden, besonders aber am hinteren, viel spitzer gerundet und be- 
deutend höher. Auch sind die vorderen, paarigen Ambulacra im Vergleich zu den hinteren 
viel länger als bei der eben beschriebenen Art. 

Der Unterschied zwischen dem vorderen und hinteren Porenstreifen des vordei-en 
paarigen Arabulacrum ist übrigens nicht so auffallend wie bei der böhmischen Art. 

Audi die beiden turonen Formen Hemiaster Leymeriei Desor*) und H. nudens**\ 
Desor, können aus denselben Gründen mit der neuen Art nicht verwechselt werden. 

Sie könnte wegen ihrer grösseren Breite und geringeren rlöhe nur noch mit dem 
nach Geinitz''"**) im unteren Quadersandstein von Tyssa in Böhmen voi'kommenden H. Ceno- 
manensis Cotteau verwechselt werden. Durch die Form ihrer Fühlerfelder ist sie aber auch 
von dieser Form leicht zu unterscheiden. 



*) Vergl. Cotteau Echinides de la Sarte PI. XXXIX. 
**) Ibid. PI. XXXIX und PI. LH. 
***) Elbthalgebirge I. p. 86. 



6* 



Bemerkung-. 



Nach Beendigung der zur vorliegenden Abliandlung nöthigen 
Zeichnungen ist auf Taf. III. etwas freier Raum unausgefüllt 
geblieben. Diesen Raum benutzte ich zum Ausführen einiger Ab- 
bildungen des erst kürzlich im böhmischen Cenoman entdeckten 
regulaeren Echiniden C o d i o p s i s doma Desm., dessen Be- 
schreibung in einem der nächsten Hefte gegeben werden soll. 



Erklaerung der Tafeln. 



Fig. 1. Hemiaster depressus Nov. 

Aus dem unteren Plaener von Zhyslav. a) Oberansicht, h) Seitenansicht, c) Unter- 
ansicht, d) Porenstreifen vergrössert, e) drei Täfelchen des vord. paarigen Fühlerfeldes vergrössert 
f) vergrösserte Warzen der vorderen Gegend der Unterseite, g) vergrösserte Partie des Peri- 
petalbandes, nebst einigen Warzen der Oberseite. 

Fig. 2. Echinoconus sp. 

Mangelhaft erhaltenes Exemplar von Eamajk. a) von oben, h) von unten, c) von 
hinten, d) einige stark vergrösserte Warzen der Unterseite. 

Fig. 3. Holaster laevis de Luc sp. 

Aus dem Unteren Plaener von Kuttenherg. a) Oberansicht, l) Unteransicht, c) Seiten- 
ansicht, d) Vorderansicht. 

Fig. 4. Oatopygus Albensis Gein. 

Ein niedriges Exemplar ohne Schale von Korycan. a) Seitenansicht, i) Hinteransicht. 

Fig. 5. Desgleichen. 

Steinkern eines hochgewölbten Exemplar's Ebendaher, a) Oberansicht, l) Unteransicht, 

c) Seitenansicht, cZ) Hinteransicht. 

Fig. 6. Pyrina Krejčii Nov. 

Aus dem unt. Plaener von Zbyslav. a) von oben, h) von unten, c) von der Seite, 

d) von hinten. 

Fig. 7. Desgleichen. 
Ebendaher, a) von oben, h) von unten, c) von der Seite, d) von hinten. 

Fig. 8. Desgleichen. 

Ebendaher mit theilweise erhaltener Schale a) Oberansicht) h) Unteransicht, c) Hinter- 
ansicht, d) vergrössertes Stück des vord. paarigen Fühler- und Zwischenfühlerfeldes, e) stark 
vergrössertes Schalenstück der Oberseite. 



46 



Fig. 9. Holaster suborbicularis Ag. 
Steinkern aus den Conglomeratschichten von Přemyschlan. d) Oberansicht, V) ünter- 
ansicM, c) Seitenansicht, d) Vorderansicht, e) Hinteransicht. 

{Die sämmtUchen Originale in der Sammlung des böhm. Landesmvseum zu Prag.) 



l-^rel II. 

Fig. 1. Pygurus lampas da la Beche. 

Steinkern aus dem unteren Quader von Panhratz. a) von oben, h) von unten, c) von 
der Seite, d) von vorn. (Sammlung des h. k. Hofmuseums zu Wien.) 

Fig. 2. Pyrina megastoma Nov. 

Steinkern eines kleinen Exemplares von Kamajk bei Caslau. a) Oberansicht, h) ünter- 
ansicht, c) Seitenansicht, d) Hinteransicht. {Sammlung des höhn. Museum.) 

Fig. 3. Desgleichen. 

Ebendaher. Ausgewachsenes Exemplar mit theilweise erhaltener Schale, a) Oberansicht, 
b) Unteransicht, c) Seitenansicht, d) Hinteransicht, e) Einige Warzen vergrössert. {SammUmg 
des böhm. Museum.) 

Fig. 4. Pygaster sp. 

Steinkern mit unvollständigem Hinterrande. Schale theilweise erhalten. Aus den Con- 
glomeratschichten von Přemyschlan. a) von oben, b) Querschnitt, c) Scheitel vergrössert, d) einige 
Täfelchen des hinteren paarigen Fühler- und Zwischenfühlerfeldes vergrössert. e) Warze stark 
vergrössert. (Sammlung d. k. k. böhm. Universität.) 



Teir©! III. 

Fig. 1. Pyrina Des Moulinsi d'Arch. 
Junges Exemplar mit theilweise erhaltener Schale von Kamajk bei Caslau. a) von 
oben, b) von unten, c) von der Seite, d) von hinten, e) Bruchstück des Scheitels nebst einem 
Theile seiner Umgebung vergrössert, f) schwach vergrössertes Stück des vorderen paarigen, 
Ambulacral- und Interambulacralfeldes. In der Mitte der Felder eine schmale, warzenlose 
Zone, g) Stark vergrösserte Partie desselben Fühlerfeldes, nebst einem Theile der beiderseits 
angrenzenden Interambulacra. 

Fig. 2. Desgleichen. 

Kleines Exemplar mit Schale, aus einer mit Kalkmergel ausgefüllten Lyditkluft bei 
Velká Ves nächst Korycan. a) von oben, b) von unten, c) von der Seite, d) von hinten. 



47 



Fig. 3. Desgleichen. 



Vergrössertes Peristom 'und Porenzonen eines nicht abgebildeten Exemplares von Zlyslav 
bei Časlau. 

Fig. 4. Desgleichen. 

Steinlcern eines grossen Exemplares. Ebendaher, a) von oben, h) von unten, c) von der 
Seite, d) von hinten. 

Fig. 5. Codiopsis Doma Desm. sp. 
Aus dem Exogyrensandstein von Holuhüz. a) von oben, h) von unten, c) von der 
Seite, d) Partie eines Fühler- und Zwischenfühlerfeldes vergrössert. e) Vergrösserung des 
Unterendes eines Porenstreifens in der Umgebung des Peristoms. (Sammlung der böhmischen 
Universität zu Prag.) 

(Die abgebildeten Stücke — Fig. 5 ausgenommen — in der Sammlung des höhmischen 

Landesmuseums zu Prag.) 



O.Movák; Studien anböhmKi^eideechinodermen. 



Taf.I. 




Novák ad nat deli 



Druck Farský Prag. 



Abhandlungen der k böhm. Gesell, d. Wissenschaften 1887 



O.Novák; Studien an b ohm Kreideechmodemen. 



Tain. 




O.Novák ad nat. delin. 



Druck Farslg- Prag. 



Abhandlungen der k. böhm. Gesell d. Wissenschaften 1887 



0. Novák; Síiidien an höhm Kreideechinodei'inen 



Tailli. 























IS 




á&iiáiiláil 




5? 





Novák ad riai delm. 



Di-uck Farský. Prag. 



Abhandlungen der kböhm Gesell. d.Wisserischaiten 1887. 



DIE 



FLACHEN F* UND P. 



VON 



KARL KÜPPER. 



(Abhandlungen der königlichen böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften. — VII. Folge, II. Band.) 

(Mathematisch-naturwissenschaftliche Classe Nr. 3.) 



PRAG. 

Verlag der königl. böhm. Gesellschaft der Wissenschaften. — Druck von Dr. Ed. Grégr. 

1887. 



I. Die Flächen F* mit Doppelkegelschnitt und ihre 16 Greraden. 



Der Gesichtspunct, den ich für die Betrachtung der Curven 4ter Ordnung mit 2 Doppel- 
puncten und der Flächen F* mit einer Doppellinie 2ten Grads A^ im 5. Bande dieser Ab- 
handlungen (VI. Folge) aufgestellt habe, ergab sich naturgemäss aus der Polarentheorie. Das 
Wesen dieser Auffassung besteht darin, dass eine F* als durch eine gewisse quadratische 
Transformation in sich selbst übergeführt erscheint. 

Zum Verständniss des Folgenden genügt es, die Berechtigung einer solchen Auffassung 
in Kürze auf eine andere Weise darzuthun; ich werde dabei nur wenig von der früher ge- 
brauchten Bezeichnung abweichen. 

1. H^ sei eine Regelfläche 2ten Grads, a ein Punct ausserhalb derselben, und a* der 
Schnitt von H^ mit der Polarebene 21 von ff. Weist man einem beliebigen Puncte r denjenigen 
Q ZU, welcher auf ar liegt und von ?• durch die Fläche H'' harmonisch getrennt wird, so 
erhält man eine quadratische Transformation (rp) des Raumes, deren Centrum ff, deren 
Ordnungslinie íř* ist. 

Hierauf lasse man die Paare r, q den Ebenen E des Raumes in umkehrbar ein- 
deutiger Weise also entsprechen : Wegen der Lage von ?•, q werden die beiden Kegel, welche 
aus diesen Puncten die Linie a* projiziren, sich in einem Kegelschnitt i- auf H'^ durch- 
dringen; die Ebene von 6* ist dann E. 

Wenn nun umgekehrt iP mit irgend einer Ebene E in b'' schneidet, und mit r, p die 
Spitzen der Kegel bezeichnet, welche durch a^ und 6^ sich legen lassen, so fallen bekanntlich 
r, Q auf einen Strahl von ff — der zu der Schnittlinie E2 conjugirt in Bezug auf E" ist — 
und es ist auch r von q durch H'^ harmonisch getrennt. Dabei zeigt sich, dass der Pol ff^ 
von E in Bezug auf H^ in Gr liegt und von ff durch r, q harmonisch getrennt ist. 

Dreht sich die Ebene E um einen Punct p, so beschreibt r, g eine Fläche 2ten Grads 
P'', welche durch a'^ geht, und in Bezug aufweiche p, 2 Pol und Polare sind. Beschreibt daher 
E einen Büschel, dessen Axe die Gerade pp^^^e ist, so durchlaufen r, q den Kegelschnitt e', 
welchen die Flächen P^, Fl noch ausser a^ gemein haben. Weil die Ebene des e* die Pole 
ff^ der Ebenen E enthält so muss ihr Pol in Bezug auf H"^ in e sein, und weil diese Ebene 
durch ff geht, muss dieser Pol auch auf £ liegen, er ist somit der Schnittpunct t von e, 2. 

Ist Po ein Punct von fi*, so wird Fl der Kegel, welcher a* aus Po projizirt. Denn 

1* 



ist b''- ein durch p^ gehender Kegelschnitt von J3^ r die Spitze eines durch a^ und b"^ ge- 
henden Kegels (r) so ist, rp^ sowohl Kante von (r) wie von PI. 

Stellt man sich demnach p auf der Geraden e variabel vor, so beschreibt P'^ einen 
l'lächenbüschel mit der Basis a^, e' und gelangt p in einen der Schnittpuncte p^ von e, S'^, 
so wird die Fläche P^ einer der Kegel PI sein. Wir schliessen hieraus, dass e* nicht zer- 
fallen kann, wenn e die H^ schneidet. 

Berührt dagegen e die Fläche íř^ in^^g, so zerfällt e' in zwei durch Po 
gehende a'^ schneidende Geraden. Denn die Ebene e^ ist nach dem eben Gesagten 
die Polarebene von § in Bezug auf H-, sie geht durch Pg und schneidet aus P; zwei Geraden 
Po ") Po "'j welche die e- ausmachen, diese Geraden schneiden a* offenbar in den Berührungs- 
puncten der von f an a' möglichen Tangenten. 

Hervorzuheben ist: 

Wenn zwei Geraden e^, e^ sich schneiden, so haben ej, el ein Punctepaar r, g gemein, 
welches nämlich der Ebene zugewiesen ist, die den Bücheln («i), (e^) gemeinsam ist. Wenn 
aber zwei windschiefe Geraden e, e^ angenommen werden, so können e, e^ keinen gemeinschaft- 
lichen Punct Í" haben. Denn a r müsste sowohl e^ als e^ in dem an r gepaarten p schneiden, 
die Ebene B also die zu »-, g gehört, müsste sowohl im Büschel (e) als (e^) vorkommen. 

2. Wir nehmen jetzt irgend eine Regelfläche Q* an, die von U in q"^ geschnitten 
werde. Die den Tangentialebenen R von Q" entsprechenden Paare haben 
alsdann zum Ort eine Fläche 4ter Ordnung F* mit der Doppelcurve a^ 

Beweis, e, e^ seien zwei windschiefe Geraden der Q* ; sie werden von den Geraden 
der andern Schaar in homologen Puncten p, 2^1 zweier projectivischen Gebilde {p) n {p) ge- 
schnittem. Diesen entsprechen zwei projectivisch aufeinander bezogene Büschel (P-) n {PI), 
durch welche die F* erzeugt wird. 

Nun gibt es 8 Geraden e^ . . . eg auf Q^, welche fr'-' berühren, von denen vier (die mit 
unpaaren Indices) der einen, die vier e.^e^e^e^ der andern Schaar angehören. Jene liefern 4 
Geradenpaare der F*, etwa a«, bß, cy, dd, diese 4 andere a^^a^, b^ßj^, Cjj/j, cž^ď^, zwei Gruppen 
L, II. bildend so, dass irgend ein Paar der einen Gruppe von jedem der andern in 2 Puncten 
r, Q geschnitten wird, während eine Gerade, aus I entnommen von den nicht mit ihr ge- 
paarten in I nicht geschnitten wird, wohl aber von vier Geraden aus II. 

Diese 16 Geraden sind die einzigen auf F*. 

Beweis, p^a sei eine Gerade von F*, wobei « nuf a^, p^ ebenfalls auf H^ liege. 
Durchläuft ein Punct ;- die p^a, so bleibt auch p auf einer durch p^ gehenden Geraden Po«) 
und zugleich bleibt g stets auf F*. Ist '§ der Pol der Ebene Pa aa in Bezug auf H-; so 
berührt ?p° die i?* in p^ und es entsprechen den durch é,p'^ gehenden Ebenen E jene Paare 
r, g. Alle Paare der F* rühren aber von Tangentialebenen der Q} her, folglich muss p^^ eine 
Gerade der Q!^ sein. 

Man kann demnach schliessen: 

Jede Gerade a der F* wird von fünf andern windschiefen der 16 ge- 
schnitten. 

Welche Modifikation dieser Ausspruch erleidet, wenn die Flächen H'^, Q'^ nicht un- 



5 

abhängig von einander sind, wird später erörtert werden; zunäclist bildet er die Grundlage 
der Untersuchung über: 

Das gegenseitige Verhalten der 16 Geraden. 

3. Unter einem Ger adenpaar sind zwei sich schneidende der 16 zu verstehen. 

Da jede Gerade von 5 andern geschnitten wird, unter welchen kein Paar ist, so 

liegen niemals drei Geraden in einer Ebene, und es existiren =: 40 v e r- 

schiedene Paare. 

o) Durch zwei windschiefe Geraden a, h sind zwei andere c,, d.^ bestimmt, welche 
sowohl a als auch h treffen, und deshalb die Transversalen von a, h heissen; a, h 
sind alsdann die Transversalen von c,, d^-. Das durch «", a, h mögliche Hyperbo- 
loid hat mit F* noch einen Ort zweiter Ordnung gemein; durch einen Punkt x desselben, 
welcher auf keiner der Linien a^, a, h liegt, geht eine Transversale über a^, a, 6, welche, 
da sie 5 Puncte mit F^ gemein hat, unter den 16 sein muss. Jener Ort zweiter Ordnung 
besteht mithin ans 2 Transversalen von a und h. 

h) Wird noch eine Gerade c angenommen windschief zu a und b, so können diese 
drei abc höchstens eine und zwar, wenn es überhaupt möglich ist, nur eine der beiden q d^ 
zur Transversale haben. Dies ist nun in der That so, denn das Hyperboloid abc hat mit 
dem in a) benutzten ausser a, b noch 2 Geraden gemein, wovon die eine der c auf dem 
Kegelschnitte «- begegnet, die andere somit 5 Puncte der F* enthält. Diese letztere nun 
soll mit dj^ bezeichnet werden, und die beiden Geraden, welche ausser abc noch d^ treffen, 
heissen ď, ä^. 

d) Das Quadrupel Q. 

Fasst man eine Gerade d auf, die zu a, b und c windschief ist, so können vier solche 
Geraden höchstens eine Transversale besitzen. Aus diesem Grunde können die vier auch 
nicht hyperboloidisch liegen, da unter dieser Voraussetzung die in «) gebrauchte Schluss- 
weise auf 4 Transversalen führen würde. Sollen aber abcd eine Transversale — unter den 16 — 
haben, so muss diese d^ sein, weil es für abc keine zweite gibt; dann muss d entweder mit ó 
oder ďj^ einerlei sein. 

Kann demnach eine zu «6c windschiefe, von ů, ó^ verschiedene Gerade d gefunden 
werden, so haben abcd keine Transversale auf F*. Eine solche d ist nun offenbar die Ti'ans- 
versale, welche d, d\ ausser fZj noch besitzen, denn würde sie z. B. a treffen, so hätten aoa^ 
zwei Transversalen. Indem wir also diese Transversale mit d bezeichnen, so haben abcd die 
Eigenschaft, dass die Transversalen von je dreien aus dieser Gruppe mit der vierten wind- 
schief sind, wir nennen abcd ein Quadrupel Q. Die hier auftretenden 4 Transversalen 
seien mit Oj, ^i, Cj, á^ bezeichnet, je nachdem sie beziehlich windschief zu «, b, c, d sind. 
Da dann «, 6, c, d als Transversalen von je dreien «,, ^i, «i, d^ erscheinen, so liegt in letztern 
ein neuer Quadrupel Q^ vor. 

Die 12 von den Q verschiedenen Geraden lassen sich jetzt leicht überblicken : Da die 
Transversalen von zwei beliebigen der Q in Q^ vorkommen, so existiert unter den übrigen 8 
keine Gerade, welche mehr als eine der Q schneidet. Nun wird a von 5 Geraden getroffen, 
von welchen 6,, c,, d^ drei sind, bleiben zwei a, «j, und diese müssen unter den 8 sein. 



6 

Ebenso werden h, c beziehlich von ß, /3, , y, y^ und d, wie schon angenommen wurde, von d, Ó, 
geschnitten. Die hier aufgezählten «, a^, /3, jSj . . . . sind sämmtlich verschieden, da keine 
derselben 2 der Q schneidet, und sie machen zusammen mit den Q^ die 12 Geraden ausser- 
halb Q aus. 

Es zeigt sich, dass es keine Gerade gibt, die zu jeder in Q enthaltenen windschief 
ist. Weil aber a^, b^, q, ^^, ů^ allein d treffen, so muss jede von diesen verschiedene- 
Gerade entweder a oder l oder c schneiden, mit andern Worten eine Gerade, die weder a, 
noch b noch c schneidet, muss unter den fünf d treffenden sein. Man sieht sonach, dass á, 
<?!, ďj die einzigen zu abc windschief liegenden sind. Da endlich weder ď, noch d^ mit abc 
ein Quadrupel liefern, so folgt: Durch 3 beliebige windschiefe Geraden abc ist ein 
Quadrupel Q r= abcd, welches sie enthält, eindeutig bestimmt. 

Zugleich ist alsdann das Quadrupel Q^ der Transversalen gegeben, welches mit Q 
ein Doppel-Quadrupel QQ^ bildet. Entnimmt man irgend 3 Geraden diesem Doppel- 
Quadrupel, so sind sie nur dann zu je zwei windschief, wenn sie zu Q, oder Q^ gehören; 
demnach muss ein Quadrupel, welches mit QQ^ 3 Geraden gemein hat, mit Q oder Qj iden- 
tisch sein. 

Ehe wir die 8 ausserhalb QQi befindlichen Geraden betrachten, ziehen wir daraus, 
dass d, ďj^, dj die einzigen Geraden sind, welche weder a, noch 6, noch c schneiden, eine 
wichtige Folgerung: 

Sind gegeben 4 windschiefe Geraden, so bilden sie entweder ein Quadrupel (wie abcd) 
oder nicht (abcä, abcój); im ersten Falle existiert keine zu allen 4 windschiefe, im letztern 
nur eine ů^ oder ď). Unter den 16 ist eine Gruppe von 6 windschiefen Geraden 
unmöglich; eine solche von 5 Geraden hat stets eine einzige Transversale. 

Zur Bestimmung von Q diente uns die Transversale d^, sie lieferte d, d^ und darauf d 
als deren 2te Transversale; indem man der Reihe nach Oj, b^, c^ die EoUe von á^ übernehmen 
lässt, findet man, dass die 8 Geraden aussei'halb QQ^ zu zweien die Transversalen von a, a^ ; 
b,b^•, c, Cj^; d, d^ sind. Jede dieser 8 schneidet also eine einzige von Q und 
zugleich eine — die homologe — von Qj. 

Nun wird « geschnitten von a, a^, somit noch von drei Geraden, welche, da « nicht 
noch eine Gerade von Q, und ebenso nur die «j aus Q^ trifft, unter den sechs ß ßiyyi^ ^i 
vorkommen müssen. Sie seien ßiyiu,^. 

«t kann aber keine dieser Geraden treffen, weil die beiden Transversalen von ««, 
in a und % vorliegen, und da «, cc^ windschief sind, so bilden a, ß^ y^ d^ ein Quadrupel Q^'. 

«j, welche weder ß^ noch yi noch á^ trifft, muss hiernach sowohl von ß, als von y, d 
geschnitten werden ; und man hat in aßya ein Quadrupel Q'. Q' und Q^' liefern das Doppel- 
Quadrupel Q'Q/; denn d ist windschief zu cc, ß, y; muss mithin cc^ß^ y^ schneiden. 

Die 12 Geraden ausserhalb Q ordnen sich demnach auf 3 Quadrupeln an, von denen 
zwei ein Doppelquadrupel bilden, das andere Q^ ist. Es entsteht die Frage, ob man diese 12 
nicht auf andere Weise auf drei Quadrupel X, Y, Z vertheilen kann? Enthielte X drei Ge- 
raden von Qi, so folgte: X^Q^, mithin nach dem oben über ein Doppelquadrupel Bewie- 
senen: YZ=Q'Q^'. 

Wenn ferner X eine Gerade etwa a^ enthält, so muss X noch eine Gerade mit Qy 



gemein haben; denn andernfalls müssten drei Geraden von X in Q'Qi' vorkommen. Wären 
diese in dem nämlichen Theil des Doppelquadrupels, so wäre X identisch mit diesem, könnte 
folglich «1 nicht enthalten. Gehören die 3 Geraden zu verschiedenen Theilen, so sind sie nicht 
zu je zwei windschief. Gesetzt, X enthielte «j, &i; dann muss Y oder Z die Geraden q, d^ 
enthalten. Denn das Quadrupel, in welchem c^ liegt, darf mit X keine Gerade gemein haben, 
wenn die verlangte Vertheilung überhaupt möglich sein soll. Kommen nun q, d^ in Y vor, 
so darf Z aus dem eben angeführten Grunde keine Gerade von Q^ enthalten, folglich muss Z 
entweder Q' oder Q/ sein. 

Es folgt zugleich: Wenn ein Quadrupel mit dem beliebig angenommenen 
a, b^c^ d^ nur eine Gerade a^ gemein hat, so muss es auch eine Gerade von 
ab cd enthalten, und diese kann keine andere als a sein. In der That hat jedes 
Quadrupel, in welchem a, «, sind, weder eine Gerade in Q, noch in Q^, ausser a, a^. 

Nachdem wir erwiesen, dass entweder 

1) Z=Q oder 2) Z=Q^', 

so nehme man etwa 1) an. 

Alsdann gebe man X die Geraden a^, 6^. Zu diesen sind in Q^' nur zwei windschief, 
nämlich y^, ů^ ; und diese liefern auch ein Quadrupel «i^i^'^i^ : Denn die Transversale d — 
über a^i>jC, — schneidet dj, oder was auf dasselbe hinausläuft, die Transversale über alb^ů^ 
schneidet c^, mithin y^ nicht und deshalb ist ai&idiJ'i ein Quadrupel. Hiernach ist klar, dass 
F^ Cjrf, a^/Sj, und wie die Vertheilung der 12 Geraden auf 3 Quadrupel geschehen kann 
und muss. 

4. Die Geradenpaare und ihre Anordnung in 5 Systeme @. 

a, a sei irgend einer der 40 möglichen Geradenpaare. Es gibt — ausser a — 4 Ge- 
raden, die a, und ebenso 4, die « treffen, die übrigbleibenden 6 sind also windschief zu a und a, 

h sei eine dieser 6. Nach Abzug der beiden Transversalen über h, a, der beiden 
über b, a, bleibt noch eine Gerade ß, welche b schneidet, aber weder a noch a trifft, mithin 
zu jenen 6 gehört. Man sieht hieraus, dass durch ein Paar a, « drei andere b, ß; c,y; d, d 
bestimmt sind, so dass von diesen 4 Paaren jedes gegen die 3 andern windschief ist. Vier 
solche Paare bilden deshalb eine unzertrennbare Gruppe I. 

Ist dl die Transversale von a, b, c, so muss d^ entweder d oder d treffen, da die 
zu d, d windschiefen 6 Geraden mit d, d selbst die Gruppe I ausmachen. Indem wir d als 
die von d^ geschnittene Gerade annehmen, liefern nach 3) abcd ein Quadi-upel Q. 

Analoger Weise muss die Transversale ů^ über ceßy entweder Ů, oder d treffen. Fände 
aber ersteres statt, so wäre aßyd ein Quadrupel, welches mit Q die einzige d gemeinschaftlich 
hätte. Dann aber müsste gemäss der in 3) hervorgehobenen Folgerung d^ sich unter aßy 
befinden, was nicht möglich ist, da keine dieser 3 Geraden zwei der abc schneidet. Wenn 
somit dj und d sich treffen, so ist aßyS ein Quadrupel Q'. 

Ergänzt nun Q^ ^ «, b^c^d^ das Quadrupel Q zum Doppelquadi-upel, so liegen die 
ausserhalb QQi befindlichen 8 Geraden auf einem Doppelquadi'upel. Von diesem muss mithin Q' 
der eine Bestandtheil sein; Q^' ^ <Xißiyi^i ist der zweite. Es ist aus 3) klar, dass die Paare 
a^«!, 6)/3i, c^y^, d^ó^ eine neue Gruppe II liefern, die man als durch I schon gegeben an- 
sehen kann, und insofern als Ergänzungsgruppe von I betrachten wird, als I und II sämmt- 



^ 



liehe 16 Geraden umfassen. Zwei solche Gruppen bilden ein System ® von Paaren. Auf 
diese Weise lassen sich alle 40 Paare in fünf verschiedene Systeme unterbringen. Insofern 
eine bestimmte der 16 Geraden mit 5 andern gepaart ist, gibt sie Anlass zu 5 verschie- 
denen Gruppen, die jede in einem der 5 Systeme auftritt. 

5. Die 5 Kummerschen Kegel (ff). 

Die 8 in einem ® vorkommenden Paare sind in 8 Ebenen enthalten, - 
welche alle durch denselben Punct ff gehen. 

Der Beweis beruht auf folgendem Satze: 

Hat man zwei Büschel (T^), {Z^) von Flächen 2ten Grades, von welchen der eine die 
Kegelschnitte a^, 6-, der andere a*, c* zur Basis hat, so enthalten die Ebenen FZ, auf welchen 
sich irgend zwei Flächen T-, Z"- durchdringen, einen festen Punct ff: 

Eine solche Ebene Y^ Z^ schneide die Ebene B des h"^ in der Geraden b^ und die 
Ebene C von c^ in c^ ; 6 sei der Schnittpunct von h^c^ ; er liegt auf der Schnittlinie BC. 

Sind y-, Z'^ zwei beliebige der Flächen so, gehen Z\, Z'^ durch a^ auf der Fläche Y] 
und durch c^ ausserhalb Y\ ; folglich schneiden sich die Ebenen Z.^ Z, , ZY^ in einer festen 
Geraden von (7, d. h. in c^ ; also hat ZY^ mit B eine durch ff gehende Gerade h gemein. 
Die Flächen Y\^ Y gehen durch a- auf Z und durch &^ ausserhalb Z; folglich müssen die 
Ebenen ZY, ZY^ sich auf der Ebene B durchschneiden also in ö, und es geht YZ durch ff. 

Jedes Paar der Gruppe I wird von jedem der II geschnitten, daher liegen 2 Paare 
aus verschiedenen Gruppen stets auf einer durch a^ gehenden Fläche 2ten Grads. Setzt man 
demnach b'^^b, ß, c"^ ^ c, y\ und nennt 5, C, A^^ B^^ C^, D^ die Ebenen der Paare 
6, /Í; c, y, fli«!, etc.; so schneieen sich dem Satze zufolge diese 6 Ebenen in einem Puncte ff, 
und wenn man dann etwa a, «; c?, ď die Rolle von 6/Í, cy zuweist, so ergibt sich die oben 
aufgestellte Behauptung. 

Nach 2. wurden die Paare b, ß ^ 6*, c, y := c'' durch 2 Geraden «j, e^ von Q'^ ge- 
liefert. Schneidet eine variable Gerade e der Fläche Q' diese e,, 65 in ?/, s und heissen 
Y^, Z^ die diesen Puucten zugeordneten Flächen, so sind diese in den Büscheln («", 6*), 
{a^, c*), und durchdringen sich in e^ auf F*, d. h. F'^ wird durch diese projectivisch auf ein- 
ander bezogene Büschel erzeugt. Dabei geht die variable Ebene E des e- stets durch ff, und 
schneidet F* in einem zweiten Kegelschnitt e;, welcher zu der Geraden e^ von Q^ gehört, die e 
auf der Ebene 2 — in ? — triift. Die Ebene E ist Polarebene von ^ in Bezug auf fi*, und 
umhüllt deshalb einen Kegel 2ten Grads (ff). Zugleich berührt E die F* doppelt, nämlich in 
den Puncten r, p, die der Ebene ee^ ^ R zugewiesen sind, und sowohl in e'^ als ej liegen 
müssen. 

Die 5 mit einer bestimmten Geraden a gepaarten liegen in 5 durch a 
gehenden Ebenen, und in jeder von diesen liegt eine Spitze ff von einem 
der F* doppelt umschriebenen Kegel 2ten Grads. 

Der Ort des Punctes ? ist g'", der Schnitt von Q- und 27, die Ebene ee^ ist Tan- 
gentialebene von Q^ im Puncte f, also gehen diese Ebenen ee^ durch einen festen Punct Z 
den Pol von 2 in Bezug auf Q^, und ihre Punctepaare r, p liegen zugleich auf H^ und der 
Fläche Z^ : mithin auf einer Raumcurve 4ter Ordnung ff*. 



9 

6. Der in der vorigen Nummer aufgestellte Satz über die Büschel (a-, 6"), («-, r^) 
führt unmittelbar zu der Consequenz, dass diese Büschel auf jedem Strahl des fixen 
Punctes ff identische Involutionen./ ausschneiden. Die D op p elpunctc 
dieser J haben alsdann zum Ort eine Fläche 2ten Grades IP. 

Beweis. Y] sei dem einen Büschel entnommen, und werde von einer beliebigen durch 
ff gehenden Ebene Y in y" geschnitten. Es leuchtet sofort ein, dass die Flächen des Bü- 
schels (a°, y") dieselben j ausschneiden, da eine solche j bestimmt ist durch ein Paar, wovon 
der eine Punct ff ist, der andere in der Ebene von a- liegt, und durch ein zweites auf Y'\. 

Wird hierbei Y variabel gedacht, so liegen die Spitzen der Kegel, welche zugleich 
a- und y- enthalten, auf einer Fläche i?^. Jeder Strahl von a durchdringt R- in zwei Puncten 
r und p, die, wie man sieht, die Doppelpuncte der auf diesem Strahl auftretenden ; sein 
müssen. Nach dieser Vorbemerkung lässt sich zeigen, dass die Tangentialebenen 
der 5 Kegel (ff) die einzigen Bitangentialebenen von F* sind. 

Gesetzt B sei eine Bitangential ebene, sie enthält zwei Kegelschnitte von F*, etwa h- 
und e-; diese schneiden sich auf a- und überdies in 2 Puncten ?•, p, den Berührungspuncten 
von 5, F*. 

Durch a', e" lege man eine Fläche Z-, so wird dieselbe einen Kegelschnitt c" aus F* 
schneiden, dessen Ebene C offenbar vq enthält — als Schnittpuncte von ö^ und e'. Mit Hülfe 
der hier aufgestellten Büschel («-, &-), (a-, c") lässt sich F* projectivisch erzeugen, und es 
werden die Ebenen, auf welchen sich homologe Flächen Y-, Z^ durchdringen, nach 5. einen 
festen Punct ff der Geraden rq enthalten und einen der F'^ doppelt umschriebenen Kegel (ff) 
umhüllen. Um die letztere Aussage zu rechtfertigen, stelle man sich eine Ebene F vor, 
welche a- in cc, x^^ b- in y, y^, c" in z, % schneidet, dann sind in F zwei projectivische 
Kegelschnittbüschel (xx^ yy^), {xx^ zz{) zu denken, deren Erzeugniss eine C* der F* sein 
wird. Alsdann müssen die Geraden, welche die construirten Punctepaare der C* tragen, be- 
kanntlich einen Kegelschnitt berühren. 

Zieht man von ff an alle Flächen Y- oder Z^ Tangenten, so tritt H"^ als Ort ihrer 
Berührungspuncte auf. Bestimmt man ferner von ff in Bezug auf die Kegelschnitte e^, in 
welchen F* von je zwei homologen Flächen Y-, Z- geschnitten wird, die Polaren, so erzeugen 
diese eine Regelfläche S\ ; denn die Polarebenen von ff in Bezug auf die Y- und Z" drehen 
sich um 2 feste Geraden, und sind einander projectivisch zugewiesen. In jeder Ebene durch 
ff und e* befindet sich noch ein Kegelschnitt e\ von F*, welcher e- auf a" und sonst noch 
in 2 Puncten )•, q schneidet, deren Verbindungslinie durch ff geht. Die Polaren von ff in 
Bezug auf e- und e\ treffen sich in ff', der von ff durch r, q harmonisch getrennt ist; sie 
sind Geraden der S\ von verschiedenen Schaaren, jede schneidet H- in den beiden Puncten, 
wo sie respective e^, e\ begegnet. Wenn es sich ereignet, dass diese beiden Puncte für ein e^ 
Zusammenfallen, so existirt von ff an e- nur eine Tangente, d. h. e- zerfällt. Die Fläche S"^ 
enthält aber acht Geraden — von jeder Schaar 4 — welche H- berühren. Mithin treten unter 
den e- 8 Geradenpaare auf, die in 2 Gruppen von 4 Paaren geordnet sind derart, dass je 
2 Paare derselben Gruppe windschief sind, während jedes Paar der einen Gruppe auf jedem 
der andern aufsteht. 



10 

Da es, wie wir bewiesen haben, auf F* nur 5 diiferente Systeme solcher Gruppen 
gibt, so existiren auch keine andere doppelt umschriebenen Kegel, als die uns jene Systeme 
lieferten. 

7. Zusammenhang der 5 Kegel: 

"Wir fanden (v. Band V der Abh.) die 8 Doppeltangenten einer C* in 4 Paare an- 
geordnet und bezeichneten mit ff, e', ff", ff'" die Schnittpuncte von je einem Paare, dabei - 
zeigte sich, dass von ff 4 einfache Tangenten an die C* gehen, deren Berührungspuncte wir 
r, ,T2,r3,T4 nannten. Die Paare gebenüberliegender Seiten des Vierecks z-^t^t^r^ schneiden sich 
in ff', ff", ff'". Legt man hiernach durch 2 der Puncte, ff, ff, , ffj, ffj, a^ etwa durch ff, ff^ Ebenen, 
se schneiden diese gewisse C^ aus F*. Die Raumcurve i*, welche H'^ und S\ gemein haben, 
wird durch eine solche Ebene in 4 Puncten t^, t„, To, r^ geschnitten, so dass ffr einfache 
Tangenten der C" sind. Also gehen durch ff^ die Verbindungslinien zweier Paare der vier t, 
etwa T^rj, t^t^. Dreht sich demnach die schneidende Ebene um ffffj, so erkennt man, dass a^ 
die Spitze eines der Kegel 2ter Ordnung ist,^ welche die i* enthalten. Ein Gleiches gilt von 
''ai ^31 '^i\ das heisst: ff^, ffo, ffj, ff^ formiren das conjugirte Quadrupel der 
Flächen Ä-, E\ — die letztere Fläche hiess in der citirten Abhandlung des 5. Bandes S—, 

Die Eaumcurven ff* (a. a. Orte V.) 

Am Schluss der Nr. 5 ergab sich, dass die zu ff gehörende ff* die Durchdringung 
von -f* mit einer durch a" gehenden Fläche Z" darstellt. Diese Z- ist der Ort der Paare ?•, q 
für alle durch den Punct z gelegten Ebenen R, und z ist der Pol von 2 in Bezug auf 2^, 
oder Z'' ist dem Kegel z(a-) längs a^ umbeschrieben. Dieser Punct s, welcher auch Pol von 
2? in Bezug auf Q- ist, hängt jedoch, was seine Lage betrifft, nur von F* selbst ab. 

Legt man nämlich durch die Tangenten von a" je ein Paar Tangentialebenen an Q^ 
und verbindet deren Berührungspuncte, so muss jede solche Verbindungslinie durch z gehen ; 
d. h. z ist von 2 durch ein solches Paar Ebenen harmonisch getrennt. 

Wir haben schon früher bemerkt, dass ein solches Ebenenpaar durch eine Tangente 
von «^ gehend, die beiden durch diese möglichen Tangentialebenen der F* für ihre beiden 
in a- sich durchsetzenden Mäntel sind, werden indess noch einmal näher hierauf eingehen. 
Die Bestimmung des Punctes z ist demnach ganz unabhängig von der Fläche Q", und wir 
können von allen andern Eaumcurven ff*, ffi etc. aussagen, dass durch jede und a- 
eine Fläche 2ten Grads Z- bestimmt ist, die dem Kegel z{a-) längs a- umbe- 
s ehr i eben ist. 

Hieraus folgt sodann leicht, dass man irgend 2 der Piamcurven ff*, etwa ff*, ff^ als 
Grundcurven zweier Büschel 2ten Grads annehmen kann, um mittels derselben die F* pro- 
jectivisch zu erzeugen. 

Da aber der Kegel (ff) als Fläche in dem einen Büschel auftritt und -f* längs ff* 
berührt, so muss die ihm zugewiesene Fläche (p- im Büschel (ff|) durch ff* gehen, mit an- 
dern Worten: je zwei der 5 Raum cur ven ff* liegen auf einer Fläche 2 ten Grads 

Im Allgemeinen ist ein Punct des a" Biplanarpunct von F*, doch sind auf a- 4 Uni- 
planarpuncte (Wendepuncte bei Clebsch) 1, 2, 3, 4 auf a-. Es sind die Berührungspuncte der ge- 
meinschaftlichen Tangenten von a" und q-\ und durch sie gehen sämmtliche Eaumcurven ff* 
(conf. Band V.). Beachtet man, dass ff* und ff* auf 9- liegen, so ergibt sich, dass ff*, ff^ sich 



11 

in 4 anderen Puncten 1' 2' 3' 4' einer Ebene X treffen müssen. Wir werden jetzt zeigen, dass 
diese Ebene X mit der Ebene S von 12 3 4 coinzidirt, dass demnach 1' 2' 3' 4' unendlich 
nahe der Gruppe 12 34 sind. 

Durch einen Kegelschnitt K"- des Büschels (12 3 4) und <y*, g\ lassen sich 2 Flächen 
2ten Grads resp. i/»", i>'\ legen; variirt dabei jener Kegelschnitt Ä"", so erhält man zwei pro- 
jectivisch aufeinander bezogene Büschel {i>-) "7^ (S>\)- Das Erzeugniss dieser Büschel besteht 
offenbar aus Z, ferner einer Ebene X durch 1'2'3'4' — indem rp", ri)\ ausser K- noch einen 
Kegelschnitt K], der 1'2'3'4 enthält, gemein haben — endlich aus der den Büscheln gemein- 
samen Fläche (p-. Nun muss X der 2 aus dem Grunde unendlich nahe liegen, weil bei der 
Annahme a-^K^ man statt i^* die Z*, statt il>\ die Z\ erhält, zwei Flächen, welche nach 
dem Obigen den Kegel za^ längs a- berühren, sich also in zwei zusammenfallenden Kegel- 
schnitten a-, a\ durchdringen, von denen a\ in X fällt. Wir schliessen demnach, dass je 
zwei der Curven ff* sich in den 4 Uniplanarpuncten der F* berühren. Auch 
bemerkt man, dass zwei homologe Flächen i\)-, il>'\ sich längs K"^ berühren müssen. 

8. Die Curven g* gehören zu einer oo* Schaar von Curven s*, längs 
welchen F* von Flächen F^ berührt wird. 

Man kann, wie gesagt, F* projectivisch durch 2 Büschel von F- erzeugen, wovon der 
eine ß* zur Basis hat, der andere irgend eine der 4 andern at. Wenn daher Fl beliebig 
durch G* gelegt wird, so schneidet sie aus F* noch s^, so dass auch durch .s* und et eine F- 
geht. Somit hat man auch in ö*, s* die Basen zweier zur Erzeugung der F* dienlichen Büschel. 
Weil aber in dem einen die Fläche Fl selbst ist, so folgt wie unter 7., dass der Fl im andern 
eine Fläche homolog sein muss, die F* längs s* berührt. 

Die Raumcurve a* gehört ferner zu einer oo* Schaar von Curven 
4ter Ordnung der F*, welche sämmtlich aus ß durch Kegel 2'™ Grades pro- 
jlzirt werden und längs welcher F* von einer Fl mit 2 Doppelpuncten be- 
rührt wird. 

i?o sei eine Ebene, welche aus Q", H"^ die Kegelschnitte p-, pl schneidet, r^, Qq seien 
die Spitzen der beiden Kegel, welche n^, pl in einander projizii-en. Die Flächen P-, welche 
den Puncten p von p''' zugewiesen sind, gehen alle durch r^, q^. und werden von einer F\ 
eingehüllt, die a^ zur Doppellinie, í-q, q^ zu Doppelpuncten hat. 

Jedem Puncto p von p- entspricht P-, welche durch die Kegelschnitte e-, e\ von F* 
geht, die den in jj sich schneidenden Geraden e, e^ von Q- entspi-echen. Aber je zwei Flächen 
P;, PI schneiden sich in einem der Geraden pj Pa entsprechenden Kegelschnitt fc-, dessen 
Ebene Ä" die Polarebene des Durchstosspunctes von PxP^ und Z ist in Bezug auf íř"; daher 
liegen »-q, Qo in ^- Berührt PiP^ den p* etwa in pi, so wird fcj die Schnittlinie zweier un- 
endlich nahen in PI vereinigten Flächen. Der Ort von kl ist sodann die Enveloppe der P"; 
er ist leicht projectivisch zu ermitteln. Zu dem Ende nehme man zwei feste Tangenten von p* 
an I, II und schneide sie in ty, t^ durch eine variable Tangente. Wenn die den I, II ent- 
sprechenden Kegelschnitte &', kl sind, so wird die Fläche Tl dem Büschel (a-, fcj), Tl dem 
Büschel (a-, kl) angehören, und T^, Tl durchdringen sich in fc^, welcher der Geraden t^ t„ 
entspricht. Da nun (TD -j^ (Tl), so beschreibt fc^ eine Fläche PJ, wie sie vorher näher definirt 
wurde. Jede P* berührt PJ längs fc-, welche der Tangente von p" im Puncte jj entspricht. 

2* 



12 

Diese Tangente liegt in der Ebene ee^, der das Paar r, g zugewiesen ist. Mitliin fällt r, p 
auf k-, und da e\ e\ durch r und p gehen, aber auch auf P^ liegen, so berührt P- die P* 
in r, p. Durchläuft endlich p die i>-, so dreht sich die Ebene ee^ um einen festen Punct j, 
den Pol von R^ in Bezug auf Q^ folglich ist der Ort des Paares r, p die Raumcurve 4'" Ord- 
nung, in welcher die durch a- gehende 3"- die P* noch durchdringt. 

Um das Verständniss des Vorstehenden möglichst unabhängig von einer früheren Ent- _ 
Wickelung zu machen, möge die Bestimmung der Tangentialebenen von P* in den gepaarten 
Puncten r, q gegeben werden, r, q sei erhalten durch die Ebene P ^ eej — welche die Ge- 
raden e, ßi von Q2 bestimmen. — Die P- für den Schnittpunkt p von e, e^ schneidet aus P* 
die Linien e^ e[, auf welchen r und q liegt, und berührt P* in r, q. Es handelt sich daher 
um die Tangentialebenen von P^. 

Trifft e die Ä' in Po.Pq, so sind dies nach 1. die Spitzen zweier zugleich durch n", e^ 
gehenden Kegel, folglich fällt der Pol von E in Bezug auf P^ in die Gerade e, etwa nach i) ; 
ebenso liegt der Pol von E^ — in welcher Ebene e\ ist — auf e^ in p^. Daher sind »-pp,, pppi die 
gesuchten Tangentialebenen. Was die Lage der Puncto p, pi gegen p betrifft, so ist leicht darzu- 
thun, dass p von p durch p, p' harmonisch getrennt wird, und dass demzufolge pp^ einerlei ist 
mit der Polare ven p in Bezug auf die in der Ebene ee^ aus H^ geschnittene Linie 2'^° Grades. 
Jene harmonische Trennung bedeutet aber, dass p, p zu der Involution j gehören, die vom 
Büschel (P^) = (a^, e^) auf ^'p bestimmt wird. Diese j hat zu Doppelpuncten die Kegelspitzen 
Po-, Pa'i ßines ihrer Paare besteht aus den Puncten a, e, der Ebenen 2?, P; ein zweites liegt 
auf P"-. Weil wegen der Definition von p, p das in P^ liegende Paar der j sowohl p von a, 
als p von e harmonisch trennt, so hat man in p, p wiederum ein Paar von j, wie man sofort 
sieht, wenn man durch Projection die j auf einen Kegelschnitt überträgt. 

Durch Anwendung unserer Construction zeigt sich der biplanare Charakter eines Doppel- 
punctes X von a^: Das Paar r, p, von welchem x der eine Punct ist, befindet sich auf dem 
Strahl 6x und die Ebene P, von welcher es herrührt, muss die S in der zu ex in Bezug 
auf fi' conjugirten Geraden schneiden, und Tangentialebene von Q^ sein. Die Conjugirte zu sx 
ist die Tangente xt von a^, und durch xt gehen zwei Tangentialebenen der Q*, die als R 
auftreten. Berührt eine dieser P in ^ die Q* und schneidet sie H- in fc^, so wäre die Polare 
von p in Bezug auf fc^ mit x durch eine Ebene zu verbinden, wodurch offenbar die benutzte 
R selbst entsteht. 

Verlegt man x in einen der Puncto 1, 2, 3, 4, wo die Tangente von a^ ebenfalls Q* 
berührt, so erhält man nur eine P, die Tangentialebene des Kegels z{a"). (v. 7.). 

Wir fanden (6.) eine Eegelfläche 2^\ als Ort des Punctes <?', der von 2 durch ein 
variabeles Paar r, p der P* harmonisch getrennt wird. Sie ist gemäss der einleitenden Be- 
trachtung die Polarfigur von Q^ in Bezug auf IT- und schneidet BP in i*, auf welcher die 
Berührungspuncte aller einfachen von a an P* möglichen Tangenten liegen. Diese t* hat 
8 P u n c t e ^ mit Q^ gemein, d u r ch w e 1 ch e die 8 Geraden e^. . . e^ von Q* gehen, 
die zur Bestimmung der 16 Geraden von P* führten. 

Indess wird es für die Folge von Nutzen sein, die acht e auf eine neue Art zu be- 
stimmen, und zwar, sie durch eine Hülfsfläche direkt aus Q- zu schneiden: 
J7^, Q^ durchdringen sich in einer Raumcurve P', deren Tangentenfläche — 8'" Ordnung — 



13 



Q* iu der doppelt zu zählenden R* und einem Ort S'" Ordnung schneidet, welcher, wie leicht 
zu begreifen, in die e zerfällt. 

9. Die F,f mit / Doppelpuncten Z), und ihre Geraden. 

o) Wenn H-, Q- sich in einem Puncte öi berühren, so wird*) D, Doppelpunct von FJ, 
natürlich auch Doppelpunct der R*, deren Tangentenfläche jetzt 6*" Ordnung ist. Letztere 
schneidet Q- iu 4 Geraden e, die paarweise verschiedenen Schaaren angehören, und der adop- 
tirten Bezeichnungsweise conform e^, e. ; e^, e^ heissen mögen. Sie liefern 4 Ger aden- 
paare der Fl: c, y; c/, d; q, y, ; d^, ö^, welche ein Doppelquadrupel bilden. 

Zum Beweise beziehe ich mich auf Fig. 1., zu deren Motiviruug die 2. Anmerkung 
dient. Man erkennt als Transversale der 3 windschiefen cc^d die Gerade y^, zu der ebenso 
wie zu jenen á^ allein windschief liegt. Folglich ist cqdd^ ein Quadrupel und dieses wird 

dd^yy^ 

Ermittelung der andern 4 Paare: 

Durch D^ gehen 2 Geraden Cj, e^ der Q" und berühren hier H-. Jede derselben ver- 
tritt auch die ihr unendlich nahe (benachbarte), be- 
ziehlich «3, e^. Denn jede Ebene durch e^ schneidet R* 
in zwei Puncten, Q- in zwei durch dieselben gehenden 
Geraden, die beide sich mit e, vereinigen, wenn die 
um e, sich drehende Ebene e^ aufnimmt. Während nun 



durch dd^yy^^ zum Doppelquadrupel 



ergänzt. 



e,2 das Paar a^, «^ liefert, gibt die benachbarte e^ ein 
windschiefes h^, /3j, wobei a^ unendlich nahe bei h^, «^ 
bei /3| zu denken ist. Ebenso erhält man durch c, und 
die ihr benachbarte e^ die Paare «, « ; h, ß in analoger 
Disposition. 

Die beiden Transversalen von a, ß sind in ij, «,, 
die von b, a in «j ß^ gegeben, und entsprechend liegen in «, ß und 6, a die Transversalen 




*) Anmerkung 1. Zur Erläuterung mag an dieser Stelle Folgendes dienen: Zur Construction des 
Schnittes C* von F* mit einer beliebig durch o gelegten Ebene (S verfahre man also: e sei der Pol 
von 6 in Bezug auf H'^ ; die durch e gehenden Tangentialebenen i? der Q- liefern die in E befindlichen, 
auf C'' fallenden Paare r. p. Sei Tť^ die Schnittlinie von ®, H\ welche auf a' die Puncte x, j: habe. 
Alsdann kann man die fraglichen r, q durch Benützung der Tracen in (S der durch c gedachten R finden. 
Diese umhüllen einen Kegelschnitt ql und man erlangt ein Paar r, p, indem aus x, j die Puncte 
projizirt, welche irgend eine Tangente von gj mit k- gemein hat — als Schnittpuncte der Projizi- 
renden. — 

Auf einer Geraden durch x, welche h- in y schneidet, treten nur 2 Puncte »• auf, entspre- 
chend den von y an fyf möglichen Tangeuten, wobei die Paarlinge $ auf yy fallen müssen. Daraus 
folgt, dass X und x Doppelpuncte der C* sind. 

Wenn H-, Q- sich in D^ berühren, so dass für jede durch cD, gehende (S der Pol c in 
die gemeinschaftliche Tangentialebene der Flächen B-, Q- fällt, so berühren sich auch ql, h' in D,. 
Bestimmt man sodann die auf xß^ — oder jD, — vorkommenden r der C'% so zeigt sich, dass diese 
beiden Puncte in D^ coincidiven, weil die beiden von B^ — als y angesehen — an gj möglichen 
Tangenten zu einer einzigen vereinigt sind. Folglich haben xDi und ^D^ je zwei in D^ zusammen- 
fallende Puncte mit F* gemein, und alle Schnitte dieser Fläche mit den durch aD^ denkbaren 
Ebenen ® bekommen in D, einen Doppelpunct. 



14 

resp. von &i, «^ und «j, ß^ vor. Aber jede der hier auftretenden vier durch D^ gehenden 
Geraden zählt für zwei, weshalb man sie binäre nennen kann, um sie von den zuerst ge- 
fundenen 8, den unären zu unterscheiden. Es wird nicht überflüssig sein, anzugeben, 
welche Transversalen zwei nicht im nämlichen Quadrupel liegende unäre Geraden haben, 
z. B. c, d. Es sind dies offenbar a^ und &^, das heisst zwei benachbarte oder eine binäre. 
Ebenso haben c^, cžj; d, y; á^, y^ je zwei benachbarte Transversalen, resp. in den binären 
(«, &); («Í, ßi); («, ß)- (Vergl. Nr. 14.) *) 

b) Berühren sich H'\ Q- in D^, Z)„, so werden diese Puncte Doppel- 
puncte der F^. 

Es sind 2 Fälle zu unterscheiden : 

Erstens. R* besteht aus 2 Linien 2*" Ordnung und in Q- liegt keine Tangente 
von R*. Durch D^ aber (ebenso durch D^) gehen 2 Geraden ej, e^ der Q^, sie liefern 2 Paar 
durch i), gehende binäre Geraden von Ft. So treten im Ganzen 8 binäre Geraden auf, welche 
die 16 umfassen. 

Diese Fl ist wie die unter 8. behandelte die Enveloppe von ao' Flächen P-: Eine 
Ebene F durch Dy,D^ gelegt, schneidet F^ in einer C* mit 4 Doppelpuncten, d. h. in zwei 
durch Z), Z)„ Kegelschnitten &'•', e", die sich noch auf «^ treffen. Durch a^, e^ lege man eine 
beliebige Fläche ZI , welche aus Fl die Linie c'' schneidet, c'^ geht dann durch D^ D^ und 
hat auch mit a^ zwei Puncte gemein. In «', ö'* ; a^, c" liegen jetzt die Grundcurven zweier 
Büschel (7^), (2^) vor. Schneidet eine FJ ausser «*, 6- noch y^ aus i^!, so hat y"^ zwei Punkte 
mit a=, und 2 Puncte mit c^ gemein; mithin wird eine Z;, die noch einen Punct von?/' auf- 
nimmt, die «/* ganz enthalten. Somit lässt sich Fl projectivisch durch die Büschel (F^), (Z-) 
erzeugen. Aber man kann zur projectivischen Erzeugung auch die Büschel (a-, y-), (a^, c") 
wählen, denn die Yl geht durch 6^, und offenbar liegen «-, &^, c- auf einer Fläche 2'" Ordnung. 
Heisst diese ZI, als im Büschel (a-, c^) befindlich, so entspricht sie der Yl in der projecti- 
vischen Beziehung. Nun geht aber eine andere ZI des Büschels (a-, c") durch y^ ; und dieser 
muss eine Yl entsprechen, die längs y- die Fl berührt. Jede Y'^ des Büschels 
(a^, &^) schneidet hiernach aus Fl eine ?/- aus, längs welcher Fl von einer bestimmten Fläche 
gteu ßrades berührt wird. 



*) Anmerkung 2. Entnimmt man der in Nr. 4 construirten allgemeinen Gnippe I zwei beliebige Paare 
a, a- b, ß, so erkennt man darin 4 Combinationen von je 2 windschiefen Geraden. Man erhält dem- 
nach eben so viele Combinationen von je zwei Transversalen. Es ist klar, dass die 8 Transversalen 
sämmtlich verschieden sind, und dass keine derselben in der Gruppe I vorkommt. Mit anderen 
Worten, die Geraden der Gruppe 11 sind selbst die Transversalen. Wenn daher o,, a^; 6,, ft zwei 
Paare von II sind, so hat man in ihnen 4 der gedachten Transversalen. Nun sind c,, d^ die 2 wind- 
schiefen Transversaleu von a, b; yj, ij die der Combination k, ß. Folglich müssen in der Theil- 
gruppe a^, íř, ,- 6j, jS, noch 2 Combinationen windschiefer Transversaleu sein. Setzt man voraus, 
dass eine dieser Combinationen den windschiefen a, b angehört, so muss die andere zu a, ß gehören. 
Will man daher durch Zeichnung die vorliegenden Paare wiedergeben, so kann man a, a beliebig 
annehmen, auf diesen die Paare a,ai = xy, b^ß^ = jt) beliebig aufsetzen, wobei a;, j auf a, y, tj auf a 
stehen mögen. Alsdann muss 6, ß so gezeichnet werden, dass seine Geraden zugleich auf x, y und 
auf y, \) stehen. Wenn dann b die x trifft, so muss 6 auch j, nicht aber ^ schneiden, weil im letztern 
Falle/? auf y, y stände, und keine der Combinationen aus x^y^ würde 2 Transversalen zweier wind- 
schiefen der Paare a, a; b,ß liefern können. 



15 

Zweitens. E* besteht aus dei- Geraden A A "nd einer durch D^ u. D„ gehenden K^: 
Die TangentenHäche der Ä* ist 4'" Ordnung und hat mit Q* die doppelt gezahlte iž' 
und noch zwei Geraden ťji ^4 gemein. 

Diese ergeben 2 Paar unäre Gei'aden. Durch D^ geht eine von A-^2 verschiedene 
Gerade e, der Q", sie liefert zwei binäre Geraden durch Di, ebenso verhält es sich bei D^. 
Wendet man endlich a.ufD^D„, welche H* in jedem ihrer Puncte berührt, unsere Construction (1.) 
an, so ist zu beachten, dass -DjDj die Ebene 2^ in ^^ auf «^ trifft, dass demnach die beiden 
an a* von to zu ziehenden Tangenten zusammenfallen — ihre Berührungspuncte in to selbst 
liegen. — Es fallen mithin die beiden binären Geraden, welche DiD„ liefert, mit ihr zusammen, 
und es liegen die Geraden der Fl vor in 2 Paar binären ^ 8, der quaternären D^D^ h= 4 
und 4 unären Geraden. 

c) Berühren sich H'^, Q* in 3 Puncten Z>,, D^, D^ und besteht E* aus den Geraden 
D^D^,D^D„^ nebst einem Kegelschnitt E"^ durch D^D„^ so geht durch D^n.D^ noch je eine 
Gerade e der Q*, wodurch man 2 Paar binäre Geraden bekommt. Durch D^ gehen dann noch 
die quaternären D^D-^, D3D1, und ausserdem hat Fl keine Gerade. 

d) Berühren sich iP, Q^ in 4 Puncten Z), so hat Fl nur die vier quaternären Geraden 
AA, AA, AA, D,D,. 

Weil eine quaternäre Gerade & stets den Flächen Ä" und Q^ gemeinsam ist, so liegt 
der Pol «?' jeder durch ■9' gehenden Ebene in Bezug auf H'' auf 9; und es ist & ein Bestand- 
theil von t* (8.). Hieraus folgt, dass eine Gerade, die von g nach irgend einem Puncte von ■9' 
gezogen wird, hier die F* berühren muss, und dass i* im Falle c) aus 2 Geraden und einem 
Kegelschnitt, bei d) aus 4 Geraden besteht. 

e) Die Kegelfläche F^^ mit Doppelkegelschnitt. 

Berühren sich ii", Q- längs á, welche die in 2? liegenden Curven a^ g* von H'', Q' 
im nämlichen Puncte d durchdringt, so nehme man ^ beliebig auf q" an. Die Gerade e der Q^, 
welche durch ^ geht, schneidet d in Po, die beiden Tangenten, die sich von ř an a'' ziehen 
lassen, berühren a" in et, «. Dadurch ergeben sich 2 Geraden p^a, p^cc der -F^ in der Polar- 
ebene apf^a von g in Bezug auf H-. In jedem Puncte von d treffen sich daher 2 Geraden, 
deren Ebene einen Kegel 2'^" Grads einhüllt, nämlich die Polarfigur von q" in Bezug auf íř'. 
Legt man ferner durch d irgend eine Ebene F, welche a^ noch in a schneidet, zieht hier die 
Tangente an a'^, die 2 Puncte ?,, ^2 von q" enthält, so liefern die zugehörigen e^, e, zwei 
Paare von Geraden, von welchen je eine Gerade durch « geht, beide aber in F sein werden. 



IL F^ und ihre 27 (jeraden. 

10. Es werde vorausgesetzt, dass Q'^ die Ebene 2 im Puncte q berührt, dass somit q" 
aus zwei Geraden e, e, der Q'^ besteht. Bedeutet E eine variabele Tangentialebene von Q*; 
r, Q das ihr zugewiesene Paar auf einem Strahl von 0, ď den Pol von E in Bezug auf H-, 
so ist r von q harmonisch getrennt einmal durch ff, <?', sodann durch die JE". Hiernach ist 
auf jeder durch ß gehenden Geraden r, q bestimmt, wenn 0' bekannt ist. Der Ort von 0' ist 



16 

aber die Polarfigur £1 von Q^ in Bezug auf H\ die im vorliegenden Falle durch ff, den 
Pol von 2 geht. 

Nimmt man die Raumcurve i*, in welcher W^, 2\ sich durchsetzen, als Basis eines 
Flächenbüschels {(p") an, so sieht man sogleich, dass die Puncte r, p auf einem Strahl von a 
die Doppelpuncte der von (gj-) auf diesem Strahle bestimmten Involution sind, weil H'^ und S\ 
in diesem Büschel sind. Also ist der Ort von r, q einerlei mit dem Orte für die Berührungs- 
puncte der von e an die y- möglichen Tangenten, d. h. mit dem Erzeugniss F^ des Büschels 
(9-) und dem dazu projectivischen Büschel der Polarebenen von in Bezug auf die einzelnen 9^. 
Die Axe des letztgenannten Büschels wird dann eine Gerade der F^; sie ist die Schnittlinie 
von 2 — . Polarebene von a bezüglich H^ — und der Tangentialebene von 2\ im Puncte g, 
somit die Polare q von q in Bezug auf a^. F^ enthält ferner a- — ais Schnitt von 2, IP 
und die beiden Geraden ?, A der Sl, die sich in ß schneiden, und in der 
eben erwähnten Tangentialebene diese'r Fläche liegen. 

AWe aiif F'^ denkbaren Geraden ordnen sich naturgemäss in 2 Kategorien: Ä) solche, 
welche «^ treffen, B) solche, welche auf q stehen. Jener gibt es 16, die nach Nr. 2 bestimmt 
werden. "Was die in der Abtheilung B) befindlichen Geraden betrifft, so kann in einer durch q 
gelegten Ebene E nur dann eine solche vorkommen, wenn der Kegelschnitt, den E mit der 
ihr entsprechenden q)"^ gemein hat, zerfällt. Damit dies geschehe, muss entweder Berührung 
stattfinden zwischen E und 9-, oder <p- muss eine Kegelfläche sein. Soll ersteres sein, so muss 
der Pol a von E bezüglich 9- auf dieser Fläche liegen, d. h. (p"- muss die durch g gehende 
E\ sein, und es ergeben sich die Geraden l, K\ was die zweite Möglichkeit angeht, so exi- 
stiren im Büschel (g)^) — oder durch t* — vier und nur 4 Kegel, deren Spitzen (nach 7.) 
^1) <'2) ''3) 0^4 sind. Mithin geht durch jeden dieser Puncte ein Geradepaar (resp. Zj, Aj; Zo, A,; 
etc.) und ausser den 5 Paaren Z, A ; 1, , Aj etc. gibt es keine Gerade der i^, welche q trifft ; 
F^ enthält daher im Ganzen 27 Geraden. 

11. Arrangement der 27. 

Zunächst ist zu bemerken, dass keine Gerade der Abtheilung B 2 der Kegelspitzen 
G enthält; da sonst in der durch sie und q gehenden Ebene 4 Geraden liegen würden. 

Die 16 A denken wir in die 5 Systeme © (v. 4.) angeordnet, oder, was auf eins 

hinausläuft, in zwei Doppelquadrupel v'' i ^ j \\ a^ s \ 

Versteht man unter «, « irgend ein Paar, so liegt in seiner Ebene 3t noch eine 
Gerade von F', die weder q ist, noch unter der A; mithin eine der B sein muss, z. B. l^. 
Die Ebenen S, S, S), der drei Paare &, /3 ; c, y, d, d die mit a, a die Gruppe I constituiren, 
gehen ebenso wie 31 durch 6^ . Da aber die Gerade, in welcher 3( von einer der drei anderen 
Ebenen geschnitten wird — als Transversale von 4 Geraden — auf F^ liegt, so muss sie l^ 
sein, d. h. die Ger adenpaare einer Gruppe in A werden von einer Geraden 
der Abtheilung B geschnitten. In dem System @,, welches die Gruppe I enthält, be- 
findet sich die Gruppe II: a^a^^ b-^ß^ etc. die 4 zugehörigen Ebenen 3ii, S^ etc. müssen sich 
entweder in l^ oder in A^ durchschneiden. Wäre l^ die Schnittlinie, so könnte das Paar Oj, «^ 
nicht wie es sein muss auf jedem Paar der Gruppe I stehen; mithin ist A^ die Schnitt- 
linie. — 



17 

Jede der 10 Gruppen hat demnach eine der Geraden B zur Transversale, und es 
leuchtet ein, dass man auf diese Weise alle 10 Geraden B erhält. Jede l wird somit ge- 
troffen von q, X und 4 Geradenpaaren aus A. Sie kann aber von keiner ferneren Geraden 
geschnitten werden. Denn wäre m eine solche, so gehörte sie nothwendig in die Abtheilung 
A, und in der Ebene Im wäre noch eine zweite j* der A. Durch ?)i, jí wäre sodann eine der 
10 Gruppen bestimmt; diese wurden aber alle berücksichtigt. 

Fassen wir endlich eine Gerade a von A auf: Sie ist mit 5 Geraden derselben 
Abtheilung gepaart, die zu je 2 windschief sind; also wird a noch von 5 verschiedenen zu 
je zwei windschiefen von B geschnitten. Wenn etwa a von l geschnitten wird, so kann sie 
nicht auch von K geschnitten werden, da sonst «, Ž, A, q in einer Ebene lägen, folglich wiid 
a von 5 Geraden B getroffen, von den übrigen nicht. Damit ist dargethan, dass jede 
der 27 von fünf und nur fünf Paaren geschnitten wird. 

Unter q werde eine willkührliche der 27 verstanden; die übrigen 2Q sind in 2 Ab- 
theilungen A\ B' zu denken, von welchen B' die 5 auf q stehenden Paare |3i ., ^j . . pj uni- 
fasst. Es entsteht die Frage, ob den 16 Geraden in A' auch die Eigenschaften zuzusprechen 
sind, welche den eben betrachteten A zukommen, und es wird diese Frage bejaht 
werden müssen, wenn nachgelesen ist, dass eine Jede der 16 von fünf windschiefen in A' 
geschnitten wird; denn auf dieser Eigenschaft allein beruhte die Untersuchung I. 

Den erforderlichen Nachweis liefern wir dadurch, dass wir die Geraden A' mit Hülfe 
der als gegeben angesehenen B' also construiren : 

Sind pi . . . p4 irgend vier Paare aus J5', >«, ,« das noch fehlende Paar, so entnehme 
man jenen vier zu je zwei windschiefe Gerade. Da dieselben die Transversale q haben, so 
liefern sie noch eine, *) und diese wird auf F^ liegen, sowie zu den A' gehöi-en. 

Wendet man dies Verfahren so oft an, als es die Paare pi ^4 gestatten, nämlich 

2'*:=16mal, so erhält man sämratliche .4', weil nicht die nämliche Gerade zweimal auftreten 
kann, da sie bei dieser Unterstellung wie leicht zu sehen, in der Ebene irgend eines der 4 
Paare enthalten wäre, was nicht möglich ist. Nun wird die Gerade m ausser von q, ft noch 
von 8 Geraden der A' getroffen, ft von den 8 andern. 

Daraus folgt, dass jede der construirten Geraden f ü n f windschiefen der B' begegnet, 
und da sie q nicht trifft, ebenso keine der fünf anderen aus .B', im Ganzen doch von 10 
Geraden getroffen wird, so müssen unter diesen 10 fünf windschiefe der Abtheilung A' sein. 
Erwägt man, dass q von Keiner der A' getroffen wird, so kann man sagen: 

Je zwei windschiefe der 27 haben fünf Transversalen unter ihnen. 

Für die 16 Geraden A' gelten sonach ohne Weiteres die in Nro 3 u. 4 entwickelten 
Beziehungen. Umfasst man alle 27, so existiren, weil jede mit 10 andern gepaart ist 

— \ — rr 135 verschiedene Paare. 
2 

Ist a, « ein solches, so liegt in seiner Ebene 31 noch die Gerade l. Es gibt nun noch 

8 Gerade, welche a treffen, « nicht, 8 andere, welche «, nicht aber a treffen; die übrigen 



*) Selbstverständlicti ist, dass 4 windschiefe Gerade der F^ nicht hyperboloidisch liegen können. 

3 



18 

27 — 16 — 3 = 8 Geraden x sind daher windschief sowohl zu a als zu «. Da auf l ausser 
dem Paar a, « noch 4 Paare stehen, deren Geraden weder a, noch « treffen, so sind diese 
die acht as; d. h. : 

Jedes Paar a, « bestimmt eine einzige Gruppe von 5 Paaren, unter 
welchen a, « vorkommt. Die Ebenen dieser Paare schneiden sich in einer 
bestimmten der 27 Geraden — in Z — Die 135 Paare vertheilen sich somit- 

in -^ := 27 verschiedene Gruppen, welche einerlei mit denjenigen sind, die 

auf je einer der 27 stehen. 

12. a, &, c seien drei windschiefe der 27 ; einer derselben etwa c weisen wir die Rolle 
der q zu, dann fallen a, 6 in die Abtheilung A'. Dieselben haben, wie eben gesehen, 5 Trans- 
versalen, von welchen (nach 3, d) zwei in A' sich befinden, folglich sind die 3 andern in B'. 
d. h. Drei windschiefe der 27 haben drei Transversalen unter ihnen. 

Wie viele Geraden gibt es, die keine der 3 angenommenen schneiden. 

Ausser den 3 Transversalen hat jede der Gombinationen a&, ac^ bc noch 2, ferner 
wird a auschliesslich noch von 10 — 3 — 4 = 3 Geraden geschnitten, und gleiches gilt für h, c. 
Demnach bleiben 27—3 . 3—3 . 2 — 3—3 = 6, von welchen jede zu a, b und c windschief ist. 

Vier windschiefe a, 6, c, d besitzen 2 Transversalen ij, t^ also können 5 windschiefe 
a,b,c,d,e höchstens 2 Transversalen haben. Wenn wir der e die Rolle von q übertragen, 
so dass a, b, c, d unter den A' sind, so werden diese 4 entweder ein Quadrupel Q bilden 
oder nicht. 

á) Wenn ersteres stattfindet, so liegt von den beiden Transversalen i^, t^ (nach 3 d) 
keine in der Abtheilung A', also treffen beide e. Alsdann gibt es in A' keine zn ab cd wind- 
schiefe, weil aber die in B' enthaltenen auf e stehen, so existirt unter den 27 über- 
haupt keine, die windschief zu abcde wäre. 

Wird umgekehrt angenommen, dass die 5 windschiefen Geraden 2 Transversalen 
haben, so können ab cd keine Transversale unter den A' besitzen, folglich bilden sie unter 
diesen ein Quadrupel, und es muss jede der 22 Geraden wenigstens einer der 
fünf begegnen. 

b) ab cd ist kein Quadrupel, und es werde abc durch b zu einem Quadrupel abcb. 
Von den Transversalen ž^, t^ der ab cd gehört alsdann eine etwa ť^ unter die ^', während i^ 
auf e steht. Hier haben somit abcde die einzige Transversale t^. Ferner wird t^ von «, 
b, c, d und noch einer Geraden / aus A' getroffen, und es sind d, /, b die einzigen gegen 
a, b und c windschiefen der A' fv. 3. d, wo statt d, /, b beziehlich <i, ď, , d steht). 

Mithin sind dies auch die einzigen zu abce windschiefen ; b aber schneidet d, dagegen 
schneiden d, f einander nicht. Das heisst: Es existirt nur eine einzige Gerade/, 
welche keiner der abcde begegnet. 

Es ist damit bewiesen, dass mehr als 6 windschiefe unter den 27 überhaupt nicht 
denkbar sind, und dass, wenn abcdef sechs zu je 2 windschiefe Gerade sind, d. i. 
eine Geradensechs bilden, je 5 derselben eine und nur eine Transversale 
besitzen. 



19 

Fünf windschiefe Gerade haben, wie aus dem Vorstehenden erhellt, 
wenigstens eine Transversale. Gehören 5 solche Gerade der Abtheilung A' an, so 
haben sie nur eine Transversale: Nämlich — nach 3. er — haben sie eine einzige Trans- 
versale unter den A\ wäre eine zweite m möglich, so müsste dieselbe zu den 10 auf e ste- 
henden Geraden B' gehören. Auf m stehen ausser e und der ji in der Ebene ein nur noch 
4 Paare von Geraden aus A'\ also trifft m nur 4 windschiefe Gerade dieser Abtheilung. 

Will man sich deshalb eine Geradensechs verschaffen, so braucht 
man nur zu e irgend 5 windschiefe der Abtheilung A' zu fügen. Es ist zweck- 
mässig, die Geraden einer Sechs mit «,, «o . . . a^ zu bezeichnen, unter (a) soll ihre Ge- 
sammtheit ausgedrückt werden. Je 5 a haben eine einzige Transversale &, nämlich 6,-, wo i 
diejenige der Zahlen 1, ... 6 ist, die bei den fünf angenommenen « nicht als Index ver- 
wendet wurde. Je zwei h sind hiernach die beiden Transversalen einer bestimmten Combi- 
nation von vier a, folglich windschief, und die h liefern eine zweite Sechs (5). 

Die 12 Geraden a, h heissen nach Schläffli eine Doppelsechs, für welche das Zeichen 
{ah) stehen mag. Aus der Construction von (a6) geht hervor, dass «j Transversale über die 
fünf 6 ist, denen der Index i fehlt, dass also («6) durch ein und dasselbe Verfahren erlangt 
wird, man mag von den a oder den 6 ausgehen. 

Wie schon bemerkt, hat jede Combination von vier a ihre beiden Transversalen in (b) 
und vice versa. Ebenso hat jede Combination von drei a ihre 3 Transversalen in (&) ; da- 
gegen hat eine beliebige Combination von zwei « fünf Transversalen (Nr. 11), wovon in (6) 
nur 4 vorliegen. 

Also entspricht jedem Zweier «;, «* der a eine bestimmte, nicht in {lib) befindliche 
Gerade «,-, *; und es sind die 15 auf diese Weise gefundenen «,, t von einander verschieden, 
weil sonst eine derselben mindestens drei a träfe, also in (b) wäre, was ausgeschlossen wurde. 
Durch «i. k sind demgemäss sämmtliche 15, ausserhalb («6) liegende Geraden der F^ reprä- 
sentirt; sie sind aber offenbar auch durch das Zeichen \ 4 darstellbar, wenn man darunter 
die nicht in (a) vorkommende Transversale von 6,, &* begreift. 

Auf eine positive Bestimmung von a,, * kommt man sogleich, wenn man bedenkt, dass 
die Paare «,-, 6*; aj., 6,- von der Schnittlinie ihrer Ebenen getroffen werden, dass diese somit 
eine der 27 ist, auch weder unter (a) noch (i) vorkommt, weil (a) nur windschiefe zu «;, (b) 
nur windschiefe zu 6, enthält. Man wird zugleich gewahr, dass «;. *, &!, * die nämliche Gerade 
bezeichnen, für welche man kurz ih setzen kann. Behält 4 seinen Werth, während k die von 
i verschiedenen annimmt, so erhält man in den ili die 5 (windschiefen) Transversalen über «<, 6,- 

Zu einer ik gibt es überhaupt — wie zu jeder Geraden — 16 windschiefe. Als 
Ti'ansversale von a,-, a* kann ih keine der andern a treffen, da sie dann in (6) wäre, ebenso, 
wird ih von keiner der vier h geschnitten, die weder den Index «, noch fc haben. Sodann 
ist ik windschief zu jeder andern ifc, die mit ihr einen gemeinsamen Index hat, d. h. zu 
8 neuen Geraden. Hiemit sind die 16 erschöpft, welche ik nicht treffen. 

Folglich muss jede řjfci, für welche sowohl i\ als ä;, von i und fc verschieden sind, die ik 
schneiden. 

3* 



20 

Zu 12 sind unter dem 15 ik windschief: 

I 13, 14, 15, IB \ 
\ 23, 24, 25, 2Ö I 
und diese 8 Geraden sind ein Doppelquadrupel OQi- Will man aus QQi drei zuje zwei wind- 
schiefe Gerade haben, so muss man sie entweder dem Q oder Q^ entnehmen, und 4 windschiefe 
sind allein die Geraden von Q oder O,. Also kann man aus den 15 ih Gruppen von hoch-" 
stens 5 windschiefen bilden, und zwar gehört eine gegebene ik zu zwei und nur zwei solchen 
Gruppen. Jede dieser Gruppen besitzt 2 Transversalen, respective «;, h; a^, bt, mithin 
gehört keine derselben einer Sechs an. 

13. Construction der Doppelsechs (ab). 

Zu einer Geraden Ui ist unter den h eine einzige windschief, nämlich 6;, ihre homo- 
loge. Sollen mithin in (ab) mehr als zwei gegenseitig windschiefe möglich sein, so müssen 
sie sämmtlich entweder zu («), oder (b) gehören. 

Erstens: {ab) ist bestimmt durch zwei willkührliche homologe Gerade a^^b^. 

Von den 10 auf b^ stehenden Geraden scheide man die 5 Transversalen über % und 6i 
aus, dann bleiben 5 windschiefe Gerade «^ ... «e übrig. Soll nun die Doppelsechs möglich 
sein, so müssen darin 5 Gerade sein, die alle von b^ geschnitten werden, und gegen a^ 
windschief sind ; offenbar sind «2 ... «e die einzig möglichen, und durch die 6 windschiefen 
«1 ... «5 ist jetzt auch (6) bestimmt. 

Zweitens. Durch 4 windschiefe Gerade ist (ab) bestimmt. 

Die vier Geraden müssen entweder zu («) oder (b) gehören, sie seien a^a^a^a^. Von 
den 3 Transversaleu über «20304 treffen zwei %, die dritte muss zu «, windschief sein, sie 
heisse ö^. Die etwa mögliche Doppelsechs muss daher o^, b^ zu homologen haben und ist 
nach dem Vorigen bestimmt. Nämlich es existiren 5 und nur 5 Gerade, die alle von b^ 
geschnitten werden, dagegen windschief zu «^ sind; offenbar sind «,«3 «4 di'ei derselben. 

Drittens. Werden von (ab) nur drei Gerade a^a,«, gegeben, so müssen deren 
Transversalen ebenfalls in (ab) sein, und zwar als b^ b^ b^ . a„ a^ haben, abgesehen von den 
drei 6, noch zwei Transversalen, von welchen jetzt keine die «j schneidet. Eine dieser z. B. 6^ 
muss homolog zu aj sein. Nimmt man dies an, so ist (ab) bestimmt, genügt auch der Be- 
dingung, «2, «3 zu enthalten. 

Viertens. Soll (ab) zwei windschiefe enthalteil, nicht als homologe, was erledigt 
wurde, so seien es etwa 65 65. Dann sind von ihren 5 Transversalen irgend 4 als a^a^a^a^ 
in der gesuchten («&), und die Doppelsechs ist auch bestimmt. Denn a^a^a^ haben ausser den 
auf «1 stehenden 65 , 6g noch eine Transversale, windschief zu a^ ; also müsste diese die zu a^ 
homologe 6, werden. 

Setzt man dies fest, bestimmt danach («6), so kommen in (ab) vor 65, 65 als Trans- 
versalen von «1, die windschief zu 6^ sind; demzufolge sind auch a^a^a^ als Transversalen 
über b^^b^ in (aV). 

Fünftens. Ist nur eine Gerade a^ der zu suchenden («6) gegeben, so kann und 
muss man als homologe b^ irgend eine der 16 zu ay windschiefen setzen. 



21 

14 Fi mit i Doppelpuncten. 

Der Fall, dass zwei windschiefe Gerade der F^, allgemeiner 2 solche der F* be- 
nachbart — unendlich nahe — liegen, verdient eine besondere Berücksichtigung. Wir legen 
die Construction mittels zweier Geraden e^, e^ — derselben Schaar von Q- angehörend — 
zu Grunde: «i, e^ berühren H'^ beziehlich inp,, ps, welche Puncte den Curven E\ t* gemeinsam 
sind, die beide auf H'^ liegen — letztere auch auf f *, g,, g, bedeuten wie früher die Durch- 
stosspuncte von e^, e, in 2. 

Zieht man von ti an a* die Tangenten ?,«, ^^a — a^ a sind ihre Berührungspuncte, 
so liefert e^ das Geradenpaar Piö, p^cc der F*, wofür kürzer a, « geschrieben werde. In 
gleicher Weise gelangt man mittels e^ zum Paare &, ß. Die Ebenen Pioa, ^36/3 sind die 
Polarebenen von t\, §3 bezüglich IP (1. u. 2.). 

Wenn nun e^ sich in infinitum der e^ nähert, so gelangt h in eine Nachbarlage von a 
und gleichzeitig ß in eine solche von «. Auch p^p^ muss unendlich klein werden; denn so- 
bald 63 die Lage von e^ annimmt, decken sich die Polarebenen von ?i, ^3, und wäre x>i Ih 
endlich, so fielen in dieselbe zwei verschiedene Geradenpaare, und nebstdem der Kegelschnitt^ 
welcher der durch fj gehenden Geraden der andern Schaar von Q^ entspricht, was nicht 
möglich. Also sind a, h ebenso wie «, ß benachbarte windschiefe Geraden der jF*. Ferner 
berühren sich in p^ die Kaumcurven Ä*, <*; aber e^ berührt (Nr. 9) die R* in p,, mithin i* 
im selben Puncte, und auch F*, welche t* enthält. Weil die Geraden a, a der F* durch p^ 
gehen, die Fläche in p^ eine Tangente — e, — besitzt, die ausserhalb der Ebene au liegt, 
so muss 2\ ein Doppelpunct von F"^, also auch von t* sein. Nennen wir 63 die noch durch p^ 
gehende Gerade der Q-, so hat auch diese 2 Puncte von t*, in Pi zusammenfallend, d. i. sie 
berührt H" in p^. Jetzt haben £ř-, Qr in ^j die nämliche Tangentialebene, und es liefert 
e„ ^ e^ (nach 9. «) zwei windschiefe Paare öj, «, ; &i, /3j^ von i^*, wobei Oj, &^ ; «j, /Sj be- 
nachbart sind: 

Existirt auf F* eine Gerade a, zu welcher eine andere 6 von i^^ be- 
nachbart und windschief ist, so besitzt i^* einen Doppelpunct D^ auf a, 
welche selbst zu vier in D^ zusammenstossendenbinären Geraden der F* 
gehört. 

o) i'J mit einem Doppelpunct £>,. 

Wir legen die in Nro 10 auseindergesetzte Erzeugung der F^ mittels des Büschels 
{fp") zu Grunde, und behalten die schon gebrauchten Benennungen, wonach F^ in der Ebene 21 
den Kegelschnitt a- und die Gerade q, Q" in 2 die Geraden e, e^ hat. ffj . . .g^ sind die 
Spitzen der vier durch die Basis ř* von (qo") gehenden Kegel 2ten Grads. Sie sind (7.) conju- 
gii-t in Bezug auf iP, 2\ also auch in Bezug aut ^ff^, Q*, da Q} die Polarfigur von 21 be- 
züglich H"^ ist. Die von q verschiedenen 26 Geraden vertheilen sich in 2 Kategorien il, B\ 
erstere umfasst die auf a* stehenden 16, letztere die 5 Paare Z, A, die auf q stehen, und von 
denen jedes in einem der 6 zusammenstösst. 

Wenn H"^^ Qr sich in D^ berühren, und demgemäss (Aum. 1) D^ Doppelpunct von 
F[ wird, so fallen in D^ zwei der Kegelspitzen ff, etwa ffj, ff^, und ffj, ffo finden sich in der 
gemeinsamen Tangentialebene von H-, Q' für den Punct D,. — Die windschiefen Geraden- 
paare řj, A3 und Z^, A4 vereinigen sich jetzt, und man kann l^ zu Í3, A4 zu A3 benachbart 



22 

auffassen. Zu den 4 binären Geraden der Abtheilung A, die ebenso wie unter 9. bezeichnet 
werden sollen, treten also noch zwei hinzu: Í3, ^3, oder auch l^, A4. 

Die unären Geraden bestehen aus dem Doppelquadrupel QQ, ^ J , ^ ^ \ aus der 

Kategorie A, den 3 Paaren l, K (durch ff), l^li (durch g{), ferner Z^ ^j (durch ffj) aus ^, 
endlich aus q. 

Betrachten wir eine binäre Gerade a aus A\ a ist mit drei andern ö^, «, «j gepaart, 
und es müssen die drei Ebenen a6], a«, ««i je eine Gerade aus -B enthalten (Nro 11). Nun 
kann aber eine solche Ebene keine der binären l^ A3 enthalten; weil die 6 in Z>, zusammen- 
treffenden Geraden Kanten des Kegels sind, auf welchem die Doppelpunctstangenten der durch 
Dy gelegten ebenen Schnitte von F^ liegen (v. Anmerkung 1.). 

Die Ebene aa geht als Polarebene von ři durch 0; muss daher entweder l oder X 
aufnehmen — z. B. l. Zj, ?2 seien die in a\^ au^ befindlichen Geraden. Zu jedem der drei 
gedachten Paare existirt ein benachbartes windschiefes Paar : So gehört zu a, « das Paar 6, ß, 
und es muss (Nro 11) die Ebene hß ebenfalls durch l gehen. Gleiches gilt für l^, l^: 

Die 6 Ebenen, welche je zwei der binären Geraden verbinden, gehen 
durch je eine l oder A der sechs unären Geraden in B, und durch eine be- 
stimmte l geht noch eine unendlich nahe Ebene, in der 2 binäre Gerade 
aus A sind. 

Die auf einer l stehenden Paare sind sonach : q, A ; 2 benachbarte Paare binärer Ge- 
raden, und die beiden noch fehlenden Paare müssen in dem Doppelquadrupe 
GQ^ vorkommen. 

Man sieht hieraus, dass eine beliebige der 6 unären Ž, A nur zwei windschiefe des 
Quadrupels und zwei andere von Q^ trifft. 

Aber Q hat 2 Transversalen, welche beide in B sein müssen ; folglich zu den binären 
gehören; es seien diese Z3, l^. Q^ hat ebenfalls zwei Transversalen, welche nur A3, A4 sein 

können. Auf diese Weise erlangen wir die Doppelsechs : I , í ^ Z -.^ ř 

Hiernach begegnet Z3 der A3 und 4 unären Geraden c, c^ ď, ďj, also noch vier an- 
dere Geraden, die keine andern sein können, als die 4 binären in Á\ dasselbe gilt für A4. 
Folglich trifft auch die binäre a sowohl ^3 als A4 , sie begegnet 5 binären Geraden und den 
mit diesen gepaarten unären. 

Wie wir eben sahen, verhält sich jede der unären l, A ebenso wie die q, nämlich sie 
wird von 3 Paaren unärer und 2 Paaren binärer Geraden geschnitten. Man kann dasselbe 
leicht für eine unäre Gerade in A nachweisen, z. B. für c: 

c ist gepaart mit den unären áj, y, y^ (siehe die Doppelsechs), und die Ebenen cd^, 
cy, cy^ enthalten drei verschiedene l, unter welchen weder I3 noch l^, noch A3 noch A4 sein 
kann. Auf c stehen somit 3 Paar unäre Geraden. Ueberdies wird c noch geschnitten von 
Ol, &! aus A, von ^3, l^ aus 5; folglich müssen diese Geraden zu 2 Paaren sich combiniren 
lassen. %, \ sind aber (nach 9.) benachbart und windschief, I3, l^ ebenfalls; daher stehen 
auf c zwei benachbarte Paare binärer Geraden «1, l^; b^, l^. 



23 

Der binäre Charakter von ?,, A, ist eine Consequenz der Umkehr des im Eingang 
dieser Nummer ausgesprochenen Satzes. 

Befindet sich auf einer Geraden x der F* — oder F^ — ein Doppel- 
punct Z>, ausserhalb der Doppellinie a*, so enthält F* eine der x benach- 
barte, gegen sie windschiefe Gerade. 

Nämlich die Ebenen F des Büschels durch x schneiden aus F* Curven 3ter Ordnung 
C\, welche sämmtlich D und den 2ten Doppelpunct auf x enthalten, überdies x in einem 
variablen Puncte / schneiden. 

Dabei entsprechen die Puncte / projectivisch den Ebenen F. Wählt man unter jenen 
C drei beliebige, so bestimmen ihre Tangenten in den / ein Hyperboloid x"^, das sich F^ 
längs X anschmiegt, mit andern Worten dessen der x benachbarte Gerade in jedem ihrer 
Puncte von F* einen mindestens von der 2ten Ordnung unendlich kleinen Abstand hat, oder 
ganz in F* liegt. 

b) Fl mit 2 Doppelpuncten !>,, D^. 

Berühren sich H^, Q^ in Dj, D^, so werden diese zu Doppelpuncten 
der F^. 

Zwei Fälle können eintreten: 

Erstens. R* besteht aus 2 durch i>,, D^ gehenden Kegelschnitten. Nach 9. b) ist 
die erhaltene Fl stets Enveloppe von oo* Flächen 2ter Ordnung y"^. Vier binäre Geraden 
gehen durch .Dj, vier andere durch D„. 

Zum Unterschied von 9. 6), wo D^, D„ nicht in F\ liegt, fällt diese Gerade hier 
auf FJ, weil sie 4 Puncte der Fläche enthält. Sie muss auch, da sie H"^ in i>i, D^ durch- 
stösst, auf q stehen. Hievon abgesehen ergibt sich dies also: 

t sei die Schnittlinie der Tangentialebenen, die IP und Q" in Z), , D^ haben ; auf t 
liegen, nebenbei bemerkt, die Spitzen ffj, e^ zweier Kegel, welche die iž* enthalten, t durch- 
stosse die Ebene Z in r, und r' sei von t durch Z),, D„ harmonisch getrennt. Alsdann ist 
die Ebene W Polare von t bezüglich IP, Q'^, und sie muss durch <? und durch den Punct q 
gehen, in welchen Q^ die E berührt. Deshalb muss die Polarebene von q in Bezug auf iP — 
welche bekanntlich durch q geht — auch r enthalten, d. h. r befindet sich in q. 

In dem Büschel (9-) mit der Grundcurve t* sind die Kegel ©i, ffj, und an die Stelle 
der anderen Kegel treten zwei Ebenen durch D^, D^. Nämlich t* ist der Ort für die auf IP 
befindlichen Pole von Tangentialebenen der Q^ in Bezug auf H-. Mithin besteht <* aus zwei 
durch X»,, D^ gehenden Kegelschnitten in den Ebenen .S,, U^- 

Das Ebenenpaar £^ S^ ist somit eine 9)*, welche aus F'^ die doppeltgezählte Gerade 
Z>i D„ schneidet. Die diesem Paare in der zu Grunde liegenden projectivischen Beziehung 
zugewiesene Ebene durch q ist also die qA-^2) "ß^ ^s schneidet die letztere aus F^ zwei 
in Dj X>2 vereinigte binäre Geraden — eine quaternäre řj ss ř^ ^ A3 ^ A4. 

Die Kegel (T^, ff, liefern zwei unäre Paare řj. A,; řo, ^2, beide auf q stehend. Endlich 
besteht noch das unäre Paar ř, A durch ff. 

Auf l stehen, wie oben die binären a, «, wie die benachbarten 6, /3. 



24 

Bezeichnen wir die in D^ zusammenstossenden binären durch c, j/; cZ, d; Cj, y^ ; «7,, dj, 

wobei benachbart sind: 

cd, yd, c^d^, y^3^; 
so wird dieselbe l von zwei benachbarten Paaren dieser Gruppe getroffen, und das 5te Paar 
ist q, l. Dasselbe Verhalten zeigen die 5 anderen unären Geraden l, l ; nur q zeichnet sich 
dadurch aus, dass sie die quaternäre B^ D^ trifft. 

Bei den binären tritt keinerlei Unterschied in ihrem Verhalten zu Tage. Z. B. a ist 
gepaart mit «, «,, &i, die gleichwie a zu D^ gehören. Dann enthalten die Ebenen au, cm^^ 
ahi drei windschiefe ř, wovon keine l^ sein kann, sie seien wieder l, Zj, l^. Legt man dem- 
nach durch aZj eine Ebene, so muss die in dieser sich ergebende dritte Gerade nothwendiger- 
weise eine der binären von D^ sein. Oder a wird ausser von «, «j, b^ noch stets von zwei 
windschiefen der Abtheilung A getroffen, die somit unter den in D^ zusammenstossenden 
binären sein müssen. Diese müssen benachbart sein, weil, wenn sie einen endlichen Winkel 
bildeten, a und I3 in ihrer Ebene liegen würden. Sie sind nach der festgehaltenen Bezeich- 
nungsweise in c,, dl gegeben. Die Ebenen «Cj, adi schneiden aus F^ je eine Gerade, die 
nicht eine der unären sein kann,' weil a nur l, ly, l^ trifft, und die Ebenen al, alj^, al^ von 
öc,, aáj verschieden sind. Folglich schneidet ac^ aus F^ die ^3, ad^ die benachbarte l^; also: 

Auf «stehen 3 Paare, aus je einer binären und einer unären Geraden 
gebildet, ferner zwei benachbarte Paare, bestehend aus der quaternären 
Ž3 ^ ž^ und 2 benachbarten Cj, cZ^. 

Hinsichtlich der quaternären Z3 ist zu bemerken : Jede binäre von -D, liegt mit einer 
von -Dj in einer durch l^ gehenden Ebene, so dass vier Paare binärer Geraden auf l^ stehen. 
Das 5te Paar ist in der Ebene ql^ und besteht aus q und der mit l^ vereinigten I3. Die vier 
auf řj stehenden Paare heissen: 

ac^, a^c, ßu, ß^d^ (cf. 11.). 

Zweitens. R* besteht aus der Geraden -D, Z)^ oder l^ und einer durch 
A) A gehenden Raum cur ve 3ter Ordnung i?'. 

Nicht wie im vorhergehenden Falle wird q von Zj getroffen. Denn l^ ist den Flächen 
H^, Q' gemeinsam, weshalb ihr Durchstosspunct to in ^ einer der Schnittpuncte von «^ init 
dem in die Geraden e, e^ zerfallenden g^ ist; ^o liege auf e^. Durch Z)^ geht ausser l^, mit 
welcher e^, e^ vereint sind, die Gerade e^ von Q^, deren benachbarte e^, und deren Durch- 
stosspunct fi = S3 auf e liegt. Analog hat man in D^ die e^ mit dem Durchstosspunct Š3 
auf e, und ihre benachbarte e,. 

% und 63 liefern die unendlich nahen windschiefen Paare «, «; b, ß; e^, e, ergeben 
c, y; d, ä, so dass wie oben 

ab, cd, ttß, yd unendlich nahe liegen, und sämmtliche 4 Paare windschief gegen- 
einander sind. 

Die Polarebenen der Puncte von e bezüglich H"^ werden sich in einer durch ge- 
henden Geraden der Fläche S\ — Polarfigur von Q'^ — schneiden, das heisst in einer der 
Geraden l, h von Fl, etwa iu l. Durch diese l gehen somit die Ebenen der 4 gedachten 
windschiefen Paare. 



25 

Die Tangentenfläche der iž' schneidet aus Q^ zwei Gerade e^, e, (in Nr. 9 h. mit 
e,, «4 bezeichnet), welche die Sekante l^ oder e„ von -R' nicht schneiden, deshalb auf e^ in ř^, fg 
stehen werden. Sie liefern 2 windschiefe Paare unärer Ai-t: m, jí; n, v, deren Ebenen die 
Gerade A enthalten müssen. Die Polarebene von t,^ in Bezug auf i?* ist die Tangentialebene 
dieser Fläche in ?o, enthält folglich žj und geht ebenfalls durch K. 

Von den 4 Kegelspitzeu a^..0^ sind hier zwei in Dj, zwei in Dj zu denken; im 
Büschel {<p-) sind nur die beiden Kegel enthalten, welche die ebenfalls zerfallende t* aus 
Ai A projiziren. Denn da ff^ . . 64 das conjugirte Quadrupel von if, Q^ darstellen, so sind 
sie Spitzen von Kegeln, welche durch die R^ und die Gerade l^ sich legen lassen. Es gibt 
aber nur zwei solche Kegel, deren Spitzen Dj, D„ sind. Uebrigens ist leicht zu sehen, dass 
žj ein Bestandtheil der t* wird. Nämlich i* ist der Ort der auf H"^ befindlichen Pole von Tan- 
gentialebenen der Q" in Bezug auf fl^ mit anderen Worten, der Berührungspuncte derjenigen 
Ebenen, welche Q* und H- berühren. 

Jede durch Zj gelegte Ebene i^ berührt gleichzeitig Q^ H'^ und zwar IP auf řj, etwa 
in ic, sie schneidet R^ in einer durch x gehenden Geraden/ Durch /geht an Q^ noch eine Tan- 
gentialebene ausser F, sie berühre E- in ?/ auf/. 

Wähi'end sich F um l^ dreht, beschreibt x die Gerade žj, dagegen y einen zweiten 
Theil i' der t*. Kommt F in die Lage, dass sie in D^ oder D^ die S'^ berührt, so gelangt 
sowohl X wie y nach Dj, bez. -Dj- 

Í* enthält mithin Dj und Z)„; und wird aus ihnen durch 2 Kegel D^, DJ projizirt, 
die zu den (p"^ gehören. Die Polai'ebenen von g in Bezug auf Z)J, Dl schneiden aus diesen 
Flächen 2 Geradenpaare Zj, A, ; /,, A,, die als binäre zu betrachten sind. Sie stehen auf q, 
welche überdies noch von l, A getroffen wird. 

Die 27 Geraden der F\ sind nunmehr dargestellt 
durch 7 unäre q, Ž, A, m, ;*, »i, v. 
durch 4 binäre Paare «s, «; c, y; Zj, K^\ l^, Aj. 
und die quaternäre Gerade I3. 
Auf q stehen l, A und die binären Paare Zj, A^ ; ij, Aj. 
Auf ? stehen q, A und die unären a, «; 6/3, cy, cZď. 
Auf A stehen q, ? die quaternäre Z3, und »i, ft; nv. 

Da «1, «3, e-, e, die Gerade e^ schneiden, welche m, ft liefert, so muss ni, ft auf jedem 
der Paare ««, 6/3, c/, cZď stehen, also muss m (ebenso ft) 4 windschiefen der genannten Paare 
begegnen und zwar dürfen die aus benachbarten Paaren genommenen windschiefen keinen 
endlichen Winkel einschliessen. Trifft aber m die benachbarten «, b und die c, d; so muss 
fi zugleich aßyd schneiden. 

Das Gesagte gilt in gleicher Weise für w, v, so dass wenn n Transversale über abyů 
ist, V es über ußcd sein muss. 

Dies genügt, um die auf m stehenden Paare zu erkennen: Wie oben hervorgehoben 
enthält die Ebene m, jt (als Polarebene von gj die Gerade A. Da g^, Sj zur selben Schaar 
gehören, so sind w, jt, n, y windschief gegen die quaternäre l^. Aber die Ebenen ma, mb 
müssen aus Fl je eine Gerade l ausschneiden (11.)- Wenn nun diese nicht durch denselben 
Doppelpunct A, oder Z>j gingen, so wäre l^^D-^D^ selbst in ma und m6, was dem wider- 

i 



26 

streitet, dass m und l^ sich nicht begegnen. Aus demselben Grunde kann keine dieser l 
durch I>2 gehen, und weil endlich a, h benachbart sind, so müssen die l zwei unendlich nahe 
der a in D^ befindlichen, etwa l^ und die ihr benachbarte sein. Analog ergeben sich in den 
Ebenen mc, md 2 unendlich nahe l^ : 

Auf m stehen l, [i und zwei benachbarte Paare al^, bl^, sowie cl^, dl^. 
Es ist klar, dass sich die 3 unären w, ft, v genau wie m verhalten. 

Betrachten wir eine binäre a. Da gi, l^ verschiedenen Schaaren zukommen, so liegt 
a mit ?3 in einer Ebene, und es muss in dieser noch eine von den auf q stehenden Ge- 
raden liegen. 

l ist diese nicht, denn l^ schneidet A, ist mithin windschief zu l. Kann es l^ selbst 
sein? In diesem Falle müsste die Ebene al^ die Fl längs l^ berühren. 

Wir verweisen auf Nr, 9 6, wo gezeigt wurde, dass die Polarebene von t,o bezüglich 
fi'^, d. h. die Tangentialebene der -ff* im Puncte t,^ die F\ längs žj tangirt. Diese Ebene 
enthält aber die Gerade A, gegen welche a windschief liegt, da a die l trifft. 

Auch kann keine der Geraden l^, X^ in der Ebene al^ sein, weil in den Ebenen ažj, 
öAi, eine der unären mnyLV enthalten ist, die windschief gegen l^ liegen. 

Demnach folgt, dass a, l^ von einer Zj, K geschnitten werden. 

Also stehen auf a die Paare: 

— in letzteren sind 2 Paare vereint. — 

Was li angeht, so steht auf ihr zunächst Aj, q^, sodann a, m. Es handelt sich darum, 
ein Paar zu finden, dessen beide Gerade zu a und m windschief sind, und welches von den 
Geraden n, (i, v eine enthält. Da nun n mit a, ft mit m in einer Ebene liegt, so könnte 
allein v zu diesem fraglichen Paare geholfen, v ist gepaart mit n, a, ß, c, d, und von diesen 
treffen ň, a die a, während c, d die Gerade m schneiden; so dass einzig das Paar vß übrig 
bleibt, dessen Geraden zu a und m windschief sind; mithin steht auch vß auf Z, . Ueberdies 
wird li geschnitten von der quaternären l^ und einer der binären c, y; so dass auf Z^ wie 
auf a drei unäre Paare, ein binäres stehen. 

Was endlich die quaternäre l^ betrifft, so enthalten die 4 Ebenen, welche durch sie 
und bez. es, « c, y gehen, noch je eine der Geraden l^ y,, i^ Aj, und ausserdem enthält die 
Ebene I3 A die quaternäre Gerade doppelt. 

Damit sind für alle Geraden die auf ihnen stehenden 5 Paare nachgewiesen. Als 
selbstverständlich wurde stets angenommen, dass eine Gerade, wenn sie einer andern begegnet, 
auch die dieser letztern benachbarte treffen muss, nur in einem Doppelpunct ist dies nicht 
nöthig. Wenn die Ebene eines binären Paares die Gerade x aus Fl schneidet, und x nicht 
durch den Doppelpunct geht, welchem das gedachte Paar zukommt, so steht auf x auch das 
benachbarte Paar. Wenn hingegen die Geraden eines binären Paares je einen Doppelpunct 
tragen, wie in dem zuerst behandelten Fall dieser Nummer a, c^, wo dann x die quaternäre 
Gerade I3 ist, so wird I3 von dem Nachbarpaare b, dj nicht getroffen, weil diese Paare nicht 
windschief liegen. 



27 

c) Fl mit 3 Doppelpuncten Dj, D^, D^. 

Berühren sich H", Q* in 3 Puncten D, so zerfällt Ä* in 2 Gerade -D, Dj, -Dj Dj 
und eine durch Z>,, A gehende Linie 2ten Grads, t* besteht ebenfalls aus den genannten 
Geraden und einem Kegelschnitt i* durch D^, D„. 

Die drei Geraden sind quaternäre der F\^ die eine B^ D^ = l^ trifft q (nicht «-) die 
beiden anderen stehen in ?o. §'o auf a\ durch lo geht e, durch g'^ sodann t^. 

Durch i>i geht ausser D^D^ noch eine Gerade von Q': e^, welche e^ in l^ trifft, 

durch Z)^ geht e„, „ e „ ^2 ,, 

Mittels öj, «2 ergeben sich die binären Paare a, « und «i «„ die nicht windschief 
sind, und wobei conform unserer unveränderlichen Bezeichungsweise a, a^ sich treffen etwa 
in r, ebenso «, o^ in p. Es ist j-, p das Punctepaar der Fl, das der e^ e^ verbindenden Ebene 
E zugewiesen wurde. 

In dem Büschel (y-) befindet sich der Kegel Z>^, welcher aus D^ die zerfallende Curve 
t* projizirt. Die Polarebene von 6 in Bezug auf ihn schneidet aus D- zwei binäre Gerade ij, Aj, 
die auf q stehen. In demselben Büschel ist noch ein Paar Ebenen 2^, 2^, wovon jene 
alle D enthält, diese den Kegelschnitt t". Dieses Ebenenpaar schneidet F^ ausser t* in der 
doppeltgerechneten quaternären Geraden l^ ; nämlich die demselben projectivisch entsprechende 
Polarebene von g enthält q und Z,, berührt -mithin F| längs ij. 

Die unären Geraden l, l sind wie bisher voi'handen. 

Wie früher gezeigt, berührt die Polarebene von ?<, bezüglich TP längs D^D.^ die F|, 
die entsprechende Ebene von ^o berührt längs A-^a diese Fläche. In diesen Ebenen befinden 
sich aber beziehlich Z, il; so dass die eine quaternäre — T)^D^ — l trifft, die andere %. 

Auf q stehen: Z, A, die binären žj, \ und die quaternäre l^ zweimal. 

Auf l stehen: q, A, das binäre Paar a,, «, und sein benachbartes \, ß,; die quater- 
näre D3D1. 

Auf A: q, l, das binäre Paar a, a und das benachbarte &, ß. 

Man muss hier bemei'ken, dass, wenn ab und aß benachbart sind, im andern binären 
Paare a^ß^, a^\ es sein müssen, wenn unsere Bezeichnung gültig bleiben soll. Denn a trifft 
dieser zufolge die Geraden «, , &i — nicht «j, /3 — « trifft «i, ßi — nicht «j, 6, — , und 
zwei windschiefe Gerade, welche « begegnen, und in einem ausserhalb a liegenden Puncto 
A einander unendlich nahe sind, müssen benachbarte sein. 

Die binäre Gerade a wird also geschnitten von « und in der Ebene aa liegt noch A, 
ferner von «,, und in der Ebene ««j liegt noch Zj, endlich geht durch a und die quaternäre 
D^D^ eine Ebene. Diese muss noch eine Gerade von Fl enthalten, welche aus den oben 
angefühlten Gründen nicht DiD^ selbst, auch nicht l oder A sein kann. Da sie aber nach 
Früherem eine der auf q stehenden Geraden sein muss, so folgt, dass sie l^ oder Aj sein wird. 
Auf a steht sonach das unäre Paar* «, A, ein Paar gebildet von der quaternären l^ und 6j, 
sowie das benachbarte Í3, %, endlich ein Paar bestehend aus den quaternären D1D3 und řj, 
welches zwei vereinigte Paare repräsentirt.*) 



*) Bemerkens-werth ist der Specialfall, wo R* aus einem Kegelschnitt r' und 2 in D^ auf ;•' sich 
treffenden Geraden B^D^, D^B^ besteht. Alsdann wird die Tangente von ?-^ im Puncte B^ die dritte 

4* 



28 

Indessen gewährt wohl folgende Construction von Z,^, Aj^ die klarste Einsicht in das 
Verhalten der binären und quaternären Geraden: 

Man ziehe aus D^ die beiden Transversalen über a, a, und «, «i, so müssen diese 
einmal auf F^ liegen, sodann können sie nicht auf a* stehen, weil es durch D^ nur eine ein- 
zige Transversale über a, a^ gibt, nämlich -Dj-D^, die in Anbetracht der Lage von ?o, l^ zu a^ 
windschief ist. Stehen aber die Transversalen auf q, so sind sie offenbar einerlei mit Zj, A,.- 

Diese Construction kann ähnlich benutzt werden, um die Paare ř^, A^; řj, Aj der 
vorigen Nummer (Zweitens.) zu finden. Dort hätte man von Z>j^ aus über c, q; y, q je eine 
Transversale řj, A^; ebenso sind l^, A„ identisch mit den durch D^ über a, q; /Í, q möglichen 
Geraden. 

d) Fl mit 4 Doppelpuncten D. 

Berühren sich H^, Q} in 4 Puncten D, so dass E* — gleichfalls i* — aus den 
Geraden : 

(I.) AA, AA, AA, A A 

besteht, so werden diese quaternäre Gerade der F| und stehen auf a^, zugleich paarweise 
auf e, e^. 

Aber auch die Geraden D^D^, AA treten als quaternäre auf, und da sie IP in 
Dl, D^ — bez. D3, D^ — begegnen, so treffen sie a- nicht; sondern q. Durch die Geraden (1.) 
lässt sich kein Kegel 2ten Grads legen, wohl aber zwei Ebenenpaare 2^, 2^; H^, 2^, wovon 
jenes die Schnittlinie D^D^ diese D^D^ habe. 

Die Polarebene von e in Bezug auf ^iS^ geht durch q und berührt F| längs 0,0^, 
da sie diese Gerade doppelt ausschneidet. Genau so verhält sich die Ebene durch q und D^D^. 
Die unären Geraden A, l, die auch der £1 angehören, bleiben hier bestehen, sie sind mit q 
die einzigen unären; binäre gibt es nicht. 

Von den quaternären (I.) sind AAi A A windschief, ebenso die beiden andern; 
dieselben treffen mithin beide entweder e, oder Cj ; etwa e. Weil die Polarebenen aller Puncte 
von e durch l gehen, so stehen jene quaternären auf l, die beiden andern auf A. 

Wie oben dargethan, berühren die Ebenen W^D^, ID^D^ die Fl beziehlich längs A-^i» 
D^D^. So ist das Verhalten der unären Geraden hier ein gleichartiges, auf jeder steht ein 
unäres Paar und jede wird von 2 windschiefen quaternären Geraden getroffen. 

Hiernach wäre es überflüssig, etwas betreffend das Verhalten der quaternären Geraden 
zu sagen, da dies deutlich aus dem Vorstehenden erkannt wird. 



quaternäre Gerade, und die binären fallen aus. Der Kegel aber, welcher aus -D3 der Fl umschrieben 
ist, zerfallt, weil die 3 quaternären Geraden in einer Ebene B^D^D, liegen. Jetzt sind nur noch die 
3 unären q, l, l vorhanden. Weil nun die l mit A^i eine Ebene bildet, so muss jede durch D^ 
gehende Gerade, die nicht in der Ebene D^D^D^ enthalten ist, wohl aber in D^D^l die F^ noch in 
einem auf l befindlichen Puncte treffen, der nie unendlich nahe bei D.^ fällt. Hieraus folgt sodann, 
dass D3 ein Uniplanarpunct mit der Tangentialebene D^D^D^ ist. 

Besteht iž' aus 2 sich in Z», berührenden Kegelschnitten r\ so wird -D, Bi- 
plan arpunct (Specialfall ad b.). Gleich es tritt ein, wenn Ä', ohne zu z erf allen in Z), 
eine Spitze hat (Specialfall ad a). Ausser q, l, l gibt es im ersten Falle noch 2, im 
zweiten noch 6 unäre Gerade. 



29^ 



ni. Beziehungen der verschiedenen Greradensechs unter sich und zu 

anderen Gebilden. 



Für die geometrische Untersuchung der auf einer Fläche 3ter Ordnung F' befindli- 
chen Gebilde liefern die nachstehenden Erörterungen unentbehrliche Hülfsmittel. 

31. Verhalten einer gegebenen Sechs (ai-.aj gegen die 21 anderen Ge- 
raden und die noch möglichen Geradensechs. 

Irgend eine Gerade von F^ gehört entweder zu den «, oder zu den sechs h, welche 
mit jenen die Doppelsechs (ab) bilden, oder zu den 15 Geraden c, von welchen jede zwei, 
aber nur zwei der a trifft. Eine dieser c wird durch i k bezeichnet, wenn sie ai, a* schneidet. 
Zwei der 15 Combinationen bedeuten zwei windschiefe, oder zwei sich schneidende c, je 
nachdem sie einen Index gemein haben, oder nicht. 

Will man daher unter diesen c drei windschiefe angeben, so müssen je zwei der- 
selben einen gemeinsamen Index besitzen. Nun können hiebei nur zwei Fälle eintreten, ent- 
weder alle drei haben den nämlichen Index, wie 12^ 13, 14; oder man hat zu nehmen 12, 
13, 2 3. Im letztern Falle wird jede der noch möglichen Combinationen c entweder keine der 
Zahlen 1, 2, 3 enthalten, und eine solche c wird 1 2, 1 3 und 2 3 schneiden, oder c enthält 
ewta 1, also noch eine von 2, 3 verschiedene Zahl, und muss demgemäss 2 3 schneiden. Es 
gibt folglich keine c, welche zu allen drei ; 12, 13, 23 windschief ist. 

Sollen sonach 4, zu je zwei windschiefe c gewählt werden, so müssen sie sämmtlich 
einen gemeinschaftlichen Index bekommen. Da es nun 5 Combinationen mit einem gemein- 
schaftlichen Element — etwa 1 — gibt, so existiren unter den c noch Gruppen von 5 Wind- 
schiefen, nicht aber von mehr. 

Weil ferner jede der 5 Geraden 1 2, 1 3, 1 4, 1 5, 1 6 sowohl a^ als &, schneidet, und 
die andern 5, welche noch auf a^ stehen, unter den b sind, die 5, welche noch b^ treffen 
unter den a ; so ergibt sich, dass Ui von jeder c getroffen wird ; welche den Index i hat, nicht 
aber von den übrigen c. 

Ferner folgt, dass fünf c zur Bildung einer Sechs nicht gebraucht werden können, 
da sie zwei Transversalen haben. Immerhin kann man aber vier c nehmen z. B. 1 2, 1 3, 1 4, 
15 wodurch (v. 13.) eine sie enthaltende Sechs bestimmt ist. Die beiden fehlenden Geraden 
sind hier leicht aufzufinden: Sie müssen nämlich unter den a und b sein, und von diesen 
sind offenbar a^, b^ allein windschief zu den angenommenen vier c, und wie dies sein muss, 
auch windschief zu einander. Also: 

Eine Geradensechs, welche vier c enthält, nimmt a und die homo- 
loge b auf. 

Wenn demnach eine Sechs zwei a enthält, und aus diesem Grunde keine b enthalten 
kann, aber auch nicht vier c, so folgt, dass sie wenigstens noch eine a enthalten muss, mehr 
aber auch nicht, weil sie sonst mit (a^ . .. aj selbst identisch wäre. 



30 

Man kann sofort die Sechs angeben, zu welcher drei beliebige a — «i «tj a, — ge- 
hören. Die fehlenden di'ei können nur unter den c sein, und es dürfen die entsprechenden 
Combinationen keine der Zahlen 1, 2, 3 enthalten, müssten demnach sein: 4 5, 4 6, 5 6 und 
in der That genügen diese. 

Wir schliessen hieraus: 

Die ausser der zu Grunde gelegten Doppelsechs {ah) noch vorkom- 
menden Geradensechs bestehen entweder 

1. aus drei beliebigen a und drei dann bestimmten c; oder 

2. aus drei ö und drei c, oder 

3. aus einer a, der homologen 6 und vier c. 

Nehmen wir ad 1. an: % «j a, 45, 4 6, 5 6 so muss deren Ergänzung die Transver- 
salen &4 &5 &s von a^ «2 «3 besitzen, folglich noch 12, 13, 2 3; so dass diese zu 2 gehört. 

Nehmen wir aber ad 3. an: 

12, 13, 14, 15, «6, &6, 
so ist deren Ergänzung offenbar: 

6 2, 6 3, 6 4, 6 5, a^, \ ; 
gehört sonach auch zu 3. 

Mithin: Eine von («&) verschiedene Doppelsechs hatentweder in ihrer 
einen Hälfte drei a, in ihrer andern drei 6 — die Transversalen jener a — 
oder aber in der einen Hälfte ein a und ein & mit gleichem Index ^, sodann 
in der zweiten Hälfte auch ein a und ein & mit demselben von i ver- 
schiedenen Index. 

Durch Annahme der drei a oder h ist im ersten Fall die Doppelsechs bestimmt, im 
zweiten ist sie es auch, wenn man über die aus (a h) zu nehmenden Geraden verfügt hat. 
Z. B. bedingt die Wahl aj, \ für die eine, a^^ h^ für die andere Hälfte, dass in dieser 
letzteren die vier c: 12, 13, 14, 15 vorkommen, denn diese c müssen den Index 1 haben^ 
weil sie sämmtlich «^ treffen und dürfen 6 nicht haben, weil sie mit ce, windschief sind. Man 
kann hier noch zufügen: 

Ausser (a h) existirt keine Sechs mit weniger als drei c Verwendet man nun zur 
Bildung einer solchen drei c mit demselben Index, d. h. drei, mit welchen noch zwei andere 
c windschief liegen, so muss von diesen eine in die Sechs eingehen; denn die 3 fehlenden 
können nach obigem weder auschliesslich a, noch &, noch theils a, theils h sein. 

Sd. Verhalten der Geradensechs gegen einen auf F^ liegenden Kegel- 
schnitt a'^ 

In der Ebene von a" liege die Gerade q von F', und es mögen die 16 auf a* ste- 
henden Geraden die Abtheilung J., die 10 andern die Abtheilung B bilden, (v. 10.) 

1. Nimmt man zur Construction einer Sechs vier Gerade aus A — a^^a^a^a^ — 
so sind 2 Fälle zu unterscheiden: 

a) Die vier a sind unter den A ein Quadrupel (v. I. 3), mit anderen Worten, 
unter den A ist keine windschief gegen alle vier. Da von den beiden Unbekannten q nicht 
die eine sein kann, weil die andere dann q träfe, so müssen diese beide zu B gehören. In 
diesem Falle stehen (v. I. 3.) die beiden Transversalen über a^a^a^a^ auf q. 



31 

6) a^a^a^a^ bilden kein Quadrupel, haben also eine der A zur Transversale t. Dann 
gibt es noch eine Gerade in A, welche í schneidet, mit den 4 angenommenen windschief 
ist, daher zusammen mit q die Sechs corapletirt. 

Eine Geradensechs, welche genau drei, oder zwei der Abtheilung A entnommene Ge- 
raden besitzt, kann nicht existiren: Denn bei dieser Voraussetzung kann q nicht zur Sechs 
gehören, da sonst die fehlende zwei oder drei in A wären; also müssten die zu den drei, 
resp. zwei in A befindlichen noch erforderlichen drei resp. vier auf q stehen. Somit würde 
q zur ergänzenden Sechs gehören, und träfe wenigstens eine der in A angenommenen Geraden, 
was nicht stattfindet. 

3. Soll endlich die Sechs eine einzige a^ von A enthalten, so ist sie durch diese 
Forderung auch bestimmt; denn es gibt 5 Transversalen von «i, q; folglich auch 5 zu a^ 
und untereinander windschiefe, auf q stehende Gerade. 

Im Falle 1. a) verhält sich die ergänzende Sechs ebenso wie die angenommene, da 
die Transversalen eines Quadrupels wieder ein solches bilden. Die auftretende Doppelsechs 
hat in jeder Hälfte vier einpunctige und vier Nullsecanten von a*. 

Bei 1. h) verhält sich die ergänzende Sechs wie ad 3. Die Doppelsechs hat in der einer 
Hälfte 5 einpunctige, 1 zweipunctige Secante q, in der andern eine einpunctige, und 5 Null- 
secanten des a*. 

Bei 3. ergibt sich dasselbe wie ad 1. h). 
Anwendung: 

Man lege im Falle 1. a) durch a^ und das Quadrupel «^ a^ a^ a^ eine Fläche F\ so 
durchdringt sie die -F' noch in einer Eaumcurve 6ter Ordnung R^, für welche die Geraden 
(«1 . . . Og) wie sofort erkannt wird, 4 punctige Secanten sind. Hieraus folgt, dass durch R^ 
keine zweite F^, noch weniger F- möglich ist. Ferner ergibt sich, dass die ergänzende 
Sechs (6i.-.ö,) aus Nullsecanten von R^ besteht: 

Zunächst kann R^ keine 4 noch 5 punctige Secante ausser den a besitzen, da diese 
mit irgend einer a in einer Ebene liegen müsste. Eine Transversale h über fünf a kann des- 
halb diesen a nicht sämmtlich anf R^ begegnen, ebensowenig 4 oder drei a auf i?« treffen. 
Würde dies aber für zwei a — oder nur ein a — stattfinden, für die anderen 3 — 
oder vier a — nicht, so hätte eine durch drei der letzteren gelegte F'' mehr als 12 Puncte 
mit -R' gemein. 

Kann nun h keine der fünf a auf R^ schneiden, so kann sie auch sonst keinen Punct 
von R^ enthalten, weil dann gar mehrere F"^ durch R^ gingen. Die 15 Geraden c sind jetzt 
2 punctige Secanten der R\ weil jede c mit einer a und einer b in einer Ebene liegt. Wenn 
man alsdann durch 2 vierpunctige Secanten a und die c, welche diese a schneidet, ferner 
einen Punct j^ auf E^ einen Büschel von -F^ legt, so wird durch die F^ noch ein variabler 
Punct q aus R^ geschnitten, woraus der rationale Character der Curve hervorgeht; also R^. 
(v. Bobek in den Sitzb. der kais. Akad. der Wissensch. 1887. März.) 

Legt man im Falle 3. durch a"^, a^ eine Fläche i'f, so wird F^ von dieser noch in 
R^ durchdrungen, für welche die Geraden a offenbar 3 punctige Secanten sind. Sodann ist q 
eine h der ergänzenden Sechs, und zwar 1 punctige Secante der R\ Gleiches gilt von den 
anderen 6, da jede a* und a^ trifft. Hier sind die fünfzehn c, wovon jede mit einer a und 



32 

einer I in einer Ebene liegt, 2punctige Secanten. Ist p das Geschlecht der Ä^ so ist p — 1 
die Mannigfaltigkeit der durch a^, a^ möglichen Flächen 2ter Ordnung, also p— 1 = 2, 2> = 3. 
(V. Nöther's gekrönte Preisschrift über die alg. Eaumcurven.) 
S. Auf F^ befinde sich die Raumcurve 3ter Ordnung ižg. 
Damit ist eine Doppelsechs gegeben {ah), deren eine Hälfte a aus 
Nullsecanten, die andere aus 2punctigen Secanten der Curve besteht. 

Man überzeugt sich hieven leicht in folgender Weise: Eine Tritangential-Ebene der 
F', zeigt, dass immer eine Gerade c vorhanden sein muss auf F*, die Rl Ipunctig schneidet. 
Alle 2punctige Secanten von Rl, welche c schneiden, erfüllen eine Regelschaar F^, von welcher 
wie man sieht, zwei Gerade in die Fläche F^ fallen müssen. 

Hat hiernach Rl eine 2punctige Secante hi auf F^, so treten in den 5 Tritangential- 
ebenen durch hi auch 5 windschiefe Nullsecanten a auf. Würde man durch eine dieser a 
Tritangentialebenen legen, so fände man 5 windschiefe 2 punctige Secanten. 

Diese können aber nicht die einzigen sein, weil sie sonst bei drei verschiedenen 
Nullsecanten auftreten müssten, drei windschiefe Gerade der F^ aber nur 3 Transversalen 
haben. Folglich sind wenigstens 6 zweipunctige Secanten auf F*, mehr aber nicht, weil auf 
F^ keine Gruppe von mehr als 6 windschiefen Geraden existirt. 

Ebenso folgt, dass es 6 Nullsecanten gibt, die auch zu je zwei windschief sein müssen. 
Liefern also jene Bisecanten die Sechs (^i . • . ^»J, so müssen die Nullsecanten ihre Ergänzung 
bilden, da eine derselben fünf h schneidet. 

Es ist somit klar, dass die fünfzehn c 1 punctige Secanten von Rl sind. Was die Lage 
aller möglichen Sechs gegen Rl betrifft, so findet sich Alles, was man darüber sagen kann, 
unter 3Í. schon ausgeführt. 

Um aber bei gegebener {ah) eine Raumcurve Rl zu construiren, welche die eine 
Hälfte h zu Bisecanten hat, braucht man nur 4 dieser h als Sehnen von Rl anzunehmen 
sowie noch 2 Puncte ?, s' auf F^. 

Die sich ergebende Curve hat dann 10 Puncte auf F^. Zu einer Iten Anwendung 
benutzen wir die Doppelsechs, welche durch 3 beliebige a bestimmt ist. Sie ist 21.: 



{a^ Oj Oj 4 5, 4 6, 5 61 
2 3, 13, 12, h, h, h,] 



Legt man durch Rl und ihre drei einpunctigen Secanten 4 5, 4 6, 5 6 eine F*, so 
durchdringt diese F^ noch in R^ und es werden sowohl die angenommenen 1 punctigen Se- 
canten c als auch a^ «^ "s für die R^, Quadrisecanten sein. 

Fasst man nun in der andern Hälfte eine zweipunctige Secante h von Rl auf, so trifft 
sie noch zwei der angenommenen c. ist folglich Nullsecante der R^. Wenn man dagegen in 
dieser Hälfte eine der einpunctigen Secanten von Rl betrachtet, so schneidet sie jede der 
angenommenen c, wird somit auch Nullsecante der R^. Auf diese Weise finden wir demnach 
die unter S9. behandelte Rl wieder. 

Bei dieser Gelegenheit dürfte es angezeigt sein, eine Mittheilung von Herrn Em. 
Weyr „Ueber rationale Raumcurven", publicirt in den Sitzungsberichten dieser Gesellschaft, 
Jahr 1882 in einigen wesentlichen Puncten richtig zu stellen. 



33 

Erstens wird (pag. 16B) bewiesen, dass durch eine rationale Rl eine einzige F* 
möglich ist. Der Beweis stützt sich darauf, dass der Restschnitt 3ter Ordnung, den zwei durch 
eine Ä" gehende F^ gemein haben eine der von Sturm betrachteten Formen haben müsse; 
aber diese Formen umfassen nicht alle Fälle. 

Uebrigens ist die Behauptung nicht wahr; und Herr Weyr selbst gibt (pag. 162) 
eine Rl an mit einer fünfpunctigen Sekante D. 

Durch diese gehen sicher oo^ Flächen F^, weil jede F^, welche D enthält und noch 
durch 14 beliebige Puncte der Rl geht, diese Curve ganz aufnehmen wird. 

Eine zweite Correctur ist von besonderer Wichtigkeit, weil wir durch sie dazu ge- 
langen, alle denkbaren Rl klar zu erkennen. 

Die Trisecanteu einer Rl sind die Erzeugenden einer Regelfläche F^^, welche F^ 
ausser in Rl in einem Ort 24ter Ordnung schneidet, und es muss dieser Ort aus Geraden 
von F^ bestehen. 

Hieraus wird pag. 164 geschlossen, insofern eine Quadrisecante für 4 Trisecanten zu 
rechnen hat: „Eine Rl hat 6 Quadrisecanten. " Allerdings ist 4.6 = 24; aber muss denn 
eine Gerade, welche zugleich auf F„g und F^ liegt vier Puncte mit Rl gemein haben, und 
ist es undenkbar, dass sie nur di'ei, oder etwa 5 Puncte dieser Curve enthält? Offenbar 
müsste eine derartige Annahme ausgeschlossen sein, wenn die obige Folgerung gezogen 
werden darf Die Sache verhält sich wirklich ganz anders, indem die in Rede stehenden 
gemeinsamen Geraden von -Fooi ^ theils 3, theils 4, theils 5 punctige, endlich auch aus- 
schliesslich Quadrisecanten sein können. Streng wird man also verfahren: 

Besitzt Rl eine öpunctige Secante S^ nicht aber mehr, was man annehmen kann, 
weil sonst Rl auf einer F"^ läge, und als eine hinreichend bekannte Curve nicht weiter in 
Betracht zu ziehen wäre — so repräsentirt S^ 10 Trisecanten, bleiben 24 — 10 = 14 gemein- 
schaftliche Gerade von F^^. F^. 

Da 14 nicht durch 4 theilbar ist, so kann diese Zahl nicht durch lauter Quadrise- 
canten aufgebracht werden; d. h. F„q, F^ haben sicher eine Gerade S^ gemein, die nicht 
mehr als Trisecante für Rl ist. Mittels der -Foq, oder auch wie Weyr pag. 165 zeigt man, 
dass S^ noch von 3 Trisecanten ausserhalb der Curve Rl geschnitten wird. Diese sind dem- 
nach ebenfalls auf F^ und bestimmen mit S^ drei Tritangentialebenen der F^, in welchen 3 
Nullsecanten von Rl sein werden. Mithin muss das durch diese und S^ gelegte Hyperboloid 
noch 9 Puncte der Rl ausschneiden. Dies Hyperboloid hat aber mit F^ nur noch zwei wind- 
schiefe Gerade gemein, also muss von diesen die eine öpunctige, die andere 4punctige Se- 
cante der Rl sein. Wir finden demnach: aj Hat Rl eine 5 punctige Secante, so hat 
sie auch eine einfache Trisecante auf-F^ zudem aber auch eine Quadrisecante; und 
es ist auch keine 2te Quadrisecante von Fl möglich, wenn nicht eine i^^ die Curve ent- 
halten soll. 

b) Hat Rl eine einfache Trisecante auf F^, so besitzt sie eine 5 punc- 
tige und eine 4 punctige Secante. Im Gesammtschnitt 24. Ordnung rechnen diese 
beiden für 10 + 4 Trisecanten, bleiben also noch 10 gemeinschaftliche Gerade von F^^, F^, 
die sämmtlich einfache Trisecanten der Rl sein werden. 

Durch diese Rl gehen, wie schon oben bemerkt oo' Flächen dritter Ordnung. 



34 

Wird jetzt die Voraussetzung gemacht, dass iž° keine fünfpunctige Secante hat, so 
kann sie auch keine einfache Trisecante auf F^ haben, und es muss der Gesammtschnitt 24. 
Ordnung aus lauter, d. i. sechs Quadrisecanten bestehen. Durch diese Rl geht keine 
zweite F^. 

Endlich sind wir zur Umkehr berechtigt: 

Geht durch i?^ nur eine-F', so dass siedemgemäss keine fünfpunctige- 
Secante haben kann; so besitzt sie 6 Quadrisecanten. (Siehe iö.) Gehen aber 
zwei F^ durch R^, so besitzt sie nothwendig eine fünfpunctige und eine 
Quadrisecante; weshalb dann auch eine Regelfläche Fg durch die Curve geht, welche die 
öpunctige Secante zur doppelten, die 4punctige zur einfachen Leitlinie hat. 

Daher: Die Restcurve dieser Rl besteht aus einer doppeltzählenden 
und einer einfachen Geraden, die sich nicht treffen. (Nöther.) 

2. Anwendung. 

Man verstehe unter 9i' drei windschiefe Gerade der F^: a^, a^, a^ und schneide F^ 
mit einer duixh SR' gelegten Fl in iž^. 

Um zu sehen, wie die ausserhalb 3i' befindlichen Geraden der F^ sich gegen «j, a^, a^ 
verhalten, bediene man sich irgend einer Doppelsechs (a b), in der die Gruppe 9Í' vorkommt. 

Es zeigt sich dann sofort, dass für SR^ sechs Nullsecanten existiren, wovon drei zu 
den a, drei zu den fünfzehn c gehören, nämlich: 

^^45 ^*5) ^6) 4 5, 4 6, 5 6. 

Auch besitzt SR' sechs Bisecanten: 

12, 13, 2 3 und b^, b^, 63. 

üeberdies sind die Transversalen der 9Í', nämlich 64, b^, b^ dreipuhctige, alle übrigen 
neun Geraden c einpunctige Seeanten. 

Demzufolge hat i?|: 

Sechs öpunctige, ebenso viele Ipunctige, neun 2punctige, drei Nullsecanten; doch 
bilden hier weder die dreipunetigen, noch die einpunctigen Sekanten eine Geradensechs, wie 
dies oben stattfand. 

"Wegen der Restcurve SR' kann Rp keine der Species vom Geschlechte Null sein. Wäre 
aber i> > 1, so müssten durch SR' wenigstens 00^ Flächen 2ter Ordnung gehen, was nicht 
möglich ist, also p = 1. Für diese Rl ist jede der angenommenen a Quadrisecante ; denn 
die Ebene durch a^ und die einpunctige Secante 63 der iž^ enthält noch 12, eine zweite 
Ipunctige Secante der Curve. 

Wird umgekehrt auf F^ eine Rl — vom Geschlecht 1 — vorausge- 
setzt, so muss ihre Restcurve aus 3 windschiefen Quadrisecanten der Rl 
bestehen. 

Beweis. Um möglichst kurz zu sein, werde F^ ohne Doppelpunct gedacht. Durch 
die gesuchte Restcurve muss eine, aber nur eine F^ gehen; sie muss deshalb eine Gerade 
zum Bestandtheil haben, da sonst 00" F^ durch sie möglich wären — Rl — . Ihr zweiter 
Bestandtheil kann, wie man gleich einsieht, keine zerfallende oder nicht zerfallende Linie 
2ter Ordnung sein, folglich könnte er nur aus zwei windschiefen Geraden, oder einer doppelt 



35 

zählenden Geraden bestehen. Wäre die Unzulässigkeit letzterer Annahme bewiesen, so folgte 
von selbst, dass die drei Geraden zu je zwei windschief sein müssen. 

Ist aber im Kestschnitt eine doppelt zählende Gerade «o, so ist auch eine einfache a^ 
darin. Nun können die durch a„ gehenden zwei F^ nicht eine der a^ benachbarte windschiefe 
enthalten, weil F^ auf o„ keinen Doppelpunct hat (v. 11), sie können auch nicht längs a^ 
eine gemeinschaftliche Tangentenebene besitzen.^) 

Soll aber eine F- durch «„ existiren, für welche diese «j im Schnitt F^,F^ doppelt 
zählt, so kann «„ nur dann einfach auf F- sein, wenn F"^ noch eine der a^ benachbarte die a^ 
treffende oder nicht treffende Gerade von F^ enthält. Da aber Beides nach dem Gesagten 
ausgeschlossen erscheint, so könnte nur noch a, eine doppelt zählende Gerade der F- sein. 

Wäre jetzt % windschief zu «r,, so könnte eine solche F'' nicht auch a^ enthalten; 
schneidet sich dagegen «i, «j, so genügt jede der oo^F", welche aus der Ebene a^cu und 
irgend einer durch a^ gelegten Ebene besteht, der Forderung, und das Geschlecht der -Bp 
wäre = 2. 

Hiernach hatizj^rei windschiefe Quadrisecanten, worunter nebenbei 
keine zwei benachbarte sind. 

©. Die Quadrisecanten aller Rp. 

Die supponirte Existenz einer Quadrisecante bedingt ersichtlich mindestens 7 scheinbare 
Doppelpuncte für die Ep-, also p ^ 3. 

Erstens. El hat entweder keine Quadrisecante, oder unendlich viele. Nämlich, 
wenn sie eine hat, so liegt El *) auf einer F- ; hat mithin die eine Schaar von Geraden zu 
Quadi-isecanten. Dass El keine Quadrisecante zu haben braucht, zeigt das angeführte zweite 
Beispiel (SS). 



') Man kann den Satz aufstellen: 

Wenn eine Gerade «2 ™ Schnitt zweier i" doppelt zäHt, diese F^ ohne Doppelpuncte sind, 
so gibt es im Büschel dieser I^ stets eine Regelfläche F^ mit der Doppelgeraden a^. 

Es ist klar, dass die Flächen eine der Oj benachbarte mndschiefe Gerade nicht enthalten, 
können. Gesetzt, in Oj fielen zwei sich schneidende Gerade der Flächen zusammen. In der alsdann 
auftretenden gemeinschaftlichen Tangentenebene liege noch Oj von F'. Legt man durch a^, a^ irgend 
eine i^, so hat diese mit F^ eine iž* gemein, die «j in zwei Puncten schneidet. B* ist die Basis 
eines Büschels i^, der mit dem Ebenenbüschel durch «2 die Fl erzeugt ; mithin bekommt diese zwei 
Doppelpuncte auf Oj. Soll nun in anderer Weise a^ doppelt zählen, so betrachte man eine Ebene E, 
welche a, in einem beliebigen Puncto s schneidet; dann müssen sich die Curven, welche E mit den 
F^ gemein hat, in s berühren; d. h. in jedem Puncto von «2 haben die beiden F' eine gemeinsame 
durch «2 gehende Tangentenebene. 

Legt man hierauf eine Ebene durch «jj so wird diese Bitangentialebene beider F', und ihre 
Berührungspuncte auf Oj werden die nämlichen zwei Puncte sein. Die F' haben ausser «2 noch eine 
Raumeurve Ä' gemein, eine beliebige durch a^ gelegte Ebene enthält nur 2 Puncte dieser Cui-ve 
ausserhalb o,, also ist a^ Spunctige Secante der Rp'. Die adjungirten Flächen 2ter Ordnung haben, 
wie im Text zu sehen, sämmtlich die a^ zur Doppellinie, ihre Mannigfaltigkeit ist also 2 ; folglich 
Í j =r 3 =: 7 — 4. Alsdann aber liegt (Bobek a. a. 0.) IV auf einer Regelfläche F^ mit 
der Doppelgeraden Oj. 



36 

Zweitens. Bl liegt auf einer Eegelfläche F^, deren Doppelgerade einzige Quadri- 
secante der Curve ist.*) Eine zweite kann die Curve nicht besitzen, da diese auf F^ liegen 
würde; die Geraden von F°, die einfache Leitlinie mitgerechnet sind Bisekanten der iž|. 

Drittens. Rl hat 3 windschiefe Quadrisecanten. 

Viertens. Rl hat entweder sechs Quadrisekanten, oder nur eine, und in diesem 
Falle stets eine öpunctige Secante. 

Schlussbemerkniig. Eine nahe liegende Anwendung bietet die Bestimmung der 
Ordnung sc für die Trisecantenfläche F" einer auf F^ liegenden Raumcurve. 

Handelt es sich 1. um Rl, so ist diese Curve — weil vom Geschlechte 1 — fünffach 
auf -F'^ . Ihre drei Quadrisecanten «j a^ a^ sind 4fache Gerade dieser Fläche. Ferner befinden 
sich unter den Geraden von F^ noch 6 Trisecanten der R[, nämlich die sechs zur Gruppe 
a^ «3 «3 windschiefen «4, «5, a«, 45, 45 58. (v. 21.); daher 3a; = 5.6-|-3.4-(-6, £C^16. 

2. Rl ist 4fach auf i^. Die Restcurve, welche eine durch R\ gelegte Fl aus F^ 
schneidet, besteht aus einem Kegelschnitte «- und einer ihm nicht begegnenden Geraden l 
Diese l wird Quadrisecante von R\, und demnach 4fache Gerade der i^-",; überdies hat Rl 
8 Trisecanten auf F^, nämlich die Geraden Zj, ilj, l„_, A„ . . . l^, A^, welche weder a- noch l 
treffen; daher 3£c = 4.6 + 4 + 8, a;=12. 

3. Rl ist 3fache Curve von F'', und wird durch eine irreductibele Rl zum voll- 
ständigen Schnitt zweier F^ ergänzt. Es sind auf F^ 6 Gerade, welche R\ nicht treffen (v. 6). 
Sie sind Trisecanten von Rl und zwar die einzigen, welche diese Curve auf F^ haben kann, 
also : 3£c = 3.6 + 6, £c = 8. 



*) Bobek a. a. O. 



Druckfehler: 

In Nr. 1. lies 0' statt <r', und in der drittletzten Zeile e^, ej statt e, e,. 
In Nro 2. zu Anfang: (f) "/Vit) Statt {p) n (_p) 
■P^~K P\ . {P') » [PI). 



ÜBER DIE 



TEMPERATUR VON PRAG. 



VON 



Dr. STANISL. KOSTLIVY. 



(Abhandlungen der königlichen böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften. — YII. Folge, 11. Band.) 

(Mathematisch-naturwissenschaftliche Classe Nr. 4-) 



PRAG. 

Verlag der königl. böhm. Gesellschaft der Wissenschaften. — Druck von Dr. Ed. Grégr. 

1887. 



über die mittlere Temperatur von Prag besitzen wir verschiedene Angaben. Die 
erste Bearbeitung der meteorologischen Verhältnisse Prag's rührt von Fritsch her, der in 
seinen „Grundzügen einer Meteorologie für den Horizont von Prag" V eine mittlere Jahres- 
temperatur von 7-66° E = 9-58" C bei Verwendung der Jahre 1771—1846 angibt. 

Später hat Jelinek in seiner Abhandlung „Über den täglichen Gang-) der vor- 
züglichsten meteorologischen Elemente aus den stündlichen Beobachtungen der Prager Stern- 
warte abgeleitet" auch den jährlichen Gang behandelt. Nachdem er aus den 8 — 9 jährigen 
Beobachtungen den Werth 7*16° R =: 8'95'' C findet, des zu kurzen Zeitraumes wegen die 
Monatmittel als nicht sicher genug ansieht, benützt er gleichfalls die ihm von Fritsch mit- 
getheilten Werthe. 

Kr eil führt in seiner „Klimatologie^) von Böhmen" bei Benützung der Jahre 1771 
bis 1859 dieselbe mit 7-598'' R = 9'50° C an, welcher Werth anch in Wild's „Temperatur- 
verhältnisse des russischen Reiches" und in Studnicka's „Všeobecný Zeměpis" benützt wurde. 

In den „Jahrbüchern*) der k. k. Centralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus" 
ist als Normalmittel für den 20jährigen Zeitraum (1848 — 1867) das Jahresmittel mit 
7'43*'R:= 9'29''C angegeben. Noch wollen wir erwähnen der Angabe Chavanne's,") wenn 
auch die von ihm veröffentlichten Daten sehr wenig Vertrauen verdienen, mit 9'39° G. 

Schliesslich hat Augustin in seiner Abhandlung „Das Klima ^) von Prag" für 
den 40jährigen Zeitraum 1840 — 1879 die mittlere Temperatur gerechnet und erhielt als 
Jahresmittel 916" C, also einen gegen Fritsch um 0-42°, gegen Kreil einen um 0-34'' niedri- 
geren Werth. Wenn wir jedoch selbst diese niedrigere Angabe Augustin's mit 9"16'' C als 
richtiger ansehen und dieselbe auf's Meeres-Niveau reduciren, so ergibt sich mit Rücksicht 

') Abh. d. kgl. böhm. Ges. der Wiss. V. Folge. VII. Band, Prag 1850. 

2) Denksch. d. k. Acad. d. Wiss. n. Band. II. Abth. Wien 1851. 

') Nach dem Tode des Verfassers auf Kosten der k. Acad. der Wiss. in Wien herausgegeben von Dr. 

C. Jelinek. 
*) Neue Folge, VI. Band. Jahrg. 1869. 

-') Die Temperaturverhältnisse von Österreich-Ungarn, dargestellt durch Isothermen, Wien 1871. 
°) Sitzber. d. königl. böhm. Ges. der Wiss., Jahrgang 1880, pag. 314 if. In einer späteren Abhandlung 

„Jak se užívá vzorce Lambertova-Besslova v meteorologu" (Gas. pro pěst. math. a fys. 1885) findet 

er d-Sö" für einen 80jährigen Zeitraum. 



4 

auf die Seeliöhe von Prag mit 202 m und eine mittlere Temperaturabnahme von O-ö" pro 
100 m eine mittlere Temperatur von 9-16 -f- l'Ol = 10-17" C im Meeres-Niveau ; wenn wir 
aber die erschienenen Isothermenkarten von Dove, Wild und Hann betrachten, sehen wir, 
dass diese Temperatur wenigstens um 0-6— 0*7° C zu hoch ist, da sich aus den Karten nach 
Schätzung eine Temperatur von 9-5'', höchstens 9-6" ergeben würde. 

Auch Kreil fand') bei der Reduction der Temperaturmittel auf eine Normalebene von, 
70 Toisen = 136 m Seehöhe, dass die Temperatur von Prag um 0-52'' R = 0'65° C zu hoch 
sei. Nachdem er nämlich aus allen vorhandenen Temperaturbeobachtungen die in der Höhe 
von 70 Toisen herrschende Temperatur mit 7-40° Pi = 9-25° C ermittelt hatte, berechnete er 
für die einzelnen Stationen mit Rücksicht auf ihre Höhenlage und auf die Temperaturabnahme 
mit der Höhe die entsprechenden Temperaturen und bildete die Differenzen zwischen Beob- 
achtung und Rechnung (B — G), wobei er hinzufügt: „Diese Unterschiede oder, wenn man sie 
so nennen will, Fehler der Stationen geben sofort die Temperatur (N) an, welche die Station 
unter übrigens gleichen Umständen zeigen würde, wenn sie auf der Normalebene von 70 Toisen 
Seehöhe läge, denn es muss N = (B — G:)-\-l-AO° sein". Die Differenzen erklärte er als von 
Local- und anderen Einflüssen abhängig. 

Bei Gelegenheit der Bearbeitung des aus Böhmen bisher eingelangten Materiales, 
namentlich zum Zwecke der Feststellung der Normaltemperaturen für die einzelnen Stationen, 
war für mich der zwingende Grund entstanden, näher auf diese Frage einzugehen, da Prag für 
die Periode 1851 — 1880 als Normalstation gewählt werden musste, indem für diese Periode Prag 
allein eine continuirliche Reihe aufweist, mittelst welcher die Beobachtungsreihen der einzelnen 
Stationen auf die Periode 1851 — 1880 reducirt werden mussten. Als ich die bereits an der 
Anstalt vorhandenen Zusammenstellungen der Temperaturmittel von Prag benützte, an welche 
nur die letzten Jahre nach 1875 angeschlossen wurden, und Differenzen der einzelnen Mittel 
gegen Prag zu rechnen begann, fiel mir schon bei der Bearbeitung der ersten Station ein 
plötzlicher Sprung in den Differenzen der Jahresmittel vom Jahre 1870 zu 1871 auf, der 
sich auch dann bei allen weiteren, zur Constatirung versuchsweise verwendeten Stationen 
zeigte, so dass der Grund in der Prager Reihe zu suchen war, welche somit, bevor sie als 
Normalreihe benützt werden konnte, auf ihre „Homogenität" geprüft werden musste, d. h. es 
musste vorerst ermittelt werden, ob während des ganzen Zeitraumes 1851 — 1880 keine Änderung 
des Localeinflusses eingetreten ist. 

Nachdem die Art und Weise der Aufstellung des Thermometers laut den „Magnetischen 
und meteorologischen Beobachtungen auf der k. k. Sternwarte in Prag" keine Änderung erfuhr, 
musste dies in den verwendeten Thermometern liegen, was auch im 31. Jahrgange pag. XXX 
vollkommen seine Erklärung fand. 

Director Hörn stein hat im Jahre 1871 die Correctionen der an der Sternwarte 
befindlichen Thermometer ermittelt, von welchem Jahre an die Correctionen unmittelbar an 
die abgelesenen Stände angebracht wurden, während in früherer Zeit die Angaben des Thermo- 
meters ohne irgend welche Correctionen aufgenommen wurden, wobei jedoch stets in den 
Jahrbüchern darauf verwiesen ist, dass wegen Unzulänglichkeit der Mittel die Thermometer 
einer genauen Vergleichung nicht unterzogen werden konnten. 

') Klimatologie pag. 314. 



12. Octobei- 


1868 


2".- 


6. Jänner 1869 1\ 


6. Jänner 


1869 


2"p- 


7. Februar 1869 1"^^ 


7. Februar 


1869 


2"p - 


EndeDecemb. 1870 


1. Jänner 


1871 





13. März 1874 1'^ 


13. März 


1874 








Es war daher nothwendig, an alle früheren Angaben die durch Hornstein gefundenen 
Correctionen anzubringen. Bei dieser Gelegenheit sei es mir gestattet, Herrn Director Prof. 
Dr. L. Weinek den verbindlichsten Dank auszusprechen für seine gütige Unterstützung in dieser 
Angelegenheit, welclier mit grosser Zuvorkommenheit alle gestellten Anfragen bezüglich der 
verwendeten Thermometer beantwortet, sowie auch gestattet hat, die auf im Folgenden zu 
besprechende Art und Weise rectificirten Daten zu veröffentlichen; auch Herrn Adjuncten 
Dr. G. Gruss bin ich für seine Mühewaltung zu grossem Danke verpflichtet. 



Verwendete Thermometer und deren Correctionen. 

Die zu den Beobachtungen verwendeten Thermometer waren folgende : 

1. Jänner 1850 — 17, September 1868 9i'„ . . . Jerak 144> 

17. September 1868 lO'v — 12. October 1868 1^ . . . Jerak 205^ 

. Jerak 144» 

. Jerak 205^ 

. Jerak 144^ 

, . Jerak 205a 

Jerak 248 I 

Im „34. Jahrgange" pag. XV ist wohl die Angabe enthalten, dass Jerak 248 I vom 
1. Jänner 1873 an zu den Beobachtungen verwendet wurde; einer freundlichen Mittheilung 
des Herrn Dr. Gruss entnehme ich jedoch folgendes: „Das Tagebuch zeigt evident, dass erst 
am 13. März 1874 die neuen Thermometer Jerak Celsius neu eingesetzt wurden u. z. vor 
2'' Nachmittag. 

Vor dem 13. März 1874 wurden, wie das Tagebuch auch ausdrücklich sagt, die 
Originallesungen der Thermometer (Jerak 205«, b) in Reaumur-Graden gemacht, an diese die 
Correctionen angebracht, die corrigirten Ablesungen hierauf in Celsius-Grade verwandelt und 
in die entsprechende Rubrik im Tagebuche eingetragen." 

Wie erwähnt, wurden die Correctionen erst durch Hornstein im J. 1871 ermittelt aus 
zahlreichen Vergleichungen in freier Luft; an stürmischen und regnerischen Tagen wurden 
nur wenige oder gar keine Vergleichungen gemacht. Als Normaltemperatur wurde bis zu einer 
genauen Feststellung der Siedepunkte das Mittel aus den Angaben der 3 Thermometer: 
Normal Baudin 2863 (Celsius) auf der Glasröhre bis '/ä Grade getheilt, bei 0° und 100° bis 
Vio°) 'Normalthermometer von Geissler in Bonn (Celsius) auf der Glasröhre bis Vio" getheilt 
und endlich ein älteres Normalthermometer von J. Morstadt in Prag (Réaumur), die Theilung 
auf einer Messingscala bis '/^ Grad. Obgleich zu letzterem Thermometer eine Correctionstafel 
beigegeben war, in welcher die Resultate der von Morstadt mit grösster Sorgfalt nach 
Bessel's Methode ausgeführten Untersuchung des Calibers der Röhre enthalten sind, weicht 
dasselbe dennoch beträchtlich ab von den Angaben der beiden anderen Normalthermometer 
Baudin und Geissler. Nach den im Jahrgange 31. der „Magnet, und meteor. Beobachtungen" 
pag. XXXin veröffentlichten Vergleichungen zwischen Baudin und Morstadt ergaben sich 
nachstehende Differenzen, die des Vergleichs wegen in Celsius-Grade umgewandelt wurden: 



bei O" bei 10" E bei 20» R bei 28« R 

Baudin-Morstadt . . . +0-14. . .—0-31. . ,— 0-81. . . — l'Ol 

■während die Differenzen 

Baudin-Geissler . . . + 0-06 . . . + 0'03 ... - 0-02 ... — 0-09 
betrugen. 

Nach den Erfahrungen, die wir mit einem Normalthermometer Baudin an der k. k. 
Centralanstalt für Meteorologie in Wien gemacht haben, sind die Angaben der Normalthermo- 
meter von Baudin sehr verlässlich, wenn nur auf den jeweiligen Stand des Eispunktes ge- 
nügend Rücksicht genommen wird. Dies hat mich bewogen, in Anbetracht der rasch zunehmenden 
und beträchtlichen Correctionen von Morstadt und der Übereinstimmung von Baudin mit 
Geissler, die Temperaturangaben auf Baudin 2863 allein zu beziehen, was, wie aus Folgendem 
ersichtlich wird, die verlässlichsten Resultate aufweist. 

Auch Hornstein sah sich später veranlasst (Jahrg. 34. pag XV), die Correctionen von 
Jerak 248 1 auf Baudin 2863 zu beziehen. Nachdem aber die Correctionen dieses letzteren 
Thermometers bei jeder Ablesung berücksichtigt wurden, erscheint es uns nicht nothwendig 
diese hier aufzunehmen und verweisen nur auf die obbezeichnete Stelle der Jahrbücher. 

Bis zum Jahre 1870 wurden die Correctionen an keine Lesung angebracht, in letzterem 
Jahre nur in der Jahreszusammenstellung. Nachdem Thermometer Jerak 144 seit 11. Februar 
1841 (siehe 1. Jahrg. „Verbesserungen") in Verwendung stand, kann vorausgesetzt werden, 
dass im Jahre 1851 dasselbe bereits vollkommen mit Bezug auf den Eispunkt zur Ruhe ge- 
kommen war, so dass die durch Hornstein ermittelten Correctionen für den ganzen Zeitraum 
1851 — 1870 geltend angenommen werden können. 

In der folgenden Tafel folgen unter A die Unterschiede der gleichzeitig gemachten 
Lesungen der Thermometer: Baudin 2863, Jerak 144a und Jerak 205« nach den Angaben 
im 31. Jahrgange pag. XXXIII. Nachdem aber nach den Bestimmungen des Nullpunktes mit 
frisch gefallenem Schnee am 20., 21. und 31. December 1870 für Baudin sich eine Correction 
von — O'IO" herausgestellt hat, so erhalten wir die Correctionen der Thermometer bezogen 
auf Baudin als Norraalthermometer (mit Rücksicht auf den um 01° höheren Eispunkt) durch 
Anbringen der Correction von — 0'10°C=: — O'OS" R an alle Differenzen. Die wahren 
Correctionen sind in der Tafel unter B enthalten, während in C die angewendeten Correctionen 
bezogen auf Va (Baudin -j- Geissler -\- Morstadt) wiedergegeben sind. Nachdem diese bis zum 
13. März 1874 1''^ in Verwendung kamen, ist es nothwendig, um auch den Zeitraum vom 
1. Jänner 1871 bis 13. März 1874 auf Baudin 2863 allein zurückzuführen, die unter D ent- 
haltenen Zahlen an die publicirten Werthe anzubringen. 



Tafel T. 



A. 
Baudin 2863 



— Jerak 
144 a 



— Jerak 

205 o 

R" 



B. 
Correctionen 



Jerak 

144 a 
R» 



Jerak 

205 a 

R" 



Angewendete Correc- 
tionen ') 
1871— "A 1874 



Jerak 

144 o 
R" 



Jerak 

205 a 

R» 



D. 

Differenz 
B— C 



Jerak 

144 o 

R" 



Jerak 

205 (! 

R" 



— 15 

— 14 

— 13 

— 12 

— 11 

— 10 

— 9 



7 
6 
5 
4 
3 
2 
1 

1 
2 
3 
4 
5 
6 
7 
8 
9 

10 
11 
12 
13 
14 
15 
16 
17 



+ 



i 

-0-09 


+ 0-08 


-0-18 


— -03 


+ 


•10 


— ^12 


i — -03 


+ 


■12 


— 12 


— -05 


+ 


•10 


— •u 


— -06 


+ 


•Ol 


— ^15 


- -07 


— 


•03 


— -16 


— -06 


— 


•03 


- ^15 


— -07 


— 


•06 


— -16 


— -09 


— 


•08 


— ■IS 


— -11 


— 


•08 


— ^20 


— -15 


— 


•04 


— ^25 


— -18 


— 


•05 


— ^27 


: — -21 


— 


•09 


— ^30 


— -23 


— 


•14 


— -32 


— -24 


— 


•18 


— -33 


— -25 


— 


•21 


— ^34 


' — -27 


— 


•23 


— •36 


: — -30 


— 


•24 


— -39 


: — -32 


— 


•24 


— ^41 


— -33 


— 


•24 


— ^42 


— -37 


— 


•27 


— ^46 


— -40 


— 


•29 


— -49 


— -46 


— 


•30 


— -55 


— -51 


— 


■32 


— •eo 


i — -53 


— 


•35 


— ^62 


— -54 


— 


•38 


— ^63 


' — -56 


— 


•42 


— -65 


— -59 


— 


■42 


— •es 


— -60 


— 


•41 


— ^69 


- -60 


— 


•40 


— •69 


— -62 


— 


•40 


— ^71 


— -65 


— 


•40 


— ^74 


— -67 


— 


•41 


— •76 



-0^01 
+ 0^01 
+ 0^02 
+ 0-01 
-0-08 

— -12 

— ^12 

— -15 

— ^17 

— ^17 

— ^13 

— •u 

— -18 

— -23 

— ^27 

— -30 

— ^32 

— ^33 

— ^33 

— ^33 

— •36 

— •SS 

— ^39 

— -41 

— ^45 

— ^47 

— ^51 

— -51 

— •SO 

— ^49 

— ^49 

— ^49 

— •SO 





— 


14 


-0^11 


19 


-0^08 


22 


— -09 


26 


— ■w 


28 


— -19 


29 


— ^22 


33 


— -2% 


35 


— -2^ 


36 


- ^29 


37 


— -28 


39 


— ^28 


43 


— •si 


46 


— ^32 


51 


— ^33 


54 


— ^34 


56 


— ^37 


57 


- ^39 


5S 


— ^42 


60 


— ^41 


59 


— ^40 


58 


— ^38 


•60 


— ^38 


63 


— -38 


65 


— -39 



— 



■06 
•06 
•05 
•04 
•04 
•04 
•Ol 
■Ol 
•03 
•04 
•03 
•03 
•03 
•04 
•06 
•06 
•06 
•07 
•08 
•10 
•11 
•11 
•11 
•11 



)-06 
•05 
■05 
•04 
•04 
•05 
•04 
•04 
■04 
•05 
•05 
•05 
•06 
•06 
•07 
•08 
•08 
•09 
•10 
•10 
•11 
•11 
•11 
•11 



'j Bezogen auf ',3 (Baudin + Geisaler + Morstadt) nach Jahrg. 31. pag. XXXIV. 



A. 
Baudin 2863 



— Jerak 
144 a 



— Jerak 

205 a 



B. 

Correctionen 



Jerak 

144 a 

W 



Jerak 

205 a 

R° 



a 

Angewendete Correc- 
tionen 
1871— '2/31874 



Jerak 

144« 

R» 



Jerak 

205 o 
R» 



Differenz 
B-C 



Jerak 

144 a 

R" 



Jerak 

205 a 
R" 



18 

19 
20 
21 
22 
23 
24 
25 
26 
27 
28 



•69 
■71 
•71 
•72 
• -74 
•81 

■ '88 

■ ^94 
1-00 

■0-97 

■ ^94 



•42 
•42 
•39 



•78 

•80 

•80 

•81 

•83 

•90 

•97 

1-03 

1-09 

1-07 

1-04 



•51 

•51 

•48 



•67 
•68 
•68 
■69 
•72 
•79 
•86 
•92 
■98 
•95 
•92 



40 — 


11 


39 — 


12 


36 — 


12 


■ — 


12 ! 


— 




— 




— 




— 




— 




— 




— 





•11 

•12 
■12 



Zur weiteren Begründung der Richtigkeit dieser Correctionen könnten sowohl die 
Vergleiche zwischen Geissler und Jerak 144a, als auch die Eispunktsbestimmungen von Jerak 
205« mit einer Correction von — 0'295 im Jahre 1871, — 0^32 ° im Jahre 1872 dienen (vergl. 
unter B bei 0"). Mit Rücksicht darauf wurde an A eine Correction von — 0-09 statt — 0"08'' 
angebracht. 

Das Thermometer Baudin 2863 stimmt auch fast vollkommen mit einem Pariser 
Normalthermometer, welches Herr Renou im September 1868 mit Jerak 144 h verglichen hatte. 
Es ergab sich: 

Renou Jerak 144 a') Renou — 

— Jerak 144 & —Jerak 144 6 — Jerak 144 a 



Temperatur 



Baudin 
- Jerak 144 c 



8^9 
12^5 
13-0 
13-5 
140 



— 0-53 . . . . . +0'07 

— 0^64 + 0-02 

— 0-65. .... +0'01 

— 0^67 ..... +0^01 

— 0^67 . . . 



— 0-60 

— 0-66 

— 0^66 

— 068 



— 0-62 

— 0-68 

— 0^69 

— 0-69 
+ 0-01 —©■es .... —0-69 

15-0 —0-70 0-00 -0-70 .... —0-71 

18'0 — 0^77 000 —0^77 .... —0^78 

20^0 -0-78. . . . .+001 —079. . . . — O^SO. 

Es stellt sich somit ein äusserst geringer Unterschied für die beiden Thermometer 
heraus. Es erscheinen hiedurch die in Tafel I. unter B und D angeführten Correctionen als 
vollkommen begründet. Wie wir später sehen werden, ergibt sich auch durch Anbringung 
dieser Correctionen eine volle Übereinstimmung mit den Beobachtungen an anderen Stationen 
in Böhmen. 



') Nach Vergleichungen Murmann's 1868 — 69 und 1870 — 71. 



Die Temperaturmittel 1851—1885. 



Um möglicherweise vorkommende Druckfehler zu erkennen, sowie auch zur eigenen 
Controlle wurden die mittleren Temperaturen in 2 Deciraalen für die Stunden 6'',,, 2\ und 
lO'^p, sowie auch das 24stündige Mittel den „Magnet, und meteor. Beobachtungen" entnommen, 
gleichzeitig aber auch Va (6 -]- 2 -|- 10) gebildet. Im Falle der Nichtübereinstimmung (mit 
Rücksicht auf die Reduction auf wahre Mittel) wurde das 24stündige Mittel neu gerechnet. 
Nachdem an alle diese Mittel die im Voi-angehenden angegebenen Correctionen angebracht 
wurden u. z. bis zum Jahre 1872 incl. in Réaumur- Graden (worauf dann erst die Mittel in 
Celsius-Grade umgerechnet wurden), von 1873 an in Celsius-Graden, entstanden die Tabellen, 
die im Anhange wiedergegeben werden und welche von Monat zu Monat für den Zeitraum 
1851 — 1885 die mittleren Temperaturen der Stunden ß^a, 2\ und lO'^p, sowie auch die 24- 
stündigen Mittel enthalten. Eine Wiedergabe der Mittel '/s (6 + 2 + 10) schien vollkommen 
überflüssig. Für einzelne Monate des Jahres 1853, sowie auch für alle des Jahres 1868 wurde 
das Mittel der 3 Stunden benützt und auf wahres, 24stündiges Mittel reducirt. 

Entsprechend dem Beschlüsse des Meteorologen-Congresses in Wien (Sitzung vom 
10. September 1873): „als Perioden für die Berechnung der Normalwerthe Intervalle von 
5 Jahren (Lustra) zu wählen und das nächste Lustrum mit dem 1. Jänner 1876 zu beginnen", 
wurden auch für je 5 Jahre die mittleren Werthe gerechnet, sowie auch für die ganze 35- 
jährige Reihe, welch' letztere wir hier der grösseren Übersichtlichkeit wegen folgen lassen. 

Tafel II. 
Mittlere Temperatur 1851—1885. 





6K 


2^p 


lOhp 


V3 (6+2+10) 


24stdges 
Mittel 


A 


nach Augustin ') 


— 


18 J. 


38 J. 




Jänner 

Februar 

März 

April 

Mai 

Juni 

Juli 

August 

September 

Oktober 

November 

December 


— 2-09 
-1-46 

0-84 

5-17 

9-71 

14-05 

15-66 

14-91 

11-41 

6-91 

2-05 

— 1-10 


0-35 

2-09 

5-96 

12-10 

17-03 

20-99 

23-08 

22-31 

18-71 

12-40 

4-67 

0-83 


— 1-32 

— 0-29 
2-68 
7-79 

12-33 
16-35 
18-16 
17-51 
13-95 
8-63 
2-72 

— 0-65 


-1-01 

0-11 

3-16 

8-35 

13-03 

17-13 

18-96 

18-24 

14-69 

9-31 

3-14 

— 0-31 


— 1-15 

0-02 

3-17 

8-55 

13-29 

17-43 

19-28 

18-51 

14-86 

9-29 

3-07 

-0-40 


— 0-14 

— 0-09 
-f 0-01 
4-0-20 
+ 0-26 
+ 0-30 
4-0-32 
4-0-27 
4-0-17 

— 0-02 

— 0-07 
-0-09 


— 0-09 

— 0-08 
+ 0-01 
+ 0-29 
+ 0-32 
+ 0-37 
4-0-37 
+ 0-32 
4-0-22 

— 0-01 

— 0-07 

— 0-08 


— 0-10 

— 0-07 

— 0-01 
+ 0-24 
4-0-30 
4-0-32 
+ 0-35 
+ 0-32 
4-0-20 

— 0-02 

— 0-07 

— 0-08 




Winter 
Fmhling 
Sommer 
Herbst 


— 1-55 

5-24 

14-87 

6.79 


1-09 
11-70 
22-13 
11-93 


-0-75 

7-60 

17-.34 

8-43 


— 0-40 

8-18 

18-11 

9-05 


— 0-51 

8-34 

18-41 

9-07 


— 0-11 
-0-16 

— 0-30 

— 002 


— 


— 




Jahr 


6-34 


11-71 


8-15 


8-73 


8-83 


— 0-10 




— 





') Sitzb. d. königl. böhm. Ges. der Wiss. Jahrg. 1879 pag. 436. 



10 

Es ergibt sich somit ein gegenüber der Angabe Augustin's um 0-33» C kleinerer 
Werth. Nachdem nun Augustin in einer seiner früheren Abhandlungen ^) alle an der k. k. 
Sternwarte in Prag verwendeten Thermometer und die betreffenden Zeiträume anführt, und 
somit vorauszusetzen war, dass die mittleren Temperaturen '') entsprechend corrigirt wurden, 
musste die Frage beantwortet werden, ob die Weglassung der 11 Jahre von 1840—1850 und 
die Hinzufügung der letzten 6 Jahre (1880—1885) einen so grossen Einfluss (Vs") auf den 
mittleren Werth der Temperatur ausüben konnte, da die fortgesetzte Abnahme desselben von 
den Angaben Fritsch's angefangen herab bis zu dem nun ermittelten Werthe von mancher 
Seite als eine seculare Änderung aufgefasst, zu mindest jedoch gewiss als eine fortgesetzte 
Änderung des Localeinflusses gedeutet werden könnte. 

Nachdem Augustin jedoch ganz entgegen den Beschlüssen des Meteorologen-Congresses 
die Decennien mit 1840 beginnt, erscheint eine Gegenüberstellung der Daten nothwendig. 

Nachdem auch noch an die Monatmittel des Jahres 1850 die betreffenden Correctionen 
angebracht wurden, und ein Jahresmittel von 8-40" C ermittelt wurde, ergab sich nach- 
stehendes Resultat, wobei wir nur die Jahresmittel verwenden wollen: 



Decenniam 


Angabe 
Augustin's 


aus den Tafeln 
des Anhanges 


Diff. 


1850—59 


9-11 


8-44 


+ 0-67 


1860-69 


9-79 


9-11 


+ 0-68 


1870—79 


8-78 


8-75 


+ 0-03 


höchstes Mittel . 


11-14 Jahr 1868 


10-49 Jahr 1868 


+ 0-65 


niedrigstes „ 


7-29 „ 1871 


Í 7-09 „ 1864 
1 7-19 „ 1871 


+ 0-20 
+ 010 


Differenz . , 


3-85 


3-40 





Wir haben somit den Grund der Differenzen darin zu suchen, dass Augustin es ver- 
absäumt hat, die Correctionen an die einzelnen Stände anzubringen. In wie weit nun die An- 
gaben von Fritsch und Kreil richtig sind oder einer Correctur und welcher bedürfen, wird 
nur durch das Eingehen auf die Originalaufzeichnungen und Notizen über Thermometer- 
Vergleichungen zu constatiren sein, was freilich nur durch die k. k. Sternwarte allein wird ge- 
schehen können. 

Wenn ich es nun unternommen habe, die Temperaturmittel für die Periode 1851 — 1885 
festzustellen, so war es eben der zwingende Grund, dass Prag als Normalstation für die Be- 
arbeitung der Temperaturverhältnisse Böhmens gewählt werden musste; dies möge auch der 
Entschuldigungsgrund sein, dass ich in dieser Beziehung der geehrten Direction der k. k. 
Sternwarte Prag vorgreife, anderentheils geschah es auch infolge Ausspruches Director Hann's : ') 
„dass jede Reihe von Mitteltemperaturen, auch wenn kein Verdacht gegen sie vorliegt, durch 



') Sitzber. 1879 pag. 410. 

^) Sitzber. 1880 pag. 314 al. 2. 

^) Die Temperaturverhältnisse der öster. Alpenländer. II. Theil. Sitzb. Wien 1885. Bd. 91. pag. 4-15. 



11 

Differenzen gegen correspondirende Mittelwerthe von Nachbarstationen auf ihre „Homogenität" 
geprüft werden muss, bevor mun sie zu weiteren Untersuchungen verwerthet", da auch bei 
den Stationen auf die an der Centralanstalt aufbewahrten Originalaufzeichnungen zurück- 
gegangen werden rausste. Ob es gelingen wird, die ganze bis zum Jahre 1771 zurückreichende 
Reihe homogen zu machen, ist fraglich, da mit dem Jahre 1846 eine Änderung in der Auf- 
stellung stattfand und Fritsch trotz eifrigsten Nachsuchens es nicht gelang, für alle verwendeten 
Thermometer die Vergleichungen aufzufinden. 

Merkwürdigerweise hat auch Director Hann gefunden, dass die ältere Reihe der 
Temperaturmittel in Wien, welche bis 1775 zurückgeht, gleichfalls eine um etwa 06^ zu 
hohe Mitteltemperatur gibt und sah sich daher veranlasst, bei der Aufstellung der wahren 
Temperaturmittel für Wien (Favoritenstrasse 30) nicht hinter 1830 zurückzugehen. 

Reduciren wir nun den neu gefundenen Werth auf das Meeres-Niveau, erhalten wir 
8'83 -j- l'Ol = 9-84° C, welcher Werth mit den Isothermenkarten besser übereinstimmt und 
bei welchem der Einfluss der Stadtlage sich mit 0-3 — 0-4° ergeben dürfte. Fast derselbe 
Werth zeigt sich auch, wie wir später sehen werden, durch den Vergleich mit den Tempera- 
turen anderer benachbarter Stationen. Dies bestätigt also gleichfalls die Richtigkeit der an- 
gewendeten Correctionen. 

Dadurch, dass sowohl die 24stündigen Mittel als auch die Combination Vs (6+2+10) 
zur Ableitung des 35jährigen Normalmittels benützt wurden, sind wir auch in der Lage, die 
Reductionsgrössen für diese Stundencombination aufzustellen, welche in vorhergehender 
Tafel unter /l angegeben sind; vergleichen wir dieselben mit den Daten Augustin's, so finden 
wii- namentlich bei der Verwendung von nur 18 Jahren (ältere Reihe) bedeutend grössere 
Correctionen zur Reduction auf das wahre, 24stündige Mittel. Bei Verwendung von 38 Jahren 
nähern sich die Grössen mehr den unter ^ enthaltenen Werthen, offenbar der Einfluss der 
bereits corrigirten Temperaturen nach dem Jahre 1870. 

Bevor wir jedoch auf die Begründung der Richtigkeit der angewendeten Correctionen 
und Verlässlichkeit der Beobachtungen an der k. k. Sternwarte mit Hilfe der Beobachtungen 
andei'er benachbarten Stationen eingehen, möge es gestattet sein, aus der 35jährigen Reihe 
einige Schlüsse zu ziehen, die dabei zu beachten sein werden. In Folge der unregelmässigen 
Schwankungen der Temperatur ist es wichtig, den Grad der Unsicherheit der Monat- und 
Jahresmittel, sowie auch den wahrscheinlichen Fehler eines 35jährigen Mittels festzustellen, 
woraus sich auch dann leicht die Anzahl der Jahre angeben lässt, welche nothwendig sind, 
um den wahrscheinlichen Fehler auf + O'l" herabzudrücken. 

Für die Schwankungen der Monatmittel hat zuerst D o v e ein Maass aufgestellt durch 
die „mittlere Veränderlichkeit der Temperatur", darunter verstanden „die ohne Berücksich- 
tigung des Zeichens genommene Summe der Abweichungen jedes Monats der einzelnen Jahre 
von dem allgemeinen Mittel desselben Monats bestimmt aus dem ganzen Zeitraum und dividirt 
durch die Anzahl der Jahre" (von Hann richtiger „mittlere Anomalie" oder „mittlere Ab- 
weichung" genannt). 

Nach diesem Vorgange erhält man für die einzelnen Stunden-, Monat- und Jahres- 
mittel, sowie für die Mittel der Jahreszeiten die in folgender Tafel enthaltenen Werthe, wobei 

2* 



12 



nnter Winter, Frühling etc. nicht die mittlere Abweichung des Winter-, Friihlingsmittels zu 
verstehen ist, sondern die Abweichung für einen durchschnittlichen Winter-, Frühlings- 
monat etc. 

Tafel III. 

Mittlere Abweichungen. 



Jänner 

Februar 

März 

April 

Mai 

Juni 

Juli 

August . 

September 

October . 

November 

December 

Winter . 
Frühling 
Sommer . 
Herbst . 

Jahr . . 



6ta 



21» 



:2-03 
2-59 
1-62 
1-35 
1-27 
0-83 
0-85 
0-76 
0-84 
1-30 
1-61 
2-44 

:2-35 
1-41 
0-81 
1-25 

-0-70 



,1-69 
2-36 
2-01 
1-80 
1-88 
1-49 
1-47 
1-32 
1-41 
1-49 
1-82 
2-36 

:2-14 
1-90 
1-43 
1-57 

■0-81 



IQlip 



des Mittels 



±2-00 
2-49 
1-69 
1-43 
1-50 
1-09 
1-10 
1-05 
1'03 
1-21 
1-65 
2-45 

±2-31 
1-54 
1-08 
1-30 

+ 0-72 



, 1-99 
2-45 
1-77 
1-50 
1-58 
1-14 
1-14 
1-05 
1-07 
1-22 
1-69 
2-41 

:2-28 
1-62 
1-11 
1-33 

•0-72 



Wenn wir zunächst den jährlichen Gang der mittleren Veränderlichkeit ins Auge 
fassen, finden wir die bekannte allgemeine Erscheinung, dass die Veränderlichkeit am grössten 
im Winter, im Sommer und den ersten Herbstmonaten am kleinsten. Die Erklärung dieser 
Erscheinung ist nicht nur darin zu suchen, dass, wie Dove und Wild anführen, der Abstand 
der Isothermen im Sommer viel grösser ist im Vergleiche mit jenen des Winters und daher 
die Winde im Sommer nur geringere Temperaturänderungen bedingen, sondern auch dass die 
allgemeine Luftdruck-Vertheilung und dem entsprechend auch die Temperatur- Vertheilung viel 
grösseren Schwankungen unterworfen ist im Winter wie im Sommer, wie wir später sehen 
werden. Die Abhängigkeit der Wärmevertheilung von der des Luftdruckes ist in den Arbeiten 
Hoffmeyer's und von Teisserenc de Bort ausführlich behandelt worden; in der 5. Lieferung 
von „Berghaus' physikalischem Atlas" bringt Director Hann die Luftdruck- und Temperatur- 
verhältnisse des Monates December zweier unmittelbar auf einander folgenden Jahi-e zur 
Darstellung, welche auch in dem von uns benützten Zeiträume die grössten positiven und 
negativen Abweichungen aufweisen, des December 1879 (mittlere Temperatur in Prag — 8-8<', 



13 

Abweichung — 8"4°) und des December 1880 (mittlere Temperatur -j-4-2'', Abweichung -|-4-6°), 
aus welchem Entwürfe der Einfluss ausserordentlich in die Augen springt. 

Die kleinste Veränderlichkeit weist der August und der September auf, während das 
Maximum auf den Februar und December fällt. Bei Hann's Untersuchungen der Veränderlichkeit 
in den Alpenländern für den 30jährigen Zeitraum 1851 — 1880 ergab sich auch ein zweites 
Maximum im Mai neben dem Hauptmaximum im December ; ersteres tritt wol hier auch noch 
in der Periode 1851 — 1885, doch bedeutend schwächer ausgeprägt auf, sowie auch das 
secundäre Minimum im April abgeschwächt sich zeigt, während die kleine Veränderlichkeit 
des Jänner gegenüber den Monaten Februar und December noch immer auffällt. Nach den 
Untersuchungen Wild's^) geben bereits 30jährige Mittel relativ ziemlich richtige und auch 
absolut bis auf etwa 10% des ganzen Betrages sichere Werthe der Veränderlichkeit der 
Monatmittel, doch hat Hann, um entscheiden zu können, inwieweit der Gang der Veränder- 
lichkeit blos der Jahresperiode 1851 — 1880 eigenthümlich war, die gefundenen "Werthe der 
Veränderlichkeit der Monatmittel mit den von Dove für einige Orte des Alpengebietes mit 
längeren Reihen ermittelten verglichen und kommt zu dem Schlüsse^): „Es scheint demnach 
die grosse Veränderlichkeit der Maimittel eine Eigenthümlichkeit der Periode 1851/80 zu sein, 
ebenso die des December gegenüber dem Jänner. Die Beständigkeit des Juni und des 
September wird durch die mittleren Abweichungen längerer Perioden bestätigt. Unsere 
30jährige Normalperiode 1851/80 zeichnete sich durch eine ungewöhnlich grosse Veränderlich- 
keit der December- und Maimonate aus." 

Nachdem Hann nur Stationen der Alpenländer anführt, wollen wir noch einige nörd- 
licher gelegene Stationen der Arbeit Dove's entnehmen; leider hat derselbe nur die mittlere 
Veränderlichkeit der einzelnen Monate angeführt, die des Jahresmittels aber Wild für ganz 
andere Zeiträume abgeleitet u. z. für Prag (40 J) 0-71, Wien (40 J) 0-74, Breslau (40 J) 80. 

Tafel IV. 






Station 


Prag 


Wieu 


München 


Leipzig 


Leobschütz 


Breslau 


— 




Anzahl der Jahre 


92 


90 


31V, 


53 


45 


75 






Periode 


1771/1865 


1775/1864 


1825,66 


1760/1865 


1805/49 


1791/1865 






Jänner .... 


+ 2-89 


2-47 


2-59 


2-79 


2-54 


319 






Februar . . . 


2-41 


2-21 


2-41 


2-48 


2-35 


2 '54 






j\Iärz 


1-88 


1-76 


1-65 


1-99 


1-70 


2-11 






April 


1-73 


1-72 


1-39 


1-54 


1-65 


1-68 






Mai . . . . 


1-49 


1-51 


1-63 


1-61 


1-26 


1-50 






Juni 


1-06* 


1-19* 


1-01* 


1-10* 


1-36 


1-18* 






Juli 


1-30 


1-26 


1-04 


1-31 


1-21 


1-20 






August .... 


1-33 


1-30 


1-11 


1-35 


1-33 


1-36 






September . , 


1-20* 


1-19* 


0-96* 


1-01* 


1-14* 


1-27* 






October . . . 


1-34 


1-42 


1-10 


1-14 


1-58 


1-53 






November . . . 


1-54 


1-39 


1-78 


1-45 


1-51 


1-74 






December . . . 


2-38 


2-31 


2-29 


2-40 


2-38 


2-59 





') Wild: Temperaturverhältnisse des russichen Reiches. I. pag. 259. 
') Sitzber. Wien 1884, 90 B. pag. 613. 



14 

Ganz entgegen dem Resultate für die Periode 1851/85 finden wir hier das Maximum 
der Veränderlichkeit im Jänner, während das Minimum auf die Monate Juni und September 
fällt und somit auch das Minimum des August verschwunden ist. München und Leipzig zeigen 
jedoch trotz der längeren Reihen ein secundäres Maximum im Mai an. 

Für die einzelnen Stundenmittel ist meines Wissens die mittlere Veränderlichkeit 
bisher noch nicht aufgestellt worden. Wir finden beim näheren Eingange auf die Tafel III. 
zwar denselben jährlichen Gang der Veränderlichkeit ausgesprochen, während jedoch dieselbe 
in den Abend-, namentlich aber in den Moi'genstunden gegen den Sommer hin rasch abnimmt, 
worauf sie wieder gegen den Winter rasch zunimmt, zeigt dieselbe für die Mittagszeit be- 
deutend geringere Schwankungen, so zwar, dass sie im Winter kleiner ist als für die Morgen- 
und Abendbeobachtung, in den anderen 3 Jahreszeiten jedoch fast doppelt so gross als für 
die Morgenbeobachtung ausfällt, während die Veränderlichkeit der Abendbeobachtung sich 
ziemlich in der Mitte hält. Namentlich zeichnen sich die mittleren Temperaturen Morgens in 
den Monaten Juni biř September durch geringe Veränderlichkeit aus, die sich derjenigen des 
Jahresmittels ziemlich nähert. 

Auch hiefür ist es nicht schwer den Grund anzugeben. Die Abweichungen der Tem- 
peratur hängen gewiss auch vom Grade der Bewölkung ab. Der Charakter eines trüben und 
eines heiteren Monates muss sich im Sommer haupsächlich in der Mittagszeit, wo die Insolation 
am kräftigsten, in den Temperaturmitteln ausprägen als zu einer Zeit, wo entweder die 
Bestrahlung noch gering oder bereits gänzlich aufgehört hat und daher auch die Veränderlich- 
keit der Stunden um Mittag herum und am Nachmittage grösser als in den Moi-gen- und 
Abendstunden; nachdem letztere an der Erwärmung während des Tages insoferne participirt, 
als infolge des aufgespeicherten Wärmevorrathes die Temperatur nicht so tief sinken kann, 
zeigt sich auch eine grössere Veränderlichkeit in den Abend- als in den Morgenstunden. 

Im Winter hingegen ist an trüben Tagen die Temperatur gewöhnlich über dem 
Normalwerthe, dabei aber nur geringen Schwankungen im Laufe des Tages unterworfen; es 
wird daher der aufsteigende Ast der normalen Temperaturcurve sich immer mehr der mittleren 
Temperatur nähern und somit die Abweichung immer geringer werden, bis sie um die Zeit 
des Temperatur-Maximums, welches im Winter um 2^ herum eintrifft, am kleinsten ausfällt. 
An heiteren Tagen hingegen, an welchen die Temperatur meist unter dem Normalwerthe 
liegt, wird sich eine grössere Amplitude einstellen und daher die Temperatur um die Mittags- 
zeit herum dem mittleren Werthe (gewissermassen von unten) sich nähern und somit die 
Abweichung gleichfalls geringer werden als in den Morgen- und Abendstunden. Fritsch hat 
gleichfalls die mittlere Anomalie gerechnet für einen 70jährigen Zeitraum (1775 — 1846 mit 
Weglassung der Jahre 1798 und 1799) und erhielt als mittlere Veränderlichkeit des Jahres-, 
mittels + O-eg** R = 0-86° C, während der hier behandelte Zeitraum von der halben Dauer 
(35 Jahre) blos +0'73''C ergibt, wodurch die Reihe als viel vertrauenswürdiger sich erweist. 

Von grossem Interesse sind auch die grössten und kleinsten Werthe der Abweichungen, 
gewissermassen als Marksteine, bis zu welchen die mittlere Temperatur sich erhoben hat 
resp. gesunken ist, die in den folgenden Tafeln V. und VI. gleichzeitig mit den betreffenden 
Jahren, in welchen dies geschehen, angeführt erscheinen; als Resultat beider folgt die Tafel 
(VII.) der absoluten Schwankung der einzelnen Mittelwerthe. 



15 



Tafel V. 
Grösste positive Abweichimg. 





61 


'a 


2S 


lObp 


mttel 1 




Betrag 


Jahr 


Betrag 


Jahr 


Betrag 


Jahr 


Betrag 


Jahr 


Jäuner .... 


4-3 


1884 


4-7 


1866 


4-3 


1884 


4-3 


1866 


Februar . 






4-9 


69 


4-6 


69 


46 


69 


4-7 


69 


März . . 






3-8 


59 


5-3 


82 


4-4 


82 


4-5 


82 


April . . 






2-5 


69 


3-9 


85 


2-9 


69,85 


3-0 


69 


Mai . . 






3-5 


68 


5-7 


68 


4-5 


65 


4-6 


68 


Juni . . 






2-1 


75 


3-4 


77 


2-7 


77 


2-6 


77 


Juli . . 






2-2 


59 


3-9 


59 


30 


59 


3 


59 


August . 






2-1 


68 


3-2 


59 


2-5 


59 


2-5 


59 


September 






2-4 


66 


3-4 


74 


2-3 


74 


2-4 


74 


Oktober . 






2-4 


57 


3-5 


57 


2-9 


57 


2-9 


57 


November 






3-6 


72 


4-1 


72 


3-7 


72 


3-8 


72 


December 






4-8 


80. 


4-5 


52,68 


4-4 


68,80 


4-6 


80 


Jahr . , 






1-50 


1868 


1-81 


1868 


1-55 


1868 


1-66 


1868 



Tafel VI. 
Grösste negative Abweichung. 



e^a 



2K 



lOK 



Mittel 



Jänner 

Februar 

März 

April 

Mai 

Juni 

Juli 

August . 

September 

Oktober . 

November 

December 

Jahr . . 



6-2 
7-3 
5-2 
3-6 
3-0 
2-2 
2-6 
1-7 
2-5 
3-7 
6-2 
8-8 

1-71 



1864 
55 
53 
52 
76 
84 
56 
85 
77 
66 
58 
79 

1871 



6-2 
6-7 
5-9 
4' 2 
3-9 
3-7 
3-1 
2-8 
3-7 
4-4 
6-4 
7-6 

1-82 



1864 
55 
53 
53 
51 
84 
60 
82 
51 
81 
58 
79 

1864 



6-6 
7-0 
5-3 
3-4 
30 
2-8 
2-7 
2-2 
2'5 
3-2 
6-2 
8-5 

1-76 



1864 
55 
53 
52 
64 
69 
60 
64 
51,77 
81 
58 
79 

1864 



6-4 
6-9 
5-6 
3-4 
3-1 
2-8 
2-7 
2-1 
2-8 
3-4 
6-3 
8-4 

1-74 



1864 
55 
53 

52 
76 
71 
60 

82 
77 
81 
58 
79 

1864 



16 



Tafel VII. 
Absolute Schwankung der Monat- und Jahresmittel 1851—1885. 



Jänner . 
Februar . 
März . . 
April . . 
Mai . . . 
Juni . . 
Juli. . . 
August . 
September 
October . 
November 
December 

Jahr . . 



10- 
12- 
9- 
6' 
6' 
4' 
4' 
3 
4' 
6 
9 
13 



3-21 



10-9 
11-3 
11-2 

8-1 
9-6 
7-1 
7-0 
6-0 
7-1 
7-9 
10-5 
12-1 

3-63 



lOhp 



Mittel 



10-9 
11-6 
9-7 
6-3 
7-5 
5-4 
5-7 
4-7 
4-8 
6-1 
9-9 
12-9 

3-17 



10-7 

11-6 

10-1 

6-4 

7-7 

5-4 

5-7 

4-6 

5-2 

6-3 

10-1 

130 

3-40 



Auf den ersten Blick ersieht man aus der letzten Tafel, dass im Winter die absolute 
Schwankung bedeutend grösser ist und zwar mehr wie doppelt so gross als im Sommer, für 
die Stunde 6^ mehr wie dreimal so gross. Für jede der Stunden, sowie auch für das Mittel 
sinken die extremen Monate im Winter erheblich tiefer unter den Mittelwerth als sich die 
warmen Monate über denselben erheben; von Mai bis August erscheinen die positiven Ab- 
weichungen dem Betrage nach grösser als die negativen (im Juni sind für den 35jährigen 
Zeitraum die Werthe ganz gleich). 

Im Jahresmittel fallen die negativen Abweichungen sowohl für die Morgen- als Abend- 
stunden grösser aus als die positiven und nur in der Mittagsstunde erreichen beide gleiche 
Werthe. Das kälteste Jahresmittel geht jedoch entschieden wieder tiefer unter den Mittel- 
werth herab, als sich das wärmste über denselben erhebt. Daraus lässt sich vermuthen, dass 
die positiven Abweichungen an Zahl die negativen Abweichungen übertreffen werden, was 
auch aus Folgendem zu ersehen ist. 



Zahl der Abweichungen. 



24std. 



unter — l'S" 

„ - l-O« 

„ -0-50 

0-00 

„ +0-5« 

„ +1-0" 

. + 1-5« 

über -j-l'ö" 

unter 0-0° 

über O'O" 





61" a 


2hp 


lOtp 


Mittel 




. 2 


4 


2 


2 


bis — 1-50 . 


.4 


3 


4 


3 


„ -i-o«. 


. 3 


4 


5 


6 


„ -0-50. 


. 6 


4 


5 


4 


O-O" . 


. 8 


9 


6 


8 


„ +0-50. . 


.8 


7 


10 


9 


„ +1-00. 


. 3 


3 


2 


2 




. . 1 


1 


1 


1 










. 15 


15 


16 


15 




. 20 


20 


19 


20 



17 



In unserem SSjiihrigen Zeiträume waren 20 Jahre mit einer positiven Abweichung 
oder ól°lo der Fälle und nur 43% mit einer negativen Abweichung; am häufigsten traten 
positive Abweichungen bis zu 1° auf u. z. ITmal in 35 Jahren oder fast öO^/o der Fälle. 

Wahrscheinlicher Fehler des 35jährigen Mittels. 

Die in Tafel III. angeführten Werthe der mittleren Abweichungen setzen uns in den 
Stand, den Grad ihrer Sicherheit, den wahrscheinlichen Fehler zu ermitteln. Hiebei verwenden 
wir die bekannte, von Fe ebner aufgestellte Formel: 

n. 

tv =: 1'1955 



V2m— 1 ' 
WO a die mittlere Abweichung und n die entsprechende Anzahl der Jahre bedeutet. 

Nach den Regeln der Wahrscheinlichkeitsrechnung sind die wahrscheinlichen Fehler 
der mittleren Resultate umgekehrt proportional der Quadratwurzel aus der Zahl der Beobach- 
tungen (hier also Jahre, wie man auch aus vorstehender Formel leicht erhält bei Voraus- 
setzung, dass 11 und % genügend gross ist), also 



w 
w 



woraus für ii\ 



C-1» folgt: 






= 11.955 ■' 



ůn- 



Für w =: 35 ist 

Die folgende Tafel gibt uns den so ermittelten wahrscheinlichen Fehler, sowie die 
Anzahl Jahre, welche nöthig sind, um die Mittel auf +0"1° zu erhalten. 

Tafel VIII. 



1 


Wahrscheinlicher Fehlei 
asjährigen Mittels 


• eines 


Jahre nöthig für iuz=^ 


0-1» C 




eh« 


2hp 


IQiip 


73(6-1-2+10) 


eK 


2^ 


lOhp 


V„(6+2+10) 




Jänner 


±0-29 


+ 0-24 


±0-29 


+ 0-29 


299 


207 


290 


290 




Februar 


•38 


•34 


•36 


•35 


486 


404 


449 


435 




März 


•23 


•29 


•24 


•25 


190 


293 


207 


219 




April 


•19 


•26 


•21 


•22 


132 


235 


148 


165 




Mai 


•18 


•27 


•22 


•22 


117 


256 


163 


172 




Juni 


•12 


•21 


•16 


•16 


50 


161 


86 


85 




Juli 


•12 


•21 


•16 


•16 


52 


157 


88 


91 




August 


•11 


•19 


•15 


•15 


42 


126 


80 


77 




September 


•12 


•20 


•15 


•15 


51 


144 


77 


78 




October 


•19 


•21 


•17 


•18 


123 


161 


106 


113 




November 


•23 


•26 


•24 


•24 


188 


239 


197 


205 




December 


•35 


•34 


•35 


•35 


432 


404 


435 


425 





18 



Jahr 

Winter 
Frühling 
Sommer 
Herbst 

Mittel 



Wahrscheinlicher Fehler eines 
35jährigen Mittels 



G^a 



+ 010 

±0-34 
•20 
•12 

•18 

+ 0-21 



i^f 



.0-12 

:0^31 
•27 
•21 
•23 

•0^25 



lOV ^/3(6+2+10) 



:0^10 

:0'33 
0^22 
0^16 
0-19 

•0^22 



;0^11 

;0^33 
0-23 
0^16 
0-19 

■0^23 



Jahre nöthig für icr^^O'l" C 



6K 



36 

400 

144 

48 

113 

155 



2K 



48 

332 
262 
148 
179 

225 



T-O^P V3(6+2+10) 



38 

387 

172 

85 

123 

176 



39 

379 

186 

85 

126 

179 



Daraus ersehen wir, dass die Jahresmittel für 6\, 2\ und 10''^, sowie auch das 24- 
stündige Mittel fast bis auf ^O^l" sicher sind, die Mittel für die Wintermonate hingegen 
noch auf +0^3° unsicher, die Sommermonate sogar noch auf ±;0-16 bis +0'20°. Während 
unsere 35jährige Reihe fast ausreicht, das Jahresmittel bis auf +01" zu erhalten, sehen wir 
dass man kaum je im Stande sein wird, die Temperatur eines der Wintermonate auf +0-1" 
ermitteln zu können, da hiezu fast 400 Jahre und dai'über als nothwendig erscheinen, durch 
welch' ganze Zeit der Localeinfluss immer derselbe bleiben müsste, was wol nicht zu er- 
reichen ist, da sich, wie Hann von der Temperaturreihe von Klagenfurt nachgewiesen hat, 
selbst ein Einfluss der weiteren Umgebung auf die Temperatur zeigt. 

Dadurch ist begründet, warum in den Temperaturtabellen des Anhanges die Monat- 
mittel der einzelnen Jahre nur bis auf Zehntel-Grade genau gegeben werden ; die Jahresmittel 
hingegen sind auf 2 Decimalen gerechnet. 

Einen geringen wahrscheinlichen Fehler haben auch die Morgentemperaturen von Juni 
bis September (fast + 0'1°), während die Mittagsbeobachtungen nur auf +0-2° sicher er- 
scheinen, für erstere würden 42 — 52 Jahre genügen, während für letztere bis zu 161 Jahre 
nothwendig erscheinen. 



Der jährliche Gang der Temperatur. 

Mit Benützung der bekannten Lambert-Bessel'schen Formel erhalten wir auf Grund- 
lage der in Tafel II. enthaltenen Mittel für den Zeitraum 1851—1885 nachfolgenden Ausdruck : 

T = 8-826 -f 10-480 Sin (x + 267" 52') + 0-4802 Sin (2a; + 1 7" 41') -f- 
+ 0-247 1 Sin (ßx -f- 86° 54') 

und zwar das Jahr mit Mitte Jänner (15-5) beginnend. 

Diese Gleichung wurde nicht nur dazu verwendet, die Eintrittszeiten der Extreme und 
des Mittels zu bestimmen, sondern es wurden auch die in der folgenden Tafel IX. enthaltenen 
Temperaturwerthe der Tagesmittel für Dekaden (eigentlich für 36 aequidistante Epochen) 
berechnet. 



Tafel IX. 



19 



Jährlicher Gang der Temperatur nach Dekaden. 

(Nach der Rechnung.) 



Betrag 



Änderung ll 



Betrag 'Änderung 



Betrag Änderung 



Jänner 6. 

,, 16. 

., 26. 

Februar 5. 

„ 15. 

25. 

7. 

17. 

27. 

6. 

16. 

26. 



März 



April 



— 1-23 

— 1-26 

— 1-04 

— 0-61 
+ 0-04 

0-92 
2-01 
3-33 
4-84 
6-51 
8-28 
10-07 



— 0-28 

— 0-03 
+ 0-22 
+ 0-57 
+ 0'65; 
+ 0-88 
+ 1-09 
+ 1-32 
-i-l-ol 
+ 1-67 
+ 1-77 
+ 1-79 
+ 1-77 



Mai 



7. 
17. 
27. 
6. 
16. 
26. 
7. 

„ 17. 

» 27. 

August 7. 

„ 17. 

, 27. 



Juni 



Juli 



11-84 
13-50 
15-00 
16-31 
17-39 
18-24 
18-85 
19-20 
19-28 
19-07 
18-55 
17-69 



+ 1-77 
+ 1-66 
+ 1-50 
4- 1-31 
+ 1-08 
+ 0-85 
+ 0-61 
+ 0-35 
+ 0-08 

— 0-21 

— 0-52 

— 0-86 

— 1-20 



September 6. 

„ 16. 

« 26. 
October 7. 

« 17- 

27. 

November 6. 

« 16. 

„ 26. 

December 7. 

. 17. 
. 27. 



16-49 

14-97 

13-18 

11-18 

9-08 

6-99 

5-00 

3-21 

1-70 

0-49 

-0-39 

-0-95 



1-20 
•1-52 

1-79 
■2-00 
•2-10 

2-09 
■ 1-99 
•1-79 

1-51 

1-21 
■0-88 

0-56 
•0-28 



Es erreicht das Taeesmittel 



den höchsten Stand mit . 
„ niedrigsten Stand mit 
Differenz . 



19-29° am 25. Juli 
- 1-280 „ 10. Jänner 



20-570. 



Wir sehen somit, dass der Coefficient des 1. Gliedes nahezu gleich ist der halben 
Amplitude. Die Temperatur steigt vom 10. Jänner bis 25. Juli, somit durch 206 Tage, 
während sie nur 169, also 37 Tage weniger, braucht, um wieder bis zum tiefsten Stande 
zu sinken. 

Die mittlere Jahrestemperatur wird en-eicht 

am 20. April und - . 

„ 18. October; 

es hält sich somit die Temperatur 181 Tage über dem Mittel, während sie 184 Tage unter 
demselben verweilt. 

Nachdem es für praktische Zwecke wichtig ist, an welchem Tage die Temperatur 
eine gewisse Höhe („Schwellenwerth") erreicht hat, wollen wir die auf graphischem Wege er- 
mittelten Zeiten für 0°, 5", 10" und 15° angeben. 



3* 



20 



Es erreicht die Temperatur 



den Werth 0" am 14. Februar 
„ 12. December 





28. März 


)) 


6. November 


10» „ 


25. April 


» 


12. October 


15» „ 


27. Mai 


» 


16. September 



bleibt daher Tage 


darunter 


darüber 


57 


308 


143 


222 


196 


169 


254 


111 



Der jährliche Gang der Temperatur, wie er sich im Durchschnitte der 35 Jahre zeigt, 
wäre daher folgender: Mit zunehmender Tageslänge zu Anfang des Jahres, wo das Tages- 
mittel der Temperatur einen Stand von 10» unter dem Jahresmittel hat, sinkt dieselbe noch 
weiter und erreicht am 10. Jänner den tiefsten Stand des Jahres mit — 1'28°, von da an 
steigt dieselbe durch 206 Tage, anfangs langsamer, erreicht 0" am 14. Februar und bei stets 
rascherer Zunahme (siehe Tafel IX. : Änderung) 5» am 28. März und das Jahresmittel am 
20. April, um welche Zeit die Temperaturzunahme am raschesten (1'8» in 10 Tagen) erfolgt; 
das Steigen dauert zwar an, doch die Zunahme geschieht in stets langsamerem Tempo, am 
25. April wird das Tagesmittel von 10», am 27. Mai jenes von 15» erreicht, bis schliesslich 
am 25. Juli das höchste Tagesmittel im Laufe des Jahres eintritt, worauf der Temperatur- 
rückgang sich einstellt, welcher nun durch 184 Tage andauert u. z. zuerst langsamer, das 
Tagesmittel .von 15° wird am 16. September erreicht, mit immer rascheren Schritten geht die 
Abnahme vor sich (im October bis zu 2"1° in 10 Tagen), bis das Tagesmittel, nachdem es 
am 12. October den Werth von 10» passirt hat, bereits am 18. October dem Jahresmittel 
gleich wird. Die Abnahme erfolgt von da an immer langsamer, das Tagesmittel von 5» wird 
am 6. November und am 12. December jenes von 0», der Beginn der Frostperiode, erreicht. 
Durch 57 Tage hält sich das Tagesmittel unter dem Nullpunkte und erreicht den tiefsten 
Stand von — 1-28» am 10. Jänner. 

Um die Formel mit anderen von Hann für den Zeitraum 1851 — 1880 gerechneten ^) 
zu vergleichen, wurden auch für Prag für denselben Zeitraum die Constanten ermittelt, welche 
jedoch äusserst geringe Unterschiede gegen jene des 35jährigen Zeitraums aufweisen. 





Seehöhe 


Winkelconstanten 




Coefflcienten 






Hectometer 


"i 


■»2 


■"^ 


«1 


«2 


«3 


Prag 1851—1885 . 


. .2-0 


267» 52' 


17°41' 


86» 54' 


10-48 


0-48 


0-25 


„ 1851—1880 . 


. . 2-0 


267 49 


11 51 


90 21 


10-60 


0-50 


0-28 


München .... 


. . 5-3 


269 3 


352 47 


60 45 


10-11 
10-72 


0-60 
0-61 


0-29 
0-22 


Kremsmünster . . 


. .3-8 


269 


345 3 


77 2 


Wien 


. .2-3 


268 50 


315 


63 16 


10-86 


0-52 


0-15 



Da nun eine Differenz von 1» in der ersten Winkelconstante einer Verschiebung des 
Minimums um nahezu 1 Tag gleichkommt, sehen wir, dass für Prag sich eine Verfrühung 

') Temperaturverhältnisse. III. Theil. Sitzb. Wien 1885. Bd. 92. 



21 

desselben um 1 Tag gegenüber den anderen Stationen ergibt. Der 1. Cocfficient (welcher 
nahezu gleich ist der halben Amplitude) fällt gleichfalls kleiner aus mit Ausnahme jenes von 
München. 

Aus diesem Grunde wurden noch für andere nördlicher gelegene Stationen die Con- 
stanten für 1851 — 1880 gerechnet u. z. waren die Resultate: 



Bodenbach , 


. 14 


267° 27' 


28« 3' 


80" 14' 


10-20 


0-30 


0-22 


Görlitz . . 


. 2-2 


267 14 


27 52 


77 23 


11-12 


0-39 


0-36 


Breslau . . 


. r5 


267 7 


21 1 


73 14 


10-80 


0-35 


0-38 


Dresden . . 


. 1-2 


267 


19 53 


77 11 


9-85 


0-59 


0-36 



Daraus ersieht man, dass thatsächlich die 1. Winkelconstante beim Vorschreiten gegen 
Nord kleiner wird, wodurch die Verfrühung des Minimums in Prag gerechtfertigt erscheint; 
ja selbst die 2. Winkelconstante übergeht beim Vorschreiten gegen Norden aus dem 4. Qua- 
dranten durch Null in den 1. und wird immer grösser. 

Es ist somit auch der jährliche Gang in Bezug auf die Hauptphasen in Überein- 
stimmung mit den Beobachtungen anderer Stationen. 



Weitere Prüfung der Temperaturmittel mit Hilfe der Beobachtungen an 

anderen Stationen in Böhmen. 

Das hier zusammengestellte Material ist im Verlaufe der Arbeit über die Temperatur- 
Verhältnisse von Böhmen entstanden, indem, wie bereits erwähnt wurde, Prag als Normal- 
station mit einer vollständigen und wie sich auch herausstellen wird, vollkommen brauchbaren 
„homogenen" Eeihe 1851 — 1880 für die Stationen gewählt werden musste. Nachdem auch die 
in den letzten 5 Jahren in Thätigkeit getretenen Stationen in die Arbeit aufgenommen werden 
sollten, wurde die ganze 35jährige Periode in Bezug auf ihre „Homogenität" untersucht. 

Wenn ich nun diese Untersuchung der Vertrauenswürdigkeit und Brauchbarkeit der 
Prager Beobachtungsreihe selbstständig behandle, so war mir Veranlassung gegeben durch 
die schweren Angriffe,^) welche „die Prager Beobachtungsreihe als vollkommen unbrauchbar" 
darstellten, „um sie als Normalstation für die anderen Orte Böhmens wählen zu können" — 
ohne jedoch Nachweise beizubringen oder vielleicht nur versucht zu haben — und „die Noth- 
wendigkeit behaupteten, bei allenfalsigen Reductionen gezwungen zu sein, die Beobachtungen 
anderer ausserhalb Böhmens gelegener Stationen I. Ordnung z. B. Wien, München, Leipzig, 
Krakau, wo andere klimatische Verhältnisse herrschend sind, zu verwenden," da bei dem an- 
gegebenen Vorgange der Reduction meine ganze Arbeit hienach einer sicheren Grundlage 
entbehren würde, wovon sich im Folgenden gerade das Entgegengesetzte herausstellen wird. 

Bekanntlich hat Dove durch seine eingehenden Untersuchungen über die gleichzeitige 
Vertheilung der Temperatur über der Erdoberfläche nachgewiesen, dass grössere Abweichungen 
vom normalen Gange der Temperatur nicht local auftreten, sondern über grössere Strecken 
der Erdoberfläche sich gleichzeitig in gleichem Sinne und nahe gleichem Ausmaasse vertheilt 



') Athenaeum 1885. 



22 

zeigen und die Unterschiede der Temperaturmittel benachbarter Orte für gleiche Zeitperioden 
nahezu constant bleiben, worauf die Methode der Keduction auf eine Normalperiode beruht. 

Eine strenge und umfassende Untersuchung der Sicherheit dieser Methode und der 
auf solche Weise erhaltenen Mittelwerthe hat erst Hann im I. Theile seiner „Temperatur- 
verhältnisse der österreichischen Alpenländer" durchgeführt. Bei Verwendung von nur ver- 
lässlichen Eesultaten der Stationen — alle nicht homogenen Eeihen wurden unberücksichtigt 
gelassen — gelangt er zu folgenden Schlüssen: 

„Selbst wenn die Station 100 und 200 Kilometer von der Normalstation entfernt 
liegt, genügen für die Wintermonate 18 respective 33, für die Sommermonate 8 und 13 Jahre, 
um die mittleren Werthe der Differenzen bis auf +0-1° sicher zu stellen. Wir erhalten 
demnach auf diesem Wege schon aus wenigen Jahrgängen sehr genaue relative Werthe der 
Mitteltemperaturen, welche man ja bei Vergleichungen der klimatischen Unterschiede allein 
benöthigt. Wollte man hingegen solche Vergleiche auf die Mittelwerthe selbst stützen, so 
würden für die Wintermonate 3 — 400 Jahre von Beobachtungen nöthig sein, um der Zehntel- 
Grade sicher zu sein, für die Sommermonate auch nahezu 100 Jahre." (Vergl. auch Tafel VIII.) 

Die mittlere Veränderlichkeit der Differenzen fand er nun abhängig sowohl von der 
Entfernung, als vom Höhenunterschiede beider Stationen und zwar ist die betreffende Relation 
für die Differenzen der Jahresmittel in den österreichischen Alpenländern: 

V = 0-28 + 0-0013 1 £ + 0-0283 A Jy, 

wo E die Entfernung in Kilometern und A H die Höhendifferenz in Hunderten von Metern 
bedeutet. 

Es wird aber auch umgekehrt aus der grösseren oder kleineren Constanz der Diffe- 
renzen — da dieselben für gleiche Zeitabschnitte des Jahres nur innerhalb eines gewissen 
kleinen Spielraums schwanken werden — auf die Verlässlichkeit der Normalstation zurück 
geschlossen werden können und zwar je kleiner sich die mittlere Veränderlichkeit gegenüber 
der aus obiger Formel gerechneten ergibt. 

Die folgende Tafel X. gibt uns die Differenzen der Jahresmittel einiger Stationen mit 
längerer Beobachtungsreihe ; wir beschränken uns hier auf die Untersuchung der Jahresmittel, 
auf deren Empfindlichkeit auch Hann hingewiessen hat, während die Differenzen der Monat- 
mittel in dem allgemeineren Theile ihren Platz finden sollen. Die verwendeten Stunden- 
combinationen sind im Kopfe unter den Stationsnamen ersichtlicht gemacht, für Prag wurde 
gleichfalls das Mittel der Stunden und nicht das 24stündige Mittel benützt. 



Taíel X. 



23 



Differenzen der Jahresmittel einzelner Stationen gegen Prag. 

(Station — Prag.) 







Boden- 


Böhm. 


AVeiss- 












Ober- 


— 




Lobositz 


bach 


Leipa 


wasser 


Čáslau 


Tabor 


Písek 


Pilsen 


Eger 


leitens- 
dorf 




6. 2. 10. 


6. 2. 10. 


7. 2. 10. 


6. 2. 10. 


6. 2. 10. 


7. 2. 10. 


6. 2. 10. 


6. 2. 10. 


6. 2. 10. 


6. 2. 10. 




1851 
























52 


— 


— 0-5 


-1-8 


— 


— 0-3 


— 





-0-3 


— 


. — . 




53 




— 0'4 


-1-0 


— 


0-0 


— 


— 


— Ol 


— 







54 


— 


-0-4 


— 1-3 


— 


— Ol 


— 


— 


-0-3 


— . 


— 




55 


— 


-0-2 


— 1-3 


— 


00 


— 


— 


0-0 


— 







56 


— 


-0-4 


-1-2 


— 


— Ol 


— 


— 


-0-2 


— 


— 




57 


— 


— 0-4 


— 


— 


-0-2 


— 


— 


— Ol 


— 


— 




58 


— 


— 0'2 


— 


— 


— 0'3 


— 


— 


-0-3 


— 


— 




59 


— 


-0-5 


— 


— 


— 0-2 


— 


— 


-0-2 


— 


— 




1860 


— 


-0-3 




— 


— Ol 


— 





— 0-3 


— 







61 


— 


— 0-4 


— 1-1 


— 


-0-2 


— 





-0-2 


— 


— 




62 


— 


-0-4 


— ri 


— 


-0-2 


— 


— 


— Ol 


— 


— 




63 


— 


-0-4 


-1-1 


— 


— 0'2 


— 


— 


-0-3 





— 




64 


— 


— 0-4 


-1-1 


— 


-0-3 


— 


— 


0-0 





— 




65 


— 


—■0-4 


— 1-1 


-1-9 


-0-3 


— 


— 


— Ol 


-1-3 


— 




66 


— 0-1 


— 0-6 


— 1-3 


-1-9 


-0-3 


-— 


— 


0-0 


-1-5 







67 


— Ol 


-0-4 


— 1-3 


— 1-9 


-0-4 


— 


— 


00 


-1-3 


— 




68 


0-0 


-0-5 


— 11 


— 1-7 


-0-3 


— 


— 


— Ol 


-1-3 


— 0-6 




69 


— Ol 


— 0-5 


— 11 


— 1-8 


— Ol 


— 





— Ol 


-1-7 


-0-6 




1870 


— 0-1 


-0-4 


— 11 


-1-7 


-0-8 


— 





— Ol 


— 1-9 


-0-6 




71 


— 02 


-0-4 


— 11 


— 1-4 


-0-4 


— 





— 0-2 


-1-8 


— 0-7 




72 


— 0-2 


— 0-6 


— 0'8 


— 1-3 


-0-4 


— 





-0-4 


-1-7 


-0-9 




73 


— 0-2 


-0-6 


— 1-0 


— 1-5 


— 


— 


— 


— 0-2 


— 21 


-0-7 




74 


— 0-4 


— 


— 11 


-1-6 


-0-7 


— 








— 1-8 


— 0-8 




75 


— 0-1 


— 


— 1-3 


-1-8 


— 11 


-1-4 


— 11 





-2-0 


-0-7 




76 


— 0-3 


— 


— 11 


-1-9 


— 11 


-1-5 


-1-4 


— Ol 


-1-5 


-0-8 




77 


— 0-4 


— 


— 1-3 


— 1-9 


-1-0 


-1-5 


— 1-3 


— 0-3 


— 1-8 


-1-0 




78 


-0-1 


— 


— 11 


— 1-8 


— 0-8 


-1-5 


— 1-4 


-0-4 


-1-8 


-0-9 




79 


— 0-1 


— 


— 1-2 


— 1-7 


-0-4 


-1-4 


— 1-3 


-0-4 


-2-2 


-0-7 




1880 


0-0 


— 


-1-3 


— 1-7 


— 0-6 


— 1-3 


— 1-2 


-0-3 


— 21 







81 


— 0-3 


— 


-1-2 


-1-8 


— 0-5 


-1-7 


— 11 


-0-3 


-2-0 






82 


— 0-1 


— 


— 1-0 


-1-6 


-0-5 


-1-6 


-1-2 


— 0-5 


-2-2 







83 


+ 0-1 


— 


— 11 


-1-7 


-0-7 


-1-6 


— 1-2 


— 0'5 


-2-2 







84 


O'O 


— 


— 11 


-1-7 


-0-8 


— 1-5 


— 11 


— 0-2 


— 2-2 







85 


— 0-1 


— 


-1-0 


-1-7 


-0-3 


-1-5 


— 11 


— 


— 21 







Mittel 


— 0-17 


— 0-41 


— 113 


— 1-72 


-0-28 
-0-70 


-1-51 


-1-27 


— 0-21 


-1-81 


— 0-74 





24 

Anmerkungen. Lotositz. Seit 1878 Stundencombination 74(7 + 2 + 2X9) auf 73(6 + 2 + 10) reducirt. Correction 
des Réaumurthermometers, welches bis Mai 1872 benützt wurde, laut Schreiben H. Dr. Hanamann's 
— O-l", angebracht. 

Böhm. Leipa. Trotz geänderter Aufstellung in den letzten Jahren Diiferenzen sehr constant. 

Weisswasser. Seit 1873 Stundencombination 73(6 + 2 + 9) auf 73(6 + 2 + 10) reducirt. Cor- 
rection des Thermometers Réaumur — 004° laut Schreiben Prof. Periuä's angebracht. 

Čáslau. Ältere Eeihe (bis 1872) an der Dechantei Čáslau, Correction des Thermometers un- 
bekannt; seit 1S74 im 2. Stocke der Bürgerschule, cca 12 m höher, freiere Lage. 

Eger. Die Differenzen gegen Bayreuth und namentlich gegen Elster viel constanter, Entfernung 
von Prag 150 Kilometer. 

Schon auf den ersten Blick überrascht uns die Übereinstimmung der Jahresmittel- 
differenzen im Verlaufe der ganzen Beobachtungsi-eihe ; wir wollen trotzdem noch die mittlere 
Veränderlichkeit, wie sich dieselbe aus Tafel X. ergibt, mit der aus der früher angeführten 
Relation Hanu's gerechneten vergleichen. 



Station 






eä 

d 




S 


ř5 


CO 


s 

03 
CO 


g 
S 


AI 

03 
CO 

CM 


e 

CO 




QJ 

it 

.CO 




Entferng. in Kilom. 


. 51 


78 


68 


48 


70 


78 


90 


85 


149 


67 


Höhendiff. geg. Prag 


— 36™ 


— 60 


51 


102 


78 


258 


185 


122 


260 


104 


V gerechnet . . . 


.0-35 


0-36 


0-38 


37 


0^39 


0^45 


0-45 


0^42 


0^55 


0^40 


V beobachtet . . . 


. 0-09 


•07 


•09 


•12 


•15 


■07 


•11 


•12 


•25 


•12 



Im ungünstigsten Falle, grosse Entfernung und grosse Höhendifferenz, ist dennoch 
die mittlere Veränderlichkeit um mehr als auf die Hälfte der durch Rechnung erhaltenen ge- 
sunken; gegen Tabor ist dieselbe auf den sechsten Theil, gegen Bodenbach auf ein Fünftel 
des Betrages nach Rechnung aus Hann's Formel gesunken. 

Wohl ist zu berücksichtigen, dass auch die Temperaturverhältnisse in Böhmen relativ 
viel gleichförmiger sich gestalten als in den Alpengegenden, so dass überhaupt kleinere 
Werthe zu erwarten waren; doch bezeugen die ermittelten Werthe mit grosser Bestimmtheit 
die Verlässlichkeit des Beobachtungsmaterials an allen Stationen. Doch nichtnur das all- 
gemeine Jahresmittel, auch jene für die 3 Beobachtungsstunden zeigen geringe Verändei'lich- 
keiten, wie wir von einigen Stationen anführen wollen: 





Lobositz 


Bodenbach 


Weiss was ser 


Tábor 


Pisek 


6^ . . 


. . 0-15 


0-18 


0-14 


010 


0-11 


2\ . . 


. . 0-13 


0-17 


016 


0-21 


0-17 


IG'-« . . 


. . 0^15 


009 


0^21 


0-20 


0-08 



Zur Erläuterung der Sicherheit der mittels Reduction uach Prag erhaltenen Monat- 
mittel möge das Resultat der Reduction nach Prag und einer zweiten Station folgen. 

Es wurde hiezu die verlässliche Beobachtungsreihe von Bodenbach gewählt und als 
zweite Normalstation Görlitz. Es ergaben sich folgende auf die Periode 1851 — 1880 redu- 
cirte Mittel: 



J. F. M. A. M. J. J. A. S. O. N. D Jahr 

nach Prag: —1-20 —0-47 2-77 8-08 12-58 17-08 18-39 17-74 14-06 8-99 3-12 —0-44 838 

„ Görlitz: —1-24 —0-32 2-73 8-15 12-67 17-19 18-46 17-86 14-15 8-98 3-10 —0-47 8-44 

Wir erhalten somit ein recht zufriedenstellendes Resultat ; die grösste Differenz (0-15") 
zeigt sich im Februar und ist dies die Folge des abnorm kalten Februar 1870 in Nord- 
deutschland, indem Bodenbach um 2-5" (normal blos -|- 0-4") wärmer war als Görlitz, während 
die Differenz gegen Prag (gleichfalls ohne Rücksicht auf die Höhendifferenz) -j-0-1" (im 
Mittel — 0-2") betrug. Wenn wir übrigens die grosse Veränderlichkeit der Monatmittel des 
Februar berücksichtigen, welche wir mit ±; 2-45" ermittelt haben, sowie den wahrscheinlichen 
Fehler des 35jährigen Mittels mit ± 0-35°, finden wir diese Differenz gewiss nicht bedeutend. 

Das Jahresmittel ist um 0-06" verschieden und könnte dies selbst eventuell auf eine 
Correction des Thermometers in Görlitz zurückgeführt werden. 

Auch die Beobachtungsreihe von Eger gibt nach Prag und Bayreuth reducirt, recht 
übereinstimmende Werthe, obgleich man nach Tafel X. versucht wäre, auf einen geänderten 
Localeinfluss in Eger zu schliessen, wovon man jedoch in den Differenzen gegen Bayreuth 
keine Bestätigung erhält. Es ergab sich : 

J. F. M. A. M. J. J. A. S. 0. N. D. Jahr 

nacliPrag . —2-61 —165 1-31 6-93 11-41 15-82 17-42 16-60 12-78 7-55 1-18 —2-46 7-02 

„ Bajreolli -2-64 —1-74 1-52 6-96 11-49 15-93 17-54 16-76 13-04 7-68 123 —2-44 7-11 

Mit Rücksicht darauf, dass der wahrscheinliche Fehler des 35jährigen Mittels im 
Winter +0'33°, in den Sommermonaten noch +; 0-2°, ja sogar des Jahresmittels noch +0-1" 
beträgt, erscheint das Resultat gewiss als ein zufriedenstellendes. Diese Beispiele bringen wol 
genügend klar die volle Brauchbarkeit der Prager Beobachtungsreihe vor Augen. 



Der Einfluss der Stadtlage. 

Durch die im Vorangehenden durchgeführte Untersuchung der Temperaturreihe 1851 
bis 1885 ist somit bis zur Evidenz nachgewiesen worden, dass dieselbe vollkommen „homogen" 
sich herausstellt und Prag daher als Normalstation zur Reduction der übrigen Stationen Böh- 
mens vollkommen brauchbar ist; damit sollte aber nicht ein Einfluss der Stadtlage auf die 
Temperatur selbst vielleicht geleugnet werden, vielmehr wurde schon früher darauf verwiesen, 
dass im Vergleich mit den Isothermenkarten sich ein Einfluss zeigt in der Erhöhung des 
Jahresmittels um 03 — 0-4 C. 

Denselben Werth erhalten wir auch aus den Beobachtungen der benachbarten Sta- 
tionen, wenn wir mit Rücksicht auf die Höhendifferenz und eine Temperaturabnahme von 
0"518" für je 100 m die mittleren Temperaturdifferenzen zwischen Prag und den Stationen 
rechnen und dieselben mit den beobachteten und in Tafel X. angegebenen Differenzen ver- 
gleichen. 

4 



_|_ 0-19 +0-31 — 0-26 —0-53 —0-40 —1-34 —0-96 —0-63 — 1-34 —0-54 
— 0-17 —0-41 —1-281) —1-72 —0-70 — l-ßö^) —1-27 —0-21 —1-81 —0-74 



26 

^ .5" m "^ 

o 53 t» ? 

Station .-s Ä t ^ H -S- 

SS S S|ä /ag.-'Ss 

O O :0 ^ 'Co Co ^ TZi bjj ^ ^ 

Höhendiff. 
gegen Prag — 36 — 60 51 102 78 258 185 122 260 104 

in Met. 

Tempdiff. 

gerechnet. 

Tempdiff. 

beobaclit. 

Üntersclaied +0'36 +0-72 +1*02 +1-19 +0-30 +0-32 +0-31 -|-0-40 +0-47 +0-20 

Zur Feststellung des Localeinflusses dürfen wir gewiss solclie Stationen nicht verwenden, 
an welchen ein Localeinfluss (selbst der weiteren Umgebung) sich bemerkbar macht. Eine 
fast überraschende Übereinstimmung zeigen die Stationen Lobositz, Caslau, Tabor, Písek, Eger 
und Oberleitensdorf, während Bodeubach, Böhm.-Leipa und Weisswasser in Folge der weiteren 
Umgebung (Wälder, Berge) offenbar zu kühl sind, Pilsen hingegen viel zu warm.^) Wenn wir 
letztere ausscheiden, erhalten wir im Mittel aus den ersteren Stationen 0-33° C, um welchen 
Betrag Prag zu warm ist. 

Denselben Betrag erhielt Hann ') bei Feststellung des Stadieinflusses auf die Tem- 
peraturreihe von Wien. Freilich stand ihm ein viel reichhaltigeres Material zu Gebote: 3 
Reihen von Temperaturaufzeichnungen in der Stadt, dann für die nächste Umgebung im 
Norden, Westen und Süden der Stadt die Aufzeichnungen an mindestens je 4 Orten, ausser- 
dem eine 3. Reihe von ganz benachbarten Stationen im weiteren Umki-eise, so dass er an 
einem Landstreifen von 25 Km Länge und 10 Kilom. Breite Temperaturaufzeichnungen von 
14 Stationen verwenden konnte. 

Wir besitzen leider keine Temperaturaufzeichnungen aus der nächsten Umgebung 
Prag's und wollen daher in erster Annäherung den Stadteinfluss im Verlaufe des ganzen 
Jahres aus den Beobachtungen der oben genannten Stationen, welche auch im Jahresmittel 
fast genau gleiche Werthe für den Stadteinfluss ergaben, zu ermitteln versuchen. 

Zu diesem Zwecke reduciren wir die auf die Periode 1851 — 1880 zurückgeführten 
Monatmittel der Stationen auf die Seehöhe von Prag (202 m) und zwar unter Benützung der 
von Hann ") ermittelten Werthe der Temperaturabnahme für die Alpen und eliminiren den 
eventuellen Localeinfluss an den Stationen dadurch, dass wir die Werthe in ein Mittel zu- 
sammenfassen, welches wir dann mit den 30jährigen Mittelwerthen für Prag vergleichen wollen, 

Der grösseren Übersichtlichkeit wegen wollen wir in folgender Tafel die Resultate 
blos mit 1 Decimale anführen und nur bei den Differenzen die 2. Decimale beibehalten, weil 
der jährliche Gang besser hervortritt. 



') Bei Böhm.-Leipa und Tabor wurde die Stundencombination ^1,(7+2+10) auf V3(6-|-2-f 10) zuruckgefubrt. 

^) Auch ist mir Yorläufig die Correction des Thermometers nicht bekannt. 

') Temperaturverhältnisse. II. Theil, Sitzber. d. kais. Akad. Wien 1885. Bd. 91. 

') Temperaturverhältnisse. in. Theil, Sitzber. d. kais. Akad. Wien 1885. Bd. 92. 



27 



Tafel XI. 



Lobositz 



Čáslau 



Písek 



Eger 



Ober- 

leitens- 
doii 



Mittel 



Prag 

1851, '80 


Diff. 


— 1-2 


— 0-60 


— 0'2 


— 0-34 


3-1 


— 0-15 


8-7 


-j-o-or 


13-2 


— 0-11 


17-5 


— 0-15 


19-2 


— 29 


18-7 


— 0-38 


14-9 


— 0-43 


9-4 


— 0-40 


2-5 


— 0-39 


-0-6 


— 0-70 


8-79 


— 0-33 



Jänner . 
Februar . 
März . . 
April . . 
Mai. . . 
Juni . . 
Juli . . 
August . 
September 
October . 
November 
December 



Jahr 



-1-9 

-0-8 

2-9 

8-7 

13-3 

17-5 

18-9 

18-3 

14-4 

8-8 

2-5 

-1-4 

8-43 



— 1-5 


— 2-0 


— 0-6 


— 0-5 


2-6 


3-2 


8-6 


8-7 


13-1 


13-0 


17-4 


172 


18-9 


18-9 


18-2 


18'3 


14-8 


14-4 


9-3 


9-2 


2-6 


2-7 


— 1-3 


— 1-3 


8-49 


8-48 



— 1-8 

— 0'6 
2-8 
8-5 

13-0 
17-4 
19-0 
18-1 
14-1 
8-8 
2-3 

— 1-6 

8-32 



-1-6 

-0-5 

3-1 

8-9 

13-2 

17-5 

19-1 

18-5 

14-5 

9-0 

2-6 

-1-1 

8-59 



— 1-8 

— 0-6 
2-9 
8-7 

13-1 
17-4 
19-0 
18-3 
14-4 
9-0 
2-9 

— 1-3 

8-46 



Die in der letzten Columne enthaltenen Differenzen geben uns somit den Betrag an, 
um welchen die Temperatur von Prag zu hoch ( — ) oder zu tief (-{-) ist infolge Stadtein- 
flusses. Der jährliche Gang prägt sich sehr deutlich aus. Wir finden das Maximum des Local- 
einflusses im Winter und im Herbste, während im Frühjahre die kleinsten Differenzen auf- 
treten, ja im April sogai" die Differenz positiv wird. 

Daraus ersieht man deutlich die abkühlende, sowie die wärmebewahrende Wirkung 
der Häusermauern. 

Wenn im Frühjahre bei zunehmender Declination der Sonne die Temperaturzunahme 
erfolgt, so geht dieselbe im Freien viel rascher vor sich als in Städten, wo die Mauern ab- 
kühlend auf die Temperatur wirken, so dass sich der erwärmende Einfluss mildert, ja sogar 
ganz in das Gegentheil umschlägt. Wir finden vom Winter bis zum April eine succesive Ab- 
nahme der negativen Differenzen. Im April, zur Zeit der grössten Wärmezunahme (wie wir 
früher gesehen haben), ist der erwärmende Einfluss schon Null geworden. Von da an erwärmt 
sich die Stadt langsam immer mehr im Vergleiche mit dem Freien, die negativen Differenzen 
werden successive grösser, bis dieselben im September ein secundäres Maximum erreichen, 
da die Mauern jetzt wärmebewahrend sich verhalten, so dass die Temperaturabnahme im 
Herbste weniger rasch erfolgt als im Freien. Der grösste erwärmende Einfluss zeigt sich 
jedoch im Winter selbst, wo die Stadt bis zu 0-1° wärmer sich zeigt (im December) als das 
freie Land. 

Eine Beeinflussung im ähnlichen Sinne^ wol aber in abgeschwächtem Maasse, dürfte 
auch beim täglichen Gange zu erwarten sein und es Hessen sich wol Anhaltspunkte bei der 
Bearbeitung der anderen Stationen vielleicht abgewinnen; nachdem aber seit Jänner 1886 in 



28 

Lobositz ein Thermograph aufgestellt ist, dürfte diese Frage einige Jahre wol noch offen ge- 
lassen werden. 

Zum Schlüsse wollen wir nun noch auf die Mittelwerthe der Tafel XI., die uns in 
erster Annäherung die Landtemperatur der Umgebung Prags geben, die Lambert-Bessel'sche 
Formel anwenden. Es ergibt sich: 

r= 8-470 + 10-7248 Sin (x + 268° 54') + 0-493 8in {2x -f 357» 23') + 
4- 0-233 Sin (3x -(- 83" 2'). 

Es erreicht das Tagesmittel 

den höchsten Stand mit . . . 19-01 am 24. Juli 
„ niedrigsten Stand mit . — 2-09° „ 9. Jänner 
Differenz . .21-10°. 

Die mittlere Jahrestemperatur mit 8-47° wird erreicht 

am 18. April und 
„ 17. October. 

Die Amplitude fällt sonach um 0-5° (gegen 20*57°) höher aus, die Tage des Eintrittes 
vom Maximum und Minimum, sowie auch der mittleren Jahrestemperatur im Herbste er- 
scheinen um 1 Tag verschoben, das Jahresmittel der Temperatur im Frühjahre wird um 2 
Tage früher erreicht, wie auch von Vornherein zu erwarten war. 



29 



Anhang. Tab. I. Mittlere Luft-Teinperatui" um 6 Uhr Morgens. 



Prag. 





o 

a 
a 


3 
U 


2 


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»-5 


-t-3 

1 

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Ol 

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o 


š 


Decem- 
ber 


Jahr 


1851 


Ll-4 


—2-1 


1-2 


7-6 


7-6 


13-0 


14-2 


14-2 


10-1 


8-9 


0-0 


— 0-1 


6-08 


52 


0-6 


0-7 


-1-9 


1-6- 


10-1 


14-1 


15-8 


15-1 


11-5 


5-4 


51 


3-0 


6-78 


53 


0-6 


—3-0 


— 4-4- 


2-9 


9-4 


14-4 


16-2 


14-1 


u-i 


6-6 


2-0 


-7-2 


5-22 


54 


I— 2'6 


-1-4 


1-6 


3-6 


10-3 


13-4 


15-3 


13-8 


9-7 


6-5 


0-1 


1.4! 


5-98 


55 


—3-7 


— 8-7- 


0-3 


3-9 


8-3 


14-5 


14-9 


14-9 


9-7 


9-2 


2-6 


-7-1I 


4-89 


56 


— 1-5 


1-0 


— 1-3 


5-7 


10-0 


14-3 


13-1* 


15-0 


10-1 


6-4 


—0-6 


—0-7 


5-96 


57 


-4-0 


-5-4 


1-4 


5-5 


9-1 


13-2 


15-9 


15-8 


11-5 


9-3 


—0-1 


0-7 


6-07 


58 


-4-9 


— 8-0 


-0-9 


3-6 


8-9 


14-9 


15-0 


14-9 


12-1 


7-4 


— 4-r 


—0-1 


4-89 


59 


—0-6 


1-1 


4-6 


5-6 


10-7 


14-0 


17-9 


16-9 


10-9 


8-0 


1-5 


—3-6 


7-25 


60 


0-4 


—2-7 


-0-2 


5-2 


11-2 


14-1 


13-7 


14-2 


11-3 


6-2 


0-0 


— 1-8 


5-95 


61 


— 6-7 


0'7 


2-9 


3-6 


8-3 


15-9 


15-4 


15-9 


12-1 


5-9 


3-7 


— l-2i 


6-37 


62 


—31 


-1-3 


2-7 


7-3 


11-9 


13-2 


15-6 


14-4 


10-9 


9-0 


3-5 


-0-7 


6-95 


63 


1-5 


0-5 


3-4 


5-2 


10-2 


14-2 


14-1 


15-7 


12-2 


7-8 


4-1 


2-2 


7-58 


64 


-8-3- 


-1-8 


2-9 


3-2 


7-5 


13-9 


13-8 


13-6 


11-7 


5-4 


0-7 


-5-7! 


4-71 


65 


— 1-7 


— 8-4 


-2-1 


5-5 


129 


12-2 


17-5 


15-1 


11-3 


6-3 


4-4 


-0-5: 


6-04 


66 


1-9 


2-7 


1-1 


7-2 


8-1 


15-8 


15-8 


13-7 


13-8 


3-2* 


3-6 


1-4 


7-35 


67 


—2-0 


2-7 


0-0 


6-9 


9-4 


14-1 


14-8 


14-9 


12-0 


7-3 


1-5 


— 1-7 


6-66 


68 


-2-0 


2-4 


2-0 


5-1 


13-2 


15-6 


16-3 


170 


12-1 


7-8 


1-2 


3-3 


7-84 


69 


—3-2 


3-5 


0-1 


7-7 


11-7 


12-2 


16-4 


14-5 


11-7 


4-8 


2-9 


0-2 


6-87 


70 


-1-9 


— 7-2 


— 1-4 


4-2 


10-6 


14-0 


16-2 


14-8 


10-0 


6-3 


3-3 


-5-4 


5-29 


71 


-7-2 


—4-0 


1-4 


5-3 


7-6 


12-3 


16-1 


15-2 


11-3 


4-3 


0-3 


-7-0 


4-63- 


72 


—21 


0-2 


2-4 


7-2 


11-9 


13-9 


15-8 


14-5 


12-9 


8-2 


5-7 


2-2 


7-73 


73 


0-9 


-1-0 


2-4 


4-3 


8-7 


14-2 


17-1 


15-6 


11-0 


8-7 


3-2 


—0-6 


7-03 


74 


—0-7 


— 1-6 


1-0 


7-1 


7-3 


13-5 


17-5 


13-9 


12-8 


6-3 


0-5 


— 1-4 


6-34 


75 


0-2 


— 7-7 


— 2-1 


4-4 


10-8 


16-2 


15-9 


16-3 


9-9 


5-1 


1-8 


—2-9 


5-65 


76 


-4-7 


-1-1 


2-9 


7-4 


6-7* 


15-2 


16-2 


15-1 


11-3 


8-5 


—0-1 


0-9 


6-51 


77 


1-1 


1-4 


0-3 


4-1 


8-4 


15-7 


16-3 


16-2 


8-9* 


4-8 


4-3 


0-2 


6-80 


78 


— 1-1 


1-2 


2-3 


6-6 


11-1 


137 


14-9 


15-8 


13-3 


8-8 


2-0 


— 2-0I, 7-22 


79 


-2-6 


0-8 


0-2 


4-7 


8-9 


14-9 


14-1 


16-0 


12-2 


7-3 


0-7 


— 9-91Í 5"61 


80 


-2-6 


-3-3 


0-6 


7-0 


9-4 


14-0 


16-3 


14-4 


12-3 


8-3 


3-5 


3-7il 6-97 


81 


-6-8 


— 1-7 


1-1 


3'0 


9-9 


13-5 


16-5 


15-2 


10-3 


4-3 


3-5 


0-5i 5-77 


82 


—0-6 


-0-8 


4-3 


5-3 


10-2 


12-3 


15-5 


13-8 


12-4 


7-8 


3-8 


0-4', 7-04 


83 


—2-2 


1-0 


—2-9 


3-5 


10-3 


14-3 


15-5 


14-2 


12-0 


7-5 


3-4 


0-3 


6-41 


84 


2-2 


0-2 


2-0 


3-2 


10-1 


11-9' 


16-2 


13-9 


11-4 


7-1 


1-3 


1-8 


6-88 


85 


I-4-3 


— 0-1 


1-4 


6-6 


9-3 


15-0 


16-4 


13-2* 


11-5 


7-1 


2-4 


— 1-0 6-45 


Mittel 




























1851—55 


— 1-3 


-2-9 


—0-6 


3-9 


9-1 


13-9 


15-3 


14-4 


10-4 


7-3 


2-0 


-2-0 


5-79 


56—60 


-2-1 


— 2-8 


0-7 


5-1 


10-0 


14-1 


15-1 


15-4 


11-2 


7-5 


—0-7 


-1-1 


6-02 


61—65 


—2-1 


2-0 


5-0 


10-2 


13-9 


15-3 


14-9 


11-6 


6-9 


3-3 


-1-2 


6-33 


66—70 


'-1-4 


0-8 


0-4 


6-2 


10-6 


14-3 


15-9 


15-0 


11-9 


5-9 


2-5 


—0-4 


6-80 


71—75 


;— 1-8 


-2-8 


1-0 


5-7 


9'3 


14-0 


16-5 


15-1 


11-6 


6-5 


2-3 


-1-9 


6-28 


76—80 


'—2-0 


—0-2 


1-3 


6-0 


8-9 


14-7 


15-8 


15-5 


11-6 


7-5 


2-1 


1-4 


6-62 


81—85 


L2-3 


—0-3 


1-2 


4-3 


10-0 


13-4 


16-0 


14-1 


11-5 


6-8 


2-9 


—0-4 


6-51 


1851—85 


—2-09 


— 1'46 


0-84 


5-17 


9-71 


14-05 


15-66 


14-91 


11-41 


6-91 


2-05 


— 1-10 


6-34 



30 



Anhang. Tab. IL Mittlere Luft-Temperatiu" um 2 


Uhr Xachmittags. 




Prag 




U 

d 

1-5 


3 




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20-8 


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20-7 


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20-6 


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24-6 22-0 


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19-2 


18-3 


24-8 


20-4 20-3 


10-5 


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18-9 


19-9 


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11-5 


17-6 


20-3 


23-2 


21-2 


18-3 


11-0 


5-6 


2-2 


11-85 


1851—85 


0-35 


2-09 


5-96 


1210 


17-03 


20-99 


23-08 


22-31 


18-71 


12-4C 


»4-67 


0-83 


11-71 



31 



Anhang. Tab. III. 



aiittlere Luft-Temperatur 10 Uhr Abends. 



Prag. 





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16-6 


19-6 


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16-6 


18-4 


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11-3 


18-8 


17-5 


17-1 


15-5 


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0-3 1 6-99 


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0-3 


2-0 


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12-7 


16-5 


21-2 


20-0 


12-7 


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1860 


0-8 


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16-7 


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18-9 


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8-9 


4-6 


— 1-0:8-23 


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2-3 


2-2 


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16-1 


16-7 


19-1 


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16-2 


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65 


— 0-7 


— 6-8 


-0-7 


9-2 


16-8 


14-3 


20-7 


16-9 


14-7 


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—0-1 


8-15 


66 


2-8 


3-4 


2-6 


10-1 


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18-2 


16-6 


15-9 


15-9 


6-2 


3-9 


1-9 ■ 8-97 


67 


— 1-5 


3-5 


1-2 


8-5 


12-3 


15-9 


17-0 


18-0 


14-3 


8-5 


2-0 


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68 


-1-4 


3-4 


3-6 


7-3 


16-7 


17-9 


18-0 


19-8 


15-4 


9-5 


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3-8: 


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-2-2 


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1-5 


10-7 


14-1 


13-6* 


19-5 


16-1 


15-5 


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8-66 


1870 


— 1-2 


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0-2 


6-7 


13-6 


15-7 


19-3 


16-3 


12-0 


7-7 


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— 5-3l 


6-95 


71 


— 6-4 


— 2-9 


4-4 


7-3 


9-4 


13-7 


18-1 


18-1 


14-7 


6-0 


0-9 


-6-1 


6-43 


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— 1-7 


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15-7 


18-9 


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15-6 


10-6 


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2-6 


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10-3 


16-1 


19-9 


19-2 


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10-4 


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0-4 


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9-2 


9-8 


16-1 


21-1 


16-8 


16-3 


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13-9 


18-5 


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16-9 


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18-1 


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— 2-1 


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16-9 


15-9 


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16-1 


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9-1 


4-1 


3-8 


8-59 


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— 5-3 


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2-9 


5-4 


12-9 


15-4 


19-2 


17-3 


12-2 


5-4- 


4-2 


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7-54 


82 


0-4 


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71 


7-9 


12-4 


14-3 


17-9 


15-5 


14-4 


9-5 


4-1 


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— 1-2 


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17-4 


17-4 


16-9 


14-0 


8-9 


4-1 


0-9 


8-23 


84 


3-0 


1-8 


4-5 


5-7 


13-5 


13-9 


18-6 


17-1 


14-4 


8-3 


1-8 


2-5 


8-76 


85 


— 2-9 


1-7 


3-0 


10-7 i 12-0 


18-5 


18-7 


15-8 


14-2 


8-2 


3-4 


—0-9 


8-52 


Mittel 








I 
1 


















1851—55 


-0-5 


-1-9 


1-1 


6-4 


11-9 


15-9 


17-9 


17-2 


12-8 


9-1 


2-6 


— 1-3 


7-61 


56—60 


— 1-5 


— 1-6 


2-4 


7-9 


12-3 


17-0 


17-7 


18-0 


13-6 


9-2 


0-1 


-0-6 


7-87 


61-65 


— 2-8 


—0-8 


3-7 


7-8 


13-0 


16-0 


18-0 


17-4 


14-0 


9-1 


4-0 


-0-9 


8-21 


66—70 


-0-7 


1-8 


1-8 


8-7 


13-4 


16-3 


18-2 


17-2 


14-6 


7-7 


3-1 


— 0-3 


8-47 


71—75 


— 1-2 


— 1-8 


3-4 


8-1 


11-5 


16-0 


19-2 


18-1 


14-7 


8-4 


3-0 


-1-4 


8-17 


76—80 


— 1-4 


0-9 


3-0 


8-4 


11-3 


17-4 


17-7 


18-1 


14-1 


8-8 


2-7 


— 0-8 


8-35 


81—85 


— 1-2 


1-4 


3-3 


7-1 


12-8 


15-9 


18-4 


16-5 


13-8 


8-1 


3-5 


0-8 


8-37 : 


1851—85 


— 1-32 

1 


— 0-29 


2'68 


7-78 


12-33 


16-35 


18-16 


17-51 


13-95 


8-63 


2-72 


-0-65 


8-15 



32 



Anhang. Tab. 


[V. 




24stündige Temperaturmittel. 








Prag 




CD 

ä 

>-5 


Í 


1 


Ol 

< 


'S 


a 

3 


's 

1-5 




OJ 


o 
« 

O 


S 

o " 


i ä ■ Jahr 


1851 


-0-6 


-0-6 


3-3 


10-1 


10-4 


16-5 


17-4 


17-9 


12-2 


11-0 


0-9 


0-5 ■ 8-25 


52 


1-9 


1-9 


1-1 


5-2- 


14-5 


17-6 


20-8 


18-9 


14-7 


8-4 


6-2 


3-9,' 9-59 


53 


1-2 


— 1-9 


— 2-4' 


5-6 


12-6 


17-2 


19-7 


18-1 


14-4 


8-9 


2-7 


— 6-li 


7-50 


54 


-1-6 


-0-3 


3-6 


7-9 


14-4 


15-8 


19-3 


17-1 


13-8 


9-2 


1-2 


2-2, 


8-55 


55 


-2-9 


— 6-9* 


2-0 


6-7 


12-3 


17-7 


18-4 


18-5 


13-3 


11-5 


3-7 


— 6-1 i 7-35 i 


56 


—0-7 


2-1 


1-3 


10-4 


13-2 


17-5 


16-8 


18-6 


13-6 


9-8 


0-2 


0-0 


8-57 


57 


— 31 


-3-5 


3-3 


8-7 


13-6 


17-7 


19-2 


19-9 


15-2 


12-2 


1-2 


1-5 


8-83 


58 


-3-6 


-5-5 


1-8 


7-7 


12-4 


19-7 


18-4 


18-1 


16-3 


9-5 


-3-2' 


0-6 


7-68 


59 


0-4 


2-2 


6-9 


8-5 


13-7 


17-8 


22-3 


210 


13-7 


10-4 


2-8 


-3-0 


9-73 


1860 


1-1 


— 1-6 


1-8 


8-3 


14-5 


17-8 


16-6* 


17-6 


14-1 


7-9 


0-9 


— 1-2 


8-15 


61 


-5-5 


2-3 


5-2 


6-6 


11-5 


19-1 


19-4 


20-1 


14-5 


9-6 


5-1 


— 0-6;, 9-941 


62 


—2-5 


— 0-4 


5-9 


iro 


16-1 


16-5 


18-9 


17-7 


14-9 


11-1 


4-6 


0-2 


8-50 


63 


2-5 


2-4 


5-3 


8-7 


14-0 


17-4 


18-0 


20-2 


15-4 


10-8 


5-1 


2-5 


10-19 


64 


-7-6- 


—0-3 


5-5 


6-2 


10-5 


17-7 


17-3 


16-5 


14-4 


7-7 


2-1 


— 4-9 


7-09* 


65 


-0-7 


— 6-6 


— 0-4 


10-1 


17-7 


15-1 


22-0 


18-0 


15-7 


9-5 


5-3 


0-1 


8-82 


66 


31 


3-9 


3-2 


10-9 


11-1 


19-6 


17-8 


17-0 


17-2 


7-2 


4-4 


2-0 


8-78 


67 


-1-2 


3-8 


1-7 


9-1 


13-0 


17-2 


17-9 


19-1 


15-3 


8-8 


2-3 


— 1-5 


9-79 


68 


— 1-3 


3-8 


4-1 


8-1 


17-9 


19-2 


20-3 


20-8 


16-7 


10-3 


2-0 


4-0 


1049 


69 


-2-1 


4-7 


2-1 


11-6 


15-3 


14-7 


20-6 


17-3 


16-0 


7-2 


3-8 


0-8 


9-33 


1870 


-1-1 


-5-4 


0-5 


7-6 


14-7 


16-8 


20-2 


17-2 


13-0 


8-5 


4-4 


-4-9 


7-63 


71 


-6-1 


— 2-5 


5-0 


8-1 


10-8 


14-6* 


19-6 


19-2 


15-6 


6-5 


1-3 


— 5-8 


7-19 


72 


-1-5 


1-2 


5-2 


10-6 


15-4 


16-8 


20-0 


17-9 


16-5 


11-0 


6-9 


2-9 


10-24 


73 


— 2-0 


0-0 


5-2 


8-1 


11-3 


17-1 


21-1 


20-2 


14-2 


11-0 


4-4 


0-4 


9-58 


74 


0-3 


Ol 


3-7 


10-1 


10-5 


17-2 


22-2 


17-6 


173 


9-5 


1-3 


-1-1 


9-06 


75 


0-5 


-5-7 


0-4 


7-8 


14-7 


19-8 


19-2 


20-6 


14-2 


6-9 


2-7 


— 2-3ii «"23 


76 


-3-7 


0-4 


4-9 


11-0 


10-2' 


18-7 


19-8 


19-4 


13-9 


10-9 


0-6 


1-7 


8-98 


77 


1-9 


2-5 


2-5 


71 


11-3 


20-0 


19-4 


19-9 


12-r 


7-6 


5-8 


0-6 


9-23 


78 


— 0-5 


2-4 


3-7 


10-0 


14-6 


17-8 


17-9 


18-9 


16-5 


10-7 


3-1 


-1-1 


9-50 


79 


— 1-9 


1-7 


2-2 


7-7 


12-2 


18-1 


16-9 


19-4 


16-3 


8-9 


1-3 


— 8-8" 


7-83 


1880 


-1-9 


-1-4 


3-6 


10-5 


12-1 


171 


19-8 


17-7 


15-5 


9-7 


4-6 


42 


9-29 


81 


— 5-2 


0-0 


3-2 


6-0 


13-6 


16-3 


20-2 


18-4 


13-0 


5-9- 


4-5 


1-2 


8-09 


82 


0-5 


1-4 


7-7 


8-9 


13-4 


15-4 


19-1 


16-4' 


15-3 


9-8 


4-7 


0-9 


9-46 


83 


-0-8 


2-2 


—0-8 


6-6 


14-2 


18-1 


18-6 


17-9 


14-9 


9-6 


4-7 


1-0 


8-85 


84 


3-0 


2-3 


5-0 


6-5 


14-5 


14-7 


19-9 


18-1 


15-5 


8-6 


2-3 


2-5 


9-41 


1885 


— 2-7 


2-0 


3-7 


11-4 


12-9 


19-7 


19-7 


16-8 


14-8 


9-1 


3-5 


—0-4 


9-21 


1851—55 


— 0-4 


— 1-6 


1-5 


7-1 


12-8 


17-0 


19-1 


18-1 


13-7 


9-8 


2-9 


— 1-1 


8-25 


56—60 


-1-2 


— 1-3 


3-0 


8-7 


13-5 


18-1 


18-7 


19-0 


14-6 


10-0 


0-4 


-0-4 


8-59 


61—65 


-2-8 


—0-5 


4-3 


8-5 


14-0 


17-2 


19-1 


18-5 


15-0 


9-7 


4-4 


— 0-5 


8-91 


66—70 


-0-5 


2-2 


2-3 


9-5 


14-4 


17-5 


19-4 


18-3 


15-6 


8-4 


3-4 


0-1' 9-20 


71-75 


— 1-0 


— 1-4 


3-9 


8-9 


12-5 


17-1 


20-4 


19-1 


15-6 


9-0 


3-3 


1-2 ! 8-86 


76—80 


— 1-2 


1-1 


3-4 


9-3 


12-1 


18-3 


18-8 


19-1 


14-9 


9-6 


3-1 


-0-7 


8-97 


81—85 


-1-0 


1-6 


3-8 


7-9 


13-7 


16-8 


19-5 


17-5 


14-7 


8-6 


3-9 


1-0 


9-00 


1851—85 


-1-15 


0-02 


3-17 


8-55 


13-29 


17-43 


19-28 


18-51 


14-86 


9-29 


3-07 


-0-40 


8-83 



VÝSLEDKY 



MSiÖttfflÖ PÖZÖßöfill 



provedeného v Cechách v roce 



188^. 



Sestavil 



Dr. F. J. Stiadnička, 

V. r. professor mathe matiky na cis. král. č. universitě 
-^ Fráze- 



Druhé řady ročník III. 



V PRAZE. 



Nákladem král. české společnosti nauk. — Tiskem dra. Ed. Grégra. 
lS88. 



RESULTATE 



der 




rr 



II M 




rr 




in Böhmen während des Jahres 



188^. 



Zusammengestellt von 



Dr. F. J. Studnička, 

0. ö. Professor der Mathematik an der k. k. b. Universität 



Der zweiten Reihe III. Band. 



PRAG. 

Verlag der k. b. Gesellschaft der Wissenschaften. — Druck v. Dr. Ed. Grégr. 

i888. 



PŘEDMLUVA. 



Porovnáním příslušných seznamů stanic pozná se 
nejlépe, že v minulém roce skoro žádné pozoruhodnější 
změny se tu nestaly. Během těch patnácti let, co jsem 
řídil nynější dešťoměrnou síť v Čechách, vyvinula se 
konečně prese všechny rozmanité proměny u ní taková 
stálost, že výsledky pozorování ve velkém a v celku 
budou moci vykazovati potřebnou spojitost. 

Nemohu však zde nepřipomenouti, což zejména za 
hi'anicemi vlasti naší asi jest neznámo, že v minulém 
roce aspoň potud provedena byla důležitá změna ve 
funlícionování naší nedostižené dosud sítě pozorovací, 
že uznáno bylo za dobré podříditi ji hojně zaměstna- 
nému technickénm bureau, aby se prý uspořilo několik 
set zlatých ročně, aniž by se při tom bylo k tomu při- 
hlédlo, jak celá tato nynější síť během času povstala 
a se vyvinula. 

Nebyv tázán nechtěl jsem vyšším instancím své 
patnáctileté zkušenosti v tomto oboru nabyté vnucovati 
a nevidí se mi tedy než tuto veřejně prohlásiti, že ne- 
budu nijak zodpovědným za to, kdyby se v budoucnosti 
nemilá snad zkušenost učinila, že tu jednáno bylo ukva- 
peně. Ostatně připouštím milerád, že nelze žádati od 
každého, aby znal a oceniti dovedl všechny podrobnosti 
hyětologické, a poznamenávám zvláště, že zejména pří- 
slušný referent v. zemského výboru, hrabě Ferdinand 
ChoteJc v patřičných kruzích i nalezl svrchovaného uznání 
své pozornosti, jakouž věnoval dešťoměmé síti naší. 



VORREDE. 



Der Vergleich der betreffenden Stationsverzeichnisse 
zeigt am besten, dass im verflossenen Jahre fast keine 
auffallenderen Veränderungen stattgefunden haben. Im 
Laufe der 15 Jahre, in welchen ich das jetzige ombro- 
metrische Netz in Böhmen geleitet, hat sich schliesslich 
bei allerlei Wechselfallen doch eine solche Stabilität 
dabei entwickelt, dass die Beobachtungsergebnisse im 
Grossen und Ganzen die uöthige Kontinuität aufeuwei- 
sen im Stande sein werden. 

Nicht unerwähnt darf hier jedoch bleiben, was na- . 
mentlich im Auslande imbekannt sein dürfte, dass im 
verflossenen Jahre insoferne eine wichtige Aenderung 
im Funktioniren unseres unerreicht da stehenden Netzes 
herbeigeführt wurde, als man dasselbe einem vielbeschäf- 
tigten technischen Bureau unterzustellen für gut befun- 
den hatte, angeblich um einige hundert Gulden jährlich 
zu ersparen, ohne hiebei auf die Provenienz des ganzen 
Netzes Rücksicht zu nehmen. 

Ungefragt wollte ich höheren Instanzen gegenüber 
nicht meine diesbezüglichen fünfzehnjährigen Erfahrungen 
zur Geltung bringen und sehe mich daher nur veran- 
lasst, hier öffentlich jede Verantwortung von mir abzu- 
lehnen, sollte man in der Zukunft die unliebsame Er- 
fahrung machen, dass man voreilig gehandelt hat. In- 
dessen will ich gerne zugeben, dass es nicht Jedermanns 
Sache ist hyetologische Details kennen und würdigen zu 
sollen, und muss besonders hervorheben, dass namentlich 
der diesbezügliche Referent im h. Landesausschusse, 
Graf Ferdinand Qiotek die vollste Anerkennung seiner 
dem ombrometrischen Netze gewidmeten Aufmerksamkeit 
in den betreffenden Kreisen gefunden hat. 



Konečně budiž mi dovoleno připomenouti, že jsem 
již přikročil i ku prvnímu spracování dešfoměrných vý- 
sledků dosud nashromážděných a sice spisem, vydaným 
od komitétu pro přírodovědecký výzkum Čech, zvaným 
^^ZcíMadové dešfopisu království Českého^'. (S dešfopisnou 
mapou a několika dřevotisky. V Praze, v kommissí u Řiv- 
náče, 1887.) 

Měl jsem tu hlavně na zřeteli, abych číselně vyjádřil 
vliv lesa na poměry srážek vodních se týkající v naší 
vlasti, a tím poskytl obmýšleným změnám lesnických 
zákonů příslušného základu spolehlivého. 

Dosavadní příznivé posudky této knihy dokazují, 
že podniknutí mé nebylo bez užitku, čímž jsem dosta- 
tečně odměněn za namáhavou práci jemu věnovanou. 
A i četní pozorovatelé naší sítě dešfoměrné mohou z toho 
poznati, že jejich měření vodních srážek mělo svůj cíl 
i užitek! 

V Praze, dne 31. ledna 1888. 



Schliesslich mag noch erwähnt werden, dass ich 
auch schon eine erste Verarljeitung der bisher ange- 
sammelten ombrometrischen Resultate unternommen habe 
und zwar in der- vom Comité für naturwissenschaftliche 
Durchforschung Böhmens herausgegebenen Schrift „ Grund- 
züge einer Hyécographie des Königreiches Böhmen^'. (Mit 
einer Karte und mehreren Holzschnitten. Prag, Komm.- 
Verlag von Řivnáč, 1887). 

Es hatte dies hauptsächlich den Zweck, um den 
Einfluss des Waldes auf die Niederschlagsverhältuisse 
des Landes ziffermässig darzustellen und so der beab- 
sichtigten Aenderung der Forstgesetze eine diesbezüg- 
liche verlässliche Basis zu bieten. 

Die bisherigen günstigen Recensionen des Buches 
sprechen dafür, dass mein Unternehmen nicht nutzlos 
war, was mich hinreichend für die dabei aufgewendete 
mühevolle Ai'beit entschädigt. Und auch die zahkeichen 
Beobachter unseres Ombrometernetzes können hieraus 
entnehmen, dass ihre Niederschlagsmessungen nicht zweck- 
und fruchtlos waren! 



Prag, den 31. Jänner 1888. 



Prof. Dr. F. J, Studnička, 



!? 



7. 



wi 



'OS mi 



Jméno stanice 
Name der Station 



Zeměpisná 
Geografische 



délka 
Länge 



šířka 
Breite 



Kadmoř- 
ská výška 

Höhe über 

dem 

Meere 



Roční množství 
Jahresmenge d. 

sráz. vod.jdnů srážk. 
Nieder- Nieder- 
Schlags. Is chlgstag e 



Jméno — Name i Stav — Stand 



pozorovatele — des Beobachters 



1. Adolfsgrim 



2. 


Aicha B. 




Dub Český 


o. 


Albcritz 




Malměřice 


4. 


Albrechtic 




Albrechtice 


5. 


Althiitteu 




Staré Hutě 


6. 


Althiitteu 




Staré Hutě 


7. 


Althiitteu 




Stará Huť 


8. 


Altthiergarteu 




Stará Obora 


9. 


Amonsgrün 


10. 


Andreasberg 


11. 


Aupa-KIein 




Upa Malá 


12. 


Aussergefild 




Kvilda 


13. 


Bärenwalde 


14. 


JI 

Barzdorf 




Božanov 


15. 


Běchčín 


16. 


Beneschau 




Benešov 


17. 


Beneschau-D. 




Benešov Něm. 


18. 


Benigna St. 




Sv. Dobrotivá 


19. 


Berghof 




Paršenk 


20. 


Bergreichenstein 




Hory Kašperské 


21. 


Berkowic-Unter 




Beřkovice Dolní 


22. 


Bezno 


23. 


Bezno 


24. 


Biela 




Bělá 


25. 


Bilichov 



31» 


34' 


32 


40 


31 


3 


33 


43 


32 


46 



32 50 

32 42 

32 5 

30 141 

31 45 

33 29 
31 15 

30 40 

34 O 

31 40 

32 21 
32 18 
31 30 
31 51 

31 13 

32 7 
32 27 
32 27 
31 50 
31 34 



50" 44' 
50 40 
50 7 
50 8 
49 50 

48 58 

49 201 

49 6 

50 2 

48 51J 
50 43J 

49 1 

50 26 
50 31 
49 49 
49 47 

48 44 

49 46 

50 20 

49 9 

50 231 
50 22 
50 22 
50 47 
50 16 



750 
328 
431 
280 
470 
663 
630 
420 
580 

1004 
970 

1058 
890 
450 
450 
373 
668 
475 
237 
739 
1.58 
285 
280 
194 
420 



625^ 
730^ 
426„ 

577o 
6603 
6443 
496, 
489, 
493 1 

1457« 
839, 
822, 
634, 
555^ 
632, 

•709, 
57O3 
414, 
595 3 
421 3 
441, 
468, 
667, 
524 



192 
173 
133 

168 
185 
! 80 
116 
170 
106 
177 
163 
186 
125 
! 77 
164 
96 
121 
112 
151 
111 
144 
138 
129 
125 



Walter K. 
Schiller Karl 
Kleissel J. 
Červinka Ant. f 
Röschel J. 
Günther R. 
Muck Kar. 
v. Kleeborn 
Dobner Ant. 
Müller Fr. 
Hroch W. 
Králík Gr. 
Pinsker Joh. 
Knittel Jos. 
Gütter 
Kůrka J. R. 
Suchan J. 



Vondraš Sig. 



Bidlo Ant. 
Weber H. L. 
Rychnovský V. 
Švejcar Jos. 
Zimmermann Jul. 
Bernatzky W. 
Koldinský E. 



Förster 

lesník 

Lehrer 

učitel 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

k. k. Förster 

c. k. lesník 

Förster 

lesuík 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Pfarrer 

farář 

Oberförster 

nadlesní 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Gym. Prof. 

gym. proí. 

Kaplan 

kaplan 

Klostergeistl. 

duchovní kl. 

Schaffer 

šafář 

B. Sch. Direktor 

ředitel m. šk. 

W. Adjunkt 

příručí hosp. 

Kaplan 

kaplan 

k. k. Ok. Adjunkt 

c. k. h. příručí 

Förster 

lesník 

Forstadjunkt 

lesní příručí 



YI 



DáirDí stanice v Čáícli M v roce 1887. — OiroElriscte SUien Eökeos wataJ fe Jatires 188/. 



Jméno stanice 
Name der Station 



26. Bilin 
Bílina 

27. Binsdorf 

» 

28. Bišic 
Byšice 

29. Bistrau 
Bystré 

30. Bistrau 
Bystré 

31. Bistric a. d. A. 
Bystřice n. Ulil. 

32. Bítov 

33. Blatná 

n 

34. Bösig 
Bezděz 

35. Bösig b. Polic 
Bezděkov 

36. Bohnau 
Banín 

37. Bohnau 
Banín 

38. Bohouškowic 
Bohouškovice 

39. Bor 

40. Borau 
Borová 

41. Borec 

1) 

42. Borotic 
Borotice 

43. Bošín 

44. Brandeis a. d. E, 
Brandýs n. Lab. 

45. Branná 

» 

46. Branžov 

ň 

47. Braunau 
Broumov 

48. Brenn 
Brenná 

49. Brennporičen 
Poříč Spálená 

50. Břeskowic 
Vřeškovice 



Zeměpisná 
Geografische 



délka 
Länge 



šířka 
Breite 



Nadmoř 
ská výška' 

Höhe über 

dem 

Meere 



31 


56 


32 


17 


34 


1 


34 


1 


30 


49 


30 


51 


31 


33 


32 


22 


33 


54 


34 


8 


34 


8 


31 


58 


31 


31 


33 


26 


31 


39 


31 


55 


32 


52 


32 


20 


33 


14 


32 


7 


34 





32 


18 


31 


16 


30 


56 



50° 33' 

50 49i 

50 19 

49 38 

49 38 

49 18^ 

49 25 

49 251 

50 32| 
50 31 
49 40 
49 40 

48 56| 

49 41 
49 38i 



50 


31 


49 


44| 


50 


2 


50 


11 


50 


37 


49 


33 


50 


35 


50 


39 


49 


37 


49 


32 



197 
382 
189 
638 
633 
430 
590 
440 
500 
490 
419 
405 
760 
750 
550 
350 
470 
390 
185 
474 
580 
410 
291 
415 
416 



Roční množství 
Jahresmenge d. 



sráz. vod. 
Meder- 
schlags. 



dnů srážk. 

Nieder- 

schlgstage 



Jméno — Name 



Stav — Stand 



pozorovatele — des Beobachters 



390, 
4133 
483 e 
393 
45O5 
489, 
381 j 
449, 
5532 
507, 
3923 
3884 
656. 



592, 

544, 
529 e 
564, 
639 2 
7443 
536, 
407„ 
503, 
250, 



139 
144 
135 

138 
167 
128 
139 
107 
164 
! 85 
144 
161 
129 
131 
134 

139 
160 
159 
138 
108 
175 
98 
146 
! 76 



Winter Ad. 
Stein R. 
Protzer M. 
Kryšpín Jos. 
Wolf Max 
Höll Ed. 
Kocholaty Jos. 
Baštář Job. 
Fechtner Jos. 
Kamm A. 
Schneider Fr. 
Prutschek Fr. 
Hauber F. 
Pollak K. 
Rohr Job. 
Huschak Ed. 
Rösler Adolf 
Horák Fr. 
Zalabák Fr. 
Schmied L. 
Bien Ferd. 
Čtvrtečka P. 
Pyhann G. 
Prokiipek AI. 
Novotný J. 



Badhaus dir. 

ředitel lázní 

Oberförster 

nadlesní 

Förster 

lesník 

Oberlehrer 

nadučitel 

k. k. Verwalter 

c. k. V. správce 

Oberförster 

nadlesní 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Pfarrer 

farář 

k. k. Förster 

c. k. lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Oberförster 

nadlesní 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Forstmeister 

lesmistr 

Förster 

lesník 

Gym. Direktor 

gym. ředitel 

k. k. Oek. Adjunkt 

c. k, h. příručí 

Forstadjunkt 

lesní příručí 

Kaplan 

kaplan 



I 






Jméno stanice 
Name der Station 


Zeměpisn 
Geografisc 


á 
he 

řka 


Nadmoř- 
ská výška 

Höhe über 


Roční množství 
Jahresmenge d. 


i Jméno — Name 


Stav — Stand 




délka 


ší 


sráz. vod 


dnů srážk 










Länge 


Breite 


dera 
Meere 


Nieder- 
schlags. 


Nieder- 
schlgstage 


pozorovatele — 


des Beobachters 




51. Břewnow 


32' 


> V 


50" 


5' 


m 

332 


mm 

539. 


124 


Kutzer K. 


Stiftsgärtner 




Jí 












8 






klást, zahradník 




52. Březnic 
Březnice 


31 


37 


49 


33 


460 


458 „ 


121 


Machek J. 


Verwalter 
správce 




53. Břištan 
Bříšťauy 


33 


ÍQl 


50 


19 


265 


522, 


127 


Procházka Jos. 


k. k. Förster 
c. k. lesník 




54. Brník 
Brníky 


32 


341 


49 


59 


380 


723„ 


137 


Zechner Ed. 


Förster 
lesník 




55. Bruch 


31 


18 


50 


37 


400 


55O3 


108 


Wolf Eeinh. 


Förster 
lesník 




56. Bmunl 
Dobrá Voda 


32 


23 


48 


45 


695 


7495 


130 


Raab Is. 


Pfarrer 
farář 




57. Briinnlitz 
Brněnec 


34 


11 


49 


38 


349 


3963 


! 8-^ 


Doubek F. J. 


Dampfmiihlbes. 
majitel p. mlýna 




58. Brimukress 
Řeřišné 


33 


58 


50 


30 


570 


601 8 


182 


Woborník Ed. 


Förster 
lesník 




59. Bucliers 
Puchoř 


32 


22 


48 


36 


898 


884, 


129 


Fischbeck Jos. 


Pfarrer 
farář 




60. Buchwald 
Bukovina 


31 


16 


48 


58 


1162 


875„ 


165 


Železný Jos. 


Förster 
lesník 




61. Buč 


31 


8 


49 


31 


580 


5594 


149 


Kotzorek J. 


Förster 
lesník 




62. Buda-Mukařov 

n 


32 


25 


49 


59i 


420 


772j 


105 


Kropáček Kam. 


Förster 
lesník 




63. Budenic 
Budenice 


31 


46 


50 


19 


225 


403 1 


138 


Poche Fried. 


Hofbesorger 
správce dvoru 




64. Budin 
Budyně 


31 


49 


50 


25 


156 


390o 


! 75 


Proskočil Joh. 


Förster 
lesník 




65. Budweis 
Budějovice 


32 


8 


48 


59 


384 


652, 


119 


Soběslavský Jos. 


Gym. Diener 
sluha gym. 




66. Bukowan 
Bukovany 


31 


46 


49 


34 


530 


500 8 


100 


Bauer 


Verwalter 
správce 




67. Bukwa 


30 


54 


50 


13 


600 


432 3 


91 


Hirschberg 


Förster 
lesník 




68. Buštěhrad 

n 


31 


51 


50 


10 


342 


446, 


112 


Rosám 


k. k. Ok. Adjunkt 
c. k. h. příručí 




69. Bzí 


32 


12 


49 


11 


480 


424, 


113 


Mikeš Jos. 


Verwalter 




)) 












L 






správce 




70. Chabeřic 
Chabeřice 


32 


45 


49 


45 


370 


464, 


100 


Heller Hugo 


k. k. Ok. Adjunkt 
c. k. h. příručí 




71. Chlomek 


32 


lOi- 


50 


23 


254 


400o 


98 


Javůrek Vinz. 


Förster 
lesník 




72. Chlum 


33 


24 


49 


51 


528 


693, 


138 


Wagner F. 


Förster 
lesník 




73. Chlumčan 
Chlumčany 


30 


59 


49 


38 


390 


212, 


! 73 


Engel A. 


Oek. Verw. 
hosp. správce 




74. Choceň 

n 


33 


53 


50 





310 


4843 


154 


Endrys Ant. 


B. Sch. Direktor 
ředitel m. škol ! 




75. Chotěboř 

n 


33 


20 


49 


44 


485 


6379 


160 


Ryba Joh. 


Forstkontrollor 
lesní kontrolor 



VIII 



DeÉoiěrné stanice ? Cáácli Éné v roce 188/. — OirooiÉsÉ Statiofion Bökos wätail Jus M\m 188/. : 



Jméno stanice 
Name der Station 



Zeměpisná 
Geografische 



délka 
Länge 



šířka 
Breite 



Nadmoř 
íská výška 

Höhe über 

dem 

Meere 



Eoční množství 
Jahresmenge d. 



sráz. vod. 
Nieder- 
schlags. 



dnů srážk, 
Nieder- 



Jméno — IVame 



Stav — Stand 



pozorovatele — des Beobachters 



76. Chotěborek 
Chotěborky 

77. Chotěscliau 
Chotěšov 

78. Chrást 

79. Chrbina 

n 

80. Christianberg 
Křišťanov 

81. Christianburg 

n 

82. Chrudim 

JI 

83. Chrudim 

84. Chrustenic 
Chrust enice 

85. Chwalowic 
Chvalovice 

86. Chynská J. H. 

mysl. 

87. Cibus 
Cibuz 

88. Citolib 
Citoliby 

89. Citov 

)) 

90. Čachnov 

)) 

91. Časlau 
Čáslav 

92. Čejkov 

» 

93. Čekanic 
Cekanice 

94. Čerma-Bohm. 

„ Česká 

95. Čerma-Gross. 

„ Vel. 
96 černá va 

97. Černic J. H. 
Černice mysl. 

98. Černic-Gross 
Černice Velká 

99. Černilov 

100. černowic 
černovice 



33° 27' 

30 52 

31 40 
31 46 
31 41 
31 47 
33 27 
33 27 
31 49, 
33 10 
31 23 
33 33 

31 29 

32 4 

33 44 
33 2 

32 58J 

31 33 

33 54 
33 49 

32 16 

32 14 

31 15 

33 35 

32 38 



50« 22 
49 39 J^ 

49 27 i 

50 2 

48 55 
50 49^ 

49 57 

49 57 

50 O 
49 53 i 

49 33 

50 17 
50 20 
50 23 
49 441 
49 57 
49 22 

49 22i- 

50 24 
50 5 
50 22 

49 17| 

50 12 
50 16 
49 22 



340 

360 

470 

280 

890 

480 

270 

270 

285 

400 

670 

253 

240 

182 

650 

263 

680 

480 

520 

265 

275 

480 

329 

250 

594 



509, 
322, 
516, 
479, 
603 3 
704, 
485, 
413 „ 

•4563 
436 7 

'995o 
573e 
251„ 
439« 
651, 
6153 
5562 
501 e 
5463 
476o 
406, 
439, 
484, 
3963 
689, 



139 
!63 
133 
!72 
115 
139 
192 
184 
!82 
!75 
124 

96 
!79 
!73 
158 
141 
143 

93 
157 
153 
114 

96 
104 
156 
104 



Mikeš Jos. 
Hayne G. 
Sýkora Fr. 
Schimpke Ant. 
Eulf Joh. 
Czech Fr. 
Bernhard J. 
Eckert H. 
Horešovský J. 
Keil Jos. 
Tichý W. 
Letošník Jos. 
Eosner W. 
Eosenzweig Joh. 
Knetl Fr. 
Kuthan Jos, 
Boháček Em. 
Dragoun Ant. 
Malý Odon 
Zenker H. 
Hejmann 
Franzi Eud. 
Hahnel Jos. 
Horáček Fr. 
Hazuka Ferd. 



Oberlehrer 

nadučitel 

Oberförster 

nadlesní 

Heger 

hajný 

k. k. Förster 

c. k. lesník 

Oberförster 

nadlesní 

Förster 

lesník 

Dr. Gym. Prof. 

dr. gym. prof. 

Ackerbau Sch. Dir. 

řed. hosp. školy 

k. k. Förster 

c. k. lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Pfarrer 

farář 

Gutsverwalter 
správce hosp. 
Oberförster 
nadlesní 

Förster 
lesník 

Professor 
Professor 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Waldheger 
hajný 

Forstadjunkt 
lesní příručí 
Förster 
lesník 
Kaplan 
kaplan 
Stadtdechant 
měst. děkan 



IX 



eioiěriic stanice v Wiácli iiic y roce 188/. — DároeiÉsclie Stalionen Bölioieiis wlilireiKl des Jalires 188/. 



Jméno stanice 
Name der Station 



101 


. Cestin 


102 


1) 

. Čimelic 
Čimelice 


103 


Cisowic 




Cisovice 


104 


Čistá 


105 


Daubitz-Hint. 
Doubice zadní 


106 


Deblau 
Deblov 


107 


Deutschbrod 
Brod Německý 


108 


Dobern 
Dobráno v 


109. 


Dobrai- Gross 
Dobrá ^'el. 


110. 


Dobrai-Kl. 
Dobrá Mal. 


111. 
112. 


Dobřan 

Dobřany 

Dobřikov 


113. 


Dobříš 


114. 


Dobrovítov 


115. 


)5 

Dobruška 


116. 


Dobšic 
Dobšice 


117. 
118. 


Dorflas-Naketen 
Oujezdec Nahý 
Dolcen 
Dolce 


119. 


Drachenberg 


120. 


n 

Dřin 


121. 


Dubio 
Dubice 


122. 


Dubno 


123. 

124. 


17 

Duppau 
Doupov 
Dux 
Duchcov 


125. 


Dymokur 
Dymokury \\ 



Zeměpisná 
Geografische 



délka 
Länge 



šířka 
Breite 



Nadmoř- 
ská výška 

Hohe über 

dein 

Meere 



32" 46' 

31 44 

31 59 
33 16 

32 4 

i 
I 

33 24 

33 15 

1 32 16 

31 44 

31 45 

33 57 

33 24 

31 51 

33 O 



33 491^ 



31 


53 


30 


21 


31 


3 


32 


45 


31 


48 


31 


41 


33 


44 


30 


49Ä- 


31 


2U 


32 


52 



49« 49' 
49 28 

49 52 

50 32 
50 55.V 
49 54 

49 36 

50 41 
50 7 
50 7 
50 19 
49 28 
49 47 

49 48 

50 ní 

48 59^ 

49 50 

49 33 

50 48 í^ 
50 9 
50 36 
50 24 
50 15i 
50 36 í 
50 15 



483 

430 

435 

430 

300 

420 

425 

258 

380 

380 

634 

505 

370 

415 

295 

590 

510 

450 

590 

322 

310 

290 

570 

230 

220 



Roční množství 
Jahresmenge d. 



sráz. vod. 
Mieder- 
schlags. 



dnů srážk. 

Nieder- 
schlgstage 



605, 

570 1 

451, 

553, 

8383 

507^ 

461 1 

402, 

4I64 

419, 

561 2 

562 o 

511, 

612o 

416^ 

605, 

461, 

354 1 

619„ 

415, 

488, 
504, 
254, 
481 1 



145 

116 

119 

167 

191 

147 

144 

131 

! 75 

! 73 

93 

111 

! 70 

138 

140 

124 

129 

! 59 

128 

! 78 

131 

160 
118 
116 



Jméno — Xame 



Stav — Stand 



pozorovatele — des Beobachters 



Böhm Jos. 
Přáda Rob. 
Kulhánek E. 
Mládek W. 
Michel Jul. 
Nevečeral Jos. 
Dufek H. 
Liebich Jos. 
Flacht Jos. 
Bára O. 
Obst Ant. 
Hausser Chr. 
Kalabza Joh. 
Čenský Fr. 
Flesar Ant. 
Edelbauer Ad. 
Männer Konst. 
Peters K. 
Weber Joh. 
Smetana F. 
Heyn 

Ulmenstein Fr. v. 
Zarda Leop. 
Gruss Adolf 
Reimer A. 



Dechant 

děkan 

Schlossgärtner 

zám. zahradník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Heger 

hajný 

Gym. Prof. 

gymn. professor 

Pfarrer 

farář 

k. k Forstadjunkt 

c. k. lesní příručí 

k. k. Ok. adjunkt 

c. k. h. příruéí 

Kaufmann 

kupec 

Oberförster 

nadlesní 

Schlossgärtner 

zám. zahradník 

Förster 

lesník 

Dechant 

děkan 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Oek. Verwalter 

hosp. správce 

Förster 

lesník 

k. k. W. Bereiter 

c. k. h. pojezdný 

Oek. Verwalter 

hosp. správce 

Forstmeister 

lesmistr 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Schlossgärtner 

zám. zahradník 



X 



m ? 



/. 



/. 



Jméno stanice 
Name der Station 



126. Eger 
Cheb 

127. Eichwalcl 
Dubí 

128. Eichwald 
Dubí 

129. Einsiedel 
Mníšek 

130. Eisenberg 

131. Eisendoi-f 

n 

132. Eisenstein 

n 

133. Elbeteinitz 
Labská Týníce 

134. Erlitz-Ob. 
Orlice Horní 

135. Espenthor 

136. Eugenswald 

137. Falkenau 
Falknov 

138. Frauenberg 
Hluboká 

139. Frauenthal 
Pohled 

140. Freud J. H. 

„ mysl. 

141. Freudenhöhe 

I) 

142. Fribus 

íí 

143. Friedrichsthal 
Bedřichov 

144. Frimburg 

Na Frimburku 

145. Frühbuss 
Příbuzy 

146. Fuchsberg 

n 

147. Fünfhunden 
Pětipsy 

148. Fürstenhut 
línížeplan 

149. Grässing 
Jeseň 

150. Geltschhäuser 
Gelč 



Zeměpisná 
Geografische 



délka 
Länge 



šířka 
Breite 



SO» 2' 

31 27 

31 27 

31 10 

31 11 

30 16 

30 54 

33 11 

34 27 i 

30 37 

31 5 

30 18 

32 6| 

33 20 

31 16 

32 33 
30 54 

33 16 
33 54 
30 17 

30 44 

31 1 
31 18 

30 52 

31 55 



50" 5' 

50 41 

50 41 

50 38 

50 34 

49 34 
49 Ih- 



50 21 



50 4 

50 13 
50 3 

50 11 
49 3 

49 37 

49 5 

50 48^ 

49 49J 

50 44 
50 211 
50 23 

49 19 

50 19 
48 57i 
50 12 
50 35 



Nadmoř- 
ská výška 

Höhe über 

dem 

Meere 



455 
400 
403 
720 
387 
670 
800 
200 
700 
625 
470 
402 
392 
520 
930 
380 
380 
735 
565 
909 
580 
256 
1105 
675 
465 



Roční množství 
Jahresmenge d. 



sráz. vod. 
Nieder- 



dnů srážk 

Nieder- 

scblgstage 



Jméno — Name 



Stav — Stand 



pozorovatele — des Beobachters 



394^ 
518, 
555, 
753, 
535 e 
473, 
780, 
529, 
811, 
427, 
426, 
483, 
489o 
608, 
501, 
685 5 
433, 
936 e 
605 e 
706, 
434, 
350, 
460^ 
403, 
532 „ 



148 
128 
108 
143 
108 
123 
143 
110 
141 
143 
128 
162 
!83 
171 
122 
170 
120 
167 
172 
159 
! 84 
93 
! 89 
123 
101 



R. v. Steinhaussen 
Hruška 
Novák 
v. Eümmler 
Bittner J. 
Schmidt K. 
Hoermann 
Ferner Ferd. 
Wojtěch J. 
Merker Joh. 
Kleissl Jos. 
Dobrauer Ant. 
Wácha R. 
Neumann Wüh. 
Tauschek Joh. 
Bergmann Joh. 
Heller H. 
Kinschel Fr. 
Heller K. 
Petržilka Fr. 
Kalkant Jos. 
Hodek G. 
Koydl Ed. 
Leyder Joh. 
Homolka Fr. 



Gym. Prof. 

gym. prof. 

Forstadjunkt - 

les. pří ručí 

Badehausbes. 

maj. lázní 

Förster 

lesník 

Rechn. Führer 

účetní hosp. 

Forstkontrollor 

les. dozorce 

Forstverwalter 

lesní správce 

Fabriksbesitzer 

továrník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Kanzleidiener 

kane. sluha 

Hofgärtner 

dv. zahradník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Z. Fabriksbesitzer 

majitel cukrov. 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

k. k. Förster 

c. k. lesník 



Xi 



Ol, 



mm 



Jméno stanice 
Name der Station 



151. 
152. 
153. 
154. 

: 155. 

i 

i 156. 

I 157. 

158. 

159. 

160. 

161. 

162. 

163. 

164. 

165. 

166. 

167. 

168. 

169. 

170. 

171. 

172. 

173. 

174. 

175. 



Georgsberg 
Říp 

Glashütte 
Sklenná Huť 
Glashütten 
Sklenná Huť 
Glashütten 
Sklenná Huť 
Glatzen 

Glosau 

Dlažov 

Göhren 

Jerno 

Görsbach 

» 
Goldbninn 

Gottschau 

Kocov 

Grafengrün 

» 
Granitz 
Hranice 
Grasslitz 
Ki-aslice 
Gratzen 
Nové Hrady 
Grossbürglitz 
Vřešťov 
Grossenteich 
Veliký Rybník 
Grossmergthal 

)) 
Grosspriesen 
Březno Velké 
Grottau 
Hrádek 
Grünbauden 
Zel. Bouda 
Grulich 
Ki-álíky 
Habr 

Hadovka 

Haid 

» 
Haida 
Bor 



Zeměpisná 
Geografische 

délka { šířka 
Länge Breite 



31« 58' 

32 27 
31 28 

33 6 
30 19 

30 50 

31 12 

32 45^ 

31 16 
30 24 
30 12 

32 30 
30 11 

32 27 

33 25 



30 32J 



32 21 

31 48 

32 30^ 
32 24 
34 25 
32 25 
31 7 



30 29i 



32 13 



i Nadmoř- 
ská výška 

I Höhe über 

dem 

Meere 



50° 23' 

50 37 

49 35 

49 22i 

50 '1 

49 22 

50 39 
50 50i 
49 4 
49 48 

49 58 
48 49 

50 20 

48 47 
50 21 
50 17 
50 48 
50 40 
50 51 
50 12 
50 5 

49 57 

49 35^ 

50 11|-! 
50 45il 



237 
305 
578 
700 
860 
512 
800 
474 
1100 
470 
720 
470 
510 
540 
272 
472 
396 
150 
266 
185 
572 
455 
520 
540 
360 



Roční množství 
Jahresmenge d. 



sráz. vod. 
Nieder- 



dnů srážk 
Nieder- 



schlags . schlgstage 



452« 
531g 

588 5 
521 3 
556, 

761, 
461, 
307 „ 
46O3 
560. 
569, 
550, 
5723 
307, 
774, 
472 
739 e 
•480, 
832, 
740e 
467, 
490« 
773, 



91 
150 

108 
204 
173 

153 
!93 
!80 
173 
123 
144 
105 
106 
125 
144 
!85 
133 
107 
148 
168 
116 
228 
183 



Jméno — Name 



Stav — Stand 



liozorovatele — des Beobachters 



Schreck Adolf 
Renner Jos. 
Kadeřávek 
Tejnil J. 
Ahnert Em. 
Schweizar Fr. 
Cartellieri M. 
Pietsch Fr. 
Watzlawik W. 
Růžička Ant. 
Plocek R. 



Engel Fr. 



Rössler K. 
Newisch L. 
Málek Fr. 
Holejschovsky Joh. 
Schiller Fr. 
Jungnicki E. 
Mohaupt Ant. 
Čermák F. 
Holub Konrad 
Hamböck J. 
Titlbach F. 
Horký Fried. 
Czabaun Adf. 



Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Rentverw. 

důchodní 

Forstverw. 

lesní spr. 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

B. Seh. Direktor 

ředitel m. škol 

Gartenaufseher 

zahr. dozorce 

k. k. Forstadj 

c. k. lesní příručí 

Förster 

lesník 

k. k. Förster 

c. k. lesník 

Oberförster 

nadlesni 

Schuldirektor 

šk. ředitel 

Förster 

lesník 

Oberförster 

nadlesni 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Oberförster 

nadlesni 

Förster 

lesník 



XII 


















léiriié stan ßc TČecMcIi UÉ v roce W. 


DmiroiiiÉsÉ Stationen Bölmens wälirenfl k kirn Kl 


• 


Jméno stanice 
Name der Station 


Zeměpisná 
Geografische 


Nadmoř- 
ská výška 

Höhe über 
dem 


Roční množství 
Jahresmenge d. 


Jméno — Name 


Stav — Stand 




délka 


šířka 


sráz. vod. 


dnů srážk. 










Länge 


Breite 


Meere 


Nieder- 
schlags. 


Nieder- 
schlgstage 


pozorovatele — 


des Beobachters 




176. Hájek 


33» 59' 


50" 3' 


m 

430 


mm 

•551, 


129 


Sequard Jos. 


Förster 
lesník 




177. Hammer Stadt 
Vlastějovice 


32 50^ 


49 44 


390 


651» 


130 


Čihák L. 


Förster 
lesník 


' 


178. Haniclien 


32 401 


50 44 


500 


941 


183 


Neuwinger Jos. 


Förster 
lesník 


' 


179. Harabaska 


30 48 


49 44| 


450 


400, 


117 


Schneider W. 


Oberförster 
nadlesni 




180. Hartenberg 

11 


30 14 


50 131 


600 


5303 


139 


Licha Ant. 


Förster 
lesník 




181. Hasenburg 


31 41 


50 26J 


290 


297, 


!77 


Hemmerle J. 


Ök. Verwalter 

1 




» 














hosp. správce 




182. Hasendorf 
Zaječín 


34 12 


50 9 


600 


752, 


137 


Löffler Joh. 


Förster 
lesník 




183. Hauska 


32 17 


50 30 


440 


427o 


94 


Holý Jos. 


Kanzellist 
kancelářský 




184. Heidedörfel 


32 23 


50 39 


302 


543, 


121 


Rödling Leop. 


k. k. Förster 
,c. k. lesník 




185. Heiligen b.Tach. 
u Tach. 


30 16 


49 48 


510 


480 1 


!78 


Keil R. 


Förster 
lesník 


' 


186. Heinriclisgriin 
Jindřichovice 


30 16 


50 17 


650 


537, 


147 


Gottfried 


Förster 
lesník 




187. Heinr. (Thierg.) 
Jindř. (Obora) 


30 16 


50 18 


660 


5933 


166 


Hamböck 


Föi'ster 
lesník 




188. Heřmanměstec 


33 20 


49 57 


275 


546, 


104 


Čzischka F. 


Dom. Vewalter 
správce velkost. 




189. Herrnskretschen 
Hřensko 


31 54i 


50 52A 


140 


641 


158 


Jaroschka H. 


Förster 
lesník 




190. Herrnstein 
Herštein 


30 43^- 


49 25 


620 


— 


— 


Makas Rud. 


Förster 
lesník 




191. Herrnwald 

» 


32 8 


50 57^ 


510 


487, 


155 


Makovský K. 


Förster 
lesník 




192. Heutlior 

n 


32 18 


50 57' 


290 


461 1 


198 


Hejlek Flor. 


Heger 
hajný 

Förster 
lesník 




193. Hintere Hegerei 
Zadní hájovna 


32 38 


49 


490 


571, 


189 


Novotný Mor. 




194. Hirschberg 
Doksy 


32 19 


50 34 


276 


573, 


171 


Pinč K. 


Schlossgärtner, 
zám. zahradník 


/ 


195. Hirschbergen 


31 33 


48 49 


865 


636, 


142 


Schmidt Joh. 


Förster 




» 








9 






lesník 




196. Hlawenec 


32 22 


50 15 


197 


385» 


!74 


Reinwarth Ed. 


Förster 
lesník 


■ 


197. Hlawic 
Hlavice 


32 35 


50 38 


406 


597, 


138 


Srb Jos. 


Pfarrer 
farář 




198. Hlawno Kostel. 


32 22 


50 16 


190 


43O3 


165 


Mölzer Fr. 


Förster 
lesník 




199. Hlinsko 


33 34 


49 46 


568 


482, 


109 


Rozvoda H. 


B. Seh. Direktor 
ředitel m. šk. 


- 


200. Hochchlumec 
Vys. Chlumec 


32 3 


49 37 


520 


714, 


122 


Melliva Jos. 


Forstingenieur 
lesní inženýr 


i 



XIII 

wälirciifl (lüs h\m 1887. 



Jmt'uo stanice 
Name der Station 



Zeměpisná 
Geografische 



délka 
Länge 



šířka 
Breite 



Nadmoř- ] 
ská výška' 

Höhe über 

dem 

Meere 



Roční množství 
Jahresmenge d. 



sráz. vod.ldnů srážk. 
Nieder- Nieder- 
schlags, jschlgsj^ge 



201. Hocbgarth 

202. Hochpetsch 
Bečov 

203. Hochwald 

» 

204. Hodenic 
Hodenice 

205. Hohenelbe 
Vrchlabí 

206. Hoheufurt 
Vyšší Brod 

207. Holohlaw 
Holohlavý 

208. Holohlaw 
Holohlavý 

209. Holous 
Holousy 

210. Horažďowie 
Horaždovice 

211. Hořelic 
Hořelice 

212. Hořeňowes 

Jí 

213. Hořeůowes 

214. Hořín 

» 

215. Hořina 

216. Horka-Park 

11 » 

217. Horka-Gross 
Horky Vel. 

218. Hospozín 

11 

219. Hostiwic 
Hostivice 

220. Hostiwic 
Hostivice 

221. Hraběšín 

JI 

222. Hracholusk 
Hracholusky 

22.3. Hrádek Desfours 

224. Hradišť 
Hradiště 

225. Hubenov 



30« 15' 

31 23 

32 23 
32 41 
.83 16| 

31 58 i- 

32 32 

33 32 
31 50 
31 21 

31 52 
33 26 
33 26 

32 8 

30 45 
32 31 

32 29 

31 50 
31 55 
31 55 

33 1 
31 55 
31 10 
31 12 
31 9 



50° 20' 

50 27 

50 49 

48 44^ 

50 38 

48 37i 

50 18 

50 18 

50 12 



49 18 J- 



50 2 

50 19 

50 19 

50 21 

49 37 

50 20 
50 24 
50 18 
50 5 
50 5 

49 51 

50 25 

49 151: 

49 35 

50 0.1 



780 

280 

456 

705 

484 

555 

249 

249 

285 

480 

374 

273 

273 

157 

390 

210 

250 

198 

340 

340 

285 

180 

450 

380 

500 



617, 

656, 

636o 

787, 

591 o 

453, 

451 3 

3959 

4273 

526 e 

469, 

456, 

435, 

458, 

466 „ 

427, 

408, 

444 

492 1 

530, 

484, 

5073 

448, 

460. 



Jméno — Name 



Stav — Stand 



pozorovatele — des Beobachters 



170 

146 
163 
154 
139 
128 
132 
! 79 ^ 
136 

99 
112 
137 

90 
133 

88 
103 
137 
119 
137 
137 
137 
135 
101 

90 



Bühner Jos. 
Šrámek A. 
Schulz Job. 
Hussar Ad. 
Kubricht 
Enslén Job. 
Kocíř J. 
Leder Lad. 
Macháček A. 
Kraus Job. 
Bubeníček Jos. 
Kozák A. 
Voženílek Job. 
Kubát M. 
Žabka Gust. 
Uhlíř Job. 
Pavlík 
Šejhar Fr. 
Číška W. 
Hacker Fr. 
Garkisch 
Štěpánek W. 
Blahouš W. 
Picker Jos. 
Suske K. 



Förster 

lesník 

Verwalter 

správce 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Oberfoster 

nadlesní 

k. k. Ok. Adjunkt 

c. k. h. příručí 

Kaplan 

kaplan 

k. k. Ok. Verwalter 

c. k. h. zprávce 

Oberförster 

nadlesní 

k. k. Ok. Adjunkt 

c. k. h. příručí 

Pfai-rer 

farář 

k. k. Ok. Adjunkt 

c. k. h. příručí 

Schlossgärtner 

zám. zahradník 

Förster 

lesník 

Gärtner 

zahradník 

k. k. Ok. Adjunkt 

c. k. h. příručí 

Ok. Adjunkt 

h. příručí 

Pfarrer 

farář 

k. k. Ok. Adjunkt 

c. k. h. příručí 

Forstadjunkt 

lesní příručí 

Ackerb. Schul. Gärt. 

zahr. hosp. školy 

Oberförster 

nadlesní 

Adjunkt 

příručí 

Förster 

lesník 



XIV 



Dáiroé stanice y ČecMcti činné v roce 1887. — hteniÉscIie Sáta EÉniens wataJ fe Jalires 1887. 



Jméno stanice 
Name der Station 



Zeměpisná 
Geografische 



délka 
Länge 



šířka 
Breite 



Nadmoř- 
ská výška 

Höhe über 

dem 

Meere 



Eoční množství 
Jahresmenge d. 



sráz. vod. 
Nieder- 
schlags. 



dnů srážk, 

Nieder- 

schlgstage 



Jméno — líame 



Stav — Stand 



pozorovatele — des Beobachters 



226. Huberti J. H. 
Huberti mysl. 

227. Hühnerwasser 
Kuří Vody 

228. Hurkau 
Hůrky 

229. Hurkenthal 
Hůrka 

230. Inselthal 

231. Jahodov 

232. Jandovka 

M 

233. Jasená 

234. Jelení-Ober 

„ Horní 

235. Jenč 

n 

236. Ješín 

237. Ježov 

5) 

238. Jidín 

239. Jičínowes 

I) 

240. Jilowišť 
Jilovišté 

241. Jizbic 
Jizbice 

242. Johann St. 
Sv. Jan Nep. 

243. Johnsdorf 
Janovice 

244. Jungbunzlau 
Boleslav Ml. 

245. Kaaden 
Kadaň 

246. Kácov 

n 

247. Kácov 

248. Kalich 

249. Kališt b. Hump, 

« u « 

250. Kaltenbach 
Nové Hutě 



310 11' 

32 27t 

30 53 

31 O 

30 8 
34 O 

32 29 

33 39 
33 45 

31 53 

31 51 

30 54 
33 1 
33 1 

32 2 

32 40 

31 30 

33 47 

32 34 

30 57 
32 42 
32 42 

31 O 

32 57 
31 19 



50° 4' 

50 35 

49 541 

49 8 

49 45J^ 

50 9 
48 51 
50 19 



50 3^ 



50 5 

50 16 

49 30 

50 26 



50 224 



49 56J 

49 37 

49 39 

50 34 
50 25 
50 22 
49 47 

49 47 

50 34 



49 35^ 



49 



563 
318 
544 
1010 
732 
480 
470 
274 
290 
360 
200 
440 
280 
290 
358 
580 
700 
570 
216 
297 
332 
332 
729 
520 
928 



mm 




498 j 


120 


520e 


121 


397 9 


111 


922, 


176 


72O3 


163 


5783 


144 


340e 


104 


499 „ 

1 ~ 


127 


417, 


117 


416 5 


87 


373 9 


! 75 


537^ 


144 


253 1 


109 


3875 


126 


511, 


127 


IO3O5 


163 


635, 


1.59 


414, 


96 


3432 


142 


555^ 


167 


5629 


126 


700 e 


159 


648o 


108 


7582 


151 



Leicht Jos. 
Škrdle 

Kroupa Vinz. 
Blaschek Jos. 
Nickerl W. 
Chlumecký AI. 
Vitzany Joh. 
Novák Fr. 
Beer Vinz. 
Hacker Fr. 
Dörrl Joh. 
Padowec 
Vaňaus J. 
Leidler Oskar 
Eyberger Georg 
Michálek W. 
Sauba Fr. 
Knittel Kar. 
Šámal Ernst 
Schneider Ant. 
Procházka Norb. 
Fritsch Leop. 



Langenauer 



Sagl L. 
Schnurpfeil E. 



Förster 

lesník 

Oberförster 

nadlesní 

Förster 

lesník 

Forstadjunkt 

lesní příručí 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Oberförster 

nadlesní 

Pfarrer 

farář 

Förster 

lesník 

k. k. Ok. Adjunkt 

c. k. h. příručí 

k. k. Verwalter 

c. k. správce 

Verwalter 

správce 

Dr. Gym. Prof. 

dr. gym. prof. 

Ok. Adjunkt 

h. příručí 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Ackerb. Sch. Dir 

řed. hosp. šk. 

Dr. Ackerb. Sch. Dir 

dr. řed. hosp. šk. 

PfaiTer 

farář 

k. k. Ok. Adjunkt 

c. k. h. příručí 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 



ř? 



/. 



mi 



cil 



w; 



XV 

Jalires 188/, 



Jméno stanice 
Name der Station 



Zeměpisná 
Geoürafische 



délka šířka 
Länge Breite 



Nadmoř- 
ská výška! 

Höhe übe: 

dem 

Meere 



Roční množství 
Jahresmenge d. 

sráz. vod. jdnasrážk. 
Nieder- Nieder 
Schla gs. Ischi gstage 



Jméno — Name 



Stav — Stand 



pozorovatele — des Beobachters 



251. Kaltenberg 

» 

252. Kamaik a. d. M. 
Kamýk n. Vltav, 

253. Kamenic J. H 
Kamenice mysl. 

254. Kamnitz-B.^ 
Kamenice C. 

255. Kaplic 
Kaplice 

256. Karlstein b. Svi-, 

„ u Sví-. 

257. Kbel 
Kbely 

258. Kbel 
Kbely 

259. Kirnscht 
Jetřichovlce zad 

260. Klattau 
Klatovy 

261. Kleinbocken 
Bukovina M. 

262. Klenau J. H. 
Klenová mysl. 

263. Klokočov 

264. Kluk 

265. Kochánek 

266. Kocourov 

« 

267. Königgrätz N. 
Nový Hradec 

268. Königsjäger 
Králostov 

269. Königswart 
Kinžvart 

270. KoWing 

n 

271. Kohout 

272. Kohoutov 

273. Kolec 

r 

274. Kolec 

275. Kolín 



33° 7' 

31 55 

31 3 

32 5 

32 9 

33 44 
31 2 

31 2 

32 IJ 
30 57 
32 2 

32 36 

33 20 
32 48 
32 261- 

32 bU 

33 31 i 
32 9i 
30 16i 
30 23 
32 16 



31 26 1 



31 53 
31 53 







m 


50^ 


45' 


927 


49 


39 


287 i 


49 


51 


430 


50 


48 


290 


48 


44 


530 


49 


43 


750 


49 


30 


445 


49 


30 


445 


50 


54 


250 


49 


24 


412 


50 


45 


380 


49 


12^ 


576 


49 


48 i- 


550 


50 


7 


184 


50 


16« 


195 


49 


51 i- 


440 


50 


11 


278 


50 


28 


225 


50 


t 


540 


50 


^h 


710 


48 


46 


750 


49 


55 


550 


50 


12 


246 


50 


12 


246 


50 


2 


224 

1 



12423 

395, 
2895 
587, 
383 8 
702, 
424o 
448, 
7.33, 
403, 
565i 
531, 
735, 
377, 
507, 
611, 
388, 
478, 
493, 
5543 

509, 

381, 
393, 
566„ 



169 
!73 
106 
107 
117 
199 
124 
135 
162 
132 
117 
149 
142 
108 
!79 
163 
128 
106 
138 
153 

103 

!86 

98 

159 



Charvát Fr. 
Kořínek 
Bartoš Em. 
Pompe Ant. 
Vokoun Jos. 
Šimáuék Joh. 
Zika Jos. 
Giessübel 
Vogelgsang 
Nešpor Joh. 
Eschler Jos. 
Schmiedt 
Moravek AI. 
Froněk Ad. 
Míšek Ant. 
Stock Fr. 
Friml Alex. 
Zákora K. 
Starauschek 
Reisenauer AI. 
Wanka 
Schupík Joh. 
Danda AI. 
Mulatsch J. 
Potůček F. 



Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Oberförster 

nadlesní 

Kaplan 

kaplan • 

Förster 

lesník 

Pfarrer 

farář 

k. k. Ok. Adjunkt 

c. k. h. příručí 

Förster 

lesník 

B. Sch. Direktor 

ředitel m. šk. 

Pfarrer 

farář 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Forstadjunkt 

lesní příručí 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Pfarrer 

farář 

k. k. Ok. Adjunkt 

c. k. h. příručí 

Professor 

Professor 



XVI 



m mu ? 



v ro 



7. 



U I, 



ikens ú 



i. 



Jméno stanice 
Name der Station 



276. Komorsko 

» 

277. Kopa 

» 

278. Kopce 

V kopcích 

279. Kornhaus 
Mšec 

280. Koschumberg 
Košmberk 

281. Kostelec a. d. A, 

„ n. O. 

282. Kostelec-Roth 

„ Červ. 

283. Kosten 
Košťany 

284. Kozohor 
Kozíhory 

285. Krassa 
Chrastná 

286. Krchleb 
Krchleby 

287. Kreibitz Neud. 
Chříbská 

288. Kreuzbuche 

289. Křič " 
Chříč 

290. Krinsdorf 

» 

291. Kronporičen 
Poříč Korunní 

292. Křowic 
Křovice 

293. Krumau 
Krumlov 

294. Kuchanowic 
Kuchanovice 

295. Kukus 

296. Kulm b. Karb. 
Chlum u Chabař, 

297. Kunas 
Kunov 

298. Kundratitz 
Kundratec 

299. Kupferberg 
Měděnec 

300. Kurau 
Korouhev 



Zeměpisná 
Geografische 



délka 
Länge 



31° 41' 



32 151 



32 47 
31 34 

33 42 
33 53 
33 46 
31 25 

31 55 

32 33i 

33 1 
32 11 

32 9 
31 19 
31 24 

30 58 

31 49 
31 59 

33 28 
33 33 

31 36 

32 47 
31 46 
30 47 

33 55 



šířka 
Breite 



49" 461' 



50 15 

49 11 

50 121 

49 52 

50 7 
50 29 
50 40 

49 47 

50 42 



49 531 



50 53 

50 50 

49 58 

50 39 

49 30 

50 17 

48 49 

49 54 

50 24 
50 42 

49 5 

50 35 
50 25 
49 40 



Nadmoř 
ská výška 

Höhe über 

dem 

Meere 



590 
170 
590 
430 
300 
288 
500 
350 
380 
360 
272 
450 
535 
384 
300 
370 
214 
530 
316 
293 
234 
590 
500 
838 
564 



Roční množství 
Jahresmenge d. 



sráz. Yod. 
Nieder- 
schlags. 



dnů srážk, 

Nieder- 

schlgstag e 



Jméno — líame 



Stav — Stand 



pozorovatele — des Beobachters 



mm 


! 

1 


471 


112 


4143 


93 


5263 


195 


3364 


157 


464, 


139 


501 4 


173 


315^ 


127 


4638 


112 


671, 


114 


572^ 


135 


876, 


196 


9025 


182 


462 1 


105 


430 5 


110 


535, 


124 


594^ 


129 


5383 


106 


457 9 


149 


543, 


129 


588 


147 


449, 


87 


582 5 


135 


430, 


100 



Leiss Fr. 
Kratochvíl B. 
Bohutinský W. 
Horák E. 
Celler Jos. 
Spiegel K. 
Kober Eob. 
Bittner 
Arnošt Alex. 
Darou J. 
Schrut J. 
Hanke Hugo 
Seidel J. 
Popelka Gust. 
Ludwig Ferd. 
Tredl Ant. 
Klíma Kasp. 
Fukárek H. 
Zeidler Adolf 
Neumann K. 
Procházka Fr. 
Novotný Fr. 
Zopf Joh. 
Pták Mor. 
Svoboda Jos. 



Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Kanzleibeamte 

kane. úředník 

Förster 

lesník 

B. Sch. Direktor 

ředitel m. šk. 

Förster 

lesník 

Forstverwalter 

lesní správce 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Gärtner 

zahradník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Dom. Direktor 

ředitel panství 

Förster 

lesník 

k. k. Ob. Verwalter 

c. k. vrch. správce 

Schaffer 

šafář 

Verwalter 

správce 

Förster 

lesník 

B. Sch. Professor 

Professor m. šk. 

Schlossgärtner 

zám. zahradník 

Förster 

lesník 

Waldbereiter 

pojezdný 

Stationsbeamte 

úředník stanice 

Pfarrer 

farář 



XVII 



toll čimií y roce 188/. 



II,' (1 inio 



'S mi. 



Jméuo stanice 
Name der Station 



Zeměpisná 
Geoerafische 



délka 
Länge 



šířka 
Breite 



Nadmoř- 
!ská výška 

Höhe über 

dem 

Meere 



Eoční množství 
Jahresmenge d. 



sráz. vod. 
Nieder- 
schlags^ 



dnů srážk, 

Nieder- 

jSchlgstage 



Jméno — ííame 



Stav — Stand 



pozorovatele — des Beobachters 



301. 
302. 
303 
304. 
305. 
306. 
307. 
308. 
309. 
310. 
311. 
312. 
313. 
314. 
315. 
316. 
317. 
318. 
319. 
320. 
321. 
322. 
323. 
324. 
325. 



Kuteslawic 

Cliudoslavice 

Květov 

. Kytin 

Lahn 

Lány 

Landstein 

Landštýn 

Langendoi'f 

Dlouhá Ves 

Langenwiese 

Louka 

Laubendorf 

Limberk 

Laučeň 

Loučen 

Laun 

Louny 

Ledeč 

:j 

Ledeč 

Leinbaum 
Klenová 
Leitmeritz 
Litoměřice 
Leitomyšl 
Litomyšl 
Letin 
Letiny 

Lhota b. Trebn 
„ u Třeben 
Lhota šárová 



310 51 

31 56 

31 53 

33 37 

32 54 
31 10 

31 20 

34 O 

32 41 

31 28 

32 45 

33 42 

32 51 
31 48 

33 59 
31 7 

,31 34J. 

33 13 



31 


56 


j31 


53 


33 


37 


32 


54 


31 


10 


31 


20 


34 





32 


41 


31 


28 


32 


45 


33 


42 


32 

1 


51 



Lhota-Mittel il 09 -. 
,. Prostřední ; 



Lhotka b. Ne vekl 
„ u Nevekl. 
Libčan 
Libčany 
ic 
ce 
Libic 
Libice 
Libochowic 
Libochovice 
Libuš 



32 9 

33 22 
31 51 
33 1 
31 43 



500 35- 

49 26 

49 51 

49 43^ 

49 1^ 

49 11^ 

50 39 

49 42 

50 17 
50 21 
50 21 
50 13 

49 4 

50 32 
49 53 

49 32 

50 30 
50 24J 
49 45 

49 45 

50 12 
49 7 

49 29 

50 19 



50 23 i, 



260 

350 

430 

630 

610 

520 

750 

600 

257 

195 

265 

250 

670 

158 

350 

450 

490 

280 

380 

460 

276 

465 

520 

163 

164 



mm 

550, 

5033 

57O4 

542, 

557^ 

509^ 

733, 

511, 

484^ 

370 j 

494, 

432, 

608, 

431 3 

5283 

496, 

609, 

537, 

506 3 

573, 

539 3 
643, 
400, 
371 1 



101 
137 
92 
150 
134 
127 
154 
142 
! 76 
112 
131 
114 
171 
160 
160 
135 
103 
117 
103 
119 

130 

142 

96 

126 



Beran K. 



Jiskra Aug. 



Hofman Jos. 
Rybička Jos. 
Strohmayer Fr. 
Friedl Adolf 
Karásek Fr. 
Janisch Job. 
Strejček K. 
Kurz Jos. 
Deska Mich. 
Budil Fr. 
Kiethier Leop. 
Maschek Joh. 
Vajrauch J. 
Dolanský Jos. 



Lang Fr. 



Málek Joh. 
čemus Jos. 
Gut Jos. 
Waněk Jos. 
Částka J. 



Barták Ign. 



HoíTjauer M. 
Němec Ant. 



k. k. Forstadj. 

c k. lesní příručí 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Oberförster 

nadlesní 

Forstadjunkt 

lesní příručí 

Förster 

lesník 

Pfarrer 

farář 

Tischler 

truhlář 

B. Sch. Professor 

prof. m. školy 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Professor 

Professor 

Schuldiener 

školník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Bräuer 

sládek 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 



XVIII 

Déiiíert stolice v Čáácti M v roce 18S. 



Jméno stanice 
Name der Station 



Zeměpisná 
Geografische 



délka 
Länge 



šířka 
Breite 



Nadmoř- 
ská výška 

Höhe über 

dem 

Meere 



326. Lichtenau 
Lichkov 

327. Lidic 
Lidice 

328. Liebenau 
Libenov 

329. Liebwerd-Tescli 
Libverda u Děč. 

330. Linsdorf 
Těchonín 

33 L Lischna 
Leštuo 

332. Litowic 
Lito vice 

333. Líz 

ÍI 

334. Lobosic 
Lovosice 

335. Liibno 



336. Luh 

)i 

337. Lukawic U. 
Lukavice D. 

338. Lukawic U. 
Lukavice D. 

339. Luštěnic 
Luštěnice 

340. Maader 
Mádr 

341. Machendorf 

H 

342. Maendryk 
Mendryka 

343. Manowic J. H. 
Maňovice mysl. 

344. MargarethenJ.H 
Markyta mysl. 

345. Marschendorf 
Maršov 

346. Marschgrafen 
Maškrov 

347. Martinowes 

348. Maschau 
Mašťov 

349. Mcel 
Mcely 

350. Medonost 
Medonosy 



34° 20' 
31 52 

30 53 

31 54 
34 17 

32 21 
31 54 
31 3U 
31 43 

33 51i 

31 4 

31 

31 

32 37 

31 10 

32 39 
34 5 

33 22 

32 39 

33 29 

30 51 

31 49 
30 56 

32 44 
32 9 



Eoční množství 
Jahresmenge d. 



sráz. Tod. 
Nieder- 
schlags^ 



dnů srážk. 

Nieder- 
schlgstage 



Jméno — Name , Stav — Stand 



pozorovatele — des Beobachters 



50" 6' 
50 8 

49 56^ 

50 46 
50 4 

49 44 

50 5 

49 33 

50 31 
49 461 
.49 31 

49 36 

49 36 

50 19 

49 1| 

50 47 

49 50 

50 23 

49 2 

50 40 

49 36 

50 22J^ 
50 16 
50 18 
50 30 



560 

340 

588 

150 

520 

402 

360 

580 
158 

560 

446 

343 

343 

210 

985 

353 

473 

350 

530 

565 

392 

260 

400 

270 

250 



mm 

693 j 
422 1 

456 1 

612 e 

654, 

675, 

394, 

523 s 

469 4 

645 1 

494, 

4133 

3539 

464, 

831o 

6973 

5273 

479, 

5043 

675, 

434e 

423« 

317« 

549, 

517, 



122 

116 

133 

140 

164 

130 
90 

137 
96 

130 
144 
109 
94 
!82 
154 
175 
157 
91 
173 
144 
182 
114 
! 53 
145 
158 



Sperling Jos. 
Sirůček Jos. 
Hacker A. 
Liedl Joh. 
Braza Joh. 
Hrádek E. W. 
Weiner L. 
V. Gillern V. 
Hanamann 
Diener Jos. 
Krejcar G. 
Figl Joh. 
Woczadlo J. 
Wewerka A. 
Čada Th. 
May Karl 
Macek Jos. 
Hoch Adalb. 
Heinrich Fr. 
Steigerhof 
Popp Gg. 
Miller Jos, 
Makas Fr. 
Rakušan Rob. 
Wolf Fr. 



Förster 

lesník 

Pfarrer 

farář 

Förster 

lesník 

Ack. Seh. Prof. 

prof. hosp. školy 

Förster 

lesník 

Forstrechnungsf. 

lesní účetní 

k. k. Ök.-Verwalter 

c. k. h. správce 

Förster 

lesník 

Dr. Direktor 

dr. ředitel 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Dom. Direktor 

ředitel panství 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

k. k. Förster 

c. k. lesník 

Hofjäger 

mysl. dvorní 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Flurwächter 

p. hajný 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 



XIX 



DtíStaiěriKÍ stanice v Čriácli čioiií y roce 1887. — OoitamÉscIie Moocii Ěoliiiiefis \úmi k Jalires 1887. 



Jméno stanice 
Jíame der Station 



Zeměpisná 
Geografische 



délka 
Länge 



šířka 
Breite 



351. Mělník 

í) 

352. Merklín 

» 

353. Městec- Voj. 

)) 

354. Michelsberg 
Michalovice 

355. Mies 
Stříbro 

356. Milau 
Mílový 

357. Milčín 

358. Mileschau 
Milešov 

359. Minkowic 
Minkovice 

360. Mireschowic 

Mirešovice 

361. Miškoles 
Miškolesy 

362. Miskowic 
Miškovice 

363. Míšov 
Myšov 

364. Mladějowic 
Mladějovice 

365. Mníšek 

366. Modlín 

367. Mohr 
Mory 

368. Moldautein 
Vltavotýn 

369. Morau-bber 
Morava Horní 

370. Mrakau i 
Mrákov 

371. Míihlloli 

5) 

372. Mühlörzeu 
Mileřsko 

373. Mukařov 

)) 

374. Nabočan 
Nabočany 

375. Náchod 



32« 8' 

30 52 

33 34J 

30 27 

30 40 
33 45^ 

32 20 

31 36 
31 58 

31 27 

33 40 

32 12i 
31 24 



31 431 



31 55 

30 46 

31 5 

32 5 
34 29 
31 42 J 

30 19 1 

31 53 

32 351 

33 33 



50» 21i 



49 34 

49 41 

49 54.1 

49 45 

49 40 

49 34 

50 32 
50 14 
50 30 
50 24; 
50 9* 
49 37 
49 14 
49 52 

49 23 

50 17 

49 14 

50 9 
50 8 

49 401 

50 42 
50 34i' 

49 57 I 

i 

50 25^1 



Nadmoř- 
ská výška 

jHohe über 

dem 

Meere 



220 

490 

670 

510 

395 

600 

640 

392 

190 

350 

280 

230 

620 

396 

416 

650 

250 

356 

700 

390 

650 

354 

258 

240 

372 



Roční množství 
Jahresmenge d. 
sráz. vod.'dnü srážk 
Nieder- Nieder- 
schla gs. jschl gstage 



Jméno — Name 



Stav — Stand 



pozorovatele — des Beobachters 



•425o 
•59O0 
399, 
399, 
665„ 
667, 
4923 
437 3 
413, 
534, 
514^ 
529^ 
505, 
488, 
3753 
405o 
485, 
971 2 
409, 

582« 
544, 
454« 
508« 



!78 
120 
176 

99 
178 
155 
103 

92 
120 
170 
109 
141 
148 

90 
116 
105 
118 
164 
90 

166 
142 
120 
206 



Winkler Fr, 
Brunner Jos. 
Bratránek 
Till Job. . 
Tebenszky Ig. 



Brosig Rud. 



Tischler Ant. 
Matoušek 
Köhler Fr. 
Beer Bernard 
Jarkovsky V. 
Romig Tb. 
Geyer 0. 
Almesberger 
Lorenz 
Štípek Job. 
Zeman V. 
Sakař Ant. 
Adámek Job. 
Löschner Alex. 
Ruppert M. 
Schmelovsky Jos. 
Němeček E. 
Waněk Aug. 
Kober Max 



Bezirkssekretär 

okres, tajemník 

Schlossgärtner 

zám. zahradník 

Förster 

le.sník 

Förster 

lesník 

Gym. Diener 

školník gym. 

Förster 

lesník 

Kaufmann 

kupec 

Rentmeister 

důchodní 

k. k. Ök. Adjunkt 

c. k. h. příručí 

Rechnungsführer 

li četní 

Förster 

lesník 

Ök. Adjunkt 

h. příručí 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Forstwart 

hajný 

Gutspächter 

nájemce st. 

Schlossgärtner 

zám. zahradník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Verwalter 

správce 

Fiscbnieister 

správce sädek 

3* 



XX 



ice ? 



I 



tri 



i "' 



Jméno stanice 
líame der Station 



Zeměpisná 
G-eografische 



délka 
Länge 



šířka 
Breite 



Nadmoř- 
ská výška 

Höhe über 

dem 

Meere 



Eoční množství 
Jahresmenge d. 



sráz. vod. 
Nieder- 
schlags. 



dnů srážk. 

Nieder- 
schlgsta ge 



Jméno — Jíame 



Stav — Stand 



pozorovatele — des Beobachters 



376. Nalžowic 
Nalžovice 

377. Nancy Glash. 

„ sklárna 

378. Nassaberg-Libáií 
Nasevrky-Libáň 

379. Náwes 

» 

380. Nedvězí 

381. Nekmíř 

382. Nepomuk 

383. Nepomuk b. Klene 

„ u Klence' 

384. Neudorf 
Nová Ves 

385. Neudorf b. Číž. 
Nová Ves u Č. 

386. Neugrund 
Nové sady 

387. Neuhaus 
Hradec Jind. 

388. Neuhaus b. Kön. 

„ u Kínžv. 

389. Neuhäusel 
Nové Domy 

390. Neuhäuseln 

391. Neuhof 
Nový Dvůr 

392. Neuhof 
Nový Dvůr 

393. Neuhütte 

J3 

394. Neundorf 

395. Neuples 
Nový Ples 

396. Neusattel 
Nové Sedlo 

397. Neuscliloss b. Saaz 
Nový Hrad u Žat 

398. Neuscliloss b. Hoiím, 
Nový Hrad n V. M 

399. Neuschloss 
Nový Zámek 

400. Neuschloss 
Nové Zámky 



32° 2' 

30 13 
33 29^ 

31 31 

32 8 

30 551 

31 15 
30 28 

30 13 

31 45 

32 3 
32 40 

30 m 

30 13 

31 53 

32 19 



30 201 



32 15 

32 39 

33 37 
31 52 



31 24^ 



33 49 
32 11 
32 51 



49° 42' 
50 23 
49 52 
49 46 



49 48|- 



49 51i 



49 29 

49 25 

50 20 



49 22J 



50 41 

49 9 

50 3 

49 42 

48 38 

50 6 

49 35 

50 50 
50 50 
50 19 

49 19 

50 19| 

49 51 

50 37 
50 16*1 



350 
670 
390 
520 
340 
478 
439 
680 
780 
490 
321 
478 
758 
560 
690 
255 
490 
557 
450 
260 
529 
230 
400 
290 
200 



508 j 
537 „ 
4863 
574, 
475, 
36O3 
445 e 
599 2 

480, 
500 3 
550, 
683, 
4093 
638 3 
558 8 
405, 
928 e 
768, 
416 3 
545o 
261, 
•5OO4 
52I4 
508, 



108 
170 
115 
102 
105 
!89 
156 
104 

135 
129 
162 
164 
109 
142 
130 
98 
192 
139 
116 
115 
!66 
101 
134 
108 



Schnurpfeil 
Trexler A. 
Němec V. 
Mašek F. 
Seemann Hugo 
Bauer 
Stopka Raf. 
Vokurka Fr. 
Hahn W. 
Sluka 
Milde Fr. 
Schöbl Fr. 
Schneider Ant. 
Nestler F. 
Gafgo Gab. 
Neiser Ig. 
Liebl Fr. 
Neumann W. 
Hausmann Fr. 
Watznauer Ferd. 
Holý M. 
Zirkl Joh. 
Knolle Fr. 
Patzelt Wilh. 
Kholl Ant. 



Hofbesorger 

správce dvoru 

Förster 

lesník 

Forstingen. 

lesní inž. 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Professor 

Professor 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

k. k. Förster 

c. k. lesník 

Gym. 

gym. 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Eeitförster 

j. lesník 

Oberförster 

nadlesni 

Förster 

lesník 

k. k. Förster 

c. k. lesník 

Förster 

lesník 

k. k. Förster 

c. k. lesník 

Förster 

lesník 

Hofbesorger 

správce dvoru 

Oberförster 

nadlesni 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 



7. 



XXI 

wllireii(i (les Jalires 188/. 



Jméno stanice 
Name der Station 



Zeměpisná 
Geografische 



délka 
Länge 



šířka 
Breite 



Nadmoř- 
ská výška 

Höhe über 

dem 

Meere 



Roční množství 
Jahresmenge d. 



sráz. vod. 1 dnů srážk. 
Nieder- Nieder 
Schlags. Ischlgstage 



Jméno — Name 



Stav — Stand 



pozorovatele — des Beobachters 



401. Neustadt 
Nové Město 

402. Nenstadt b. Fried. 
Nové Město u Fr 

403. Neutbal 

» 

404. Neuwelt 
Nový Svět 

405. Neuwiese 

I» 

406. Nezdic 
Nezdice 

407. Nezdic 
Nezdice 

408. Neznášov 



409. Niedergrund 



410. Niemes 
Mimoň 

411. Novina 
Noviny 

412. Oberdorf 
Horní Ves 

413. Oberlichtenwalď 
Lichtenwald H. 

414. Obíš 

415. Oemau 
Soběnov 

416. Olbersdorf 
Albrechtice 

417. Olitzhaus 

íj 

418. Opočno 

n 

419. Osek b. Kněžic 

„ u Kněžice 

420. Ossegg 
Osek 

421. Osserliütte 

422. Pacov 

423. Padrí 

» 

424. Pardubic 
Pardubice 

425. Paseka b. Pi'os. 

u Pros. 



3P 


2U' 


32 


55 


31 


28 


33 


5 


32 


49 


30 


59 


30 


59 


33 


31 


31 


53 


32 


23 


30 


55 


31 


4 


32 


20 


31 


32 


32 


13 


32 


42 


30 


45 


33 


47 


33 


2 


31 


22 


30 


48 


32 


40 


31 


26 


33 


27 


33 


47* 



50° 42' 

50 55 

48 49| 
50 47 
50 49 

49 32 

49 32 

50 20 
50 50 
50 40 

49 28 

50 28 
50 50 

49 53 

48 46 

50 52 
50 13 
50 16 
50 16 
50 37 

49 12í 
49 28 

49 40 

50 3 
■49 47 



840 
510 
855 
683 
780 
400 
355 
260 
150 
294 
480 
340 
450 
402 
640 
506 
790 
315 
250 
310 
780 
574 
640 
220 
650 



mm 

634, 
1052 3 
700o 
1100 9 
1043, 
448, 
424^ 
462 1 
596, 
517^ 
487, 
4663 
936, 
310, 
494« 
976, 

451 4 
513e 
578, 
8853 
492, 
532^ 
493, 
609. 



157 
154 
148 
182 
181 
95 
121 
122 
139 
132 
92 
93 
156 
100 
129 
182 

140 
108 
118 
180 
120 
91 
133 
162 



Fischer J. 
Kluch Jos. 
Charvát 
Jenč F. 
Bartel Fr. 
Waimann K. 
Vorel W. 
Haak Jos. 
Vorreith K. 



Bergmann Job. 



Kheres K. 
Görg B. 
Duspiwa Ant. 
Arnošt Fr. 
Příhoda Fr. 
Böhm Fei. 
Rott K. 
Dlouhý Gg. 
Šíma Jos. 
Pfitzner 



Schweiger Job. 



Novák Fr. 
Zvonař F. 
Sova Fr. 
Paďour J. 



Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

k. k. Förster 

c. k. lesník 

Pfarrer 

farář 

k. k. Förster 

c. k. lesník 

Förster 

lesník 

Lehrer 

učitel 

Förster 

lesník 

Forstadjunkt 

lesní příručí 

k. k. Förster 

c. k. lesník 

Förster 

lesník 

Kaplan 

kaplan 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Oberlehrer 

nadučitel 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Heger 

hajný 

Apotheker 

lékárník 

Oberförster 

nadle sní 

Professor 

Professor 

Förster 

lesník 



XXII 



k 



I 



Jméno stanice 
líame der Station 



Zeměpisná 
Geografische 



délka 
Länge 



šířka 
Breite 



Nadmoř 
ská výška 

Höhe über 
dem 

Meere 



Eoční množství 
Jahresmenge d. 



aráž. vod. 

Nieder- 

schl ags. 



dnů srážk 

Nieder- 

schlgstage 



Jméno — Name 



Stav — Stand 



pozorovatele — des Beobachters 



426. Paseky 

427. Pasinka 

428. Paulinenhof 

429. Pelestrov 

430. Penčic 
Penčice 

431. Perná 

432. Peruc 

433. Petrkov 

434. Petrowic (Selč.) 
Petrovice 

435. Petrowic (Kác.) 
Petrovice 

436. Petrowic (Milč.) 
Petrovice 

437. Petschau 
Bečov 

438. Philipsberg 

439. Pičkowic 
Býčkovice 

440. Pilgram 
Pelhřimov 

441. Pilsen 
Plzeň 

442. Písek 

443. Planin 
Planiny 

444. Plass 
Plasy 

445. Plöckenstein 

)í 

446. Ploškowic 
Ploškovice 

447. Podlažic 
Podlažice 

448. Podles b. Příbr 

u „ 

449. Podluh 
Po dluhy 

450. Podmoklic 
Podmoklice 



31" 56' 

32 51 

32 26 

33 13 

32 29 

33 58i 

31 37 
38 31 

32 O 
32 44 
32 22 
30 30 

30 35 

31 53 

32 54 
31 3 
31 49 
31 22 
31 3 
31 32 
31 52 

33 37 
31 39 
31 34 



32 59i^ 



49° 15' 
50 O 



50 39^ 



49 38 

49 57^ 

50 O 
50 21 
49 47 i 
49 33 
49 49 

49 33 

50 5 

49 23 

50 34 
49 26 
49 45 
49 19 
49 36 

49 56 

48 47 

50 34 

49 54 
49 41 

49 48 

50 36 



485 
250 
325 
480 
350 
320 
325 
580 
450 
425 
548 
500 
580 
200 
500 
305 
378 
630 
380 
935 
220 
275 
476 
450 
320 



522o 

5692 
554, 
648, 
5423 
248, 
650, 
595 ä 
5389 
577^ 
550 1 
334, 
381^ 
573« 
284, 
502, 
5644 
394e 
710, 
468, 
579, 
513^ 
439, 
463» 



140 

140 
105 
106 
153 
! 91 
105 
152 

99 
101 
112 
108 

95 
128 
106 
158 
147 

95 
149 
115 
149 
145 
122 
! 75 



Jablonský Joh. 
Wenzel Jos. 
Bitterlich Wilh. 
Kosslaw Hugo 
Janaczek Joh. 
Freiberg Fr. 
Gold Wilh. 
Netušil W. 
Barth Jos. 
Kahoun Jos. 
Kubíček Fr. 
Unger Georg 
Kaikant J. jun. 
Jebautzke W. 
MoUenda K. 
čipera Jos. 
Tonner Fr. 
Gruber Jos. 
Holeček 
Kopřiva Jos. 
Palmstein Jos. 
Hrubý Ant. 
Freygang Ad. 
Pietschmann Ant. 
Koudelka A. 



Förster 

lesník 

Verwalter 

h. správce 

Förster 

lesník 

Oberförster 

nadlesní 

Sägewerksleiter 

správce pily 

Förster 

lesník 

Schlossbesorger 

zám. správce 

Förster 

lesník 

Schlossgärtner 

zám. zahradník 

Oberlehrer 

nadučitel 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Pfarrer 

farář 

Professor 
Professor 
Professor 
Professor 
K. Seh. Direktor 
-ředitel r. šk. 
Förster 
lesník 

Forstadjunkt - 
lesní příruči 
Förster 
lesník 

k. k. Hofgärtner 
c. k. dv. zahradník 
Oberförster 
nadlesní 
Forstmeister 
lesmistr 
Köhlereirev. 
rev. uhlí 
Förster 
lesník 



I 



XXIII 

BölimcDS wälird k kirn WL 



Jméno stanice 
Name der Station 



451. Podol-Kalk , 
Podol Vápen. 

452. Polic 
Police 

453. Polic-Ober 
Páleč Horuí 

454. Polic-Ober 
Páleč Horní 

455. Poněšic 
Poněšice 

456. Postelberg 
Postoloprty 

457. Poštowic 
Pošto vice 

458. Prag 
Praha 

459. Prag 
Praha 

460. Přepych 
Přepychy 

461. Přerov- Alt 
Přerov Starý 

462. Přeštic 
Přeštice 

463. Příbram 

íí 

464. Příchowic 
Příchovice 

465. Přítočno 

466. Přívrat 

467. Prorub 
Proruby 

468. Proseč 

» 

469. Proseč-Woboř. 

„ Voboř. 

470. Psář 
Psáře 

471. Ptenín 

472. Pilrglitz 
Křivoklát 

473. Piirstling 

n 

474. Rabenstein 
Rabštýn 

475. Rabín 



Zeměpisná 
Geografische 



délka 
Länge 



šířka 
Breite 



33" 20' 

33 53 

32 4 

32 4 

32 9 

31 22 

31 48 

32 5 

32 5 

33 47 

32 30 
31 O 
31 40 
31 O 

31 48 

34 4 

33 38 
33 201 

32 48 
32 38 

30 51 

31 33 
31 9 

30 58 

31 52 



49» 53' 
50 32 
50 42 
50 42 

49 6 

50 22 



50 18' 



50 5 

50 5 

50 14 

50 10 

49 3U 

49 41 

49 34 

50 7 

49 551 

50 28 
49 49„i 
49 24J 
49 45 

49 32 

50 2 

48 58 
50 3 

49 5 



Nadmoř 
ská výška 

Höhe über 

dem 

Meere 



Roční množství 
Jahresmenge d. 



sráz. vod. 
Nieder- 
schlags^ 



daů srážk 

Nieder- 

schlgstage 



480 
450 
245 
245 
450 
190 
202 
200 
202 
308 
175 
370 
474 
350 
360 
450 
480 
560 
575 
450 
412 
340 
1167 
477 
435 



674, 
567, 
396,, 
524, 
579, 
298, 
403e 
472 j 
489, 
4964 
4823 
396, 
463, 
385 1 
351 3 
485o 
589, 
614o 
482, 
5402 
•39O0 
467, 
914e 
3453 
3503 



153 

129 
103 
125 
135 
103 
109 
128 
118 
144 
133 
120 
108 
121 

66 
153 
167 
128 
119 
152 

98 
138 
183 
105 
167 



Jméno — Name 



Stav — Stand 



pozorovatele — des Beobachters 



Iser 

John Joh. 
Kachler Chr. 
Sandner Ad. 
Kroh Fr. 
Kalina Fr. 
Schreier Jos. 
Studnička Fr. 
Weineck K. 
Vávi"a Jos. 
Walter K. 
Hák F. 
Lang Jos. 
Stach H. 
Svoboda V. 
Stránský Em. 
Kubelka Evald 
Žaak Fr. 
Baltus Fr. 
Werner Ant. 
Mašek 
Bück 0. 
Schimann Adolf 

Bayer Jos. 

Zöglinge 
chovanci 



Förster 

lesník 

Forstverwalter 

lesní správce 

Pfarrer 

farář 

k. k. Amtsdiener 

c. k. i'ir. sluha 

Förster 

lesník 

Bergverwalter 

horní správce 

Schaffer 

šafář 

Dr. Univ. Professor 

dr. univ. professor 

Dr. Sternw. Dir. 

Dr. ředitel hvězd. 

Kaufmann 

obchodník 

Förster 

lesník 

Oek. Adjunkt 

h. příručí 

Schuldirektor 

ředitel škol 

Oek. Verwalter 

h. správce 

k. k. Ök. Verwalter 

c. k. hosp. správce 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Oberförster 

nadlesni 

k. k. Förster 

c. k. lesník 

Ök. Adjunkt 

h. příručí 

Oberforstrath 

V. lesní rada 

Förster 

lesník 

Kammerdiener 

komorník 

Ackerbauschule 

školy rolnické 



XXIV 



DeštoDé stanice f Cdácli Éiié v roce 1887. — OároniÉisclie Moqí ßökißos íiki k lám W. 



Jméno stanice 
Name der Station 



476. Eadechov 

477. Radošín 

» 

478. Radschitz 
Račetice 

479. Rakonic 
Rakovník 

480. Rapic 
Rapice 

481. Reichenberg 
Liberec 

482. Reichstadt 
Zákupy 

483. Reinwiese 

484. Reitzenhain 

485. Renč 

486. Řendov 

JI 

487. Rennersdorf 

488 Rezek J. H. 
„ mysl. 

489. Richenburg 

í) 

490. Riesenhain 

491. Eöhrsdorf 

11 

492. Rösselhof 

493. Rohozna 

494. Rohy (Krašov) 

495. Rokytnic 
Rokytnice 

496. Roll-Gross 
Ralsko V. 

497. Ronov 

1) 

498. Rosenberg 
Rožmberk 

499. Rosic 
Rosice 

500. Rosteř 
Roztěž 



Zeměpisná 
Geografische 



délka 
Länge 



šířka 
Breite 



32° 30' 

31 49 

31 1 

31 24 

31 50 

32 44 
32 19 
31 59 

30 54 

31 5 

32 45 

32 5 

33 11 



33 42^ 



Nadmoř- 
ská výška 

Höhe über 

dem 

Meere 



33 24 

32 16 
31 16^ 

33 29 

31 15 

34 8 

32 28 

33 12 

32 2 

33 37 
32 511 



50° 32' 
50 20 
50 18 
50 6 
50 10 
50 46 
50 41 
50 521 
50 34 
49 35 

49 46 

50 51 
50 42f 

49 50 

50 42 
50 48 
50 30 
49 48 

49 57 

50 10 
50 40-^ 
49 53 

48 39 

49 55 
49 55 



380 

240 

260 

330 

322 

375 

270 

257 

778 

445 

410 

350 

894 

440 

812 

460 

400 

600 

310 

580 

340 

260 

540 

265 

350 



Roční množství 
Jahresmenge d. 



sráz. vod, 
Nieder- 
schlags. 



dnů srážk 

Nieder- 

schlgstage 



602, 

442o 

3204 

309o 

332, 

843, 

502o 

779, 

885, 

377, 

423, 

771, 

587« 

471, 

955 8 

7982 

2563 

6552 

394, 

665 e 

5858 

624, 

566o 

445„ 

7I80 



181 

143 

89 

137 

94 

184 

146 

133 

145 

123 

126 

154 

113 

96 

116 

174 

! 65 

112 

113 

138 

147 

107 

112 

143 

129 



Jméno — IVame 



Stav — Stand 



pozorovatele — des Beobachters 



Jungnicki A. 
Jonák 
Rosenkranz 
Fahoun Er. 
Zima Aug. 
Walter Ad. 
Svoboda Fr. 
Teuschl W. 
Womačka Jos. 

Gerstenkorn A. 
Helzel Fr. 

Chládek 

Svoboda Wilh. 

Anderle W. 

Vorreith Hugo 

Ducke Heinr. 

Krancl Fr. 

Wagner Ant. 

Růžička Ant. 

Ezer Joh. 

Finger Fr. 

Beamte der 
úředníci 

Richter Ed. 
Šťastný Vinz. 
Sirovy W. 



Förster 

lesník 

Schaffer 

šafář 

Verwalter 

správce 

Professor 

Professor 

Pfarrer 

farář 

Förster 

lesník 

k. k. Hofgärtner 

c. k. dv, zahradník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Oek. Verwalter 

hosp. správce 

k. k. Förster 

c. k. lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

k. k. Oberförster 

c. k. nadlesni 

Forstverwalter 

les. správce 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Oberförster 

nadlesni 

Förster 

lesník 

Dom. Direktion 

ředitelství panství 

Schlossgärtner 

zám. zahradník 

Verwalter 

správce 

Forstkontr. 

lesní kontr. 



XXV 



stanice v Uácli čiiiiió v roce 1887. — Oároilrisck Mooeii EöIidicds wälireiid h Um U 



í. 



Jméno stanice 
Name der Station ! 



Zeměpisná 
Geografische 



délka 
Länge 



šířka 
Breite 



501. Rothengrube 

51 

502. Rothenliaus 
Hrádek Červ. 

503. Eothenhof 
Červený Dvůr 

504. Rothaiijezd 
Újezd Červ. 

505. Rotliaujezd 
Újezd Červ. 

506. Eothaujezd 
Újezd Červ. 

507. Roželau 
Roželov 

508. Rožmitál 

509. Ruďolfi J. H. 

mysl. 
501. Rudolfs thal 

511. Rudolfstbal 

512. Rumbiirg 

37 

513. Ruppau 
Roupov 

514. Ruppau 
Roupov 

515. Ruppersdorf 
Rupreclitice 

516. Salmthal 

5) 

517. Sand au 
Žandov 

518. Sandau 
Žandov 

519. Sattel 
Sedloňov 

520. Sazená 

» 

521. Schaben 

« 

522. Schatawa 
Šatava 

523. Schätzenwald 

j) 

524. Schelesen 
Želizy 

525. Schlosswald 



31° 8' 
31 7 
31 54 
31 30 
31 54 
31 50 
31 27 
31 32 

31 9 
33 20 

32 47 

32 13 
30 55 
30 55 

33 55 

30 29 
32 4 

32 4 

33 59 

31 57 

30 14 

31 28 

31 10^ 

32 8 
31 15 



Nadmoř- 
ská výška 

Höhe über 

dem 

Meere 



50" 34' 
50 31 

48 50^ 
50 30 

49 22 

50 5 
49 33 

49 36 

50 8 
50 40 
50 47 i 
50 57 
49 32 

49 32 

50 38 
50 21 
50 43 
50 43 
50 21 
50 18 
50 8 

48 56Ä 

49 4 

50 25i 
49 9 



810 

350 

550 

520 

415 

398 

625 

525 

451 

666 

690 

382 

450 

430 

500 

850 

256 

256 

720 

175 

450 

790 

920 

200 

950 



Roční množství 
Jahresmenge d. 



si'áž. vod 
Nieder- 
schlags^ 



•762o 
428„ 
5532 

414„ 
465, 
3943 
706, 
777, 
•450„ 
767, 
784i 
7342 
371, 
4OO3 
755, 
717, 
581 3 
601, 
743 1 
464, 
387, 
505j 
588, 
495, 
511, 



dnů srážk. 

Nieder- 
schlgstag e 



191 
145 
95 
139 
133 

! 84 
138 
136 
120 
159 
173 
173 
122 
143 
132 
142 
150 

118 

145 

142 

130 

139 

174 

132 

160 



Jméno — Name 



Stav — Stand 



pozorovatele — des Beobachters 



Strádal Fr. 
Sachs Edm. 
Šwejda Mat. 
Kaltofen Frz. 
Butta G. 
Novotný Fr. 
Dvořák Ig. 
Rost R. 
Werner Jos 
Krámský Gg. 
Ringelhein R. 
Lenk Jos. 
Lutz K. 
Nepomucký J. 
Birke Ant. 
Peter W. 
StoUe K. 
Němec Ant. 
Moebes E. 
Šťastný Joh, 
Moder W. 
Amort Ant. 
Schmiedt J. 
Patzelt Jos. 
Hlawsa A. 



Förster 
lesník 
Förster 
lesník 

Schlossgärtner 

zám. zahradník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

k. k. Ok. Adjunkt 

c. k. hosp. příručí 

Forstadj. 

lesní přír. 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Schuldirektor 

ředitel škol 

k. k. Förster 

c. k. lesník 

k. k. Ok. Adjunkt 

c. k. h. příručí 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Pfarrer 

farář 

k. k. Ok. Adjunkt 

c. k. h. příručí 

Oberförster 

nadlesní 

Gärtner 

zahradník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 



XXVI 

-i' 



vro 



k 



I \ 



Jméno stauice 
Name der Station 



Zeměpisná , 
Geografisclie 



délka 
Länge 



šířka 
Breite 



Nadmoř- 
ská výška 

Höhe über 

dem 

Meere 



Roční množství 
Jahresmenge d. 



sráz. vod. 
Nieder- 
schlags. 



dnů srážk, 

Nieder- 

schlgstage 



Jméno — Name 



Stav — Stand 



l>ozorovatele — des Beobachters 



526. Schlüsselburg 
Lnáře 

527. Schmelzthal 

)) 

528. Schnapautzen 
Snopoušov 

529. Schneeberg 
Sněžník 

530. Schneidmühl 

)) 

531. Schönborn 

532. Schöninger 
Klet 

533. Scliwabin b. Zbirow 
Švabín u Zbirova 

534. Schwanberg 
Krasikov 

535. Schwarzbach 

n 

536. Schwarzthal 
Černodol 

537. Schweinitz 
Sviny Trhové 

538. Schweissjäger 

» 

539. Schweitzerhaus 

1) 

540. Schwojka 
Svojkov 

541. Sedl 
Sedlo 

542. Sedlic 
Sedlice 

543. Sekryt 

n 

544. Seletic 
Seletice 

545. Semenec 

546. Sendražic 
Sendražice 

547. Senftenberg 
Žamberk 

548. Senožat 
Senožaty 

549. Síchov 



550. Siebengiebel 



31" 27' 

30 15 

31 3 

31 45 

30 37 

32 14 

31 57 
31 26 

30 36 

31 47 

32 20 
32 18 
31 28 

31 7 

32 16 
31 45 

31 36 
30 55J 

32 46 

32 5 

33 28 

34 8 
32 52 



30 48| 



31 29 



49" 26i' 



49 55 

49 37 

50 47 
50 11 
50 55 



48 51i 



49 51 

49 52;^ 
48 44 
48 42 

48 50 

50 41 
50 7 
50 431 
50 38 

49 22 

49 26 

50 19 

49 14i 

50 17 
50 5 
49 34 

49 29 

50 43 



m 


mm. 


460 


397 3 


620 


454 1 


349 


370e 


584 


681 3 


590 


*5533 


518 


828 j 


900 


360« 


564 


516o 


564 


— 


725 


625, 


686 


820o 


452 


552e 


500 


748, 


450 


•380, 


400 


5453 


490 


408, 


510 


600, 


470 


3I83 


265 


5863 


398 


4673 


272 


477„ 


468 


601, 


460 


514„ 


500 


350 1 


775 


959, 



! 61 
153 
! 70 
154 
134 
142 
130 
136 

128 
135 
125 
122 
103 
174 
127 
!88 
125 
123 
95 
137 
139 
122 
! 64 
175 



Korálek J. 
Fischer Jos. 
Mareš S. 
Linhart Fried. 
Steffan A. 
Imhof K. 
Krbeček AI. 
Vaněk Jos. 
Leiner K. 
Balling Fr. 
Hansa R. 
Beran M. 



Neumann Aug. 



Köhler Vinz. 
Vetter A. 
Rissel Jos. 
Suchardek 
Steiner Job. 
Drábek Ant. 
Klauda 

Pittermann Jos. 
Němeček Fr. 
Bambas Joh. 
Kreil W. 
Horák AI. 



Forstadjunkt 

les. příručí 

Heger 

hajný 

Oek. Adjunkt 

h. příručí 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Direktor 

ředitel 

Förster 

lesník 

Bergdirektor 

ředitel hor 

Glasf.-Dir. 

ředitel ski. hutí 

Kaplan 

kaplan 

Förster 

lesník 

Heger 

hajný 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Oberheger 

vr. hajný 

Förster 

lesník 

Oberförster 

nadlesní 

Pfarrer, b. Notar 

farář, b. notář 

Gärtner 

zahradník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 



XXVII 



teíooiénic úau ? Čdiácti činné v roce 1887. — Oároniclrisctie Stationen Bölinicns wllircDÍ t Jalires 188 



/. 



Jméno stanice 
Jíame der Station 



Zeměpisná 
Geografische 



délka 
Länge 



551. 
552. 

553. 

554. 

555. 

556. 

557. 

558. 

559. 

560. 

561. 

562. 

563. 

5G4. 

565. 

566. 

567. 

568. 

569. 

570. 

571. 

572. 

573. 

574. 

575. 



SiebengTünden 



Silbersgvün 

» 
Skála 

Skalic-B. 
Skalice Č. 
Skalic-Klein 
Skalice Malá 
Skalka 

Skašov 

Sklady 

n 

Slatin 
Slatina 

n 

Slatina 

» 
Sloupno 

Smedrov 

)) 
Smiřic 
Smiřice 
Smolotel 
Smolotely 
Smrček 

5) 

Soběslau 

Soběslav 

Sochowic 

Sochovice 

Sofienschloss 

» 
Sojo-wic 
Sojovice 
Sonnberg 
Žumberk 
Sonneberg 

Sonnenberg 

Suniperk 

Spitzberg 

Špičák 

Starkstadt 

Starkov 



'33° 17' 

30 15-1 
33 6 
33 43 
33 31 

31 55 
31 6 
31 48 
31 53 

33 34 

34 3 
33 10 
31 15 
33 32 

31 47 
33 33 

32 23 

31 40 

32 2U 
32 26 
32 21 

32 9i 
30 53i 
30 46 

33 49 



šířka 
Breite 



50° 45' 
50 16 

49 33 

50 24 
50 16 
49 53 
49 31 

49 36 

50 13 
50 14i 
50 9 
50 15* 

49 34 

50 18 
49 38 
49 52i 
49 16 

49 31 
48 401 

50 13| 
48 48 
50 45 
50 28 
50 28 
50 32 



Nadmoř 
ská výška 

Höhe über 

dem 

Meere 



922 

690 

530 

284 

250 

549 

512 

500 

246 

262 

400 

230 

450 

239 

491 

350 

403 

490 

749 

182 

543 

360 

750 

805 

450 



Roční množství 
Jahresmenge d. 



sráz. vod. dnů srážk. 
Nieder- I Nieder- 
achlag s. Ischlgstag e 



1200, 
488, 
6585 
475 1 
3755 
492^ 
428 f 
575o 
364, 
357, 
582, 
430, 
432o 
456, 
567, 
502, 
498, 
•480o 
879, 
443, 
622, 
6493 
582, 
804, 
527, 



189 
163 
178 
137 
119 
118 
120 
129 
! 75 
! 58 
144 
109 
93 
156 
112 
122 
148 
110 
129 
149 
115 
135 
175 
190 
136 



Jméno — Name 



Stav — Stand 



pozorovatele — des Beobachters 



Kratochvíl 
Erhart A. 
Auerhann J. 
Valenta Wilh. 
Loos W. 
Glückselig K. 
Wollmaun Fr. 
Jiskra Aug. 
Pokorný Fr. 
Eück Heinr. 
Mallý Ant. 
Nyklíček Rob. 
Mašata J. 
Goldmann AI. 
Písařík Joh. 
Tomsa Adolf 
Kukla Mat. 
Šebek Heinr. 
Roller M. 
Czermak B. 
Štuflía Adolf 
Schneider J. 
Stein Emil 
Hawel A. 
Steinbach W. 



Fürster 

lesník 

Förster 

lesník 

Oberförster 

nadlesní 

Apotheker 

lékárník 

k. k. Ok. Adjunkt 

c. k. h. příručí 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

k. k. Ok. Adjunkt 

c. k. h. příručí 

k. k. Förster 

c. k. lesník 

Förster 

lesník 

Verwalter 

správce 

Verwalter 

správce 

Portier 

domovník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Lehrer 

učitel 

Verwalter 

správce 

Zimmerwärter 

správce bytu 

Förster 

lesník 

Kaplan 

kaplan 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Verwalter 

správce 

^ 4* 



XXVIII 



Moiriiß staoice v Čáácti čiií v m W. — Oároitrisdie Modoa Bökeiis wllirení te íám 188/. 







Zeměpisná 


Nadmoř- 


Roční množství 


Jméno — IVame 


Stav — Stand 




Jméno stanice 
Name der Station 


Geografische 


ská výška 

Höhe über 

dem 

Meere 


Jahresmenge d. 


%^ M M m M i m m MW ^^^ ^^i m ^ m « j 


KJ lít* » yj V\MiíM.\M. 




délka 
Länge 


šířka 
Breite 


sráz. vod. 
Nieder- 
schlags. 


dnů srážk. 

Nieder- 
schlgstage 


pozorovatele — 


des Beobachters 




576. Stehen 
Stebno 


31° 41' 


50" 37' 


m 

402 


mm 

•416, 


! 76 


Klinger Ant. 


Oberlehrer 
nadučitel 




577. Stěchowic 
Štěchovice 


32 4 


49 51 


210 


498o 


140 


Paur Jos. 


Lehrer 
učitel 




578. Stěrhina 

3) 


31 30 


49 35 


650 


— 


— 


Morawetz Jos. 


Förster 
lesník 




579. Stefanshöhe 
Štěpánka 


33 2 


50 45 


910 


853 g 


185 


Votoček Hugo 


Förster 
lesník 




580. Stern 


30 54 


49. 91 


950 


935, 


176 


Štípek 


Förster 
lesník 




581. Stradonic 
Stradonice 


31 43 


50 17 


230 


357, 


138 


Čížek Fr. 


Schaffer 
šafář 




582. Stranohoří 

3) 


31 37 


49 30^ 


550 


554, 


143 


Vilita M. 


Förster 
lesník 




583. Strašíc 
Strašíce 


31 24 


49 44 


470 


406o 


98 


Leske Hugo 


Oberförster 
nadlesní 




584. Strassdorf 

n 


32 25 


50 35 


250 


591 9 


155 


Přibík 


Förster 
lesník 




585. Stráž b. Scliilttenh. 
„ u Sušíce 


31 8 


49 12-1 


710 


505, 


137 


Chodi Fr. 


Heger 
hajný 




586. Střem 
Střemy 


32 14 


50 23 


290 


536 e 


128 


Márek Fr. 


Ok. Adjunkt 
hosp. příručí 




587. Streníc 
Streníce 


32 30 


50 24 


218 


476, 


111 


Košťák Ant. 


Dechant 
děkan 




588. Střiteř 
Střítež 


33 27 


49 471 


620 


770, 


153 


Stoupa Ant. 


Förster 
lesník 




589. Strojedic 
Strojedice 


31 9 


50 11 


368 


341 j 


98 


Kašpírek Joh. 


Oberförster 
nadlesní 




590. Struhař 
Struhaře 


31 16 


49 35 


530 


519, 


128 


Laitl K. 


Förster 
lesník 




591. Stuhenhach 
Prášily 


31 3 


49 6i 


860 


955« 


193 


Bělohlávek Th. 


Förster 
lesník 




592. Stupčíc 
Stupčíce 


32 17 


49 32 


580 


•470o 


125 


Patrák AI. 


Stationschef 
přednosta st. 




593. Subschitz 
Zubčíce 


32 5 


48 48 


600 


624o 


130 


Hájek J. 


Förster 
lesník 




594. Suchá 

I) 


34 7i 


50 8 


500 


646o 


169 


Bečka Ed. 


Heger 
hajný 




595. Swai'ov 


31 49 


50 4 


380 


378„ 


! 79 


Petras Mor. 


Pfarrer 
farář 




596. Swětlá 

!1 


33 5 


49 40 


393 


675, 


134 


Seidler Karl 


Domain.-Yerwalter 
správce velkost. 




597. Swětlá b.Eeichb. 
„ u Liberce 


32 41 


50 43 


790 


916o 


170 


Sluka Fr. 


Heger 
hajný 




598. Swinar 
Svinary 


33 35 


50 12i 


240 


4II9 


98 


Spora K. 


Förster 
lesník 




599. Sýkora J. H. 
„ mysl. 


32 33 


49 7 


457 


508 3 


121 


Heinrich F. 


Förster 
lesník 




600. Tábor 


32 20. 


49 25 


423 


46O5 


125 


Hromádko Fr. 


Professor 




n 














Professor 



XXIX 



Deštaiěrnc stanice v Cecliácli činní v roce 1887. — Onilrometrisclie Stationen Böliniens wähcnJ á'S Jalires 1887. 



Jméno stanice 
Jíame der Station 



Zeměpisná 
Geografische 

šířka 
Breite 



délka 
Länge 



Nadmoř- 
ská výška 

Höhe über 

dem 

Meere 



Roční množství 
Jalu-esmenge d. 



sráz. vod.jdnů srážk 
Nieder- Nieder- 
schlags. Ischlgstage 



Jméno — Name 



Stav — Stand 



pozorovatele — des Beobachters 



601. 

602. 

603. 

604. 

605. 

606. 

607. 

608. 

609. 

610. 

611. 

612. 

613. 

614. 

615. 

616. 

617. 

618. 

619. 

620. 

621. 

622. 

623. 

624. 

625. 



Tachlowic 

Tachlovice 

Tannenberg 



Tannciiberg b. Bl. 



n Bl. 

Taus 
Domažlice 

Taužetín 

n 

Tellnic 
Telnice 

Tepl 
Teplá 

Thiergarten 
Obora mysl. 
Thomas St. 
Sv. Tomáš 
Toraic 
Tomice 
Tomkovka 

n 

Trčkadorf 

Trčkov 

Třebotov 

5) 

Trubijov 

» 
Tiirmitz 
Trmice 
Tupadl 
Tupadly 
Turnau 
Turnov 
Týnišť 
Týniště 
Uhersko 

í) 
Újezd b. Blatná 

„ u Blatné 
Unhošt 

1! 

Wacikov 

n 

Wächterhaus 
Warta 

TI 

Wartenberg 



31" 55' 
32 14 
32 13 

30 36 

31 33 
31 38 

30 32 

31 39 

31 46 

32 501 

32 10 
34 5^ 
31 53 

33 47 

31 39 
33 4 

32 49 

33 45 
33 30 
31 35 
31 48 
31 31 

30 18J 

31 28 

32 28 



50" 1' 
50 5U 
50 48 

49 27 

50 19 
50 44 

49 59 

50 10 

48 39 

49 39 

49 50 

50 19 

49 58, 

50 26 
50 39 

49 52 

50 35 
50 9 
50 O 

49 27 

50 5 

49 32 

50 19 



49 37i 



50 42 



347 

658 

570 

428 

340 

450 

658 

405 

990 

445 

414 

750 

380 

390 

154 

270 

263 

253 

250 

444 

389 

583 

642 

650 

310 



429, 
9563 
864, 
42O3 
4573 
596 1 
372, 
48O3 

478o 
497 1 
435o 
519i 
51O4 
394e 
641 4 
531, 
570- 
•6033 

5II0 
421 4 
*600o 
681 1 
7345 
499, 



91 
191 
189 
129 
139 
187 
145 

99 

107 
107 
149 

109 
161 
108 
125 
157 
118 
93 
121 
! 73 
155 
184 
139 
142 



Molitor 

Kleinwächter J. 
Erben H. 
Weber Jos. 
Bělohoubek A. 
Hornig J. 
Oswald Alois 
Yandas Thom. 
Lenz Jos. 
Šeplavý AI. 
Holub Fr. 
Friedrich Fr. 
de Pauli 
Vlček K. 
Josst 

Klapka A.nt. 
Pelikovský P. 
Masner Jos. 
Lindner J. 
Podzemský K. 
Mulač Karl 
Gut 

Höffer Joh. 
Lipanský A. 
Wiede B. 



k. k. Verwalter 

c. k. správce 

Forstwart 

lesní dozorce 

Förster 

lesník 

Professor 

Professor 

Gärtner 

zahradník 

Förster 

lesník 

Stiftskapitular 

člen kapituly 

Oberförster 

nadlesní 

Oberförster 

nadlesní 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Obergärtuer 

V1-. zahradník 

Gärtner 

zahradník 

Quardian, b. Notar 

kvardian, b. notář 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

k. k. Ok. Adjunkt 

c. k. h. příručí 

Forstadjunkt 

lesní příručí 

Heger 

hajný 

Förster 

lesník 

Oberlehrer 

nadučitel 



XXX 



tóclie 



í 



Jméno stanice 
Name der Station 



Zeměpisná 
Geografische 



délka 
Länge 



šířka 
Breite 



626. Včelákov 

627. Wejpert 
Vejprty 

628. Weissbacli 

629. Weisswasser 
Bělá 

630. Wekelsdorf-Ob. 
Teplice Horní 

631. Welešín 

632. Welhartic 
Velhartice 

633. Weltrus 
Veltrusy 

634. Wenzelsdorf 

« 

635. Werscheditz 
Verušice 

636. Westec 

637. Westec 

638. Widobl 
Vidovle 

639. Wierau 
Vírov 

640. Wikletic 
Vikletice 

641. Wildenschwert 
Ústí n. Orlicí 

642. Wildstein 
Vilštein 

643. Wilhemshöhe 

» 

644. Winterberg 
Vimberk 

645. Winteritz 
Vintířov 

646. Wittingau 
Třeboň 

647. Wituna 
V tůních 

648. Wlaším 

649. Wobořišť 
Obořiště 

650. Wobrok 
Obrok 



33° 35' 

30 42 
32 bU 

32 28 

33 50 
32 8 

31 3 

32 O 
30 18 

30 50 

33 15 

32 42 

31 19 

30 33i 

31 4 

34 4 
31 10 

33 1 

31 27 
30 56 

32 26 

30 47 
32 33 

31 49 

32 7 



Nadmoř- 
ská výška 

Höhe über 

dem 

Meere 



49° 49' 

50 29 

50 52 

50 30 

50 36 

48 50 

49 16 

50 17 
49 32i 



50 8i 



49 51 

49 50 

50 23| 

49 42 

50 21 
49 59 

49 37 

50 49 

49 3 

50 18 
49 
49 34 
49 43 

49 44 i- 

50 331 



500 

780 

505 

304 

468 

549 

615 

175 

790 

575 

315 

450 

240 

440 

280 

340 

492 

970 

716 

320 

433 

450 

364 

380 

300 



Roční množství 
Jahresmenge d. 



sráz. vod. 
Nieder- 
schlags. 



dnů srážk.' 

Nieder- j 

schlgstagei 



Jméno — Name 



Stav — Stand 



pozoroTatele — des Beobachters 



mm 

48I4 
816, 

12255 
609 e 
550 9 
6OO0 
678, 
424, 
437o 
384^ 
563, 
704, 
340 „ 

*400o 

*321o 
523 1 
3243 
9952 
464^ 
3073 
5253 
43O0 
622 e 
3784 

*500o 



157 

206 

113 

173 

153 

110 

152 

93 

145 

106 

142 

117 

111 

HO 

! 81 

171 

! 79 

173 

117 

!66 

131 

101 

179 

! 68 

132 



Fischer A. 
Lorenz W. 
Kinzl K. 
Peřina Adalh. 
Ebenhöch Alfred 
Vavreyn B. 
Schreiber Luise 
Melzer Jos. 
Ruff Fr. 

Eckert-Hetzel K. 
Končický Jos. 
Rerych K. 
Hoch Fr. 
Svoboda Fr. 
Kraus M. 
Novák Fr. 
Opolecký K. 
Jäckel W. 
Němeček R. 
Rudolf K. 
Krb K. 
Janka Wilh. 
Gabriel W. 
Kamenický 
Kammel E. 



Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Professor 

Professor 

Gutsverw. 

správce st. 

Kaplan 

kaplan 

Oberförster 

nadlesni 

Förster 

lesník 

Förster 

lesník 

Gutsbesitzer 

velkostatkář 

Förster 

lesník 

k. k. Ök. Adjunkt 

c. k. h. příručí 

Verwalter 

správce 

Förster 

lesník 

Hofbesorger 

správce dvoru 

Oberlehi-er 

nadučitel 

Verwalter 

správce 

Förster 

lesník 

Forstadjunkt • 

lesní příručí 

Gärtner 

zahradník 

Schuldirektor 

šk. ředitel 

Förster 

lesník 

Professor 

Professor 

Gärtner 

zahradník 

Förster 

lesník 

















XXXI 




Miériié saiiice? feiácičimií yrocc 


18». - 


OiniroinctriscK] Stalioiien Bö mis w 


mi (los Ja ES W. 




Jméno stanice 
jVauie der Station 


Zeměpisná 
Geografische 


Nadmoř- 
ská výška 

Höhe über 


Roční množství 
Jahresmenge d. 


Jméno — Name 


stav — Stand 




délka 


šířka 


sráz. vod. 


dnů srážk. 








jk^ w ^li A4U^ ^^ ^i* ^- ^ r*^ *' ** «/^ ^^ ^>A 


Länge 


Breite 


dem 
Meere 


Nieder- 
schlags. 


Nieder- 
schlgstage 


pozorovatele — 


des Beobachters 




651. Wobrubec 

55 


32° 43' 


50" 26 i' 


m 

230 


mm 

442, 


107 


Hoke J. 


Förster 
lesník 




652. AVölfling 

i 

1) 


30 19. V 


50 29 


850 


6675 


! 77 


A. V. Uiblagger 


Förster 
lesník 




653. Wojetíu 

1 r 


32 19 


50 30 


363 


509 5 


129 


Šťovík K. 


k. k. Förster 
c. k. lesník 




654. Woračen 
i Voráčov 


31 13 


50 7 


390 


454^ 


134 


Heyn Mor. 


Forstmeister 
lesmistr 




! 655. Wordan 

1 


32 41 i 


50 31 


324 


5233 


135 


Forsch Jos. 


Forstadjunkt 
lesní příručí 




656. Worlík 

)5 


31 50 


49 31 


468 


555, 


102 


Kubias Aut. 


Lehrer 
učitel 




657. Worschka 

1) 


30 56 


50 llj 


550 


429o 


! 70 


Mendl Jos. 


Förster 
lesník 




658. Wortovia 

51 


33 36i 


49 42 


650 


518„ 


118 


Daněk Ant. 


Förster 
lesník 




659. Wostasch 
Ostaš 


33 52 


50 33» 


575 


519i 


121 


Žák Fr. 


Förster 
lesník 




660. Wostředek 
Ostředek 


32 30 


49 50 


455 


649, 


105 


Chroust J. 


Lehrer 
učitel 




661. Wranov 


33 42 


50 16 


236 


•450o 


! 80 


Souček 


Verwalter 
správce 




662. Wranowic 
A'ranovice 


31 33 


49 39 


660 


877, 


148 


Sagel 


Förster 
lesník 




663. Wráž 


31 48 


49 23 


450 


491 e 


144 


Urban Jos. 


Gärtner 
zahradník 




664. Wřetowic 
i Yřetovice 


31 52 


50 11 


265 


4184 


! 87 


Haaser Herm. 


Pfarrer 
farář 




665. Wysoká 


31 1 


49 39 


450 


425, 


! 85 


Tast Ant. 


Förster 
lesník 




666. Wysoká 


33 30 


50 9 


250 


375, 


143 


Syká A. 


Förster 
lesník 




667. Zácíolí 


i 32 49 


49 29i 


535 


667o 


165 


i Graff 


Förster 
lesník 




668. Zaječic b. Chrást 
Zaječice u Chr. 


33 31 


49 55 


280 


5232 


120 


Wagner Šlechtislav 


Verwalter 
správce 




■ 669. Zartlesdorf 
Cartle 


32 5 


48 39 


672 


— 


— 


Kupp Joh. (t) 


Förster 
lesník 




670. Záwéšín 


33 32 


49 29 


475 


4659 


131 


1 Prexl Dom. 


Förster 
lesník 




671. Zbislawic 
Zbyslavec 


33 14^ 


49 6U 


527 


666, 


106 


Manlík A. 


Förster 
lesník 




672. Zbraslawic 
j Zbraslavice 


32 51 


49 49 


502 


755, 


133 


lUem Kl. 


MDr. Wittwe 
mdra. vdova 




673, Zdaraz 

5) 


33 31 


50 17 


250 


434, 


120 


Wolschan Quido 


k. k. Ök. Adjunkt 
c. k. h. příručí 




674. Zderadin 
Zderadiny 


1 
32 42 


49 48 


410 


638o 


130 


Homolka W. 


k. k. Oberförster 
c. k. nadlesni 




675. Zelč 


32 ISi 


49 19 


480 


495^ 


112 


Křepinský H. 


Oberförster 
nadlesni 





XXXII 



Iři; 



Jméno stanice 
Name der Station 


Zeměpisná 
Geograůsche 


Nadmoř- 
ská výška 

iHöhe über 

dem 

Meere 


Roční množství 
Jahresmenge d. 


Jméno — Name 


Stav — Stand 


délka 
Länge 


šířka 
Breite 


sráz. vod. 
Nieder- 
schlags. 


dnů srážk 

Nieder- 

schlgstage 


pozorovatele — 


des Beobachters 


676. Zeměch 
Zeměchy 


31" 56' 


50° 14' 


m 

208 


mm 

421 9 


127 


Čejka Ferd. 


Pfan-er ; 
farář 


677. Zlioř b. Rotil. Jan. 
Zlioř n Červ. Jan. 


32 56 


49 49 


470 


— 


— 


Jandík J. 


Heger 
hajný 


678. Zinnwalcl 
Cinvald 


31 27 


50 44 


823 


653 3 


125 


Tandler A. 


Steiger 
horolezec 


679. Zirnau 
Dříteň 


32 1 


49 8 


420 


52O3 


106 


Bezecný Rudolf 


Verwalter 
správce 


680. Zlonic 
Zlonice 


31 45 


50 17 


216 


405 1 


150 


Kozel Rudolf 


Direktionsekr. 
tajemník říd. 


681. Zwickau 
Cvikov 


32 18 


50 47 


j 
360 


657 9 


161 


Ducke H. 


k. k. Forstadj 
c k. lesní př. 


682. Zwoleňowes 


31 51 


50 14 


228 


390 9 


! 80 


Šperl K. 


Pfarrer 
farář 


683. Zwoleňowes 


31 51 


50 14 


228 


398, 


! 79 


Baier Joh. 


k. k. Ök. Adjunkt 
c. k. h. příručí 


684. Žák 

J) 


33 2 


49 53 


270 


556, 


131 


Horák Ferd. 


Verwalter 
správce 


685. Žďár b. Kokyc. 

» u r, 


31 17 


49 44 


435 


599 


137 


Hořice Ferd. 


Förster 
lesník 


686. Ždikau-Gr. 
Ždikov Velký 


31 22 


49 5 


730 


6655 


! 82 


Knorre Fr. 


Oberförster 
nadlesni 


687. Zdířce b. Cliolěb. 


33 29 


49 42 


550 


649, 


155 


Pacholík Ig. 


Sägeverwalter 
správce pily 


688. Želewčic 
Želevčice 


31 46 


50 16 


256 


437 3 


127 


Grund Gust. 


Förster 
lesník 


689. Žichowíc 
Žicliovice 


32 44 


49 48 


430 


482 1 


130 


Nötzl Aug. 


k. k. Praktikant 
c. k. praktikant 


690. Židowic 
Židovice 


31 54 


50 27 


150 


— 


— 


Cartellieri 


Zuckerf-Ass. 
assist. cukrov. 


691. Žilina 


31 40 


50 6 


398 


436 1 


95 


Valta J. 


Förster 
lesník 


692. Žinkau 
Zinkový 


31 10 


49 29 


480 


456o 


100 


Kurz V. 


Förster 
lesník 


693. Žiwotic *) 
Životice 


31 21 


49 28 i 


618 


538 g 


130 


Skála Fr. 


Förster 

lesník 1 



*) Hvězdičkou * opatřené udání bylo stran jednoho měsíce doplněno z okolí nejbližšího. Znamení ! udává, že počet dnů se 
srážkami zůstal daleko pod číslem průměrním. 

Mit einem Sternchen * versehene Angaben sind bezüglich eines Monates aus der nächsten Umgebung ergänzt worden. Das 
Ausrufungszeichen ! gibt an, dass die Zahl der Niederschlagstage tief unter dem Normale geblieben ist. 



DešComěrná zpráva za měsíc leden 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Januar 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


I 


Althütten 
Staré Hutě 

(Günther) 


Aupa-Klein \ 
Oupa Malá 


Aussergefild 
Kvilda 

(Králík) 


Bärenwalde 
Bärenwald 

(Plnskor) 


Beneschau 
Benešov 

(Kurka) 


Bilin 
Bílina 

(Zeman) 


Binsdorf 
Binsdorf 

(Hühner) 


lil 

00 ca Ě^ 


Blatná 
Blatná 

(ProcluUko) 


Bösig 

Bezděz i 

(Techtnor) 1 


Borau 
Borová 

(Rohr) 


Braunau 
Broumov 

(Čtírtoika) 


Brennporičen 
Pohčí Spál. 

(Proküpek) 


Buchers 
Buchoří 

(ťliobhook) 


1 
2 
3 

4 
5 
6 

■ 7 

8 

1 9 

i 10 

11 
12 

13 

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15 

16 

17 

18 

19 

20 

21 

22 

23, 

24 

25 

26 

27 

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29 

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14, 1 953 8, 6, 1 153 j 5, 1 11, j 14, 


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53 1 II3 II3 8, 


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10 . 9 ' 2 9^9 ■ 5 3 10 6 


5 8 


8 8 


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Es 3|| Jii::ä|| 


1 ' <j-15 
g3?,.ss| ,S = ^ .2.25 


Bitow 
Bítov 

(Kf)cholutý) 

Bohnau 
Banín 

(Prutsohek) 


Bohouškowic 
Bohouškovice 

(Hauher) 


Brandeis a. d. G. 
Brandeia n. L. 

(Zakhík) 


Branná 
Branná 

(Makovský) 

Branžow 
Branžov 

(Blon) 


Břeskowic 
Břeskovice 

(šlmok) 


Břewnow 
Břevnov 

(Kutzcr) 


: W* 18o 10, 73 9, : 14« 22« 8, ! 63 1 12, 9, 1 13« 


13„ 30o 


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■Regtg. 


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5 


11 


6 


8 


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5 



(I Znamená tu bouřku.) (! Bedeutet hier ein Gewitter.) 



Prof. Dr. r. J. Studničko. 



Dešťoměrná zpráva za měsíc leden 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Januar 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Buchwald 
Buöina 

(MaUuschka) 


Chotzen 
Choceň 

(Bndrye) 


Chotěboř 
Chotěboř 

(Rjba) 


Christianberg 
Křištanov 

(Rulf) 


Christianburg 
Kristianburk 

(Czeoh) 


Chrudim 
Chrudim 

(Bernhard) 


Čáslau 
Čáslav 

(Kathan) 


čejkow 
čejkov 

(Boháíek) 


Cerma Böhm. 
Čerma česká 

(MaUý) 


rif 

3 3 S 

>c»o5. 


Čistá 
Čistá 

(Mládek) 


Deutschbrod 
Brod Německý 

(Dttfek) 


Dobřan 
Dobřany 

(Obst) 


Dobřikow 
Dobřikov 

(Hauaser) 


[Dobruška 
Dobruška 

(Plosar) 




1 


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17 


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18 


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— 


— 







19 


— 


— 


— 


— 


— 


— 


— 


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— 


— 


— 


— 




20 


— 


— 


— 


— 


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21 


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25 


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26 


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27 


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— 




29 


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— 





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— 





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30 


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Součet 
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7a 


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6e 


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3 


5 


4 


5 




..^ CS 
CO s 

>o o 

EE 


Břišťan 
Břišťany 

(Procházka) 


Brník 
Brníky 

(Zechner) 


Brünnl 
Dobrá Voda 

(Raab) 


Buč 
Buč 

(Kotzorek) 


.15 


Buštěhrad 
Buštěhrad 

(Molltor) 


Bzí 
Bzí 

(Bund) 


Chlomek 
Chlomek 

(JttTftrek) 


Chotěschau 
Chotěšov 

(Hayne) 


Chrbina 
Chrbina 

(Sohlmpke) 


.2.2 t 
'3 3 ř 

CO m S 

ěěg 


Černic-Gr. 
Černice V. 

(Hahnel) 


čemilow 
cernilov 

(Horáček) 


Češtin 
Cestín 

(Böhm) 


čimelic 
Čimelice 

(PMda> 




Součet 
Snmina 


lir 


11« 


9. 


17o 


lir 


222 


14. 


12e 


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18e 


215 


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Regtg. 


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5 


5 


8 


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4 


4 


5 


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3 


4 


6 


8 


7 


6 



Prof. Dr. F. J. Studnička. 



Dešťoměrná zpráva za měsíc leden 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Januar 1887. 



Den městcel 
Monatstag 


Duppau 1 
Doupov 1 

(Zarda) 


Ein si edel 
Mnišek 

(Oaitellierl) 


.Eisenberg 1 
Eisenberk 1 

(Blttner) 1 


Espenthor 
Espenthor 

(Merker) 


Falkenau 
Falknov 

(Dobraaer) 


Friedrichsthal 1 
Bedřichov | 

(KInsohel) 1 


Fuchsberg 
Fuchsberk 

(Kaikant) 


Fünfhunden 
Pětipsy 

(Hodek) 


,2 <B 
CQ COTS 

CO 03 jo 

Säe 


Habr 
Habr 

(Hamböok) 


Hartenberg 
Hartenberk 

(Lícha) 


Heidedörfel 
Heidedörfel 

(Rödllng) 


Heinrichsgrün 
Jiudřichovice 

(Oottfrled) 


Hirschberg 
Doksy 

(Plno) 


Hirachbergen 
Hirschberk 

(Schmidt) 


Í 


1 


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26 








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— 


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28 











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14 


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Dni deší.! . 
Regtg. 


1 


1 . 6 


7 


11 


2 


3 


5 9 


3 


3 


6 ! 7 1 6 




Měsíc 
Monat 

Dobern 
Dobranov 

(Llohlch) 


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Dr. F. J. 


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Dešťoměrná zpráva za měsíc leden 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Januar 1887. 



Den měsíce 1 
Monatstag | 


Hlawno Kostel. 
Hlavno Kostel. : 

(Mölzor) 1 


Hlinsko 
Hlinsko 

(llozToda) 


Hochwald 
Hochwald 

(Schulz) 


Hohenelbe 
Vrchlabí 

(Kuhrj-cht) 


Hohenfurt 
Brod Vyšší 


Horažďowic 
Horažďovice 

(Krause) 


Hohn 
Hořín 

(Kubit) 


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Jahodov 

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6 





Prof. Dt. F. J. Studnička. 



Dešfoměrná zpráva za měsíc leden 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Januar 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Kailich 
Kaiich 

(Jjftiigenauer i 


Kaltenbach 
Nové Hutě ! 

(Sclinurpfoll) ] 


Kaltenberg , 
Kaltenberk 

(Cborvdt) 


Kamaik a. d. M.l 
Kamýk n. V. , 

(Kořínek) 


Kamnitz-B. 
Kamenice C. 

(Pompe) 


Kaplic 
Kapllce 

(Vokonn) 


Karlstein b. Svr. 
Karlstein uSvr. 

(Scblmnnek) , 


Klattau 
Klatovy 

(Nešpor) ' 


Köuigswart 
Kinžwart 

(Staronscliek) ; 

1 


Kohoutow 
Knhoutov 

(Scbupik) 


Kolin 
KoHn 

(Polftčok) 


Kreuzbuche 
Krenzbuche 

(Oltonwollor) 


Kruniau 
Krumlov 

(Fukarok) 


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Kulm b. Karb. 
Chlumec u Ch. 

(ProcIiAtkft) 






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Měsíc 
Monat 


Hrádek Def. 
Hrádek Def. 

(Dlahoiii) 


Oradischt 
Hradišté j 

(Ploker) 


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Jeleui-Ober 
Jelení Ilovní 

(lillOf) 

Jenč 
Jenč 

(Hacker) I 


Jcšíu 
Ješín 

(DOri!) 


Johann St. 
Sv. Jan Nep. 

(Sauba) 


Johnsdorf 
Janovice 

(Kulltel) 


Kaaden 
Kadaň 

(Schneider) 


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Kbel 
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(Zika) 


Kleinbocken 
Bukovina M. 

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Klenau 
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(Scbmiedt) 


Kopce 
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(Boliulinský) 






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Prof. Dr. F. J. Stadniika. 



Dešťoměrná zpráva za měsíc leden 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Januar 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


Kytín 
Kytín 

(Hofimann) ■ 


Landstein 
Landštýn 

(Strolimajer) 


Langwiese 
Langwiese 

(Karásek; 


LauSeň ' 
Loučen 

(Strejček) 


Laun 
Louny 

(Kurz) 


Leitomysclil 
Litomyšl 

(Vajraucli) 


Libějic 
Libějice 

(Částka) 


Lichtenau 
Lichlíov 

(Speiling) 


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Lobosic 
Lovosice 

(llftiiamaun) 


Medouost H, 
Medonost 


Michelsberg 
Michalovice 

(Tlil) 


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■ 




















Prof. Dr. I 


\ J. Studu 


Íčka. 


\ 


































i 



Dešťoměrná zpráva za měsíc ledeu 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Januar 1887. 





Den měsíce j 
Monatstag 

Náwes 
Náves 

(MaSek) 


Nekrolř 
Nekmíř 

(Bauer) 


Nepomuk 
Nepomuk 

(Stopka) 


Neuhaus 
Hradec Jindř. 

(Scliöbl) 


Neuhäusel 
Nové Domy 

(Nestler) 


Neuhof b.Béch. 
Nový Dvür 

(NeUor) 


Neustadt 
Neustadt 

(Pischei) 


'S"« c 
3 3 s 

03 C .j= 


Nctiwelt 
Nový Svět 

(Jenč) 


Neuwiese 
Neuwiese 

(Bartel) 


Olbersdorf 1 
Olbersdorf \ 

(Böhm) 


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Pardubice 

(8oTn) 


Petrowic 
Petrovice 

(Barth) 1 


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Měsíc 
Monat 


Maader 
Mádr 

(Dada) 


Machendorf 
Machendorf 

(May) 


Milndryk 
Mfindryk 

(Macek) 


Marschendorf 
Maršov 

(Stelgerhof) 


Maschau 
Mašov 

(Makas) 


Meluik 
Mělník 

(Wiiiklor) 


Merklín 
Merklín 

(Brunnor) 


Millaii 
Mílový 

(Brostg) 


Mileschau 
Milešov 

(MnteuSok) 


Mireschowic 
Mirešovice 

(Beer) 


Mladějowic 
Mladějovice 

(Ahnesberger) 


Modlín 
Modlín 

(štipek) 


Morau-Ober 
Morava II. 

(Adámek) 


Mühlörzen 
Mileřsko 

(Sohmoloweký) 


Nepomuk!). Klenč 
Nepomuk uKlenč 

(Vokurka) 


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i 


1 


• 



Prof. Dr. F. J. Stadulíka. 



Bešťoměrná zpráva za měsíc leden 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Januar 1887. 





Den měsíce 11 
Monatstag 1 


Petschau 
Bečov 

(Ungei-) 


Pilgram 

Pelhřimov 

(MoUeuda 


Pilsen 
Plzeň 

(čipera) 


Písek 
Písek 

(Tonnei) 


Plass 
Plasy 

(Holeöek) 


Ploschkowic 
Ploškovice 

(Palmsteln) 


Ponéscbic 
Poněšice 

(Krob) 


Prag 
Praha 

(Studnlóka) 


Příbram 
Příbram 

(Lang) 


Proseč 
Proseč 

(žaak) 


Pürglitz 
Křivoklát 

(Buok) 


2 3 3 

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Rabenstein ' 
Rabstein 

(Bayer) 


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Reichenberg 
Liberec 

(Walter) 




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26 


— 


— 


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— 


— 


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— 


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— 


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— 


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— 


— 




27 


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28 


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— 


— 


— 




29 


— 


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— 




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— 


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30 


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31 


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— 


— 


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— 




Součet 
Summa 


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11s 


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113 


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10, 


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8. 


15 




Dni iúí 

Regtg. 


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8 


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10 


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3 


8 


7 




CS*- 

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ES 


Neuhäuseln 
Ncahäuseln 

(Oafgo) 


Neuhütte 
Neuhütte 

(Neumann) 


CS 


Nezdic 
Nezdice 

(Waliuann) 


ooS. 


Oemau 

Soběnov 

(Příhoda) 


Osek b. Kněz. 
Osek u Kněz. 

(šlma) 


Ossegg 
Osek 

(Felks) 


Paseka 
Paseky 

(Jablonský) 


Paseka b. Pros. 
Paseka u Pros. 

(Paďour) 


Pelestrow 

Pelestrov 

(Uuaalaw) 


■ Philippsberg 
Filipov 

(Kaikant) 


Pičkowic 
Býčkovice 

(Jebauizke) 


Plöckenstein 
Plöckensteia 

(Kopriwa) 


Podmoklic 
Podmoklice 

(Koudelka) 




Součet 
Simma 


8, 


13, 


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8 


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3 


4 


3 


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12 


4 


3 


3 


5 


1 



Prof. Dr. F. J. Studnička. 



DešComěrná zpráva za měsíc leden 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Januar 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Reitzenbain 1 
Reitzenbain 1 

(Womačka) 1 


Richenburg 
Richenburk 

(šllhavlček) 


Röhrsdorf 
Röhrsdorf 

(Ducke) 


Rokytnic 
Rokytnice 

(Ezoc) 


"rt" 

5: > ^ 

i 

00° 
Pí«& 


Rosenberg 
Rožmberk 

(Richter) 1 


Rosic 
Rosice 

(šťastný) 


Rothenhaus 
Hrádek Červ. i 

(Sachs) i 


Rudolfsthal 
Rudolfsthal , 

(Krámský) [ 


Rumburg 
Rumburk 

(Lenk) 


Ruppau 
Roupov 

(Lutz) 


Salmthal 
Salmthal 1 

(Poler) ! 


Seliattava 
Šatava 

(Amort) 1 

1 


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11 

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Součet 
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3 


5 


5 


11 7 


6 


4 


2 


7 6 






Měsíc 
Monat 


Polic 
Police 

(Johu) 


Politz-Ober 
Páleč Horní 

(Eachlor) 


Přerow-Alt 
Přerov Starý 

(Walter) 


Prorub 
Proruby 

(Knbolka) 


Psář 
Psářo 

(Woruor) 


Rapic 
Rapice 

(Zima) 


Reinwiese 
Reinwiese 

(Teuacbol) 


Rezek Forst. 
Rezek mysl. 

(SvoboJa) 


Riesenhain 
Riesenhain 

(Vorrolth) 


Rothoujezd 
Újezd Červ. 

(Kaltofen) 


Rothoujezd 
Újezd Červ. 

(Bulla) 


RudoltiJäg. H. 
Rudolťi mysl. 

(Werner) 


Sandau 
Žandov 

(Esohler) 


Sattel 
Sedloňov 

(Mooboť) 


Schöninger 
Klet 

(Krboíok) 






Součet 
Sninnia l| IO9 »4 


123 


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Dni deš(, 
Regtg. 


4 


5 


5 


8 


5 


4 


6 


3 


4 


10 


8 


8 


4 


9 


3 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



10 



DešComěrná zpráva za měsíc leden 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Januar 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Schwabin-Zbir. 
Svabín u Zbir. 

(Vaněk) 


Schwarzbach i 
Schwarzbach 

(Balllng) 


Sedl ' 
Sedlo 

(Eisscl) 


Skalic B. 
Skalice Č. 

(Valenta) 


Soběslau 
Soběslav 

(Kukla) 


Sofienschloss 
Sofienschloss 

(EoUor) 


Stěchowic 
Štěchovice 

(Paur) 


Stefanshöhe 
Štěpánka 

(Votoček) 


Storn 
Storn 

CŠtlpek) 


Stubenbach 
Prášily i 

(Bělohlávek) j 


Subschitz 
Zubčice 

(Uágek) 


Světlá b. Rch. 
Světlá u Lib. 

(Sluko) 


Tábor 
Tábor 

(Hromádko) 


Taus 
Domažlice 

(Weber) 


Tepl 1 
Teplá 

(Stoppnn) 1 






1 

2 
3 

4 

5 

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7 

8 

9 

10 

11 

12 

13 

14 

15 

16 

17 

18 

19 

20 

21 

22 

23 

24 

25 

26 

27 

28 

29 

30 

31 


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Summa 


10, 


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13, 


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Regtg. 


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5 


7 


5 


7 


5 


7 


6 


3 


9 


3 


6 


4 






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CO c 

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Schwanberg 
Krasikov 

(Leiner) 


Schweinitz 
Sviny Trhové 

(Beran) 


Schweissjäger 
Schweissjäger 

(Neumann) 


Senftenberg 
Žamberk 

(Němeček) 


Sichow 
Sichov 

(Kreíl) 


Siebengiebel 
Siebengiebel 

(Horák) 


Siebengründen 
Siebengründen 

(Hortenský) 


Skala 
Skála 

(Auerhann) 


Sloupne 
Sloupne 

(Nyklíček) 


Smiřic 
Smiřice 

(Goldmann) 


Smolotel 
Smolotely 

(Písařík) 


Sonnenberg 
Suniperk 

(Stein) 


Spitzberg 
Špičák 

(Hawel) 


Stehen 
Stebno 

(Klinger) 


Strassdorf 
Strassdorf 

fPřlblk) 






Součet 
Somma 


4« 


7i 


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17, 


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Regtg. 


3 


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3 


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3 


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13 


5 


9 


5 


10 


10 


1 


5 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



II 



Dešťomérná zpráva za měsíc leden 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Januar 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 1 


Thiergarten 1 
Obora mysl. i 

(VandaB) 


Tomic 
Tomice 

(Uryálek) 


a s-i 


Trčkadorf 
Trčkov 

(Friedrich) 


1 

Třebotow ; 
Třebotov j 

(de Pauli) 




Tumau 
Turnov 

(PellkoTský) 


Tynischt 
Týniště 

(Masner) 


unhošt 
Unhoát 

(Vořenllek) 


Wartenberg 
Wartenberk 

(Babik) 


03 eo « 

'0 'oj c 


Weisswasser ' 
Bělá 

(Peřina) 


Welhartic 
Velhartice ; 

(Schreiber) 




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1 1 

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9 

10 
11 
12 
13 
14 
15 
16 
17 
18 
19 
20 
21 
22 
23 
24 
25 
26 
27 
28 
29 
30 
31 


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Sininia 


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93 


143 


15« 


II5 


10, 


2, 


12, 


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28, 


15, 


64 


10, 


13, 


117 




Dnidesl 
Regtg. 


4 


3 


7 


11 


4 


6 


3 


2 


7 


4 


10 


5 


8 


4 


10 




1 Měsíc 
Monat 


Střem 
Střemy 

(Marok) 


Stříteř 
Střítež 

(Stoupa) 


strojedic 
Stroj edice 

(KnSplrek) 


Stupčic 
Stupčice 

(Velhaitloký) 


Swarow 
Svárov 

(Petror) 


Světlá 
Světlá 

(Saldier) 


Sýkora J. H. 
Sýkora mysl. 

(Heinrich) 


Tacblowic 
Tachlovice 

(Prlll) 


■au "^ 

53 -a 
Ö <a-S 


Thomas St. 
Sv. Tomáš 

(Lenz) 


Tünnitz 
Tnnice 

(JoBBt) 


Uhersko 
uhersko 

(Lindnor) 


Wčclákow 
Včelákov 

(Fischer) 


Weipcrt 
Vejprty 

(Lorenz) 


a 

'S«- 

ÜS & ' 




Součet 
Summa "t 


12, 


5s i 14, 


12s 


18, 


9, 


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Doide^t. 

Regtg. 


6 


10 


5 


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4 


4 


4 


6 


10 


5 


4 


4 


3 


13 


2 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



12 



Dešťoměrná zpráva za měsíc leden 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Januar 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Wiuterberg 
Vimberk 

(Němeček) 


Wittingau 
Třeboň 

(Krb) 


Wlaschim 
Vlašim 

(Gabriel) 


Wobrubec i 
Vobrubec 

(Hoke) 


Wojetin 
Vojetín 

(Řtowlk) 


Wordan 
Vordan 

(Kiimžák) 


Worlík 
Vorlik 

(Kublas) 


Wráž 
Vraž 

(Urban) 


=3 .2 
1-5 5 

.t. 


Zirnau 
Dříteň 

(Bezecný) 


Zlonic 
Zlonice 

(Kozel) 


Zwickau 
Cvikov 

(Homolka) 


ó 


Zdirec b. Chot. 
Ždirec u Chotb.' 

(1'aobolik) 


Žilina 
Žiliua 

(PráSa) 






1 
2 
3 
4 
5 
6 
7 
8 
9 

10 
11 
12 
13 
14 
15 
16 
17 
18 
19 
20 
21 
22 
23 
24 
25 
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30 
31 


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14* 

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Součet, 
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65 


134 


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12o 


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6 


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6 


10 


7 


8 


9 


5 






Měsíc 
Monat 


Weltrus 
Veltrusy 

(Melig) 


Werscheditz 
Verušice 

(Eckort-Hetzel) 


Westec 
Vestec 

(Končioký) 


Wildstein 
Vilštein 

(Opoleoký) 


Wysoká 
Vysoká 

(Tasf) 


Wysoká 
Vysoká 

(Syka) 


Zádolí 
Zádolí 

(Gtaff) 


Zbislawec 
Zbyslavec 

(Manlík) 


Zderadín 
Zderadiny 

(Homolka) 




Zeměch 
Zeměchy 

(Čejka) 


Zinnwald 
Cinwald 

(TaniUer) 


Zwoleňowes 
Zvoleňoves 

(SporI) 


Ždikau Gr. 
Ždikov V. 

(Knorre) 


.2§ 






Součet 
Simnia 


1 13. 

1 


4, 


9. 


63 


4b 


4. 


14e 


15o 


13, 


13o 


lil 


4o 


7s 


20, 


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1 Duldest 
Ißegtg. 


5 


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8 


3 


3 


5 


8 


2 


5 


3 


6 


2 


5 


4 


8 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



13 



Dešfoměrná zpráva za mésíc únor 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Februar 1887. 



Den mésíce 
Monatstag 


Alberitz ; 
Malměiíice 

(Novotný) i 


Althütten 
Staré Hutě 1 

(Gunthor) 1 


1 
'Si; 

š s ? 


Aussergefild 
Kvilda 

(Králík) 


Bäreuwalde 1 
Bärenwald 1 

(Plnsker) 


Beneschau 
Benešov 

(Kůrka) 


Bilin 
Bílina 

(Zeman) 


Binsdorf 
Binsdorf 

(Hahncr) 


Bistrau 
Bistře 

(KrySpIn) 


'S" 

Jit 


Bösig 
Bezděz 

(l^echtner) 


Borau 
Borová 

(Kohr) 


Braunau 1 
Broumov 1 

(Čtvrtečka) 1 


Brennporičen 
Puřiči Spál. 

(Prokůpek) 


Buchers 
Buchoří 


1 


1 mm 


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13 



















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14 








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19 


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28 


— 




— 


— 


— 


— 


— 


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— 


29 1 


— 




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— 


31 i 


— 


— 




— 


— 


— 


— 


— 


— 


— 


— 


Součet - 
Summa , ^s 


17, 1 173, 52, 363 : 93 1, 1 4, 

! 1 lil 


7. 5e 43 I 2I0 22, 


7, 26. 


.DQllieŠÍ. g 
iRegtg.; 


10 


15 


12 ' 10 


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11 


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Měsíc 
Monat 

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Součet ^ . 
Sgmma ,] ^*l : 


32, 3, 4, 264 ' 80 13, 11„ ' 7, 1 


23, 5, ' 105 ' 13e 


4. 


4o 


ÍĎnidešt: 
•Regtg.; 


12 


9 


3 


5 

i 


8 


4 1 


7 


7 i 

1 


8 


7 


6 


10 


3 

1 


3 


3 



(! Znamená tu bouřku.) (I Bedeutet hier ein Gewitter.) 



Prof. Dr. F. J. .Stuibilčka. 



14 



Dešfoměrná zpráva za měsíc únor 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Februar 1887. 



































^^^^^^mi 






Den měsíce 
Monatstag 


Buchwald 
Bučina 

(MaUuBchka) 


Chotzen 
Choceň 

(Endrys) 


Chotěboř 
Chotěboř 

(Ryba) 


Christianberg 
Křištanov 

(Rolf) 


Christianburg 
Kristianburk 

(Czech) 


Chrudim 
Chrudim 

(Bernhard) 


Cáslau 
Čáslav 

(Kathan) 


Cejkow 
Čejkov 

(Boháček) 


Cerma Böhm. 
Čerma Česká 

(Mallý) 


Černowic 
Černovice 

(Hazuka) 


čistá 
Čistá 

(Mládek) 


Deutschbrod 
Brod Německý 

(Dufek) 


Dobřan 
Dobřany 

(Obst) 


Dobřikow 
Dobřikov 

(Hailaser) 


Dobruška 
Dobruška 

(Plesnr) 








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2 


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13 





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14 





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15 





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16 





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17 





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18 





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19 





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20 





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31 


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7 


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10 






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Břišfan 
Břišfany 

(Procházka) 


Brník 
Brníky 

(Zechner) 


Brünnl 
Dobrá Voda 

(Raab) 


Buč 
Buč 

(Kotzorek) 


Budweis 
Budějovice 

(Soběslavský) 


Buštěhrad 
Buštěhrad 

(Molltor) 


Bzí 
Bzí 

(Bund) 


Chlomek 
Chlomek 

(Jttvftrek) 


Chotěschau 
Chotěšov 

(Hayne) 


Chrbina 
Chrbina 

(Schlmpke) 


'S"S ř 

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3 3 S 

00a 


Černic-Gr. 
Černice V. 

(Hahnel) 


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češtin 
Češtin 

(Böhm) 


čimelic 
Čimelice 

(PMda) 






Součet 
Samma 


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5 





Prof. Dr. P, J. Studnička. 



15 



Dešíoměrná zpráva za měsíc únor 1887, 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Februar 1887. 





Den měsíce 1 
Monatstag j 


Duppau 1 
Doupov 1 

(Zardu) I 


Einsiedel 
Mníšek 

(Caitellierl) 


Eisenberg 
Eisenberk 

(BIttner) 


Espenthor 
Espenthor 

(Morker) 


Falkenau 
Falknov 

(Uobrauer) 


Friedrichsthal 
Bedřichov 

(Kínechel) 


Fuchsberg 
Fuchsberk 

(Kalkant) 


Fünfhunden 11 

Pětipsy 

(Uodok) 1 


Grasslitz 1 
Kraslice 1 

'HRaílur) 1 


Habr 
Habr 

(HambOck) 


Hartenberg 
Hartenberk 

(Llcba) 


Heidedörfel 
Heidedörfel 

(Rödllng) 


Heiurichsgríin 
Jindřichovice 

(Gottfried) 


Hirschberg 
Doksy 

(Plno) 


Hirschbergen 
Hirschberk 

(Schmidt) 




1 
2 


mm 


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17 


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18 


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— 





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19 


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— 


— 


— 


— 


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— 


— 


— 








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— 




30 


— 


— 





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— 


— 


— 


— 




— 


— 


— 




— 


— 




31 


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Dni M. ' 

Regtg. 


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8 




Měsíc 
Monat 


Dobern 

Dobranov 

(Líloblcli) 


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Dobříš 
Dobříš 

(Kulabza) 


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Dymokur 
Dymokury 

(Uulmer) 


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Eisenstein 
Eisenstein 

(Bormauu) 


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Qí OJ 3 
's 3 E 


Frimburg I 
Na Frimburku 

(Hellor) 


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•2 33 


Fürstenhut 
Knížeplán 

(Kuydl) 


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S-JÍ3 


Geortísberg 
Rín 


Görsbach 
Gersbach 

(Plotech) 


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1 




Součet 
Samma 


7o 


3, 


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61 




Dni íeší, 
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7 


9 1 

1 


10 


5 


5 


5 


5 


8 


5 



Prof. Dr. F. J. Stodniika- 



lü 



Dešťoměrná zpráva za měsíc únor 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Februar 1887, 





Den měsíce 
Monatstag 


Hlawno Kostel. || 
Hlavno Kostel. | 

(Jlölzer) 11 


Hlinsko 
Hlinsko 

(Uozvoda) 


Hochwald 
Hochwald 

(Schulz) 


Hohenelbe 
Vrchlabí 

(Kubrj-cht) 


Hohenfurt 
Brod Vyšší 

(Enslén) 


Horažďowic 
Horažďovice 

(Krause) 


Hořín 
Hořín 

(Kubít) 


>> 

co co 

"o'c -g 

MM 


Hurkenthal 
Hůrka 

(Blnsobek) 


laselthal 
Inselthal 

(Nlckci-l) 


Jahodow i 
Jahodov 

(Chlumecký) 


Jičín 
Jičín 

(Vaňaus) 


Jizbic 
Jizbice 

(Jtlcbiilok) 


Jungbunzlau 
Boleslav Ml. 

(šámnl) 


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19 
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21 
22 
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24 
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27 
28 
29 
30 
31 


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5 


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6 


9 


9 


8 6 


5 


3 


7 




Měsíc 
Monat 


Grafongrün 
Grafen grün 

(Klleber) 


Gratzen 
Nové Hrady 

(Newlach) 


Grossbürglitz 
Vřešíov 

(Mülek) 


Grottau 
Hrádek 

(Moliaupt) 


Grulich 
Králíky 

(Holub) 


Hauichen 
Hanichen 

(Neuwinger) 


Harabaska 
Harabaska 

(Schneider) 


Hauska 
Houska 

(Holý) 


Hlawic 
Hlavice 

(Srb) 


Hochchlumec 
Chlumec Vys. 

(MelUva) 


Hochpetsch 
Bečov 

(šrámek) 


Hořelic 
Hořelice 

(Schlöoht) 


Hořeňowes 
Hořeůoves 

(Kozik) 


Horka Gr. 
Horka V- 

(Syrový) 


.2§ 




Součet 
Snmina 


6. 


93 


64 


153 


31, 


42s 


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24, 


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Regtg. 


10 


5 


5 


8 


11 


8 


3 


3 


8 


4 


9 


2 


6 


5 


3 



Prof. Di. f. J. Studnička. 



17 



Dešfomérná zpráva za měsíc únor 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Februar 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


Kallich 
Kalich 

(Langeoauer 1 


Kaltenbach 
Nové Hutě 

(Sclinnrpfoil) 


Kaltenberg 
Kaltenberk 

(Chnrvilt) 

Kamaik a. d. M.i 
Kamýk n. V. 

(Kořínek) I 


Kamnitz-B. 
Kamenice C. 

(Pompe) 


Kaplic 
Kaplice 

(Vokoun) 


Karlstein b.Svr.; 
Karlstein u Svr.i 

(Sohlmanek) 1 


Klattau 
Klatovy 

(Nešpor) 


Köuigswart 
Kinžwart 

(Staronscliek) 


Kohoutow 
Kohoutov 

(Scliuplk) 


Kolín 
Kolín 

(Potftčok) 


Kreuzbuche 1 
Kreuzbuche 1 

(Oteenweller) 1 


Kruniau 
Krumlov 

(Fukorek) 


Kukus 1 
Kukus 

(Neamann) 


Kulm b. Karb. 
Chlumec u Ch. 

(Proohiika) 




1 


mm 1 mm 


mm 


mm 


mm 


mm 


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mm 


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14 





Prof. Dr. F. J. Stndnlikn. 



18 



Dešťoměrná zpráva za měsíc únor 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Februar 1887. 





Den měsíce 1 
Monatstag 


Kytin 
Kytín 

(Hoifmann) 1 


Landstein 
Landštýn 

(Strohmayer) 


Langwiese 
Langwiese 

(KaräseV 


Laučeň 
Loučen 

(Strejček) 


Laun 
Louny 

(Kurz) 


Leitomyschl 
Litomyšl 

(Vajrauch) 


Libějie 
Libějice 

(Öäälka) 


Lichtenau 
Lichkov 

(Sperling) 


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Lobosic 

Lovosice 

(Hauatnann) 


K 

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000 

OJ O) L? 


1 

Michelsberg 
Michalovice 

(Tlil) 


Mies 
Stříbro 

(Tobenszky) 


Milčíu 
Milčín 

(Tlsoblor) 


Moldautein 
Vltavotýn 

(Sakiř) 






1 
2 
3 
4 
5 
6 
7 
8 
9 
10 
11 
12 
13 
14 
15 
16 
17 
18 
19 
20 
21 
22 
23 
24 
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28 
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31 


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Kostelec n. 0. 

(Spiegel) 


Kosten 
Kostov 

(Bittner) 


Křič 
Křič 

(Popelka) 


Kronporiéen 
Korunní Poříč 

(Tredl) 




Kurau 
Korouhev 

(Svoboda) 


Kuteslawic 
Chudoslavice 

(Beran) 


Kwětow 
Květov 

(Jiskra) 


Langendorf 
Dlouhá Yes 

(Friedl) 


Laubendorf 
Limberk 

(Jauisch) 


Lhota Sár. 
Lhota Šárov. 

(Miilok) 


Libochowic 
Libochovice 

(lloíbauer) 


Lichtenwald-0. 
Lichtenwald H. 

(Duflplwa) 


Lidic 
Lidice 

(Slrúčok) 


Liebwerd T. 
Libverda u D. 

(Lledl) 






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Regtg. 


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4 


8 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



19 



Dešťoměrná zpráva za měsíc únor 1887. 
Ombrometrisclier Bericht für den Monat Februar 188 





Den měsíce 1 
Monatstag 1 


Náwes II 
Náves 1 

(Málek) II 


Nekmíř 
Nekmíř 

(Baner) 


Nepomuk 
Nepomuk 

(Stopka) 


Neuhaus 
Hradec Jindř. 

(Schöbl) 


Neuhäusel 
Nové Domy 

(Nestler) 


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3 P.3 
(U • 


Neustadt 
Neustadt 

(Fischer) 


Neuthal 
Neuthal 

(CharvAt) 


Neuwelt 
Nový Svět 

(Jenč) 


Neuwiese 
Neuwiese 

(Barlcl) 


Olbersdorf 1 
Olbersdorf \ 

(Böhm) 1 


Osserhütte 1 
Osserhütte 1 

(Schwelger) 1 


^ > Jí' 


Pardubic 
Pardubice 

(Sova) 


Petrowic 
Petrovice 

(Barth) 






1 
2 


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12 


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13 


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14 


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15 


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17 


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19 


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30 


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31 


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Součet 
Summa 


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Regtg. 


4 


3 


7 


7 


5 


4 


4 


7 


9 


12 


12 


8 


4 


7 


6 






Měsíc 
Monat 


Maader 
Mádr 

(Čada) 


Machendorf 
Machendorf 

(May) 




Marschendorf 
Maršov 

(Stelgorhof) 


Maschau 
Mašov 

(Makas) 


Melnik 
Mělník 

(Winklor) 


Merklín 
Merklín 

(Brunner) 


Millau 
Mílový 

(BroBlg) 


O) O) 


Mireschowic 
Mirešovice 

(Beer) 


Mladějowic 
Mladějovice 

(Almesberger) 


Modlín 
Modlín 

(štipek) 


Morau-Ober 
Morava H. 

(Adilmek) 


Mühlörzen 
Mileřsko 

(Schmelowaký) 


Nepomukb.Klenč 
Nepomuk uKlenč 

(Vokarkn) 






Součet 
Samma 


22. 


302 


173 


22, 


4o 


4o 


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333 


4o 


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12, 


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9 


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12 


9 


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4 


7 


12 


3 


4 


5 


4 


11 


8 


5 





Prof. Dr. F. J. Sludulíka. 



20 



Dešťoměrná zpráva za měsíc únor 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Februar 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Petschau 
Bečov 

(Dnger) 


Pilgram 

Pelhřimov 

(MoUeoda 


Pilsen 
Plzeň 

(čipera) 


Písek 
Písek 

(Tonner) 


Plass 
Plasy 

(Holeček) 


Ploschkowic 
Ploškovice 

(Palmsteln) 


Ponáschic 
Poněšice 

(Krob) 


Prag 
Praha 

(Studnička) 


Příbram 
Příbram 

(Lang) 


Proseč 
Proseč 

(žaak) 


Pürglitz 

Křivoklát 

(Buck) 


Pürstliug 
Pürstlink 

(Sckimaun) 


Rabenstein 
Rabštein 

(Bayer) 


Rakonitz 
Rakovník 

(Fabouu) 


Reichenberg 
Liberec 

(Walter) 






1 
2 
3 

4 

5 

6 

7 

8 

9 

10 

11 

12 

13 

14 

15 

16 

17 

18 

19 

20 

21 

22 

23 

24 

25 

26 

27 

28 

29 

30 

31 


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Regtg. 


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1 


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6 


4 3 


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5 9 4 


8 


9 






Měsíc 
Monat 


Nenhäuseln 
Neahäuseln 

(Gafgo) 


Neuhütte 
Neuhütte 

(Neumann) 


las. 


Nezdic 
Nezdice 

OValmann) 


Obisch 

Obíš 

(Arnošt) 


Oemau 
Soběnov 

(Příhoda) 


Osek b. Kněz. 
Osek u Kněz. 

(šima) 


Ossegg 
Osek 

(Feiks) 


Paseka 
Paseky 

(Jablonský) 


Paseka b. Pros. 
Paseka u Pros. 

(Paďour) 


Pelestrow 
Pelestrov 

(Kosalaw) 


Philippsberg 
Filipov 

(Kalkant) 


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CD 

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(P55 


Plöckenstein 
Plöckenstein 


Podmoklic 
Podmoklice 

(Koudelka) 






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Regtg. 1 


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3 


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3 


9 


10 


2 


6 




3 


5 


4 1 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



21 



DešComěrná zpráva za měsíc únor 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Februar 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


Reitzenhain 
Reitzenhain 

(Womačka) 


aas 

(U CD » 

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-. 

Röhrsdorf 
Röhrsdorf 

(Ducke) 


Rokytnic 
Rokytnice 

(Ezer) 


'čí 


Rosenberg 
Rožmberk 
(Richter) 


Rosic 
Kosice 

(Štestný) i 


Rothenhaiis 
Hrádek Červ. 

(Sachs) 


Rudolfsthal 
Rudolfsthal 

(Krámský) 


Rumburg | 
Rumburk 

(Lenk) 


1 

Ruppau 
Roupov 

(Lutz) 


Salmthal 
Salmthal 

(Peter) 


Schattava 
Šatava 

(Amort) 


Schlosswald {| 
Schlosswald j 

(Ularsa) 1 


Schueeberg i 
Sněžník I 

(Linhart) 1 




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18 


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8 


5 


5 


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8 


9 


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Měsíc 
Monat 


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Regtg. 


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4 


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3 


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6 


7 


8 


1 

13 


6 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



22 



Dešťoměrná zpráva za měsíc únor 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Februar 1887. 







































Den měsíce 
Monatstag 


NN 

a - 
-a « = 

02>02E 


Schwarzbach 
Schwarzbach 

(BalUng) 


Sedl 
Sedlo 

(RIsscl) 


Skalic B. 
Skalice Č. 

(Valenta) 


Soběslau 
Soběslav 

(Kukla) 


Sofienschloss 
Sofienschloss 

(Boiler) 


Stěchowic 
Štěchovice 

(Paur) 


Stefanshöhe 
Štěpánka 

(Votočok) 


Storn 
Storn 

(štipek) 


Stubenbach 
Prášily 

(BělohUvek) 


^ 05 

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Cß>0 

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CCNS 


Světlá b. Rch. 
Světlá u Lib. 

(Sluka) 


Tábor 
Tábor 

(Hrom4dko) 


Taus 
Domažlice 

(Weber) 


Tepl 
Teplá 

(Stoppan) 




1 


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13 


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14 


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20 


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Součet 
Summa 


12, 


15, 


3. 


14, 


6a 


262 


25 


32, 


102 


21 


119 


26, 


23 


44 


33 




Dni deší. 

Regtg. 


9 


7 


5 


8 


6 


9 


4 


10 


9 


11 


5 


8 


3 


4 


7 




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M S 

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ES 


Schwanberg 
Ki-asikov 


Schweinitz 
Sviny Trhové 

Ber 


Schweissjäger 
Schweissjäger 

(Neumann) 


Senftenberg 
Žamberk 

(Němeček) 


Sichow 
Sichov 

(Krell) 


Siebengiebel 
Siebengiebel 

(Horák) 


Siebengründen 
Siebengründen 

(Hortenský) 


Skala 
Skála 

(Auerhann) 


Sloupno 
Sloupno 

(Nykllček) 


Smiřic 
Smiřice 

(Goldmann) 


Smol otel 
Smolotely 

(Písařík) 


Sonnenberg 
Suniperk 

(Stelu) 


Spitzberg 
Špičák 

(Hawel) 


Stehen 
Stehno 

(Klinger) 


Strassdorf 
Strassdorf 

(Přlblk) 




Součet 
Summa 


9„ 


3, 


12« 


29, 


Os 


39 2 


403 


145 


6. 


129 


33 


123 


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89 




Dni deší. 
Regtg. 


4 


5 


5 


7 


1? 


8 


12 


10 


6 


9 


3 


6 


12 





6 



Prof. Dr. F. J. Studnička. 



23 



DešComěrná zpráva za měsíc únor 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Februar 1887. 





09 


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Tomic 
Tomice 

(Drvdlek) 


Tomkowkí 
Tomkovka 

(Uolub) 


Trčkadorf 
Trčkov 

(Friedrich) 


Třebotow 
Třebotov 

(de Pauli) 


Turnau 
Turnov 

(PoilkoTský) 


Tynischt 
Týniště 

(Masner) 


Unhošt 
unhošt 

(VoženUek) 


Wartenber 
Wartenhei 

(Bubák) 


Weissbach 
Weissbach 

(EJntzI) 


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Wenzelsdo 
Václavov 

(Ru8) 


Wierau 
Vírov 

(Topltscli) 


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(NoTák) 








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15 










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17 


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Střem 
Střemy 

(Marek) 


Stříteř 
Střitež 

(Stoupa) 


Stroj edic 
Stroj edic 

(Kaäplrek) 


Stupčic 
Stupčice 

(Velhattlok 


Svrarow 
Svárov 

(Petrař) 


Světlá 
Světlá 

(Soldlor) 


Sýkora 3 
Sýkora e 

(Heinrich) 


Tachlowi 
Tachlovi 

(PrUl) 


annenber 
anenberk 

(Erben) 


Thomas 
Sv. Tomi 

(Lenz) 


Türmitz 
Trmice 

(J08St) 


Uhersko 
Uhersko 

(Lindnor) 




Wcipert 
Vejprty 

(Lorenz) 


Weliescli 
Vclešín 

(Yaneyn) 






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13 


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Regtg.J 








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Prof. Dr. F. J. Studnička. 



24 



Dešťoměrná zpráva za měsíc únor 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Februar 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


Wiuterberg 
Vimberk 

(Némeíek) 


Wittingau 
Třeboň 

(Krb) 


Wlaschim 
Vlašim 

(Gabriel) 


Wobrubec 
Vobrubec 1 

(Hoke) 


Wojetin 
Vojetín 

(Štowlk) 


Wordan 
Vordan 

(Kumžák) 


Worlík 
Vorlik 

(Kablas) 


Wráž 
Vraž 

(Urban) 




Zirnau 
Dříteu 

(Bezecný) 


Zlonic 
Zlonice 

(Kozel) 


Zwickau 
Cvikov 

(Homolka) 


Žďár b. Rokyc. 
Žtfár u Rokyc. 

(Hořice) 


Zdirec b. Chot. 
Ždirec u Chotb. 

(Paobollk) 


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1 

2 

3 

4 

5 

6 

7 

8 

9 

10 

11 

12 

13 

14 

15 

16 

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18 

19 

20 

21 

22 

23 

24 

25 

26 

27 

28 

29 

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10 


7 


6 


10 


2 




Měsíc 
Monat 


Weltrus 
Veltrusy 

(Melig) 


Werscbeditz 
Verušice 

(Eckert-Hetzol) 


Westec 
Vestec 

(Koučický) 


Wildstein 
Vilštein 

(Opoleoký) 


Wysoká 
Vysoká 

(Tast) 


Wysoká 
Vysoká 
(Syha) 


Zádolí 
Zádolí 

(Graff) 


Zbislawec 
Zbyslavec 

(Manlfk) 


Zderadin 
Zderadiny 

(Homolka) 


'03 'Ö3 řb 


Zeměch 
Zeměchy 

(čejka) 


Zinnwald 
Cinwald 

(Tandler) 


Zwoleňowes 
Zvoleňoves 

(Speri) 


Ždikau Gr. 
Ždikov V. 

(Knorre) 


Žiwotic 
Životice 

(Skala) 




Součeť 
Soraraa !í 3. 


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4 


5 


3 


3 


7 


6 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



25 



DešComěrná zpráva za měsíc březen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat März 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


Alberitz 
Malměřice 

(No?utný) . 


Althütten 
Staré Hutě 

(Gllnthor) 


Aupa-Klein 
Oupa Malá 

(Hrooh) 


Aussergeflld 
KvUda 

(Králík) 


Bärenwalde 
Bärenwald 

(Plnsker) 


Beneschau 
Benešov 

(Kůrka) 


Bilin 
Bílina 

(Zeman) 


Binsdorf 
Binsdorf 

(Hahncr) 


Bistrau 
Bistré 

(Kryšpln) 


Blatná 
Blatná 

(BaBtAČ) 


Bösig |l 
Bezděz 1 

(Fechtner) I 


Borau I 
Borová 1 

(Rohr) 1 


Braunau 
Broumov 

(Čtirteika) 


Brennporičen 
Poříčí Spál. 

(ProkSpok) 


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43 1 


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37o 


62, 


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34o 


78, 


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18 


23 


20 


19 


18 


13 


18 


18 


13 


19 


13 20 

! 


17 


16 


Měsíc 
Monat 

Adolfsgriiu 
Adolfsgrüu 

(Walter) 


Aicha, B. 
Dub Český 

(Schiller) 


.2.2I 
> > 5 
s 

mmS- 


Bezno 
Bezno 

(Švejcar) 


Biela 
Bělá 

ÍBornatzky) 


Bilichow 
Bilichov 

(Koldlnský) 


Bistric a. d. A. 
Bistřice u. U. 

(HöU) 


Bitow 
Bítov 

(Kocbolatý) 


Bohnau 
Bauín 

(Prutsohek) 


Bohouškowic 
Bohouškovice 

Hauber) 


Braudeis a. d. E. 
Brandeis n. L. 

(Zalabák) 


Brauna 
Branná 

(Mukovský) 

Branžow 
Braužov 

(Blen) 


Břeskowic 
Břeskovice 

(Šimek) 


Břewnow 
Břevnov 

(Kutzer) 


Součet 
Somma ! 


63 5 


76 1 


30o 


385 


66 j 


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69o 


70, 


16, 


45s 


Dni deší. 

Regtg. 1 

(1 


20 


17 


15 


17 


18 


14 


18 


17 


16 


14 


18 


14 


12 


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17 


Znamei 


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uřku.) 


(1 Bedeu 


tet hier 


ein Gew^ 


itter.) 








Prof. 


Dr. F. J. 


Studnička 




3 



26 



Dešťoměrná zpráva za měsíc březen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat März 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Buchwald 1 
Bučina 1 

(železný) [ 


Chotzen 
Choceň 

(Endrys) 


Chotěboř 
Chotěboř 

(Ryba) 


Christianberg 
Křišťanov 

(RulO 


Christianburg 
Kristianburk 

(Czech) 


Chrudim j 
Chrudim 

(Borubard) 


Čáslau 
Čáslav 

(Kuthan) 


Cejkow 
Čejkov 

(Bohiifek) 


•a m 

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>o>oS, 


Černowic 
Cernovice 

(Hazuka) 


Čistá 
Čistá 

(Mládek) [ 


Deutschbrod 
Brod Německý 

(Dafek) 


Dobřan 
Dobřany 

(ObBt) 


Dobřikow 
Dobřikov 

(Hnusser) 


Dobruška 1 
Dobruška 

(Flosar) 




1 


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17 


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1/ 




Součet 
Somina 


124^ 


53o 


51s 


32, 


76, 


38o 


47, 


36e 


45e 


88 e 


273 


223 45, 523 


29« 




Uni déšť. 
Regtg. 


17 


15 


18 


10 


19 


20 


16 


18 


16 


13 


16 


14 


7 


12 


13 




Měsíc 
Monat 


Břišťan 
Břišfany 

(Procbilzka) 


Brnik 

Brniky 

(Zecbner) 


Brünnl 
Dobrá Voda 

(Raab) 


Bnč 
Buč 

(Eotzorek) 


SS 


Buštěhrad 
Buštěhrad 

(Molllor) 


Bzi 
Bzí 

(Bund) 


a a s 


Chotěschau 
Chotěšov 

(Hayne) 


Chrbina 
Chrbina 

(Schimpke) 


Chrustenic 
Chrustenice 

(Hereeobowský) 


Černic-Gr. 
Černice V. 

(Habnol) 


Černilow 
černilov 

(Horiíek) 


češtin 
Češtin 

(Böhm) 


čimelic 
čimelice 

(Přáda) 




Součet 
Snmma 


45, 


67^ 


54, 


493 


52^ 


35o 


29, 


37, 


33s 


484 


52, 33, 


262 


61 1 


40s 




Ünidest 
Regtg. 


18 


14 


15 


17 


14 


12 


14 


14 


12 


11 


15 


10 


19 


16 


15 



Prof. Dr. F. J. Studnlčk», 



27 



Dešťoměrná zpráva za měsíc březen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat März 1887. 





Den měsíce 
Monatslag 


a, 3'2 

3 o = 

1 


Eiusiedel 
Mníšek 

(Curtelliorl) 


taoJä 

3 a Ji 


Espenthor 1 
Espenthor II 

(Merker) 


Falkenau 
Falknov 

(Dobrauer) 


Friedrichsthal 
Bedřiehov 1 

(KlnBChel) 1 


Fucbsberg 
Fucbsberk 

(Kalkuiit) 


Fünfhunden 
Pětipsy 

(llodek) 


Grasslitz 
Kraslice 

(ROsslor) 


Habr 
Uabr 

(HambOok) 


Sf-ä as &-5 

OJ aj -I? 1 OJ 5 •-;.-■= 

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ň csS . a a s aja = 


Hirschberg 
Doksy 


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2/ 






31 


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7/ 


2/ 


6/ 


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3/ 


4o* 






Součet, 
Samma 


683 


IOI4 


7I9 47^ 


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79o 


69, 


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45o 


62, 


47, . 


77, 






Dni deK. 
Kegtg.' 


19 


15 


13 


19 


17 


19 


15 


10 


14 18 


15 


14 


12 


16 


18 






Měsíc 
Monat 


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B Sä 

— ■ -Z' -2 ( 

GQd 


09 ' 

CD 


Dobříš 
Dobříš 

(Kalubza) 


Dobschic 
Dobšica 

(Eilolbauer) 


Dymokur 
Dymokury 

(Reimer) 


i .a .2 

lil '.11 i 

HOS f^^Z 


Freudenhöhe 
Freudenhöhe 

(]Iorgmaiili) 


Frimburg 
Na Frimburku 

(Heller) 


Frühbuss 
Příbuzy 

(Lolstnor) 


Fürstenhut 
Knížcpián 

(Koi-dl) 


Si4 

1 1 

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30 Jí 

£ř i 


Görsbach 
Gersbach 

(IMotBCll) 


a 

JSI 






Součet i 
Summa 


34, 49^ 


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61 2 


37, 


35, 


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33o 


543 


22, 






Dni Mí 
Regtg. 


18 


13 

1 


7 , 
1 


17 


12 


16 


18 


21 


16 


18 


10 


12 


13 


19 


10 





Prof. Dr, F. J. Stndnlika. 



3* 



28 



Dešťoměrná zpráva za měsíc březea 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat März 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Hlawno Kostel. 1 
Hlavno Kostel. | 

(Molzer) 1 


Hlinsko 
Hlinsko 

(Rozroda) 


Hochwald 
Hochwald 

(Schulz) 


Hohenelbe 
Vrchlabí 

(Kubrycht) 


Hohenfurt 
Brod Vyšší 

(Enalén) 


Horažďowic 
Horažďovice 

(Krause) 


Hořín 
Hořín 

(Kubát) 


3 s„ 

rf3 ja n 

aa-s- 


Hurkenthal 
Hůrka 

(Blascbek) 


Inselthal 
Inselthal 

(NIckerl) 


Jahodow 
Jahodov 

(Clilumecký) 


Jičín 
Jičín 

(Vaň aus) 


Jizhic 
Jizbice 

(Mlohilek) 


Jungbunzlau 
Boleslav Ml. 

(äamal) 


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13 


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23 


4. 




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24 


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33 


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7o* 


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2o* 






31 


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5/ 


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60* 


Is* 


24* 


Or* 


Os* 




5s* 






Součet 






1 




























Snmma 


32, 


60, 


41 5 


80, 


504 


46, 


31« 


32o 


II80 


974 


64s 


40, 


383 


40t 


49a 






DttideSť. 
Regtg. 


18 


14 


14 


14 


18 


14 


10 


15 


19 


17 


15 


16 


14 


12 


17 






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Grafongr 
Grafengr 

(Kiteber) 


gas- 

ts g; ř 
OisS 


Grossbüi 
Vřešťov 

(Míllek) 


Grottau 
Hrádek 

(Molmnpt) 


Grulich 
Králíky 

(Holubi 


Hauichen 
Hanichen 

(Nenwingor 


Harabask 
Harabasli 

(Schneider) 


Hauska 
Houska 

(Holý) 


Hlawic 
Hlavice 

(Srb) 


Hochchlu 
Chlumec 

(Melllítt) 




Hochpets 
Bečov 

(Sramek) 


Hořelic 
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(Schlooht) 


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Horka V- 

(Syrový) 


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Summa 


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14 


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14 


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15 


12 


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14 


14 


16 


16 1 





Prof. Di. f. J. Studnlčkii. 



29 



Dešťoměrná zpráva za měsíc březen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat März 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


Kailich 
Kalich 

(Langenauor í 


Kaltenbach 1 
Nové Hutě i 

(SohnurpfeU) I 


Kaltenberg 1 
Kaltenberk 1 

(Charvát) 1 


Kamaik a. d. M. 1 
Kamýk n. V. 1 

(Eořlnok) 1 


Kamnitz-B. i 
Kamenice C. I 

(Pompe) 1 


Kaplic 1 
Kaplice 1 

(Vokoun) 1 


Karlstein b.Svr. 
Karlstein u Svr. 

(Sohlmanek) 


Klattau 
Klatovy 

(Nešpor) 


Königswart 1 
Kinžwart {1 

(Staronflchok) il 


Kohoutow 
Kohoutov 

(Sohnplk) 


Kolín 1 

Kolín 1 

(Potfiíek) II 


Kreuzbuche 1 
Kreuzbuche 1 

(Schumall) 

— 


Krumau 
Krumlov 

(Fnknrek) 


Kukus 
Kukus 

(Neumann) 


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332 

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383 


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35e 32o 


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19 


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11 


21 


15 


' 15 


16 i 16 


19 15 15 


18 




Měsíc 
Monat 


Hrádek Def. 
Hrádek Def. 

(BlnkouS) 


Hradischt 
Hradiště 

(Plcker) 


Huben w 
Hubenov 

(šál) 


Jasená 
Jasená 

(Novák) 


Jeloní-Ober 
Jelení Horní 

(Dcer) 

Jenč 
Jenč 

(Ilttoker) 


Ješín 
Ješín 

(DUrrl) 


Johann St. 
Sv. Jan Ncp. 

(Sauba) 


Jobnsdorf 
Janovice 

(Knlllol) 


Kaaden 
Kadaň 

(Sohnoí(lor) 


Kališt b. Hump. 
Kalištu Hump. 

(Sagi; 


Kbel 
Kbely 

(Zika) 


Kleinbockcn 
Bukovina M. 

(Czlrnlch) 


Klen au 
Klenová 

(Rchmioill) 


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Souče 
Summa 


*«> 


395 


53, 


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48, 


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18 


12 


13 


15 


19 





Prof. Dr. F. J. Stndnlčka. 



30 



Dešťoměrná zpráva za měsíc březen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat März 1887. 



Den měsíce || 
Monatstag 1 


Kytín 1 
Kytín 1 

(Hoifmann) 1 


Landstein 
Landštýn 

(StroUmayer) 


Langwiese 
Langwiese 

(Karásek) 


Laučeň 
Loučen 

(Strejček) 


Laun 
Louny 

(Kurz) 


Leitomyschl 
Litomyšl 

(Vajraucb) 


03 

.2:21? 
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33'S 


Lichtenau 
Lichkov 

(Sperling) 


^35. 


Lob sic 
Lovosice 

(Hanamann) 


Medonost H. 
Medonost 

(Woll) 


Michelsberg 
Michalovice 

(TiU) 


Mies 
Stříbro 

(Tebenszkj) 


Milčín 
Milčín 

(Tlaohler) 

1 


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2 
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24, 


433 


393 


61. 


66, 


32^ 


473 


37x 


34, 


67, 


533 


De! deE. 

Regtg. 


12 


19 


22 


12 


11 


16 


14 


12 


17 


12 


17 


17 


12 


17 


13 


0» s 
X» o 

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Kostelec- A. 
Kostelec n. 0. 

(Spiegel) 


Kosten 
Kostov 

(Bittner) 


Křič 
Křič 

(Ponelktt) 


Ki-onporičen 
Korunní Poříč 

(Tredl) 


Kupferberg 

Měděnec 

(Pták) 


Kurau 
Korouhev 

(Svoboda) 


Kuteslawic 
Chudoslavice 

(Beran) 


Kwětow 
Květov 

(Jiskra) 


Langendorf 
Dlouhá Ves 

(Frledl) 


Laubendorf 
Limberk 

(Janlsck) 


Lhota Šár. 
Lhota Šárov. 

(Málek) 


Libochowic 
Libochovice 

(Hofbauer) 


Lichtenwald-O. 
Lichtenwakl li. 

(DuBpiwa) 


Lidic 
Lidice 

(Slrúček) 


Liebwerd T. 
Libverda u D. 

(Llodl) 


Součet 
; Snmma 


363 


38 e 


373 


395 


794 


— 


64. 


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59, 


593 


44, 


30s 


9O5 


45o 


453 


:DniMt. 

Regtg. 


15 


15 


14 


11 


20 


— 


14 

1 


16 


19 


13 


16 


11 


17 


14 


16 



Prof. Dr. F. J. Stndnidka. 



31 



DešComěrná zpráva za měsíc březen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat März 1887r 



JDen měsíce 1 
Monatstag 1 


Náwes II 
Náves 1 

(Maiek) II 


Nekmíř 
Nekmíř 

(Bauer) 


Nepomuk 
Nepomuk 

(Stopka) 


Neuhaus 
Hradec Jindř. 

(Schobl) 


Neuhäusel 
Nové Domy 

(Nestler) 


Neuhof b.Béch. 
Nový Dvůr i 

(Neber) 


Neustadt 
Neustadt 

(Fischer) 


Neuthal 
Neuthal 

(CharvAt) 


Neuwelt 
Nový Svět 

(Jenf) 


Neuwiese 
Neuwiese 

(Bartel) 


Olbersdorf 
Olbersdorf j 

(Böhm) 1 


Osserhütte 
Osserhütte 

(Schweiger) 


Pacow 1 
Pacov 1 

(NoTAk) 1 


Pardubic 
Pardubice 

(SOTO) 


Petrowic 
Petrovice 

(Barth) 




1 


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39, 


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45, 


47, 


74s 


995 


117^1 100, 90o 


131 J 58, 


46, 


47. 




Regtg. 


8 


16 


15 1 13 


17 


18 


19 


20 


17 


19 


19 14 


14 


16 




Měsíc 
Monat 


Maader 
Mádr 

(Čada) 


Machendorf 
Machendorf 

(May) 


Mändryk 
Mendryk 

(Macek) 


Marschendorf 
Maršov 

(Stelgerhof) 


Maschau 
Masov 

(Makas) 


Melnik 
Mělník 

(Winkler) 


Merklín 
Merklín 

{Brnnner) 


Millati 
Mílový 

(Brosíg) 


Mileschau 
Milesov 

(MatoaSek) 


Mireschowic 
Mirešovice 

(Beer) 


Mladějowic 
Mladějovice 

(Almesberger) 


Modlín 
Modlín 

(štipek) 


Morau-Obor 
Morava IT. 

(Adiimek) 


3 S 

N S Ě: 

S.£| 

all 


1 

Nepomnkb.Klenč 
Nepomuk uKlenč 




Součet 
Snmma 


1375 


Öls 


38, 


79s 


203 


23o 


31, 


883 


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36, 45„ 


69, 


61, 


115o 




;Dii deid 
ißegtg. 


20 


17 


17 


16 


4 


14 


11 


25 


10 


13 


19 


16 


15 


20 


18 





Prof. Dr. F. J. Studulík». 



32 



Dešťoměrná zpráva za měsíc březen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat März 1887. 





Den měsíce ll 
Monatstag 1 


Petschau 1 
Bečov 1 

(ünger) 1 


Pilgram 
Pelhřimov 

(MoUenda 


Pilsen 
Plzeň 

(čipera) 


Písek 
Písek 

(Tonner) 


Plass 
Plasy 

(Holeček) 


Ploschkowic 
Ploškovice 

(Palmsteln) 


Poněschic 
Poněšice 

(Kroh) 


Prag 
Praha 

(Studnička) 


Příbram 
Příbram 

(Lang) 


Proseč 
Proseč 

(žaak) 


Pürglitz 
Křivoklát 

(Buok) 


Pürstling 1 
Pürstlink 1 

(Sohlmann) 1 


Rabenstein 
Rabätein 

(Bajor) 


Rakonitz 
Rakovník 

(Fahoun) 


Reichenberg 
Liberec 

(Walter) 




1 


mm 


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1/ 


2/ 


10/ 




Součet 
Sninma 


76, 


509 


32, 


29^ 


43, 


39j 


53, 


35, 


41 5 


62j 


35 


— 


244 


27s 


83 3 




Dui da! 
Regtg.! 


16 


15 


13 


16 


11 


13 


17 


17 


13 


13 


19 


— 


12 


16 


18 




Měsíc 
Monat 


Neuhäuseln 
Neuhäuseln 

(Oafgo) 


Neuhütte 
Neuhütte 

(Neumann) 


TS 

■=" Ů 

la 

lál 


Nezdic 
Nezdice 

(Walmann) 


Obisch 
Obíš 

(Arnošt) 


Oemau 
Soběnov 

(Příhoda) 


Osek b. Kněz. 
Osek u Kněz. 

(Šíma) 


Ossegg 
Osek 

(Felks) 


Paseka 
Paseky 

(Jablonský) 


Paseka b. Pros. 
Paseka u Pros. 

(Padoor) 


Pelestrow 
Pelestrov 

(RoBslaw) 


Philippsberg 
Filipov 

(Kalkant) 


Pičkowic 
Býčkovice 

(Jebautzke) 


Plöckenstein 
Plöckenstein 

(Kopriwa) 


Podmoklic 
Podmoklice 

(Koudelka) 




Součet 
Samma 


63 „ 


III3 


15, 


324 


39, 


34o 


40, 


73, 


374 


60, 


39 


12, 


35o 


864 


42o 




M dešt. 

Regtg. 


15 


22 


4 


11 


15 


15 


14 


16 


14 


17 


10 


7 


11 


19 


11 



Prof. Dr. F. J. Studnička. 



33 



Dešťoměrná zpráva za měsíc březen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für dea Monat März 188 





Den měsíce 
Monatstag 


.a.s 

a až 

m OJ a 

0) 0)6» 

P3PÍC 


Richenhurg 
Richenburk 

(Veverka) 


Röhrsdorf 
Röhrsdorf 
(Ducke) 


Rokytnic 
Rokji.nice 

(Kzer) 


? 

•2 

Cl. 

i 
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«psa 


Roaenberg 
Rožmberk 

(nicbter) i 


Rosic I 
Rosice 1 

(Sťaatn.v) 


Rothenhaus 
Hrádek Červ. 

(Soohs) 1 


' Rudolfsthal i 
Rudolfsthal ! 

j (KrlSmskj) I 


Rumburg i 
Rumburk i 

(Lenk) 


Ruppau 
Roupov 

(Lutz) 


Salmthal { 
Salmthal 

(Pol er) 


Schattava 
Satava 

(Amort) 1 


Schlosswald {| 
Schlosswald | 

(niavsa) 1 


Schuppborg 
Sněžník 

(Linhart) i 






1 


mm 


mm 


mm 


mm 


mm 


mm 


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mm 


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18 


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22 


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4/ 


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9/ 


21/ 


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24 


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4/ 


B/ 


3/ 


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4/ 


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1/ 






28 


2t 


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14/: 


5. 


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13/ 


13/ 


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14s- 


3/ 


3/ 


1/ 






29 


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10/ 


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4/ 


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6,- 






31 


6. 


— 


5, 


— 


04* 


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3/ 


I2* 


4/ 


4/ 


2s- 


5/ 


4s- 


35- 


2/ 






Součet 
Samma 


49, 


45, 


78, 


83, 


36 e 


565 


27., 


43, 


84o 


82, 


26, 


113, 


61 2 


84, 


44, 






DdI tíí 
Regtg. 


18 

1 


9 


18 


8 


10 


16 


12 


15 


18 


18 


16 


19 


19 


18 


19 






Mésíc 
Monat 


Polic 
Police 

(John) 


Politz-Ober 
Páleč Horní 

(Knchler) 


Přerow-Alt 
Přerov Starý 

(Waltor) 


Prorub 
Proruby 

(Kubolks) 


Psář 
Psáře 

(Werner) 


Rapic 
Rapice 

(Zlnin) 


Reinwiese 
Reinwiese 

(Teuscliol) 


00 "TÍ 


Riesenhain 
Riesenhain 

(Vorreltli) 




Sothoujezd 
jezd Corv. 
(Butta) 


Rudolfi Jag. H. 
Rudolfi mysl. 

rWernorl 


1 

Sandau ! 
Žandov 1 

(Eschler) 1 


Sattel 
Sedloňov 

(Mot'bcH) 


Schöninger 
Klet j 

(Krbečok) 






Součet 
Somma 


48, 


34, 


32« 


53 e 


57, 


27, 


86, 


87, 


78 „ 


26, 


30., 


43, 


483 


63 e 


47, 






Dnidešt. 
Regtg. 


18 


10 


16 


19 


15 


12 


15 


15 


10 


15 


16 


14 


16 


20 


12 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



34 



Dešťoměrná zpráva za měsíc březen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat März 1887. 





Den měsíce 1 
Monatstag 


Schwabiu-Zbir. 
Svabín u Zbir. 

(Taněk) 


Schwarzbach 
Schwarzbach 

(Balllng) 1 


Sedl 
Sedlo 

(Rlssol) 


Skalic B, 
Skalice C. 

(Valenta) 


Soběslau 
Soběslav 

(Kukla) 1 

Sofieuschlosa 
Sofienschloss 

(Boiler) , 


Stěchowic ! 
Štěchovice 

(Paur) i 


Stefanshöhe 
Štěpánka 

(Yotočok) 


Storn 
Storn 

(štipek) 


Stubenbach 
Prášily 

(BělohUvek) 


Subschitz 
Zubčice 

(Hiigok) 


Světlá b. Rch. 
Světlá u Lib. 

(Sluka) 


Tábor 
Tábor 

(Hromádko) 


1 

Tau8 1 
Domažlice 1 

(Weber) 


Tepl I 
Teplá 

(Stoppftu) 1 






1 
2 


1 mm 


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22 


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13 


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30 


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Součet 
Summa 


67, 


89, 


29, 


32, 


48, 


69, 


37, 


96, 


115o 


159, 


43e 


92o 


5ls 


51. 


47« 






Dddeší. 

Regtg. 


19 


18 


19 


12 


18 


16 


15 


19 


20 


21 


14 


21 


IŽ 


12 


16 






._ es 

M S 

>« O 

ES 


Schwanberg 
Ki-asikov 

(Leinor) 


Schweinitz 
Sviny Trhové 

(Beran) 


Schweissjäger 
Schweissjäger 

(Neumann) 


Senftenberg 
Žamberk 

(Němeček) 


Sichow 
Sichov 

(KreU) 


Siebengiebel 
Siebengiebel 

(Horik) 


Siebengründen 
Siebengründen 

(Hortenský) 


Skala 
Skála 

(Auerbann) 


Sloupno 
Sloupno 

(Nj-klíčok) 


Smiřic 
Smiřice 

(GoUaiaun) 


Smolotel 
Smolotely 

(l'lsarlk) 


Sonnenberg 
Suniperk 

(Stein) 


Spitzberg 
Špičák 

(Hawel) 


Stehen 
Stehno 

(Klinger) 


Strasadorf 
Straasdorf 

(Přlblk) 






Součet 
Somma 


64^ 


30, 


109^ 


64= 


54, 


I3O0 


117, 


662 


293 


35, 


46, 


683 


863 


19e 


555 






Duldest 

Regtg. 


20 


13 


16 


16 


12 


18 


20 


20 


11 


18 


15 


18 


19 


11 


17 





Piof. Dr. F. J. Stndnlčka. 



35 



Dešťoměrná zpráva za měsíc biezeii 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat März 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


TMergarten ' ! 
Obora mysl. i 

(Vandas) 1 


Tomic 
Tomice 

(UrrAlek) 


Tomkowka 
Tomkovka 

(Holub) 


Trčkadorf 
Trčkov 

(Friedrich) 


Třebotow 
Třebotov 

(de Pauli) 


Turnau 
Turnov 

(PollkuTský) 


Tyuischt 
Týniště 

(Muaner) 

Unhošt 
unhoát 

(Vožeullek) 


Wartenberg 
Wartenberk 

(Bubák) 


Weissbach 
Weissbach 

(Klntzl) 


Weisswasser 1 
Bělá II 

(Peřina) I 


OJ 

lil 


Wenzelsdorť i 
Václavov 1 

(Rutt) 1 




Wildeuschwert 
Ústí n. 0. 

(SoYÍk) 






1 


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Součet, 
Summa ' "* ' i 


464 


20, 


584 


46, 


37 s 


50o 


16e 


42, 


III5 


44e 


77, 


47, 


27, 


64o 






DBideäi.,! ^^ 

Regtg. ,1 


13 1 


9 


17 


14 


18 


12 


8 15 


12 


17 


21 


19 14 


17 






([ 


1 


1 


1 


1 


1 


1 




1 1 


cq_. 1 


1 


1 






1 








1 Měsíc 
Monat 


Střem 
Střemy 

(Marek) 


Stříteř 
Střitež 

(Stoupa) 




Strojedic 
Strojedice 

(KaSflrek) 


Stupčic 
Stupčice 

(Velhartíoký) 


Swaxow 
Svárov 

(Petrař) 


Světlá 
Světlá 

(Seldlor) 


Sýkora J. H 
Sýkora mysl. 

(Heinrich) 


Tachlowic 
Tachlovice 

(PrUl) 


Tanuenberg b. 
Tanenberk u B 

(Erben) 


Thomas St. 
Sv. Tomáš 

(Lonz) 


Türmitz 
Trmice 

(Joest) 


Uhersko 
Uhersko 

(Lindner) 


lil 


Weipert 
Vcjprty 

(Lorenz) 


3 

^3-i 






Soufet 
Simmi 


45„ 


8O5 


284 


38, 


48s 


48, 


50 9 


404 


95, 


— 


33, 


69, 


41s 


87, 4O4 






Regtg.i 


14 


18 


11 


16 


10 


14 


15 


11 


18 





9 


15 


19 


21 


n 1 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



36 



Dešťoměrná zpráva za měsíc březen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat März 1887. 



Den mésice 
Monatstag 


Wiuterberg 
Vimberk 

(Němeček) , 


Wittingau 
Třeboň 

(Ki-b) 


Wlaschim 
Vlašim 

(Gabriel) 


Wobrubec j 
Vobrubec 

(Hoke) 


.3 aj 


Wordan 
Vordan 

(Kumžák) 


Worlik 
Vorlík 

(Kubtfts) 


Wr.áž 
Vraž 

(Urban) 


Pil 

.•_, = «■ 

.1- 's 


Zirnau 
Dííteň 

(Bezecný) 


Zlonic 
Zlonice 

(Kozel) 


Zwickau 
Cvikov 

(Homolka) 


^■1 

«Ca 

>is]>Na 


Zdircc b. Chot. 
Ždircc u Chotb. 

(l'ncliollk) 


1 

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15 


15 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



37 



DešComěrná zpráva za měsíc duben 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat April 1887. 



Den měsíce | 
Monatstag ! 


Alberitz 1 
Malměřice * 1 

(Novotný) 1 


Althütten 
Staré Hutě 

(Ganther) 


Aupa-Klein 
Oupa Malá 

(Hroob) 


Aussergefild ' 
Kvilda 

(Králík) i 

1 


Bärenwalde 
Bärenwald 

(Plnsker) 


Beneschau 
Benešov 

(Kurka) 


1 
Bilin 
Bílina 

(Zeman) 

1 


Binsdorf 
Binsdorf 

(Habner) 


Bistrau 
Bistré 


Blatná 
Blatná 

(Bastiř) 


Bösig 
Bezděz 

(Fecbtner) 


Borau 
Borová 

(Ruhr) 1 


Braunau 
Broumov 

(Čtvrtečka) 


Breunporicen 
Poříčí Spál. 

(PtokSpek) 


Buchers 
Buchoří 

(Fliobbook) 


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38 



Dešťoměrná zpráva za měsíc duben 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat April 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


Buchwald 
Bučina 

(železný) 


Chotzen 
Choceň 

(Bndrys) 


Chotěboř 
Chotěboř 

(Ryba) 


Christianberg 
Křišťanov 

(Rulf) 

Christianburg 
Kristianburk 

(Czech) 


Chrudim 
Chrudim 

(Bernhard) 




Cejkow 
Čejkov 
(Bohííek) 


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(Haznka) 




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(Dufek) 


Dobřan 
Dobřany 

(Obst) 


Dobřikow 
Dobřikov 

(HansBer) 

Dobruška 
Dobruška 

(Plesnr) 




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Prof. Dr. F. J. Studnička. 



39 



Dešťoměrná zpráva za měsíc duben 1887. 
Ombrometrischer Bericht íiir den Monat April 1887, 



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Prof. 


Dr. F. J. 


StudnlSka. 




4* 





40 



Dešťoměrná zpráva za měsíc diibea 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat April 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


Hlawno Kostel. 
Hlavno Kostel. 

(Mölzer) 


Hlinsko 1 
Hlinsko 1 

(RozToda) 1 


Hochwald 
Hochwald 

(Schulz) 


Hohenelbe 
Vrchlabí 

(Kubrycht) 


Hohenfurt 
Brod Vyšší 

(Enslén) 


HoražJowic 
Horažďovice 

(Krause) 


Hořín 
Hořín 

(Kubát) 


Hracholusk 
Hracholusky 

(Štípánek) 


Hurkenthal 
Hůrka 

(Blaaohek) 


Inselthal 
Inselthal 

(Nickorl) 


Jahodow 
Jahodov 

(Chlumecký) 


Jičín 
Jičín 

(Vaň aas) 


Jizbic 
Jizbice 

(Michálek) 


Jungbunzlan 
Boleslav Ml. 

(aámal) 


Kácow 
Kácov 

(Frilach) 






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Grafengrün 

(Pöknj) 


Gratzen 
Nové Hrady 

(NowlBch) 


Grossbürglitz 
Vřešřov 

(Málek) 


Grottau 
Hrádek 

(Moll an pt) 


Grulich 
Králíky 

(Holub) 


Hauichen 
Hanichen 

(Neuwinger) 


Harabaska 
Harabaska 

(Schneider) 


Hauska 
Houska 

(Holý) 


Hlawic 
Hlavice 

(Srb) 




Hochchlumec 
Chlumec Vys. 

(Melliva) 


Hochgarth 
Hochgarth 

(Buhuer) 


Hořelic 
Hořelice 

(Bubeníček) 


Hořeůowes 
Hořeňoves 

(Kozák) 


Horka Gr. 
Horka V- 

(Syrový) 


Hostiwic 
Hosti vice 




Šouče 
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8 





Prof. Dt. F. J. Stndnlčksi. 



4L 



DešComěrná zpráva za měsíc duben 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat April 1887. 



Den měsíce 1 
Monatstag 


Kaliích 
Kalich 

(Langenauer 


Kaltenbach 
Nové Hutě 

(Sclinnrpfoll) 


Kaltenberg 
Kaltenberk 

(Charrát) 


Kamaik a. d. M. 
Kamýk n. V. 

(Kořínek) 


Kamnitz-B. 
Kamenice C. 

(Pompe) 


Kaplic 
Kaplice 

(Vokoon) 


Karlstein b. Svr. 
Karlstein u Svr. 

(Schimanek) 


Klattau 
Klatovy 

(Nešpor) 


KönigBwart 
Kinžwart 

(Starouschek) 


Kohoutow 
Kohoutov 

(Sohnplk) 


Kolín 
Kolín 
(Polftček) 


Kreuzbuche 
Kreuzbuche 

(Sclinraall) 


Kruuiau 
Krumlov 

(Fukarok) 


Kukus 
Kukus 

(Nenmnnn) 


Kulm b. Karb. 
Chlumec u Ch. 

(Prooliáika) 


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Prof. Dr. 


F. i. Stnd 


nlJSka. 





42 



Dešťoměrná zpráva za měsíc duben 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat April 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Kytin 
Kytín 

(Hoiřmann) | 


Landstein 
Landštýn j 

(Strohmayer) 


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S ca a 


Laučeň 
Loučen 

(Strejček) 


a a-s- 


Leitomyschl 
Litomyšl 

(Vajrauoli) 


Libějic 
Libějice 

(Öäslka) 


Lichtenau 
Lichkov 

(Sperling) 


Lis 
Liz 

('Morawetz) 


Lobosic 
Lovosice 

(Hanamann) 


Medonost H. 
Medonost 

(Woll) 


Michelsberg 
Michalovice 

(Tlil) 


Mies 
Stříbro 

(Tebonázky) 


Milčíu 
Milčfn 

(Tlaolilor) 1 


Moldautein 
Vltavotýu 

(Sakař) 






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Regtg. 


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11 


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5 






Měsíc 
Monat 


Kostelec-A. 
Kostelec n. 0. 

(Spiegel) 


Kosten 
Kostov 

(Bittnor) 


Křič 
Křič 

(Popelka) 


Kronporičen 
Korunní Poříč 

(Tredl) 


Kupferberg 

Měděnec 

(Ptak) 


Kurau 
Korouhev 

(Svoboda) 


Kuteslawic 
Chudoslavice 

(Beran) 


Kwětow 
Květo v 

(Jiskra) 


Langendorf 
Dlouhá Ves 

(Friodl) 


Laubendorf 
Limberk 

(JanlBch) 


Lhota Sár. 
Lhota Šárov. 


Libochowic 
Libochovice 

(íluíbauoi-) 


Lichtenwald-0. 
Lichtenwíild II. 

(Duspiwa) 


Li die 
Lidice 

(Sirúček) 


Liebwerd T. 
Libverda u D. 

(Llodl) 






Součetj 
Summa . ^^3 


12. 


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15e 


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Dnidesl 
Regtg. 


10 


9 


9 


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10 


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9 


9 


8 


10 


6 


5 


14 


8 


13 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



43 



DešComěrná zpráva za měsíc duben 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat April 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Náwes 1 
Náves 1 

(Mašek) jj 


Nekmír 
Nekmíř 

(Baner) 


Nepomuk 
Nepomuk 

(Stopka) 

Neuhaus 
Hradec Jindř. 

(Sohobl) 

Neuhiiusel 
Nové Domy 

(Noatler) 

Neuhofb.Béch. 
Nový Dvůr 
(Nelíer) 


Neustadt 
Neustadt 

(Klscher) 

Neuthal 
Neuthal 

(Cliarrrtt) 


Neuwelt 
Nový Svět 
1 (Jenč) 


i Neuwiese 
Neuwiese 

(Barlel) 


Olbersdorf 
Olbersdorf 

(Böhm) 


Osserhiitte 
Osserhütte 

(Schweiger) 


Pacow 
Pacov 

(NoTák) 


Pardubic 
Pardubice \ 

(Sora) 


Petrowic 1 
Petrovice 1 

(Barth) 






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Regtg. 


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8 






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Měsíc 
Monat 

Maader 
Mádr 

(Caila) 


Machendorf 
Machendorf 

(May) 


Mändryk 
Mendryk 

(Macek) 


Marschendo- 
Maršov 

(Stelgorhof) 


Maschau 
Maiov 

(Mnkas) 


Melnik 
Měluílc 

(VVinkler) 


Merklín 
Merklín 

(Brunner) 


Millau 
Mílový 

(Broslg) 

Mileschau 
Milešov 

(Matoušek) 


íi 


Mladéjowic 
Mladějovíce 

(Almesberger) 


Modlín 
Modlín 

(štipek) 


Mnrau-Obei 
Morava H. 

(Adámek) 


Mühlörzen 
Mileřsko 

(Sohmolowský] 


33 

-; 3 

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11 


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9 


10 


8 


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Regtg 














1 














1 







Ptof. Dr. F. J. Stnduiaka. 



44 



Dešťoměrná zpráva za měsíc duben 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat April 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


Petschau i 
Bečov 1 

(Unger) li 


Pilgram 
Pelhřimov 

(Mollenda 


Pilsen 
Plzeň 

(čipera) 


Písek 
Písek 

(Tonner) 


Plass 
Plasy 

(Holeček) 


Ploschkowic 
Ploškovice 

(Palmsteln) 


Poněschic 
Poněšice 

(Kroh) 


Prag 
Praha 

(Studnička) 


Příbram 
Příbram 

(Lang) 


Proseč 
Proseč 

(žaak) 


Pürglitz 
Křivoklát 

(Buok) 


Pürstliug 
Pürstlink 

(Solitmann) 


Rabenstein 
Rabátein 

(Bnjer) 


Rakonitz | 
Rakovník ■ 

(FaUonu) 


Reichenberg 
Liberec 

(Walter) 


1 
2 
3 


1 

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7 


12 


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Měsíc 
Monat 


Nenhäuseln 
Neahäuseln 

(Oafgo) 


Neuhütte 
Neuhütte 

(Neumann) 


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Nezdic 
Nezdice 

(Walmann) 


Obisch 
Obíš 

(ArnoSt) 


Oemau 
Soběnov 

(Příhoda) 


Osek b. Kněz. 
Osek u Kněz. 

(šima) 


Ossegg 
Osek 

(Felks) 


Paseka 
Paseky 

(Jablonský) 


Paseka b. Pros. 
Paseka u Pros. 

(Paďonr) 


Pelestrow 
Peleatrov 

(Rosslaw) 


Philippsberg 
Filipov 

(Ealkant) 


Pičkowic 
Býčkovice 

(Jobautzke) 


Plöckenstein 
Plöckenstein 

(Kopriwa) 


Podmoklic 
Podmoklice 

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Prof. Dr. P. J. Studnička. 



45 



DešComěrná zpráva za měsíc duben 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat April 1887. 





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Reitzenhai 
Reitzenhai 

(Womačka) 


Richenbur 
Richenbur 

(Veverka) 


Röhrsdorf 
Röhrsdorf 

(Ducke) 


Rokytnic 
Rokytnice 

(Kzer) 


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Rosenberg 
Rožmberk 

(Richter) 


Rosic 
Rosice 

(Šfastn.v) 


Rothenhau 
Hrádek Če 

(Sachs) 


Rudolfstha 
Rudolfstha 

(Krámský) 


Rumburg 
Rumburk 

(Lenk) 


Ruppau 
Roupov 

(Lutz) 


Salnithal 
Salmthal 

(Po(er) 


Schattava 
Šatava 

(Amort) 


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46 



Dešťoměrná zpráva za měsíc duben 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat April 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Schwabin-Zbir. 
Švabín u Zbir. 

(Vaněk) 


Schwaizbach 
Schwarzbach 

(Balling) 


Sedl 
Sedlo 

(RÍ38C1) 


Skalic B. 
Skalice C. 

(Valenta) 


Soběslau 
Soběslav 

(Kukla) 


Sofienschloss 
Soflenachloss 

(Roller) 


Stěchowic 
Štěchovice 

(Paur) 


Stefanshöhe 
Štěpánka 

(Votoček) 


Storn 
Storn 

(štípek) 


Stubenbach 
Prášily 

(Bělohkívek) 


Subschitz 
Zubčice 

(Mgek) 


Světlá b. Ech. 
Světlá u Lib. 

(Sluka) 


Tábor 
Tábor 

(Hromíldko) 


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Domažlice 

(Weber) 


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Schwanberg 
Krasikov 

(Leiner) 


Schweinitz 
Sviny Trhové 

(Beran) 




Schweissjäger 
Schweissjäger 

(Neumann) 


Senftenberg 
Žamberk 

(Němeíok) 


Sichow 
Sichov 

(Kreil) 


Siehengiebel 
Siebengiebel 

(Horák) 


Siebengründen 
Siebengründen 

(HorteDBký) 


Skala 
Skála 

(Auerhann) 


Sloupno 
Sloupno 

(Nyklíček) 


Smiřic 
Smiřice 

(GolJmann) 


Smol otel 
Smolotely 

(Písařík) 


Sonnenberg 
Suniperk 

(Stein) 


Spitzberg 
Špičák 

(Hawel) 


Stehen 
Stehno 

(Iloyn) 


Strassdorf 
Strassdorf 

(Přlblk) 






Součet 
Summa 


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74, 


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Regtg. 


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11 


11 


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11 


16 


12 


5 


10 


9 


13 


12 


4 


12 





Prof. Ur. F. J. StudnlĚka. 



47 



DešComěrná zpráva za měsíc dubeu 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat April 1887. 



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16 


7 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



48 



Dešťoměrná zpráva za měsíc duben 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat April 1887. 





Den měsíce | 
Monatstag | 


Winterberg 1 
Vimberk 1 

(Němeček) 1 


Wittingau 
Třeboň 

(Krb) 


Wlaschim 
Vlašim 

(Qabrlel) 


Wobrubec 
Vobrubec 

(Hoke) 


Wojetin 
Vojetín 

(štowlfc) 


Wordan 
Vordan 

(Kumžák) 


Worlík 
Vorlík 

(KabteB) 


Wráž 
Vraž 

(Urban) 


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Noa 


Zlonic 
Zlonice 

(Koiel) 


Zwickau 
Cvikov 

(Homolka) 


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>N>tíS. 


Zdirec b. Chot. 
Ždirec u Chotb. 

(Paoliolik) 








1 

2 

3 

4 

5 

6 

7 

8 

9 

10 

11 

12 

13 

14 

15 

16 

17 

18 

19 

20 

21 

22 

23 

24 

25 

26 

27 

28 

29 

30 

31 


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6 


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10 


7 


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13 


7 


10 


5 






Měsíc 
Monat 


Weltrus 
Veltrusy 

(Melig) 


Werscheditz 
Verušice 

(Eokeit-Hoteel) 


Westec 
Vestec 

(Koučický) 


Wildstein 
Vilštein 

(Opoleckj) 


Wysoká 
Vysoká 

(Tast) 


Wysoká 
Vysoká 
(Syká) 


Zádolí 
Zádolí 

(Graff) 


Zbislawec 
Zbyslavec 

(Manlik) 


Zderadín 
Zderadiny 

(Homolka) 


S; 

C 

>o>o g- 


Zeměch 
Zeměchy 

(Čejka) 


Zinnwald 
Cinwald 

(Tandler) 


Zwoleňowes 
Zvoleňoves 

(Sporl) 


Ždikau 6r. 
Ždikov V. 

(Knoi-re) 


Žiwotic 
Životice 

(Sklila) 






Součetj 
Somma i 


263 


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9 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



94 



Dešfoměrná zpráva za měsíc květen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Mai 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 

Alberitz 
Malměřice 

(Koscher) 


Altbütten 
Staré Hutě 

(Günther) 


Aiipa-Klein 
Oupa Malá 

- (Urech) 


Auasergefild ! 
Kvilda i 

(Králík) i 


Bärenwalde 
Biirenwald 

(Plnsker) 


Benescbau 1 
Benešov 

(Kui'ka) 


t3 ■= 

3 C S 

E5s. 


Binadorf 
Binsdorf 

(Fischer) 


Bistrau 
Biatré 

(Kryäpln) 


Blalna | 
Blatná 

(Bnstíiř) 


Bösig 
Bezděz 

(Fechtnor) 


Borau j 
Borová 

(Rohr) 


Braunau 
Broumov 

(Ótvrtočku) 


Breunporičen 
Poříčí Spál. 

(ProkUpuk) 


Bucbers 
Buchoří 

(ťUohheok) 




1 


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23 


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Součet Hi,o 
Summa , ^^°4 


109, 


95, 


1834 


1584 


135, 


933 


73, 


43: 


107, 


126. 


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116, 


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23 


19 


19 


26 


19 


25 


23 


16 


18 


22 


20 


20 


21 


15 






Aioba B. 
Dub Českv 

(Schiller) ■ 1 


Beřkovic U. 
Beřkovice D. 

(Ryohnovskj') 


Bezno 
Bezno 

(Švejcar) 




Bilicbow 
Bilic.bov 

(Koldlnský) 


Bistric a. d. A. 
Bistřice u. Ú. 

(Höll) 


Bitow 
Bítov 

(Kocholntý) 


Bobuau 
Banín 

(Prutsohek) 


Bohouškowic 
Bohouškovice 

Hauber) 


Brandeis a. d. B. 
Brandeia n. L. 

(Zalabák) 


Branná 
Brauna 

(Makovský) 


Branžow 
Braiižov 

(Dlen) 


Břeskowic 
Břealcovice 

(Šluiok) 


Břewnow 
Břevnov 

(Kutzor) 




Součet .,p> 
S.mma |110j j 


117, 


98 1 


81, j 


1393 


157« ^ 


130, 


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26 


22 


18 


20 


22 


22 


23 


20 


18 


16 


23 


13 


12 


19 


^« J 



(! Znamená tu bouřku.) (! Bedeutet hier ein Gewitter.) 



Prof. Dr. F. .1. Studnička. 



50 



DešComěrná zpráva za měsíc květen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Mai 188 



Den měsíce 
Monatstag 


3 

ist 

PQWS. 


Chotzen 
Choceň 

(Endrys) 


Chotěboř 
Chotěboř 
(Ryba) 


Christiauberg 
Křišfanov 

(Rulf) 


Christianburg 
Kristianburk 

(Oiech) 


Chrudim 
Chrudim 

(Bernhard) 


Čáslau 
Čáslav 

(Kathan) 


.s 
'ö7'5?° 

.00 S. 


Čerma Böhm. 
Čerma Česká 

(MoUý) 


černowic 
Cemovice 

(Hazuka) 


Čistá 
Čistá 

(Mládek) 


Deutschbrod 
Brod Némecký 

(Dufek) 


Dobřan 
Dobřany 

(Obst) 


lil 


Dobruška 
Dobruška 

(Plesiir) 




1 


mm 


mm 

2s 


mm 
34 


mm 


mm 

9, 


mm 
34 


mm 

4s 


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10. 


44! 


85 


34 


15 J 


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— 




9 


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13 


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0. 





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10 


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17 


20 


19 


13 


16 


15 




Měsíc 
Monat 


Břišťan 
Břišfany 

(Procházka) 


Brník 
Brníky 

(Zeobnor) 


Branní 
Dobrá Voda 

(Raab) 


Buč 
Buč 

(Kotzorek) 


3 3 


Buštěhrad 
Buštěhrad 

(Molltor) 


Bzí 
Bzí 

(Bund) 


Chlomek 
Chlomek 

(JavBrek) 


Chotěschau 
Chotěšov 

(Hayne) 


Chrbina 
Chrbina 

(Sclilmpko) 


Chrustenic 
Chrustenice 

(HeroscbowBký) 


Černic-Gr. 
Černice V. 

(Hahnol) 


Černilow 
Černilov 

(Horáček) 


3 0-? 


Čimnlic 
Čimelice 

(Píáda) 




jSoučet 
Somma 


1273 


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19 


19 


20 





Prof. Dr. r. J. Studnička. 



51 



Dešťoměrná zpráva za měsíc květen 1887, 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Mai 1887. 





Den měsíce I 
Monatstag 


Duppau 
Doupov 

(Zarda) 


Einsiedel 
Mníšek 

(Cartellierl) 


Eisenberg 
Eisenherk 

(Lalok) 


Espenthor 
Espenthor 

(Merker) 


Falkenau 
Falknov 

(Dobrauer) 


Friedrichsthal 
Bedřichov 

(Klnechel) 


Fuchsberg 
Fuchsberk 

(Kalkant) 


Fünfhunden 
Pětipsy 

(Hodek) 


Graaslitz 
Kraslice 

ÍKOsaler) 


Habr 
Habr 

(HambOck) 


Hartenberg 
Hartenberk 

(Llcha) 


Heidedörfel 
Heidedörfel 

(RodUng) 


Heinrichsgrün | 
Jiudrichovice 

(Gottfried) 


Hirschberg 
Doksy 

(Plnc) 


Hirachbergen 
Hirschberk 

(Schmidt) 






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25 


20 


17 






Měsíc 
Monat 

Doberu 
Dobranov 

(Llchloli) 


Dobrai-Gross 
Dobrii V. 

(HarrAuok) 


Dobříš 
Dobříš 

(Kalabza) 


Dobachic 
Dobšice 

(lädelbauer) 


Dymokur 
Dymokury 

(Kelmer) 


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Eisenstein 
Eisenstein 

(Hermann) 


Fi-eudenhöhe 
Frendenhöhe 

(Bergmann) 


Frimburg 
Na Frimburku 

(HeUer) 


Frühbuss 
Příbuzy 

(Erhart) 


Fürstenhut 
Knížeplán 

(Küjdl) 


GeltschLäuser 
Gele 

(Homolka) 


Georgsberg 
Ríp 

(Schreck) 


Görabach 
Gersbach 

(Pletscb) 


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Somma 


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16 

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23 


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24 


15 


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19 


18 


13 





Prof. Dr. F. J. Studniika. 



52 



Dešťoměrná zpráva za měsíc květen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Mai 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


Hlawno Kostel. 
Hlavno Kostel. 

(Mölzor) 


Hlinsko 
Hlinsko 

(Kozroda) 


Hochwald 
Hochwald 

(Schulz) 


Hohenelbe 
Vrchlabí 

(Knbrycht) 


Hohenfurt 
Brod Vyšší 

(Enslín) 


Horažďowic 
Horažďovice 

(Krause) 


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Hurkenthal 
Hůrka 

(Blaachok) 


Inselthal 
Inseltbal 

(Nlckeil) 


Jahodow 
Jahodov 

(Chlumecký) 


Jičín 
Jičín 

(Vaň ans) 




Jungbunzlau 
Boleslav Ml. 

(éámal) 


131 


1 


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Regtg. 


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13 


16 


14 


22 


19 


18 


18 


17 


25 


22 


18 


15 


19 



Prof. Dl. F. J. Studnlckiv 



53 



DešComěrná zpráva za měsíc květen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Mai 1887. 



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Kaltenberg 
Kaltenbork 

(Clmrvlit) 


Kamaika. d.M. 
Kamýk n. V. 

(Korinok) 

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Kamnitz-B. ! 
Kamenice C. | 

(Pompo) 


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Klattau 
Klatovy 

(Nešpor) 


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(Schupik) 


Kolin 
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(Polftčok) 


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Krumlov 

(Fnkurck) 


Kukiis 
Kukus 

(Keuinunn) 


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(Prooházkn) 




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18 


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16 


20 


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17 


15 


23 

1 


24 





Prof. Dr. F. J. Studnička 



Dešťoměrná zpráva za měsíc květen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Mai 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


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Landstein 
Landštýn 

(Strobmayer) 


Langwiese 
Langwiese 

(Karieek; 


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Loučen 

(Strejček) 1 


Laun 
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(Kurz) 


Leitomyschl 
Litomyšl 

(Vajrauob) 


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(Sperling) 


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(OUlorn) 


Lobosic 
Lovosice 

(llanamann) 


Medonost H. 
Medouost 

(WolO 


Michelsberg 
Michiilovico 

(Tlil) 


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Milčín 

(Tlsoblor) 


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(Sakař) 




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120, 


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21 


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19 


15 


14 


26 


18 


22 


27 


19 


22 


12 




Měsíc 
Monat 


Kostelec- A. 
Kostelec n, 0. 

(Spiegel) 


Kosten 
Kostov 

(BUtner) 


Křič 
Křič 

(Popelka) 


Kronporičen 
Korunní Poříč 

(Tredl) 


Kupferberg 

Měděnec 

(Pták) 


Kurau 
Korouhev 

(SToboda) 


Kuteslawic 
Cbudoslavice 

(Beran) 


Kwětow 
Květov 

(Jiskra) 


Langendorf 
Dlouhá Ves 

(Friedl) 


Laubendorf 
Limberk 

(Junlscb) 


Lhota Sár. 
Lhota Šárov. 

(Milluk) 


Libochowic 
Libochovice 

(Hofbaner) 


Lichtenwald-0. 
Lichtenwald H. 

(Dueplwa) 


Lidic 
Lidice 

(Sliúčok) 


Liebwerd T. 
Libverda u D. 

(lilodl) 




Součet 
Srnu m a 


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21 


20 


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20 


18 


15 


20 


19 


22 


23 j 



Prof. Dr. F. J. Studnička. 



55 



Deštoměrná zpráva za měsíc květen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Mai 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


S «3' 

% gl 


Nekmíř 
Nckmír 

(Uouer) 


Nc-pomuk 
Nepomuk 

(Stopko) 


Neuhaus 
Hradec Jindř. 

(Bohobl) 


Neuhäusel 
Nové Domy 

(NoBtler) 


Neuhof b.Béch. 
Nový Dvůr 
(Nelser) 


Neustadt 
Neustadt 

(Klscher) 


Neuthal 
Neuthal 

(ChorvAt) 


Neuwelt 
Nový Svět 

(Jenč) 


Neuwiese 
Neuwiese 

(Bartel) 


Olbersdorf 
Olbersdorf 

(Bnhm) 


Osserhütte 
Osserhütte 

(Schweiger) 




Pardubic i 
Pardubice ' 

(SoT») ! 


Petrowic 
Petrovice 

(BnrlL) 


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20 


17 


18 


17 


16 


16 


22 


18 



Prof. Dr. F. J. Studnička. 



r)6 



Dešfoměrná zpráva za měsíc květen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Mai 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Petschau 
Beöov 

(üuger) 


Pilgram 

Pelhřimov } 
(MoUenda | 


Pilsen 
Plzeň 

(čipera) 


Písek 
Písek 

(Tonner) 


Plass 
Plasy 

(Holeček) 




OD .tn a 

o-a 
SphSí. 


Poněschic 
Poněšice 

(Kroh) 


Prag 
Praha 

(Studnička) 


Příbram 
Příbram 

(Lang) 


Proseč 
Proseč 

(Žaak) 


Pürglitz 
Křivoklát 

(Buok) 


.S.S š 

"oQ c» a 

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cmP<£. 


Rabeusteiu 
Rabšteiu 

(Bayer) 


Rakovuík 


Reicbeuberg 
Liberec 

(Wolter) 








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Součet 
Snmma 


134, 


91, 


120, 


91, 


12-3 


114s 


128, 


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122e 


102, 


140, 


17>^, 89, 


110, 


133, 






ÜDidest, 
Regtg.' 


25 


17 


23 


21 


22 


16 


18 


20 


20 


19 


20 


26 ■ 24 


21 


20 






Měsíc 
Monat 


a_a 

03 03 
DO 00 
3 3 

a^ď 

03 CO ca 


Neuhütte 
Neuhütte 

(Neumann) 


re 
ca 

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^ > ^ 
lži. 


Nezdic 
Nezdice 

(Walmann) 


Obisch 
Obís 

(Arnoět) 


Oemau 
Soběnov 

(Příhoda) 


Osek b. Kněz. 
Osek u Kněz. 
(Šíma) 


Ossegg 
Osek 

(Felks) 


Paseka 
Paseky 

(Jablonský) 


Paseka b. Pros. 
Paseka u Pros. 

(Paďour) 


Pelestrow 
Pelestrov 

(Kosslaw) 


Philippsberg 
Filipov 

(Kalkant) 


Pičkowic 
Býčkovice 

(Jebautzke) 


Plöckenstein 
Plöckenstein 

(Kopřhva) 


Podmoklic 
Podmoklice 

(Koudelka) 






Součet 
Snmma \ 


106 1 


179, 


91s 


114, 


73, 


141 1 


1199 


95, 


108 5 


85, 


101, 


40.1 


98, 


1284 


98 1 






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Regtg. 


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19 


13 


16 


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14 


23 


18 


21 


19 


24 


21 1 


20 


12 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



57 



Dešfoměrná zpráva za měsíc květen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Mai 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 

Reitzenhain 
Reitzenhain 


.2.2 S 


Röhrsdorf 
Röhrsdorf 
(ßuoke) 


Rolcytnic 
Rokytnice 

(Kzer) 


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Roaenberg 
Rožmberk 

(Richter) 


Rosic 
Kosice 

(ŠťaBtný) 


Rothenhaus 
Hrádek Červ. 

(Sachs) 


Rndolfsthal 
Rudolfsthal 

(Krámský) 


Rumburg 
Rumburk 

(Lenk) 


Ruppau 
Roupov 


Salmthal 
Salmthal 

(Polor) 


Schattava 
Šatava 

(Amort) 


Schlosswald j 
Schlosswald 

(HlKVsa) 


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17 


15 





Prol. Dr. F. J. Studnička. 



58 



Dešťoměrná zpráva za měsíc květen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Mai 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


Schwabm-Zbir. 
Švabín u Zbir. 

(Vaněk) 


Schwarzbach 
Schwarzbach 

(Balllng) 


Sedl 
Sedlo 

(RlBSCl) 


Skalic B. 
Skalice C. 

(Valenta) 


Soběslau 
Soběslav 

(Kukla) 


Sofienschloss 
Soflensehloss 

(RoUer) 


Stěchowic 
Štěchovice 

(Paur) 


Stefanshöhe 
Štěpánka 

(Votoček) 


221 


Stubenbach 
Prášily 

(BělohlAyek) 


Subschitz 
Zubčice 

(Higek) 


Světlá b. Rch. 
Světlá u Lib. 

(Sluka) 




Taus 
Domažlice 

(Weber) 


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Teplá 

(Steppnn) 






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18 


23 


25 


18 


21 





Prof. Dr. F. S. Stndniika. 



59 



Dešfoměrná zpráva za měsíc květen 1887. 
Ombrometiischer Bericht für den Monat Mai 1887. 



' Den měsíce 
- Monatstag 


Thiergarten 
Obora mysl. 

(Vundas) j 


Tomic 
Tomice 

(Drrálek) I 


Tomkowka 
Tomkoyka 
(Holub) 


Trčkadorf 
Trčko¥ 

(Friedrich) 


Třebotow 
Třebotov 
(de Pauli) 


S 3 .» 


Tynischt 
Tyniité 

(Has Der) 


— 1 

ünhost 
unhoát 

(Mulaisch) 


Wartenberg 
Wartenberk 

(Bubák) 


Weissbach 
Weissbach 

(Eintzl) 


Weisswasser 
Bělá 

(Peřina) 


Welhartic 
Velhartice 

(Schreiber) 


Wenzelsdorl' 
Václavov 

(Rufl) 


Wierau 
Vírov 

(Toplt3ch) 


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Regtg. 


16 


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18 


20 


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19 


18 


20 


16 


20 


23 


24 


15 


20 




Měsíc 
Monat 

Střem 
Střemy 

(Marek) 


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Regtg. 


17 


19 


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18 


15 


16 


15 


17 


23 


— 


16 


14 


21 


25 


14 





Prof, Dr. F. J. Studnička. 



60 



Dešťoměrná zpráva za měsíc květen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Mai 1887. 





Den mésíce | 
Monatstag 1 


Wiuterberg i 
Vimberk i 

(Němeček) J 


Wittingau 
Třeboň 

(Krb) 


Wlaschim 
Vlašim 

(Gabriel) 


Wobrnbec 
Vobrubec 

(Hoke) 


Wojetin 
Vojetín 

(Štowlfc) 


Wordan 
Vordan 

(Kumžák) 


Worlfk 
V orlík 

(Enblas) 


Wráž 1 
Vraž 1 

(Drbán) 


c 

l-s 'S 
.,. 'S 


Zirnau 
Dřiteň 

(Bezecný) 


Zlonic 
Zlonice 

(Kozel) 


Zwickau 
Cvikov 

(Homolka) 


Mě 


Ždirec b. Chot. 
Ždirec u Chotb. 

(1'aohollk) 


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110, 






Dni dešÉ. 

Regtg. 


15 


20 


'21 


13 


18 


17 


11 


20 


16 


14 


23 


16 


23 


19 


20 






Měsíc 
Monat 


Weltrus 
Veltrusy 

(Melig) 


Werscbeditz 
Verušice 

(Eckoit-Hetzel) 


Westec 
Vestec 

(Končický) 


Wildstein 

Vilštein 

(Opoiecký) 


Wysoká 
Vysoká 

(Taat) 


Wysoká 
Vysoká 
(Syká) 


Zádolí 
Zádoli 

(GialT) 


Zbislawec 
Zbyslavec 

(Manl(k) 


Zderadín 
Zderadiny 

(Homolka) 


li OJ d 
NN«. 


Zeměcb 
Zeměchy 

(Čejka) 


Zinnwald 
Cínwald 

(Tandlcr) 


Zwoleňowes 
Zvoleňoves 

(Speri) 


Ždikau Gr. 
Ždikov V, 

(Knorro) 


Žiwotic 
životice 

(SkSla) 






jSouěet 
Summa 


135^ 


1035 


126, 


84, 


106, 


44o 


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Regtg. 


20 


18 


18 


19 

1 


10 


16 


22 


19 


14 


19 


23 


19 


18 


18 


20 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



Dešfoměrná zpráva za měsíc červen 1887. 
Orabrometrischer Bericht für den Monat Juni 1887. 



61 



Den měsice 
Monatstag 


Alberitz 
Mal měřice 

(Röscher) 


Althütten 
Staré Hutě 

(Günther) 


Aupa-Klein 
Oupa Malá 

(Hroch) 


Aussergefild 
Kvilda 

(Králík) 


Bärenwalde 
Bärenwald 

(PlDBker) 


Beneachau 
Benešov 

(Kurku) 


Bilin 
Bílina 

(Zeman) 


Binsdorf 
Binsdorf 

(Fischer) 


Bistrau 
Bistré 

(Kryäpln) 


Blatná 
Blatná 


Bösig 
Bezděz 

(Fechtner) 


Borau 
Borová 

(Bohr) 


Braunau 
Broumov 

(ČtTTtečka) 


Breunporičen 
Poříčí Spál. 

(Proküpek) 


Buchers 
Buchoří 

(Flaohbeok) 


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Součet I HQ 1 



58, 103, 



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67^ 385 24o i 27i [ 15, 283 57^ 



52o 55, 26, 63, 



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Regtg. 



17 14 



12 



16 



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13 



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40. 



42, 



14. 42, 



Regtg. 



12 16 



10 



11 



14 



10 



13 



14 



12 



11 



(1 Znamená tu bouřku.) (I Bedeutet hier ein Gewitter.) 



Prof. Dr. F. J. Studnička. 



62 



DešComěrná zpráva za měsíc červen 1887. 
Ombrometrischer Bericht fůr den Monat Juni 1887' 



Den měsíce 
Monatstag 


Buchwald 
Bučina 

(železný) 


Chotzen 
Choceň 

(Endrys) 


Chotěboř 
Chotěboř 

(Ryba) 


Christianberg 
Křištanov 

(Rnlf) 


Christianburg 
Kristíanburk 

(Czech) 


Chrudim 
Chrudim 

(Bernhard) 


Čáslau 
Čáslav 

(Kuthan) 


>«» 

>o>oB 


Čerma Böhm. 
Čerma Česká 

(Slollý) 


čemowic 
Černovice 

(Hazuka) 


Čistá 
Čistá 

(Mládek) 


Deutschbrod 
Brod Německý 

(Dufek) 


Dobřan 
Dobřany 

(Obst) 


Dobřikow 
Dobřikov 

(Hansser) 


Dobruška 
Dobruška 

(Plesnr) 






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15 


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17 


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14. 


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— 






25 


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26 


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— 


— 




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— 


— 


— 


— 


— 


— 


— 


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27 


— 


— 


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— 


— 


— 


— 


— 


— 


— 


— 


— 


— 


— 


— 




28 


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— 


— 


— 


— 


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— 


— 


— 


— 


74 


— 


— 


— 




29 


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9. 


II4 


5« 


13, 


8r 


II3I 


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8,! 


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33! 


10, 




30 


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— 


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— 


12, 


— 


— 


— 


5o 


— 


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31 


— 




— 


— 


— 


— 


— 


— 




— 


— 


— 




— 


— 




Součet 
Simma 


55., 


48« 


64, 


2I5 


67, 


31o 


38^ 


39o 


79s 


48, 


325 


36, 


67, 


223' 


45, 




Dni deší. 

Regtg. 


12 


14 


14 


11 


10 


15 


13 


8 


12 


8 


12 


8 


9 


6 


12 




Měsíc 
Monat 


Břišťan 
Břišťany 

(Procházka) 


Brník 
Brníky 

(Zeohner) 


Brünnl 
Dobrá Voda 

(Raab) 


Buč 
Buč 

(Kotzorek) 


.2 5 

.2 fe S 

Ö tí 


Buštěhrad 
Buštěhrad 

(MoUtor) 


Bzí 
Bzí 

(Bund) 


Chlomek 
Chlomek 

(JaTÍlrek) 


Chotěschau 
Chotěšov 

(Hayne) 


Chrbina 
Chrbina 

(ScUmpke) 


Chrustenic 
Chrustenice 

(Hereschowský) 


černic-Gr. 
Černice V. 

(Hahnel) 


Čemilow 
Černilov 

(HoráĚek) 


češtin 
Češtin 

(Böhm) 


Čimelic 
Čimelice 

(Píádal 




Součet 
Summa 


36, 


42^ 


64o 


21, 


48i 


27, 


24, 


343 


11. 


31, 


I80 


31, 


28s 


47, 


443 




Dnidest 
Regtg. 


11 


11 


12 


10 


9 


5 


9 


6 


1! 


4 


3 


5 


11 


14 


7 





Prof. Dr. F. J. Studnička, 



63 



Dešťoměrná zpráva za měsíc červen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Juni 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Duppau 
Doupov 

(Z ar da) 


Einsiedel 
Mníšek 

(Cartellierl) 


Eisenberg 1 
Eisenberk ' 

(Lašek) 


Espenthor 1 
Espenthor 1 

(Merker) 1 


Falkenau 
Falknov 

(Dobrauer) 


Friedrichsthal 
Bedřichov 

(Klnaohel) 


Fuchsberg 
Fuchsberk 

(Ealkant) 


Fünfhunden 
Pětipay 

(Hodek) 


Grasalitz 
Kraslice 

(KOualer) 


Habr 
Habr 

(HambOok) 


Hartenberg 
Hartenberk 

(Lloha) 


Heidedörfel 1 
Heidedörfel 1 

(ROdllng) i 


Heinrichsgrttn 
Jindřichovice 

(Gottfried) 


Hirschberg 
Doksy 

(Plno) 


Hirschbergen 
Hirschberk 

(Schmidt) 






1 
2 
3 
4 
5 
6 
7 
8 
9 

10 
11 
12 
13 
14 
15 
16 
17 
18 
19 
20 
21 
22 
23 
24 
25 
26 
27 
28 
29 
30 
31 


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03 1 






Součet 
Somma 


16, 


58, 


46, 


15, 


23« 


95 1 


Ö3 


16, 


27 e 


52, 


4I3 


50 5 


26, 


50. 37, 

i 






Ddí delt 

Regtg. 


8 


11 


10 


5 


8 


12 


3 


7 


8 


12 


8 


10 


8 


10 


11 






Měsíc 
Monat 


Dobern 
Dobranov 

(Llobloh) 


Dobrai- Gross 
Dobrá V. 

(HaTTAnok) 


Dobříš 
Dobříš 

(Kalahza) 


Dobschic 
Dobšice 

(Edolbauer) 


Dymokur 
Dymokury 

(Rolmor) 


í 
i 


Eisenstein 
Eisenstein 

(Bormann) 


Fi-eudenhöhe 
Freudenhöhe 

(Borgmann) 


Frimburg 
Na Frimburku 

(HeUor) 


Fi'ühbuss 
Přibuzy 

(Erhört) 


Fürstenhut 
Knižeplán 

(Koydl) 


Geltschhäuser 
Gelč 

(Homolka) 


3 

a^ 

03 .^ 


Görsbach 
Gersbach 

(PletBoh) 


Gottschau 
Kocov 

(Rfiil6kB) 






Součet|j AA 

Sammajl ^' 


26, 353 


42„ 


38, 


9, 


41 4 


93, 


86, 


27o 


26 1 


42, 


24, 


94. 


13e 






ínidešt 
Regtg. 


9 


4 


' i 


11 


6 


8 


10 


12 


12 


10 


7 


7 


6 


12: 


4 





Prof. Dr. F. J. Stodnlika. 



6* 



C4 



Dešťoměrná zpráva za měsíc červea 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Juni 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Hlawno Kostel. 
Hlavno Kostel. 

(Mölzer) 


Hlinsko 
Hlinsko 

(Rosvoda) 


Hochwald 
Hochwald 

(Scholz) 


Hohenelbe 
Vrchlabí 

(Kubrycht) 


Hohenfurt 
Brod Vyšší 

(Enslén) 


Horažďowic 
Horažďovice 

(Krause) 


Hořín 
Hořín 

(Kubát) 


Hracholusk 
Hracholusky 

(ŠtiSpánek) 


Hurkenthal 
Hůrka 

(Blasobek) 


Inselthal 
Inseltbal 

(Nlckerl) 


Jahodow 
Jahodov 

(Chlumecký) 


Jičín 
Jičín 

(Vaüaus) 


Jizbic 
Jizbice 

(Jllchilek) 


Jungbunzlau 
Boleslav Ml. 

(Sámal) 


's ! 

^ >■! 

lili 

íatáít 1 






1 

2 

3 1 

4 

5 

6 

7 

8 

9 

10 i 
11 
12 
13 
14 
15^ 
16 
17 
18 
19 
20 
21 
22 
23 
24 
25 
26 
27 
28 
29 
30 
31 


mm 

0. 

65 

0. 

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03 
1, 

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0. 

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2= 

93 

27o 


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3, 

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35 

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15, 


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6„ 

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7o 


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3. 

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2. 

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4s 

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3o 

93 


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37 

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3. 

29 

I 

7i 






Součet no 
Snmma '^^s 


262 


^2, 


643 


42„ 27, 


34, 


335 


44^ 34, 


66, ; 43, 


42x 


31 e 


36, ' 






Ďnideší. .. 
Regtg. i 


8 


11 


12 


12 9 


6 


10 12 9 


11 


10 11 


7 : 13 






— t8 


Grafongrün 
Grafengrün 

(Plooek) 


Gratzen 
Nové Hrady 

(Newisch) 


P'SI 
ot?ä 


Grottau 
Hrádek 

(Mobanpt) 


Grulich 
Králíky 

(Holub) 


Hauichen 
Hanichen 

(Nenwinger) 


Harabaska 
Harabaska 

(Schneider) 


Hauska 
Houska 

(Holý) 


Hlawic 
Hlavice 

(Srb) 


HocbcbUimec 
Chlumec Vys. 

(Mollltn) 


Hochgarth 
Hochgarth 

(Buhner) 


Hořelic 
Hořelice 

(Bubeníček) 


HořeĎowes 
Hořeňoves 

(Kozák) 


Horka Gr. 
Horka V- 

(Syrový) 


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Regtg. 


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7 


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11 


14 


7 


7 


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Prof. Di. f. J. Stadnlčk.1. 



65 



DešComěrná zpráva za měsíc červen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Juni 1887. 



Den měsíce 1 
Monatstag 


Kailich 
Kaiich 

(Langenauer 


Kaltenbach 
Nové Hutě 

(SchnnrpfeU) 


Kaltenberg 
Kaltenberk 

(CharvM) 


Kamaik a. d. M 
Kamýk n. V. 

(Kořínek) 


Kamnitz-B. 
Kamenice C. 

(Pompe) 


Kaplic 
Kaplice 

(Vokonn) 


Karlatein b.Svr. 
Karlstein u Svr 

(Schlmanek) 


Klattau 
Klatovy 

(Nešpor) 


Königswart 
Kinžwart 

(Staroofchek) 


Kohoutow 
Kohoutov 

(Sohnpik) 


Kolin 
Kolin 

(Potftček) 


Kreuzbuche 
Kreuzbuche 

(Sclmmall) 


Krumau 
Krumlov 

(Fokarek) 


Kukus 
Kukus 

(Kenmann) 


Kulm b. Karb. 
Chlumec u Ch. 

(Prochllikn) 


1 
2 
3 
4 
5 

6 

7 

8 
9 

10 
11 
12 
13 
14 
15 
16 
17 
18 
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12 10 


13 7 1 


Měsíc 
Monat 


Hrádek Def. 
Hrádek Def. 

(Blnhouš) 


Hradischt 
Hradiště 

(Ploker) 


Hubenow 
Hubenov 

(Piknj) 


Jasená 
Jasená 

(NoTák) 


Jeleni-Ober 
Jelení Horní 

(Beer) 


Jene 
Jene 

(Hacker) 


Ješín 
Ješín 

(Dörrl) - 


Johann St. 
Sv. Jan Nep. 

(Sanbn) 


Johnadorf 
Janovice 

(Knlttol) 


Kaaden 
Kadaň 

(Schneider) 


Kališt b. Hump. 
Kalištu Hump. 


Kbel 
Kbely 

(Zika) 


Kleinbocken 
Bukovina M. 

(Czlrnloh) 


Klenau 
Klenová 

(Schmiedt) 


Kopce 
V Kopcích 

(Bohutlnskí) 


Součet 32 ; 13 1 20^ 


33, 46, 28, 


364 


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19„ 56, 


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10 


10 


8 


14 


8 


13 


12 


11 


5 


13 


14 



Prof. Dr. F. J. Studnička. 



66 



Dešťoměrná zpráva za měsíc červen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Juni 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Kytín 
Kytín 

(Hofimann) 


Landstein 
Landštýn 

(Strohmayer) 


Langwiese 
Langwiese 

(Karásek; 


Laučeň 
Loučen 

(Strejček) 

1 


Laun 
Louny 

(Kurz) 


Leitomyschl 
Litomyšl 

(Vajrauoh) 


Libějic 
Libějice 

(Čistka) 


Lichtenau 
Lichkov 

(Sperling) 


Lis 
Líz 

(OUlern) 


Lobosic 
Lovosice 

(Hanamann) 


Medouost H. 
Medonost 


Michelsberg 
Michalovice 

(Tlil) 


Mies 
Stříbro 

(Tebonszky) 


Milčín 
Milčín 

(TiBchlor) 


Moldautein 
Vltavotýu 

(Sakař) 






1 

2 

3 

4 

5 

6 

7 

8 

9 

10 

11 

12 

13 

14 

15 

16 

17 

18 

19 

20 

21 

22 

23 

24 

25 

26 

27 

28 

29 

30 

31 


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9 






Měsíc 
Monat 


Kostelec-A. 
Kostelec n. 0. 

(Spiegel) 


Kosten 
Kostov 

(BUtnor) 


Křič 
Křič 

(Popelka) 


Kronporičen 
Korunní Poříč 

(Daneä) 


Kupferberg 

Měděnec 

(Pták) 


Kurau 
Korouhev 

(Svoboda) 


Kuteslawic 
Chudoslavice 

(Beran) 


Kwětow 
Květov 

(Jiskra) 


Langendorf 
Dlouhá Ves 

(Friedl) 


Laubendorf 
Limberk 

(JaulBcb) 


Lhota Sár. 
Lhota Šárov. 

(Málek) 


Libochowic 
Libochovice 

(Hofbauer) 


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Lidic 
Lidice 

(Slrúček) 


Liebwerd T. 
Libverda u D. 

(LIedl) 






Součet 
Snmma 


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9 


11 


8 


9 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



67 



Dešťoměrná zpráva za měsíc červen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Juni 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 




Nekmlr 
Nekmlr 

(Baner) 


Nepomuk 
Nepomuk 

(Stopko) 


Neuhaus 
Hradec Jindř. 

(Schobl) 


Neuhäusel 
Nové Domy 

(Nestler) 


Neuhof b.Béch. 
Nový Dvůr 

(NeUer) 


Neustadt 
Neustadt 

(Fischer) 


Neuthal 
Neuthal 

(CharyW) 


Neuvfelt 
Nový Svět 


Neuvriese 
Neuwieae 

(Bartel) 


Olbersdorf 
Olbersdorf 

(Böhm) 


Osserhütte 
Osserhütte 

(Sohwolger) 


0« 


Pardubic 
Pardubice 

(Sora) 


Petrowic 
Petro vice 

(Barth) 


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27 


— 


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— 


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— 


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28 


— 


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31 


— 


— 


— 


— 




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— 


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— 


— 


— 


1 


Součet 
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40o 


255 


2I5 


203 


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.Regtg. 


: 10 


15 


8 


12 


2 


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14 


8 


6 


10 


6 


15 


12 


4 



Prof. Dr. F. J. StnJulčka. 



68 



Dešťoměrná zpráva za měsíc červen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Juni 1887. 





sice 
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Den mě 
Monats 


Petschau 
Bečov 

(Unger) 


Pilgram 
Pelhřimo 

(Mollenda 


Pilsen 
Plzeň 

(čipera) 


Písek 
Písek 

(Tonnor) 


Plass 
Plasy 

(Holeček) - 


Ploschko 
Ploškovic 

(Falmsteln) 


Ponéschic 
Poněšice 

(Kroh) 


Prag 
Praha 

(Stndülöka) 


Příbram 
Příbram 

(Lang) 


Proseč 
Proseč 

(žaak) 


Pürglitz 
Křivoklát 

(Buok) 


PQrstling 
Pürstlink 

(Schlmann) 


Rabenstei 
Rabätein 

(Bayer) 


Rakonitz 
Rakovník 

(Fahoun) 


Reichenbí 
Liberec 

(Walter) 








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Neuhäuseln 
Neahäuseln 

(Oafgo) 


Neuhütte 
Neuhütte 

(Neumann) 


2 'S 


Nezdic 
Nezdice 

("Walmann) 


Obisch 
Obíš 

(Arnošt) 


Oemau 
Soběnov 

(Příhoda) 


Osek b. Kně 
Osek u Kně 

(Šíma) 


Ossegg 
Osek 

(Felke) 


Paseka 
Paseky 

(Jablonský) 


Paseka b. Pro 
Paseka u Pro 

(Faďonr) 


Pelestrow 
Pelestrov 

(RoBslaw) 


Philippsberg 
Filipov 

(Kalkant) 


Pičkowic 
Býčkovice 

(Jebautzke) 


Plöckenstein 
Plöckenstein 

(Kopríwa) 


Podmoklic 
Podmoklice 

(Koudelka) 






Součet 
SomDia 


43, 


78, 


289 


193 


25, 


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22, 


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26, 


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Regtg. 1 


10 


13 


6 


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11 


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13 


10 


9 


6 


6 


14 


5 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



69 



DešComěrná zpráva za měsíc červen 1887. 
Onibrometrischer Bericht für den Monat Juni 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 

Reitzenhain 
Reitzenbain 

(Woniačka) 


Richeuburg 
Richeuburk 

(VoTerka) 


Röhrsdori 
Röhrsdorf 
(Ducke) 


Rokytnic 
Rokytnice 

(Ríor) 


? 

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^ >^ 
i 
3 3 1 


Rosenberg 
Rožmberk 

(BIcUtor) 


Rosic 
Rosice 

(ŠíaBtný) 


RothenhauB 
Hrádek Červ. 

(Sachs) 


Rudolfsthal 
Rudolfsthal 

j (Krdmský) 


Rumburg 
Rumburk 

(Lenk) 


Ruppau 
Roupov 

(Latz) 


Salmthal 
Salmthal 

(Po(er) 


Schattava 
Šatava 

(Amort) 


S!2 

'ä'n 

-2-2 * 


Schueeberg 
Sněžník 

(Linhart) 




1 

2 
3 
4 
5 
6 
7 
8 
9 

10 
11 
12 
13 
14 
15 
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18 
19 
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Měsíc 
Monat 


Polic 
Police 

(John) 


Politz-Ober 
Páleč Horní 

(Eachlor) 


Přerow-Alt 
Přerov Starý 

(Walter) 


Prorub 
Proruby 

(Kubolkii) 


Psář 
Psáře 

(Werner) 


Rapic 
Rapice 

(Zima) 


Reinwiese 
Reinwieae 

(Teuscliol) 


Rezek Forst. 
Rezek mysl. 

(Svoboila) 


Rieseiihain 
Rieseubain 

(Vorroith) 


Rothoujezd 
Újezd Červ. 

(Kaltofen) 


Rothoujezd 
Újezd Červ. 

(Bntta) 


Rudolfi Jag. H. 
Rudolfi mysl. 

(Werner) 

— 1 


Saudau 
Zaudov 

(Eachlor) 


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Schöuinger 
Klet ! 

íKrboček) 




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Summa j '^'^* 


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11 


11 


10 


7 


9 


10 


14 





Prot. Dr. F. J. Studnička. 



70 



Dešťoměrná zpráva za měsíc červen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Juni 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


.ÍŠ ^ 

j=3 

NN 

a j3 

Ils 

-Sil 


Schwarzbach 
Schwarzbach 

(Balllng) 


Sedl 
Sedlo 

(Rlsscl) 


Skalic B. 
Skalice Č. 

(Valenta) 


Soběslau 
Soběslav 

(KuUa) 


Sofienschloss 
Sofienschloss 

(Roller) 


Stěchowic 
Štěchovice 

(Paur) 


Stefanshöhe 
Štěpánka 

(Votoček) 


Storn 
Storn 

(Štipek) 


Stubenbach 
Prášily 

(Bälohliivek) 


Subschitz 
Zubčice 


4^ 

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Tábor 
Tábor 

(TlromAilko) 


Taus 
Domažlice 

(Weber) 








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— 


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— 


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— 






27 


— 


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— 


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0, 


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28 


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31 


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— 


— 


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Součet 
Summa 


41e 


47, 


42o 


38 e 


50, 


62, 


31, 


* 91, 


50, 


38, 


39, 


124e 


323 


lOe 


•193 






Ďaidešf. 
Regtg. 


10 


11 


7 


10 


13 


10 


11 


14 


13 


14 


10 


15 


12 


5 


8 






._ cd 
CO c: 

>» o 

ES 


Schwanberg 
Krasikov 

(Leiner) 


Schweinitz 
Sviny Trhové 

(Beran) 


Schweissjäger 
Schweissjäger 

(Neumann) 


Senftenberg 
Žamberk 

(Němeček) 


Sichow 
Sichov 

(Kreil) 


Siebengiebel 
Siebengiebel 

(HorAk) 


Siebengründen 
Siebengrflnden 

(Hortenskj) 


Skala 
Skála 

(Auerhann) 


Sloupno 
Sloupno 

(Nykllček) 


Smiřic 
Smiřice 

(Goldmann) 


Smolotel 
Smolotely 

(Písařík) 


Sonnenberg 
Suniperk 

(Stein) 


Spitzberg 
Špičák 

(Hawcl) 


Stehen 
Stebno 

(Marjanko) 


Strassdorf 
Straasdorf 

(Třlblk) 






Součet 
Snmma 


20, 


55, 


81t 


69 3 


7„ 


75s 


79, 


483 


2I5 


35 1 


293 


48e 


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38e 


569 






Dni lúL 
Regtg. 


6 


12 


8 


12 


3 


11 


14 


13 


7 


10 


7 


14 


13 


6 


12 





Piof. Dr. r. J. Stadnlíka. 



71 



Dešťoměrná zpráva za měsíc červen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für deü Monat Jimi 188T. 





Den měsíce 
Monatstag 


Thiergarten 
Obora mysl. 

(Vandas) 


Tomic 
Tomice 

(Urválek) 


— 
S S| 
ÍÍ5 


Trčkadorf 
Trčkov 

(Friedrich) 


Třebotow 
Třebotov 

(cle Pauli) 


B > « 




.-sssl 

■=2 5 

PDS 


Warte ub erg 
Wartenberk 

(Babák) 


Weissbach 
Weisabach 

(Klntzl) 


Weisswasaer 
Bělá 1 

(Peřina) 1 


Welhartic 
Velbartice 

(Sclireibcr) 


Wenzelsdorf 
Václavov 


3 S" 


Wildenschwerl 
Ústí n. 0. 

(NorAk) 






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28 


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31 


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— 


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Součet 
Summa "' 7 


33, 


389 


99o 


33^ 


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32o 


40, 


54, 


156., 


52, 


42o 


175 





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Dni dešf. , p 
Regtg. 


7 


7 


16 


10 


10 


8 


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11 


11 


11 


10 


9 


— 


13 \ 






! Měsíc 
1 Monat 

Střem 
i Střemy 

\ (Marek) 


Stříteř 
Střítež 

(Stoupa) 


Strojedic 
Stroj edice 

(Kaäpitek) 


Stiípčic 
Stupčico 

(Velhardokv) 


Swarow 
Svárov 

(Petrař) 


Světlá 
Světlá 

(Seldler) 


Sýkora J. H. 
Sýkora mysl. 

(Heinrich) 


Tachlowic 
Tachlovice 

(PrUl) 


ranneuberg b. B. 
Tanenberk u Bl. 

(Erben) 


Thomas St. 
Sv. Tomáš 

(Lenz) 


Türmitz 
Třmíce 

(JoSBt) 


Uhersko 
Uhersko 

(Lindnor) 


Wčelákow 
Včelákov 

(Fischer) 


Weipert 
Vejprty 

(Lorenz) 


Welleschin 
Velešín 

(Vavieyn) 






Součet 
Somma 


43, 


869 


25o 


34, 


30o 


49, 


44. 


343 


91o 





36« 


383 


30o 


77, 


50, 






DnideJÍ. 
Regtg. 


8 


12 


7 


11 


7 


12 


12 


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13 





8 


7 


13 


17 


10 





Prof. Dr. F. J. Studnlčk». 



72 



Dešťoměrná zpráva za měsíc červen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Juni 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


Winterberg 
Vimberk 

(Němeček) 


Wittingau 
Třeboň 

(Krb) 


Wlaschim 
Vlašim 

(Oabrtel) 


Wobrubec 
Vobrubec 

(Hoke) 


Wojetin 
Vojetin 

(štowlk) 


Wordan 
Vordan 

(Kumžák) 


Worlík 
Vorlik 

(KnblaB) 


Wráž 
Vraž 

(Urban) 


Zhoř b. R. Jan 
Zhoř u Č. Janiitic 

(Včela) 


Zirnau 
Dříteň 

(Bezecný) 


Zlonic 
Zlonice 

(Kozel) 


Zwickau 
Cvikov 

(Homolka) 


Žďár b. Rokyc. 
Žďár u Rokyc. 

(Hortco) 


Ždirec b. Chot. 
Ždirec uChotb. 

(1'nohollk) 


III 




1 
2 
3 
4 
5 
6 
7 
8 
9 

10 
11 
12 
13 
14 
15 
16 
17 
18 
19 
20 
21 
22 
23 
24 
25 
26 
27 
28 
29 
30 
31 


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44, 


46, 


49, 


44e 


21, 


39o 


18e 


32, 


64o 


27, 


69, 


23, 




Dni deE. 

Regtg. 


13 


10 


15 


9 


9 


9 


9 


11 


10 


8 


11 


12 


9 


13 


5 




Měsíc 
Monat 


Weltrus 
Veltrusy 

(Mellg) 


Werscbeditz 
Verušice 

(Eckert-Hctzol) 


Westec 
Vestec 

(Končický) 


Wildstein 
Vilštein 

(Opolecký) 


Wysoká 
Vysoká 

(Tast) 


Wysoká 
Vysoká 

(Syka) 


Zádolí 
Zádolí 

(Graff) 


Zbíslawec 
Zbyslavec 

(Manlík) 


Zderadín 
Zderadiny 

(Homolka) 


Ntsje 


Zeměch 
Zeméchy 

(Ďojka) 


Zinnwald 
Cinwald 

(Taiidlor) 


Zwoleůowes 
Zvoleůoves 

(Sperl) 


Ždikau Gr. 
Ždikov V. 

(Knorre) 


lil 

>N"NS. 




Součet 
SniDma 


33, 


18, 


52 e 


26, 


— 


33^ 


22, 


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42 e 


50, 


42, 


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29, 


27, 


24s 




'lideší.; 
Regtg. 


8 


5 


11 


3 


— 


9 


12 


11 


10 


10 


10 


6 


6 


4 


9 





Prof. Dr. F. J. Stndnička. 



73 



Dešťoměrná zpráva za mésíc červenec 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Juli 1887. 





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Den mé 
Monats 


Alberitz 
Malměřic 

(Rotíclier) 


Altbütten 
Staré Hu 

(Güuthor) 


Aupa-Kle 
Oupa Ma 

(Uroob) 

Ausserge 
Kvilda 

(KrAUk) 


Bärenwa' 
Bärenwal 

(Plnskor) 

Benescha 
Benešov 

(Kmka) 


Bilin 
Bílina 

(Zeman) 


Binsdorf 
Binsdorf 

(Flscber) 


Bistrau 
Bistré 

(Kryäpln) 


Blatná 
Blatná 

(Bastář) 


Böaig 
Bezděz 

(Fecbtner) 


Borau 
Borová 

(Rubr) 


Braunau 
Broumov 

(Ůtrrtečka) 


Brennpor 
Poříčí Sp 

(Prokfipok) 


Buchers 
Buchoří 

(Flíchbook) 






1 


mm 


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1 mm ; mm 


1 mm 


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— 


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Součet; 07 
Snmnia i ^'^ \ 


23^1 


56: 48o 


83o 27, 444 29, 78o j 22« | 70, j 38, j 39, 


32 9 


60, 






Doidelř.' g ! 


15 


9 


14 ' 


13 12 10 ! 7 


11 1 7 9 , 7 ' 8 


10 


13 






Rpgtg- , 






















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0O- 








owic 
ovice 






.2 3 








M ěs 
M on 

Adulfsgi 
Adolřugi 

(Waltor) 


Aicba B 
Dub Čes 

(ScblUer) 


.SŽ.2 £ 

P- > 

s 

mp;S 


§2? 
«pa-S 


M o o (0 1 Ü o * 

«.-2 -g-SI -SS^ 1 ^ S'S 
•SSí .2.:í3 li-íi^' oo-s ■ 

sasq?, Äi(2aS,:PaP3S «pa&i 


Bohnau 
Bauín 

(Prutscbok 


Bohoušk 
Bohoušk 

Haubor) 


Brandeis a. 
Brandeia 

(Zalabik) 

Branná 
Branná 

(Makovský 


Branžow 
Braužov 

(Blon) 


Breskow 
Břeskovi 

(Slmok) 


Břewnow 
Břevnov 

(Kutzer) 






Součet: p-n 
Simma °^i 


53, 


26i I83 


56, 26, 1 583 

1 


28, ; 33^ ' 324 i 24j 79^ 

I ' 


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19, 


30o 






Dniileší,, ,. 


8 


6 8 


6 


6 7 9 


11 


11 


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6 






Regtg.;; 


1 






1 






1 


\ 








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1 









(! Znamená tu bouřku.) (! Bedeutet hier ein Gewitter.) 



Prof. Dr. F. J. Studnička. 



74 



Dešťoměrná zpráva za měsíc červenec 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Juli 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


Buchwald 
Bučina 

(železný) 


Chotzen 
Choceň 

(Endrys) 


Chotěboř 
Chotěboř 

(Ryba) 


Christianberg 

Křištanov 

(Rulf) 


Christianburg 
Kristianburk 

(Ozeoh) 


Chrudim 
Chrudim 

(Bernhard) 


3 >'a 


čejkow 
Cejkov 

(Boháíek) 


Cerma Böhm. 
Čerma Česká 

(MaUý) 


Čemowic 
Cernovice 

(Hazuka) 


Čistá 
Čistá 

(Mlídok) 


Deutschbrod 
Brod Německý 

(Dufek) 


Dobřan 
Dobřany 

(Obst) 


Dobřikow 
Dobřikov 

(Hausaor) 


Dobruška 
Dobruška 

(Plesnr) 




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Měsíc 
Monat 


Břišfan 
Břišfany 

(Procházka) 


Brník 
Brníky 

(Zechner) 


Brünnl 
Dobrá Voda 

(Raab) 


Buč 
Buč 

(Kotzorek) 


330 

fQwe 


Buštěhrad 
Buštěhrad 

(Molltor) 


Bzí 
Bzí 

(Bund) 


Chlomek 
Chlomek 

(JavArek) 


Chotěschau 
Chotěšov 

(Hayne) 


Chrbina 
Chrbina 

(Sohlmpke) 


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Černic-Gr. 
Černice V. 

(Hahnel) 


Čemilow 
Černilov 

(Horáček) 


Češtin 
češtin 

(Böhm) 


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Snmma 


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8 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



75 



Dešťoměrná zpráva za měsíc červenec 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Juli 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


Duppau 
Doupov 

(Zarda) 


Einsiedel 
Mníšek 

(Cartelliorl) 


Eisenberg 
Eisenberk 

(Laiek) 


Espenthor 
Espenthor 

(Merker) 


Falkenau 
Falknov 

(Dobrauer) 


Friedrichsthal 
Bedřichov 

(Klnsohel) 


Fuchsberg 
Fuchsberk 

(Kaikant) 


Fünfhunden 
Pětipsj 

(Hodek) 


Grasslitz 
Kraslice 


Habr 
Habr 

(HambOok) 


Hartenberg 
Hartenberk 

(Llcha) 

Heidedörfel 
Heidedörfel 

(ROdlIng) 

Heinrichsgrün 
Jindřichovice 

(Gottfried) 


Hirschberg 
Doksy 

(Plno) 


Hirschbergen 
Hirschberk 

(Schmidt) 




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Monat 


Dobern 
Dobranov 

(lílebloh) 


1 

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Dobříš 
Dobříš 

(Kalabza) 


Dobschic 
Dobšice 

(Edelbauer) 


Dymokur 
Dymokury 

(Reimer) 


1 


Eisenstein 
Eisenstein 

(Bormanu) 


Fi-eudenhöhe 
Freudenhöhe 

(Bergmann) 


Frimburg 
Na Frimburku 

(HeUer) 


Fi'ühbuss 
Příbuzy 

(Petržilka) 


Fürstenhut 
Knižeplán 

(Koydl) 


Geltschhäuser 
Gele 

(Homolka) 


Georgaberg 
Kíp 

(Sclireck) 


Görsbach 
Gersbach 

(PlotBch) 


Gottschau 
Kocov 

(R6žl6ka) 




Součet' 
Somma | 


36, 


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Prof. Dr. F. J. StudnlSks. 



76 



Dešťoměrná zpráva za měsíc červenec 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Juli 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Hlawno Kostel. 
Hlavno Kostel. 

(Mfllzer) 


Hlinsko 
Hlinsko 

(Kozroda) 


Hochwald 
Hochwald 

(Schulz) 


Hohenelbe 
Vrchlabí 

(Kubryclit) 


Hohenfurt 
Brod Vyšší 

(Enslén) 


Horažďowic 
Horažďovice 

(Krause) 


Hořín 
Hořín 

(Kubát) 


Hracholusk 
Hrách olusky 

(ŠtSpánek) 


Hurkenthal 
Hůrka 

(Blaschek) 


Inselthal 
Inselthal 

(Nickorl) 


Jahodow 
Jahodov 

(Chlumecký) 


Jičíu 
Jičín 

(Yaňanií) 


Jizbic 
Jizbice 

(Michálek) 


Jungbunzlau 
Boleslav Ml. 

(šámnl) 








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Snmma 


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42, 


66, 


52 2 


365 


4, 


175 


91, 


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52, 


243 


51e 


17, 


41 9 






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Regtg. 


10 


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7 


7 


8 


6 


10 1 






»03 o 

Se 


Grafongrün 
Grafengrün 

(Plocek) 


Gratzen 
Nové Hrady 

(Newlsch) 


Grossbürglitz 
Vřešfov 

(Málek) 


Grottau 
Hrádek 

(Mohaupt) 


Grulich 
Králíky 

(Holub) 


ílí 

'3 Ö 5 

wws. 


Harabaska 
Harabaska 

(Schneider) 


Hauska 
Houska 

(Holý) 


Hlawic 
Hlavice 

(Srb) 


Hochchlumec 
Chlumec Vys. 

(Melllva) 


Hochgarth 
Hochgarth 

(BUhner) 


Hořelic 
Hořelice 

(BubenlĚek) | 


Hořeůowes 
Hořeňoves 

(Kozák) 


III 

wwS 


|.2 
WW2. 






Součet 
Snisma 


27, 


43, 


62, 


46. 


112, 


52, 


563 


33 1 


474 


48s 


69 9 


17, 


4I4 


8, 


I85 






kúúi, 

Regtg. 


9 


6 


9 


8 


9 


7 


10 


6 


6 


10 


13 


5 


8 


3 


7 





Prof. Dt. F. J. Studnička. 



77 



Dešťoraěrná zpráva za měsíc červenec 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Juli 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Kailich 
Kaiich 

(Langeuauer 


Kaltenbach 
Nové Hutě 

(Schnurpíeli) 


Kaiteuberg 
Kaltenberk 

(Cliarvil) 

Kamaik a. d. M. 
Kamýk n. V. 

(Kořínek) 


Kamnitz-B. 
Kamenice C. 

(Pompe) 


Kaplic 
Kaplice 

(Yokonn) 


Karlstein b. Svr. 
Karlstein uSvr 
(Schlmanek) 


Klattau 
Klatovy 

(Nešpor) 


Königswart 
Kinžwart 

(Starouscliek) 


Kohoutow 
Kohoutov 

(Schaplk) 


Kolin 
Kolin 

(Potáček) 


Kreuzbuche 
Kreuzbuche 

(ScUamall) 


Kru mau 
Krumlov 

(Fakarek) 


e 

2 ■" ° 

Ö 3 S 


Kulm b. Karb. 
Chlumec u Ch. 

(Proohilzkn) 






1 

2 

3 

4 

5 

6 

7 

8 

9 
10 
11 
12 
13, 
14 
15 
16 j 
17 
18 
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4 


9 


9 


10 


8 


9 






Měsíc 
Monat 


Hrádek Def. 
Hrádek Def. 

(BlallonS) 


Hradischt 
Hradiště 

(Ploker) 


Hubenow 
Hubenov 

(Pěkný) 


Jasená 
Jasená 

(Novák) 


Jelem'-Ober 
Jelení Horní 

(Beer) 


Jenč 
Jenč 

(Hocker) 


Ješín 
Ješín 

(DOrrl) 


Johann St. 
Sv. Jan Nep. 

(Sauba) 


Johnsdorf 
Janovice 

(Knlltel) 


Kaaden 
Kadaň 

(Schneider) 


Kaliit b. Hump. 
Kališt u Hump. 

(Sagi; 


Kbel 
Kbely 

(Zika) 


Kleinbocken 
Bukovina M. 

(Czlrnloh) 


Klenau 
Klenová 

(Sohmiedt) 


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Součet 
Summa 


43. 


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4 


4 


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10 


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10 


6 


8 


11 





Prof. Dr. F. J. Sludnlčk». 



78 



Dešťoměrná zpráva za měsíc červenec 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Juli 1887. 





































Den měsíce 
Monatstag 


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Dni deší. i 
Regtg.: 


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6 


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Dnidešt 

Regtg. 


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11 


8 


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10 


11 


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10 


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9 


6 


8 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



79 



DešComěrná zpráva za měsíc červenec 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Juli 188T. 



Den měsíce 
Monatstag 

Náwes 
Náves 

(Mašek) 


Nekmír 
Nekmíř 

(Baner) 


Nepomuk 
Nepomuk 

(Stopka) 


Neuhaus 
Hradec Jindř. 

(Schobl) 


Neuhäusel 
Nové Domy 

(Nestler) 


Neuhof b.Béch. 
Nový Dvůr 

(Nelser) 


Neustadt 
Neustadt 

(Fischer) 


Neuthal 
Neuthal 

(Charvát) 


Neuwelt 
Nový Svět 

(Jenč) 


Neuwiese 
Neu wiese 

(Bartel) 


Olbersdorf 
Olbersdorf 

(Böhm) 


Osserhütte 
Osserhütte 

(Schwelger) 


Pacow 
Pacov 

(Novák) 


Pardubic 
Pardubice 

(Sova) 


Petrowic 
Petrovice 

(Barth) 




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31 


— 


— 


— 


— 


— 


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— 


— 




— 


— 




— 


— 






Součet 
Summa 


22 1 


37, 


403 


223 


45, 


15, 


56 e 


49, 


64, 65, 


90 3 


136e 47, 


40s 


81, 




Diiidesi 

Regtg. 


4 


9 


10 


8 


9 


5 


9 


9 


10 


8 


11 


12 8 


9 


10 




Měsíc 
Monat 


Maader 
Mádr 

(Čada) 


Machendorf 
Machendorf 

(May) 


Mändryk 
Mendryk 

(Macek) 


Marschendorf 
Maršov 

(Stelgerhof) 


Maschan 
Mašov 

(Makas) 


Meluik 
Mělník 

(Winkler) 


Merklín 
Merklín 

(Bran n er) 


Millau 
Mílový 

(Broslg) 


Mile schau 
Milešov 

(Matoušek) 


Mireschowic 
Mirešovice 

(Beer) 


Mladějowic 
Mladéjovice 

(Almesberger) 


Modlín 
Modlín 

(štipek) 


Morau-Ober 
Morava H. 

(Adámek) 


Mühlör/en 
Mileřsko 

(Schmelowský) 


í 

Nepomukb.Klenč 
Nepomuk uElenč 

(Voknrka) 




Součet 
Snmmi 


84. 


681 


38;, 


61e 


28o 


7o 


70, 


49e 


75, 


67i 


50, 37, 


79, 


49, 


61, 




Dni klL 

Regtg. 


15 


9 


4 


9 


5 


6 


7 


7 


8 


8 


7 


8 


10 


6 


9 





Prof. Dr. F. J. Stodulíka. 



80 



Dešťoměrná zpráva za měsíc červenec 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Juli 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Petschau 
Bečov 

(Unger) 


Pilgram 
Pelhřimov 

(Mollenda 


Pilsen 
Plzeň 

(čipera) 


Písek 
Písek 

(Tonner) 


Plass 
Plasy 

(Holeček) 


Ploschkowic 
Ploškovice 

(Palmstelu) 


Ponéschic 
Poněšice 

(Kroh) 


Prag 
Praha 

(Studnička) 


Příbram 
Příbram 

(Lang) 


Proseč 
Proseč 

(Žaak) 


Pürglitz 
Křivoklát 

(Buok) 


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Rakonitz 
Rakovník 

(Fahoun) 


Reichenberg 
Liberec 

(Walter) 






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Neuhäuseln 

(Uafgo) 


Neuhütte 
Neuhütte 

(Neumann) 


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Nezdice 

(Walmann) 


Obisch 
Obíš 

(Arnošt) 


Oemau 
Sobénov 

(Příhoda) 


Osek b. Kněz. 
Osek u Kněz. 

(šima) 


Ossegg 
Osek 

(Felks) 


Paseka 
Paseky 

(Jablonský) 


Paseka b. Pros. 
Paseka u Pros. 

(Paďour) 


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(Kalkaut) 


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Býčkovice 

(Jebautzke) 


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Podmoklice 

(Koudelka) 






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4 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



81 



DešComěrná zpráva za měsíc červenec 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Juli 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 

Reitzenhain 
Reitzenhain 

(WoiuaSka) 


Richcnburg 
Richenburk 

(Veverka) 


Röhredorf 
Röhrsdorf 

(Ducke) 


Rokytnic 
Rokytnice 

(Bzer) 


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(Richter) 


Rosic 
Rosice 

(Šťastný) 


Rothenhaus 
Hrádek Červ. 

(Sachs) 


Rudolfsthal 
Rudolfsthal 

(Krámský) 


Rumburg 
Rumburk 

(Lenk) 


Ruppau 
Roupov 

(Lutz) 


Salmťhal 
Salmthal 

(Peter) 


Schattava 
Šatava 

(Amort) 


Schlosswald 
Schlosswald 

(Hlavea) 


Schueeberg 
Sněžník 

(Linhart) 


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10 



Prüf. Dr. r. J. Studnička. 



82 



Dešťoměrná zpráva za měsíc červenec 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Juli 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


Schwabin-Zbir. 
Švabín u Zbir. 

(Vaněk) 


Schwarzbach 
Schwarzbach 

(Balllng) 


Sedl 
Sedlo 

(KlBscl) 


Skalic B. 
Skalice C. 

(Valenta) 


Soběslau 
Soběslav 

(Kukla) 


Sofienschloss 
Sofiensohloss 

(RoUer) 


Stěchowic 
Štěchovice 

(Paur) 


Stefanshöhe 
Štěpánka 

(Votoček) 


Storu 
Storn 

(Štipek) 


Stubenbach 

Prášily 

(BělohWvek) 


Subschitz 
Zubčice 

(Hilgek) 


Světlá b, Reh. 
Světlá u-Lib. 

(Sluka) 


Tábor 
Tábor 

(Hromádko) 


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Domažlice 

(Weber) 


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Teplá 

(Dorsohiier) 




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Prof. Dr. F. J. Studnička. 



83 



DešComěrná zpráva za měsíc červenec 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Juli 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


Thiergarten 
Obora mysl. 

(Vandas) 


Tomic 
Toraice 

(Drválek) 


Tomkowka 
Tomkovka 

(Holub) 


Trčkadorf 
Trčkov 

(Friedrich) 


Třebotow 
Třebotov 

(de Pauli) 


Turnau 
Turnov 

(PollkOTSkv) 


Tynischt 
Týniště 

(Masner) 


Unhošt 
Unhošt 

(MulaiBcb) 


Wartenberg 
Wartenberk 

(Bubák) 


Weissbach 
Weissbach 


Weisswasser 
Bělá 

(PeHna) 


Welhartic 
Velbartice 

(Schrelhcr) 


Wenzelsdorf 
Václavov 


Wierau 
Vírov 

(Topltsch) 


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1 Měsíc 
Monat 


Střem 
Střemy 

(Marek) 


Stříttíř 
Střítež 

(Stoupa) 


Strojedic 
Stroj edice 

(Koäpliek) 


Stupčic 
Stupčice 

(Volharllokj) 


Swarow 
Svárov 

(Petrař) 


Světlá 
Světlá 

(Seldler) 


Sýkora ,J. H. 
Sýkora mysl. 

(Heinrich) 


Tachlowic 
Tachlovice 

(PrlU) 


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C8 C3 — 


T!iomas St. 
Sv. Tomáš 

(Lenz) 


Türmitz 
Trmice 

(Joast) 


Uhersko 
Uhersko 

(Llndner) 


Wčelákow 
Včelákov 

(Flacher) 


Weipert 
Vejprty 

(Lorenz) 


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Prof. Dr. F. J. Studnička. 



84 



Dešťoměrná zpráva za měsíc červenec 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Juli 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


Winterberg 
Vimberk 

(Němeček) 


Wittingau 
Třeboň 

(Krb) 


Wlaschim 
Vlašim 

(Gabriel) 


Wobrubec 
Obrubce 

(Hoke) 


Wojetin 
Vojetln 

(štowlk) 


Wordan 
Vordan 

(Kumžák) 


Worlík 
Vorlík 

(Enbiae) 


Wráž 
Vraž 

(Urban) 


Zhoř b. R. Jan 
Zhoř g Č. Januvic 

(Včela) 


Zirnau 
Dříteíi 

(Bezecný) 


Zlonic 
Zlonice 

(Kozel) 


Zwickau 
Cvikov 

(Homolka) 


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>Ni>Nia 


Ždirec b. Chot. 
Ždircc u Chotb. 

(l>iioholilv) 


Žilina 
Žilina 

(PrftSa) 




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Weltrus 
Veltrusy 

(MeUg) 


Werscheditz 
Verušice 

(Eckert-Hetzel) 


Westec 
Vestec 

(Končioký) 


Wildstein 
Vilštein 

(Opolecký) 


Wysoká 
Vysoká 

(Taat) 


Wysoká 
Vysoká 
(Syk«) 


Zádolí 
Zádolí 

(Graff) 


Zbislawec 
Zbyslavec 

(Manlik) 


Zderadín 
Zderadiny 

(Homolka) 


1 

a) 0) a 


Zeměch 
Zeměchy 

(Čejka) 


Zinnwald 
Cinwald 

(Tandler) 


Zwoleňowes 
Zvoleňoves 

(Sperl) 


Ždikau Gr. 
Ždikov V. 

(Knorre) 


Žiwotic 
životice 

(Sk&la) 




Součet 
Simma 


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8 


4 


4 


10 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



85 



Dešfoměrná zpráva za měsíc srpen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat August 1887. 



Den měsíce 
; Monatstag 


Alberitz 
Malméřice 


Althütten 
Staré Hutě 

(Ganther) 






Bäreuwalde 
Bärenwald 

(PüiBket) 


PQMÄ 


Bilin 
Bílina 

(Zeman) 


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CD 03 -ri 

SS5. 


Bistrau 
Bistré 

(KrySpln) 


Blatná 
Blatná 

(BaBtář) 


Bösig 
Bezděz 

(FecUtner) 


Borau 
Borová 

(KoUr) 1 


Braunau 
Broumov 

(Čtvrtečka) 






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Regtg., 1 


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12 


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Měsíc 
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62, 


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42. 


92., 




ĎDideší. 

Regtg. 


12 


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12 


11 


13 


13 


11 


1 

12 


II 





.1 Znamená tu bouřku.) (! Bedeutet hier ein Gewitter.) 



Prof. Dr. F. ,T. Studnička. 



86 



Dešťoměrná zpráva za měsíc srpen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat August 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Buchwald 
Bučina 

(železný) 


Chotzen 
Choceň 

(Endrye) 


Chotěboř 
Chotěboř 

(Ryba) 


Christianberg 
Křišťanov 

(RnlO 


Christianburg 
Kristianburk 

(Czeob) 


Chrudim 
Chrudim 

(Bernhard) 


Čáslau 
Čáslav 

(Kutban) 


O.S 


Čerma Böhm. 
Čei-ma Česká 

(MnUý) 


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Čistá 
Čistá 

(Mlíldok) 

Deutschbrod 
Brod Německý 

(Dufek) 


Dobřan 
Dobřany 

(ObBt) 


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Dobruška 
Dobruška 

(Plosnr) 






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16 


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11 


10 


12 






Měsíc 
Monat 


Břišťan 
Břištany 

(Procházka) 


Brník 
Brníky 

(Zechner) 


Brünnl 
Dobrá Voda 

(Eaab) 


Buč 
Buč 

(Kotzorek) 


Budweia 
Budějovice 

(Sobésiayaký) 


Buštěhrad 
Buštěhrad 

(Molltor) 


Bzí 
Bzí 

(Bund) 


Chlomek 
Chlomek 

(JaTBrek) 


Chotěschau 
Chotěšov 

(Hajno) 


Chrbina 
Chrbina 

(Schimpke) 


Chrustenic 
Chrustenice 

(Hereschowský) 

černic-Gr. 
Černice V. 

(Habnel) 


Černilow 
Černilov 

(Honldek) 

Češtin 
Češtin 

(Böhm) 


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Sninma 


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14 


12 


10 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



87 



Dešťoméiná zpráva za měsíc sípen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat August 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Duppau 
Doupov 

(Zurda) 


Einsiedel 
Mnišek 

(Carlollierl) 


Eiscuberg 
Eisenbcrk 

(LaSok) 


Espenthor 
Espenthor 

(Morker) 


Falkenau 
Falknov 

(Dobrauer) 


Friedrichsthal 
Bedřichov 

(Klneohel) 


Fuchsberg 
Fuchsberk 

(Kalknnt) 


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Freudenhijhe 
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(Borgmaim) 

Friinburg 
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(HeUer) 


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Fürstenhut 
Knížeplán 

(Kojdl) 

Geltschhäuser 
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(Homolka) 


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Trof. Dl-, F. .1. Slodnlfkn. 



S* 



88 



Dešťoměrná zpráva za měsíc srpen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für deu Monat August 188 



Den měsíce 
Monatstag 


Hlawno Kostel. 
Hlavno Kostel. 


Hlinsko 
Hlinsko 

(Bozvoda) 


Hochwald 
Hochwald 

(Schulz) 


Hohenelbe 
Vrchlabí 

(Kubrycht) 


Hohenfurt 
Brod Vyšší 

(Enslén) 


Horažďowic 
Horažďovice 

(Krause) 


Horín 
Hořín 

(Kubit) 


MM 

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Hurkenthal 
Hůrka 

(Blasohek) 


Inselthal 
Inaelthal 

(Nlckerl) 


Jahodow 
Jahodov 

(Chlumecký) 


Jičín 
Jičín 

(Yaňaas) 


Jizbic 
Jizbice 

(Michálek) 


Jungbunzlau 
Boleslav Ml. 

(aámal) 


§81 


1 

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25 


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26 


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27 


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28 


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29 


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Součet 
Snmnia 


8I5 


705 


85, 


72. 


123, 58, 


82, 


83, 


149. 


73, 


81. 


95, 


121, 


79„ 


109, 


MiúL 

Regtg. 


12 


8 


13 


12 


13 11 


11 


12 


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10 


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Prof. Dt. F. J. Studnička. 



by 



Dešíoměrná zpráva za měsíc srpen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Auaust I881 



Den měsíce 
Monatstag 


Kailich 
Kaiich 

(Langenauer 


Kaltenbach 
Nové Hute 

(Schnurpfell) 


Kaltenberg 
Kaltenberk 

(Charrát) 


Kamaik a. d. M. 
Kamýk n. V. 

(Kořínek) 


Kamnitz-B. . 
Kamenice C. 

(Pompe) 


Kaplic 
Kaplice 

(Vokoan) 


Karlstein b. Svr. 
KarlBteinuSvr. 

(Sohlmanok) 


Klattau 
Klatovy 

(Nešpor) 


Königswart 
Kinžwart 

(Staronschek) 


Kohoutow 
Kohoutov 

(Sohuplk) 


Kolin 
Kolin 

(PolSček) 


Kreuzbuche 
Kreuzbuch p 

(Scliamall) 


Krumau 
Krumlov 

(Pukarek) 


Kukns 
Kukus 

(Neumann) 


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Prof. Dr. 


F. J. Stuc 


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90 



Dešťouiěrná zpráva za měsíc srpen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat August 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


Kytín 
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(Hofímann) 


Landstein 
Landštýn 

(Strolimayer) 


Langwiese 
Langwiese 

(Kar:lsek> 


Laučeň 
Loučen 

(Strejček) 


Laun 
Louny 

(Kurz) 


Leitomyscbl 
Litomyšl 

(VajmuoU) 




Lichtenau 
Lichkov 

(Sperling) 


Lis 
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(OUloni) 


Lob sie 
Lovosice 

(llanamann) 


Medonost H. 
Medonost 

(WolO 


Michelsberg 
Michalovice 

(Till) 


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(Tebonazkj) 


Milčín 
Milčín 

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Prof. Dr. F. J. Studnička. 



91 



Dešťoměrná zpráva za měsíc srj)en 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat Auüiist 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 

Náwes 
Náves 

(Mnäok) 


Nekmíř 
Nekmír 

(Baner) 


Nepomuk 
Nepomuk 

(Stopka) 


Neubaus 
Hradec Jindř. 

(Sohobl) 

Neubilusel 
Nové Domy 

(NeBtIcr) 


Neuhof b.Béch. 
Nový Dvůr 
(Nelaer) 


Neustadt 
Neustadt 

(ťlBchor) 


Neuthal 
Neuthal 

(CharrAt) 


Neuwclt 
Nový Svět 

(Jonč) 


Neuwiese 
Neuwiese 

(Bartol) 


Olbersdorf 
Olbersdorf 

(Böhm) 


Osserhütte 
Osserhütte 

(Schwelger) 


Pacow 
Pacov 

(NoTák) 


Pardubic 
Pardubice 

(Sova) 


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Petrovice 

(Barth) 






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Prof. Dr. F. J. Stnduičk». 



92 



Dešťoměrná zpráva za měsic srpen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat August 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 


Petschau 
Bečev 

(ünget) 


Pilgram 
Pelhřimov 

(Mollenda 


Pilsen 
Plzeň 

(čipera) 


Písek 
Písek 

(Tonner) 


PlasB 
Plasy 

(Holeček) 


Ploschkowic 
Ploškovice 

(Palmsteln) 


Ponéschic 
Poněšice 

(Kroh) 


Prag 
Praha 

(Studnlika) 


Příbram 
Příbram 

(Lang) 


Proseč 
Proseč 

(znak) 


Pürglitz 
Křivoklát 

(Buok) 


Pürstling 
Pürstlink 

(Solilmann) 


Rabenatein 
Rabštein 

(Bayer) 


Rakonitz 
Rakovník 

(Fahoun) 


Reichenberg 
Liberec 

(Walter) 




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Prof. Dr. P. J. Studnička. 



93 



DešComěrná zpráva za měsíc srpen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat August 1887. 



Den měsíce 
Monatstag 

Reitzenhain 
Reitzenhain 

(Womačka) 


Richenburg 
Richenburk 

(Veverka) 


Röhrsdorl 
Röhrsdorf 

(Ducke) 


Rokytnic 
Rokytnice 

(Ezer) 


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(Richter) 


Rosic 
Rosice 

(Štastaý) 


Rothenhaus 
Hrádek Červ. 

(Sachs) 


Rudolfsthal 
Rudolfsthal 

(Krámský) 


Rumburg 
Rumburk 

(Lenk) 


Ruppau 
Roupov 

(Lntz) 


Salmthal 
Salmthal 

(Petor) 


Schattava 
Šatava 

(Ämort) 


Schlosswald 
Schlosswald 

(ITovin) 


Schuecberg 
Sněžník 

(Linhart) 




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Prof. Dr. F. J. StudnlSka. 



94 



Dešťoměrná zpráva za měsíc srpen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat August 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Schwabin-Zbir. 
Švabín u Zbir. 

(Taněk) 


Schwarzbach 
Schwarzbach 

(Balllng) 


Sedl 
Sedlo 

(Rlsacl) 


Skalic B. 
Skalice C. 

(Valenta) 


Soběslau 
Soběslav 

(Enkla) 


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Stěchowic 
Štěchovice 

(Paur) 


Stefanshöhe 
Štěpánka 

(Votočok) 


Storn 
Stom 

(Štipek) 


Stubenbach 
Prášily 

(Bólohlávek) 


Subschitz 
Zubčice 

(Hilgek) 


Světlá b. Rch. 
Světlá u Lib. 

(Sluku) 


Tábor 
Tábor 

(Hromádko) 


Taus 
Domažlice 

(Weber) 


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Schwanberg 
Krasikov 

(Leiner) 


Schweinitz 
Sviny Trhové 

(Beran) 


Schweissjäger 
Schweissjäger 

(Neumann) 


Senftenberg 
Žamberk 

(Nčmeček) 


Sichow 
Sichov 

(KreU) 


Siebengiebel 
Siebengiebel 

(Horák) 


Siebengründen 
Siebengründen 

(Hortenský) 


Skala 
Skála 

(Auerhann) 


Sloupno 
Sloupno 

(Njkllček) 


Smiřic 
Smiřice 

(Ooldmann) 


Smolotel 
Smolotely 

(Písařík) 


Sonnenberg 
Suniperk 

(Stein) 


Spitzberg 
Špičák 

(Hawel) 


Stehen 
Stebno 

(Maqanko) 


Strassdorf 
Strassdorf 

(Přlblk) 






Součet 
Snmma 


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12 


13 


10 


10 





Prof. Dr. P. J. Studnička. 



96 



Dešťoměrná zpráva za měsíc srpen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat August 1887. 





Den měsíce 
j Monatstag 


Thiergarten 
Obora mysl. 

(Vandas) 


Tomic 
Tomice 

(üryalek) 


Tomkowka 
Tomko vka Í 
(Holub) i 


Trčkadorf 
Trčkov 

(Friedrich) 


Třebotow 
Třebotov 

<de Pauli) 


Tumau 
Turnov 

(Pellkovský) 


Tyuischt 
Týniště 

(Mas aer) | 


Unhošt 
Unhošt 

(Mulalsoh) 


Wartenberg 
Wartenberk 

(Bubák) 


Weissbach 
Weissbach 

(Klntzl) 


Weisswasser 
Bělá 

(Peřina) 


Welhartic 
Velhartice 

(Sclu-eilcr) i 





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(Topliscb) 


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Summa j ^Oi 


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87, 


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Regtg. 


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1 


! Měsíc 
Monat 


btrem 
Střemy 

(Marek) 


Stříteř 
Střítež 

(Stoupa) 


Stroj edic 
Stroj edice 

(Kaäplrek) 


Stupčic 
Stupčice 

(Schxeltor) 


Swarow 
Svárov 

(Potrař) 


Světlá 
Světlá 

(Seldler) 


Sýkora J. H 
Sýkora mysl 

(Heinrich) 


Tachlowic 
Tachlovice 

(PrUl) 


a S-g 


Thomas St. 
Sv. Tomáš 

(Lenz) 


Türmitz 
Trmice 

(JoBBt) 


Uhersko 
Uhersko 

(Llndner) 


Wčelákow 
Včelákov 

(FlBOher) 


Weipert 
Vejprty 

(Lorenz) 


Welleschin 
Velešín 

(Varreyo) 




1 


Joufet 
Snmma 


77, 


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10 


11 





Prof. Dr. P. .T. Studnička. 



96 



Dešťoměrná zpráva za měsíc srpen 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat August 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Winterberg 
Vimberk 

(Němeček) 


Wittingau 
Třeboň 

(Krb) 


Wlaschim 
Vlašim 

(Gabriel) 


Wobrubec 
Obrubce 

(Hoko) 


Wojetin 
Vojetin 

(štowlk) 


Wordan 
Vordan 

(Poisch) 


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Zhoř b. R. Jan. 
Zboř Č. Janovic 
(Včela) 


Zirnau 
Dříteu 

(Bezecný) 


Zlonic 
Zlonice 

(Kozel) 


Zwickau 
Cvikov 

(Homolka) 


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Ždirec b. Chot. 
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Weltrus 
Veltrusy 

(Melig) 


Werscheditz 
Verušice 

(Eckeit-Hetzol) 


Westec 
Vestec 

(Končický) 


Wildstein 
Vilštein 

(Opoleoký) 


Wysoká 
Vysoká 

(Tast) 


Wysoká 
Vysoká 

(Syka) 


Zádolí 
Zádoli 

(GrafE) 


Zbislawec 
Zbyslavec 

(Manlik) 


Zderadín 
Zderadiny 

(Homolka) 




Zeméch 
Zeměchy 

(Čejka) 


Zinnwald 
Cinwald 

(Tandler) 


Zwoleňowes 
Zvoleňoves 

(Sperl) 


Ždikau Gr. 
Ždikov V. 

(Knorre) 


Žiwotic 
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(Sk&la) 






Součet 
Smnma 


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11 





Prof. Dr. F. J. Studnička. 



97 



Dešťoměrná zpráva za měsíc září 1887. 
Ombroiuetrischer Bericht für den Monat September 1887. 





j Den měsíce 
! Monatstag 


Alberitz 
Malměřice 

(KlelSBl) 


Althütten 
Staré Hutě 

(Günther) 


Aupa-KIein 
Oupa Malá 

(Hroch) 


Aussergefild 
Kvilda 

(Králík) 


Bärenwalde 
Bärenwald 

(Plnsker) 


Beneschau 
Benešov 

(Kůrka) 


Bilin 
Bílina 

(Zeman) 


Binsdorf 
Binsdorf 

(Fischer) 


Bistrau 
Bistré 

(Krj-Spin) 


Blatná 
Blatná 

(Bostář) 


Bösig 
Bezděz 

(Feohtner) 


Borau 
Borová 

(Uohr) 


Braunau 
Broumov 

(Čtvrtečka) 


Brenuporičen 
Poříčí Spál. 

(Prokflpek) 


Buchers 
Buchoří 

(FIaobbeck) 






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Měsíc 
Monat 

Adolfagrün 
Adolfsgrün 

(Walter) 


Aicha B. 
Dub Českv 

(Schiller) 


Beřkovic U. 
Beřkovice D. 

(KyohnoTaký) 


Bezno 
Bezno 

(Švejcar) 


i 

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fs =: ==, M « w j 


Bistric a. d. A. 
Bistřice u. Ú. 

(HoU) 


Bitow 
Bítov 

(Kooholatý) 


Bohuau 
Banín 

(Prutsohek) 


Bohouskowic 
Bohouškovice 

flanber) 

Brandeis a. d. E. 
Brandýs n. L. 

(Zalabák) 


Brauna 
Branná 

(Makovský) 


Branžow 
Branžov 

(Blen) 


Břeskowic 
Břeskovice 

(Šimek) 


Břewnow 
Břevnov 

(Kutzer) i 






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10 





(! Znamená tu bouřku.) (! Bedeutet hier ein Gewitter.) 



Prof. Dr. F. J. Studničko. 



9tí 



Dešťoměrná zpráva za měsíc září 1887. 
Ombrometrischer Bericht für den Monat September 1887. 





Den měsíce 
Monatstag 


Buchwald 
Bučina 

(železný) 


Chotzen 
Choceň 

(Endrjs) 


Chotěboř 
Chotěboř 

(Ryba) 


Christianberg 
Křišťanov 

(Rnlf) 

1 


Christianburg 
Kristianburk 

(Czoch) 


Chrudim 
Chrudim 

(Bernhard) 


čáslau 
Čáslav 

(Knthau) 


Cejkow 
Čejkov 

(Boháček) 


čerma Böhm. 
Čerma česká 

(Mallý) 


černowic 
Černovice 

(Hazuka) 


čistá 
Čistá 

(Mládek) 


Deutschbrod 
Brod Německý 

(l)nťek) 


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Dobruška 






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1 — 




Součet 
Snmma 


67, 


20, 


35 5 


79, 


36, 


25o 


384 





17= 


55 e 


37, 


35o 


20s 


44, 


93 




»Dideüt 

Regtg. 


16 


12 


15 


12 


5 


16 


10 





9 


9 


12 í 16 

1 


5 


11 


"11 




in = 

EE 


Břišfan 
Břišfany 

(Procházka) 


Brník 
Brníky 

(Zechner) 


Brünnl 
Dobrá Voda 

(Raab) 


Buč 
Buč 

(Kotzorek) 


Budweis 
Budějovice 

(Soběslavský) 


Buštěhrad 
Buštěhrad 

(Molltor) 


Bzi 
Bzí 

(Bund) 


Chlomek 
Chlomek 
(JavBrok) 


Chotěschau 
Chotěšov 

(Hayne) 


Chrbina 
Chrbina 

(Schlmpke) 


Chrustenic 
Chrustenice 

(Horesohowský) 


Černic-Gr. 
Černice V. 

(Hahnol) 


Černilow 
Černilov 

(Eoráíok) 


češtin 
Češtin 

(Böhm) 


;2.2 




Součet 
Snmma 


44o 


66, 


544 


36, 


861 


21 9 


50„ 


33e 


12s 


24, 





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10, 


34, 


50, 




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Regtg 


10 


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12 


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10 


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13 


8 


4 


4 


— 


6 


12 


14 


10 



Prof, Dr. F. J. Studnička. 



99 



Dešťoměrná zpráva za měsíc záři 1887, 
Ombr